Internationaler Tag der Immunologie

Dra Angela Carrasco. Internationaler tag der inmunologie

Dr. Ángela Carrasco Sayalero, Immunologin an der Universitätsklinik Ramón y Cajal

Das Immunsystem spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Homöostase unseres Organismus. Es schützt uns täglich vor schädlichen äußeren Einflüssen, beugt der Krebsentstehung vor u.v.m. Es kann aber auch gleichzeitig bei Alterungsprozessen und der Entwicklung zahlreicher Krankheiten beteiligt sein. Es gibt noch immer viele Rätsel, was seine Funktion und Regulierung betrifft, die es zu entschlüsseln gilt.

Anlässlich des Internationalen Tages der Immunologie, der am 29. April stattfindet, stellen wir Ihnen ein Interview mit Frau Dr. Ángela Carrasco Sayalero, Immunologin an der Universitätsklinik Ramón y Cajal – Madrid, Spanien  zur Verfügung.

Täglich gibt es neue Studien, die belegen, dass das Immunsystem mit vielfachen Beschwerden und sogar den Emotionen in Verbindung steht. Sind Sie der Ansicht, dass die Immunologie grundlegend zum Verständnis der Ursachen eines Großteils der Pathologien, an denen wir erkranken, beiträgt?

Das Immunsystem ist das Abwehrsystem unseres Körpers und es reguliert sich mittels der Freisetzung von Botenstoffen selbst, was zur Vermeidung verschiedener Pathologien führt. Die „Psycho-Neuro-Endokrino-Immunologie“ weist auf die enge Verbindung zwischen dem Immunsystem, dem vegetativen Nervensystem und dem endokrinen System hin. Deshalb wirkt unser Gefühlszustand sich auf die „immunologische Waagschale“ aus. Er kann diese aus dem Gleichgewicht bringen und eine Krankheit verursachen. Insofern ist Ihre Frage eindeutig mit „Ja“  zu beantworten.

Welche Faktoren wirken sich am stärksten auf das Immunsystem aus?

Viele Faktoren – körperliche, ernährungs- und umweltbedingte sowie psychische – können einen Einfluss auf das Immunsystem haben. Darunter ist der Stress hervorzuheben, der die Regulierung und die Funktionstüchtigkeit des Immunsystems beeinträchtigen kann. Stress ist die wichtigste Ursache für eine Entzündung. Eine Entzündung ist eine wesentliche Immunreaktion auf einen Angriff unseres Organismus und sie ist für die Wiederherstellung des Gleichgewichts des Gewebes notwendig.

Sind Sie der Meinung, dass die Mikroimmuntherapie ein therapeutischer Ansatz mit Aussichten für die Zukunft zur Behandlung von immunassoziierten Beschwerden ist?

Die Mikroimmuntherapie ermöglicht die Regulierung des Immunsystems dank der Verwendung von Zytokinen und anderen Immunbotenstoffen in stimulierenden oder hemmenden Mikro- bzw. Nanodosierungen. Deshalb ist eine Behandlung mit der Mikroimmuntherapie von Bedeutung für den Erhalt und/oder die Wiederherstellung der Gesundheit des Immunsystems, dem Indikator für den Gesundheits- oder Krankheitszustand einer Person.

Welcher ist Ihrer Ansicht nach der wichtigste Vorteil der mikroimmuntherapeutischen Behandlung für Ihre Patienten?

Alle Personen – in fortgeschrittenem Alter, Kinder, schwangere Frauen – können die Arzneimittel der Mikroimmuntherapie einnehmen. Sie werden als Immunregulatoren eingesetzt, die die Abwehrkräfte unseres Organismus stärken und harmonisieren, sodass sie dem Immunsystem sein volles Potenzial zurückgeben können. Diese Medikamente können ebenfalls als Ergänzung zu anderen Behandlungen eingesetzt werden. Außerdem haben sie wegen ihrer niedrigen Dosierung und der sublingualen Absorption nicht die Nebenwirkungen, die von allopathischen Arzneimitteln hervorgerufen werden können.

 

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