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Schlagwort: Psyche

Psychoonkologie: Aushalten – oder besser halten lassen?

Und plötzlich wird einem der Boden unter den Füßen entzogen: Diagnose Krebs. Verleugnung, Zorn, Verhandlung, Depression und Akzeptanz sind die 5 Phasen, die Menschen häufig durchlaufen, wenn sie mit der Diagnose Krebs konfrontiert werden. Betroffene an die Hand zu nehmen und ihnen zu helfen, die Herausforderung dieser Phasen anzunehmen, das ist die Aufgabe in der Psychoonkologie. Auch Angehörige können von der Betreuung eines Psychoonkologen profitieren, denn auch sie müssen lernen, mit einer neuen und beängstigenden Situation umzugehen. Ob man diese Umstände nur aushalten möchte oder es zulässt, sich halten zu lassen, ist ein großer Unterschied. Was Betroffenen und Angehörigen in dieser schwierigen Zeit Halt gibt – darum geht es in diesem Artikel.

Inhalt

Die emotionale Herausforderung einer Krebsdiagnosen

Wir möchten direkt in die fünf Phasen des Verarbeitens einer Krebsdiagnose eintauchen, um zu verstehen, wie sich diese emotionalen Herausforderungen entfalten und welche Rolle die Psychoonkologie für Betroffene und Angehörige dabei spielen kann.

  1. In der ersten Phase, der Verleugnung, schützt man sich möglicherweise unbewusst vor dem Schock der Diagnose. Diese Abwehrreaktion ermöglicht es, sich allmählich mit der Realität auseinanderzusetzen. Dennoch kann die Verleugnung isolierend wirken, weshalb die Unterstützung durch Psychoonkologen wertvoll ist, da sie Verständnis und Akzeptanz fördern.

  2. Der darauf folgende Zorn richtet sich oft gegen das Unvermeidbare und die eigene beeinträchtigte Gesundheit. Diese Phase ist sowohl kraftvoll als auch erschöpfend. In dieser Zeit kann Psychoonkologie helfen, Emotionen zu kanalisieren und konstruktiv zu nutzen.

  3. In der Verhandlungsphase beginnt man, nach Kontrolle über das Unkontrollierbare zu suchen und schließt möglicherweise innere und äußere Abmachungen in der Hoffnung auf eine Wende. Ein Psychoonkologe kann dazu ermutigen, den Fokus auf das Machbare im Hier und Jetzt zu richten.

  4. Die Depression, oft begleitet von tiefer Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit, kann zu einem Gefühl des Fallens in ein dunkles Loch führen. Hier bietet die Psychoonkologie einen sicheren Raum, um Gefühle zu teilen und schrittweise das Licht am Ende des Tunnels wiederzufinden.

  5. Schließlich ist die Akzeptanz keine Kapitulation, sondern ein friedlicher Zustand des Annehmens. Diese Phase erlaubt es, Pläne für die Zukunft zu schmieden und einen neuen Lebenssinn zu erkennen. Mit Unterstützung kann dieser Zustand als Quelle neuer Stärke erlebt werden.

Infografik: Vor welchen Krankheiten haben die Deutschen Angst? | Statista Quelle: Statista

Wusstest Du, dass die Psyche nicht nur emotional, sondern auch körperlich betroffen ist? Werfen wir einen Blick darauf, wie eng die emotionale und körperliche Verfassung miteinander verbunden sind.

Die psychische Belastung – und das Immunsystem weint leise mit

Es ist faszinierend, wie eng Psyche und Körper miteinander verwoben sind. Manchmal wird die emotionale Last, die wir tragen, nicht nur zur Bürde für unsere Seele, sondern auch für das Immunsystem. Die mentale und physische Gesundheit beeinflussen sich gegenseitig in einem empfindlichen Gleichgewicht.

