Die Mikroimmuntherapie bei der Hashimoto-Thyreoiditis

Mikroimmuntherapie bei Hashimoto-ThyreoiditisBei immer wiederkehrenden und chronischen Erkrankungen stellt die integrative Medizin, die verschiedene Therapieoptionen synergistisch miteinander verbindet, einen bedeutenden Ansatz dar. Da chronische Krankheiten meist nicht heilbar sind, suchen die Betroffenen nach Therapiemöglichkeiten, die ihre Lebensqualität deutlich verbessern können. Zugleich sollen die Behandlungen möglichst wenige Nebenwirkungen haben. Gesucht werden Therapieverfahren, die sanft auf den Organismus einwirken und ihn in seiner Selbstregulation unterstützen. Die Mikroimmuntherapie bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis hat zum Ziel, das fehlgeleitete Immunsystem zu regulieren und seine natürliche und korrekte Funktionsweise wiederherzustellen. Dabei greift sie nicht störend in die Abläufe ein, sondern moduliert sie mit körpereigenen Wirkstoffen – sie trainiert die Selbstheilungsprozesse des Immunsystems.

Was steckt hinter der Hashimoto-Erkrankung?

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine anhaltende Entzündung der Schilddrüse. Das Immunsystem richtet sich fälschlicherweise gegen den eigenen Organismus (Autoimmunität) und ruft in diesem Fall Entzündungsreaktionen hervor, die das Gewebe der Schilddrüse schädigen. Die Schilddrüse befindet sich unterhalb des Kehlkopfes und nimmt hormonellen Einfluss auf den Stoffwechsel, den Kreislauf, das Wachstum und die Psyche. Die Hashimoto-Erkrankung führt letztendlich zu einem Mangel an Schilddrüsen-Hormonen.

In Deutschland leiden etwa vier bis acht Millionen Menschen an der Hashimoto-Erkrankung. Häufig führen unzureichende Diagnosen dazu, dass die Betroffenen eine regelrechte Ärzte-Odyssee hinter sich gebracht haben, bis die Erkrankung letztendlich diagnostiziert wird. Bei Frauen, die im Vergleich häufiger an Hashimoto erkranken als Männer, tritt die Krankheit meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf. Oftmals werden die Symptome als „Wechseljahrsbeschwerden“ eingestuft, sodass die Hashimoto-Thyreoiditis längere Zeit unerkannt bleibt.

Bislang ist Hashimoto noch nicht vollständig heilbar, jedoch ist die Krankheit gut therapierbar. Auch wenn eine vollkommende Regeneration der Schilddrüse erfahrungsgemäß nicht möglich ist, können die Symptome vielfach gemindert oder gar zum Stillstand gebracht werden. So setzt die Mikroimmuntherapie beispielsweise an den Ursachen an, indem sie das körpereigene Immunsystem korrigiert und somit weitere Entzündungsreaktionen bestmöglich verhindert.

Ursachen für Hashimoto-Thyreoiditis

Mit einer Häufigkeit von etwa 80 Prozent steht die Hashimoto-Thyreoiditis an der Spitze der Schilddrüsenentzündungen. Die genauen Ursachen für Hashimoto sind noch weitestgehend unbekannt. Aus bislang ungeklärten Gründen richtet das Immunsystem seine Immunreaktion gegen das Gewebe der Schilddrüse. Im normalen Zustand trägt das Immunsystem die Aufgabe, schädliche Eindringlinge und Giftstoffe im Körper zu bekämpfen. Bei einer Autoimmunerkrankung richtet es die Immunzellen jedoch gegen das eigene Gewebe und ruft auf längere Sicht meist irreversible Schädigungen hervor.

