Mikroimmuntherapie bei Makuladegeneration

Mikroimmuntherapie bei Makuladegeneration

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) gehört zu den häufigsten Augenerkrankungen in den westlichen Industrieländern und zählt weltweit etwa 20 bis 30 Millionen Betroffene. Mediziner unterscheiden zwischen der trockenen und der feuchten Makuladegeneration. Letztere kann vor allem zu starken Beeinträchtigungen des Sehvermögens bis hin zur Erblindung führen. Die Symptome gehen für Betroffene oft mit starken Einschränkungen im alltäglichen Leben einher. Die Mikroimmuntherapie bei Makuladegeneration verfolgt deshalb das Ziel, komplementär zur schulmedizinischen Behandlung die Lebensqualität der Patienten zu steigern.

Makuladegeneration: Was ist die Makula und welche Funktion erfüllt sie?

Um etwas sehen zu können, muss zunächst ein Lichtreiz in das menschliche Auge eintreten. Dieser trifft auf die Netzhaut, eine Schicht aus besonderen Nervenzellen. Die Netzhaut erfüllt die Aufgabe, die Lichtreize in Nervenimpulse umzuwandeln. Diese werden an das Gehirn weitergeleitet und sorgen dafür, dass ein Bild oder eine Wahrnehmung produziert wird. Die Makula befindet sich im Zentrum der Netzhaut und wird auch als Gelber Fleck bezeichnet. Sie bildet die Stelle des schärfsten Sehens und verfügt über die höchste Auflösung, wodurch sie unter anderem für das Lesen notwendig ist. Die Gegenstände, die ein Mensch ansieht, werden normalerweise direkt in die Makula projiziert. Von einer Makuladegeneration sprechen Mediziner dann, wenn eine dauerhafte Funktionsminderung sowie eine strukturelle und degenerative
Veränderung der Makula vorliegen.

Welche Risikofaktoren können eine Makuladegeneration auslösen?

Die Ursachen für eine Makuladegeneration sind nicht hinreichend geklärt. Für Mediziner kommen mehrere Risikofaktoren, auch in Kombination, als Auslöser für die Erkrankung in Frage. Zum einen kann eine genetische Veranlagung die Entstehung einer Makuladegeneration fördern. Ein höheres Lebensalter gilt ebenfalls als Ursache für die Erkrankung. Eine Makuladegeneration kann auch durch Vorerkrankungen wie Arteriosklerose, Bluthochdruck oder Diabetes ausgelöst werden. Wenn die Gefäße im Auge nicht mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden, kann es zu Defekten an der Netzhaut kommen. Vorangegangene Operationen wie zum Beispiel beim Grauen Star können ebenfalls das Risiko auf eine Erkrankung erhöhen. Wird die Augenlinse ausgetauscht, geht der natürliche Schutzfilter der Netzhaut verloren, wodurch sie äußeren Einflussfaktoren stärker ausgesetzt ist. Auch der sogenannte oxidative Stress kann eine Makuladegeneration hervorrufen. Dieser entsteht beispielsweise durch UV-Strahlung, Stress, Rauchen und einen ungesunden Lebensstil und wirkt sich negativ auf den Stoffwechsel aus. Die Ernährung kann bei der Entstehung der Makuladegeneration ebenfalls eine Rolle spielen. Fehlen bestimmte Vitamine oder Spurenelemente, kann eine Erkrankung am Auge begünstigt werden.

Wie entsteht eine Makuladegeneration?

Die Entstehung der Makuladegeneration wird oft mit einer Funktionsminderung des sogenannten Pigmentepithels in Verbindung gebracht. Dabei handelt es sich um eine dünne Schicht innerhalb der Netzhaut, die für die Entsorgung deren Stoffwechsel-Endprodukte zuständig ist. Wenn diese Aufgabe nicht erfüllt werden kann, bilden sich bei der trockenen Makuladegeneration harte Drusen. Diese Ablagerungen von Stoffwechsel-Endprodukten sorgen dafür, dass die Sehfunktion der Patienten eingeschränkt ist. Bei der feuchten Makuladegeneration bilden sich weiche Drusen. Diese Form der Erkrankung entwickelt sich oft aus der trockenen Makuladegeneration und verläuft schneller und drastischer. Durch die Fehlfunktion der Netzhaut staut sich Flüssigkeit an und es kann zur Bildung eines Ödems kommen. Bei der feuchten Makuladegeneration entstehen an der Netzhaut kleine neue Gefäße. Diese sind undicht und können ein Ödem oder eine Blutung verursachen. Dadurch kommt es zum Untergang der Netzhautzellen. Eine feuchte Makuladegeneration kann bis zur Erblindung führen.

Durch welche Symptome macht sich die Makuladegeneration bemerkbar?

Die Makuladegeneration geht in erster Linie mit einer Verminderung der Sehschärfe einher. Patienten sehen verschwommen, verfügen über eine eingeschränkte Lesefähigkeit und klagen über Schwierigkeiten beim Erkennen von weit entfernten Gegenständen. Häufig geht die Makuladegeneration mit einer Erhöhung der Blendungsempfindlichkeit, auch bekannt als Lichtscheue, einher. Das Kontrastempfinden und das Farbensehen nehmen ab. Bei Patienten, die an einer Makuladegeneration erkrankt sind, treten bei sich ändernden Lichtverhältnissen Schwierigkeiten bei der Orientierung auf. Zusätzlich können Symptome wie ein Schweregefühl der Augenlider, Kopfschmerzen oder gerötete oder tränende Augen auftreten. Speziell für die feuchte Makuladegeneration ist ein wellenförmiges Sehen charakteristisch. Betroffene nehmen Linien oder Kanten verzerrt oder verbogen wahr. All diese Symptome können die Patienten in ihrem Alltag stark einschränken. Die Mikroimmuntherapie bei Makuladegeneration kann den Betroffenen gezielt helfen und auf diese Weise die Lebensqualität verbessern.

Wie kann die Mikroimmuntherapie bei Makuladegeneration helfen?

Forscher haben herausgefunden, dass bei der Makuladegeneration das Immunsystem eine entscheidende Rolle spielt. Aufgrund der Ablagerungen an der Netzhaut löst es eine Entzündungsreaktion aus, die zu chronischen Schäden am Auge führen kann. Dieser Prozess kann auch bei anderen Erkrankungen wie zum Beispiel Arthritis festgestellt werden. Die Mikroimmuntherapie bei Makuladegeneration setzt Immunbotenstoffe wie zum Beispiel Zytokine ein, um die Entzündungsreaktion zu reduzieren und die Regeneration der Netzhaut zu fördern. Die Mikroimmuntherapie bei Makuladegeneration kann dadurch eine Verbesserung des Sehvermögens und somit eine höhere Lebensqualität für die Patienten erreichen.

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Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.