Mikroimmuntherapie: Sanfte Therapie bei Pollenallergie

Mikroimmuntherapie_als_sanfte_Therapie_bei_PollenallergieNoch vor einiger Zeit bezeichnete man den „Heuschnupfen“ als saisonalen allergischen Schnupfen, da man ihn vor allem mit Heu und Gräsern in Verbindung brachte. Da viele Menschen jedoch auf Pollen mehrerer Pflanzen reagieren und fast ganzjährig Beschwerden haben, ist man von dieser Bezeichnung mittlerweile abgekommen. Seit Jahren beobachten Forscher zudem, dass sich die Pollensaison immer weiter ausdehnt und außerdem immer mehr Menschen darunter leiden. Neben den bekannten schnupfenähnlichen Symptomen können auch ein allgemeiner Leistungsabfall oder sogar Asthma die Folge sein. Daher sind viele Patienten auf der Suche nach einer wirksamen Behandlung. Die Mikroimmuntherapie kann als sanfte Therapie bei Pollenallergie genau das darstellen, da sie an der Ursache der Allergie ansetzt und das Immunsystem zu einer angepassten Reaktion auf die Allergene zurückführt.

Pollenallergie: Was passiert im Körper?

Eine Pollenallergie ist eine überschießende Abwehrreaktion des Körpers auf Umweltstoffe, sogenannte Allergene. Im Falle einer Pollenallergie ist das der Blütenstaub beziehungsweise der Pollen der Pflanzen. Dieser enthält wasserlösliche Proteine, die bei Kontakt mit den Schleimhäuten freigesetzt werden. Ist ein Patient allergisch, reagiert das Immunsystem fälschlicherweise auf diese harmlosen Eiweiße, indem es bestimmte Antikörper produziert. Sie binden sich an Abwehrzellen, wodurch entzündungsauslösende Stoffe wie zum Beispiel Histamine ausgeschüttet werden. Diese Botenstoffe sorgen dafür, dass die typischen allergischen Reaktionen auftreten. Die sanfte Therapie bei Pollenallergie wirkt diesem Effekt entgegen. Es gibt im Wesentlichen drei Gruppen von Pflanzen, die allergieauslösenden Pollen enthalten. Bei den Bäumen lösen vor allem Frühblüher wie Birke, Hasel, Erle und Esche Allergien aus. Darüber hinaus sind auch Gräser und verschiedene Kräuter stark allergen.

Wie äußert sich eine Pollenallergie?

Die allergische Reaktion auf den Pollen tritt vor allem dort auf, wo die Allergene direkt auf die Schleimhäute treffen – also an Nase, Augen und Mund. Folgende körperlichen Beschwerden sind typisch für eine Pollenallergie:

  • Juckreiz der Nase in Verbindung mit Nießen und Schnupfen
  • Juckende, gerötete und tränende Augen
  • Brennen und Jucken im Mund- und Rachenraum
  • Trockener Husten
  • Juckende Gehörgänge
  • Verschlechterung einer Neurodermitis

Zusätzlich zu diesen Symptomen leiden Betroffene häufig auch unter Schlafstörungen, Müdigkeit oder Kopfschmerzen. Bei langjährigen Allergikern können auch die Bronchien betroffen sein und Asthma kann entstehen. Darüber hinaus leiden viele Patienten an einer sogenannten Kreuzallergie. Das bedeutet, dass die Betroffenen ebenfalls auf bestimmte Nahrungsmittel reagieren und beispielsweise Juckreiz oder Schwellungen im Rachen verspüren. Häufig betroffene Nahrungsmittel sind zum Beispiel Nüsse aber auch Äpfel. Alle genannten Symptome können die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, an der Ursache anzusetzen und dadurch die Symptome zu lindern. Die Mikroimmuntherapie als sanfte Therapie bei Pollenallergie kann Patienten helfen, wenn sie die überschießende Reaktion des Immunsystems bremst und die Beschwerden dadurch lindert.

Die Mikroimmuntherapie reagiert auf unterschiedlichen Ebenen und wirkt auf den gesamten Ablauf der allergischen Reaktion ein. Mit der Anwendung der Mikroimmuntherapie sollten Patienten bereits zwei Monate vor dem Auftreten der ersten Allergene beginnen und diese bis zum Ende der Allergiesaison fortsetzen. Bei der Mikroimmuntherapie als alternative Therapie bei Pollenallergie werden Zytokine, also Botenstoffe, die auch im Immunsystem selbst vorkommen, verwendet. Diese werden in Konzentrationen verwendet, die die Immunreaktion regulieren können. Allgemein kann man davon sprechen, dass sie die Faktoren bremsen, die die allergische Reaktion begünstigen. Konkreter sorgen die Zytokine, die in hoher Verdünnung eingesetzt werden unter anderem dafür, dass die entzündliche Reaktion gedrosselt und die überschießende Reaktion eingedämmt wird. Die Botenstoffe in niedriger Verdünnung hingegen stimulieren die Eingrenzung der Produktion jener Botenstoffe, die die Entzündungsprozesse anschieben. Die Mikroimmuntherapie setzt mit der komplexen Formel direkt am Immunsystem an, da dort die überschießende Reaktion auf die Allergene entsteht. Als sanfte Therapie bei Pollenallergie führt sie das Abwehrsystem zu einer angepassten Immunantwort zurück und lindert so auch die Symptome.

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Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.