Die Mikroimmuntherapie bei chronischer Müdigkeit

Mikroimmuntherapie Chronische MüdigkeitEine ausreichende und erholsame Nachtruhe ist für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden äußerst wichtig. Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Verschwendet ist diese Zeit keinesfalls. Denn während des Schlafens erholt und regeneriert sich der Körper, um für die alltäglichen Aufgaben und Herausforderungen gewappnet zu sein. Während der Schlaf von außen betrachtet wie eine Phase der vollkommenen Ruhe wirkt, läuft der Organismus in Wahrheit auf Hochtouren. Insbesondere die Zellregeneration und -erneuerung erfolgt währenddessen. Bei zahlreichen Erkrankungen stellt Schlaf ein wichtiger Teil der Behandlung und Genesung dar. Menschen, die regelmäßig erholsam und lang genug schlafen, sind in der Regel sowohl körperlich als auch geistig leistungsfähiger und werden zudem weniger schnell krank.

Dementsprechend hoch ist die Belastung für Personen, die unter einer chronischen Müdigkeit leiden. Das chronische Müdigkeitssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome (CFS)) ist eine facettenreiche Erkrankung, die in der Diagnostik als auch in der Therapie eine echte Herausforderung darstellt. Durch die verschiedenen möglichen Krankheitsursachen sowie diversen Symptome muss die Behandlung individuell an den einzelnen Patienten angepasst werden. Eine ergänzende Behandlungsform stellt die Mikroimmuntherapie bei chronischer Müdigkeit dar.

Definition des chronischen Müdigkeitssyndroms

Per Definition, die erstmals von dem US-amerikanischen CDC (Center of Disease Control and Prevention) formuliert wurde, handelt es sich beim chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS) um eine schwere Erschöpfung, die über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten anhält beziehungsweise immer wiederkehrt. Selbst durch Ruhepausen und Schlaf lassen sich die Kraftlosigkeit und die Abgeschlagenheit nicht verbessern. Zudem liegen mindestens vier der folgenden weiteren Symptome vor:

  • Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen
  • depressive Verstimmungen, Ängste
  • Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit
  • Hals-, Kopf-, Gelenk-, Muskelschmerzen
  • Muskelschwäche
  • Schlafmangel, Schlafstörungen
  • geschwollene Lymphknoten im Hals- oder Achselbereich
  • Magen-Darm-Störungen
  • erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräusche
  • Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Lebensmitteln
  • Hauterkrankungen
  • funktionelle Organstörungen
  • Post-exertional malaise (PEM; eine starke Verschlimmerung der anderen Symptome nach körperlicher oder geistiger Anstrengung)

Auslöser und Risikofaktoren einer chronischen Müdigkeit

Ebenso vielfältig wie die Symptome bei einer chronischen Müdigkeit sind auch die möglichen Ursachen. In der Regel kann davon ausgegangen werden, dass es nicht die eine bestimmte Ursache gibt, sondern ein Bündel an unterschiedlichen Auslösern und Risikofaktoren (Multikausalität) vorliegt. Unter der Ursachenvielfalt sind unter anderem folgende mögliche Gründe für das CFS zu finden:

  • Umwelttoxine und Schadstoffe
  • depressive Verstimmungen, Depressionen, Burn-Out
  • Darmerkrankungen
  • Tumorerkrankungen
  • virale oder bakterielle Infektionen
  • psychosoziale Faktoren
  • körperliche Traumata, Schockerlebnisse

Was signalisiert Müdigkeit und wann sollte ich sie ernst nehmen?

Im Allgemeinen ist Müdigkeit ein Anzeichen dafür, dass dem Körper etwas fehlt. Hierbei kann es sich um Schlaf, aber auch um Sauerstoff, Flüssigkeit oder Bewegung handeln. Zudem kann ein abgespanntes und ausgepowertes Gefühl darauf verweisen, dass sich der Körper aktiv gegen Krankheitserreger zur Wehr setzt und seine Abwehrkräfte mobilisiert. Auch Stress und alltägliche Probleme sowie individuelle Belastungen können sich auf die Leistungsfähigkeit und die Stimmung niederschlagen und zu Müdigkeit führen.

