Die Mikroimmuntherapie bei schweren Depressionen

Mikroimmuntherapie bei DepressionLaut Weltgesundheitsorganisation zählt die Depression zu den Erkrankungen mit den größten Belastungen für die betroffenen Personen. Überdies tritt sie vergleichsweise häufig auf. In Deutschland leiden rund vier Millionen Menschen unter Depressionen. Damit sind keine vorübergehenden „schlechten Tage“ und Stimmungstiefs gemeint, sondern anhaltende negative Gemütszustände, die seit zwei Wochen und länger bestehen. Für die Patienten ist es, wenn überhaupt, nur ein schwacher Trost, dass sie mit der Krankheit nicht allein sind und sich unter den Betroffenen auch zahlreiche prominente Persönlichkeiten befinden.

Depressionen schränken die Lebensqualität stark ein. Die moderne Depressionstherapie verfügt über zahlreiche Ansätze, die in vielen Fällen eine deutliche Besserung beziehungsweise eine erfolgreiche Heilung ermöglichen. So vielseitig, wie die Gründe und Ursachen für eine Depression sein können, so individuell ist auch die jeweilige Therapie der Erkrankung. Erfahren Sie, wie die Mikroimmuntherapie die Behandlung von Depressionen unterstützen kann.

Symptome einer Depression

Bei einer Depression handelt es sich um eine schwere psychische Erkrankung, die professioneller therapeutischer Unterstützung bedarf. Im Gegensatz zu Traurigkeit oder vorübergehender Lustlosigkeit – die normale Gefühlsregungen sind und zum Leben dazugehören – verschwindet eine Depression nicht von allein nach einiger Zeit wieder. Auch lässt sie sich nicht durch Ablenkung oder Aufmunterungsversuche beheben. Häufig wird das Gefühl einer Depression mit dem Bild eines schweren, dunklen Vorhangs gleichgesetzt, der die Betroffenen umhüllt. Mithilfe der passenden Therapie kann dabei geholfen werden, diesen Vorhang wieder zu öffnen.

Bei den Anzeichen für eine Depression werden in der Regel drei Hauptsymptome genannt:

  1. Niedergedrückte Stimmung: Eine tiefe Niedergeschlagenheit ist wohl das bekannteste Merkmal, das im Zusammenhang mit einer Depression als erstes einfällt. Das negative Gefühl ist fast ununterbrochen vorhanden und ist häufig einer der Gründe, weshalb sich die Betroffenen zunehmend aus ihrem sozialen Umfeld zurückziehen und isolieren.
  2. Interessensverlust und „innere Leere“: Nicht nur das Interesse an sozialen Kontakten nimmt bei einer Depression stark ab, auch das Engagement für die Arbeit und die Freude an Hobbys verlieren an Wert. Die Personen fühlen sich innerlich leer, was sich selbst durch positive Ereignisse nicht zu bessern scheint. Für viele entwickelt sich dadurch eine regelrechte Hoffnungslosigkeit, die sich auf die verschiedensten Lebensbereiche bezieht.
  3. Müdigkeit und fehlender Antrieb: Alltägliche Aufgaben stellen für depressive Menschen eine Hürde dar. In vielen Situationen fühlen sie sich sowohl körperlich als auch geistig erschöpft und zunehmend überfordert. Auch ein ständiges Müdigkeitsgefühl ist bei einer Depression nichts Ungewöhnliches. Eine Vielzahl der Betroffenen sieht bereits das morgendliche Aufstehen als regelrechten Kraftakt an, sodass sie häufig das Bett gar nicht mehr verlassen.

Typische Nebensymptome bei einer Depression

Neben den genannten Kernsymptomen gibt es auch eine Reihe von zusätzlichen Kriterien, die auf eine Depression schließen lassen. Je nach Person und den jeweiligen Umständen treten verschiedene Symptome auf. Häufige Begleiterscheinungen einer Depression können unter anderem folgende sein:

  • vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • negative, pessimistische oder destruktive Zukunftsvisionen
  • Schuldgefühle
  • vermehrte Schmerzen (z. B. unbestimmte Kopf- und Bauchschmerzen)
  • Reizbarkeit, Angst
  • Gefühl von Wertlosigkeit
  • verminderte Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit
  • starke (innere) Unruhe
  • Verlust des sexuellen Interesses
  • Appetitminderung
  • Schlafstörungen
  • Suizidgedanken/-handlungen

Wann spricht man von einer schweren Depression?

