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Schlagwort: zytokine

Zytokine einfach erklärt: Die unsichtbaren Regisseure unseres Immunsystems

Stell Dir Deinen Körper als hochmoderne Kommunikationszentrale vor: In dieser Zentrale arbeiten unermüdliche Botenstoffe, die als Zytokine bekannt sind. Diese winzigen, aber mächtigen Proteine bilden das Kommunikationsnetzwerk unseres Immunsystems und gewährleisten, dass unsere Abwehrkräfte rasch auf Eindringlinge wie Viren und Bakterien reagieren können. Ohne sie würde unser Immunsystem im Dunkeln tappen.

Dieser Artikel ist als Lernkurs konzipiert, der Dich durch verschiedene Stufen des Wissens über Zytokine führt. Von den grundlegenden Konzepten bis zu komplexeren Anwendungen und ihren faszinierenden Wirkweisen – Du hast die Möglichkeit, alles über diese entscheidenden Moleküle zu erfahren. Bist Du neugierig geworden? Wissbegierig, mehr zu erfahren?

Am Ende des Kurses laden wir Dich ein, Dein Wissen mit einigen Quizfragen zu testen und zu vertiefen. Entdecke, wie Zytokine Dein Immunsystem steuern und beeinflussen, während Du Dein Verständnis auf eine neue Ebene bringst.

Inhalt

Basiswissen Zytokine: Das solltest Du mindestens wissen

Was sind Zytokine und wo kommen sie vor?

Zytokine sind kleine Proteine, die die Zellen in unserem Körper produzieren und freisetzen, insbesondere Zellen des Immunsystems. Wie unsichtbare Nachrichtenüberbringer ermöglichen sie die Kommunikation in Deinem Körper. Sie kommen in nahezu jedem Winkel unseres Körpers vor und stellen sicher, dass alle Zellen zur richtigen Zeit die richtige Nachricht erhalten.

Wie kommunizieren Zytokine im Immunsystem?

Man könnte Zytokine als die Sprache des Immunsystems bezeichnen. Wenn jemand im Körper Alarm schlägt – zum Beispiel wenn Viren oder Bakterien eindringen – sind es die Zytokine, die die schnelle Mobilisierung und Koordination der Immunantwort ermöglichen. Ohne diese Botenstoffe würden die Zellen stumm bleiben und unser Abwehrsystem wäre nicht in der Lage, effizient zu reagieren.

Welche Arten von Zytokinen gibt es?

Im orchestrierten Zusammenspiel unseres Immunsystems gibt es unterschiedliche Gruppen von Zytokinen, die jeweils spezifische Rollen übernehmen. Diese lassen sich grob in zwei Hauptkategorien einteilen: proinflammatorische und antiinflammatorische Zytokine:

Zusatzinfos Zytokine: Lerne die Aufgaben und Funktionen von Zytokinen kennen

Wie alarmieren Zytokine die Immunzellen?

In dem Moment, in dem Dein Körper einen Eindringling entdeckt, schlägt er Alarm. Dies geschieht durch Zytokine, die wie ein Wachruf wirken. Proinflammatorische Zytokine, wie IL-1 und TNF-a, sind die ersten, die zur Stelle sind, um Immunzellen über das Problem zu informieren und zur Stelle zu rufen. Sie helfen dabei, die Abwehrkräfte so zu organisieren, dass Eindringlinge schnell bekämpft werden können.

Wie aktivieren Zytokine die Immunzellen?

Sobald die Alarmglocken läuten, müssen die Immunzellen aktiviert werden, um spezifische Aufgaben zu erfüllen. Zytokine wirken hierbei als Katalysatoren. Sie geben den Immunzellen das Signal, ihre Aktivität zu verstärken und Akutmaßnahmen einzuleiten. Ein solches Zytokin ist IFN-γ, das speziell bei der Bekämpfung viraler Infektionen hilft.

Wie steuern und balancieren Zytokine die Immunantwort?

Die Balance zwischen Angriff und Rückzug ist entscheidend, um eine gesunde Reaktion zu gewährleisten. Antiinflammatorische Zytokine, wie IL-10 und TGF-β, arbeiten unermüdlich daran, das Immunsystem wieder zu beruhigen und den Entzündungsprozess zu stoppen, bevor er zu weit voranschreitet und Schäden anrichtet.

Wie unterstützen Zytokine Reparaturprozesse?

Nach einem Angriff oder einer Verletzung tritt die nächste wichtige Phase ein: die Heilung. Zytokine spielen auch hier eine zentrale Rolle. Sie sind an der Regeneration von Geweben beteiligt, indem sie sowohl die Immunantwort drosseln als auch Heilprozesse fördern. Diese doppelte Wirkung ist entscheidend für die Wiederherstellung der Gesundheit.

Infografik erstellt mit der KI von Google NotebookLM

Aufbauwissen Zytokine: Ihre Wirkweise

Zytokine agieren meisterhaft in unserem Körper, doch wie genau beeinflussen sie die Zellen? Ihre beeindruckende Wirkung beruht auf einem fein abgestimmten Mechanismus, der auf Rezeptorbindungen basiert. Lassen wir uns tiefer in ihre Wirkweise eintauchen und ihre lokalen sowie systemischen Effekte betrachten.

Wie wirken Zytokine durch Rezeptorbindung?

Zytokine sind Schlüsselfiguren, die bestimmte Türen in den Zellnetzen öffnen. Diese „Türen“ sind spezielle Rezeptoren auf der Oberfläche der Zellen. Wenn ein Zytokin an einen passenden Rezeptor bindet, beginnt eine Kaskade von Signalen innerhalb der Zelle. Diese Signalübermittlung sorgt dafür, dass die Zellen entsprechend der empfangenen Nachricht reagieren. Dies könnte die Aktivierung einer Immunzelle, die Ausschüttung weiterer Botenstoffe oder die Kontrolle von Zellwachstum und -differenzierung sein.

Welche Unterschiede gibt es zwischen lokalen und systemischen Effekten von Zytokinen?

Zytokine können sowohl lokal als auch systemisch wirken, was entscheidend für ihre Vielseitigkeit ist:

Was versteht man unter parakrinen Effekten?
Bei parakrinen Effekten wirken die Zytokine auf benachbarte Zellen, ohne weit im Körper verstreut zu werden. Das ist vergleichbar mit einem Flüstern unter eng stehenden Häusern, bei dem nur die unmittelbare Nachbarschaft die Nachricht erhält.

Was sind autokrine Effekte?
Bei autokrinen Effekten wirken die Zytokine auf die Zelle, die sie selbst produziert hat. Es ist, als würden sie sich selbst eine Nachricht schicken, um ihr Verhalten zu steuern. Diese Selbstregulation ist wichtig, um das eigenständige Handeln der Zellen zu beeinflussen.

Wie zeigen sich systemische Effekte?
Systemische Effekte treten ein, wenn Zytokine in den Blutkreislauf gelangen und weit entfernte Organe und Gewebe beeinflussen. Dies entspricht einem landesweiten Rundruf, bei dem der gesamte Körper mobilisiert oder beruhigt wird, je nach Nachricht, die übermittelt wird.

Exkurs: Zytokinsturm und seine Folgen

Zytokine sind essenzielle Akteure im Orchester der Immunantwort, doch was passiert, wenn die Harmonie gestört wird? Der sogenannte Zytokinsturm ist ein solcher Ausnahmezustand, der mit erheblichen Risiken einhergeht.

Was ist ein Zytokinsturm?

Ein Zytokinsturm ist eine explosive und überwältigende Immunreaktion des Körpers, bei der Zytokine in großer Menge und Geschwindigkeit ausgeschüttet werden. Dies kann mit einem Orchester verglichen werden, bei dem alle Instrumente plötzlich und unkoordiniert laut und schneller spielen, was in ein klangliches Chaos mündet. Statt der Körperverteidigung zu nutzen, überschüttet der Zytokinsturm das Immunsystem und führt zu unkontrollierten Entzündungsprozessen.

Warum und wie entsteht ein Zytokinsturm?

Ein solch potenziell gefährlicher Zustand kann durch verschiedene Trigger ausgelöst werden, darunter schwere Infektionen, wie eine bakterielle oder virale Invasion – COVID-19 ist ein bekanntes Beispiel –, Autoimmunerkrankungen oder andere immunologische Störungen. Der Zytokinsturm entsteht, wenn das Immunsystem eine intensivere Reaktion startet, als erforderlich wäre, ausgelöst durch ein Ungleichgewicht zwischen pro- und antiinflammatorischen Zytokinen.

Infografik erstellt mit der KI von Google NotebookLM

Welche gesundheitlichen Auswirkungen hat ein Zytokinsturm?

Die Folgen eines Zytokinsturms sind weitreichend und können schwerwiegende gesundheitliche Auswirkungen haben. Dieser übersteigerte Entzündungsprozess kann Gewebeschäden verursachen, Organe schwer belasten oder in Extremfällen sogar zu Organversagen führen. Zudem führen Erkrankungen, die durch einen Zytokinsturm verschärft werden, wie akute Atemnotsyndrome oder septische Schocks, oft zu lebensbedrohlichen Situationen. Ein Zytokinsturm ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch zu viel von einem „guten“ – in diesem Fall einer kräftigen Immunantwort – schädlich sein kann.

Kurzvideo: Das passiert bei einem Zytokinsturm in Deinem Körper

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Mehr Informationen

Zytokine in der Praxis: Einführung in die Mikroimmuntherapie

Das große Potenzial von Zytokinen wird in der Medizin und Wissenschaft zunehmend mehr ausgeschöpft. Ein besonderes Beispiel dafür ist die Mikroimmuntherapie, die es sich zum Ziel gesetzt hat, durch den gezielten Einsatz dieser Immunbotenstoffe das Immunsystem zu unterstützen. In der Mikroimmuntherapie werden niedrig dosierte Substanzen verwendet, die auch natürlicherweise im Körper vorkommen. Diese „low-dose“-Formeln reduzieren das Risiko von Nebenwirkungen. Zudem erfolgt die Gabe sequenziell, also im natürlichen Rhythmus des Immunsystems, mit dem Ziel, die Selbstregulation des Körpers zu fördern und wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Wie nutzt die Mikroimmuntherapie Zytokine?

In der Mikroimmuntherapie stehen Zytokine im Fokus, da sie gezielte Signale in der komplexen Kommunikationslandschaft des Immunsystems setzen können. Durch die richtige Dosierung und Bereitstellung dieser spezifischen Zytokine wird angestrebt, die Immunantwort gezielt zu modulieren. Besonders bei chronischen Entzündungen und Autoimmunerkrankungen bieten sie die Möglichkeit, das Gleichgewicht zwischen pro- und antiinflammatorischen Prozessen wiederherzustellen. Dieses gezielte Eingreifen ermöglicht eine harmonische und effektive Immunantwort, welche die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützt, ohne ihn zu belasten.