Sich müde zu fühlen, ist übrigens nicht in jedem Fall etwas Schlechtes. Nach einem erfolgreichen Workout, am Ende eines Events oder nach Abschluss eines konzentrierten Arbeitstages geht das erschöpfte Körpergefühl oftmals mit einer Zufriedenheit einher. Sie kann das Einschlafen und die erholsame Nachtruhe sogar unterstützen.

Ernst zu nehmen ist hingegen eine hartnäckige und andauernde Müdigkeit, die dazu führt, dass alltägliche Aufgaben nur noch erschwert oder gar nicht mehr erledigt werden können. Sie kann ein Anzeichen für eine andere Erkrankung sein oder auf ein CFS hindeuten und sollte daher ärztlich untersucht werden.

Chronische Müdigkeit durch Reaktivierung von Herpesviren

Bei anhaltender Müdigkeit und wiederkehrenden Infekten kann eine Virusinfektion eine mögliche Ursache darstellen. Zur Gruppe der Herpesviren zählen insgesamt acht Virustypen. Jeder dieser Vertreter besitzt die Eigenschaft, nach einer erstmaligen Infektion ein Leben lang im Körper zu verbleiben. Die Herpesviren befinden sich dann in einer Art „Schlafzustand“, in dem das körpereigene Immunsystem sie problemlos kontrollieren kann. Zur Reaktivierung kann es unter anderem dann kommen, wenn das Immunsystem geschwächt oder aus seiner natürlichen Balance geraten ist. Zu den eventuellen Auslösern zählen zum Beispiel Stress oder Infektionserkrankungen.

Im Zusammenhang mit dem chronischen Müdigkeitssyndrom wird vor allem das Epstein-Barr-Virus (EBV) genannt. Weltweit haben laut Schätzungen etwa 90% der Bevölkerung bewusst oder unbewusst eine EBV-Erkrankung (auch als Pfeiffersches Drüsenfieber bekannt) mitgemacht. Vielfach klingt die Erkrankung selbstständig wieder ab, bevor spezifische Symptome auftreten oder ein Arzt aufgesucht wird. Demnach ist die Anzahl der EBV-Träger relativ hoch. Zu einer EBV-Reaktivierung kann es während einer kurzzeitigen Immunschwäche kommen. Beim chronischen Verlauf einer EBV-Infektion kann es zu einer sogenannten Multiinfektion kommen, die sich als chronisches Müdigkeitssyndrom äußert.

Schonender Behandlungsansatz: die Mikroimmuntherapie bei chronischer Müdigkeit

Aufgrund der Vielfältigkeit von Ursachen und Symptomen beim CFS ist es wichtig, die jeweilige Therapie unter Berücksichtigung der individuellen Befunde und Risikofaktoren zusammenzustellen. Das bedeutet, dass jeder Patient ein maßgeschneidertes Konzept erhält. Vor allem schonende Ansätze sind beliebt, um den ohnehin geschwächten Körper möglichst wenigen weiteren Belastungen auszusetzen.

Oftmals lässt sich im Zusammenhang mit CFS eine Störung des Immunsystems beobachten. Daher stellt die Mikroimmuntherapie bei der Behandlung der chronischen Müdigkeit eine effektive Unterstützung dar. Sie reguliert die immunitären Abläufe mithilfe natürlicher, körpereigener Substanzen (u. a. Zytokine), die in sehr starken Verdünnungen vorliegen. Diese hohen Verdünnungsstufen bewirken eine sanfte Modulierung der Abwehrmechanismen, die so gut wie nebenwirkungsfrei ist. Aus diesem Grund kann die Mikroimmuntherapie mit anderen Behandlungsansätzen problemlos kombiniert werden.

Kann das Immunsystem wieder mit dem gewohnten und intakten Ablauf seine Funktionen ausführen, ist es zugleich auch wieder in der Lage, die Epstein-Barr-Viren im Körper unter Kontrolle zu halten. Infolgedessen verringern sich die Symptome der Viruserkrankung sowie der chronischen Müdigkeit. Die Mikroimmuntherapie wirkt modulierend auf die TH1-Zellen (entzündungshemmend) und verringert gleichzeitig mithilfe spezifischer Nukleinsäuren die Replikation der virusinfizierten Zellen.

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Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.