Schnupfen, Ohrenentzündung & Co. – HNO-Infekte in der Herbstzeit

HNO-Infekte Ohrenentzündung Herbst

Nach dem sehr sonnigen und heißen Sommer hat uns nun recht zügig das typische nasskalte Herbstwetter erreicht. Für viele Menschen bedeuten Herbst und Winter Erkältungssaison. Sie leiden unter wiederkehrenden oder anhaltenden Infekten. Neben Erkältungen kann auch eine Ohrenentzündung mit starken Ohrenschmerzen auftreten. Welchen Einfluss hat das Immunsystem darauf? Wie lässt sich das Immunsystem unterstützen? Die Antworten auf diese Fragen sowie Tipps dazu, wie Sie Ihre Ohren schützen können, erfahren Sie in unserem neuen Beitrag. Außerdem informieren wir Sie, wie die Mikroimmuntherapie ein sanfter Schutzschild vor HNO-Infekten in der Herbstzeit sein kann!

Infekte der oberen Atemwege – darum ist jetzt Hochsaison

Erkältungserkrankungen beziehungsweise Infekte der oberen Atemwege (HNO-Infekte) zählen zu den häufigsten Erkrankungen. Sie werden meist durch Viren oder Bakterien ausgelöst. Insbesondere bei einer geschwächten Immunabwehr reichen oftmals kleinste Kontakte mit den Erregern aus, um sich anzustecken, beispielsweise über die Tröpfcheninfektion beim Niesen oder Husten. Im Herbst und Winter sind wir viel mit anderen Menschen zusammen: in Bus und Bahn auf dem Weg zur Arbeit, im Büro oder in Einkaufsmärkten. Die Viren und Bakterien können durch den engen Kontakt schneller übertragen werden. Zudem sorgen die nasskalten Temperaturen dafür, dass sich die Erreger rascher vermehren können. Dadurch erklärt sich die höhere Infektionsrate in der kühlen Jahreszeit.

Überdies führt die trockene Luft, die vor allem durch die Heizung erzeugt wird, dazu, dass die Schleimhäute an Feuchtigkeit verlieren. Das kann wiederum Reizungen der Schleimhäute begünstigen und dazu beitragen, dass Erreger es leichter haben, in den Körper zu gelangen und sich zu vermehren.

Wie kommt es zu einer Ohrenentzündung?

Es gibt verschiedene Arten von Ohrenentzündungen. Die Entzündung kann sich auf den äußeren Gehörgang konzentrieren (Gehörgangentzündung/Otitis externa). Sie äußert sich meist durch eine gerötete Schwellung und Ohrenschmerzen. Auch Schuppenbildung und vermehrte Flüssigkeitsbildung, durch die das Ohr verstopfen und das Hören eingeschränkt werden können, sind möglich. Ausgelöst wird die Entzündung des äußeren Gehörgangs durch Bakterien, Viren, Pilze oder allergische Reaktionen. Oftmals wird diese Form der Ohrenentzündung auch als Bade-Otitis bezeichnet, da beim Schwimmen leicht Erreger mit dem Wasser in den Gehörgang gelangen können. Die Otitis externa tritt daher häufiger im Sommer zur Badesaison auf.

Eine andere Form der Ohrenentzündung ist die Mittelohrentzündung (Otitis media). Vielfach tritt sie in Verbindung mit einer Erkältung auf, denn der Nasen-Rachen-Raum und das Mittelohr sind über die sogenannte Ohrtrompete (auch Eustachische Röhre) miteinander verbunden. Dadurch können Erreger aus dem Nasen-Rachen-Raum leicht in das Mittelohr gelangen und dort Entzündungen und Beschwerden hervorrufen. Die Otitis media hat somit zur jetzigen Herbst- und Wintersaison ihre Hochzeit.

Symptome einer Mittelohrentzündung

  • Plötzliche starke Ohrenschmerzen
  • Druckgefühl auf dem Ohr
  • Verminderte Hörleistung
  • Fieber
  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Manchmal Schwindelgefühl
  • Eventuell Flüssigkeit aus dem Ohr

Warum erkranken Kinder schneller an einer Ohrenentzündung?

Insbesondere die Mittelohrentzündung tritt bei Säuglingen und Kindern häufiger auf als bei Erwachsenen. Der Grund liegt im Aufbau des Ohrs. Denn bei Kindern ist die Ohrtrompete kürzer und enger als bei Erwachsenen. Außerdem ist das Immunsystem von Kindern noch nicht so weit entwickelt, da es erst durch den Kontakt mit verschiedenen Erregern erlernt, wie es mit diesen umzugehen hat (erlernte Immunabwehr). Kinder werden somit allgemein öfter krank. Zudem können die Erreger schneller in das Mittelohr gelangen und dort eine Ohrenentzündung hervorrufen.

