Wodurch unterscheidet sich die Mikroimmuntherapie von anderen Therapieansätzen?

Was kann die Mikroimmuntherapie?

Das Immunsystem ist dafür verantwortlich, unseren Organismus vor äußeren (z.B. Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten) und inneren Angriffen (z.B. Krebszellen) zu schützen. Es besteht aus verschiedenen Zelltypen mit konkreten und spezifischen Funktionen, welche sich im gesamten Körper befinden, so z.B. im Knochenmark, im Thymus, in den Lymphknoten und anderen Organen. Diese Zellen kommunizieren untereinander mittels Zytokinen, die als Botenstoffe, als sogenannte „Wörter“ des Immunsystems definiert werden können. Diese verschiedenen Zytokine geben den unterschiedlichen Immunzellen den ausschlaggebenden Reiz (Befehl), um u.a. eine Immunreaktion einzuleiten, einen Angriff zu beenden, sich auszudifferenzieren oder zu vermehren.

Bei der Mikroimmuntherapie handelt es sich sowohl um eine Diagnose- als auch um eine Behandlungsmethode, die in akuten (wie z.B. Virusinfektionen) wie in chronischen Fällen (wie z.B. Krebserkrankungen und Autoimmunerkrankungen) angewendet werden kann.

Die Mikroimmuntherapie verfügt über spezifische Merkmale,  die sie von anderen Therapien unterscheidet:

1. Verwendung von Zytokinen (Botenstoffe des Immunsystems)

2. Einsatz von Mikro-Dosierungen: keine Toxizität, sodass die Mikroimmuntherapie auch bei kleinen Kindern, Schwangeren, stillenden Müttern, älteren und multimorbiden Patienten eingesetzt werden kann. Die Präparate der Mikroimmuntherapie können in Kombination mit anderen Medikamenten der Schulmedizin eingesetzt werden. Bislang sind keine Wechselwirkungen bekannt.

3. Ein auf mehrere Ebenen ausgerichteter Therapieansatz: An dieser Stelle ist folgendes Beispiel zu nennen: Eine allergische Reaktion verläuft in verschiedenen Etappen. Bestimmte Zellen aktivieren andere mittels verschiedener Zytokine, bis schließlich Histamin ausgeschüttet wird, was für unangenehme Symptome wie Juckreiz oder Schwellungen verantwortlich ist.  In der Schulmedizin kommt in diesem Fall Antihistamin zur Anwendung, d.h. eine Substanz, welche die Wirkung von Histamin abschwächen oder aufheben soll. Die Mikroimmuntherapie entfaltet ihre Wirkung nicht nur auf dieser letzten Ebene – sprich auf der Produktion von Histamin – sondern auch auf die bereits vorangegangenen Ebenen der Immunreaktion und auf die Informationen, welche von Zelle zu Zelle übermittelt werden.

4. Einsatz von spezifischen Substanzen, um die Virenaktivität zu verlangsamen. Es handelt sich dabei um eine Art „Sabotage“, sodass sich Viren nicht weiter vermehren bzw. ausbreiten können. Hier kommen je nach Virus unterschiedliche Komplexmittel zum Einsatz.

Bei welchen Patienten kann dieser Therapieansatz angewendet werden?

a.     Patienten, die an einer akuten, chronischen oder wiederkehrenden Virusinfektion leiden.

b.     Patienten, die am chronischen Müdigkeitssyndrom oder an Fibromyalgie leiden.

c.     Patienten mit Autoimmunerkrankungen.

d.     Patienten mit chronischen, degenerativen Erkrankungen.

e.     Krebspatienten. Die Mikroimmuntherapie ergänzt auf synergistische Weise konventionelle Krebstherapien. Die vom Onkologen verschriebene Behandlung muss weder unterbrochen noch geändert werden.

Die Mikroimmuntherapie ersetzt nicht das Immunsystem, sie zwingt es nicht in eine bestimmte Richtung und blockiert auch nicht seine Funktion. Sie überträgt lediglich auf schonende und subtile Weise Informationen, um dem Organismus dazu zu verhelfen, sein Gleichgewicht wiederherzustellen. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Mikroimmuntherapie und das Immunsystem die gleiche Sprache sprechen.

Autorin:

Dra_Cristina_ZembaDr. med. Cristina Zemba Vieytes

www.drazemba.com

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