Mikroimmuntherapie: Wirksame Hilfe bei Alzheimer und Demenz

Mikroimmuntherapie bei Alzheimer und Demenz

Sie ist die Furcht vieler Menschen im Alter: die Demenzerkrankung. Schleichend setzt die Störung beziehungsweise der Verlust der intellektuellen und geistigen Leistungsfähigkeit ein. Für die Betroffenen und Angehörigen kann die Demenz auch relativ plötzlich wirken, wenn die anzeigenden Symptome vorher nicht wahrgenommen wurden. Zudem gibt es Demenzformen, die sehr plötzlich und sprunghaft einsetzen. Die Demenz verändert viel: Sowohl die Betroffenen als auch deren Angehörige sehen sich in einer neuen Lebenssituation. Während die Demenzerkrankten mit den Symptomen und Beschwerden zu kämpfen haben, stellt die Erkrankung häufig auch für die Partner, Partnerinnen, Kinder und anderen Familienmitglieder eine Herausforderung dar. Oftmals sind es die Lebensgefährt:innen oder Kinder, die sich der Pflege annehmen. Das kann an den Kräften zehren.

Die Demenz ist nach aktuellem Wissensstand nicht heilbar, sie kann aber mit verschiedenen Behandlungen therapiert werden. Vor allem in frühen Stadien kann eine adäquate medizinische Unterstützung dabei helfen, die Symptome zu mindern und das Voranschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Eine der sanften Methoden ist die Mikroimmuntherapie bei Demenz.

Worin unterscheiden sich Alzheimer und Demenz?

Demenz ist der Oberbegriff verschiedener Erkrankungsformen, die sich auf die Gedächtnisfähigkeiten beziehen. Aus dem Lateinischen übersetzt, bedeutet Demenz so viel wie „weg vom Geist“ oder „ohne Geist“. Zu Beginn leiden die Betroffenen meist unter Vergesslichkeit. Im Laufe der Erkrankung verlieren die Patienten und Patientinnen zunehmen ihre geistigen Fähigkeiten, bis selbst alltägliche Handgriffe verlernt und nahestehende Personen nicht mehr erkannt werden.

Die Alzheimer-Krankheit ist eine Form der Demenzerkrankungen. Schätzungen zufolge stellt sie mit etwa 60 bis 65 Prozent die häufigste Demenzart dar. Das zweithäufigste Auftreten verzeichnet die vaskuläre (gefäßbedingte) Demenz. Die beiden Arten unterscheiden sich vor allem in ihrem Beginn und Verlauf: Während Alzheimer schleichend und schrittweise erfolgt, setzt die vaskuläre Demenz meist schlagartig ein. Letztere steht zudem häufig im Zusammenhang mit Schlaganfällen, Lähmungen und Taubheitsgefühlen.

In der Theorie lassen sich die beiden Formen in verschiedenen Punkten voneinander unterscheiden. In der Realität sieht das meist anders aus: Dort treten gehäuft auch Mischformen der verschiedenen Demenzerkrankungen auf, die sich gegenseitig beeinflussen. Da sich die einzelnen Erkrankungsformen überschneiden können, erschwert das oftmals die Diagnosestellung und die Festlegung der geeigneten Therapie.

Primäre und sekundäre Demenz

Die Demenzerkrankungen können auch in primäre und sekundäre Demenz unterschieden werden. Hierbei stellen die primären Demenzen den Hauptteil der Erkrankungen dar. Sie haben ihren Ursprung im Gehirn. Der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit ist auf neurodegenerative Prozesse zurückzuführen. Vor allem Eiweißablagerungen (sogenannte Plaques) und Entzündungsprozesse im Gehirn führen zu neurotoxischen Reaktionen. Zu der primären Demenz gehören die Alzheimer-Krankheit, die vaskuläre Demenz, die frontotemporale Demenz (Veränderung der Persönlichkeit, des Sozialverhaltens und der Sprache) und die Lewy-Körper-Demenz (optische und akustische Halluzinationen, Ähnlichkeit zur Parkinson-Krankheit).

Seltener sind es Ursachen wie Alkoholmissbrauch, Schilddrüsenerkrankungen oder sehr starke Vitamin-Mangelerscheinungen, die zu einer Demenzerkrankung führen. In diesen Fällen handelt es sich um eine sogenannte sekundäre Demenz.

