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Kategorie: Krebserkrankungen

Krebserkrankungen & Komplementärbehandlung bei Krebs

Krebsprävention Mitochondrien

Krebsprävention und Mitochondrien: Was kann man wirklich tun?

Krebsprävention MitochondrienKrebs hat viele Gesichter und ist eine ernstzunehmende Krankheit. Je nach Krebsart lassen sich Tumoren jedoch oft gut behandeln, vor allem in frühen Stadien. Krebsprävention und Früherkennung spielen daher eine sehr wichtige Rolle. Darüber hinaus ist die Krebsforschung breit aufgestellt und setzt alles daran, diese häufig heimtückische Erkrankung in den Griff zu bekommen.

In den letzten Jahren konnten dank der Erkenntnisse der Krebsforschung sehr gute Behandlungsfortschritte erzielt werden: Seit 2010 sind die Überlebensraten von Krebspatientinnen und -patienten angestiegen und auch der Fokus auf die Verbesserung der Lebensqualität sorgt dafür, dass Menschen mit Krebs trotz der einschneidenden Diagnose ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Doch was können wir selbst gegen Krebs tun? Wie lässt sich die Krebsprävention unterstützen? Können wir durch einen gesunden Lebensstil das Risiko senken? Neben diesen Fragen wollen wir in diesem Beitrag auch die Bedeutung der Mitochondrien, des Immunsystems und der Mikroimmuntherapie für die Vorbeugung und Behandlung von Krebs näher beleuchten.

Inhaltsverzeichnis

Krebsprävention – Welchen Einfluss hat der eigene Lebensstil?

Krebserkrankungen resultieren vor allem aus genetischen Veränderungen und Zellmutationen. Bei etwa fünf bis zehn Prozent der Krebspatienten liegt eine angeborene Mutation im Erbgut vor, die im Laufe des Lebens zu einem Tumor führen kann. Überdies sind sich Experten heute einig, dass auch weitere Faktoren an der Entstehung von Krebs beteiligt sind. Dabei spielen der Metabolismus/Stoffwechsel, UV-Strahlung, Ernährung, Umwelttoxine und Genussmittel eine wesentliche Rolle. Sie können zu Veränderungen in der Zell-DNA beitragen und dadurch entartete Zellen (Tumorzellen) hervorrufen.  

Mit anderen Worten: Der eigene Lebensstil ist für die Krebsprävention keinesfalls bedeutungslos. Durch einen angemessenen, gesunden und aktiven Lebensstil lässt sich das Risiko, an Krebs zu erkranken, deutlich senken. Das bedeutet leider nicht, dass eine Erkrankung völlig ausgeschlossen ist, aber nach Schätzungen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) ist etwa jede dritte Krebsneuerkrankung auf Risikofaktoren zurückzuführen, die durch einen gesunden Lebensstil vermieden oder zumindest beeinflusst werden können.

Schau am Ende dieses Beitrags vorbei, um unsere Tipps für eine gesunde Lebensweise nachzulesen!

Wie entsteht Krebs?

Tumoren sind bösartig veränderte Zellen, die sich schnell vermehren und dabei gesundes Gewebe schädigen. Zudem können sie über die Lymph- und Blutbahnen in andere Körperregionen gelangen und dort als Metastasen ebenfalls Schaden anrichten.

Normalerweise werden neben schädlichen Erregern wie Bakterien und Viren auch entartete Zellen vom Immunsystem erkannt und bekämpft. Dazu dient unter anderem der Zelltod (Apoptose). Krebszellen besitzen jedoch ganz spezifische Eigenschaften (die „Hallmarks of Cancer“), die es ihnen ermöglichen, sich vor dem Immunsystem zu verstecken und den Zelltod zu umgehen. Darüber hinaus können sie andere Systeme beeinflussen: Sie können zum Beispiel dafür sorgen, dass sich mehr Blutgefäße zum Tumor hin bilden, um ihn besser zu versorgen. Nicht zuletzt manipulieren Krebszellen Immunzellen, wodurch Botenstoffe freigesetzt werden, die tumorfördernd wirken, während tumorhemmende Mechanismen reduziert werden.

Diese und andere tumorspezifische Eigenschaften ermöglichen es den Krebszellen zu überleben, sich rasch zu vermehren und sich unbemerkt im Körper zu bewegen. Der Tumor schafft sich durch zelluläre Veränderungen eine für ihn günstige Umgebung.

Krebszellen Immunzellen

Ansatz der Mikroimmuntherapie bei Krebs

Überblick: Rolle der Mitochondrien bei der Krebsprävention

Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen. Im letzten Beitrag haben wir uns diese lebenswichtigen Organellen bereits genauer angesehen und geschaut, was passiert, wenn ihre Funktion gestört ist. Hier kannst Du den Artikel „Mitochondriale Erkrankungen – Was passiert, wenn unsere Kraftwerke schwächeln?“ nachlesen.

Auch beim Thema Krebs beziehungsweise Krebsprävention spielen die Mitochondrien eine wichtige Rolle. Sie stehen unter anderem in engem Zusammenhang mit dem Energiestoffwechsel und dem Zelltod, die beide von Tumorzellen negativ beeinflusst und manipuliert werden.

Im Folgenden werden einige wichtige Aspekte dargestellt, die die Rolle der Mitochondrien bei Krebserkrankungen verdeutlichen.

  • Energiestoffwechsel: Krebszellen haben einen speziellen Stoffwechsel. Dieser wird als „aerobe Glykolyse“ oder „Warburg-Effekt“ bezeichnet. Krebszellen decken ihren Energiebedarf vor allem durch die Verstoffwechselung von Glukose – auch in Abwesenheit von Sauerstoff. Sie nutzen also nicht die effizientere oxidative Phosphorylierung in den Mitochondrien, da diese in Krebszellen häufig geschädigt oder dysfunktional sind.
  • Mutationen der mitochondrialen DNA: Durch den Einfluss von Krebszellen kann die mitochondriale DNA verändert werden, was zu einer Fehlfunktion der Mitochondrien führt. Diese Mutationen beeinträchtigen die mitochondriale Atmungskette und stören die Energieproduktion. In der Folge werden lebenswichtige Zellen und Organe nicht mehr ausreichend versorgt.
  • Apoptose: Zu den Aufgaben der Mitochondrien gehört auch die Regulation des programmierten Zelltods (Apoptose). Werden normale Zellen geschädigt, infiziert oder ist ihre DNA stark mutiert, aktivieren sie die Apoptose. Krebszellen haben jedoch einen Weg gefunden, diesen Prozess zu umgehen, indem sie anti-apoptotische Proteine produzieren. Damit blockieren sie die Apoptosemechanismen der Mitochondrien und überleben trotz gefährlicher Mutationen.
  • ROS-Produktion: Als Nebenprodukt der Atmungskette in den Mitochondrien entstehen in den Zellen reaktive Sauerstoffspezies (ROS). Dabei handelt es sich um Radikale, die in überhöhter Konzentration zu oxidativem Stress führen, der die Zellstruktur und das Erbgut schädigt. ROS stehen auch im Verdacht, tumorfördernde Entzündungsprozesse zu begünstigen. Eine Fehlfunktion der Mitochondrien, die zur vermehrten Ausschüttung von ROS beiträgt, kann somit Gewebeschäden und Krebs begünstigen.
  • Tumorsuppressorgene: Das Protein p53 ist ein Tumorsuppressorgen und wird auch als „Wächter des Genoms“ bezeichnet. Es überwacht Zellen, leitet DNA-Reparaturprozesse ein und ist an der Apoptose beteiligt, wenn Schäden an den Mitochondrien erkannt werden. Bei Krebserkrankungen liegt dieses Protein häufig in mutierter Form und in großen Mengen vor. Dadurch schalten Krebszellen die Kontrollinstanz von Tumorsuppressorgenen wie p53 gezielt aus. Die Folge ist eine Fehlfunktion der Mitochondrien, die wiederum die Apoptose blockiert.

Was bedeuten diese Erkenntnisse für die Krebsprävention und -therapie?

Die genannten Aspekte zeigen, dass Mitochondrien eine entscheidende Rolle bei der Entstehung und Entwicklung von Krebs spielen. Die Bedeutung der Mitochondrien im Krebsstoffwechsel und bei der Apoptose weckt das Interesse an mitochondrialen Ansätzen in der Krebstherapie. Untersucht wird unter anderem, ob und wie sich Hemmstoffe des glykolytischen Stoffwechsels oder antioxidative Enzyme in den Mitochondrien auf Tumorzellen auswirken. Auch der Einsatz mitochondriengeregelter Chemotherapeutika wird erforscht. Ein besseres Verständnis der mitochondrialen Funktionen – insbesondere bei Krebs – könnte zu neuen diagnostischen und therapeutischen Ansätzen führen und helfen, Krebs effektiver zu bekämpfen.

Der Ansatz der Mikroimmuntherapie: Mitochondrienregulierung und Krebstherapie

Damit sich der Körper aktiv gegen mutierte Zellen wie Tumorzellen wehren kann, sind ein intaktes Immunsystem und eine fehlerfreie Funktion der Mitochondrien unabdingbar. Liegt in diesem komplexen System ein Fehler vor, können tumorfördernde Prozesse begünstigt und tumorbekämpfende Mechanismen wie die Apoptose manipuliert werden.

