Eine Liebesbeziehung: die Mikroimmuntherapie und die Salutogenese

Mikroimmuntherapie und Salutogenese | MITWie schafft der menschliche Organismus es, gesund zu bleiben beziehungsweise sich von verschiedenen Krankheiten und negativen Einflussfaktoren wieder zu erholen? Dies sind zwei der Kernfragen, denen sich der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe und Stressforscher Aaron Antonovsky in seinem in den 1970er Jahren erschienenen Werk widmete. Vor allem die Entstehung und der Erhalt der Gesundheit beschäftigte ihn. In seinem Salutogenese-Modell beschreibt er unter anderem Risiko- und Schutzfaktoren, die jeweils auf den Körper und auf die Gesundheit einwirken. Je nachdem, welche Faktoren zu einem bestimmten Zeitpunkt überwiegen, zeigen sich Erkrankungen oder Regenerationsprozesse beziehungsweise ein gesundes Befinden. Damit handelt es sich bei der Gesundheit weniger um einen Zustand als vielmehr um einen ständigen Prozess. Wie lässt sich die Gesundheit aktiv und gleichzeitig möglichst schonend unterstützen? Welche Rolle spielt dabei die Mikroimmuntherapie?

Salutogenese – ein Trendthema

Im Gegensatz zur Pathogenese, deren Fokus auf dem Entstehen von Krankheiten und den Risikofaktoren für Erkrankungen liegt, konzentriert sich die Salutogenese darauf, wie es möglich ist, Gesundheit zu fördern und zu erhalten. Damit trifft sie in das derzeit vielfach vorherrschende Gesundheitsbewusstsein zahlreicher Menschen. Denn insbesondere durch moderne Belastungen wie Abgase, erhöhte UV-Strahlungen, Schwermetalle, einem hohen Stresslevel oder schädliche Zusätze in Fertignahrung wird die individuelle Gesundheit auf eine tägliche Probe gestellt. In der allgemeinen Wahrnehmung sind eine gesunde und ausgewogene, frische Ernährungsweise, ausreichend Bewegung und Fitness, Erholungsphasen und gezielte Übungen zum Stressabbau sowie verschiedene andere Maßnahmen für einen gesunden Lebensstil stärker in den Mittelpunkt gerückt. Auch treten vermehrt Themen wie Achtsamkeit, Akzeptanz, Selbstverantwortung und Resilienz in der Gesellschaft als auch in der Forschung auf. Insbesondere auch die sogenannte Work-Life-Balance ist für viele Menschen ein wichtiger Aspekt für ein zufriedenes Leben.

Das Kohärenzgefühl nach Aaron Antonovsky

Ein Begriff, der in enger Verbindung mit der Salutogenese steht, ist das Kohärenzgefühl. Antonovsky beschreibt mit diesem Begriff eine Art Zugehörigkeitsgefühl sowie eine innere Zufriedenheit mit sich selbst und mit anderen. Menschen mit einem starken Kohärenzgefühl stehen sicher im Leben und erfreuen sich einer guten Gesundheit. Das bedeutet auch, dass sie sich verschiedenen Herausforderungen durchaus gewachsen fühlen und nach Lösungen suchen. Durch drei Komponenten kann das Maß an Kohärenzgefühl bestimmt werden:

  • Verstehbarkeit: Die Fähigkeit, strukturiert Zusammenhänge herzustellen.
  • Handhabbarkeit: Die Fähigkeit, mit Ereignissen umzugehen und diese zu bewältigen.
  • Bedeutsamkeit/Sinnhaftigkeit: Die Annahme beziehungsweise die Überzeugung, dass alle Geschehnisse und jedes Handeln einen Sinn haben.

Innerhalb der ersten 20 Lebensjahre entwickelt jeder Mensch nach Antonovsky diese drei Eigenschaften. Je nachdem, wie ausgeprägt sie jeweils sind, können die Personen unterschiedlich gut mit Krisen umgehen. Als Krisen gelten sowohl einschneidende Erlebnisse als auch stressige Lebensphasen im Beruf oder eben Erkrankungen.

Warum ist ein individuelles Gesundheitsmanagement so wichtig?

„Wie bleibe ich gesund?“ – Diese Frage allgemeingültig zu beantworten, ist nicht möglich, denn jeder Körper ist anders und reagiert auch unterschiedlich. Daher ist es zunächst wichtig, das Individuum in seiner Ganzheit zu betrachten. Die für die persönliche Gesundheit wichtigen Faktoren werden demnach ausgiebig analysiert und die einzelnen Maßnahmen genauestens an die Person angepasst. Neben den körperlichen Faktoren wie Ernährung, Bewegung und Abwehrleistung des Körpers spielen auch die seelisch-geistigen Aspekte eine entscheidende Rolle. Hierzu gehören beispielsweise Stressverarbeitung, Lebensziele, bestimmte Wünsche als auch Ängste und die Lebenszufriedenheit im Allgemeinen. Daher sollten zur Wiederherstellung und zum Erhalt von Gesundheit und Lebensqualität Körper, Geist und Seele gleichermaßen in die Therapie integriert werden. Die sinnvolle Verknüpfung von Schul- und Komplementärmedizin (im Sinne der integrativen Medizin) rückt für Ärzte, Therapeuten und Patienten vermehrt in den Mittelpunkt. Integrativ-medizinische Ansätze zielen darauf ab, einen individuell auf den Patienten zugeschnittenen Behandlungsplan zu erstellen, der ihn in physiologischer als auch psychosozialer Hinsicht berücksichtigt und seine Eigenverantwortung mit einfordert. Ärzte, Therapeuten und Patienten werde somit zu Gesundheitsmanagern ihres eigenen Lebens und des der Patienten.

Wie kann die Mikroimmuntherapie zum individuellen Gesundheitsmanagement beitragen?

Die Mikroimmuntherapie spielt eine wichtige Rolle in der Prävention und Behandlung von akuten und chronischen Krankheiten. Sie unterstützt auf sanfte Weise die Selbstheilungskräfte und fördert eine zielgerichtete Wirksamkeit eines gesunden Immunsystems.

Sie verwendet körpereigene Substanzen, die das Immunsystem in natürlicher Weise für die Immunreaktion nutzt und spricht die gleiche Sprache wie das Immunsystem. Ist die natürliche Immunantwort unzureichend oder aus dem Ruder gelaufen, kann die Mikroimmuntherapie das Immunsystem auf schonende Weise dahingehend beeinflussen, dass es wieder angemessen reagiert. Besagte Botenstoffe liegen in sehr niedrigen Dosierungen vor, sodass sie das Immunsystem nicht belasten. Die Mikroimmuntherapeutika sind damit sehr gut verträglich und können von Erwachsenen, Kindern sowie älteren Personen problemlos eingenommen werden.

Zudem kann die Mikroimmuntherapie mit anderen Behandlungen kombiniert werden, ohne dass sie die Wirkung der weiteren Therapien in negativer Weise beeinflusst. Für verschiedene Erkrankungen gibt es Mikroimmuntherapeutika mit spezifischen Formeln. Daher kann sie sehr gut an die individuellen Anforderungen angepasst werden. Auch die Häufigkeit der Einnahme kann in Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker individuell angeglichen werden – so ist es vor allem bei akuten Erkrankungen wie z. B. allergischen oder autoimmunen Schüben teilweise sinnvoll, vorrübergehend eine häufigere Einnahme der Mikroimmuntherapeutika anzusetzen, um das Immunsystem wieder in seine natürliche Balance zu bringen.

Kontaktieren Sie die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie.

Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.