Wenn jemand mit der Diagnose Krebs konfrontiert wird, kann dies zu erheblichem Stress führen, der das Immunsystem aus der gesunden Balance wirft. Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin fluten den Körper und können, wenn sie über längere Zeit erhöht sind, schädlich sein. Das Immunsystem, das ohnehin schon durch die Krankheit und ihre Behandlung herausgefordert wird, kann hierunter leiden.

Wissenschaftliche Studien* haben gezeigt, dass Menschen mit Krebsanfälligkeit oft auch anfälliger für Depressionen sind. Diese beiden Phänomene gehen häufig Hand in Hand und verstärken sich gegenseitig. Die emotionale Erschöpfung raubt einem Energie, die der Körper besonders jetzt dringend für die Regeneration benötigt.

Aber es ist nicht nur eine Einbahnstraße: Indem man die mentale Gesundheit in den Fokus rückt und aktiv angeht, kann dem Immunsystem geholfen werden. Hier kommen Techniken aus der Psychoonkologie ins Spiel, die helfen sollen, Stress abzubauen und die emotionale Balance wiederzufinden.

Grafik erstellt mit NotebookLM

Dem Immunsystem auf die Sprünge helfen: Mikroimmuntherapie

Nachdem wir darüber gesprochen haben, wie intensiv die Verbindung zwischen Psyche und Immunsystem ist, schauen wir uns nun an, wie wir unser Immunsystem zusätzlich unterstützen können. Die Mikroimmuntherapie kann eine wertvolle Maßnahme sein, um dem Immunsystem zu helfen, sich selbst zu helfen. 

Hast Du schon von der Mikroimmuntherapie gehört oder ist es ein neuer Begriff für Dich? Diese innovative Therapieform zielt darauf ab, das Immunsystem in seiner Funktion zu unterstützen und auszubalancieren, gerade wenn es von Krankheit und emotionalem Stress herausgefordert wird.

Die Mikroimmuntherapie arbeitet mit niedrig dosierten immunregulierenden Substanzen, die das Immunsystem anregen und stabilisieren sollen. Im Gegensatz zu traditionellen Ansätzen verwendet sie diese Substanzen in sehr geringen Mengen, was dem Körper hilft, ohne die oft schweren Nebenwirkungen einer hochdosierten Behandlung auf den Organismus.

Ein großer Vorteil der Mikroimmuntherapie besteht darin, dass sie individuell angepasst werden kann. So wird auf die spezifischen Bedürfnisse des Körpers und die Herausforderungen eingegangen, denen Betroffene durch die Diagnose Krebs und die damit verbundenen psychischen Belastungen gegenüberstehen.

Zahlreiche Studien** haben gezeigt, dass diese Therapieform unterstützend wirken kann. Zum Beispiel gibt es Hinweise darauf, dass sie Entzündungsreaktionen im Körper reduzieren und die natürliche Abwehrreaktion gegenüber Krebszellen fördern kann.

Wie bei jeder Therapie ist es wichtig, mit einem Spezialisten zu sprechen, um die beste Vorgehensweise für die individuelle Situation jedes Betroffenen zu bestimmen. Gemeinsam wird entschieden, in welcher Form die Mikroimmuntherapie ein sinnvoller Baustein der ganzheitlichen Behandlung sein könnte.

Hier findet man professionelle Hilfe:

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Der Ansatz der Psychoonkologie: Du bist nicht allein!

Dr. Jimmie C. Holland, die Begründerin der Psychoonkologie, hat ein Teilgebiet geschaffen, das Onkologie und Psychiatrie miteinander vereint. Ihr Ansatz revolutionierte den Umgang mit Krebspatienten, indem die Bedeutung der psychischen Gesundheit in den Fokus gerückt wurde. Ihre Arbeit hat gezeigt, dass Betroffene in der Bewältigung der emotionalen und mentalen Herausforderungen einer Krebserkrankung nicht allein sind.

In der Psychoonkologie geht es darum, Wege aufzuzeigen, wie man mit den emotionalen und psychischen Herausforderungen einer Krebserkrankung umgehen kann. Vielleicht steht man vor der Wahl, die Situation einfach nur auszuhalten oder aber die Unterstützung anzunehmen und sich halten zu lassen. Der Unterschied kann sowohl das Wohlbefinden als auch die Genesung erheblich beeinflussen.