An diesem Punkt setzt die Mikroimmuntherapie an. Sie nutzt körpereigene Botenstoffe wie Zytokine, mit dem Ziel, fehlerhafte Immunreaktionen auszugleichen. Unter anderem soll das Gleichgewicht zwischen T-Helferzellen (entzündungsfördernde TH1-Zellen und entzündungshemmende TH2-Zellen) wiederhergestellt werden. Anhaltende Entzündungsreaktionen, oxidativer Stress oder auch unzureichende Immunreaktionen können so sanft und mit natürlichen Inhaltsstoffen korrigiert werden. Durch die Modulation soll eine adäquate Immunantwort wieder möglich und die Gesundheit von innen heraus unterstützt werden.

Die Mikroimmuntherapie kann auch auf die Mitochondrien einwirken. Für die verschiedenen Anwendungsgebiete stehen unterschiedliche, spezifische Formeln zur Verfügung, so auch für die Mitochondrienregulierung. Die Mikroimmuntherapie hat das Ziel, anhaltende Entzündungsreaktionen und oxidativen Stress, der durch eine Fehlfunktion der Mitochondrien hervorgerufen wird, zu reduzieren. Darüber hinaus soll die Expression des Enzyms Lipoproteinlipase (LPL) auf Makrophagen reduziert werden, da diese Expression ebenfalls die Entzündungsneigung erhöhen und die Mitochondrienfunktion einschränken kann. Ebenso kann die mitochondriale Apoptose durch die Mikroimmuntherapie reguliert werden, um das natürliche Gleichgewicht zwischen entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Prozessen wiederherzustellen.

Wie finde ich einen Spezialisten für Mikroimmuntherapie?

Die Mikroimmuntherapie ist ein sehr komplexer und natürlicher Ansatz zur Modulation des Immunsystems und zur Regulierung der Mitochondrien. Mit ihrer Hilfe können Therapien für verschiedene Erkrankungen ergänzt und in ihrer Wirksamkeit unterstützt werden. Die Mikroimmuntherapie eignet sich auch sehr gut zur präventiven Unterstützung der Gesundheit.

Unsere Mikroimmuntherapeutinnen und Mikroimmuntherapeuten informieren Dich gerne ausführlich über die individuellen Vorteile der Mikroimmuntherapie für Dich und Deine Familie. Eine Expertin oder einen Experten in Deiner Nähe findest Du ganz einfach über unsere Online-Therapeutensuche.

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Tipps für eine gesunde Lebensweise

Ernährung
Zu den Grundsätzen einer gesunden Ernährung gehören vor allem viel Gemüse und Obst, Vitamine und Vollkornprodukte. Gemüse sollte am besten roh, gekocht oder gedünstet verzehrt werden, da beim Braten und Backen Schadstoffe entstehen können. Bereite Deine Speisen mit frischen Zutaten selbst zu und verwende Gewürze und Kräuter. Spare dagegen mit Salz und Zucker. Vermeide auch industriell hergestellte Fertigprodukte, da diese gesundheitsschädliche Zusatzstoffe enthalten können.

Trinken
Zu einer gesunden Ernährung gehört auch, viel zu trinken. Geeignet sind vor allem Wasser und ungesüßte Tees. Man sollte Softdrinks nur in Ausnahmefällen trinken, da sie meist viel Zucker oder andere Süßstoffe enthalten.

Sport
Wer regelmäßig Sport treibt, steigert nicht nur sein Wohlbefinden, sondern auch seine körperliche, geistige und soziale Gesundheit. Bewegung bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und versorgt so die einzelnen Organe und Zellen mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff. Zudem wird die Muskulatur gestärkt. Am besten ist regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Bewegungsmangel ist häufig ein Risikofaktor für verschiedene Krankheiten, darunter auch Krebs.

Krebsprävention Lebensstil

Schlaf
Ein wichtiges Thema ist die Schlafgesundheit. Im Schlaf finden entscheidende Regenerationsprozesse statt. Außerdem tanken Körper und Geist Energie für den nächsten Tag. Achte daher auf einen regelmäßigen und erholsamen Schlaf. Forscher haben herausgefunden, dass sich schon wenige Stunden zu wenig Schlaf negativ auf die Funktion von Zellen generell und im Spezifischen von Immunzellen auswirken.

Achtsamkeit/Stress
Anhaltender Stress versetzt den Körper in eine chronische Alarmbereitschaft. Auf Dauer kann sich Stress negativ auf verschiedene Systeme auswirken und zu oxidativem Stress beitragen. Dies führt häufig zu Entzündungsreaktionen und Gewebeschäden. Deshalb ist es wichtig, Stress so weit wie möglich zu reduzieren und auf die körperliche und seelische Gesundheit zu achten. Nimm Dir gelegentlich eine Auszeit von stressigen Situationen sowie schlechten und belastenden Nachrichten und genieße bewusst Ruhe und Erholung.   

Vorsorge
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, um mögliche Gefahren und Veränderungen frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Befolge hier die ärztlichen Ratschläge und nimm die Termine wahr. Zusätzlich kannst Du durch einen gesunden und aktiven Lebensstil die Vorsorge aktiv unterstützen.

Alkohol/Rauchen
Alkohol und Nikotin gehören zu den Genussmitteln, die gesundheitliche Probleme begünstigen können. Sie können das Absterben gesunder Zellen beschleunigen und die Blutgefäße verengen, was wiederum die Versorgung des Körpers behindert. Verzichte am besten auf Rauchen und Alkohol.

Sonne/UV-Strahlung
Ein Aufenthalt an der frischen Luft fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden. Auch Sonnenlicht ist ein wichtiger Faktor, denn die UV-Strahlung sorgt dafür, dass der Körper Vitamin D produziert. Eine übermäßige Sonnenexposition kann jedoch das Risiko von DNA-Veränderungen in den Zellen erhöhen, was wiederum zur Bildung von Tumoren (z. B. Hautkrebs) beitragen kann. Schütze Deine Haut daher mit Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, trage geeignete Kleidung und halte Dich nicht zu lange in der prallen Sonne auf.

Übergewicht
Übergewicht erhöht das Risiko für verschiedene gesundheitliche Beschwerden und Krankheiten. Um Deine Gesundheit zu unterstützen, solltest Du daher auf Ihr Normalgewicht achten und dieses möglichst konstant halten. Weitere Tipps wie gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und erholsamer Schlaf helfen Dir dabei.

Mallorca-Symposium 2024

Vom 7. bis 10. März 2024 fand das Symposium der Mikroimmuntherapie auf Mallorca statt. Im Mittelpunkt der Fachveranstaltung der MeGeMIT stand unter anderem unsere Kraftwerke der Zellen: die Mitochondrien. In den Vorträgen ging es zum Beispiel um die Chancen einer regulatorischen Therapie für die Stabilität der Gesundheit und um Entwicklungen in Forschung und Wissenschaft. Die Präsentatoren erläuterten und diskutierten ausführlich die Rolle der Mitochondrien bei Krebs sowie die Rebalancierung der Tumormatrix mittels Mikroimmuntherapie.

Weitere Informationen findest Du hier: Mallorca Symposium 2024.

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Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie.
Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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Wie erkennt man Hautkrebs Vorsorge und Behandlung

Immunsystem und Hautgesundheit: Wie erkennt man Hautkrebs?

Wie erkennt man Hautkrebs Vorsorge und BehandlungSommer, Sonne, Schreckmoment? UV-Strahlung hat Einfluss auf unsere Haut. Das reicht von der leichten Sommerbräune über eine vorzeitige Hautalterung bis hin zu schweren Veränderungen im Erbgut, die letztendlich auch zu Tumoren führen können. In den letzten 20 Jahren sind die Fallzahlen von Hautkrebs deutlich angestiegen. Wie erkennt man Hautkrebs? Wie wird er behandelt? Und welche Möglichkeiten hast Du, Dich gegen Hautkrebs zu schützen?

Die Sonne sendet das ganze Jahr über UV-Strahlung zu uns auf die Erde. Ein Teil wird dabei gefiltert, ein anderer Teil trifft jedoch auf unsere Haut und gelangt bis in die tiefen Gewebe- und Zellschichten vor. Insbesondere zur Sommerzeit ist die UV-Belastung häufig sehr hoch, da auch die Sonnenstunden und die Sonnenintensität stärker ausfallen. Um Hautkrebs aktiv vorzubeugen, ist der individuelle Sonnenschutz sehr entscheidend – das ist uns im Allgemeinen bereits bekannt. Aber wusstest Du auch, dass das Immunsystem ebenso dazu beiträgt, entartete Zellen frühzeitig zu erkennen und unschädlich zu machen? Richtig – denn einem Immunsystem, das sich nicht in Balance befindet, können Fehler unterlaufen. Daher ist es so wichtig, die Immunbalance – Homoöstase genannt – in dem Fall über eine feine Modulierung, wie mithilfe der Mikroimmuntherapie, wiederherzustellen.

Inhaltsverzeichnis

Was passiert im Körper bei Kontakt mit Sonnenstrahlung?

