Warzen: ansteckend, unschön, harmlos

Was sind Warzen?

Warzen zählen zu den am weitesten verbreiteten Hautinfektionen. Vor allem Kinder, Jugendliche und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind häufig von Warzen betroffen. Dabei handelt es sich um gutartige Geschwülste, die sich auf der oberen Hautschicht ausbreiten und unter anderem durch humane Papillomaviren (HP-Viren) verursacht werden. Die Viren lassen sich in mehrere Typen untergliedern, die Warzen an unterschiedlichen Stellen des Körpers hervorrufen können. Warzen können zum Beispiel an Händen und Füßen oder sogar im Genitalbereich vorkommen. Während manche Warzen von selbst abheilen, erfordern andere eine Behandlung. Selbst wenn diese erfolgreich war, kann das Virus im Körper verbleiben und gerade bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem immer wieder Warzenbildung auslösen. Die Warzen an sich sind zwar harmlos, jedoch können die verursachenden Viren in einigen Fällen gefährlich werden.

Wie entstehen Warzen?

Die meisten Warzen entstehen infolge einer Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV). Die Viren infizieren zum Beispiel verschiedene Schleimhäute und rufen dann ein unkontrolliertes, tumorartiges Wachstum hervor. In der Regel ist dieses Wachstum gutartig und es bilden sich Warzen. Einige Typen des Virus können jedoch auch schwerwiegendere Erkrankungen auslösen, wie zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs bei Frauen. Nicht zuletzt deshalb ist es wichtig, dass bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem nicht nur die Warzen entfernt werden, sondern sie danach effektiv weiter behandelt werden, um die Infektion einzudämmen und Folgeerkrankungen vorzubeugen. Die Mikroimmuntherapie kann für diese Patienten eine nachhaltig wirksame Lösung sein.

Was sind die Risikofaktoren?

Verschiedene Faktoren begünstigen die Entstehung von Warzen. Dazu gehört einerseits ein geschwächtes Immunsystem, denn dieses kann die HP-Viren nicht genügend im Zaum halten, wodurch die Warzen entstehen und wachsen können. Daneben sind Menschen, die zu Allergien neigen und solche, die bereits an atopischen Erkrankungen wie Neurodermitis leiden, anfälliger für Warzen. Auch seelische Konflikte, Stress und Rauchen können das Erkrankungsrisiko erhöhen, weil sie das Immunsystem schwächen.

Welche Warzen-Typen gibt es?

Abhängig vom auslösenden Virusstamm und dem Ort, an dem die Warzen entstehen, unterscheidet man verschiedene Typen:

Stachelwarzen:
Dies ist die häufigste Form von Virus-Warzen, andere verwendete Bezeichnungen sind Vulgäre oder auch Gemeine Warzen. Sie stellen sich als ausgeprägte, verhornte Hautknötchen dar und können überall am Körper vorkommen, wobei Hände und Füße jedoch am häufigsten betroffen sind. Sie sind stecknadelkopf- bis erbsengroß und nehmen eine gelbliche Farbe an.

Pinselwarzen:
Pinselwarzen sind eine Sonderform der Stachelwarzen. Sie kommen besonders bei älteren Menschen im Gesicht (Augenlider, Halsregion, unterhalb des Mundes) vor und sind durch einen langen, fadenförmigen Stiel gekennzeichnet.

Feigwarzen:
Dieser Typ ist vielen wohl auch als Genitalwarzen bekannt. Die auslösenden Viren befallen bevorzugt feucht-warme Körperbereiche, was die Genitalzone entsprechend für diese Warzenart prädestiniert. Sie entwickeln sich zunächst als kleine, häufig in Gruppen auftretende Papeln und wachsen dann zu größeren Wucherungen heran. Die Feigwarzen-Erreger werden zudem in Niedrig- und Hochrisikotypen eingeteilt. Die Hochrisikotypen kommen zwar seltener vor, können aber zu bösartigen Entartungen und entsprechenden Krebserkrankungen (Gebärmutterhalskrebs, Krebs an Penis, After oder Enddarm) führen.

Flachwarzen:
Flachwarzen kommen vor allem bei Kindern und Jugendlichen im Gesicht und am Hals vor. Sie sind hautfarben, weich und flach und treten in größeren Gruppen auf. In der Regel verschwinden sie nach einigen Wochen, manchmal Monaten von selbst.

Dornwarzen:
Anders als die anderen Arten wächst die Dornwarze nicht nach außen, sondern nach innen. Sie tritt an den Fußsohlen auf und wächst infolge mechanischer Belastungen dann in die Sohle ein. Dadurch verursacht sie mitunter starke Schmerzen, besonders beim Auftreten. 