Beim „Aushalten“ stemmt man sich oft allein gegen die Belastungen. Es bedeutet, dass die Last alleine auf den Schultern des Betroffenen liegt, oft aus einem gesellschaftlichen oder persönlichen Druck heraus, stark sein zu müssen. Dieser Ansatz kann auf lange Sicht ermüdend und isolierend sein.

Das „Halten lassen“ hingegen ist ein bewusster Akt des Vertrauens und der Annahme, dass man nicht allein kämpfen muss. Durch die Unterstützung von Psychoonkologen, Freunden und Familie kann man lernen, dass es keine Schwäche ist, Hilfe anzunehmen. Diese Haltung öffnet die Tür zu einem Netzwerk aus Verständnis, Empathie und unternehmerischem Handeln.

Psychoonkologen bieten verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten an. Dazu gehören Gesprächstherapien, Entspannungstechniken, Konfliktlösungsstrategien und vieles mehr. Das Ziel ist, Betroffenen nicht nur Werkzeuge an die Hand zu geben, sondern sie auch emotional aufzufangen und durch die schwere Zeit zu begleiten.

Praktische Module wie Achtsamkeitstraining oder kreative Therapien helfen, Emotionen auszudrücken und neue Wege zu finden, um mit der neuen und beängstigenden Situation umzugehen. Der Austausch mit anderen Betroffenen in Gruppen kann ebenfalls eine wertvolle Ressource darstellen, um Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Ein Aufruf an Angehörige: Hat jemand in Deinem engen Kreis die Diagnose Krebs erhalten? Besprecht gemeinsam die Möglichkeiten der Psychoonkologie. Gerne kannst Du diesen Artikel auch direkt weiterleiten. 

Ganzheitlichkeit: Rundum gut versorgt

Die Behandlung einer Krebserkrankung erfordert oft mehr als einen einzigen Ansatz. Eine ganzheitliche Perspektive, die sowohl Körper als auch Geist anspricht, kann helfen, besser mit den Herausforderungen umzugehen, die diese Diagnose mit sich bringt. Hier kommt die kombinierte Anwendung von Psychoonkologie und Mikroimmuntherapie ins Spiel.

Stell Dir vor, Du betrittst einen Raum der Heilung, in dem jede Maßnahme ein gut abgestimmtes Instrument in einem harmonischen Orchester darstellt. Die Psychoonkologie agiert dabei wie der sanfte Maßstab, der die mentale und emotionale Balance fördert. Sie hilft, die inneren Kraftreserven zu aktivieren und den Herausforderungen mit einem gestärkten Geist zu begegnen.

Gleichzeitig zielt die Mikroimmuntherapie darauf ab, das Immunsystem zu unterstützen und den körperlichen Heilungsprozess zu fördern. Sie spielt eine ergänzende Melodie, die dem Körper zusätzliche Widerstandskraft verleiht und ihm die Energie gibt, die er benötigt, um sich gegen Krankheiten zu behaupten.

Durch die Kombination dieser beiden Ansätze soll eine intensive Form der Unterstützung entstehen. Die Psychoonkologie hilft, emotionale Belastungen zu verarbeiten, während die Mikroimmuntherapie direkt auf die körperlichen Bedürfnisse eingeht. Diese Symbiose bietet eine vielversprechende Möglichkeit, um die Lebensqualität von Betroffenen während der Behandlung zu verbessern und die Kraft zu finden, die für den Weg zur Heilung nötig ist.

Schließlich ermutigt diese ganzheitliche Herangehensweise, die Kontrolle über das Leben zurückzugewinnen und dem Gefühl der Ohnmacht entgegenzuwirken. Durch das bewusste Akzeptieren von Hilfe aus beiden Bereichen statt nur „auszuhalten“, können Betroffene aktiver Teil des Heilungsprozesses werden.

