Chronisches Erschöpfungssyndrom/Chronic Fatigue Syndrome (CFS)

Chronisches Erschöpfungssyndrom

Das CFS ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die unter vielen Bezeichnungen bekannt ist. Neben Chronic Fatigue Syndrom und chronischem Erschöpfungssyndrom trägt es auch die Namen chronisches Müdigkeitssyndrom beziehungsweise chronische Müdigkeit, Myalgische Enzephalomyelitis (ME) und Chronic Fatigue Immune Dysfunction Syndrome (CFIDS). Letztere Bezeichnung weist noch einmal genauer darauf hin, dass die Erkrankung im Zusammenhang mit Immundefekten steht. CFS-Patienten klagen über ständige Erschöpfung und Abgeschlagenheit, die auch durch ausreichend Schlaf oder Erholung nicht zurückgeht. Die Erkrankung kann Menschen aller Altersgruppen betreffen und ist vermutlich auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen, die jedoch eines gemeinsam haben: eine Beteiligung des Immunsystems. Genau dort setzt die Mikroimmuntherapie bei CFS an. Sie unterstützt das Immunsystem und bringt es wieder ins Gleichgewicht.

Die Bedeutung von Schlaf für den Organismus

Eine ausreichende und erholsame Nachtruhe ist für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden äußerst wichtig. Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Verschwendet ist diese Zeit keinesfalls. Denn während des Schlafens erholt und regeneriert sich der Körper, um für die alltäglichen Aufgaben und Herausforderungen gewappnet zu sein. Während der Schlaf von außen betrachtet wie eine Phase der vollkommenen Ruhe wirkt, läuft der Organismus in Wahrheit auf Hochtouren. Insbesondere die Zellregeneration und -erneuerung erfolgt währenddessen. Bei zahlreichen Erkrankungen stellt Schlaf einen wichtigen Teil der Behandlung und Genesung dar. Menschen, die regelmäßig erholsam und lang genug schlafen, sind in der Regel sowohl körperlich als auch geistig leistungsfähiger und werden zudem weniger schnell krank. Dementsprechend hoch ist die Belastung für Personen, die unter einer chronischen Müdigkeit leiden.

Definition und Symptome von CFS

Per Definition, die erstmals von dem US-amerikanischen CDC (Center of Disease Control and Prevention) formuliert wurde, handelt es sich beim Chronic Fatigue Syndrome um eine schwere Erschöpfung, die über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten anhält beziehungsweise immer wiederkehrt. Selbst durch Ruhepausen und Schlaf lassen sich die Kraftlosigkeit und die Abgeschlagenheit nicht verbessern. Zudem liegen mindestens vier der folgenden weiteren Symptome vor:

  • Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen
  • depressive Verstimmungen, Ängste
  • Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit
  • Hals-, Kopf-, Gelenk-, Muskelschmerzen
  • Muskelschwäche
  • Schlafmangel, Schlafstörungen
  • geschwollene Lymphknoten im Hals- oder Achselbereich
  • Magen-Darm-Störungen
  • erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen
  • Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Lebensmitteln
  • Hauterkrankungen
  • funktionelle Organstörungen
  • Post-exertional malaise (PEM; eine starke Verschlimmerung der anderen Symptome nach körperlicher oder geistiger Anstrengung)

Auslöser und Risikofaktoren einer chronischen Müdigkeit

  • Umwelttoxine und Schadstoffe
  • depressive Verstimmungen, Depressionen, Burn-Out
  • Darmerkrankungen
  • Tumorerkrankungen
  • virale oder bakterielle Infektionen und Reaktivierungen
  • psychosoziale Faktoren
  • körperliche Traumata, Schockerlebnisse