Eine familiäre Disposition scheint bei Hashimoto eine Rolle zu spielen. Zudem wurde beobachtet, dass eine zu hohe Jodzufuhr das Risiko für Hashimoto zu steigern scheint. Oft leiden Hashimoto-Erkrankte gleichzeitig auch an anderen Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel Typ-1-Diabetes. Als mögliche Mitauslöser bei Hashimoto kommen infrage: eine Glutenintoleranz, ein Mangel an Vitamin D, eine Östrogendominanz, eine Insulinresistenz, Stress, Toxine oder Schwermetalle. Auch chronische Entzündungen und Infektionen durch EBV (Epstein-Barr-Virus) sind denkbar.

Durch welche Symptome ist Hashimoto gekennzeichnet?

Die Beschwerden bei Hashimoto können sehr vielfältig sein – ein weiterer Grund, weshalb die Krankheit oft so lange unerkannt bleibt. Häufig macht eine Schilddrüsenentzündung zunächst keine Beschwerden. Beim klassischen Verlauf der Hashimoto-Thyreoiditis wechseln sich Schilddrüsenüber- und Schilddrüsenunterfunktion ab. In der Regel herrscht eine Schilddrüsenunterfunktion vor, zur Überfunktion kommt es schubweise immer dann, wenn Schilddrüsengewebe von der Schilddrüse abgelöst wird und die Hormone im Blut freigesetzt werden.

Typische Symptome bei einer Schilddrüsenüberfunktion

  • Gewichtsverlust
  • Unruhe, Nervosität
  • Herzklopfen
  • Schwitzen
  • Zittern
  • Verdauungsprobleme
  • Durchfall
  • Haarausfall
  • Zyklusstörungen (Frauen)
  • Schlafstörungen

Typische Symptome bei einer Schilddrüsenunterfunktion

  • Antriebslosigkeit, Müdigkeit
  • Gewichtszunahme trotz ausgewogener Ernährung
  • trockenes Haar, Haarausfall
  • niedriger Puls
  • trockene Haut
  • Zyklusstörungen (Frauen)
  • Heiserkeit
  • Verstopfung
  • Schwellungen an den Augenlidern/im Gesicht, an den Armen und Beinen

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Meist wird die mangelnde Produktion von Schilddrüsenhormonen durch medikamentöse Einnahmen ausgeglichen. Hierfür verschreibt der Arzt in der Regel das Schilddrüsenhormon Levothyroxin (L-Thyroxin), das dem körpereigenen Hormon Thyroxin (T4, das teilweise im Körper zu T3 (Trijodthyronin) umgewandelt wird) entspricht. Auch wenn die Medikamente den Hormonmangel korrigieren können, sind sie nicht in der Lage, die Autoimmunerkrankung zu beheben. Einige Patienten fühlen sich trotz des regulierten Hormonspiegels nicht gut. Daher ist es wichtig, dass für jeden einzelnen Patienten individuelle, ganzheitliche Behandlungskonzepte erstellt werden. Teile der Therapie können unter anderem ausreichend Bewegung, eine Ernährungsumstellung auf eine basenreiche und frisch zubereitete Kost, eine glutenfreie Ernährung sowie die Gabe von Selen sein.

Wie kann die Mikroimmuntherapie bei Autoimmunerkrankungen helfen?

Die Mikroimmuntherapie zielt bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis auf die Beruhigung und Regulation des fehlgeleiteten Immunsystems ab. Hierfür werden spezifische Komplexmittel eingesetzt: Die Mikroimmuntherapeutika sind unter anderem aus körpereigenen Zytokinen, Wachstumsfaktoren und spezifischen Nukleinsäuren zusammengesetzt. Sie liegen in sehr geringen Dosierungen vor, sodass sie schonend auf das Immunsystem – in dessen eigener Sprache (Zytokine) – einwirken, ohne es dabei zu belasten. Liegt bei der Hashimoto-Erkrankung eine gleichzeitige EBV-Infektion vor, verfügt die Mikroimmuntherapie auch über ein spezielles Komplexmittel für eine ergänzende Therapie bei EBV.

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Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.