Die Therapie bei Alzheimer und Demenz

Die Vielfalt der Symptome und Formen der Demenz führen dazu, dass es nicht die eine bestimmte Behandlung bei Demenz gibt, sondern ein Repertoire an verschiedenen Therapiemöglichkeiten. Diese Optionen werden an die Bedürfnisse des Patienten beziehungsweise der Patientin angepasst. Auch Aspekte wie die soziale als auch finanzielle Situation fließen in die Erstellung des Behandlungsplans mit ein. Eine Besonderheit bei der Demenztherapie besteht darin, dass auch das Umfeld maßgeblich Teil daran hat, wie sich die Patienten und Patientinnen fühlen. Es handelt sich um eine sogenannte Milieutherapie, bei der die äußeren Umstände und die Reaktionen der Mitmenschen ebenfalls auf die Erkrankung fokussiert und dahingehend ausgerichtet werden. Sympathie und Geduld haben bei der Therapie einen hohen Stellenwert. Ebenfalls eine wichtige Basis stellen die richtige Ernährung und genügend Bewegung dar.

Zusätzlich zu diesem Grundrahmen der Therapie kommen häufig Trainingsübungen zum Einsatz, um die Gedächtnisleistung zu fördern. Des Weiteren stehen Musik-, Kunst-, Ergo-, Physio- sowie Verhaltenstherapien zur Auswahl, die je nach Patient:in in den Behandlungsplan eingeflochten werden können.

Einen großen Anteil hat auch die medikamentöse Therapie. Hierbei können verschiedene Wirkstoffe Anwendung finden. Häufig begrenzt sich die medikamentöse Therapie nicht nur auf ein bestimmtes Medikament, sondern es werden verschiedene Präparate gegen die einzelnen Symptome und Beschwerden eingesetzt. Dies birgt – vor allem bei einer fortgeschrittenen Demenz – das Risiko für unerwünschte Wechselwirkungen oder starke Nebenwirkungen.

Das Immunsystem und die Mikroimmuntherapie bei Alzheimer-Demenz

Wissenschaftliche Erkenntnisse haben gezeigt, dass das menschliche Immunsystem maßgeblich an der Gesundheit beteiligt ist. Im Umkehrschluss können sich Störungen in der immunitären Balance auf die unterschiedlichen Bereiche des Körpers negativ auswirken und Erkrankungen begünstigen. Auch die Alzheimer-Erkrankung und andere Demenzformen sind mit Störungen im Immunsystem verbunden. Normalerweise besteht im gesunden Zustand ein Gleichgewicht zwischen Eiweißablagerungen und deren Beseitigung durch Immunzellen im Gehirn. Neben der Verhinderung einer übermäßigen Proteinablagerung sorgen diese „Fresszellen“ (Mikrogliazellen) im Gehirn auch für eine Stimulation der Synapsenbildung und unterstützen somit die Gedächtnisleistung. Kommt es durch Störungen zu einer übermäßigen Produktion von Immunzellen, tritt in diesem Zusammenhang eine erhöhte Menge entzündlicher Zytokine auf. Ist es dem Körper nicht mehr möglich, die Balance zu halten, wirken diese Zytokine neurotoxisch und tragen zum Verfall der kognitiven Leistungsfähigkeit bei. Bei der Alzheimer-Erkrankung geht man davon aus, dass es zu einer altersbedingten Fehlfunktion der Mikrogliazellen kommt, die in einer erhöhten Entzündungsbereitschaft (Neuroinflammation) resultiert.

Die Mikroimmuntherapie (MIT) basiert auf der natürlichen Funktionsweise des Immunsystems und zielt darauf ab, immunitäre Dysbalancen sanft auszugleichen. Sie verwendet dabei dieselben Botenstoffe (Zytokine, Hormone, Wachstumsfaktoren), die auch der Körper zur internen Kommunikation bei einer Immunantwort freisetzt. Die Substanzen liegen in sehr geringen Dosierungen (low doses und ultra-low doses) vor, womit sie den physiologischen Konzentrationen entsprechen oder sogar geringer als diese sind.

Die Mikroimmuntherapie besitzt unterschiedliche Formeln für verschiedene Erkrankungen. So gibt es für Alzheimer und Demenz eine Formel, die sich ganz gezielt gegen das Fortschreiten dieser Krankheit richtet und Symptome wie Verwirrtheit, Unruhe und Aggression lindern kann. Darüber hinaus stehen Formeln gegen depressive Verstimmungen sowie gegen Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen zur Auswahl. Die Substanzen der MIT wirken sehr schonend auf den Körper ein und bewirken von innen heraus eine Rückführung zur natürlichen Balance der Immunreaktionen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Oft können die sonstigen medikamentösen Therapiebestandteile reduziert werden, wodurch auch das Risiko für Wechselwirkungen sinkt. Die Mikroimmuntherapie selbst ist sehr gut mit anderen Therapien kombinierbar und setzt deren Wirksamkeit nicht herab – sie kann die Wirksamkeit sogar positiv unterstützen.

Kontaktieren Sie die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie.

Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.