Arthrose: Im Kampf gegen Schmerz und Entzündung

Arthrose

Arthrose ist weltweit die häufigste Gelenkerkrankung. Es handelt sich um eine Pathologie, bei welcher der Knorpel, ein Gewebe, das die Knochenenden überzieht und die Reibung zwischen diesen verhindert, nach und nach abgebaut wird. Teile der Knorpelschicht können sich ablösen und eine entzündliche Reaktion in der Gelenkhöhle hervorrufen. In manchen Fällen kann sich die Knorpelschicht vollständig abtragen, wodurch der Knochen ungeschützt im Gelenk verbleibt. Um der dadurch vorprogrammierten Reibung entgegenzuwirken, bildet der Knochen die sogenannten Osteophyten (Knochenneubildungen am Rand der Gelenkflächen), um dadurch den Auflagedruck zu mindern. Die Folgen all dieser Prozesse sind starker Schmerz und Unbeweglichkeit.

 

Unterschiedliche Faktoren wie Alter, genetische Prädispositionen, Übergewicht oder Verletzungen gelten als Risikofaktoren für den Knorpelabbau. Es gibt auch neue Studien, welche zeigen, dass entzündliche Prozesse nicht nur das Ergebnis sondern auch die Ursache für eine Knorpelzerstörung sind.

Welche Therapieoptionen gibt es, um gegen die Schmerzen und Entzündungen anzugehen?

 

Je früher man mit der Behandlung der Arthrose anfängt, umso größer sind die Chancen, das Fortschreiten dieser Krankheit zu verhindern. Das gilt sowohl für die Behebung der Risikofaktoren für Arthrose als auch für die Anwendung antiinflammatorischer Therapieansätze.

 

Eine ausreichende körperliche Bewegung unterstützt eine bessere Gelenkerhaltung. Auch eine gesunde Ernährung kann den Krankheitsablauf einer Arthrose positiv beeinflussen. Dies gilt insbesondere für übergewichtige Menschen. Bei jeder Arthrosebehandlung sollte das erste Ziel die Erlangung des Normalgewichts sein.

 

Zusätzlich kann ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt die Arthrose-Beschwerden lindern, denn säurebildende Nahrungsmittel sind tendenziell entzündungsfördernd, während basisch wirkende Lebensmittel (Obst und Gemüse) entzündungshemmend sind. Zusammen mit den zuvor genannten Maßnahmen werden, gerade wegen seiner entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften, bei Arthrose und Arthritis Extrakte aus der Teufelskrallenwurzel  bzw. aus der Regenwald-Kletterpflanze “Katzenkralle” (uncaria tomentosa)  angewendet.

Ein anderer Therapieansatz, der auf das Abklingen der Entzündung ausgerichtet ist, ist die Mikroimmuntherapie. Das Besondere an der Mikroimmuntherapie ist die Anwendung immuneigener Substanzen und die Wirkung auf unterschiedlichen Ebenen des Immunsystems. Bei der Behandlung von Arthrose gilt es insbesondere, die den Entzündungsprozess verursachenden Zytokine IL-1 und TNFα in ihrer Wirkung zu bremsen.

 

Zusammenfassend ist an dieser Stelle zu vermerken, dass bei einer ganzheitlichen Behandlung von Arthrose, nach umfassender Diagnose, die passenden Maßnahmen eingeleitet werden sollten. Dabei stehen an erster Stelle eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung sowie regelmäßiger Bewegung und vor allem die rechtzeitige Behandlung von Entzündungen.

Bibliografie:

  1. Jeremy Sokolove, Christin Lepus: Role of Inflammation in the Pathogenesis of Osteoarthritis – Latest Findings and Interpretations, Ther Adv Musculoskelet Dis. 2013 April; 5(2): 77–94.
  2. Huang TH, Tran VH, Duke RK, Tan S, Chrubasik S, Roufogalis BD, Duke CC. Harpagoside suppresses lipopolysaccharide-induced iNOS and COX-2 expression through inhibition of NF-kappa B activation. J Ethnopharmacol. 2006 Mar 8;104(1-2):149-55. Epub 2005 Oct 3.
  3. Allen-Hall L, Arnason JT, Cano P, Lafrenie RM. Uncaria tomentosa acts as a potent TNF-alpha inhibitor through NF-kappaB. J Ethnopharmacol. 2010 Feb 17;127(3):685-93. doi: 10.1016/j.jep.2009.12.004. Epub 2009 Dec 6.

 

Ein paar Kommentare zu “Arthrose: Im Kampf gegen Schmerz und Entzündung

  1. Barbara Boot

    Die Mikroimmuntherapie finde ich eine sehr gute Ergänzung in meiner Arbeit mit Multi-Integrative-Körper-Prozessarbeit. Hier wird auf einer ganzheitlichen Art mit Muskelfeedback und meridianspezifischen Techniken, der Ursache auf den Grund gegangen, was diese Erkrankung zur Entwicklung und zum Ausbruch brachte. Es ist immer wieder faszinierend, dann die Erfahrung zu machen, wie der Körper sich selbst heilen kann, wie er sich von alten körperlichen, emotionalen, chemischen Schmerz verabschiedet, Entzündungen durch das Immunsystem besser erkannt werden. Durch die Prozessarbeit die von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist ( Anzahl der Behandlungssequenzen) wird das gesamte Stoffwechselsystem, Hormonsystem, Immunsystem langsam reguliert, ebenso viele psychosozialen Aspekte. Der betroffene Mensch erfährt eine neue innere Kraft, es werden Ressourcen aufgebaut, die Resilienz erhöht. Für manche ist es ein Wunder wie ihre Lebensqualität zugenommen hat. Sie wieder fit und aktiv werden können, fähig sind ihre neu gewonnene Lebensenergie umzusetzen. Was braucht es: Mut sich mit seinem Krankheitsprozess auseinanderzusetzen und die Bereitschaft und Motivation die Verantwortung für Veränderung zu übernehmen so dass eine die Selbstordnungsfähigkeit des Körpers aktiv werden kann.

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