Hier findest Du Studien zu diesem Thema

Einsatzgebiete von Zytokinen: Anwendungen der Mikroimmuntherapie

Die Mikroimmuntherapie findet dank dem Einsatz von Zytokinen bei einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen Anwendung, insbesondere dort, wo das Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist.

  • Chronische Entzündungen: Durch ihre Fähigkeit, entzündliche Prozesse zu regulieren, kann die Mikroimmuntherapie bei entzündlichen Erkrankungen, wie Rheuma oder entzündlichen Darmerkrankungen, hilfreich sein.
  • Autoimmunerkrankungen: Bei Krankheiten wie Multiple Sklerose, Morbus Crohn, Rheuma oder Psoriasis möchte die Mikroimmuntherapie helfen, die überschießende Immunreaktion zu dämpfen und die natürliche Balance wiederherzustellen.
  • Infektionen: Die Unterstützung der Immunabwehr bei wiederkehrenden oder chronischen Infektionen, wie zum Beispiel Herpes oder Epstein-Barr-Virus, ist ein weiteres Einsatzgebiet der Mikroimmuntherapie.
  • Allergien: Durch die Modulation der Immunantwort kann die Mikroimmuntherapie helfen, allergische Reaktionen zu reduzieren.
Welche Vorteile bietet die Mikroimmuntherapie?
  • Sanfte Regulierung: Aufgrund der niedrigen Dosierung der Immunbotenstoffe ist die Behandlung nebenwirkungsarm und gut verträglich.
  • Individualisierbarkeit: Die Therapie kann auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmt werden, was eine zielgerichtete Behandlung ermöglicht.
  • Ganzheitlicher Ansatz: Durch die Unterstützung der Selbstregulation des Immunsystems wird nicht nur symptomatisch, sondern auch ursächlich behandelt.
  • Nachhaltigkeit: Dem Immunsystem soll beigebracht werden, sich auf lange Sicht selbst regulieren zu können, was eine Investition in die Zukunft ist.

Aufgrund der Komplexität der Mikroimmuntherapie sollte sie immer in Begleitung mit einem ausgebildeten Mikroimmuntherapie erfolgen. Auf unserer Website gibt es die Möglichkeit, entweder auf lokaler Ebene oder nach Beschwerdebild entsprechende Therapeuten zu filtern: 

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Zytokine unter Beweis: Fallstudien und Beispiele

Um die Wirksamkeit der Mikroimmuntherapie und den verwendeten Zytokinen zu verdeutlichen, schauen wir uns einige Erfolgsbeispiele und wissenschaftliche Beweise an, die den Nutzen dieser Therapieform untermauern.

Gibt es Erfolgsbeispiele aus der Praxis zur Verdeutlichung der Therapieerfolge?

Zahlreiche Berichte aus der Praxis zeigen, dass Mikroimmuntherapie bei einer Reihe von gesundheitlichen Problemen erfolgreich angewendet werden kann. Ein Beispiel ist die Behandlung von Patienten mit chronischer Müdigkeit, die nach einer mehrmonatigen Mikroimmuntherapie von einer deutlichen Verbesserung ihrer Symptome berichten. Auch bei Patienten mit Rezidiven von Herpesinfektionen hat sich die Therapie als erfolgreich erwiesen, indem sie die Häufigkeit und Schwere der Ausbrüche reduzieren konnte. Dasselbe gilt für andere virale Erkrankungen wie z.B. Gürtelrose oder Post-Zoster-Neuralgie.

Weitere Erfolgsbeispiele stammen von Patienten mit Autoimmunerkrankungen, wie Rheumatoider Arthritis, die nach der Therapie eine Verminderung der krankheitsbedingten Beschwerden und weniger Bedarf an konventionellen Medikamenten zeigten. Ebenso erweist sich die Mikroimmuntherapie bei der Prävention und Behandlung von Allergien immer wieder als ausgesprochen hilfreich.

Dies sind nur einige wenige Beispiele. Weitere Erfahrungsberichte findest Du hier!

Welche wissenschaftlichen Studien unterstützen die Wirksamkeit der Mikroimmuntherapie?

Es gibt eine wachsende Anzahl an wissenschaftlichen Studien und Veröffentlichungen, die die Wirksamkeit der Mikroimmuntherapie belegen.

– Fallberichte: Zahlreiche Fallberichte dokumentieren positive Resultate bei der Behandlung von chronischen und rezidivierenden Erkrankungen, was auf das Potenzial der Mikroimmuntherapie hinweist.

– In-vitro-Studien: Forschungsergebnisse zeigen, dass die gezielte Bereitstellung von Zytokinen in geringer Dosierung die Funktion von Immunzellen auf zellulärer Ebene beeinflussen kann.

– Klinische Studien: Erste klinische Erhebungen deuten darauf hin, dass Patienten von einer mikroimmuntherapeutischen Behandlung bei chronischen viralen Infektionen und immunvermittelten Erkrankungen profitieren können. 

8. Zytokin-Wissen zusammengefasst: Fazit

Zytokine spielen als Botenstoffe eine zentrale Rolle im Immunsystem, die komplexe Kommunikationswege koordinieren, um eine effektive Immunantwort zu gewährleisten. Diese Moleküle sind entscheidend für die Balance zwischen Pro- und Antientzündungsprozessen, mit der Fähigkeit, sowohl lokale als auch systemische Effekte auszulösen. Die Mikroimmuntherapie nutzt das Potenzial von Zytokinen, um das Immunsystem zu regulieren und zu unterstützen. Dieser Ansatz verwendet niedrig dosierte, körpereigene Immunbotenstoffe in einer sequenziellen Darreichung, um eine gezielte Regulation der Immunantwort mit minimalen Nebenwirkungen zu ermöglichen. Diese Therapie kann bei einer Vielzahl von gesundheitlichen Herausforderungen, einschließlich Autoimmunerkrankungen, chronischen Entzündungen und Infektionen, eingesetzt werden. Die Zukunft der Forschung und Therapie mit Zytokinen birgt vielversprechende Möglichkeiten.

Quiz: Was hast Du gelernt?

Frage 1 über Zytokine

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Quellen ::::::

Coliquio

MeGeMIT – Medizinische Gesellschaft für Mikroimmuntherapie

Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 16.01.2026

 

Immunbalance – Teste Dein Wissen!

Wie lange folgst Du uns schon und wie viel hast Du letztendlich über Deine Immunbalance gelernt? Teste Dich selbst und beantworte im Folgenden die spezifischen Fragen zur Immunbalance. Ob Du Dein Wissen vertiefen oder auffrischen möchtest – sicher findest Du hier wichtige Informationen, die Deiner Gesundheit langfristig zugutekommen.

Spoiler: Heute gibt es neue, überraschende Fakten, über die wir bisher noch nicht berichtet haben.

Inhalt

Fangen wir ganz von vorn an: Was ist Immunbalance?

Die Immunbalance, auch als Immunhomöostase bekannt, ist ein Zustand, in dem das Immunsystem in perfekter Harmonie arbeitet: Es ist in der Lage, schädliche Eindringlinge wie Viren und Bakterien abzuwehren, ohne dabei den eigenen Körper zu schädigen. Diese fein abgestimmte Balance ist entscheidend für die Gesundheit, da sie verhindert, dass das Immunsystem überreagiert – was zu Allergien und Autoimmunerkrankungen führen kann – oder unterreagiert, was eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen zur Folge hätte.

Die Rolle der Immunantworten

Ein wesentlicher Aspekt der Immunbalance sind die Immunantworten. Das Immunsystem verfügt über verschiedene Arten von Antworten, die darauf ausgelegt sind, spezifische Bedrohungen zu erkennen und zu bekämpfen. Die erste Abwehrlinie gegen Erreger sind die strukturellen und mechanischen Barrieren von Haut und Schleimhaut. Wenn Erreger diese Barrieren überwinden können, setzt die angeborene Immunantwort ein. Diese zweite Verteidigungslinie reagiert schnell auf Eindringlinge. Die dritte Abwehrlinie ist die adaptive Immunantwort, die einige Tage benötigt, um Bedrohungen spezifisch und zielgerichtet zu neutralisieren. Ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Reaktionen ist essentiell, um eine effektiv koordinierte Immunabwehr zu gewährleisten.

Immunbotenstoffe: Die Welt der Zytokine

Immunbotenstoffe, auch Zytokine genannt, sind die Kommunikationsmittel des Immunsystems. Sie fungieren als Botschafter, die Zellen und deren Reaktionen regulieren. Es gibt proinflammatorische und antiinflammatorische Zytokine, die darauf abzielen, Entzündungen entweder zu fördern oder zu reduzieren. Bei einem gesunden Individuum ist die Produktion dieser Botenstoffe wohldosiert, um eine angemessene Immunantwort zu gewährleisten. Ein Ungleichgewicht, das zu viele proinflammatorische Zytokine produziert, kann jedoch übermäßige Entzündungen verursachen, was mit einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen verbunden ist.

Übergreifende Gesundheitsauswirkungen

Während die meisten Menschen die Auswirkungen eines gestörten Immunsystems in Form von häufigen Infektionen wahrnehmen, sind die übergreifenden Gesundheitsauswirkungen weitreichender. Ein unausgeglichenes Immunsystem kann Entzündungen im ganzen Körper verursachen, die mit chronischen Krankheiten wie Herzkrankheiten, Diabetes und bestimmten Krebsarten verbunden sind. Ebenso wichtig ist die Erkenntnis, dass dieser Zustand auch die mentale Gesundheit beeinflusst, was zu Depressionen und Angstzuständen führen kann.

Teste Dein Wissen!

Überall verankert: Faktoren, die das Immunsystem beeinflussen

Unsere Immunbalance wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, die sowohl von unseren Lebensgewohnheiten als auch von externen Umwelteinflüssen abhängen. Zu den bedeutendsten gehören Ernährung, Stress und die Umwelt. Ein Verständnis dieser Faktoren kann uns helfen, das Gleichgewicht in unserem Immunsystem besser zu pflegen und so zu einem aktiveren und gesünderen Leben beizutragen.

Ernährung: Der Kraftstoff für unser Immunsystem

Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle in der Aufrechterhaltung der Immunbalance. Eine ausgewogene und nährstoffreiche Kost liefert die Bausteine, die das Immunsystem benötigt, um effizient zu arbeiten. Besonders wichtig sind Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Vitamin D, Zink und Selen, die entscheidende Rollen bei der Unterstützung und Regulierung der Immunantwort spielen.