Dellwarzen, Stielwarzen und Alterswarzen:
Zudem gibt es einige Hautveränderungen, die ebenfalls als Warzen bezeichnet werden, jedoch eigentlich keine echten Warzen sind – weil sie entweder durch ein anderes Virus oder durch etwas gänzlich anderes hervorgerufen werden. Dazu gehören die Dellwarzen, die Stielwarzen und die Alterswarzen.

Wie werden Warzen übertragen?

Warzen sind, abgesehen von den „unechten“, nicht durch Viren verursachten Typen (Dellwarzen, Stielwarzen, Alterswarzen), hochansteckend. Die Viren können direkt von Mensch zu Mensch oder mitunter auch indirekt über Handtücher, Fußböden (z. B. im Schwimmbad) oder Rasierer übertragen werden. Bei Feigwarzen erfolgt die Ansteckung beim Geschlechtsverkehr.

Wie können sich Patienten vor einer Infektion mit dem Virus schützen?

Um einer Infektion mit dem Virus und der möglichen Entstehung von Warzen vorzubeugen, sollte der Kontakt mit betroffenen Hautstellen vermieden werden. Durch Kratzen setzt sich das Virus unter den Fingernägeln fest und kann so an andere Körperstellen oder auch an andere Personen weitergetragen werden. An Orten, an denen das Ansteckungsrisiko hoch ist (z. B. Schwimmbäder, Saunen, Hotelzimmer) sollten immer Badesandalen beziehungsweise Hausschuhe getragen werden. Des Weiteren beugt zusätzliches, sorgfältiges Abtrocknen der Zehenzwischenräume der Entstehung von Warzen vor. Leidet ein Familienmitglied bereits unter Warzen, sollten separate Handtücher und Waschlappen benutzt werden. Außerdem ist es empfehlenswert, Kleidungsstücke, die mit der Warze in Berührung gekommen sind, bei 60 Grad zu waschen. Desinfizieren Sie betroffene Stellen – ob auf der Haut oder Gegenständen – bei Berührung mit der Warze umgehend.

Daneben können auch eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung (am besten im Freien) und ein gleichmäßiger Schlafrhythmus eine Prävention gegen Warzenbildung darstellen, da dadurch das Immunsystem unterstützt wird. Patienten, die aus verschiedenen Gründen unter einem besonders schwachen Immunsystem leiden, können die Mikroimmuntherapie bei Warzen auch als vorbeugende Behandlung einsetzen, damit der Körper das Virus kontrollieren kann und sich erst gar keine Warzen bilden.

Behandlung von Warzen – so kann die Mikroimmuntherapie helfen

Wenn Patienten unter Warzen leiden, werden diese vom Arzt häufig durch Vereisungen oder Cremes behandelt. Dadurch lässt sich zwar die Warze beseitigen, der Auslöser aber – die humanen Papillomaviren – verbleiben im Körper. Bei einer erneuten Schwächung des Immunsystems (z. B. durch Stress oder Erkältungen) können sie neue Warzen hervorrufen.

Die Mikroimmuntherapie zielt dagegen auf einen langfristigen Behandlungserfolg ab. Um diesen zu erreichen, setzt die Therapie an der Ursache an: Ziel der Mikroimmuntherapie bei Warzen ist die Unterbindung der Virenvermehrung, damit keine neuen Zellen infiziert werden können. Zudem kann mit der Behandlung eine wirksame Immunantwort auf das Virus gefördert werden, wodurch die anhaltende Infektion kontrolliert wird. Die Mikroimmuntherapie setzt dafür Zytokine und andere körpereigene Botenstoffe in stark verdünnter Konzentration ein. Diese unterstützen das Immunsystem dabei, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Auf diese Weise kann das Virus mit der Mikroimmuntherapie langfristig unter Kontrolle gehalten werden.

Mikroimmuntherapie zur Warzenbehandlung bei Kindern

Bestimmte humane Papillomaviren führen vor allem bei Kindern zur Entstehung von Warzen. Dies betrifft insbesondere Teenager zwischen 12 und 16 Jahren. Gerade bei Kindern können wiederkehrende Warzenerkrankungen negative Auswirkungen auf die Psyche und ein geringes Selbstbewusstsein hervorrufen. Daher ist es bei ihnen besonders wichtig, die Ursache mithilfe der Mikroimmuntherapie unter Kontrolle zu bringen und so weitere Warzenbildungen zu verhindern.

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