Ausblick: Den Blick nach Vorne richten

Unser Ziel war es, einen tiefen Einblick in die Welt der Psychoonkologie zu bieten und Betroffenen sowie Angehörigen in der herausfordernden Lebensphase die Möglichkeiten zu eröffnen, diesen Weg nicht alleine gehen zu müssen. Von den emotionalen Reaktionen auf eine Krebsdiagnose bis hin zur körperlichen Erschöpfung zeigt sich, wie wichtig es ist, Körper und Geist miteinander in Einklang zu bringen.

Wir wollten Bewusstsein dafür schaffen, die Unterschiede zu erkennen, die hinter der Entscheidung liegen, zwischen „Aushalten“ und „Halten lassen“ zu wählen. Es gibt keine richtige oder falsche Wahl, sondern nur die, die für jeden einzelnen am besten funktioniert.

Die Ergänzung durch die Mikroimmuntherapie bietet eine wissenschaftlich fundierte Möglichkeit, das Immunsystem in dieser Phase gezielt zu unterstützen und den notwendigen physischen Rückhalt zu geben.

Ausblick:

Die Zukunft der Psychoonkologie und der Mikroimmuntherapie ist voller Potenzial. Die Wissenschaft entwickelt sich stetig weiter und eröffnet neue Perspektiven für integrative Behandlungsmöglichkeiten, die speziell auf jeden Einzelnen zugeschnitten sind. Immer mehr Menschen erkennen den Wert, den eine ganzheitliche Herangehensweise in der Medizin bieten kann.

Schlussgedanke:

Egal, ob Du selbst betroffen bist, jemanden kennst, der Dir nahe steht oder Dich allgemein für das Thema interessiert –  wo Du auf Deiner Reise stehst, denke daran, dass Du nicht allein bist. Der Weg zur Heilung kann steinig und voller unerwarteter Kurven sein, doch mit der richtigen Unterstützung kann sich jeder auf eine Reise des Wachstums und der Erneuerung begeben. Man muss sich nur selbst ermutigen, die Hand auszustrecken und die Hilfe in Anspruch zu nehmen, die einem zur Verfügung stehen. Dein mutiges Herz verdient es, gesehen und gehalten zu werden.

Wir hoffen, dass dieser Artikel wertvolle Impulse und Unterstützung bringt. Halten wir uns vor Augen: Es gibt immer Licht , egal wie dunkel der Weg auch scheinen mag.

Wir wünschen allen Lesern viel Kraft und Zuversicht auf dem weiteren Weg!

Noch nicht genug? 

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Quellen ::::::

* https://urologische-stiftung-gesundheit.de/grosse-studie-aus-deutschland-zeigt-depressionen-erhoehen-das-krebsrisiko/

* https://www.monitor-versorgungsforschung.de/news/verdachtsdiagnose-krebs-erhoehtes-risiko-fuer-psychische-stoerungen/

** MeGeMIT – Medizinische Gesellschaft für Mikroimmuntherapie

Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 17.03.2026

 

Mental Health Awareness Immunsystem

Mental Health Awareness: Starker Neustart in Schule und Beruf

Mental Health Awareness Immunsystem

Wenn sich die Ferien- und Urlaubszeit dem Ende zuneigt und langsam der Alltag wieder einkehrt, ist genau die richtige Zeit, sich mit Mental Health Awareness zu beschäftigen. Ob Berufsalltag oder Schulstart für die Kinder – die psychische Gesundheit trägt sowohl zum Wohlbefinden als auch zur Leistungsfähigkeit bei. 

Eine gesunde und starke Psyche kann den Wiedereinstieg in Pflichten und Aufgaben erleichtern. Doch was genau verbirgt sich hinter mentaler Gesundheit? Und wie kann man sie aktiv fördern? Eine wichtige Rolle spielt dabei das Immunsystem. Schauen wir uns diesen Zusammenhang etwas genauer an.

Inhalt

Was ist Mental Health Awareness – und warum ist sie so wichtig?

