Die sieben Grundprinzipien der Mikroimmuntherapie

Sieben Grundprinzipien der Mikroimmuntherapie | www.mikroimmuntherapie.comViele Erkrankungen stehen in einem engen Zusammenhang mit einem geschwächten Immunsystem beziehungsweise mit einer fehlerhaften Immunreaktion. Mithilfe der Mikroimmuntherapie sollen die körpereigenen Abläufe des Immunsystems auf sanfte Weise reguliert werden. Dafür werden hoch verdünnte immuneigene Substanzen wie unter anderem Zytokine, spezifische Nukleinsäuren und Wachstumsfaktoren verabreicht, die die natürlichen immunitären Abfolgen unterstützen und den Organismus somit wieder in die Lage versetzen, adäquat auf Immunstörungen zu reagieren.

Durch ihren innovativen und zugleich schonenden Behandlungsansatz bietet die Mikroimmuntherapie neue Behandlungsoptionen. Zudem kann sie mit weiteren Therapien ergänzt werden, da sie nicht mit toxischen Nebenwirkungen verbunden ist. Die sieben wichtigsten Wirkungsmechanismen, die bei der Mikroimmuntherapie von Bedeutung sind, werden im Folgenden näher beleuchtet.

1. Die Zytokine – körpereigene Immunbotenstoffe

Bei Zytokinen handelt es sich um spezielle Eiweiße (Proteine), die die Kommunikation zwischen den einzelnen an der jeweiligen Immunantwort beteiligten Zellen koordinieren. Sie kommen von Natur aus im menschlichen Körper vor und werden ausgeschüttet und aktiviert, wenn das Immunsystem einen Angriff auf den Organismus feststellt. Sobald ein Erreger ausgemacht wurde, wird die entsprechende Immunantwort durch die Immunzellen eingeleitet. Reichen sie nicht aus, werden weitere immunkompetente Zellen angefordert, um die schädigenden Eindringlinge zu bekämpfen. Zudem weiß ein gesundes und intaktes Immunsystem auch, wann die Immunreaktion zu beenden ist.

Ist irgendeiner dieser Schritte gestört oder fehlerhaft, gerät die immunitäre Balance ins Wanken. Die Folgen dieser Störung können eine unzureichende Immunantwort, Chronifizierungen und Autoimmunkrankheiten oder Allergien sein. Hier setzt die Mikroimmuntherapie an, die genau diese Zytokine einsetzt, um das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen und die jeweilige Immunantwort zu normalisieren. Es werden ständig neue Zytokine mit spezifischen Eigenschaften entdeckt. Die derzeit bekannten Zytokine, die in der Mikroimmuntherapie eingesetzt werden, sind zum Beispiel Interleukine (IL-1 bis IL-23), Interferone (INFα, β und γ), Wachstumsfaktoren (CSF und TGF-β) sowie Tumornekrosefaktoren (TNFα und β).

2. Die Mikrodosen

Die in der Mikroimmuntherapie enthaltenen Substanzen liegen in so hoch verdünnter Form vor, dass sie mit den physiologischen Reaktionsabläufen des Immunsystems harmonieren. Das bedeutet, dass sie das Immunsystem in seiner Funktionsweise weder blockieren noch „überreizen“. Dadurch ist die Mikroimmuntherapie gemeinhin sehr gut verträglich. Zudem sind bisher keine Nebenwirkungen bekannt. Die immunkompetenten Substanzen der MIT kommen in Mikrodosen (low doses beziehungsweise ultra-low doses) von Mikrogramm (10-6= 0,000001 Gramm) bis Fentogramm (10-15=0,000000000000001 Gramm) vor. Als unschädlich gelten laut Verordnung der Europäischen Union Originalsubstanzen in Verdünnungen von mehr als 1/10.000 (10-4=0,0001 Gramm).

3. Die Verdünnungsmodulation – das Arndt-Schulz-Gesetz

In der Mikroimmuntherapie werden, wie zuvor erwähnt, nur sehr geringe Wirkstoffdosen eingesetzt. Die Feinabstimmung der Wirkung erfolgt nach dem Prinzip der verschiedenen Verdünnungsstufen nach Arndt-Schulz. Seit mehr als 200 Jahren ist dieses Prinzip ein Teil der klassischen Pharmakologie. Das Arndt-Schulz-Gesetz besagt, dass niedrige Verdünnungsstufen den Effekt der Zytokine stimulieren, mittlere Verdünnungen regulieren und hohe Verdünnungen hemmend wirken. Dadurch lässt sich auch die jeweilige Immunantwort – je nachdem, welche Reaktion hervorgerufen werden soll – stimulieren, modulieren oder hemmen.

4. Die Ausrichtung auf verschiedenen Ebenen

Die Mikroimmuntherapie zielt nicht nur darauf ab, die Symptome und Auswirkungen einer Erkrankung zu bekämpfen. Stattdessen setzt sie bei den Ursachen an, die für das Krankheitsbild vorliegen: ein aus dem Gleichgewicht gefallenes Immunsystem. Des Weiteren kann die Mikroimmuntherapie sowohl präventiv (z. B. zum Vorbeugen von Allergien oder saisonalen Erkrankungswellen wie der Grippe) als auch zur symptomatischen Behandlung akuter Erkrankungen eingesetzt werden.

5. Die sequenzielle Informationsübermittlung

Wie an vorheriger Stelle beschrieben, verläuft die natürliche Immunantwort in zeitlich abgestuften Sequenzen: Nach dem Erkennen eines Erregers werden Zytokine aktiviert, die bestimmte Reaktionen anderer Zellen in Gang setzen, eventuell weitere Hilfe anfordern, um eine speziellere Strategie einzuleiten, und letztendlich auch die Immunreaktion beenden, sobald die Erreger beseitigt sind. Während der gesamten Immunreaktion findet ein intensiver Informationsaustausch mithilfe der Zytokine statt. Die Mikroimmuntherapeutika sind so zusammengesetzt, dass sie in eben dieser sequenziellen Abfolge fungieren. Die zeitlich abgestufte Verabreichung spezieller Wirkstoffkombinationen ermöglicht das sanfte und natürliche Einwirken auf das Immunsystem.

6. Die spezifischen Nukleinsäuren (SNA®)

Spezifische Nukleinsäuren sind synthetische Oligonukleotide aus DNA- oder RNA-Bestandteilen. Je nach zu behandelnder Erkrankung wird ein spezielles mikroimmuntherapeutisches Medikament mit den jeweiligen benötigten SNA® gewählt. Durch die spezifischen Nukleinsäuren kann die angestrebte spezifische Wirkung hervorgerufen werden.

7. Die Absorption durch das Lymphsystem

Die Lymphozyten sind unmittelbar an der Immunreaktion beteiligt. Somit spielt das körpereigene Lymphsystem eine entscheidende Rolle bei der Immunantwort. Die sublinguale Aufnahme (unter der Zunge) der Mikroimmuntherapeutika ermöglicht es, dass die Substanzen direkt in das lymphatische System gelangen und dadurch im Zentrum der „Schaltzentrale“ der Immunantwort vorliegen. Diese Verabreichungsform entspricht am ehesten dem natürlichen Verlauf der Informationsaufnahme durch immunkompetente Zellen des Körpers.

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Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.