Interessanterweise gibt es auch weniger bekannte Ernährungsfaktoren, die einen Einfluss auf die Immunbalance haben. So können fermentierte Lebensmittel, die reich an Probiotika sind, die Gesundheit der Darmflora fördern. Da der Darm ein wesentlicher Bestandteil des Immunsystems ist, kann eine gesunde Darmflora die Immunbalance maßgeblich unterstützen.

Stress: Der unsichtbare Feind 

Stress, insbesondere in seiner chronischen Form, stellt einen erheblichen Störfaktor für das Immunsystem dar. Er führt zur Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol, die die Immunantwort unterdrücken können. Dies moduliert nicht nur die Anzahl und Funktion der Immunzellen, sondern beeinflusst auch die Produktion von Zytokinen. Langfristig kann dies zu einem Zustand der chronischen Entzündung führen, einer unterschwelligen Feuerstelle, die das Risiko für viele chronische Krankheiten erhöht.

Ein oft übersehener Aspekt ist der Einfluss von akutem Stress, der im Gegensatz zu chronischem Stress das Immunsystem kurzfristig stimulieren kann. Dies wird als „Flucht- oder Kampf-Reaktion“ bezeichnet und zeigt, wie dynamisch das Verhältnis zwischen Stress und Immunfunktion ist.

Umwelt: Die stille Kulisse unserer Gesundheit 

In der modernen Welt sind Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung, chemische Belastungen und sogar das Fehlen natürlicher Umgebungen maßgebliche Einflüsse auf die Immunbalance. Schadstoffe aus der Luft können beispielsweise oxidative Stressreaktionen in unseren Zellen hervorrufen, die das Immunsystem übermäßig belasten und Entzündungsreaktionen verstärken.

Darüber hinaus beeinflusst die „Natur-Defizit-Störung“ – das Fehlen regelmäßiger Naturkontakte – die psychische und physische Gesundheit. Der Aufenthalt in der Natur kann laut Studien die Anzahl der natürlichen Killerzellen erhöhen, die eine Schlüsselrolle in der Abwehr von Tumorzellen und viralen Infektionen spielen.

All diese Faktoren zeigen, wie eng vernetzt die verschiedenen Einflüsse auf unsere Immunbalance sind. Eine proaktive Herangehensweise, die auf einer gesunden Ernährung, Stressmanagement und einem bewussten Umgang mit Umweltfaktoren basiert, ist entscheidend, um eine robuste Immunhomöostase zu erreichen.

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Aufgepasst! Das könnten Anzeichen einer gestörten Immunbalance sein

Die Immunbalance ist essentiell für ein reibungslos funktionierendes Körpersystem, und schon kleine Ungleichgewichte können erhebliche Auswirkungen haben. Es ist wichtig, die Anzeichen einer gestörten Immunbalance zu erkennen, um frühzeitig Maßnahmen zur Wiederherstellung zu ergreifen. Doch wie äußert sich ein Immunsystem, das aus der Balance geraten ist – und welche Folgen kann es haben?

Häufige Anzeichen einer gestörten Immunbalance

  1. Wiederkehrende Infektionen: Eines der klarsten Anzeichen für ein Ungleichgewicht im Immunsystem ist eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen. Das können häufige Erkältungen, Grippe oder andere virale und bakterielle Infekte sein.
  2. Chronische Müdigkeit: Ein geschwächtes Immunsystem kann zu anhaltender Erschöpfung führen, selbst nach ausreichendem Schlaf. Diese Art von Müdigkeit ist oft schwer greifbar und beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich.
  3. Entzündungen und Hautprobleme: Hautausschläge, Ekzeme oder langsam heilende Wunden können ein Zeichen dafür sein, dass das Immunsystem überreagiert oder nicht angemessen funktioniert.
  4. Magen-Darm-Probleme: Störungen im Immunsystem können die Darmgesundheit beeinflussen, was zu Blähungen, Durchfall oder Verstopfung führen kann. Dies ist besonders wichtig zu wissen, da der Darm einer der Hauptakteure des Immunsystems ist.
  5. Allergische Reaktionen: Eine gestörte Immunbalance kann auch zu erhöhten allergischen Reaktionen führen, da das Immunsystem auf harmlose Substanzen überempfindlich reagiert.
  6. Langsamere Heilung: Verletzungen oder Wunden, die ungewöhnlich lange zur Heilung benötigen, können auf ein geschwächtes Immunsystem hindeuten.

Diese Symptome und Folgen verdeutlichen, wie wichtig es ist, ein wachsames Auge auf die Zeichen einer gestörten Immunbalance zu haben. Frühzeitig erkannt und behandelt, kannst Du gegensteuern und Deine Immunhomöostase wiederherstellen.

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Ein Ungleichgewicht mit Langzeitfolgen 

Ein anhaltendes Ungleichgewicht im Immunsystem kann weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Gesundheit haben, einschließlich der Entwicklung diverser Krankheiten und psychischer Probleme. Ein gestörtes Immunsystem ist nicht nur anfällig für physische Erkrankungen, sondern kann auch die geistige Gesundheit erheblich beeinflussen.

Autoimmunerkrankungen

Diese entstehen, wenn das Immunsystem fälschlicherweise körpereigene Zellen als Bedrohung wahrnimmt. Zum Beispiel:

  • Rheumatoide Arthritis: Führt zu Entzündungen und Schmerzen in den Gelenken.
  • Lupus erythematodes: Eine Krankheit, die das Immunsystem gegen mehrere Organe richtet.
  • Multiple Sklerose: Greift die Schutzschicht um die Nervenfasern im Zentralnervensystem an.
  • Allergische Reaktionen: Überreaktionen des Immunsystems führen zu Allergien und tragen zu Erkrankungen wie Asthma bei.

Chronische Infektionen

Ein geschwächtes Immunsystem kann Infektionen nicht effektiv abwehren, was zu chronischen Fällen führt, wie:

  • Chronische Bronchitis: Anhaltende Entzündung der Bronchien.
  • Chronische Hepatitis: Dauerhafte Leberentzündungen aufgrund unzureichender Immunantworten.

Entzündliche Erkrankungen

Längerfristige Immunstörungen können chronische Entzündungszustände hervorrufen, die vielfache Auswirkungen haben. Diese sogenannten „Silent Inflammations“ sind oft unbemerkt im Hintergrund aktiv, können jedoch zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen:

  • Arteriosklerose: Entzündungen, die zu Verhärtungen der Arterien führen, erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich.
  • Morbus Crohn: Eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, gekennzeichnet durch Symptome wie Bauchschmerzen und Durchfälle, resultiert aus dauerhaften Entzündungen im Verdauungstrakt.

Die Beherrschung von Silent Inflammation ist daher entscheidend für die Prävention schwerwiegender Gesundheitskomplikationen.

Psychologische Folgen

Die Verbindung zwischen dem Immunsystem und der psychischen Gesundheit wird immer deutlicher. Forschungsstudien zeigen, dass eine Dysregulation des Immunsystems auch psychologische Folgen haben kann:

  • Depression und Angstzustände: Chronische Entzündungen werden zunehmend mit Depressionen und Angststörungen in Verbindung gebracht. Zytokine, die bei entzündlichen Prozessen vermehrt produziert werden, können Signalwege im Gehirn beeinflussen, die mit der Stimmung und Emotionen assoziiert sind.
  • Kognitive Beeinträchtigungen: Eine anhaltende Immunimbalance kann zu kognitiven Störungen führen, einschließlich Gedächtnisschwierigkeiten und Konzentrationsproblemen. Diese können das Ergebnis von entzündlichen Prozessen im Gehirn sein, die die neuronale Kommunikation beeinträchtigen.
  • Stresssensitivität: Menschen mit einer gestörten Immunbalance können auf Stressfaktoren mit übermäßiger psychischer Belastung reagieren, was wiederum die körperliche Gesundheit weiter schwächt.


Diese Verbindungen zwischen dem Immunsystem und der psychischen Gesundheit verdeutlichen die Notwendigkeit für einen ganzheitlichen Ansatz in der Gesundheitsvorsorge. Nicht nur die physischen Symptome eines immunologischen Ungleichgewichts sollten adressiert werden, sondern auch die psychologischen Implikationen.

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Zurück in die Balance: die Mikroimmuntherapie 

Die Mikroimmuntherapie ist eine innovative Form der immunologischen Behandlung, die das Ziel hat, die Immunhomöostase wiederherzustellen und das Immunsystem auf natürliche Weise zu unterstützen. Dabei basiert sie auf der genauen Abstimmung und Regulierung der körpereigenen Immunantworten.

Wie funktioniert die Mikroimmuntherapie?

Die Mikroimmuntherapie nutzt niedrig dosierte Immunbotenstoffe – wie Zytokine, Hormone und spezifische Nukleinsäuren – um die natürlichen Kommunikationswege des Immunsystems zu modulieren. Im Gegensatz zu konventionellen Ansätzen, die oft stark und zielgerichtet auf bestimmte Symptome abzielen, verfolgt die Mikroimmuntherapie einen ausgleichenden und ganzheitlichen Ansatz. Sie zielt darauf ab, in der „Sprache“ des Immunsystems zu kommunizieren, um Fehlregulationen zu korrigieren.

Wie möchte die Mikroimmuntherapie helfen?

Feinabstimmung der Immunantworten: Durch die gezielte Gabe von spezifischen Immunbotenstoffen kann die Mikroimmuntherapie die Balance zwischen der angeborenen und der adaptiven Immunantwort verbessern. So sollen übermäßige Entzündungsreaktionen reduziert und gleichzeitig die Immunabwehr gegen Infektionen gestärkt werden.

Unterstützung der Immunregulierung: Bei Autoimmunerkrankungen oder allergischen Reaktionen arbeitet das Immunsystem oft gegen den eigenen Körper. Die Mikroimmuntherapie kann die übermäßige Aktivität der Immunzellen regulieren und so das körpereigene Gewebe vor Angriffen schützen.

Chronische Erkrankungen: Bei chronischen Krankheiten spielen anhaltende Entzündungen eine zentrale Rolle. Die Therapie kann helfen, diese Entzündungsprozesse zu modulieren und somit das Fortschreiten dieser Krankheiten zu verlangsamen oder sogar zu stoppen.

Präventive Anwendung: Menschen mit erhöhtem Risiko für Immunstörungen können von der präventiven Anwendung der Mikroimmuntherapie profitieren, um das Immunsystem stabil zu halten und potenziellen Störungen vorzubeugen.