Sonne tut der Haut gut, aber sie kann ihr ebenso schaden. Zu den positiven Auswirkungen der Sonnenstrahlung auf den Körper gehören die Produktion von Vitamin D und die Ausschüttung von Hormonen, die uns vor allem glücklich machen und motivieren. Auch auf unseren Tages- und Schlafrhythmus nimmt die Sonne Einfluss.

Insbesondere ein übermäßiger und ungeschützter Kontakt mit UV-Strahlung kann jedoch auch unliebsame Folgen für die Gesundheit haben. Die ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) ist für das menschliche Auge unsichtbar, hat aber gleichzeitig die stärksten Auswirkungen auf Haut und Augen. Sie unterteilt sich in UV-A, UV-B und UV-C mit jeweils unterschiedlicher Wellenlänge. UV-A-Strahlung dringt dabei tiefer in das Gewebe ein als UV-B-Strahlung. UV-C erreicht unsere Erdoberfläche nicht.

UV-Strahlung wird von den Zellen im Körper aufgenommen (absorbiert). Unabhängig von der Intensität führt sie somit immer zu gewissen Beeinflussungen und Veränderungen. Vor allem unser Erbgut, die DNA, wird durch UV-Strahlung verändert, wodurch es zu Zellschädigungen und Zellmutationen kommen kann.

Der Körper besitzt natürliche Schutzmechanismen gegen Sonnenschäden. Durch den Hautfarbstoff Melanin wird die Haut gebräunt und die Filterung der UV-Strahlung somit erhöht. Zudem repariert der Körper Zellschäden, die durch UV-Strahlung entstehen. Allerdings kann er das nur zu einem gewissen Grad: Bei übermäßiger, langer und intensiver Bestrahlung sowie bei Sonnenbränden reichen die natürlichen Prozesse irgendwann nicht mehr aus und es kann zu bleibenden Schäden und Hautkrebs kommen. Dann stellt sich die Frage: Wie erkennt man Hautkrebs und was kann man tun?

Welche Arten von Hautkrebs gibt es?

„Schwarzer Hautkrebs“: Der umgangssprachlich als „schwarzer Hautkrebs“ bezeichnete Hauttumor wird in der Medizin auch malignes Melanom genannt. Er entsteht durch eine Entartung der Pigmentzellen in der Haut. Von allen Hautkrebsvorfällen macht das maligne Melanom etwa 10 Prozent aus.

„Weißer Hautkrebs“: Beim hellen Hautkrebs werden zwei Formen unterschieden. Das Basalzellkarzinom (Basaliom) ist mit etwa drei Viertel der Gesamterkrankungen die häufigste Form von Hautkrebs. Neben ihm gibt es noch das Plattenepithelkarzinom (Spinaliom oder Stachelzellkarzinom).

Weitere Hautkrebsarten treten sehr viel seltener auf. Zu ihnen gehört beispielsweise das Merkelzellkarzinom.

Hautkrebs Wissen

Wie erkennt man Hautkrebs? Wissen und Zahlen zum Krankheitsbild

Aktuelle Zahlen zu Hautkrebs

  • Von 2001 bis 2021 sind die Fälle von Hautkrebs, die im Krankenhaus behandelt werden mussten, um etwa 75 Prozent gestiegen (von ca. 61.000 auf ca. 106.000)
  • Die Fälle von hellem Hautkrebs stiegen im gleichen Zeitraum von ca. 38.400 auf 82.100, also um rund 114 Prozent
  • Mit schwarzem Hautkrebs mussten im Jahr 2021 etwa 23.700 Menschen stationär behandelt werden (rund 7 Prozent mehr als im Jahr 2001)
  • Hautkrebs ist mit 7,4 Prozent aller stationären Krebsbehandlungen auf Platz 4 der Diagnosen und reiht sich nach Lungen- und Bronchialkrebs (13 %), Darmkrebs (9 %) und Brustkrebs (9 %) ein
  • Männer sind mit rund 58 Prozent der stationären Behandlungen häufiger betroffen als Frauen
  • Auch die Letalitätsrate von Hautkrebs ist in den letzten 20 Jahren um 55 Prozent gestiegen
  • Hauptrisikogruppe für Hautkrebs sind ältere Menschen zwischen 70 und 80 Jahren

Welche Rolle spielt das Immunsystem bei Zellveränderungen?

Bei Tumorzellen handelt es sich um mutierte oder entartete Zellen, die sich vermehren und ausbreiten können. Da es sich nicht länger um gesunde Zellen des menschlichen Körpers handelt, schädigen sie verschiedene Abläufe und führen zu Beschwerden und Funktionseinschränkungen. Das Immunsystem ist keinesfalls machtlos gegen Krebszellen. Es ist in der Lage, die gefährlichen Zellen zu erkennen und auch zu vernichten. Allerdings entwickeln Tumorzellen bestimmte Mechanismen, mit denen sie der körpereigenen Abwehr entkommen können. Die Tumorzellen können sich sowohl „tarnen“ als auch die Immunabwehr so weit schwächen, dass das Immunsystem weniger effektiv gegen sie vorgehen kann.

Durch eine gezielte Modulierung des Immunsystems kann der Körper darin unterstützt werden, gegen entartete Krebszellen vorzugehen und diese zu entfernen. Außerdem werden die allgemeine Gesundheit und die Abwehr durch ein intaktes Immunsystem gestärkt, was bei der Tumorbehandlung oft äußerst positive Auswirkungen hat. Ist der Körper allgemein gut gewappnet, kann er mit der Tumorbehandlung (u. a. Bestrahlung, Chemotherapie) besser umgehen und die Nebenwirkungen lassen sich reduzieren.

Die Mikroimmuntherapie bei Hautkrebs – natürliche Regulation Deiner Immunabwehr

Die Anfänge der Mikroimmuntherapie sind stark mit der Tumortherapie verbunden. Dr. Maurice Jenaer, der Begründer der Mikroimmuntherapie, beschäftigte sich zunächst sehr stark mit dem Zusammenhang von Krebserkrankungen und einer möglichst unschädlichen sowie nebenwirkungsfreien Immuntherapie, die mit sehr stark verdünnten Wirkstoffdosierungen arbeitet. Als komplementäre Krebstherapie liegt das Ziel der Mikroimmuntherapie vor allem darin, sich das Wissen über das Verhalten der Krebszellen zunutze zu machen.

Mithilfe von Zytokinen, die auch der Körper selbst nutzt, werden gezielt bestimmte Wirkungsweisen angestrebt. Dabei fördert die Mikroimmuntherapie jene Prozesse, die den Tumor bekämpfen, und bremst die Mechanismen aus, die tumorfördernd sind. Dadurch wirkt sie auch der Vermehrung und Ausbreitung von Tumorzellen entgegen. Die Formeln der Mikroimmuntherapie sind auf die jeweilige Krebsart speziell ausgerichtet.

Hier einige Beispiele, wie Zytokine die Immunabwehr sanft modulieren und eine gezielte Wirkungsweise bei der Krebsbekämpfung hervorrufen können:

  • Typ-I-Interferone (z. B. IFN-α): fördern den glykolytischen Stoffwechsel und die Reifung dendritischer Zellen (antigenpräsentierende Zellen), die eine Immunantwort einleiten
  • Typ-II-Interferone (z. B. IFN-γ): fördern den glykolytischen Stoffwechsel in M1-Makrophagen, die mit proinflammatorischer Aktivität zur Tumorabwehr beitragen
  • Interleukin-2 (IL-2): fördert TH1-Lymphozyten, zytotoxische CD8+-T-Lymphozyten und NK-Zellen, die die antitumorale Immunantwort steuern
  • Interleukin-10 (IL-10): hemmt die Glukoseaufnahme und Glykolyse in den Makrophagen, die als tumorfördernde Prozesse gelten

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Wie erkennt man Hautkrebs? Diagnose, Behandlung und Prävention

ABCDE-Regel zur Selbstuntersuchung

Wie erkennt man Hautkrebs Selbstcheck

Hautkrebs zeigt sich als Hautveränderungen. Daher ist es empfehlenswert, bestimmte Hautmerkmale im Blick zu behalten und mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Zur Selbstuntersuchung eignet sich die sogenannte ABCDE-Regel.

Regelmäßige Vorsorge: Wie oft sollte man zum Hautkrebs-Screening?

Die eigene Haut und Pigmentmale im Auge zu behalten, ist ein erster wichtiger und hilfreicher Schritt, um frühzeitig Veränderungen zu bemerken und darauf zu reagieren. Nicht jede Veränderung oder besonderes Merkmal eines Hautflecks muss sogleich ein Risiko darstellen. Doch wie erkennt man Hautkrebs sicher? Dafür muss die Haut zusätzlich in regelmäßigen Abständen von einem Facharzt mit entsprechender Expertise kontrolliert werden. Per Blickdiagnose und mithilfe einer speziellen Lupe werden die Hautflecken genau betrachtet und analysiert. Bei Verdachtsbefunden kann auch eine kleine Gewebeprobe im Labor untersucht werden.

Dermatologen empfehlen die Hautkrebsvorsorge (das sogenannte Screening) einmal pro Jahr. Die meisten Krankenkassen übernehmen die Untersuchung alle zwei Jahre ab dem 35. Lebensjahr. Zusätzliche Untersuchungen oder Kontrollen vor dem 35. Lebensjahr sind problemlos als freiwillige Leistungen möglich.

