Virusinfektionen Teil 2: Mikroimmuntherapie bei Herpes

Virusinfektionen Teil 2: Mikroimmuntherapie bei Herpes

Herpes hat sich in unserer Bevölkerung als Synonym für Lippenherpes, also kleine juckende Bläschen im Mundbereich etabliert. Doch es gibt noch zahlreiche andere Herpesviren, die für den Menschen gefährlich sein können. Bestimmte Herpesviren stehen sogar im Verdacht, an der Entstehung von schwerwiegenden Erkrankungen wie Alzheimer, Multipler Sklerose oder dem Chronischen Müdigkeitssyndrom beteiligt zu sein. Fast jeder Mensch trägt eines oder mehrere Herpesviren in sich, ohne es zu wissen oder zu bemerken. Wenn das Immunsystem eines Patienten jedoch geschwächt ist, besteht bei einer Herpes-Infektion ein höheres Risiko für Komplikationen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, das Immunsystem in Balance zu halten. Genau dort setzt die Mikroimmuntherapie bei Herpes an und hilft dem Organismus, eine natürliche und wirksame Immunantwort auf die Infektion zu geben.

Mikroimmuntherapie bei Herpes: Welche Herpesviren gibt es?

Um die Mikroimmuntherapie bei Herpes effizient einzusetzen, ist es wichtig, genau zu bestimmen, an welchem Virus der Patient leidet. Es gibt acht Arten von Herpesviren, die für den Menschen gefährlich werden können. Diese sogenannten humanen Herpesviren lassen sich in drei Gruppen einteilen. Die Alpha-Viren vermehren sich besonders schnell im Körper und dringen meist über die Schleimhäute in den Organismus. Noch bevor das Immunsystem sie bekämpfen kann, infizieren sie auch die Nervenzellen und verbleiben unbemerkt in einer Art Ruhemodus im Körper. Die Beta-Viren teilen sich dagegen nur langsam und führen in den infizierten Zellen zu einer starken Vergrößerung. Die Gamma-Viren vermehren sich unterschiedlich schnell und können die Entstehung bösartiger Erkrankungen oder Tumore begünstigen.

Mikroimmuntherapie bei Herpes: Sind Herpesviren gefährlich?

Alle Herpesviren werden vor allem über Körperflüssigkeiten übertragen und verbleiben dann lebenslang im Körper – meistens unbemerkt und ohne dem Menschen wirklich gefährlich zu werden. Ob die Viren eine Infektion auslösen oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Vor allem Patienten, die aufgrund von Erkrankungen, dauerhaftem Stress, Umweltbelastungen, Fehlernährung oder einer Chemotherapie ein geschwächtes Immunsystem haben zählen ebenso wie auch Schwangere zur sogenannten Risikogruppe. Herpesviren nutzen das geschwächte Immunsystem aus, um sich im Körper zu verbreiten. Folgende Herpesviren können beim Menschen Symptome auslösen:

– Herpes simplex Typ 1
– Herpes simplex Typ 2
– Varizella-Zoster-Virus
– Epstein-Barr-Virus
– Cytomegalie-Virus
– Humanes Herpesvirus 6
– Humanes Herpesvirus 7
– Kaposi-Sarkom-Herpesvirus

Das wohl bekannteste Herpesvirus ist Herpes simplex, wodurch zum Beispiel Lippenherpes oder Genitalherpes ausgelöst werden können. Dringt das Virus in den Körper ein, aktiviert das Immunsystem zunächst entsprechende Abwehrmechanismen. Die Forschung hat jedoch gezeigt, dass die Viren durch verschiedenste Mechanismen in der Lage sind, diese zu umgehen. Das Varizella-Zoster-Virus trägt ebenfalls ein Großteil der Bevölkerung in sich. Es verursacht zum Beispiel Windpocken oder Gürtelrose. Das Epstein-Barr-Virus (EBV) gelangt üblicherweise beim Küssen in den Körper und kann dort das Pfeiffersche Drüsenfieber (auch Kusskrankheit genannt) auslösen. Es wird darüber hinaus für die Entstehung verschiedener Erkrankungen verantwortlich gemacht. So wird vermutet, dass es zum Beispiel Multiple Sklerose, Rheumatoide Arthritis oder das Chronische Müdigkeitssyndrom (CFS) mit verursachen kann. Das Cytomegalie-Virus ist meist harmlos, kann aber für Patienten mit geschwächtem Immunsystem und für Schwangere gefährlich werden. Das Kaposi-Sarkom-Herpesvirus tritt im Vergleich zu anderen Herpesviren relativ selten auf und kann in Verbindung mit AIDS die Krebserkrankung Kaposi-Sarkom auslösen.

Wann kommt die Mikroimmuntherapie bei Herpes zum Einsatz?

Die Mikroimmuntherapie bei Herpes hält jeweils spezifische Mittel für die unterschiedlichen Herpesviren bereit. Da sie mit sehr stark verdünnten Dosierungen arbeitet, verursacht sie für gewöhnlich keine Nebenwirkungen und wird häufig als Ergänzung zur herkömmlichen symptomatischen Behandlung von Herpes eingesetzt. Sobald eine Infektion nachgewiesen ist, kann die Mikroimmuntherapie bei Herpes zur Ursachenbekämpfung eingesetzt werden. Meist kommt sie jedoch nach einer sogenannten Reaktivierung der Viren zum Einsatz. Da das Herpesvirus nach der Infektion, meist unbemerkt, im Körper verbleibt, haben viele Patienten Herpesviren zunächst nicht als Grund für ihre Beschwerden im Sinn. Es kann auch vorkommen, dass die Infektion vollkommen unbemerkt und ohne besondere Symptome abläuft. Die Mikroimmuntherapie bei Herpes unterstützt das Immunsystem im Falle einer Infektion, zu einer natürlich wirksamen Immunantwort zurückzufinden.

Wie wirkt die Mikroimmuntherapie bei Herpes?

Die Mikroimmuntherapie bei Herpes kann ergänzend zur schulmedizinischen Behandlung angewendet werden und ist zum Beispiel auch als Alternativmedizin bei Herpes Zoster oder als Alternativmedizin bei Herpes Genitalis bekannt. Da sie neben der Beseitigung der Symptome vor allem darauf abzielt, die Ursache zu bekämpfen, wirkt die Mikroimmuntherapie bei Herpes auf verschiedenen Ebenen. Zum einen sollen spezielle Nukleinsäuren die Virenvermehrung unterbinden und somit der Infektion neuer Zellen vorbeugen. Gleichzeitig kann die Mikroimmuntherapie bei Herpes dazu beitragen, die spezifische Immunreaktion für Herpesviren zu fördern und das Immunsystem zu stärken. Bei Herpes simplex zielt die Behandlung zusätzlich darauf ab, Entzündungen zu vermeiden oder einzudämmen. Somit greift die Mikroimmuntherapie bei Herpes nicht störend in den Organismus ein, sondern aktiviert unter anderem die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers.

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Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.