Die (Mikro)-Immuntherapie

Was ist eine Immuntherapie?

Heutzutage weiß man, dass die Entstehung und Entwicklung zahlreicher Krankheiten in direkter Verbindung mit einer Störung des Immunsystems steht. In welchen Fällen kann man von einem gestörten Immunsystem sprechen? Hauptsächlich in zwei Situationen: Wenn dieses in der Erkennung und Vernichtung von Krankheitserregern scheitert oder wenn es auf bestimmte Umweltstoffe eine überschießende Abwehrreaktion auslöst, wie es bei Allergien der Fall ist.

Forscher haben die wichtige Rolle, die das Immunsystem bei unterschiedlichen Erkrankungen spielt, erkannt, um auf diese Weise gezielte Therapien entwickeln zu können.

IL-2Alle Behandlungsformen, bei denen die Aktivität des Immunsystems beeinflusst werden soll, um Krankheiten zu bekämpfen, können unter dem Sammelbegriff Immuntherapie (auch Biologische Therapie oder Biotherapie) stehen. Immuntherapeutische Verfahren werden vor allem in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen, Infektionen und Krebs eingesetzt.

So zum Beispiel werden in der Krebsimmuntherapie monoklonale Antikörper verabreicht, welche synthetisch hergestellt werden und den in unserem Organismus produzierten Antikörpern gleichen. Diese haben die Aufgabe, die Tumorzellen zu markieren, um ihre Erkennung und Vernichtung durch das Immunsystem zu gewährleisten. Allerdings können bei dieser Behandlungsform unterschiedliche unerwünschte Nebenwirkungen wie zum Beispiel Übelkeit, Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck usw. auftreten.

Andere Immunbotenstoffe, mit denen das Immunsystem unterstützt und gestärkt werden soll, um schneller und effizienter gegen innere und äußere Angriffe zu reagieren, sind Zytokine.

Wie unterscheidet sich die Mikroimmuntherapie von anderen Immuntherapien?

Die Mikroimmuntherapie nutzt das Informationspotential dieser Substanzen, um das Gleichgewicht des Immunsystems wiederherzustellen. Aber wodurch unterscheidet sich die Mikroimmuntherapie von anderen Immuntherapien? Die Antwort liegt in der Vorsilbe “Mikro”. “Mikro” kommt von Mikrodosen, eines der grundlegenden Wirkungsmechanismen der Mikroimmuntherapie. Die Mikroimmuntherapie verwendet hoch verdünnte immuneigene Substanzen,  die im Einklang mit den physiologischen Reaktionsabläufen des Immunsystems stehen. Durch die Mikrodosen werden Nebenwirkungen, die häufig bei anderen Immuntherapien auftreten, wesentlich minimiert.