Chronische Müdigkeit durch Reaktivierung von Herpesviren

Bei anhaltender Müdigkeit und wiederkehrenden Infekten kann eine Virusinfektion eine mögliche Ursache darstellen. Zur Gruppe der Herpesviren zählen insgesamt acht Virustypen. Jeder dieser Vertreter besitzt die Eigenschaft, nach einer erstmaligen Infektion ein Leben lang im Körper zu verbleiben. Die Herpesviren befinden sich dann in einer Art „Schlafzustand“, in dem das körpereigene Immunsystem sie problemlos kontrollieren kann. Zur Reaktivierung kann es unter anderem dann kommen, wenn das Immunsystem geschwächt oder aus seiner natürlichen Balance geraten ist. Zu den eventuellen Auslösern zählen zum Beispiel Stress oder Neuinfektionen.

Im Zusammenhang mit dem chronischen Müdigkeitssyndrom wird vor allem das Epstein-Barr-Virus (EBV) genannt. Weltweit haben laut Schätzungen etwa 90% der Bevölkerung bewusst oder unbewusst eine EBV-Erkrankung (auch als Pfeiffersches Drüsenfieber bekannt) mitgemacht. Vielfach klingt die Erkrankung selbstständig wieder ab, bevor spezifische Symptome auftreten oder ein Arzt aufgesucht wird. Demnach ist die Anzahl der EBV-Träger relativ hoch. Zu einer EBV-Reaktivierung kann es während einer kurzzeitigen Immunschwäche kommen. Beim chronischen Verlauf einer EBV-Infektion kann es zu einer sogenannten Multiinfektion kommen, die sich als CFS äußert.

Was kann ich gegen chronische Müdigkeit machen?

Patienten, die unter chronischer Müdigkeit leiden, können diese nicht durch Schlaf oder längere Ruhephasen bekämpfen. Stattdessen ist es besonders wichtig, dass die Betroffenen die richtige Diagnose gestellt bekommen und eine entsprechende Therapie eingeleitet wird. Da sehr häufig das Immunsystem an der Erkrankung beteiligt ist, können Patienten durch eine gesunde Lebensweise dazu beitragen, das körpereigene Abwehrsystem zu stärken. So können sich eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft positiv auf das Immunsystem auswirken. Betroffene sollten zudem Stress vermeiden und lediglich Aufgaben übernehmen, denen sie sich gewachsen fühlen, da eine Überforderung negative Folgen mit sich bringen kann.

Schonender Behandlungsansatz: die Mikroimmuntherapie bei chronischer Müdigkeit

Vor allem schonende Ansätze sind beliebt, um den ohnehin geschwächten Körper möglichst wenigen weiteren Belastungen auszusetzen. Daher stellt die Mikroimmuntherapie bei der Behandlung der chronischen Müdigkeit eine effektive Unterstützung dar. Sie reguliert die immunitären Abläufe mithilfe natürlicher, körpereigener Substanzen (u. a. Zytokine), die in sehr starken Verdünnungen vorliegen. Diese hohen Verdünnungsstufen bewirken eine sanfte Modulierung der Abwehrmechanismen, die besonders gut verträglich ist. Aus diesem Grund kann die Mikroimmuntherapie mit anderen Behandlungsansätzen problemlos kombiniert werden.

Auch bei einer EBV-Infektion, die die Ursache der CFS sein kann, bietet die Mikroimmuntherapie Hilfe: Kann das Immunsystem wieder mit dem gewohnten und intakten Ablauf seine Funktionen ausführen, ist es zugleich auch wieder in der Lage, die Epstein-Barr-Viren im Körper unter Kontrolle zu halten. Infolgedessen verringern sich die Symptome der Viruserkrankung sowie der chronischen Müdigkeit. Die Mikroimmuntherapie wirkt modulierend auf die TH1-Zellen (entzündungshemmend) und verringert gleichzeitig mithilfe spezifischer Nukleinsäuren die Replikation der virusinfizierten Zellen.

Finden Sie Mikroimmuntherapeuten in Ihrer Nähe


Therapeuten-Liste