Wichtig zu erwähnen ist, dass die Hautkrebsvorsorge nicht vor der Entstehung von Hautkrebs schützt. Sie hilft jedoch, mögliche Veränderungen sehr frühzeitig zu erkennen und sie zu behandeln, bevor sich die Tumoren verstärken und ausbreiten können. Dadurch sind die Heilungschancen sehr gut.

Achte zudem auf eine optimale Prävention, indem Du:

  • Sonnenschutz trägst (vor allem im Sommer, aber nicht ausschließlich nur zur Sommerzeit) und diesen regelmäßig erneuerst,
  • zu einem hohen Sonnenschutz greifst, wenn Du Dich in der Sonne aufhälst,
  • Sonnencreme nicht länger als ein Jahr benutzt,
  • die pralle Mittagssonne meidest,
  • entsprechende Kleidung trägst (z. B. Sonnenhut),
  • auch die Augen schützt (Sonnenbrille mit entsprechenden Filtern)

Wie wird Hautkrebs behandelt?

Die Behandlung von Hautkrebs richtet sich nach der Art, der Größe und der Stelle des Tumors. Die Therapie berücksichtigt auch weitere Faktoren wie beispielsweise das Alter des Patienten. In vielen Fällen ist eine Operation, bei der der Tumor möglichst vollständig entfernt wird, angeraten. Zusätzlich können Chemo- oder Strahlentherapie ratsam sein. Ebenfalls in den Leitlinien enthalten ist die Immuntherapie bei Krebs. Die Mikroimmuntherapie ist dabei eine besondere Form der Immuntherapie, die mit sehr starken Verdünnungsstufen arbeitet – sie ist eine Low-Dose-Immuntherapie. Sie kann die herkömmliche Hautkrebsbehandlung synergistisch ergänzen, ohne aggressiv in die natürlichen Abläufe einzugreifen.

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Die Mikroimmuntherapie ist eine sanfte Form der Immuntherapie, die mit natürlichen Wirkstoffen in geringen Dosierungen (low dose und ultra-low dose) arbeitet. Sie bietet für den Bereich der Immunologie eine bedeutsame Rolle. Doch was ist Immunologie genau? Wie helfen die immunologische Forschung und Medizin dabei, Erkrankungen möglichst frühzeitig zu erkennen und deren Ausbruch eventuell sogar gänzlich zu verhindern? Wir geben Ihnen einen kleinen Überblick über dieses spannende Fachgebiet und über immunologische Erkrankungen sowie deren Behandlungsmöglichkeiten mithilfe der Mikroimmuntherapie.   

Immunologie: die Lehre der körperlichen Abwehr

Die Immunologie ist ein Fachbereich innerhalb der medizinischen und biologischen Wissenschaft. Sie beschäftigt sich mit dem komplexen System der körpereigenen Abwehr. Dazu gehören alle biologischen und biochemischen Abläufe der Immunantwort. Von großer Bedeutung für die Frage „Was ist Immunologie?“ ist somit unser Immunsystem

Die Immunologie befasst sich damit, welche Krankheitserreger (z. B. Bakterien, Viren, Pilze) es gibt, wie diese auf den Körper einwirken und vor allem, wie der Körper sich dagegen zur Wehr setzt und sich vor ihnen wappnet. Auch körperfremde Stoffe und Entartung körpereigener Zellen zählen dazu. Weitere Forschungsfelder sind mögliche Fehlfunktionen des Immunsystems, aus denen sich Autoimmunkrankheiten, Allergien oder Krebserkrankungen entwickeln können, sowie die Immunität durch Impfungen.

Was genau macht ein Immunologe?

Immunologinnen und Immunologen finden sich sowohl in der Forschung und Wissenschaft als auch in der Praxis. In Laboren werden bestimmte biologische und biochemische Reaktionen des tierischen beziehungsweise menschlichen Körpers auf unterschiedliche Erreger und Stoffe wie Bakterien, Viren oder Gifte getestet. Auch an Präventionsmaßnahmen, Medikamenten und Impfstoffen wird dabei geforscht, um die natürliche Immunabwehr zu stärken und zu unterstützen beziehungsweise Immunität gegen bestimmte Erreger zu erreichen.

Für Ärzte im Bereich der Immunologie zählen die Diagnose, Prävention und Behandlung von immunbedingten Erkrankungen zum beruflichen Alltag. Sie arbeiten nach den Forschungserkenntnissen der immunologischen Biologie und Medizin. Neben allgemeiner Immunologie können die Fachbereiche auch Infektiologie oder Allergologie sein. Zu den häufigen Erkrankungen, mit denen Immunologinnen und Immunologen vertraut sind, gehören unter anderem Allergien, Asthma oder Krebserkrankungen.

Exkurs: so arbeitet unser Immunsystem

Das menschliche Immunsystem ist hochkomplex und besteht aus verbundenen Organen und Zellen, die Krankheitserreger, Fremdstoffe oder entartete Zellen schnell unschädlich machen. Die Kommunikation erfolgt über Zytokine. Immunreaktionen sind Entzündungsprozesse zur Zerstörung der Erreger und unterteilen sich in angeborene und erlernte Immunantworten.

1. Angeborenes Immunsystem

Zu den Schutzfunktionen des Körpers gehören beispielsweise die Hautbarriere und die Darmbarriere. Sie wehren potenzielle Krankheitserreger ab. Sollten sie durchbrochen werden, wird der körperfremde Stoff vom Immunsystem lokalisiert und die angeborene Immunantwort tritt in Kraft. Spezielle Immunzellen (weiße Blutkörperchen oder Leukozyten) werden aktiviert. Zu ihnen gehören Makrophagen (Fresszellen), Granulozyten, dendritische Zellen, Monozyten, Mastzellen und natürliche Killerzellen. Sie bilden die zelluläre Abwehr.

Auch Botenstoffe spielen für die angeborene Immunantwort eine wichtige Rolle. Es gibt eine Vielzahl solcher Botenstoffe im Körper, die auf unterschiedliche Weise auf Erreger wie Bakterien einwirken. Sie stellen die humorale Abwehr dar. Ebenso setzt der Körper bestimmte Proteine zur Abwehr ein.

2. Erlerntes Immunsystem

Wenn das angeborene Immunsystem nicht ausreicht, aktiviert sich das erlernte Immunsystem durch Zytokine. Den spezifischen Immunzellen, darunter Dendritische Zellen, B-Zellen und T-Zellen, werden Erregerstücke (Antigene) präsentiert. Diese Antigene setzen erlernte Reaktionen auf den Erreger in Gang.

Die erlernte oder spezifische Immunantwort zeichnet sich durch eine hohe Anpassungsfähigkeit aus. Beim Kontakt mit einem Erreger speichert es die Informationen in sogenannten Gedächtniszellen ab und kann sie bei einem späteren Kontakt schnellstmöglich abrufen. Dadurch wird ein Ausbruch der Krankheit reduziert oder sogar gänzlich vermieden. B-Zellen produzieren Antikörper, die spezifisch auf das Antigen ausgerichtet sind.

Neben den Gedächtniszellen bleiben nach der Infektion auch diese Antikörper im Organismus erhalten. Diese sind in der Lage, die entsprechenden Erreger sofort zu erkennen und sich an sie zu binden. Das löst wiederum andere Zellen aus, die die Erreger dann unschädlich machen. T-Zellen sind hingegen in der Lage, bestimmte Erreger sogleich zu zerstören.

Angeborenes und erlerntes Immunsystem

Der Ablauf der Immunreaktion: Das Immunsystem reagiert auf Fremdkörper und Erreger. Je nach Eindringling wird alleinig das angeborene Immunsystem aktiviert oder es wird das erlernte Immunsystem zu Hilfe geholt.

Was sind immunologische Erkrankungen?

Als immunologische Erkrankungen werden Krankheiten zusammengefasst, die das Immunsystem betreffen. Dazu gehören die Immunschwäche und Autoimmunkrankheiten.

Wie vorab erwähnt, handelt es sich bei den einzelnen Immunreaktionen um Entzündungsprozesse, die dazu beitragen, dass der Körper gesund und unbeschadet bleibt. In einigen Fällen kann es jedoch passieren, dass sich diese wichtige Schutzfunktion gegen das eigene und gesunde Gewebe richtet. Das wird als Autoimmunerkrankung bezeichnet.

Wodurch Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden, ist noch nicht abschließend geklärt. Fest steht, dass das Immunsystem normale und gesunde Strukturen beziehungsweise Zellen fehlerhaft als potenzielle Gefahren einstuft und die gewohnten Immunreaktionen in Gang setzt. Dadurch kommt es zu wiederkehrenden oder anhaltenden Entzündungen, die auf Dauer zu irreparablen Schäden am Gewebe beitragen.

Erfahre hier noch mehr zu den MHC-Proteinkomplexen: ➤ MHC-Moleküle – der „Personalausweis“ der Immunität.  

Beispiele für Autoimmunerkrankungen

  • Multiple Sklerose 
  • Rheumatoide Arthritis
  • Diabetes mellitus Typ 1
  • Morbus Basedow
  • Hashimoto-Tyhreoiditis
  • Lupus erythematodes
  • Allergien
  • Psoriasis

Was ist eine Immunschwäche?

