Mund- und Zahnerkrankungen

Die Zahn- und Mundgesundheit steht in einer engen Wechselbeziehung mit dem Immunsystem und somit auch mit dem allgemeinen Gesundheitszustand. Das bedeutet, dass sich Erkrankungen, die den Mund und die Zähne betreffen, auch negativ auf das Immunsystem und den restlichen Körper auswirken können. Andererseits kann ein unausgeglichenes Immunsystem dazu führen, dass sich das Risiko für Erkrankungen im Mundraum erhöht. Zu den häufigsten Krankheiten zählen in der Zahnheilkunde die Entzündung des oberflächlichen Zahnfleischs (Gingivitis) und des tiefer liegenden Zahnhalteapparats (Parodontitis). Letztere kann unbehandelt auf längere Zeit sogar eine Lockerung und den Verlust von Zähnen hervorrufen.

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Zahn- und Mundgesundheit erhalten

perfekte Zähne einer Frau

Um die Gesundheit von Mund und Zähnen zu fördern, ist eine gute tägliche Mundhygiene unabdingbar. Zusätzlich verhindern regelmäßige Zahnreinigungen und Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt, dass sich schädliche Bakterien vermehren, ausbreiten und Folgeschäden hervorrufen. Das Ziel ist es, die Mundflora und das Immunsystem jeweils im Gleichgewicht zu halten. Auch die Ernährung spielt für die Zahn- und Mundgesundheit eine entscheidende Rolle. Durch eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitalstoffen ist, und durch eine entsprechende Darmgesundheit ist der Körper in der Lage, eine effiziente Abwehr gegen eventuelle Erkrankungen zu stellen.

Schutzbarriere für Mund und Körper

Zu den Aufgaben der Mundhöhle zählt nicht nur die Zerkleinerung und Vorverdauung der Nahrung, sondern sie ist auch Teil der Abwehrfunktion des Organismus. Der Speichel, die Mundflora und das Immunsystem sind Schutzschilde, die beispielsweise Keime aus der Luft oder aus der Nahrung erkennen und beseitigen. Kommt es jedoch zu Störungen bei diesen Abwehreinheiten, können schädliche Bakterien nicht mehr adäquat bekämpft werden. Infolgedessen kann die Entstehung von Karies, Zahnfleischentzündungen oder Parodontitis begünstigt werden.

Diese Erkrankungen beschränken sich nicht nur auf den Mundraum. Eine Parodontitis kann auch das Risiko für andere Krankheiten erhöhen, da die Entzündungsherde sich im Körper ausbreiten können und sowohl das Immunsystem als auch die Allgemeingesundheit belasten. Andersherum können Allgemeinerkrankungen das Risiko für orale Beschwerden erhöhen. Aus diesem Grund stellt eine Stabilisierung des Immunsystems, dem Wächter unserer Gesundheit, eine wichtige Maßnahme dar, um Erkrankungen langfristig in den Griff zu bekommen.

Ergänzende Anwendung der Mikroimmuntherapie in der Zahnheilkunde

Das Ziel der Mikroimmuntherapie ist es, Dysbalancen des Immunsystems wieder zu korrigieren. Dafür nutzt sie genau die Stoffe, die auch das Immunsystem selbst zur Kommunikation und Regulation nutzt: Botenstoffe wie Zytokine. In der Zahnheilkunde kann die Mikroimmuntherapie begleitend zu anderen medizinischen Behandlungen sowie als Unterstützung bei chirurgischen Eingriffen (z. B. bei Zahnimplantaten) angewendet werden. Bei Parodontitis wird sie eingesetzt, um entgleiste Entzündungen zu reduzieren, indem sie das Gleichgewicht zwischen entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Mechanismen wiederherstellt. Zudem soll sie dabei helfen, dem Knochenabbau entgegenzuwirken und den natürlichen Knochenaufbau zu fördern. Bei rezidivierender Karies unterstützen niedrig dosierte Wachstumsfaktoren in den Mikroimmuntherapeutika die Remineralisierung der Zähne.  

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