Ohrenentzündung vermeiden: schützen Sie Ihre Ohren vor dem Herbstwind

Die Herbstzeit kündigt sich deutlich an: Die Blätter färben sich bunt, es wird kühler und auch ein frischer Herbstwind weht uns nicht nur ins Gesicht, sondern auch um die Ohren. Letzteres kann zu unangenehmen Ohrenschmerzen beim Spazieren führen. Zwar lassen die Beschwerden meist wieder nach, sobald wir uns im warmen und geschützten Raum befinden, vereinzelt können die Beschwerden jedoch auch bestehen bleiben oder eine Ohrenentzündung auftreten.

Das nasskalte und windige Wetter sollte keineswegs ein Vorwand sein, nicht rauszugehen. Bewegung an der frischen Luft ist sehr wichtig – auch im Herbst und Winter. Jedoch sollten Sie dabei an Ihren Körper und an Ihr Gehör denken. Die richtige Kleidung ist dafür essentiell. Greifen Sie beim Herbstspaziergang zu Mütze, Stirnband oder Ohrenschützer. Auch ein breiter Schal oder ein hochstehender Kragen können über die Ohren gezogen werden und sie somit gegen die Kälte abschirmen. Auf diese Weise lässt sich die Ohrgesundheit bereits gut unterstützen und eine Ohrenentzündung vermeiden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Immunsystem, das im Folgenden genauer beleuchtet wird.

Starke Abwehr – so helfen Sie Ihrem Immunsystem

Unser Körper besitzt einen ausgeklügelten und fein aufeinander abgestimmten Schutzapparat: das Immunsystem. Zahlreiche Immunzellen und Organe stehen über sogenannte Zytokine (Botenstoffe) in Kontakt und melden unerwünschte Eindringlinge. Über kontrollierte Entzündungsprozesse sollen diese Erreger möglichst zügig und gezielt unschädlich gemacht und deren Reste abtransportiert werden.

Ist das Immunsystem geschwächt, arbeitet es nicht mehr wie vorgesehen. Daraus können sich verschiedenste Erkrankungen ergeben. Negativ beeinflusst wird unser Immunsystem beispielsweise durch Umwelttoxine, Stress oder eine falsche Ernährung.

Um das Immunsystem wieder in die vorgesehene Balance zu bringen und die eigenen Abwehrfunktionen somit zu stärken, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen. Greifen Sie zu frischen Zutaten, Kräutern und Beeren, um Ihren Vitamin- und Nährstoffhaushalt zu verbessern. Vermeiden Sie hingegen Fertiggerichte, Zucker und große Mengen Salz.
  • Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig und suchen Sie sich eine sportliche Betätigung, die Ihnen Spaß macht.
  • Verbringen Sie täglich Zeit an der frischen Luft (auch wenn das Wetter ungemütlich ist).
  • Schlafen Sie ausreichend und erholsam.
  • Verringern Sie Stress und achten Sie auf genügend Pausen und Entspannung.
  • Meiden Sie nach Möglichkeit Umwelttoxine.
Grafik Immunsystem stärken
Das Immunsystem ist unsere Säule der Gesundheit und kann mit einigen Verhaltenstipps aktiv unterstützt werden.

Das leistet die Mikroimmuntherapie im Schutz gegen HNO-Infekte

Eine zusätzliche Unterstützung für das Immunsystem bietet die Mikroimmuntherapie. Sie ist eine Immuntherapie, deren Bestandteile in sehr geringen Dosierungen vorliegen (low-dose und ultra-low-dose). Dadurch wirkt sie sehr sanft auf die natürliche Immunabwehr ein, ohne sie aggressiv zu beeinflussen oder zu hemmen.

Wie die körpereigene Immunabwehr arbeitet auch die Mikroimmuntherapie mit Zytokinen. Sie spricht somit dieselbe Sprache wie der Körper selbst. Durch die spezielle Zusammensetzung wird die Immunreaktion moduliert, das bedeutet, dass eine unzureichende Immunantwort des Körpers verbessert wird, während eine überschießende Immunantwort (z. B. bei Allergien) mithilfe der Mikroimmuntherapie reduziert werden kann.

Im Falle von HNO-Infekten sorgt die Mikroimmuntherapie dafür, dass die Erreger frühzeitig vom Körper erkannt und beseitigt werden können, sodass es idealerweise gar nicht erst zu einer Erkrankung kommt. Die Mikroimmuntherapie kann präventiv vor der Erkältungssaison eingenommen werden, um das Risiko für Infekte wie Erkältungen als auch Ohrenentzündungen zu verringern. Es ist jedoch auch möglich, die Mikroimmuntherapie bei akuten oder chronischen Infekten kurativ einzusetzen, um den Körper beim Gesundwerden zu unterstützen und das Immunsystem nachhaltig zu trainieren. Das Ziel ist es, die Infektanfälligkeit zur Herbst- und Wintersaison merklich zu senken und Ihre Gesundheit zu fördern – auf ganz sanfte und natürliche Weise.

Was Sie noch interessieren könnte

Weitere Informationen zur Mikroimmuntherapie bei Infekten finden Sie hier auf unserer Website: ➤ Infekte.  Zudem haben wir einen weiteren interessanten Artikel zum Schutz für die anstehende Herbst- und Wintersaison für Sie: ➤ Infektionsschutz in der kalten Jahreszeit.

 

Kontaktieren Sie die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie.
Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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