Die Immunschwäche (der Immundefekt) bezeichnet eine Störung der natürlichen Funktionsweise des Immunsystems, die zu unterschiedlichen Beeinträchtigungen führen kann. Sie äußert sich als Abwehrschwäche. Das bedeutet, dass das Immunsystem nicht in der Lage ist, adäquat auf Erreger oder Einflüsse zu reagieren, wodurch es leichter zu Erkrankungen wie Infektionen kommen kann. Unterschieden werden dabei eine primäre (vererbte) Immunschwäche und eine sekundäre (erworbene) Immunschwäche.

Die Bedeutung von Impfungen in der Immunologie

Bei der Frage „Was ist Immunologie?“ zählt zu den bedeutsamen Errungenschaften dieses Bereichs auch die Impfung. Das Ziel einer Impfung ist es, das immunologische Gedächtnis zu unterstützen, also die Bildung von Gedächtniszellen und Plasmazellen (antikörperbildende B-Zellen) zu fördern. Eine Impfung ruft den natürlichen Ablauf einer erlernten Immunantwort hervor beziehungsweise forciert ihn. Dadurch lernt das Immunsystem, mit einem bestimmten Erreger umzugehen, verringert das Risiko für eine Infektion und hält die Intensität der Infektion möglichst gering.Immuntherapie und Mikroimmuntherapie

Eine weitere Form von Training für das Immunsystem sind die Immuntherapie und die Mikroimmuntherapie. Beide Formen nutzen körpereigene Mechanismen und Stoffe, die das Immunsystem selbst verwendet, um Erreger und entartete Zellen zu bekämpfen. 

Das Besondere an der Mikroimmuntherapie ist dabei, dass sie eine Low-Dose-Immuntherapie ist. Die Mikroimmuntherapie moduliert und trainiert das Immunsystem sanft durch die Wirkstoffe, die in geringsten Dosierungen vorliegen. Die Verdünnungsstufe (Potenzierung) der Wirkstoffe richtet sich dabei jeweils nach dem Einsatzzweck der Therapie. So ermöglicht sie beispielsweise, bei einer unzureichenden Immunreaktion aktivierend auf das Immunsystem einzuwirken, während sie bei einer Allergie die überschießende Immunantwort hemmt. Das Ziel ist es in jedem Fall, das Immunsystem und seine Folgereaktionen wieder in ein natürliches Gleichgewicht zu bringen, ohne aggressiv in den Ablauf einzugreifen.

Was ist Immunologie? – Erklärt am Beispiel Demenz

Bei Demenz kommt es aufgrund einer Überaktivität bestimmter Zytokine zu Eiweißansammlungen im Gehirn (Plaques), die zu Entzündungen (Neuroinflammation) und schließlich zu unumkehrbaren Schäden an den Synapsen führen. Infolgedessen nimmt die Gedächtnisleistung ab und auch Fähigkeiten werden zunehmend eingeschränkt. Wie eine Demenzerkrankung abläuft, haben wir in unserem letzten Beitrag ausführlicher behandelt. Sie können ihn hier nachlesen: ➤ Lässt sich Demenz aufhalten?

Eine erhöhte Aktivität des Immunsystems im Gehirn lässt sich häufig schon feststellen, bevor die ersten Anzeichen einer Demenz auftreten. Dafür nutzen Forscher und Mediziner bestimmte Proteine, die im Nervenwasser nachgewiesen werden. Diese Proteine dienen als sogenannte Biomarker, die Entzündungsprozesse im Gehirn nachweisen können. Manche dieser Entzündungsmarker sind bereits aktiv, lange bevor es zu den typischen Symptomen der Alzheimer-Demenz kommt, wie die ➤ Studie der DZNE und UKB verdeutlicht. Studienleiter Prof. Michael Heneka spricht von einer geschätzten Vorlaufzeit von mindestens zehn bis 20 Jahre vor der eigentlichen Demenzerkrankung.

Mit diesen Erkenntnissen lässt sich eine frühzeitige Therapie beziehungsweise Prävention einleiten, um spätere Folgen einer Demenz möglichst signifikant senken zu können. Dabei konzentriert man sich vor allem auf das Immunsystem im Gehirn: Eine Modulation verringert die Ausschüttung der Zytokine, sodass im besten Fall keine weiteren Eiweißablagerungen im Gehirn entstehen und die Proteine auf natürliche Weise abgebaut werden können. Sowohl die Neuroinflammation als auch die Risiken für Folgen wie Gedächtnisstörungen können somit reduziert werden. An diesem Punkt setzt die Mikroimmuntherapie an: Mit natürlichen Wirkstoffen ist es ihr Ziel, das immunitäre Gleichgewicht sanft wiederherzustellen. Die übermäßige Ausschüttung von Zytokinen, wie im Fall der Demenz-Erkrankung, soll durch Wirkstoffe in entsprechender Potenzierung gehemmt werden. Da die Wirkstoffe in sehr geringen Dosierungen vorliegen, sind die Nebenwirkungen erfahrungsgemäß sehr gering.

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In unserem Blog findest Du neben diesem Artikel noch weitere interessante Beiträge zu den Themen Demenz und Gesundheit im Alter. Einige Newsartikel, die Du lesen kannst, haben wir Dir hier verlinkt. Zudem findest Du nachstehend einen medizinischen Beitrag von Dr. med. Petra Blum sowie den Link zur Patientenbroschüre „Mikroimmuntherapie & Well-Aging“:

Was ist die Mikroimmuntherapie?

Was sind Autoimmunerkrankungen? Wenn der Körper gegen sich selbst kämpft

Immunsystem von A bis Z

Immundefekt – eine Gefahr für die Gesundheit

 

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Frauenkrankheiten sanft behandeln

Typisch Frau? Welche Frauenkrankheiten gibt es und wie lassen sie sich sanft behandeln?

Frauenkrankheiten sanft behandelnEventuell hast Du schon einmal davon gehört: Ein Großteil der medizinischen Richtlinien und zum Beispiel Medikamentenzusammensetzungen sind auf den Organismus eines durchschnittlichen Mannes abgestimmt. Dabei gibt es in zahlreichen Bereichen wichtige Unterschiede, was Symptome und Behandlungen bei Frauen und Männern angeht. Typisch Frau und typisch Mann stellen dabei im Grunde keine bloßen Klischees dar – auch wenn es diese natürlich auch gibt –, sondern beziehen sich auf Unterschiede wie durchschnittliche Körpergröße, durchschnittliches Gewicht, hormonelle Zusammensetzung, spezifische Organfunktionen und vieles mehr. Was sind häufige beziehungsweise spezielle Erkrankungen von Frauen? Wie lässt sich die Frauengesundheit aktiv unterstützen? Welche Vorteile bietet die Mikroimmuntherapie bei typischen Frauenkrankheiten?

Wichtig: Individualität spielt immer eine Rolle

Zwar unterteilen wir in diesem Artikel zwischen biologischen Frauen und Männern, dennoch ist es entscheidend, darauf hinzuweisen, dass es immer individuelle Abweichungen und Besonderheiten geben kann. Kein Körper und kein Organismus sind von Frau zu Frau identisch. Es gibt bestimmte medizinische Eigenschaften, die sich zwischen den Geschlechtern feststellen lassen, beziehungsweise häufig vorliegen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie auf jedes Individuum des jeweiligen biologischen Geschlechts zutreffen müssen. Eine persönliche Untersuchung und Beratung durch den Arzt oder Therapeuten ist in jedem Fall notwendig, um den eigenen Gesundheitszustand im Detail zu erfahren und bei eventuellen Erkrankungen die individuell am besten geeignete Therapie zu finden.

Frauenkrankheiten: Was sind typische Erkrankungen bei Frauen?

Im weiblichen Körper gibt es spezielle Organe, Systeme und Prozesse, die von sogenannten typischen Frauenkrankheiten betroffen sein können. Nicht nur reagiert der Organismus von Frauen und der von Männern teils unterschiedlich auf Einflüsse oder Erreger, sondern auch der Körper jedes Einzelnen zeigt individuelle Reaktionen.

Brustkrebs

Doch welche Erkrankungen sind nun häufig oder sogar ausschließlich bei Frauen zu beobachten? Zu den bekanntesten gehört der Brustkrebs. Er ist mit etwa 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebsform bei Frauen. Je nach Stadium, Art und Lage bei der Diagnosestellung ist Brustkrebs behandelbar. Vor allem bei frühem Erkennen sind die Heilungschancen oft sehr gut. Zum Vergleich: Rund 700 Männer erkranken pro Jahr an Brustkrebs – eine von 100 Brustkrebserkrankungen (1 Prozent) betrifft somit einen Mann.

HPV

Zwischen 70 und 80 Prozent aller sexuell aktiven Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit den sogenannten humanen Papillomaviren (HPV). Oft verläuft die Infektion ohne weitere Symptome und bleibt damit unerkannt. Das Virus verbleibt ein Leben lang im Körper. Ist das Immunsystem durch eine Störung oder Schwächung nicht mehr in der Lage, die Viren in ihrem „Schlafzustand“ zu halten, kann es zu einer Reaktivierung der latenten HPV-Infektion kommen. Vielfach äußert sich dies in weitestgehend harmlosen Warzen im Genitalbereich. Je nach Art der Viren kann es mit der Zeit aber auch zu bösartigen Tumorerkrankungen kommen. Hochrisiko-HPV-Typen führen pro Jahr laut RKI bei etwa 6250 Frauen und bei circa 1600 Männern zu einem Karzinom. Bei Frauen ist das sogenannte Zervixkarzinom dominierend. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist es als Gebärmutterhalskrebs geläufig. Es wird zu nahezu 100 Prozent durch HPV verursacht.

