Die Rolle der Mikroimmuntherapie bei Darmerkrankungen

Mikroimmuntherapie bei DarmerkrankungenIn Deutschland sind immer mehr Menschen von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa betroffen. Vor allem der Anteil an Kindern und Jugendlichen mit CED nimmt dabei stetig zu. Laut Statistiken ist rund jeder vierte CED-Patient minderjährig. Das durchschnittliche Erkrankungsalter für Morbus Crohn liegt zwischen dem 15. und dem 35. Lebensjahr, jedoch kann die Erkrankung auch bei älteren Patienten auftreten. Der Grund für das Auftreten von CED liegt in einer inadäquaten Immunantwort. Das Immunsystem ist ein hochkomplexes System. Gerät es durch äußere oder innere Einflüsse ins Ungleichgewicht, kann sich das auf verschiedenste Körperbereiche auswirken. Die Mikroimmuntherapie bietet einen Ansatz, ein inkorrekt arbeitendes Immunsystem wieder in seine natürliche Balance zu versetzen. Dabei verwendet sie die Stoffe, die auch von Natur aus im Körper vorliegen und an der Immunantwort beteiligt sind.

Was sind chronisch-entzündliche Darmerkrankungen?

Fast jeder kommt im Laufe seines Lebens mit Darmerkrankungen in Kontakt. Meist durch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, Bakterien oder Viren hervorgerufen, treten Symptome wie Krämpfe, Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen auf. In der Regel lassen diese Beschwerden spätestens nach ein bis zwei Wochen wieder nach und hinterlassen keine weiteren Folgeerscheinungen. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen treten hingegen wiederkehrende oder anhaltende Krankheitsschübe auf. Sie können zudem ohne einen ersichtlichen äußeren Einfluss vorliegen. Heilbar sind CED nicht, sie können aber mit verschiedenen Maßnahmen gut behandelt werden. Vor allem die „richtige“ Ernährung aus einer frischen, abwechslungsreichen Kost, die auf Gluten und Milchprodukte verzichtet, bildet häufig die Grundlage der Therapie. Zudem kann eine sanfte Unterstützung des Immunsystems durch die Mikroimmuntherapie dabei helfen, die Entzündungsprozesse zu reduzieren.

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind die beiden häufigsten Formen der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Beide Krankheitsbilder werden erst seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts genauer betrachtet und untersucht. Seitdem nehmen die Patientenzahlen kontinuierlich zu. In Deutschland sind schätzungsweise 400.000 Menschen von diesen beiden Formen der CED betroffen. Bei Frauen und Männern treten die Erkrankungen in etwa der gleichen Häufigkeit auf.

Während Morbus Crohn den gesamten Verdauungstrakt (vom Mund bis zum After, meist jedoch den letzten Dünndarmabschnitt) betreffen kann, beschränkt sich die Colitis auf den Dickdarm. Da beide Erkrankungen bisher nicht heilbar sind, liegt das Behandlungsziel vor allem darin, das subjektive Wohlbefinden und die Lebensqualität der Betroffenen positiv zu beeinflussen. Viele der Patienten suchen daher auch nach Möglichkeiten, die Darmerkrankungen alternativ zu behandeln und auf schonende Therapieergänzungen zurückzugreifen.

Worin äußern sich die Erkrankungen?

Für die Betroffenen stellen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen meist einen großen Leidensdruck dar, da es sich in erster Linie um Beschwerden handelt, über die nicht gern offen gesprochen wird. Je nach Krankheitsverlauf und jeweiligem Schub können zudem verschiedene Symptome auftreten.

Häufige Symptome bei Morbus Crohn:

  • Durchfall (etwa drei- bis sechsmal am Tag)
  • mangelnder Appetit
  • Gewichtsabnahme
  • Abszesse und Fisteln
  • Narben an den entzündeten Darmabschnitten, in schweren Fällen bis zum Darmverschluss
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Fieber
  • Nährstoffmangel
  • allgemeine Entzündungsneigung

Häufige Symptome bei Colitis ulcerosa:

  • mehrmals täglich blutige Durchfälle
  • schmerzhafter Stuhlgang
  • krampfartige Unterleibsschmerzen
  • Gewichtsabnahme
  • Müdigkeit und Leistungsverlust
  • Blutarmut (aufgrund des blutigen Stuhlgangs)

Welche Ursachen führen zu CED?

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind multifaktoriell und lassen sich somit nicht auf einzelne Ursachen beschränken. Meist liegt eine genetische Disposition vor. Hinzu kommen individuelle Risiko- und Umweltfaktoren wie Ernährungsgewohnheiten oder der Konsum von Nikotin. Auch eine Störung der Barrierefunktion der Darmschleimhaut kann dazu führen, dass Darmbakterien und andere Partikel aus dem Darmtrakt in den Blutkreislauf und somit in andere Bereiche des Körpers gelangen, wodurch starke Immunreaktionen ausgelöst werden können, die sich dann auch gegen körpereigenes Gewebe richten. Bezeichnet wird diese Durchlässigkeit der Darmwand auch als Leaky-Gut-Syndrom. Als ein Risikofaktor für das Leaky-Gut-Syndrom wird vor allem der moderne Lebensstil (erhöhtes Stresslevel, industriell hergestellte (Fertig-)Lebensmittel, Kontakt mit Umwelttoxinen) angenommen, der sowohl das Immunsystem als auch die Darmflora negativ beeinflussen kann.

Die Mikroimmuntherapie als ergänzende Behandlung bei Darmerkrankungen

Da es sich bei CED um komplexe und multifaktorielle Erkrankungen handelt, bedarf es einer Therapie, die sich nicht nur auf die Behandlung oder Betäubung der Symptome konzentriert. Stattdessen ist es wichtig, den Patienten in seiner Ganzheit zu betrachten und alle individuellen Faktoren zu berücksichtigen. Die integrative Medizin stellt eine sinnvolle Verbindung konventioneller „Standardtherapien“ und komplementärmedizinischer Ansätze dar und gewinnt bei der Behandlung von CED immer mehr an Bedeutung. In vielen Fällen wird zunächst die Ernährung auf eine ausgewogene Kost umgestellt, die auf frische, nicht industriell verarbeitete und glutenfreie Zutaten zurückgreift. Zusätzlich zu anderen Therapien kann die Mikroimmuntherapie bei Darmerkrankungen in das Behandlungskonzept integriert werden.

Die MIT zielt darauf ab, mithilfe körpereigener Immunbotenstoffe (Zytokine) das aus dem Gleichgewicht geratene Immunsystem zu „korrigieren“ und somit seine Funktionsweise zu optimieren. Dies geschieht, indem die verabreichten Immunbotenstoffe in sequenzieller Abfolge die Informationen an die Zellen weitergeben, die an der Immunreaktion beteiligt sind. Die Mikroimmuntherapie spricht somit die Sprache des Immunsystems. Auf diese Weise können entzündungsfördernde und entzündungshemmende Reaktionen wieder in das natürliche Gleichgewicht zurückversetzt werden. Durch die korrekte Funktionsweise des Immunsystems sollen Entzündungen eingedämmt und die jeweiligen Symptome der Erkrankungen gelindert werden. Da die Bestandteile der Mikroimmuntherapeutika in stark verdünnten Dosierungen (low doses und ultra-low doses) vorliegen, treten keine toxischen Nebenwirkungen auf. Die Mikroimmuntherapie kann somit problemlos mit anderen Behandlungsstrategien kombiniert werden, ohne deren Wirkung herabzusetzen. Auch als ergänzende Krebstherapie ist die Mikroimmuntherapie geeignet.

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Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.