Die Mikroimmuntherapie: Eine Strategie zur Warzenbehandlung

Die Mikroimmuntherapie: Eine Strategie zur Warzenbehandlung

Warzen sind eine der am weitesten verbreiteten Hautinfektionen. Vor allem Kinder, Jugendliche und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind von Warzen betroffen. Es handelt sich um Geschwülste, die sich auf der oberen Hautschicht ansiedeln und die hauptsächlich durch Humane Papillomaviren (HPV-Viren) verursacht werden.

Warzen können an unterschiedlichen Teilen des Körpers, wie an Händen und  Füßen (palmoplantare Warzen) oder sogar im Genitalbereich (Feigwarzen), vorkommen. So zeigte zum Beispiel eine im British Journal of Dermatology veröffentlichte Studie, die sich mit der Verteilung der Warzen bei Schulkindern im Alter von 4-12 Jahren beschäftigte, dass Warzen vor allem an den Füßen, dann an den Händen und am seltensten aber an beiden – also an Händen und Füßen –  auftreten.

In demselben Artikel wird außerdem darauf hingewiesen, dass die bisherige Annahme des Übertragungsweges über Schwimmbad, Sauna oder öffentliche Anlagen nicht mehr haltbar ist. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Übertragung zumeist durch ein „an Warzen erkranktes Familienmitglied“ erfolgt. So ist auch die frühere Meinung der Übertragung über das Blut obsolet.

Es ist ebenfalls wichtig darauf hinzuweisen, dass manche Warzenarten von alleine abheilen. Man spricht in diesem Fall von einer Spontanheilung.

Generell besteht natürlich trotzdem eine Notwendigkeit der Behandlung, um den Heilungsprozess zu beschleunigen, denn bei zunehmender Warzenausbreitung ist zudem von einer zunehmenden Schwächung des Immunsystems auszugehen. Außerdem darf man die psychologischen Auswirkungen eines starken Warzenbefalls nicht außer Acht lassen, da die Betroffenen oft von ihrem Umfeld gemieden werden. Somit besteht eindeutig Handlungsbedarf.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Der chirurgische Eingriff hat sich langzeitlich nicht bewährt, da sich im Schnittgewebe erneut Warzen bilden können. Eine sogenannte „Vulgäre-Warzen-Immuntherapie“ bietet eine Abheilungsrate von ca. 80%. Nachteil dieser Behandlung ist, dass sie sehr schmerzhaft ist.

Eine sanftere Therapiemöglichkeit bietet die Mikroimmuntherapie, durch welche die natürlichen physiologischen Abläufe des Netzwerkes „Immunsystem“ wiederhergestellt werden sollen.

Die Mikroimmuntherapie kann bei längerer Dauer des Warzenbefalls, bei entsprechendem Leidensdruck und insbesondere bei Kindern oder älteren Patienten angewendet werden.

Die dem Warzenbefall zugrunde liegende immunologische Dysbalance soll durch die Mikroimmuntherapie auf natürliche und schmerzlose Weise korrigiert, und somit das Immunsystem des Patienten wieder in die Lage versetzt werden, die Warzen selbst effizient zu bekämpfen.

Dr. Petra BlumDr. med. Petra Blum, Tegernsee