PMS

Eine weitere typische Frauenkrankheit ist das prämenstruelle Syndrom (PMS), die „Tage vor den Tagen“. Die Symptome können von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein und sowohl wenige Tage als auch bis zu zwei Wochen vor der Periode einsetzen. Häufig kommt es zu Unterleibskrämpfen, Kopfschmerzen, schmerzenden Brüsten, Magen-Darm-Problemen, Erschöpfung und Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Verstimmungen. Viele PMS-Betroffene fühlen sich sehr unwohl und im Alltag eingeschränkt. Für einige Frauen sind selbst normale Alltagsaktivitäten während der akuten Phase nicht mehr möglich. Die genauen Ursachen für PMS sind noch nicht abschließend geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass hormonelle Einflüsse eine Rolle spielen. Dabei haben die Patientinnen nicht unbedingt einen abweichenden Hormonspiegel oder Hormonstörungen, aber reagieren möglicherweise empfindlicher auf die Schwankungen während der Periode. Bei rund 20 bis 40 Prozent der Frauen treten PMS-Symptome auf, bei etwa drei bis acht Prozent sind sie so stark, dass sie den Alltag enorm einschränken.

Wechseljahresbeschwerden

Ebenfalls ein hormoneller Zusammenhang besteht bei Wechseljahresbeschwerden. Auch hierbei handelt es sich um eine typische Frauenkrankheit beziehungsweise Symptome und Beschwerden aufgrund hormoneller Veränderungen. Als Krankheit sind die Wechseljahre keinesfalls zu sehen, ihre Begleiterscheinungen können für die Betroffenen jedoch sehr belastend sein. Der sinkende Östrogenspiegel wirkt sich auch auf das Immunsystem aus und kann das Risiko für weitere Erkrankungen wie Infekte oder Magen-Darm-Beschwerden erhöhen. Ungefähr ein Drittel der Frauen berichtet von leichten Wechseljahresbeschwerden, bei einem weiteren Drittel liegen schwere Beschwerden vor und das letzte Drittel bemerkt vom Klimakterium nahezu keine störenden Symptome.

Frauenkrankheiten: wichtige Vorsorgeuntersuchungen im Überblick

Die Übersicht zeigt Empfehlungen hinsichtlich der Vorsorgeuntersuchungen für Frauen. Individuell können auch weitere Untersuchungen, freiwillige Zusatzuntersuchungen oder engmaschige Kontrollen bei bestimmten Erkrankungen beziehungsweise Risiken erfolgen.

Starkes Immunsystem – Gibt es Unterschiede bei der Immunantwort von Frauen und Männern?

Das Immunsystem von Frauen und Männern weist leichte Unterschiede auf. Der Grund liegt in der hormonellen Zusammensetzung im Körper: Während das weibliche Sexualhormon Östrogen die Vermehrung spezifischer Immunzellen unterstützt, wird die Immunantwort durch das männliche Hormon Testosteron gehemmt. Je mehr Testosteron sich im Körper befindet, desto verzögerter oder weniger effektiv kann die Immunantwort also ausfallen. Im Durchschnitt reagiert das Immunsystem von Frauen somit schneller und intensiver auf verschiedene Krankheitserreger. Hierbei gibt es je nach Person individuelle Unterschiede – je nachdem, wie die genaue hormonelle Zusammensetzung im Körper ist. Natürlich wirken auch andere Faktoren auf das Immunsystem und somit auf die Gesundheit ein. 

COVID-19 ist eine Infektionskrankheit, die sich auf das Immunsystem auswirkt. Bei einigen Patienten können selbst nach der Infektion Beschwerden bestehen bleiben (Long COVID).

Frauenkrankheiten vorbeugen – so hilfst Du Deinem Körper aktiv

Bestimmte Erkrankungen oder Veranlagungen können nicht hundertprozentig vermieden werden. Auch normale Veränderungen im Laufe des Lebens wie die Wechseljahre, die sich unweigerlich auf das Immunsystem und die Gesundheit auswirken können, lassen sich nicht präventiv behandeln oder vollständig ausschließen. Es ist jedoch möglich, mit bereits kleinen Maßnahmen die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden zu unterstützen.

Hilfe für ein starkes Immunsystem Tipps Mikroimmuntherapie
Ein starkes Immunsystem kann bereits mit einfachen Maßnahmen unterstützt werden.
  • Gesund ernähren: Greif zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung mit frischen Zutaten und zahlreichen Vitaminen und Nährstoffen. Achte zudem auf genügend Flüssigkeit.
  • Fertigprodukte meiden: Verringere hingegen Fertigprodukte, die häufig mit Zusätzen, großen Mengen Salz und Zucker versehen sind.
  • Aktiv sein: Viel Bewegung wirkt sich auf den gesamten Körper positiv aus und sollte täglich stattfinden, z. B. in Form eines kleinen Spaziergangs.
  • Raus an die frische Luft: Sport und Bewegung lassen sich sehr gut mit Zeit in der Natur verbinden. Das ist nicht nur für den Körper optimal, sondern auch für die mentale Gesundheit.
  • Ausgeruht sein und erholsam schlafen: Im Schlaf regeneriert sich der Körper und tankt neue Energie. Daher ist ausreichend Schlaf entscheidend für die Gesundheit.
  • Stress reduzieren: Anhaltender Stress belastet den Körper und erhöht das Risiko für Erkrankungen.
  • Erholungsphasen einplanen: Ergänzend zum erholsamen Schlaf sind auch kleine Ruhepausen über den Tag verteilt wichtig, um Stress und Anspannungen vorzubeugen.

Die Mikroimmuntherapie für Frauen – Frauenkrankheiten sanft lindern

Eine starke Unterstützung mit sanften Methoden ist die Mikroimmuntherapie. Sie ist eine Immuntherapie mit geringen Wirkstoffkonzentrationen (low dose und ultra-low dose). Die natürlichen Bestandteile der Mikroimmuntherapie (u. a. Zytokine) kommen auch naturgemäß im Körper vor und sind ein wichtiger Bestandteil bei der Immunreaktion. Durch die Hilfe der Mikroimmuntherapie werden die natürlichen Abläufe ganz sanft feinmoduliert, was das Immunsystem nachhaltig trainiert und stärkt.

Auf diese Weise werden Risiken für verschiedene Erkrankungen gesenkt, da das Immunsystem seine Aufgaben wieder besser erfüllen kann. Sowohl bei allgemeinem Stress, Autoimmunerkrankungen und wiederkehrenden Infekten als auch bei spezifischen Frauenkrankheiten stellt die Mikroimmuntherapie eine ergänzende Therapie dar, die dem Körper eine Hilfe zur Selbsthilfe bietet. Die Mikroimmuntherapie ist sehr gut verträglich und kann in allen Altersgruppen eingenommen werden. So eignet sie sich auch für Kinder und Senioren.

Mehr zur Mikroimmuntherapie für Frauen kannst Du in der speziellen Informationsbroschüre nachlesen. Hier geht es zur Ansicht und zum Download: Mikroimmuntherapie für Frauen.

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Gebärmutterhalskrebs: Symptome frühzeitig erkennen

Unbeschwert durch die Wechseljahre: Symptome und Beschwerden sanft lindern

Gebärmutterhalskrebs durch HPV: Ursachen und sanfte Behandlung

 

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Gebärmutterhalskrebs: Symptome frühzeitig erkennen

Bei jeder Krankheit gilt: Je früher sie entdeckt wird, desto besser lässt sie sich behandeln. Das trifft ganz besonders bei Krebserkrankungen zu – und hier im besonderen bei Gebärmutterhalskrebs. Welche Gebärmutterhalskrebs-Symptome sollte man kennen, um sie auch rechtzeitig zu deuten?

Die Ursache von Gebärmutterhalskrebs

Dem Gebärmutterhalskrebs geht fast immer eine Infektion mit den sogenannten humanen Papillomviren (HPV) voraus. Man unterscheidet ca. 200 verschiedene HPV-Typen, wobei 12 davon als krebserregend gelten. Die Typen 16 und 18 sind für etwa 70 Prozent der Gebärmutterhalskrebserkrankungen verantwortlich. Doch von dem Zeitpunkt einer Infektion bis zur Krebserkrankung vergehen im Durchschnitt mehr als 15 Jahre. Jedes Jahr erkranken etwa 4.600 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Etwa 1.600 Frauen sterben jährlich an dieser Erkrankung.

Gebärmutterhalskrebs-Symptome – worauf sollte man achten?

