Wie funktioniert das Immunsystem?

Wie funktioniert das Immunsystem?

Das menschliche Immunsystem schützt unseren Körper vor fremden Einflüssen aus der Umwelt. Es ist für uns überlebenswichtig und zählt gemeinsam mit dem Nervensystem zu den komplexesten Mechanismen des Körpers. Es ist nicht auf ein einzelnes Organ beschränkt, sondern basiert auf der Zusammenarbeit aller Organe und unterschiedlicher Zellen, die sich verbünden und gemeinsam die Erreger bekämpfen. Doch wie genau arbeitet das Immunsystem und welche Aufgaben muss es erfüllen?

Welche Aufgaben erfüllt das Immunsystem?

Das Immunsystem hat die Aufgabe, uns vor fremden, schädlichen Erregern zu schützen. Dafür muss es permanent verschiedene Funktionen abrufen. Zum einen soll es Krankheitserreger wie zum Beispiel Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten erkennen, unschädlich machen und aus dem Organismus entfernen. Gleichzeitig muss es uns vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen und diese neutralisieren. Neben den körperfremden Erregern muss es außerdem auf körpereigene Zellen, die sich krankhaft verändern, achtgeben. Solche mutierten Zellen können beispielsweise Krebszellen sein und müssen rechtzeitig erkannt und bekämpft werden.

Das angeborene und das erworbene Immunsystem

Das Immunsystem besteht aus zwei verschiedenen Komponenten, die eng miteinander zusammenarbeiten und sich unterstützen. Zum einen gibt es das angeborene Immunsystem, welches allgemeine Erreger abwehrt und deshalb auch als unspezifisches Abwehrsystem bezeichnet wird. Es wird dem ungeborenen Kind bereits im Mutterleib übertragen und schützt es vor allem in den ersten Lebensmonaten vor fremden Erregern. Zu diesem Schutzsystem zählen neben der Haut und den Schleimhäuten auch bestimmte Immunzellen wie zum Beispiel Makrophagen, auch Fresszellen genannt. Diese erkennen die fremden Erreger und vernichten sie. Gleichzeitig produzieren sie auch Zytokine, also Immunbotenstoffe, die zum Beispiel mehr Abwehrzellen alarmieren. Es gibt eine Vielzahl an Zytokinen, die alle spezifische Funktionen haben. Diese Immunbotenstoffe werden deshalb auch erfolgreich bei der Mikroimmuntherapie eingesetzt, um das Immunsystem zu unterstützen.

Neben dem angeborenen gibt es noch das erworbene Immunsystem. Es wird auch als spezifische Abwehr bezeichnet, da es die Eindringlinge gezielt bekämpft. Dies ist dadurch möglich, dass es Gedächtniszellen ausbildet.

Hat das unspezifische Abwehrsystem bei einem Erreger versagt, wird das spezifische Immunsystem alarmiert. Dabei spielen die weißen Blutkörperchen, auch Lymphozyten genannt, eine wichtige Rolle. Die T-Zellen fungieren als Wächter, die die fremden Erreger erkennen. Daraufhin aktivieren sie andere Zellen, zum Beispiel die B-Zellen. Diese sind in der Lage, gezielt gegen den Erreger Antikörper zu produzieren. Nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip passen sie gezielt zu einem spezifischen Erreger und binden sich an ihn, um ihn zu zerstören. Schließlich werden sie von den Makrophagen eliminiert. Da das Immunsystem ein komplexer Mechanismus ist, speichert es alle Informationen und kann auch Veränderungen bei Viren erkennen und darauf reagieren. Die Zellen des spezifischen Immunsystems bilden bei der Abwehr gleichzeitig Gedächtniszellen, um bei einem erneuten Angriff durch den Erreger schnell helfen zu können. So entwickelt jeder Mensch im Laufe seines Lebens ein immunologisches Gedächtnis.

Wie funktioniert das Immunsystem?

Die Grenzen des Immunsystems

Die Leistungen des Immunsystems werden oft unterschätzt, vor allem deshalb, weil ein gut funktionierendes Immunsystem sich nicht bemerkbar macht. Nichtsdestotrotz kann dieses hochkomplexe System uns nicht gänzlich vor Erkrankungen schützen. Folgende Umstände können dazu führen, dass eine Erkrankung ausbricht:

  • wenn die Leistungsfähigkeit des Immunsystems geschwächt ist
  • wenn besonders aggressive Erreger den Körper belasten
  • wenn ein neuer, unbekannter Erreger in den Organismus eindringt

Treffen einer oder mehrere dieser Umstände zu, hat unser Immunsystem große Schwierigkeiten, die fremden Eindringlinge allein zu bekämpfen. In solchen akuten Fällen aber auch präventiv kann die Mikroimmuntherapie das Immunsystem auf natürlichem Wege unterstützen. Sie basiert auf den Kenntnissen der Wirkungsweise des Immunsystems und setzt in unterschiedlichen Verdünnungsstufen Immunbotenstoffe ein, die den natürlichen Abwehrreaktionen zur Seite stehen.

Auch das Immunsystem kann sich irren

Um das Immunsystem zu aktivieren, benötigt es Antigene, die zum Beispiel in Form von Eiweißen auf der Oberfläche von Bakterien oder Viren vorkommen. Diese Eiweiße befinden sich auch auf der Oberfläche der körpereigenen Zellen. Da das Immunsystem hochkomplex ist, hat es bereits frühzeitig gelernt, diese Eiweiße nicht als fremd einzustufen. Doch auch das Immunsystem funktioniert nicht immer fehlerfrei. So kann es vorkommen, dass es körpereigene Zellen als fremde betrachtet und diese bekämpft. Mediziner sprechen dann von einer Autoimmunantwort. Bei Patienten mit Rheuma, Multipler Sklerose oder Morbus Crohn kann die Mikroimmuntherapie bei Autoimmunerkrankungen helfen, das Immunsystem wieder auf die richtige Bahn zu lenken und die Beschwerden zu lindern.

Kontaktieren Sie die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie.

Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.