Individuelle Anpassbarkeit: Die Mikroimmuntherapie ist hoch individualisierbar, da sie auf die spezifischen Bedürfnisse und Zustände des Einzelnen abgestimmt werden kann. Dies ermöglicht eine maßgeschneiderte Behandlung, die den individuellen Immunprofilen und Gesundheitszuständen gerecht wird.

Die Rolle in der modernen Medizin

Die Mikroimmuntherapie bietet eine spannende Ergänzung zu konventionellen Behandlungen, insbesondere für Personen, die auf der Suche nach Möglichkeiten sind, den Körper auf natürliche Weise zu unterstützen und dabei die Gefahren von Nebenwirkungen minimieren möchten. Dabei ahmen die Mikroimmuntherapeutika die chronobiologische Ereignisabfolge im Rahmen der Immunantwort nach. Das ist der Grund, weshalb sie in einer festgelegten Reihenfolge, der sogenannten Sequenz, eingenommen werden sollen. So werden dem Körper aufeinander folgende Informationen übermittelt, die sich den natürlichen Abläufen der Immunantwort anpassen. 

Die Mikroimmuntherapie vereint die Erkenntnisse der modernen Immunologie mit der guten Verträglich von komplementären Heilmethoden und bietet so einen vielversprechenden Weg zur Förderung der Gesundheit. Durch die Unterstützung der natürlichen Immunbalance kann die Mikroimmuntherapie helfen, das Risiko von vielen Erkrankungen zu verringern und die allgemeine Gesundheit sowie das Wohlbefinden zu verbessern. 

Wichtig ist jedoch, sie von einem erfahrenen Mikroimmuntherapeuten begleiten zu lassen. Unser Therapeutenfinder bietet Dir die Möglichkeit, Therapeuten nach PLZ oder Ort zu selektieren oder auch nach Beschwerdebild zu filtern:

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in Deiner Nähe

Teste Dein Wissen!

Sicher hast Du nun erkannt, wie wichtig Deine Immunbalance in vielfacher Hinsicht ist. Die Mikroimmuntherapie kann Dir helfen, Deine Immunbalance zurückzugewinnen – sollte sie ins Wanken kommen: Sie kann Deinem Immunsystem beibringen, sich selbst zu regulieren. Weitere praktische Tipps für Deine Immunbalance findest Du auf unseren Social-Media-Kanälen.

Folge uns – und bleibe in Balance!   


Kontaktiere die MeGeMIT – Medizinische Gesellschaft für Mikroimmuntherapie – bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 15.12.25

 

Viren-Prävention: Geheime Mitspieler für die Erkältungssaison

Wenn der Herbst mit seinen farbenfrohen Blättern und kühlen Brisen Einzug hält, entsteht eine Atmosphäre voller Veränderung. Doch während diese Jahreszeit oft mit Romantik in Verbindung gebracht wird, bringt sie auch kältere Tage, häufigen Regen und abrupte Temperaturschwankungen mit sich – Bedingungen, die unser Immunsystem auf die Probe stellen.

Doch keine Sorge, denn es gibt helfende Mitspieler, die Dein Immunsystem dabei unterstützen, sich gegen Viren zu wappnen. Wir enthüllen die Geheimnisse spezieller Prozesse, die eine entscheidende Rolle bei der Virenabwehr spielen, sodass Dein Körper gestärkt und gut vorbereitet in die herbstlichen Herausforderungen ziehen kann.

Inhalt

Veränderungen des Immunsystems im Herbst

Während die farbenfrohen Blätter von den Bäumen fallen, ist auch Dein Immunsystem beschäftigt: Es muss sich auf die veränderten Umweltbedingungen einstellen, die der Herbst mit sich bringt. Dein Immunsystem muss buchstäblich eine Schicht mehr auflegen, um den saisonalen Herausforderung Stand zu halten.

Ab Oktober können Menschen in unseren Breitengraden aufgrund des zu flachen Sonnenstands keine Vitamin D-Produktion mehr über die Haut erreichen. Von Oktober bis März  steht die Sonne in den mittleren Breitengraden zu flach am Himmel, um genügend UVB-Strahlen auf die Erdoberfläche zu lassen. Dabei ist Vitamin D ein entscheidender Bestandteil für ein gesundes Immunsystem. Das schwindende Licht und die kühleren Temperaturen können außerdem Deine Laune drücken, was wiederum negative Auswirkungen auf Deine Immunfunktion haben kann. Stell Dir vor, wie Dein Körper versucht, durch den Nebel des grauen Wetters hindurch nach Energie und Vitalität zu suchen – das kann manchmal eine echte Herausforderung sein.

Angeborenes und erworbenes Immunsystem: Fokus auf Kindergesundheit

Besonders bei Kindern treten diese natürlichen Veränderungen deutlich zutage. Das Immunsystem der Kleinen wird durch die ständigen Wetterumschwünge auf die Probe gestellt. Einerseits ist da das angeborene Immunsystem, das wie ein gut trainierter Ersthelfer sofort reagiert, wenn ein Eindringling erkannt wird. Andererseits entwickelt sich das erworbene Immunsystem erst mit der Zeit und lernt durch jede Erkältung dazu.

Im Herbst passiert es daher oft, dass Kinder besonders empfindlich reagieren, weil ihr Immunsystem ständig neue Umgebungseinflüsse verarbeiten muss. Nun brauchen sie besondere Fürsorge und Unterstützung. Wichtig ist vor allem, dafür zu sorgen, dass sich ihr Immunsystem in seiner gesunden Balance hält. 

Warum sprechen nun alle über die Immunhomöostase?

Weil die Immunhomöostase eine entscheidende Rolle für Deine Gesundheit spielt: Im Grunde sollte Dein Immunsystem wie ein fein abgestimmtes Orchester agieren. Jedes Instrument – in diesem Fall jede Immunzelle – muss im Einklang mit den anderen spielen, damit eine schöne Melodie entsteht. Diese Harmonie und Balance im Immunsystem bezeichnen wir als Immunhomöostase.

Weder zu viel – noch zu wenig

In einem ideal funktionierenden Immunsystem herrscht eine perfekte Balance. Dein Körper muss einen ständigen Kampf gegen Eindringlinge wie Viren und Bakterien führen und gleichzeitig sicherstellen, dass die Immunantwort nicht über das Ziel hinausschießt und dabei körpereigene Zellen angreift. Ist diese Balance gestört, kann das unangenehme Folgen haben. Ein überaktives Immunsystem kann Autoimmunerkrankungen verursachen, während ein geschwächtes System Krankheiten Tür und Tor öffnet. Die Kunst der Immunhomöostase liegt darin, das richtige Maß zu finden – nicht zu viel und nicht zu wenig. Es sollte die gesunde Balance gehalten werden.

Die Rolle des Gleichgewichts im Immunsystem

Das Gleichgewicht im Immunsystem ist vergleichbar mit einem Seiltanz. Dein Körper muss in der Lage sein, auf Bedrohungen schnell zu reagieren, muss aber gleichzeitig geduldig und präzise agieren, um nicht „vom Seil zu fallen“. Dieser Balanceakt stellt sicher, dass Dein Körper sich effektiv vor Viren schützt, ohne dabei unnötigen Schaden anzurichten. Wenn alle Faktoren harmonisch zusammenspielen, gewährleistet das Gleichgewicht – die Immunhomöostase -, dass Deine Immunzellen ihre Aufgabe effizient und ohne Kollateralschäden erledigen.

Geheime Mitspieler bei der Viren-Prävention

Wusstest Du, dass Dein Körper über erstaunliche Mechanismen verfügt, um sich vor Viren zu schützen? Bestimmte Prozesse oder Wirkstoffe spielen dabei eine Schlüsselrolle, indem sie das Immunsystem auf vielfältige Weise unterstützen. Lass uns gemeinsam einen Blick darauf werfen, wie diese geheimen Helfer die Abwehrkräfte stärken:

Eine reibungslose Phagozytose – und die wichtigen Makrophagen

Stell Dir vor, Dein Körper ist eine Festung und die Makrophagen sind Deine erste Verteidigungslinie. Phagozytose ist ein Prozess, durch den diese furchtlosen Zellen Eindringlinge wie Viren erkennen, verschlingen und zerstören. Wenn die Fähigkeit zur Phagozytose gesteigert wird, bedeutet das, dass Dein Körper effektiver und schneller reagiert, Eindringlinge entfernt und eine Verbreitung der Viren verhindert.

Vorteile: Eine schnellere und effizientere Beseitigung von Viren hält Dein Immunsystem aktiv und die invasiv eindringenden Keime in Schach.

Entzündungshemmende Zytokine

In der Immunwelt ist Balance alles. Entzündungshemmende Zytokine können verhindern, dass Dein Immunsystem überreagiert – ein Risiko, das oft bei chronischen Infektionen besteht.

Vorteile: Dies hilft, unnötige Entzündungen zu vermeiden, die das Gewebe schädigen können, und sorgt dafür, dass Dein Körper auf Bedrohungen effizient und ohne Übertreibung reagiert.

PBMC, NK-Zellen und T-Zellen an vorderster Front 

Die Krieger Deines Körpers – PBMC (Periphere mononukleäre Blutzellen), NK-Zellen (Natürliche Killerzellen) und T-Zellen (eine spezifische Art von Lymphozyten) – vermehren sich, um die Abwehr zu stärken. Mehr von diesen spezialisierten Zellen bedeutet, dass Dein Körper besser dafür gerüstet ist, Infektionen abzuwehren.

Vorteile: Mit einer größeren Armee an Immunzellen ist Dein Körper bereit, Eindringlinge schneller und entschlossener anzugreifen.

Die Alarmglocken: Aktivierungsmarker CD69 und HLA-DR 

CD69 und HLA-DR sind Moleküle, die als Zelloberflächenmarker fungieren und wichtige Rollen in der Immunantwort spielen. Mit diesen Aktivierungsmarkern sind Deine Immunzellen auf Alarmbereitschaft. Sie signalisieren, dass die Zellen einsatzbereit sind und effektiv auf Bedrohungen reagieren können.

Vorteile: Deine Abwehrkräfte sind schnell aktiv und in der Lage, Viren effizienter und gezielter zu bekämpfen.

Für eine bessere Orientierung: Oberflächenmarker von Endothelzellen

Diese Marker helfen Deinem Bodyguard-Team – den Immunzellen – den Ort der Bedrohung schnell und präzise zu finden. Sie verbessern die Kommunikation zwischen Zellen und helfen, Immunzellen dorthin zu leiten, wo sie am meisten gebraucht werden.

Vorteile: Es wird sichergestellt, dass Deine Immunzellen genau dort zur Stelle sind, wo sie am meisten gebraucht werden, um Infektionen effektiv abzuwehren.

