Mikroimmuntherapie ist auch eine Immuntherapie

Mikroimmuntherapie und ImmuntherapieMedizinische Erkenntnisse belegen, dass die Entstehung zahlreicher Erkrankungen auf eine Fehlfunktion des Immunsystems zurückzuführen ist. Dazu zählen nicht nur Autoimmunerkrankungen, sondern auch Infektionen, neurologische Beschwerden, Darmerkrankungen oder Krebs. Um Patienten, die unter diesen Erkrankungen leiden, zu helfen, liegt es daher Nahe, bei der Behandlung das Immunsystem ins Zentrum zu stellen. Genau dies setzen Immuntherapien um. Alle Behandlungsformen, bei denen die Aktivität des Immunsystems beeinflusst werden soll, um Krankheiten zu bekämpfen, können unter diesem Sammelbegriff stehen. Doch worin liegen die Unterschiede zwischen Mikroimmuntherapie und Immuntherapie?

Auf den Spuren der Mikroimmuntherapie

Die Anfänge der Immunologie reichen bis circa 430 vor Christus zurück, als man feststellte, dass bei einer Seuche nur diejenigen für die Pflege der Erkrankten in Frage kommen, die bereits selbst die Erkrankung überstanden hatten. Weitere Beobachtungen und Entdeckungen führten schließlich zu immer spezifischeren Erkenntnissen. 1967 wurde dann die Mikroimmuntherapie von Dr. Maurice Jenaer, einem belgischen Arzt, begründet. Seither wurde sie immer weiterentwickelt. So hat zum Beispiel durch die Entdeckung neuer Zytokine, also Immunbotenstoffe, dazu geführt, dass auch das Behandlungsspektrum der Mikroimmuntherapie kontinuierlich gewachsen ist. Damit ist die Mikroimmuntherapie im Wesentlichen auch den Entwicklungen der immunologischen Forschung gefolgt.

Wann ist das Immunsystem gestört und wie kann die Mikroimmuntherapie helfen?

In erster Linie sprechen Mediziner in zwei Situationen von einem gestörten Immunsystem. Zum einen, wenn es dabei scheitert, Krankheitserreger oder mutierte Zellen rechtzeitig zu erkennen und zu vernichten. Andererseits ist es auch dann gestört, wenn es auf bestimmte Umweltstoffe, die eigentlich keine Bedrohung für den Körper darstellen, mit einer überschießenden Reaktion antwortet (z.B. bei Allergien) oder gar ohne äußeren Einfluss gesundes, körpereigenes Gewebe angreift (z.B. bei Autoimmunerkrankungen). Sowohl die Mikroimmuntherapie als auch die Immuntherapie zielen darauf ab, das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dafür können modulierende Verfahren sorgen, die das Immunsystem beeinflussen, indem sie stimulierend oder supprimierend wirken.

Worin liegen die Unterschiede zwischen Mikroimmuntherapie und Immuntherapie?

Der wesentliche Unterschied zwischen Mikroimmuntherapie und Immuntherapie spiegelt sich bereits in der Bezeichnung der Behandlungen wider. Die Vorsilbe “Mikro” kommt von Mikrodosen, eines der grundlegenden Wirkungsmechanismen der Mikroimmuntherapie. Sie verwendet hoch verdünnte, immuneigene Substanzen, die im Einklang mit den physiologischen Reaktionsabläufen des Immunsystems stehen. Diese können dann zum Beispiel Mechanismen verstärken, die zur Bekämpfung der Erkrankung beitragen oder solche hemmen, die sich fälschlicherweise gegen den eigenen Körper richten.

Welche Vorteile bietet die Mikroimmuntherapie gegenüber der Immuntherapie?

Im Gegensatz zur herkömmlichen Immuntherapie kommt es bei der Mikroimmuntherapie für gewöhnlich nicht zu Nebenwirkungen. Dies liegt an den hohen Verdünnungsstufen, die bei der Mikroimmuntherapie zum Einsatz kommen. Außerdem agiert die MIT im Einklang mit der natürlichen Immunreaktion, die kaskadenartig mit aufeinander abgestimmten verschiedenen Botenstoffen abläuft. Dieser Komplexität der Immunantwort trägt die Mikroimmunität optimal Rechnung. Die Mikroimmuntherapie kann von Ärzten und Heilpraktikern verordnet werden und lässt sich mit anderen Therapien problemlos kombinieren.

Kontaktieren Sie die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie.

Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.