Zu den ersten Anzeichen gehören Symptome wie:

  • Ungewöhnlicher, seltsam gefärbter oder übel riechender Ausfluss aus der Scheide
  • Zwischenblutungen außerhalb der Menstruation oder auch vor der Menstruation
  • Blutungen nach den Wechseljahren
  • Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr oder währenddessen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Diese Beschwerden sind eher unspezifisch, treten also bei einer Reihe anderer Erkrankungen oder Entzündungen ebenfalls auf. Dennoch sind dies ernsthafte Warnsignale, die Frauen beim Frauenarzt abklären lassen sollten.

Bei fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs können außerdem folgende Beschwerden auftreten:

  • Schmerzen im unteren Rücken, Becken oder Unterleib
  • Schmerzen beim Wasserlassen oder Stuhlgang
  • Geschwollene Beine durch einen Stau von Lymphflüssigkeit

Wie wird Gebärmutterhalskrebs festgestellt?

  • Jeder Frau ab 20 steht eine jährliche Untersuchung zu. Die Vorsorge beinhaltet die Anamnese, die Inspektion der genitalen Hautregionen sowie eine Tastuntersuchung von Gebärmutter und Scheide. Mit einem Bürstchen und einem Spatel wird dabei Gewebe vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhals abgestrichen. Das Gewebe wird anschließend auf mögliche Gewebsveränderungen im Labor untersucht.
  • Ab dem Alter von 30 Jahren kommt die Untersuchung der Brustdrüse hinzu.
  • Ab dem Alter von 35 Jahren wird die Vorsorgeuntersuchung durch einen Test auf HP-Viren erweitert.

Bei unauffälligem Befund erfolgt der Abstrich dann nur noch alle drei Jahre. Die Früherkennung ist deshalb so wichtig, weil hier fortgeschrittene Zellveränderungen und Krebsvorstufen erkannt werden können, bevor sie zu Krebs werden.

Die Mikroimmuntherapie als ergänzende Behandlungsmethode bei Gebärmutterhalskrebs

Eine vielversprechende Möglichkeit zur Behandlung bei Gebärmutterhalskrebs und seinen Vorstufen ist die Mikroimmuntherapie, die ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt werden kann. Sie soll das Immunsystem im Kampf gegen die Viren mit dem Ziel, einen Krebs gar nicht erst entstehen zu lassen, unterstützen. Da besonders bei Gebärmutterhalskrebs die frühzeitige Erkennung der Einnistung des Virus wie bereits erwähnt eine große Rolle spielt, kann die Mikroimmuntherapie bereits bei einem verdächtigen Befund eines Gebärmutterhals-Abstrichs eingesetzt werden, um dem Krebs vorzubeugen.

Hat sich bereits ein Krebs entwickelt, kann die Mikroimmuntherapie unterstützend wirken, mit dem Ziel, eine Operation möglichst zu umgehen. Bei der Mikroimmuntherapie wird das Immunsystem vor allem durch die Gabe von Botenstoffen wie beispielsweise Zytokinen, Wachstumsfaktoren sowie speziellen Nukleinsäuren unterstützt. Gerade die Zytokine spielen eine wichtige Rolle in der Aktivierung der natürlichen Killerzellen, mithilfe derer Viren zerstört werden.

Weiterführende Informationen zum Thema Gebärmutterhalskrebs

Möchtest Du mehr über das Thema Gebärmutterhalskrebs erfahren? Weitere Infos dazu sowie zum Ansatz der Mikroimmuntherapie findest Du hier: ➤ Gebärmutterhalskrebs.

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Gebärmutterhalskrebs durch HPV

Gebärmutterhalskrebs durch HPV: Ursachen und sanfte Behandlung

Gebärmutterhalskrebs durch HPVHaben Sie schon einmal von den humanen Papillomaviren gehört? Jeder, der im Laufe seines Lebens eine Warze auf seiner Haut bemerkt hat, hatte vermutlich Kontakt mit humanen Papillomaviren, kurz HPV, denn die meisten Warzen werden durch sie ausgelöst. Es gibt jedoch eine Vielzahl von verschiedenen HP-Viren. Während manche lediglich zu harmlosen Warzen führen, können andere Zellveränderungen und Krebs wie Gebärmutterhalskrebs auslösen. Wie kannst Du Dich schützen? Und welche Hilfe bietet die Mikroimmuntherapie bei Infektionen mit humanen Papillomviren? Wir verraten es Dir gern.

Häufigkeit von HPV-Infektionen

Eine HPV-Infektion ist übrigens keine Seltenheit; sie gehört sogar zu den weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Es können sich sowohl Frauen als auch Männer mit HPV infizieren. Eine schwerwiegende Erkrankung muss daraus nicht resultieren. Tatsächlich treten sehr selten Symptome auf und in rund 90 Prozent der Fälle heilt die Erkrankung innerhalb von zwei Jahren ohne Therapie und ohne weitere Folgen selbstständig aus. Im Falle von Gebärmutterhalskrebs bleibt die Infektion bei etwa zehn Prozent der betroffenen Frauen bestehen: Die HP-Viren nisten sich im Gewebe der Gebärmutter ein und rufen mit der Zeit Zellveränderungen hervor.

Was sind humane Papillomaviren (HPV)?

Humane Papillomaviren sind Krankheitserreger. Wie die Bezeichnung humane bereits erahnen lässt, kommen sie ausschließlich beim Menschen vor und werden somit auch von Mensch zu Mensch übertragen. HP-Viren lösen in der Regel Entzündungen und Haut- beziehungsweise Zellveränderungen aus. Insgesamt sind mehr als 200 verschiedene HPV-Typen bekannt – manche sind vergleichsweise harmlos, andere gehören zu den Hochrisikotypen, die beispielsweise zu Gebärmutterhalskrebs führen können.

Wie werden sie übertragen?

HP-Viren werden über Hautkontakt übertragen. So ist es beispielsweise möglich, sich bereits beim Händeschütteln oder beim barfuß durch das Schwimmbad Laufen anzustecken. Vermutlich gelangen die Viren über kleine Verletzungen oder Risse in der Haut in das Innere des Körpers. Häufig äußert sich das dann in Warzen auf der Haut. Auch beim Geschlechtsverkehr können HP-Viren über Hautkontakt übertragen werden: Die Viren gelangen in den Körper und befallen anschließend die Schleimhäute. Dadurch werden meist vorübergehende Veränderungen des Schleimhautgewebes im Muttermund hervorgerufen, die sich in vielen Fällen wieder zurückbilden. Bei manchen Frauen setzen sich die Viren jedoch über viele Jahre in der Schleimhaut fest und können zu Gewebsveränderungen und Gebärmutterhalskrebs führen.

Wie schnell entwickelt sich Gebärmutterhalskrebs?

Die Infektion mit HPV löst nicht sofort Symptome oder Beschwerden aus. Bleiben die Erreger des Hochrisikotyps im Körper, befallen sie die Zellen der Gebärmutter und vermehren sich dort. Mit der Zeit können sie Zellmutationen auslösen, die letztendlich zu Gebärmutterhalskrebs führen. Innerhalb von etwa drei bis sechs Jahren nach der Infektion entwickelt sich eine sogenannte Dysplasie (Zellveränderung). Bleibt diese unbehandelt, kann sie zu einem Karzinom (Tumor) führen. Von der Infektion bis hin zur Krebserkrankung vergehen durchschnittlich mehr als 15 Jahre.

Gebärmutterhalskrebs-Symptome – wie äußert sich die Erkrankung?

Eine HPV-Infektion bleibt oftmals unbemerkt, da das Immunsystem sich um die Erreger kümmert, bevor Symptome auftreten. Auch Gebärmutterhalskrebs ruft in frühen Stadien keine spürbaren oder sichtbaren Beschwerden hervor. Der Tumor entwickelt sich über mehrere Jahre hinweg ohne größere Anzeichen weiter. Daher ist es wichtig, auch auf kleinste Veränderungen zu achten und diese beim Gynäkologen anzusprechen, darunter:

  • Ungewöhnlich gefärbter oder riechender Ausfluss
  • Blutungen zwischen der Monatsblutung
  • Blutungen nach den Wechseljahren (Klimakterium)
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Blutungen beim oder nach dem Geschlechtsverkehr

Ein fortgeschrittener Tumor im Gebärmutterhals äußert sich durch folgende Symptome:

  • Schmerzen im Unterleib, unteren Rücken und Becken
  • Schmerzen beim Toilettengang
  • Geschwollene Beine durch Lymphstau
  • Unerklärliche Gewichtsabnahme

Alle diese genannten Anzeichen können auch für viele andere Beschwerden oder Erkrankungen typisch sein. Es muss sich somit nicht sogleich um Gebärmutterhalskrebs oder eine Vorstufe handeln. Dennoch ist es wichtig, diese Symptome frühzeitig abklären zu lassen.

Wissenswertes zu HPV und Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs und HPV – Zahlen und Fakten

Interessante Informationen zu HPV und Gebärmutterhalskrebs

Tipps, wie Du Dich schützen kannst

Da die HP-Viren über Hautkontakt, beispielsweise beim Geschlechtsverkehr, übertragen werden, wäre ein Verzicht die zuverlässigste Methode, um sich vor der Infektion zu schützen. Das Risiko für eine HPV-Infektion lässt sich jedoch auch anderweitig reduzieren, beispielsweise durch die Benutzung von Kondomen. Zudem sollte eine regelmäßige Untersuchung im Rahmen der Krebsfrüherkennung erfolgen.