Indem Du verstehst, wie diese Prozesse und Wirkstoffe Dein Immunsystem effektiv unterstützen, bist Du besser gewappnet, die Herausforderungen des Herbstes mit erhobenen Hauptes zu meistern. 

Die Kunst der Balance: Wie Mikroimmuntherapie Deine Abwehrkräfte unterstützen kann

In der Mikroimmuntherapie werden die Wirkstoffe mit Raffinesse und Präzision kombiniert, um Dein Immunsystem optimal zu unterstützen. Ziel ist, die oben genannten Prozesse anzukurbeln, damit Deine Virenabwehr Höchstleistungen erbringen kann. 

Die Wirkstoffe werden bewusst in niedriger Dosierung zusammengeführt, um sich gegenseitig zu ergänzen und zu verstärken, ohne das empfindliche Gleichgewicht Deines Immunsystems zu stören.

Der Ansatz der Mikroimmuntherapie besteht darin, die natürlichen Prozesse zu respektieren und zu unterstützen, sodass die Immunreaktion genau die richtige Stärke und Präzision aufweist. Durch die reibungslose Integration dieser Wirkstoffe wird Dein Immunsystem in die Lage versetzt, ein Gleichgewicht aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen, welches nicht nur effektiv gegen Viren vorgeht, sondern auch die körpereigene Gesundheit schützt.

So kannst Du präventiv tätig werden: Ziele der Mikroimmuntherapie

  • Gezielte Unterstützung: Die Therapie ist darauf ausgelegt, spezifische Bedürfnisse des Immunsystems anzusprechen, indem sie gezielte Wirkstoffe zur Verfügung stellt, die genau dort agieren, wo sie benötigt werden.
  • Erhalt der Balance: Durch die feine Abstimmung der Dosierungen soll das Risiko einer Überreaktion minimiert werden, was besonders bei der Vorbeugung und Behandlung von viralen Infekten von Vorteil ist.
  • Präventive Kraft: Indem das Immunsystem in eine gesunde Balance gebracht wird, kann die Mikroimmuntherapie aktiv dazu beitragen, die Anfälligkeit für Infektionen zu reduzieren und die Gesundheit im Herbst und darüber hinaus zu fördern.

Die mikrofeine Anpassung an die Bedürfnisse Deines Körpers ermöglicht es Dir, souverän durch die kältere Jahreszeit zu navigieren und gibt Dir ein kraftvolles Werkzeug in die Hand, um Dein Wohlbefinden aktiv zu fördern.

Eine Studie über die Wirkung findest Du hier

Das Gute: Die Mikroimmuntherapie kann aufgrund der niedrigen Dosierungen in allen Altersklassen eingesetzt werden. Wir sprechen hier von Komplementärmedizin, d.h. sie kann mit anderen Medikamenten und Therapien bedenkenlos kombiniert werden. In Anbracht der Gesundheit unserer Kleinen sei hervorzuheben, dass die sublinguale Einnahmeform kindergerecht ist – zudem kommen die Botenstoffe hier über die Schleimhaut direkt mit dem Immunsystem in Kontakt, um schneller ihre Wirkung zu entfalten. 

Never walk alone! 

Der Weg zur optimalen Gesundheitsförderung muss nicht alleine gegangen werden. Die Mikroimmuntherapie entfaltet ihre volle Wirkung am besten unter der Anleitung eines erfahrenen und ausgebildeten Mikroimmuntherapeuten. Diese Experten können sicherstellen, dass die Therapie individuell auf Deine Bedürfnisse abgestimmt ist und Du die bestmögliche Unterstützung erhältst.

Um den für Dich passenden Therapeuten zu finden, kannst Du unseren Therapeutenfinder nutzen. So stellst Du sicher, dass Du die bestmögliche Begleitung erhältst, um Deine Abwehrkräfte zu stärken und Dich rundum wohl zu fühlen. 

Bereit, den nächsten Schritt zu machen? Finden wir gemeinsam Deinen Therapeuten!

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Sorge für Dich – Tipps für den Alltag

Um Deine Immunbalance und die Deiner Liebsten aktiv zu unterstützen, kannst Du selbst auch eine Menge im Alltag tun! Achte auf Dich, verhalte Dich bewusst, sei kreativ – und habe vor allem Spaß, einen zusätzlichen Schutzmantel über Dich und Deine Familie zu werfen. 

Hier einige Basics zur Inspiration: 

Ernährung

  • Ausgewogene Ernährung: Fördere Dein Immunsystem mit vitamin- und mineralstoffreichen Lebensmitteln, wie Zitrusfrüchten, Beeren, Brokkoli und Spinat, um gesund durch den Herbst zu kommen.
  • Probiotika: Unterstütze Deine Darmgesundheit durch probiotische Lebensmittel wie Joghurt, Kefir und fermentiertes Gemüse.

Bewegung & frische Luft

  • Regelmäßige Bewegung: Nutze den Herbst für Aktivitäten wie Spaziergänge in der Natur oder Yoga-Übungen zu Hause, um in Bewegung zu bleiben.
  • Tageslicht tanken: Nutze jede Gelegenheit, um Sonnenlicht für Dein Wohlbefinden einzufangen, selbst an bewölkten Tagen.

Schlaf & Stressmanagement

  • Ausreichender Schlaf: Sichere Deinem Immunsystem die nötige Unterstützung durch 7-9 Stunden Schlaf pro Nacht.
  • Stress reduzieren: Setze auf Atemübungen, Meditation oder Lesen, um Stress effektiv abzubauen.

Hydrierung

  • Ausreichend Wasser trinken: Stelle sicher, dass Du auch im Herbst und Winter regelmäßig genug trinkst.
  • Warme Getränke: Genieße Kräutertees für zusätzliche Vitamine und Wärme in der kalten Jahreszeit.

Immunstärkende Gewohnheiten

  • Regelmäßige Immununterstützung: Integriere Ansätze wie die Mikroimmuntherapie in Deinen Alltag, um Dein Immunsystem gezielt – aber sanft – zu unterstützen.
  • Ergänzungsmittel: Nutze bei Bedarf Vitamine wie Vitamin D, C, und Zink, um Deine Abwehrkräfte zu unterstützen.

Soziale Interaktionen

  • Verbindungen pflegen: Halte in der kälteren Jahreszeit aktiv soziale Kontakte aufrecht, um Dein emotionales Wohlbefinden zu stärken.
  • Virtuelle Treffen: Nutze Technologie, um in Kontakt zu bleiben, wenn persönliche Treffen nicht möglich sind.

Noch nicht genug erfahren? Folge uns – um mehr Tipps zu erhalten, wie Du gesund durch den Herbst kommst!

Jetzt bist Du dran!

Der Herbst bringt nicht nur farbenfrohe Landschaften, sondern auch Herausforderungen für Deine Gesundheit, mit denen wir uns aktiv auseinandersetzen sollten. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und frische Luft bilden die Basis für ein stabiles Immunsystem. Ausreichend Schlaf und effektives Stressmanagement sind ebenso wichtig, um Körper und Geist in Balance zu halten. Hydrierung und immunstärkende Gewohnheiten leisten einen entscheidenden Beitrag, während soziale Interaktionen unser emotionales Wohlbefinden stärken.

Die Bedeutung der Immunhomöostase kann nicht hoch genug eingeschätzt werden – sie sorgt dafür, dass Dein Immunsystem in der richtigen Balance bleibt und Du widerstandsfähiger gegen Infektionen bist. Hierbei kann die Mikroimmuntherapie wertvolle Unterstützung bieten, indem sie die natürliche Kraft Deines Immunsystems auf sanfte und effektive Weise optimiert.

Nun liegt der Ball bei Dir. Du bist bestens ausgestattet mit Wissen und Tipps, um aktiv zu werden und Deine Gesundheit zu fördern. Egal, ob es darum geht, mehr Bewegung in Deinen Alltag zu integrieren oder die Mikroimmuntherapie als neuen Ansatz zu erkunden – jeder Schritt zählt. 

Also, worauf wartest Du noch? Nimm die Zügel in die Hand und navigiere selbstbewusst und gestärkt durch den Herbst!


Quelle: The Micro-Immunotherapy Medicine 2LEID Exhibits an Immunostimulant Effect by Boosting Both Innate and Adaptive Immune Responses

Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 02.10.25

 

Gesund durch den Sommer

Gesund durch den Sommer: Das große Sommer ABC (Teil 2)

Gesund durch den Sommer

Hier beginnt nun Teil 2 unseres sommerlichen Gesundheitsabenteuers! In diesem Abschnitt führen wir Dich von N bis Z, um sicherzustellen, dass Du die sonnigen Monate gesund und unbeschwert genießen kannst. Erfahre, wie Du mit Hautproblemen wie Neurodermitis oder Infektionskrankheiten wie HPV und Warzen effektiv umgehen kannst. Entdecke Tipps, um das Schwitzen im Sommer zu managen und Deine Verdauung in Balance zu halten, damit Du ohne Beschwerden alle kulinarischen Genüsse der Saison auskosten kannst. Wir erklären auch die wichtige Rolle, die Zytokine in Deinem Immunsystem spielen, und verraten Dir, wie Du Deine körpereigene Abwehr optimal im Sommer unterstützt. Freue Dich auf wertvolle Einblicke und praktische Ratschläge für einen rundum gelungenen Sommer!

Sommer ABC Teil 1 verpasst? Hier geht’s lang!

N wie Neurodermitis

Antientzündlich entgegensteuern!

Neurodermitis kann im Sommer eine Herausforderung sein, da Hitze und Schwitzen die Symptome verschlimmern können. Ein konsequentes Hautpflegeprogramm mit leichten, duftstofffreien Feuchtigkeitscremes sowie das Tragen luftdurchlässiger Kleidung helfen, die Haut zu beruhigen. Ergänzend kann die Mikroimmuntherapie innerhalb eines individuellen Behandlungskonzepts eine wertvolle Rolle spielen: Sie nutzt Zytokine und spezifische Nukleinsäuren, um das Immunsystem ins Gleichgewicht zu bringen. Patienten mit atopischen Erkrankungen leiden häufig unter überschießenden Immunreaktionen, die durch die Mikroimmuntherapie sanft ausgeglichen werden können. Die Therapie soll helfen, entzündliche Hautreaktionen zu bewältigen, indem sie mit körpereigenen Botenstoffen das Immunsystem moduliert und zu einer antientzündlichen Reaktion anregt.

O wie Outdoor

Lass Endorphinen freien Lauf!

