Die Mikroimmuntherapie in der Schmerzmedizin

Mikroimmuntherapie bei FibromyalgieSchmerzen können sich auf vielfältige Weise äußern. Sowohl körperliche als auch seelische Schmerzen haben Einfluss auf den allgemeinen Gesundheitszustand des Menschen. Sie können zudem als Symptom einer weiteren Erkrankung vorliegen oder selbst ein Krankheitsbild darstellen. Im Volksmund heißt es „Schön, wenn der Schmerz nachlässt“ – doch was ist, wenn er genau das nicht tut? Chronische Schmerzen stellen für Betroffene eine enorme Einschränkung im Alltag dar. Zu den Schmerzsyndromen zählt unter anderem die sogenannte Fibromyalgie (das Fibromyalgie-Syndrom, kurz FMS). Da die Erkrankung äußerst komplex und vielschichtig ist, gestaltet sich auch die adäquate Behandlung als herausfordernd. Im Vordergrund der Therapie steht, nicht nur die Symptome zu „betäuben“, sondern einen ganzheitlichen Ansatz zu finden, der die Lebensqualität der Betroffenen steigern kann. Ergänzend zu verschiedenen Behandlungsoptionen kommt hierbei auch die Mikroimmuntherapie infrage.

Was steckt hinter der Fibromyalgie?

Die Fibromyalgie oder das Fibromyalgie-Syndrom (FMS) ist eine häufig vorkommende chronische Schmerzerkrankung. Die Bezeichnung setzt sich aus dem lateinischen Begriff fibra (Faser) und den griechischen Wörtern mys (Muskel) und algos (Schmerz) zusammen. Daher handelt es sich wörtlich übersetzt um einen Faser-Muskel-Schmerz. Bei der Fibromyalgie treten Schmerzen in unterschiedlichen Körperregionen auf, darunter oftmals im Rücken, in den Armen und in den Beinen. Meist handelt es sich um tiefe Muskelschmerzen und schmerzende Druckpunkte, die länger als drei Monate anhalten. Begleitet werden die Beschwerden in der Regel durch Erschöpfung, Depressionen, Ängste sowie reizdarmähnliche Erkrankungen. Trotz der großen Schmerzherde führt die Erkrankung in der Regel jedoch nicht zu Schäden an Muskeln, Gelenken oder Organen. Statistisch gesehen sind Frauen häufiger von der Fibromyalgie betroffen als Männer.

Welche Ursachen und Risikofaktoren für Fibromyalgie gibt es?

Bis heute sind die genauen Ursachen für das Fibromyalgie-Syndrom noch nicht vollständig geklärt. Bei den meisten Betroffenen wird kein eindeutiger Auslöser für die Schmerzerkrankung festgestellt. Für gewöhnlich sind die Schmerzen nicht auf Verschleißerscheinungen oder Entzündungen zurückzuführen. Zwar verspüren die betroffenen Personen Schmerzen in den Gelenken und Muskeln, auf den Aufnahmen bildgebender Verfahren wie CT-Auswertungen lassen sich jedoch keine krankhaften Veränderungen erkennen.

Als mögliche Ursache nimmt die Medizin eine funktionelle Störung der Schmerzverarbeitung im Gehirn an. Das bedeutet, dass eine Veränderung in der zentralnervösen Schmerzverarbeitung vorliegt, sodass bereits kleine Reize als Schmerzen wahrgenommen werden. Zudem scheint die Psyche eine zentrale Rolle zu spielen. So können Stress und Traumata die Entstehung der Krankheit unterstützen und Schmerzen intensivieren. Einen weiteren Risikofaktor stellt ein ungesunder Lebensstil dar. Eine fehlerhafte, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel sowie der Konsum von Alkohol und Nikotin können das Immunsystem schwächen und auch das Risiko für Fibromyalgie erhöhen.

Symptome bei Fibromyalgie: so äußert sich die Erkrankung

Als Hauptsymptom bei der Fibromyalgie gelten diffuse und chronische Schmerzen, die von den Betroffenen häufig als tiefe Muskelschmerzen charakterisiert werden. Oftmals berichten sie auch von einem Brennen, Klopfen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl. In einigen Fällen fühlen sich die Gelenke und Muskeln zudem geschwollen an.

Das Fibromyalgie-Syndrom entwickelt sich über einen längeren Zeitraum. Häufig konzentrieren sich die anhaltenden chronischen Schmerzen zunächst auf den Rücken- und Nackenbereich und breiten sich von dort aus auf andere Körperareale wie Brust, Beine und Arme aus. Des Weiteren fühlen sich die Patienten oft erschöpft und klagen über Schlafstörungen. Diese Schlafstörungen können in ein chronisches Müdigkeitssyndrom (chronisches Fatigue-Syndrom, CFS) übergehen. Auch ein Restless-Leg-Syndrom, bei dem die Betroffenen unter Kribbeln in den Beinen leiden, das nur durch Bewegung gelindert werden kann, ist im Zusammenhang mit einem FMS nichts Unübliches. Zu den seelischen Beschwerden der Erkrankung gehören unter anderem innere Unruhe, Depressionen, Ängste und allgemeine Niedergeschlagenheit.

Je nach Person können auch noch weitere Symptome und Begleiterscheinungen auftreten. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Übelkeit
  • Muskelsteifheit
  • Kieferschmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Herzrasen
  • Konzentrationsschwäche
  • eine erhöhte Reizempfindlichkeit (z. B. auf Licht, Geräusche, Gerüche)
  • übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)

Multidisziplinäre Therapieansätze: die Mikroimmuntherapie bei Fibromyalgie

Fibromyalgie ist eine komplexe, multisystemische Erkrankung, die voraussichtlich aus einer Fehlfunktion des zentralen Nervensystems resultiert. Aus diesem Grund ist es bei der Therapie des FMS sehr wichtig, dass ein interdisziplinäres Zusammenspiel von verschiedenen Behandlungsmethoden und Therapeuten erfolgt. Da ein gut funktionierendes Immunsystem die Grundlage bei der Bekämpfung einer Vielzahl von Erkrankungen darstellt, kann die Mikroimmuntherapie eine äußerst sinnvolle ergänzende Therapiemaßnahme bieten. Mithilfe von Immunbotenstoffen, die in sequenzieller Abfolge an den Organismus abgegeben werden, unterstützt die MIT das Immunsystem und richtet es zu seiner natürlichen Balance hin aus. Auch hinsichtlich der Stressbewältigung ist die Mikroimmuntherapie von Bedeutung. Denn Stress ergibt sich häufig aus einem Zusammenspiel von Immun-, Nerven- und Hormonsystem, die aus dem Gleichgewicht gelaufen sind. Die spezifische Zusammensetzung der Mikroimmuntherapeutika kann dazu beitragen, dieses Ungleichgewicht wieder zu reduzieren und den Umgang mit Stress für Betroffene zu erleichtern.

Bevor die Mikroimmuntherapie in die Fibromyalgie-Therapie integriert werden kann, sind zumeist eine Blutuntersuchung und eine Bestimmung der weißen Blutkörperchen (Lymphozyten-Typisierung) notwendig. Auf Grundlage der jeweiligen Ergebnisse, kann die Mikroimmuntherapie an den Patienten angepasst werden.

Kontaktieren Sie die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie.

Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.