Anhand der einzelnen vorliegenden Symptome wird eine Depression in leicht, mittelgradig oder schwer unterteilt. Die leichte Ausprägung der Depression umfasst zwei Hauptsymptome und mindestens zwei zusätzliche Symptome. Bei einer mittelgradigen depressiven Phase liegen zumeist zwei Hauptsymptome und mindestens drei zusätzliche Symptome vor. Leiden Personen unter allen drei Hauptsymptomen sowie mindestens vier Zusatzkriterien, wird dies als schwere depressive Episode beschrieben. In jedem Fall ist die Depression dadurch gekennzeichnet, dass die Indikatoren länger als zwei Wochen ohne Unterbrechung anhalten.

Ein konkreter Anlass ist für das Auftreten einer Depression übrigens nicht zwangsläufig erforderlich. Teilweise führen zwar bestimmte Ereignisse wie etwa der Verlust eines geliebten Menschen zu der Erkrankung, doch in anderen Fällen kann eine Depression auch „aus heiterem Himmel“ kommen.

Erhöhte depressive Stimmung im Winter – gibt es das?

Die sogenannte dunkle Jahreszeit ist im allgemeinen Verständnis häufig mit einer stärkeren negativen oder depressiven Grundstimmung versetzt. Das Wetter wird ungemütlicher, die Temperaturen kälter, die Tage kürzer. Vor allem der geringere Anteil an Sonnenstunden drückt vielen Personen auf das Gemüt und ruft ein stärkeres Müdigkeitsempfinden hervor. Oft handelt es sich nicht um eine direkte Depression, sondern vielmehr um ein jahreszeitliches Stimmungstief, aus dem sich die Betroffenen mehr oder weniger schnell wieder lösen können. Insbesondere durch heitere Ereignisse und Aktivitäten hellt die Stimmung dann meist wieder auf.

Es gibt jedoch auch eine Sonderform der Depression, aus der sich die Betroffenen nicht so einfach befreien können. Bei einer saisonal-abhängigen Depression (seasonal affective disorder, SAD) treten die typischen Depressionssymptome zur Herbst- und Winterzeit auf und bleiben über mehrere Monate bestehen. Gemeinhin wird diese seltene Form der Depression auch als Herbst-Winter-Depression oder als Winterdepression bezeichnet.

Mikroimmuntherapie bei Depression – der Zusammenhang zwischen Immunsystem und Depressionen

Das Immunsystem und die Psyche stehen in einer engen Wechselbeziehung. Während Depressionen bei manchen Menschen übersteigerte Immunreaktionen auslösen, können Störungen und Fehlleitungen des Immunsystems umgekehrt auch zu depressiven Erkrankungen führen. So können auch chronische Erkrankungen dazu beitragen, dass entzündungsfördernde Proteine über die Blutbahn in verschiedene Bereiche des Körpers transportiert werden und somit auch in das Gehirn gelangen. Infolgedessen kann die Ausschüttung von Stresshormonen angeregt werden, was weiterhin die Senkung von Glückshormonen antreibt und depressive Schübe bedingen kann.

Ein Ziel der Depressionstherapie ist es, die immunitäre Balance wiederherzustellen und Entzündungsreaktionen im Körper, die nicht der körpereigenen gesunden Abwehrreaktion dienen, zu reduzieren. Hier setzt die Mikroimmuntherapie an: Mithilfe körpereigener Immunbotenstoffe wie Zytokine und spezifische Nukleinsäuren strebt sie den Ausgleich von Dysbalancen im Immunsystem an. Da sie für dieses Vorhaben Stoffe verwendet, die der Körper auch selbst einsetzt, ist sie ein sehr schonendes Verfahren, das die „Sprache des Immunsystems“ spricht. Die gut verträglichen Mikroimmuntherapeutika können bei einer Depression vielfach dabei helfen, die erforderliche Menge an nebenwirkungsreichen Antidepressiva zu senken. Teilweise können die Patienten auch ganz auf die Einnahme der Antidepressiva verzichten. Auf diese Weise lässt sich nicht nur die Selbstheilung des Körpers unterstützen, sondern auch ein Plus an Lebensqualität erreichen.

Kontaktieren Sie die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie.

Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.