Outdoor-Übungen im Sommer bieten zahlreiche Vorteile für die körperliche und geistige Gesundheit: Aktivitäten an der frischen Luft, wie Radfahren, Wandern oder Wassersportarten wie Schwimmen und Kajaken, fördern die Fitness durch erhöhte Herz-Kreislauf-Belastung und stärken Muskeln und Knochen. Gleichzeitig verbessern sie die Stimmung und reduzieren Stress, da die natürliche Umgebung und das Sonnenlicht die Freisetzung von Endorphinen unterstützen.

Beim Training im Sommer ist es wichtig, die Mittagssonne zu vermeiden und stattdessen die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu nutzen. Ein angemessener Sonnenschutz durch Kleidung oder Sonnencreme sowie ausreichend Flüssigkeitszufuhr sind essentiell, um die Gesundheit zu schützen. Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen kannst Du die Vorteile von Outdoor-Aktivitäten voll ausschöpfen und den Sommer aktiv und gesund genießen.

P wie Papillomaviren

Deine antivirale Abwehrbase!

Papillomaviren (HPV) sind weit verbreitet und können im Sommer vermehrt Risiken darstellen, da Menschen in dieser Zeit häufiger Freizeitaktivitäten im Freien nachgehen und dabei engeren Hautkontakt pflegen, etwa beim Schwimmen oder bei sportlichen Aktivitäten. Diese Bedingungen können die Übertragung von HPV begünstigen.

Schutzmaßnahmen umfassen das Vermeiden von engem Hautkontakt mit fremden Personen in öffentlichen Bereichen wie Schwimmbädern, sowie die Anwendung von Schutzkleidung und das Einhalten guter Hygienepraktiken.

Die Mikroimmuntherapie bietet eine sanfte Unterstützung für das Immunsystem im Kampf gegen HPV. Diese Therapie nutzt Zytokine und spezifische Nukleinsäuren in niedriger Konzentration, um die Immunfunktionen zu modulieren und die antivirale Abwehr zu stärken. Sie zielt darauf ab, die Vermehrung und Ausbreitung von HPV zu verhindern und Rückfälle zu reduzieren. Studien und Fallbeobachtungen zeigen, dass die Mikroimmuntherapie das Risiko von HPV-bedingten Erkrankungen, einschließlich Warzen und Gebärmutterhalskrebs, signifikant senken kann. Diese Therapieform kann somit ein wertvoller Bestandteil im Umgang mit HPV-Infektionen sein.

Wichtig! Die Mikroimmuntherapie sollte immer in Begleitung eines erfahrenen Mikroimmuntherapeuten durchgeführt werden. Hier findest Du eine Auswahl an medizinischen Fachkräften, die Du ganz einfach nach Ort, PLZ-Gebiet oder auch nach dem Beschwerdebild “Humane Papillomaviren” filtern kannst:

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Q wie Quellwasser

Die gesunde Quelle!

Quellwasser ist eine ausgezeichnete Wahl zur Hydration und Erfrischung, besonders im Sommer. Es stammt aus unterirdischen Quellen und ist oft reich an Mineralien wie Kalzium und Magnesium, die wichtig für die Knochengesundheit und den Stoffwechsel sind. Durch seine natürliche Reinheit und den Mangel an chemischen Zusätzen bietet es eine gesunde Alternative zu vielen anderen Getränken. Quellwasser kann helfen, den Flüssigkeitshaushalt des Körpers optimal zu regulieren, was im Sommer besonders wichtig ist, um Dehydrierung zu vermeiden. Darüber hinaus trägt es zur Kühlung des Körpers bei, unterstützt ein klares Hautbild und fördert das allgemeine Wohlbefinden.

R wie Ruhepausen

Lass mal Fünfe gerade sein!

Der Sommer ist verführerisch und wir laufen oft Gefahr, viel zu viel zu unternehmen – da bleiben Erholungspausen oft auf der Strecke. Kennst Du das auch? Dabei bieten Ruhepausen die Möglichkeit, sich zu regenerieren, den Geist zu entspannen und die körperliche Erschöpfung zu mindern. Kurze Entspannungsphasen helfen Dir, die Konzentration zu verbessern, die Produktivität zu steigern und die Stimmung zu heben. Sie bieten dem Körper die Chance, den Kreislauf zu stabilisieren und die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Einfach mal die Füße hochzulegen, ein paar Minuten tief durchzuatmen oder eine kurze Meditation einzulegen, kann wesentlich dazu beitragen, die typischen Symptome von Sommerstress zu lindern und die warmen Monate in vollen Zügen zu genießen.

Vergiss nicht: Eine dauerhafte Stressbelastung führt zu einer erhöhten Cortisolausschüttung, die langfristig negative Folgen auf die Gesundheit haben kann. Daher ist es sehr wichtig, regelmäßige Ruhepausen bewusst einzuhalten.

S wie Schwitzen

Den inneren Ofen hochfahren!

Schwitzen ist ein natürlicher Prozess, der entscheidend für die Regulierung der Körpertemperatur und die Vermeidung von Überhitzung ist. Es kühlt den Körper durch Verdunstung von Schweiß und unterstützt die Entgiftung, indem es überschüssige Salze und Abfälle abführt.

Doch was passiert, wenn der Körper nicht schwitzt, beispielsweise durch Anhidrose? Dann besteht das Risiko von Überhitzung und möglicherweise Dehydration, da die Temperaturregulierung beeinträchtigt ist. In solchen Fällen ist es besonders wichtig, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen, um die Körperfunktionen zu unterstützen und ggf. einen Arzt aufzusuchen.

T wie Tomaten

Die rote Powerkugel!

Tomaten sind nicht nur lecker, sondern auch äußerst gesundheitsfördernd, insbesondere im Sommer. Sie sind reich an Vitamin C, Kalium, Folsäure und Antioxidantien wie Lycopin. Lycopin, das für die rote Farbe der Tomaten verantwortlich ist, hat starke antioxidative Eigenschaften, die freie Radikale neutralisieren und somit das Risiko für chronische Krankheiten, einschließlich Herzkrankheiten und bestimmte Krebsarten, reduzieren können.

Im Sommer lassen sich Tomaten vielfältig genießen. Ein frischer Tomatensalat mit Minze eignet sich perfekt für heiße Tage, bietet Erfrischung und liefert gleichzeitig Nährstoffe. Die klassische Kombination aus Tomate, Mozzarella und Basilikum ist nicht nur geschmacklich harmonisch, sondern auch ein echter Hingucker auf jedem Tisch. Gazpacho, eine kalte Suppe aus pürierten Tomaten und verschiedenen Gemüsen, ist ideal, um sich abzukühlen und gleichzeitig den Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Tomaten sind also nicht nur vielseitig und köstlich, sondern tragen auch wesentlich zur Gesundheit bei.

U wie Unterschiedliche Immunantworten

Situationsgerechte Reaktion!

Im Sommer ist das Immunsystem verschiedenen Herausforderungen ausgesetzt, die unterschiedliche Immunantworten hervorrufen können. Beispielsweise erhöht sich die Exposition gegenüber Pollen, was bei Allergikern zu überaktiven Immunreaktionen führen kann. Diese Reaktionen sind das Ergebnis einer Überempfindlichkeit des Immunsystems, das normalerweise harmlose Substanzen als Bedrohung wahrnimmt und entsprechend reagiert.

Darüber hinaus können Temperaturänderungen und höhere Luftfeuchtigkeit das Immunsystem beeinflussen. Hohe Temperaturen und häufiges Schwitzen können den Elektrolythaushalt verändern und somit die Immunfunktionen beeinträchtigen. Zudem sind in den Sommermonaten Menschen häufig verschiedenen Krankheitserregern ausgesetzt, vor allem in stark besuchten Bereichen wie Schwimmbädern und Freizeitparks.

In den Sommermonaten ist es daher wichtiger denn je, auf eine gesunde Balance unseres Immunsystems zu achten. Damit es situationsbedingt korrekt reagiert und die unterschiedlichen Immunantworten entsprechend in Gang setzt.

V wie Verdauungsprobleme

Das muss flutschen!

Im Sommer können Hitze und Reisestress zu Verdauungsproblemen führen. Eine darmfreundliche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Ballaststoffen kann helfen, die Verdauung zu unterstützen. Ergänzend ist ausreichend Bewegung wichtig, um die Darmbewegungen anzuregen und Verstopfung vorzubeugen. Flüssigkeitszufuhr ist ebenfalls essentiell: Viel Wasser trinken hilft, den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren und die Verdauung zu erleichtern. Insgesamt fördern diese Maßnahmen die Verdauungsgesundheit und das Wohlbefinden während der Sommermonate. Denn nichts ist störender, als mit einem Blähbauch der Hitze zu trotzen – oder?

W wie Warzen

Das Problem nachhaltig angehen!

Warzen sind gutartige Hautwucherungen durch das humane Papillomavirus (HPV) und treten häufig an Händen und Füßen auf. Im Sommer steigt die Infektionsgefahr durch Barfußlaufen in feuchten öffentlichen Bereichen wie Schwimmbädern, wo das Virus leicht übertragen wird. Traditionelle Behandlungen, wie Vereisungen oder Cremes, entfernen Warzen, aber nicht das Virus im Körper, wodurch bei Immunschwäche neue Warzen entstehen können.

Die Mikroimmuntherapie zielt auf nachhaltige Ergebnisse ab, indem sie die Virusvermehrung unterbinden möchte: Durch den Einsatz von Zytokinen und anderen Botenstoffen in verdünnter Form unterstützt sie das Immunsystem, mit dem Ziel, das Virus langfristig zu kontrollieren und neue Infektionen zu verhindern. Sie packt das Problem direkt an der Wurzel an.

X wie X-Millionen

Sei gewappnet!

Konkrete globale Zahlen für alle Sommerinfektionen können je nach Region, Art der Infektion und Berichterstattung variieren: Dennoch gibt es einige bekannte Trends:

In den USA beispielsweise kommt es jedes Jahr während der Sommermonate zu einer deutlichen Zunahme von Magen-Darm-Erkrankungen. Laut den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) verursachen allein Noroviren jährlich geschätzte 19 bis 21 Millionen Krankheitsfälle. Obwohl dieses Virus das ganze Jahr über aktiv ist, steigen die Fälle im Sommer an, vor allem durch vermehrte Reisen und sommerliche Veranstaltungen.

Reiseassoziierte Infektionen, wie sie durch kontaminierte Lebensmittel und Wasser entstehen, können ebenfalls zunehmen. Millionen Menschen erkranken weltweit an Durchfallerkrankungen, die häufig mit Reisen in wärmere Länder in Verbindung gebracht werden, wo Hygienestandards oft anders sind.

Diese Zahlen verdeutlichen die Bedeutung von Hygienemaßnahmen und Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere während des Sommers. Eine gesunde Immunbalance hilft Dir, Deine Abwehrbase gegen unerwünschte Infektionen aufrechtzuerhalten. 