Ziel von Mental Health Awareness ist es, ein Bewusstsein für psychische Gesundheit zu schaffen und Ansätze zu formulieren, wie diese positiv beeinflusst und erhalten werden kann. Jeder Mensch ist individuell und so ist es auch mit der psychischen Gesundheit. Wie wir mit bestimmten Herausforderungen, Schwierigkeiten und auch Rückschlägen umgehen, ist ganz verschieden. Auch unsere moderne und oft schnelllebige Zeit stellt eine gewisse Herausforderung für die seelische Gesundheit dar, die sich unterschiedlich auf uns Menschen auswirken kann.

Eine Untersuchung des Robert Koch-Instituts aus dem Jahr 2023 zeigt, dass die Selbsteinschätzung der psychischen Stabilität und Gesundheit im Vergleich zu 2021 größtenteils gesunken ist. Gleichzeitig haben die Symptome und Fälle von Depressionen zugenommen. Wenn Du also das Gefühl hast, dass es Dir manchmal oder sogar öfter schwerfällt, Dich zu entspannen, positiv in die Zukunft zu blicken oder Deinen Alltag zu bewältigen, bist Du damit nicht allein.

Mental Health Awareness unterstützt Dich dabei, solche Mechanismen und Entwicklungen zu erkennen – sowohl in der Gesellschaft als auch bei Dir selbst. Mit diesem Wissen kannst Du daran arbeiten, widerstandsfähiger gegen Einflüsse zu werden und Deine eigene psychische Gesundheit durch bestimmte Maßnahmen zu fördern.

Ein wichtiger Punkt dabei ist die Resilienz – eine individuelle Stärke und Fähigkeit, mit Belastungen und Widrigkeiten umzugehen, ohne sich dadurch aus der Bahn werfen zu lassen. Mehr zu diesem Thema kannst Du in unserem Beitrag „Belastbarkeit und Resilienz – Wie viel können und sollten wir uns zumuten?“ nachlesen.

Einflussfaktoren: Was machen Veränderungen, Ungewissheit und ein Neustart mit unserer mentalen Gesundheit?

Warum kann Mental Health Awareness gerade jetzt eine wichtige Rolle für Dich spielen? Vielleicht bist Du gerade aus dem Urlaub zurück und es geht für Dich wieder los mit der Arbeit oder der Schule. Oder für Deine Kinder heißt es nach den Ferien „back to school“. Vielleicht ist es sogar ihr erstes Schuljahr.

Der Wiedereinstieg oder Neustart in Beruf und Schule kann eine besondere Herausforderung sein. Aufgaben, Prüfungen, Verantwortung, Verpflichtungen und soziale Interaktionen können Stress bedeuten. Vorübergehend ist Stress oft etwas Positives, da er uns anspornen kann, eine Aufgabe rechtzeitig zu erledigen oder uns auf eine Sache zu konzentrieren, bis sie erledigt ist. Hält der Stress jedoch an, wirkt er sich in der Regel negativ auf die Gesundheit aus.

Schau Dir hierzu auch gern unseren Beitrag „Kann Stress uns krankmachen?“ an!

Manche Menschen sind anfälliger für solchen Stress, andere können besser damit umgehen. Wichtig ist, dass Du lernen kannst, Stress zu reduzieren oder von vornherein möglichst gering zu halten. Schauen wir uns zunächst an, was in Beruf und Schule zu Stress beitragen kann und wie Du damit am besten umgehst.

Kategorien psychischer Belastungen in Schule und Beruf

Um die psychische Gesundheit fördern zu können, ist es zunächst wichtig zu wissen, welche Faktoren sich negativ auf die Psyche auswirken können. Wir haben hier einige Einflüsse für psychische Belastungen in der Schule und im Arbeitsumfeld zusammengestellt. Vielleicht erkennst Du einzelne Punkte wieder, die Dich ebenfalls belasten oder dazu führen, dass Du Dich auf der Arbeit/in der Schule nicht richtig wohlfühlst.