Weiterhin ist Dein Immunsystem der beste Helfer im Kampf gegen unerwünschte Erreger im Körper. Wenn Du auf ein gesundes und starkes Immunsystem achtest, ist dieses in der Lage, eine Vielzahl von Bakterien und Viren selbstständig zu bekämpfen und Erkrankungen somit zu vermeiden. Ein intaktes Immunsystem erkennt in der Regel auch Zellmutationen und entfernt diese bestmöglich.

Einige Tipps zur Stärkung Ihres Immunsystems:

  • Ernähre Dich gesund und setze Dir vor allem frische Zutaten auf Ihren Speiseplan: viel Gemüse, Vollkornprodukte, Beeren, Kräuter und Gewürze, dafür weniger Salz, Zucker, Weizen und industrielle Fertigprodukte
  • Bewege Dich an der frischen Luft und mach öfter mal einen Spaziergang oder eine Jogging-Runde in der Natur. Sport unterstützt nicht nur Körper und Immunsystem, er sendet auch Glückshormone aus.
  • Schlafe ausreichend und erholsam
  • Mach regelmäßig Pausen und nimm Dir bewusst Zeit für Erholung, um Deinen Stresspegel zu senken
  • Meide nach Möglichkeit Umwelttoxine
  • Verzichte möglichst auf Alkohol und Nikotin

Der Behandlungsansatz der Mikroimmuntherapie bei HPV

Zur Stärkung des Immunsystems leistet auch eine Behandlung mit der Mikroimmuntherapie einen wichtigen Beitrag. Mit körpereigenen Botenstoffen (Zytokinen) in geringer Dosierung (low und ultra-low dose) unterstützt die Mikroimmuntherapie die Kommunikation der an der Immunreaktion beteiligten Partner. Auf diese Weise ist es möglich, ein aus der Balance geratenes und damit geschwächtes Immunsystem wieder zu seiner natürlichen Stärke zu bringen.

Ziel der Mikroimmuntherapie bei HPV ist es, die Viren unter Kontrolle zu halten und einer weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken. Zudem kann die Mikroimmuntherapie dabei helfen, tumorfördernde Prozesse zu verringern und tumorbekämpfende Mechanismen zu unterstützen.

Studie zur Mikroimmuntherapie bei HPV

Die Wirkungsweise und Ergebnisse der Mikroimmuntherapie bei HPV wurden auch in Studien untersucht und beobachtet. Eine Verlaufsuntersuchung von 36 Patientinnen mit HPV-Infektion ergab, dass bei 78 Prozent der Frauen, die mit der Mikroimmuntherapie über sechs Monate lang behandelt wurden, eine virale Clearance vorlag – also keine Viren mehr nachgewiesen wurden. Bei der Kontrollgruppe, die nicht die Mikroimmuntherapie eingenommen hatten, waren es 44 Prozent. Vor allem bei den Frauen über 25 Jahren, deren Risiko für Gebärmutterhalskrebs erhöht ist, war die HPV-Clearance mit 81 Prozent deutlich höher als die der Kontrollgruppe (20 Prozent).

Hier kannst Du den vollständigen Artikel in englischer Sprache lesen.

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Wie kann Dir die Mikroimmuntherapie bei Krebs helfen?

 Die Mikroimmuntherapie bei Krebs kann Patienten bei richtiger Einnahme und ergänzend zur schulmedizinischen Behandlung helfen, das Tumorwachstum einzudämmen und gleichzeitig ihre Lebensqualität zu verbessern. Krebs ist dabei ein Oberbegriff für die verschiedenen bösartigen Erkrankungen, die sich durch das Wachsen und Vermehren entarteter Zellen auszeichnen. Dabei macht sich die Mikroimmuntherapie das medizinische Wissen über die Funktionsweise von Krebszellen zunutze. Das Ziel ist, auf sanfte Art und Weise die schulmedizinische Krebstherapie zu unterstützen, um ihre Wirksamkeit zu erhöhen und ihre Nebenwirkungen abzuschwächen. Herkömmliche Krebstherapien können das Immunsystem schwächen. Dies kann die Mikroimmuntherapie durch eine Stärkung des Abwehrsystems teilweise kompensieren.

Wie entstehen Tumore und welche Rolle spielen Entzündungen?

Eine wichtige Grundlage für die Mikroimmuntherapie als ergänzende Krebstherapie ist die wissenschaftliche Erkenntnis, dass bei der Entstehung von Tumoren Entzündungsprozesse eine zentrale Rolle spielen. Wenn eine normale Zelle mehrfach mutiert, ohne dass dies vom Immunsystem erkannt und die Zelle zerstört wird, entsteht eine Krebszelle.

Mithilfe von Entzündungsreaktionen versucht das Immunsystem normalerweise Erreger und Viren, aber auch entartete Zellen zu zerstören und so die Entstehung von Krebs zu verhindern. Läuft diese Entzündungsreaktion jedoch unvollständig oder fehlerhaft ab, können die Krebszellen das Gewebe infiltrieren und Entzündungsreaktionen so umlenken, dass ihr Wachsen und ihre Vermehrung gefördert werden.

Das Immunsystem als Schlüsselfaktor bei der Entstehung von Krebs

Das Immunsystem stellt unseren natürlichen Abwehrmechanismus dar, der uns vor schädlichen Substanzen schützt. Obwohl es sich dabei um ein hochkomplexes System handelt, schaffen es Krebszellen, dieses zu überlisten. Sie dringen in gesundes Gewebe ein, tarnen sich und können sich auf diese Weise ausbreiten. Sobald die Zellen einmal dorthin vorgestoßen sind, können sie das Immunsystem manipulieren und zu ihrem Vorteil nutzen. Schließlich können sich dadurch auch Metastasen im ganzen Körper ohne Probleme ausbreiten.

Wie wirkt die Mikroimmuntherapie?

Die Mikroimmuntherapie als ergänzende Krebstherapie macht sich das Wissen über das Verhalten der Krebszellen zunutze. Die Mikroimmuntherapie ist daher gezielt darauf abgestimmt, die Krebszellen sozusagen „mit ihren eigenen Waffen“ zu schlagen. Dafür werden Immunbotenstoffe wie Zytokine, die das Verhalten oder die Eigenschaften anderer Zellen ändern können, und auch Wachstumsfaktoren, gezielt eingesetzt. Diese werden auch von den Tumoren produziert und können in unterschiedlichen Verdünnungsstufen verschiedene Wirkungsweisen erreichen. Ärzte und Therapeuten setzen sie so ein, dass sie Mechanismen fördern, die den Tumor bekämpfen, und gleichzeitig solche bremsen, die das Wachstum der Tumore fördern können. Diese Behandlungsmethode basiert auf der Arndt-Schulz-Regel.

Arndt-Schulz-Regel

Die Substanzen und Medikamente, die bei der Mikroimmuntherapie zum Einsatz kommen, werden auf der Grundlage der sogenannten Arndt-Schulz-Regel eingesetzt. Diese besagt, dass die Substanzen in unterschiedlichen Verdünnungsstufen verschiedene Wirkungen auf den Körper hervorrufen können. Die gewünschte Wirkung hängt dabei von der Dosierung ab: niedrige Verdünnungen stimulieren die physiologische Wirkung einer Substanz, mittlere Verdünnungen modulieren sie, und hohe Verdünnungen hemmen diese Wirkung. 

Aus welchen Schritten besteht die Mikroimmuntherapie?

Vor Beginn mit der Mikroimmuntherapie finden in der Regel einige Laboruntersuchungen statt. So kann zum Beispiel der Immunstatus des Patienten erhoben werden. Anhand einer sogenannten Lymphozytentypisierung kann dabei festgestellt werden, ob das Immunsystem blockiert oder geschwächt ist oder ob eine Überaktivität vorliegt. Im Rahmen weiterer Untersuchungen wird geklärt, ob Viren oder Bakterien den Körper belasten. Diese können gleichzeitig Auslöser für bestimmte Erkrankungen sein. Nach Anamnese und Diagnose wird über den Einsatz der Mikroimmuntherapie entschieden. Für die Mikroimmuntherapie werden Globuli mit immunkompetenten Wirkstoffen in den jeweils gewünschten Verdünnungen imprägniert. Diese werden zur Einnahme unter die Zunge gelegt, wodurch sie sofort mit dem lymphatischen System in Kontakt gelangen. Hier werden sie direkt vom Immunsystem aufgenommen. Man kann die Mikroimmuntherapie, je nach Entwicklung des Gesundheitszustandes des Patienten, einige Monate bis hin zu mehreren Jahren anwenden.

Welche Vorteile bietet die Mikroimmuntherapie als ergänzende Krebstherapie?

Die Mikroimmuntherapie kann bereits auf über 50 Jahre Erfahrung zurückblicken. Sie bezieht stets neue Erkenntnisse aus der Immungenetik in das Behandlungsverfahren ein. Sie gilt als besonders schonendes Verfahren und ist daher optimal verträglich. Aus diesem Grund kann man sie mit allen anderen Therapiemöglichkeiten sehr gut kombinieren. Auch die Anwendung ist unkompliziert. Sie kann nach einer Besprechung mit dem Arzt oder Therapeuten vom Patienten alleine zu Hause durchgeführt werden.

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