Y wie Yin Yoga

Stresshormone runterfahren!

Yin Yoga ist eine ruhige, meditative Praxis, die durch langes Halten von Positionen die tieferen Bindegewebe dehnt. Diese Form des Yoga fördert Entspannung und aktiviert den Parasympathikus, was Stress und Angst reduziert und Achtsamkeit steigert. Durch die Senkung von Stresshormonen stärkt Yin Yoga indirekt auch das Immunsystem, da chronischer Stress die Immunfunktion beeinträchtigen kann. Zudem unterstützt die Praxis die Regeneration und Heilung im Körper, was dem Immunsystem hilft, effektiver zu arbeiten. Insgesamt bietet Yin Yoga eine wertvolle Möglichkeit, Stress abzubauen und das Immunsystem zu unterstützen, besonders während sehr aktiven bis hektischen Zeiten im Sommer.

Z wie Zytokine

Die Boten wichtiger Informationen!

Zytokine sind essentielle Proteine im Immunsystem, die als Botenstoffe zwischen den Zellen agieren. Sie steuern die Immunantwort, indem sie Entzündungen initiieren oder hemmen und das Wachstum sowie die Differenzierung von Immunzellen beeinflussen. Diese Funktionen sind entscheidend für den Schutz vor Infektionen. Ein Zytokin-Ungleichgewicht kann jedoch zu chronischen Entzündungen und Autoimmunerkrankungen führen.

In der Mikroimmuntherapie werden Zytokine gezielt eingesetzt, um das Immunsystem zu modulieren. Durch die stark verdünnte Gabe von Zytokinen wird versucht, das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen und eine effektive Immunantwort zu fördern. Dabei zielt die Therapie darauf ab, die körpereigenen Abwehrmechanismen zu unterstützen und langfristig stabil zu halten.

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Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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letzte Aktualisierung: 10.07.25

 

Immuntherapie: Der Vergleich

Mikroimmuntherapie versus schulmedizinischer Immuntherapie: die wichtigen Unterschiede

Immuntherapie: Der Vergleich

Jeder Körper verfügt über einen eigenen, komplexen Schutzmechanismus: unser Immunsystem. Im gesunden und optimalen Zustand sorgt es dafür, dass Krankheitserreger oder entartete Zellen möglichst schnell erkannt und unschädlich gemacht werden. In der modernen Medizin gibt es verschiedene Ansätze, das Immunsystem gezielt anzusprechen und in seiner Funktion zu unterstützen, zum Beispiel eine Immuntherapie.

In diesem Artikel möchten wir Dir einen kurzen Überblick über die verschiedenen Verfahren geben und Dir aufzeigen, wo die wesentlichen Unterschiede zwischen der Mikroimmuntherapie und den schulmedizinischen Methoden der Immuntherapie liegen. Was macht die Mikroimmuntherapie so besonders? Worauf zielt sie genau ab und wie tritt sie mit dem Immunsystem in Kontakt? In diesem Zusammenhang wollen wir auch darauf eingehen, warum eine informierte, individuelle Therapieentscheidung im engen Austausch mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten unerlässlich ist.

Inhalt

Welche schulmedizinischen Immuntherapien gibt es?

Die Immuntherapie hat sich vor allem in der Onkologie etabliert. Ziel der Immuntherapie ist es, das körpereigene Immunsystem so zu beeinflussen, dass es eigenständig gegen Krebszellen vorgeht. Ob eine Immuntherapie bei einer Krebserkrankung sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Krebsart und dem Stadium der Erkrankung ab – es gibt Tumorarten, die nach bisherigen Erfahrungen gut auf die Therapie ansprechen, und andere, bei denen eher selten oder gar keine Erfolge zu verzeichnen sind.1 Auch bei der Behandlung von bestimmten Autoimmunerkrankungen, Allergien oder Immundefekten kann die schulmedizinische Immuntherapie eingesetzt werden. Dabei ist es wichtig, dass es nicht die eine Immuntherapie gibt, sondern unterschiedliche Verfahren und Methoden, die unter diesem Begriff zusammengefasst werden.

Ausgewählte Immuntherapien im Überblick

1.  Immun-Checkpoint-Inhibitoren
Zu den bekanntesten Immuntherapien gehören die Immun-Checkpoint-Inhibitoren. Dabei handelt es sich um Medikamente, die eingesetzt werden, um „Bremsen“ des Immunsystems auszuschalten. Diese „Bremsen“ oder Kontrollstellen (engl.: Checkpoints) sind natürliche Mechanismen, die dafür sorgen, dass das Immunsystem möglichst nicht überreagiert oder unkontrollierte Abwehrreaktionen auslöst. Tumorzellen nutzen diese Checkpoints, indem sie sie beeinflussen und aktivieren, um die Immunantwort zu hemmen. Mithilfe der Immuntherapie sollen diese „Bremsen“ gelöst werden, um eine starke Immunantwort gegen die Krebszellen zu fördern und diese möglichst abzutöten.

2. CAR-T-Zelltherapie
Eine zweite Möglichkeit ist die sogenannte CAR-T-Zelltherapie. Dabei werden körpereigene T-Zellen gentechnisch so umprogrammiert, dass sie Krebszellen erkennen und abtöten. Sie kommen hauptsächlich bei der Behandlung bestimmter Blutkrebserkrankungen zum Einsatz.

3. Monoklonale Antikörper
Monoklonale Antikörper sind gentechnisch hergestellte Antikörper. Sie binden an Moleküle und blockieren so gezielt Botenstoffe und Rezeptoren. Es gibt verschiedene monoklonale Antikörper mit unterschiedlicher Zielrichtung.  In der Krebstherapie können monoklonale Antikörper das Krebswachstum hemmen oder das Immunsystem aktivieren, um die Krebszellen zu bekämpfen. Andere monoklonale Antikörper können bestimmte Signalwege hemmen (Immunsuppression).2

4. Therapeutische Impfstoffe
Im Gegensatz zu herkömmlichen Schutzimpfungen werden therapeutische Impfstoffe nicht vorbeugend eingesetzt, sondern dienen der Behandlung bestehender Erkrankungen. Sie sollen das Immunsystem gezielt anregen, um bestimmte Strukturen und Mechanismen zu erkennen und zu beseitigen (z. B. Tumorzellen).

5. Zytokintherapie
Zytokine sind körpereigene Botenstoffe, die Immunreaktionen steuern. Somit kann das Immunsystem zu einer bestimmten Antwort bewegt werden (Stimulation oder Suppression). In der schulmedizinischen Zytokintherapie liegen die Immunbotenstoffe in einer höheren Dosierung vor und können entsprechend starke Veränderungen hervorrufen.

6. Hyposensibilisierung
Hierbei handelt es sich um eine Behandlungsmethode aus der Allergietherapie, bei der eine steigende Dosis des entsprechenden Allergens verabreicht wird, um eine Toleranz des Immunsystems zu erreichen.

Dies sind nur einige Beispiele aus dem Bereich der schulmedizinischen Immuntherapie. Weitere Informationen kannst Du unter anderem hier auf der Website vom Deutschen Zentrum Immuntherapie (DZI) am Uniklinikum Erlangen oder auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finden.

Herausforderungen und Grenzen der klassischen Immuntherapie

Obwohl die einzelnen Verfahren der schulmedizinischen Immuntherapie einen vielversprechenden Ansatz darstellen, bergen sie oft auch nicht zu vernachlässigende Risiken und Grenzen. Die herkömmliche Immuntherapie ist in der Regel nicht auf die feinen Regulationsmechanismen des natürlichen Immunsystems abgestimmt. Stattdessen werden relativ hochdosierte Substanzen und gentechnische Programmierungen eingesetzt, die intensiv in die Abläufe des Immunsystems eingreifen. Dadurch wird eine bestimmte Reaktion „erzwungen“ – das Immunsystem wird entweder zu einer starken Abwehrreaktion veranlasst oder Reaktionen werden vehement unterdrückt.

Nebenwirkungen und Risiken
Diese Ansätze können starke Nebenwirkungen haben. So können überschießende Immunreaktionen zu Fieber, Hautausschlag, Erschöpfung, Infektanfälligkeit und Gewebeschäden führen. Denn die hervorgerufenen Entzündungen können auch gesundes Gewebe angreifen und dauerhaft schädigen. So kann es zum Teil auch zu Autoimmunreaktionen kommen. Werden beispielsweise Leber, Darm, Nieren oder Schilddrüse durch die Entzündung stark geschädigt, kann dies schwerwiegende Folgen haben.

Begrenzte Anwendung & weitere Forschung notwendig
Zudem zeigen einige Immuntherapien offenbar nur bei bestimmten Tumorarten Wirkung. Checkpoint-Inhibitoren scheinen nur dann zu wirken, wenn die Tumorantwort bereits gebremst ist.3 In diesen und anderen Bereichen ist noch viel Forschung nötig, um die notwendigen Erkenntnisse zu gewinnen und die Therapie entsprechend anpassen zu können.

Die Mikroimmuntherapie: sanfte Modulation und Optimierung

Anstatt eine bestimmte Immunantwort zu forcieren oder zu unterdrücken, verfolgt die Mikroimmuntherapie einen regulatorischen Ansatz. Mithilfe von körpereigenen Molekülen versucht die Mikroimmuntherapie, das Immunsystem wieder in sein natürliches Gleichgewicht zu bringen. Zu den eingesetzten Wirkstoffen gehören unter anderem Zytokine wie Interleukine und Wachstumsfaktoren, Nukleinsäuren und spezifische Nukleinsäuren. Das Besondere: Die Wirkstoffe werden in sehr niedrigen Konzentrationen (Low-Dose und Ultra-Low-Dose) verabreicht, sodass nur eine sehr sanfte Feinmodulation angestrebt wird. Das Immunsystem soll weder übermäßig stimuliert noch aggressiv blockiert werden. Stattdessen ist das Ziel, das Immunsystem langfristig zu trainieren, damit es angemessen reagieren kann. Es handelt sich somit nicht um eine schnelle, vorübergehende Lösung, sondern um einen nachhaltigen Ansatz.

In der Onkologie wird die Mikroimmuntherapie als begleitende Behandlung eingesetzt.. Sie soll die individuelle Krebstherapie (z. B. Chemotherapie, Strahlentherapie) sanft ergänzen und unterstützen, um beispielsweise Nebenwirkungen derselben zu lindern oder ihren Erfolg eventuell zu stärken. Zu den Anwendungsmöglichkeiten der Mikroimmuntherapie zählen auch die Nachbehandlung, um Rezidive unwahrscheinlicher zu machen, oder die Unterstützung der Immunregulation bei Infektionen mit den humanen Papillomaviren (HPV-Infektionen).