  • Arbeitsumgebung: Gestaltung der Arbeitsplätze, veraltete Arbeitsmittel, Lärmbelästigung, schlechte Lichtverhältnisse, schlechtes Raumklima, wenig Platz
  • Organisation und Abläufe: wenig Handlungsspielraum/kein Einbringen eigener Vorschläge, geringe Zeitvorgaben/enge Deadlines, volle Dienst-/Stundenpläne, unzureichende Pausen, unpassende/disharmonische Teamzusammenstellung
  • Inhalte und Aufgaben: eintönige Aufgabe (Monotonie), Unterforderung oder Überforderung, zu große Verantwortung, Aufgaben außerhalb der eigenen Kompetenzen
  • Soziale Faktoren: unklare Kommunikation, Konflikte, Mobbing, Machtgefälle, Leistungsdruck

Psychische Balance: Gleichgewicht zwischen Stressoren und Ressourcen

Die oben genannten Punkte sind die Faktoren, die Deinen Arbeits-, Studiums- oder Schulalltag negativ beeinflussen und für Dich zu Stress werden können. Es handelt sich um „Stressoren“. Überwiegen Stressoren über einen längeren Zeitraum, schlägt sich das häufig auch langfristig auf die mentale Gesundheit nieder. Es kann unter anderem zu Leistungsabfall, Konzentrationsschwierigkeiten, psychische Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen und zu körperlichen Reaktionen wie Magen-Darm-Problemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.

Ein Weg zurück zur psychischen Balance stellen Ressourcen dar, die die Stressoren abbauen oder abfedern. Ressourcen können sowohl mit Dir als Person verbunden sein (z. B. Deine Widerstandsfähigkeit/Resilienz, Deine Lernbereitschaft, Deine Fähigkeit, Aufgaben zu delegieren usw.) als auch die Umgebung und Struktur beinhalten (z. B. klar definierte Ziele, genügend Personen werden für ein Projekt eingeplant, Zeit für Pausen und Erholung, soziale Unterstützung, Wertschätzung u. v. m.).

Mental Health Awareness Stressoren Ressourcen

Mental Health Awareness: Wie wirkt sich psychische Belastung auf das Immunsystem aus?

Psyche und Immunsystem sind eng miteinander verknüpft. Unsere Gefühle und Gedanken beeinflussen unser Wohlbefinden, unseren Körper und unsere Gesundheit. 

Bei Leistungsdruck, anhaltendem Stress oder Schicksalsschlägen schüttet unser Körper bestimmte Hormone aus, darunter zum Beispiel das Stresshormon Cortisol. Dieses hemmt die Funktion des Immunsystems. Dieser Prozess dient dazu, dass unser Körper in eigentlichen Gefahrensituationen genug Energie für die Stresssituation zur Verfügung hat (z. B. für die Flucht). Handelt es sich aber um einen langen Zeitraum, so wird das Immunsystem fortwährend blockiert, was unsere Immunabwehr und damit unsere Gesundheit schädigt.

Außerdem führt ein erhöhter Cortisolwert dazu, dass das Immunsystem Entzündungsprozesse nicht mehr regulieren kann. An sich ist Cortisol zwar zunächst entzündungshemmend, ein dauerhaft hoher Cortisolspiegel schlägt jedoch genau ins Gegenteil um. Das Risiko für Entzündungsherde steigt. Diese inflammatorischen Prozesse können dann Gewebe und Zellen nachhaltig schädigen und weitere Beschwerden hervorrufen. Es kommt zu einer Art entzündlichem Grundzustand im gesamten Körper, der eine Vielzahl von Symptomen mit sich bringen kann.

Mikroimmuntherapie: Mentale Gesundheit über das Immunsystem fördern

Genau hier setzt die Mikroimmuntherapie an, denn ihr Ziel ist es, mithilfe natürlicher Bestandteile (u. a. Zytokine) die Immunbalance wiederherzustellen. Sie arbeitet mit Wirkstoffen in niedrigen Dosierungen (low dose und ultra-low dose) und unterschiedlichen Verdünnungsstufen. Je nach Befund werden die einzelnen Mechanismen gefördert, gehemmt oder moduliert. 

