Mikroimmuntherapie bei Kreuzallergien – Die doppelte Last

Mikroimmuntherapie bei Kreuzallergien

Patienten, die unter einer Pollenallergie – umgangssprachlich oft Heuschnupfen genannt – leiden, haben von Frühling bis Herbst und teilweise sogar im Winter mit vielen Symptomen zu kämpfen. Niesen, Husten und ein Juckreiz der Augen machen es Allergikern schwer, unbeschwert den Sommer in der freien Natur zu genießen. Manche Betroffene zeigen diese Reaktionen jedoch auch beim Verzehr bestimmter Lebensmittel und häufig ist eine Kreuzallergie die Ursache. Wie es zu dieser Entwicklung kommt und warum die Mikroimmuntherapie bei Kreuzallergien Patienten helfen kann, erfahren Sie in diesem Text.

Was sind Kreuzallergien?

Bei einer Kreuzallergie reagieren Patienten mit ähnlichen Symptomen wie bei der Pollenallergie auf bestimmte Lebensmittel. Folgende Kreuzallergien kommen besonders häufig vor:

  • Bei einer Allergie gegen Birkenpollen treten oft Reaktionen beim Verzehr von Obstsorten wie Äpfeln, Birnen, Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Pfirsichen, Aprikosen oder Pflaumen auf.
  • Allergiker auf Gräserpollen können Reaktionen auf Getreideprodukte zeigen.
  • Reagieren Patienten allergisch auf Beifußpollen, können auch Unverträglichkeiten gegenüber Karotten, Sellerie, Fenchel und Kräutern auftreten.
  • Bei einer Allergie auf Hausstaubmilben treten häufig Reaktionen beim Verzehr von Fischprodukten oder Meeresfrüchten auf.
  • Leiden Betroffene unter einer Allergie gegen Vogelfedern, kann ebenfalls eine Unverträglichkeit von Eigelb auftreten.

Oft leiden Patienten des Weiteren unter einer vermeintlichen Nahrungsmittelallergie, die sich jedoch als Kreuzallergie herausstellt. Weil der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel für die Betroffenen eine große Einschränkung in ihrem Leben darstellt, sind alternative Heilmethoden bei Kreuzallergien sehr gefragt. Die Mikroimmuntherapie bei Kreuzallergien setzt als komplementäre Behandlungsmethode an der Ursache der Allergie an und kann Patienten so helfen, die Symptome zu reduzieren.

Wie entstehen Kreuzallergien?

Betroffene, die unter einer Kreuzallergie leiden, sind auch von einer Pollenallergie gegen einen oder mehrere Pollen betroffen. Die Allergene, die die Pollen enthalten, strahlen eigentlich keine Gefahr für unseren Körper aus, sondern sind harmlose Eiweiße. Doch durch eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems werden jene Allergene als Gefahr für den Körper eingestuft und bekämpft. Dies geschieht, indem der Körper gezielt Antigene produziert. Für Betroffene äußert sich die Abwehrarbeit des Körpers durch die typischen Symptome. Bei einer Kreuzallergie reagieren diese Antikörper auch auf andere Allergene, die denen der Pollen stark ähneln. Dann treten beim Verzehr bestimmter Lebensmittel ähnliche Symptome wie beim Heuschnupfen auf. Patienten verspüren dazu häufig ein Kribbeln auf der Zunge, ein Brennen auf den Lippen oder ein Anschwellen der Schleimhäute in Mund und Rachen. Vereinfacht gesagt entsteht die Kreuzallergie also aus der Pollenallergie. Um der Überreaktion des Immunsystems entgegenzuwirken, kann die Mikroimmuntherapie als ergänzende Medizin bei Kreuzallergien, aber auch als alleinstehende Immuntherapie, eingesetzt werden.

Wie wirkt die Mikroimmuntherapie bei Kreuzallergien?

Da der Auslöser einer Kreuzallergie – wie bei der Pollenallergie – eine Fehlreaktion des Immunsystems ist, setzt auch die Mikroimmuntherapie am Immunsystem an. Diese alternative Therapie bei Kreuzallergien setzt sogenannte Zytokine ein. Dabei handelt es sich um Immunbotenstoffe, die ebenfalls natürlich im Körper vorkommen und auf die Reaktionen des Immunsystems einwirken können. Da diese in sehr stark verdünnter Konzentration angewendet werden, entstehen keine Nebenwirkungen und die Mikroimmuntherapie bei Kreuzallergien kann auch ergänzend zu anderen Behandlungsmethoden angewendet werden. Die eingesetzten Botenstoffe sollen zum Beispiel die überschießende Reaktion auf die Allergene bremsen, wodurch die Symptome wie Niesen oder das Tränen und Jucken der Augen verringert werden können.

Was können Betroffene einer Kreuzallergie zusätzlich beachten?

In der Regel ist es nicht nötig, dass Patienten die entsprechenden Lebensmittel, auf die sie allergisch reagieren, komplett meiden. Besonders während der Allergiesaison sollten jedoch nur kleine Mengen davon verzehrt werden. Häufig kann es außerdem helfen, die Lebensmittel zu kochen. Beim Erhitzen der Produkte werden die Allergene meist zerstört und die Betroffenen spüren keine Symptome. Bei Äpfeln kann schon die Wahl der richtigen Sorte eine Rolle spielen. Zudem können weitere Faktoren, die sich auf das Immunsystem auswirken, einen Einfluss auf die allergische Reaktion haben. So können die Symptome zum Beispiel bei Stress oder einer Infektion stärker spürbar sein.

Kontaktieren Sie die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie.

Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.