Hepatitis-Serie Teil 4: Mikroimmuntherapie bei Hepatitis D

Mikroimmuntherapie bei Hepatitis DIn den vorangegangenen Teilen der Serie zu Hepatitis ist bereits deutlich geworden, dass es sich bei der Erkrankung um eine Entzündung der Leber handelt, die akut oder chronisch verlaufen kann. Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht die Mikroimmuntherapie bei Hepatitis D. Auch bei Hepatitis D schädigt ein Virus – in diesem Fall das Hepatitis-D-Virus (HDV) – die Leberzellen und schränkt dadurch die Organfunktion ein. Die Besonderheit bei Hepatitis D ist, dass sie nur in Verbindung mit einer Hepatitis-B-Erkrankung auftreten kann. Dies erklärt sich daraus, dass das Hepatitis-D-Virus die Hülle des Hepatitis-B-Erregers benötigt, um sich zu vermehren. Somit muss der Hepatitis-D-Erkrankung eine Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus vorausgegangen sein (Superinfektion) oder die Infektion mit den beiden Viren muss zur gleichen Zeit (Koinfektion oder Simultaninfektion) erfolgen.

Häufigkeit von Hepatitis-D-Erkrankungen

In Deutschland kommen Neuerkrankungen mit Hepatitis D sehr selten vor. Schätzungsweise sind hierzulande etwa 30.000 Menschen betroffen, weltweit steigt die Zahl auf rund zehn Millionen Hepatitis-D-Erkrankungen an. Vor allem in Nordafrika, im Mittleren Osten, im südeuropäischen Mittelmeerraum und in Südamerika ist die Infektionsrate recht hoch.

Mikroimmuntherapie bei Hepatitis D: Ursachen für Hepatitis D

Der Auslöser für eine Hepatitis D ist das spezielle Virus HDV. Bei einer gleichzeitigen Infektion können sich die Viren gegenseitig behindern, sodass ein chronischer Verlauf in der Regel nur in wenigen Fällen auftritt. Infizieren sich hingegen die Personen mit dem Hepatitis-D-Virus, die bereits an Hepatitis B erkrankt sind, kommt es bei etwa 90 Prozent zu einem chronischen Verlauf. Leider lässt sich Hepatitis D bisher nicht heilen, jedoch kann unter anderem die Mikroimmuntherapie bei Hepatitis D eine sanfte Unterstützung zu weiteren antiviralen Behandlung ermöglichen, indem die körpereigene Immunabwehr in Balance gebracht und die virale Persistenz (aus dem Lateinischen für „Verharren“) möglichst unterbunden wird.

Eine Infektion mit Hepatitis D ist über die Nahrungsaufnahme und über den Kontakt mit erkrankten Personen möglich. Letzteres kann durch Kontaktflüssigkeiten wie Blut, Tränenflüssigkeit, Speichel, Sperma oder Muttermilch erfolgen. Zu den Risikogruppen für eine Hepatitis-D-Erkrankung zählen somit unter anderem Personen aus dem Gesundheitswesen, die beruflich häufig mit Blut beziehungsweise Blutprodukten in Kontakt kommen.

Durch welche Symptome ist Hepatitis D gekennzeichnet?

Bei Hepatitis D variiert die Inkubationszeit je nachdem, ob die Infektion mit den beiden Erregern Hepatitis-B-Virus (HBV) und Hepatitis-D-Virus (HDV) gleichzeitig oder zeitlich versetzt stattfand. Nach etwa drei bis sieben Wochen zeigen sich bei einer Simultaninfektion die ersten Symptome, während bei einer Superinfektion sieben Wochen bis zu einem halben Jahr vergehen kann. Häufig äußert sich eine Hepatitis D zunächst durch unspezifische Allgemeinsymptome. Hierzu gehören:

Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommen meist folgende andere Symptome hinzu:

  • Diarrhö (Durchfall)
  • Übelkeit
  • Verfärbung des Urins und des Stuhls
  • Gelbsucht

Des Weiteren können die Milz, die Leber und die Lymphknoten vergrößert sein. Bei einer nachträglichen Infektion mit dem Hepatitis-D-Virus (Superinfektion) wird die Leber erfahrungsgemäß stärker geschädigt als bei einer Simultaninfektion. Häufig kann die Erkrankung dann zu einer Leberzirrhose oder zu Leberkrebs führen.

Die Mikroimmuntherapie bei Hepatitis D kann dabei helfen, die Krankheitssymptome zu lindern. Dabei konzentriert sie sich aber keinesfalls nur auf eine reine Symptombehandlung, sondern unterstützt direkt das Immunsystem im Kampf gegen die schädigenden Erreger. Dank ihrer sehr guten Verträglichkeit (körpereigene Immunbotenstoffe in sehr geringer Dosierung) kann die Mikroimmuntherapie bei Hepatitis D mit anderen Therapien kombiniert werden.

Wie wirkt die Mikroimmuntherapie bei Hepatitis D auf den Körper?

Bei einer Hepatitis-D-Erkrankung kommt es zu Fehlfunktionen bei den an der antiviralen Antwort beteiligten Zellen und zu einem Überschuss an regulatorischen T-Zellen. Zudem entsteht ein Ungleichgewicht der Immunbotenstoffe (Zytokine) im Körper. Die Mikroimmuntherapie bei Hepatitis D zielt darauf ab, diese verschiedenen Mechanismen zu regulieren und das Immunsystem bei der geeigneten Immunantwort zu bekräftigen. Durch den Einsatz körpereigener Zytokine in verdünnter Dosierung (low doses) werden Immunsystem und Körper dabei weder belastet noch in irgendeiner Weise überfordert. Stattdessen wird das Gleichgewicht des Immunsystem sanft wiederhergestellt und somit die Selbsthilfe des Körpers begünstigt.

Als komplementäre (ergänzende) Behandlung kann die Mikroimmuntherapie bei Hepatitis D in die bestehende Therapie eingebunden werden, um eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität für den Betroffen anzustreben. Im Fokus stehen dabei folgende Ziele:

  • die körpereigene Beseitigung des Virus unterstützen
  • die Virenreplikation (Vermehrung) hemmen
  • das Gleichgewicht der Zytokine (Th1 und Th2) wiederherstellen
  • einen Übergang zu einem chronischen Krankheitsverlauf unterbinden
  • die Wirkung weiterer viraler Therapien positiv beeinflussen und die Verträglichkeit dieser erhöhen

Kontaktieren Sie die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie.

Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.