Im Falle von psychischer Belastung und Stress heißt das unter anderem, dass entzündungsfördernde Prozesse möglichst reduziert werden sollen und entzündungshemmende Abläufe zur Hilfe gefördert werden, bis das natürliche Gleichgewicht wieder erreicht ist. Dadurch soll das Immunsystem reguliert werden, sodass es wieder wie vorgesehen agiert und seine Schutzfunktionen richtig und gezielt einsetzen kann. Ein gesundes und intaktes Immunsystem wirkt sich wiederum sehr positiv auf die mentale Gesundheit aus, da es störende Prozesse reduzieren kann, bevor sie Einfluss auf die mentale Gesundheit nehmen (z. B. Entzündungen). Überdies unterstützt die Immunbalance den Körper beim Umgang mit Stress.

Das Immunsystem stellt auch für die mentale Gesundheit einen wichtigen Grundpfeiler dar. Es ist zwar nicht allein dafür verantwortlich, dass unsere Psyche gesund und stark ist, aber die Immunbalance hat einen entscheidenden Einfluss, weshalb es umso wichtiger ist, sie in das Thema Mental Health Awareness aufzunehmen. Die Mikroimmuntherapie kann sowohl in stressigen Zeiten als akute Behandlung erfolgen als auch präventiv eingesetzt werden – Wenn es um das Bewusstsein für die psychische Gesundheit geht, kann die sanfte Unterstützung also auch dann schon erfolgen, bevor es zu Symptomen und Beschwerden kommt.

Ein weiterer Punkt: Arbeitet unser Immunsystem optimal, schützt es uns bestmöglich vor Krankheiten. Auch Krankheiten können sich negativ auf unsere Psyche auswirken, denn sie schränken uns möglicherweise ein oder können uns fortwährend Sorgen bereiten. Ein intaktes Immunsystem nimmt diese mögliche Belastung, sodass unsere mentale Gesundheit geschützt bzw. nicht zusätzlich angegriffen wird.

Finde einen Therapeuten: Mikroimmuntherapie-Experten

Die Mikroimmuntherapie ist einfach anzuwenden und verfolgt ein klares Ziel: Dein Immunsystem nachhaltig zu unterstützen. Die Anwendungsbereiche sind dabei sehr vielseitig und die Hintergründe oft sehr komplex. Es gibt unterschiedliche Mikroimmuntherapie- Formeln, die speziell auf bestimmte Beschwerdebilder und Fachbereiche ausgerichtet sind. 

Um zu erfahren, wie die Mikroimmuntherapie Dir helfen kann, ist daher eine persönliche Beratung durch einen Mikroimmuntherapie-Experten empfehlenswert. Mit der Online-Suche in unserer Therapeutenliste findest Du Mikroimmuntherapeuten in Deiner Nähe! Zudem kannst Du die Spezialisten-Suche verwenden, um gezielt nach bestimmten Kategorien zu filtern, beispielsweise Stress und Ängstlichkeit. Hier kommst Du direkt zur Übersicht.

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Mental Health Awareness: Das kannst Du für Deine mentale Gesundheit tun

Wenn Du merkst, dass die psychischen Belastungen für Dich Überhand nehmen, kannst Du mit einigen Tipps daran arbeiten, Stress zu reduzieren, positive Muster zu fördern und Dein Mindset zu stärken. Wichtig ist aber auch: Du musst das nicht allein schaffen! Benötigst Du Hilfe, musst Du Dich keinesfalls schämen — ganz im Gegenteil, es beweist viel Stärke, sich Freunden und Bekannten anzuvertrauen und Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen.

Hier einige kleine Tipps Beruf und Schule:

Mental Health Awareness Tipps gegen Stress

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Bild: © iStock.com/Halfpoint

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