Mehr zur Mikroimmuntherapie
In diesem Video wird Dir die Mikroimmuntherapie in Kürze vorgestellt:

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Mehr Informationen

Im folgenden Abschnitt sollen die wesentlichen Bereiche noch einmal übersichtlich aufgeschlüsselt und zwischen Mikroimmuntherapie und Immuntherapie direkt verglichen werden.

1. Zielsetzung

Ziel der Mikroimmuntherapie ist es, mithilfe von Botenstoffen die Kommunikation zwischen den Immunzellen und  Molekülen im Körper zu verbessern und die natürlichen Abwehrreaktionen wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. Dabei sollen Prozesse der Immunantwort je nach Bedarf entweder gefördert oder auch gebremst werden. So soll das Immunsystem durch eine sanfte Feinmodulation wieder in die Lage versetzt werden, den Körper selbst zu schützen (Selbstregulation) – davon profitieren wir langfristig.

Bei der konventionellen Immuntherapie geht es in der Regel darum, durch eine intensive Stimulation des Immunsystems mit bestimmten Medikamenten eine starke Immunantwort hervorzurufen oder das Immunsystem so weit wie möglich zu unterdrücken, um keine Immunantwort zuzulassen. In beiden Fällen greift die Behandlung also direkt und entscheidend in die Funktion des Immunsystems ein.

2. Dosierung

Die Mikroimmuntherapie arbeitet mit sehr niedrigen, potenzierten Dosierungen. Die verwendeten immunologischen Substanzen liegen in niedrigen bis ultra-niedrigen Dosierungen (low-doses bis ultra-low doses) vor, wie sie auch im Körper natürlicherweise vorkommen. Sie sollen eine subtile und fein abgestimmte Wirkung entfalten, ohne starke Nebenwirkungen zu riskieren. Je nach gewünschter Wirkung unterscheiden sich die Substanzen und ihre Verdünnungsstufen.

Verdünnungsstufen Mikroimmuntherapie

Die konventionelle Immuntherapie verwendet meist relativ hochdosierte Substanzen, um die gewünschte Wirkung direkt zu erzielen. Da sie auf diese Weise intensiv in das Immungeschehen eingreift, kann sie häufig auch zu starken Nebenwirkungen führen.

3. Verwendete Substanzen

Bei der Mikroimmuntherapie werden immunmodulierende Substanzen eingesetzt wie Zytokine (Interferone, Interleukine, Wachstumsfaktoren), Nukleinsäuren und spezifische Nukleinsäuren. Sie werden stark verdünnt und sollen die Kommunikation der Immunzellen und Moleküle im Körper unterstützen – sie sind Helfer bei der Koordination der Immunantwort.

In der klassischen Immuntherapie werden biotechnologisch hergestellte Substanzen verwendet, die jedoch in pharmakologisch konzentrierten Dosierungen vorliegen und weitgehend unverdünnt bleiben. Zu den eingesetzten Substanzen gehören Zytokine (in Normaldosierung), Immun-Checkpoint-Inhibitoren, monoklonale Antikörper, Immunmodulatoren und Impfstoffe. 

4. Einnahme/Verabreichung

Die Mikroimmuntherapie wird sublingual eingenommen, indem die Mikroimmuntherapeutika unter die Zunge gegeben werden. Dort gelangen sie in den Lymphkreislauf und werden durch den Körper transportiert. Die Mikroimmuntherapie erfolgt sequenziell und orientiert sich damit am natürlichen Ablauf des Immunsystems.

Anwendung Mikroimmuntherapie

Die konventionelle Immuntherapie wird in der Regel als Infusion oder Injektion verabreicht. Einige moderne Immuntherapien sind auch in Tablettenform erhältlich. Die Anwendung erfolgt in streng überwachten Zyklen.

5. Wissenschaftliche Grundlage

Die Mikroimmuntherapie basiert auf immunologischen Prozessen in Kombination mit niedrigen Dosierungen. Es gibt klinische Studien zu einzelnen Anwendungsgebieten und vorklinische Forschungsprojekte, mit denen die biologische Aktivität, Wirkungsweise, Wirksamkeit und Sicherheit  untersucht und dargelegt werden. Insbesondere die feinregulierende Wirkung der Mikroimmuntherapie spiegelt den ganzheitlichen Ansatz wider und trägt dazu bei, Nebenwirkungen zu minimieren. In herkömmlichen pharmakologischen Studien ergibt sich aber häufig auch die Schwierigkeit, solche sanften Wirkungswege darzustellen und nachzuweisen. Durch laufende und künftige Studien und Forschungsarbeiten soll das Wissen zur Funktionsweise, zur Wirksamkeit und zum Sicherheitsprofil der Mikroimmuntherapie weiterhin ergründet und ergänzt werden.

Hier findest Du eine Übersicht und weitere Informationen zur aktuellen Studienlage.

Die klassische Immuntherapie ist ein evidenzbasiertes Therapieverfahren, dessen Wirksamkeit durch mehrere klinische Studien belegt ist. Für einzelne Methoden besteht jedoch weiterer Forschungsbedarf, da zum Teil unklar ist, bei welchen Erkrankungen die Immuntherapie tatsächlich sinnvoll ist, warum sie bei anderen (z. B. bestimmten Tumorarten) keinen Erfolg zeigt und welche Voraussetzungen dafür entscheidend sind (siehe Punkt „Herausforderungen und Grenzen der klassischen Immuntherapie“).

6. Anwendungsgebiete

Die Mikroimmuntherapie zielt in der Regel auf eine langfristige Immunregulation ab. Sie wird daher bevorzugt bei chronischen Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Allergien, Virusinfektionen und -Reaktivierungen, Erschöpfungssyndromen, altersbedingten Veränderungen und funktionellen Störungen eingesetzt. Sie hat ein breites Anwendungsspektrum und eignet sich aufgrund ihres geringen Nebenwirkungsprofils und ihrer guten Verträglichkeit als ergänzende Therapie zu anderen Behandlungsansätzen. So wird die Mikroimmuntherapie beispielsweise ergänzend in der Krebstherapie eingesetzt, um das Immunsystem nachhaltig zu unterstützen und die Lebensqualität positiv zu beeinflussen.

Die klassische Immuntherapie wird vor allem bei sehr schweren Erkrankungen wie Krebs, Autoimmunerkrankungen und Immundefekten eingesetzt. Häufig handelt es sich um Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen, bei denen andere Therapien keine oder nur geringe Erfolgsaussichten haben.

Spezialisten für Mikroimmuntherapie

Wenn Du Dich für die Mikroimmuntherapie interessierst und mehr über diesen umfassenden Ansatz erfahren möchtest, solltest Du Dich an erfahrene Mikroimmuntherapeuten wenden. Dein Therapeut bespricht mit Dir alle Details auf der Grundlage einer sorgfältigen Anamnese und Untersuchung – denn Art und Dosierung richten sich immer nach dem jeweiligen Befund. Mithilfe der Online-Therapeutenliste kannst Du nach Experten in Deiner Nähe oder gezielt nach Beschwerdebildern suchen.

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Fazit: Jede Therapie ist immer individuell festzulegen

Sowohl die Mikroimmuntherapie als auch die konventionelle Immuntherapie zielen auf die Beeinflussung des Immunsystems ab – allerdings mit unterschiedlichen Herangehensweisen. Während die Mikroimmuntherapie einen sanften, regulierenden Ansatz verfolgt, greift die klassische Immuntherapie häufig intensiv in die Immunantwort ein. Überdies wird die herkömmliche Immuntherapie in der Regel in akuten Fällen eingesetzt, während die Mikroimmuntherapie sowohl in akuten Fällen angewendet werden kann als auch präventiv (z. B. Allergien, Infekte). 

Trotz dieser grundlegenden Unterschiede schließen sich die beiden Verfahren nicht kategorisch aus. Jede Therapieentscheidung ist individuell und richtet sich nach dem Krankheitsbild, dem Schweregrad und der individuellen Situation des Patienten. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass jede Behandlung individuell und in Absprache mit medizinischen Fachleuten festgelegt wird, die die individuellen Bedürfnisse und die spezifische gesundheitliche Situation des Patienten berücksichtigen. Insbesondere die Mikroimmuntherapie eignet sich aufgrund ihres sanften Ansatzes und der geringen Nebenwirkungen als ergänzende Therapiemethode für zahlreiche Behandlungen. Zudem ist sie für alle Altersgruppen gut geeignet – auch für Kinder und Senioren.

Für weitere Informationen zur Mikroimmuntherapie und ihren Anwendungsbereichen kannst Du außerdem einen Blick in die verschiedenen Patientenbroschüren werfen. Die Übersicht zu den Broschüren findest Du hier.

Literatur & Quellen

Website des Krebsinformationsdiensts. Immuntherapie gegen Krebs – Checkpoint-Inhibitoren, CAR-T-Zelltherapie und weitere Verfahren (aktualisiert am 4.6.2024). https://www.krebswissen.ch/mikroimmuntherapie.html [abgerufen am 31.3.2025]

Website des Paul-Ehrlich-Instituts. Monoklonale Antikörper (aktualisiert 14.3.2025). https://www.pei.de/DE/arzneimittel/antikoerper/monoklonale-antikoerper/monoklonale-antikoerper-node.html [abgerufen am 31.3.2025]

Focus Online. Forscher stellen Immunsystem scharf/Krebs-Meilenstein: Immuntherapie kann Tumore besiegen – und ist wirksamer als Chemo (27.06.2020). https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/krebs-immuntherapie-neue-behandlungswege-koennen-krebs-binnen-monaten-besiegen_id_11252149.html [abgerufen am 31.3.2025]

Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Immuntherapie – kann das Immunsystem Krebs bekämpfen? https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/immuntherapie-kann-das-immunsystem-krebs-bekampfen-7033.php [abgerufen am 28.3.2025]

Journal Onkologie. Immuntherapie (aktualisiert am 11.05.2022). https://www.journalonko.de/therapien/immuntherapie [abgerufen am 28.3.2025]


Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 8.5.25

 

  1. Website des Krebsinformationsdiensts. Immuntherapie gegen Krebs – Checkpoint-Inhibitoren, CAR-T-Zelltherapie und weitere Verfahren (aktualisiert am 4.6.2024). https://www.krebswissen.ch/mikroimmuntherapie.html [abgerufen am 31.3.2025] ↩︎
  2. Website des Paul-Ehrlich-Instituts. Monoklonale Antikörper (aktualisiert 14.3.2025). https://www.pei.de/DE/arzneimittel/antikoerper/monoklonale-antikoerper/monoklonale-antikoerper-node.html [abgerufen am 31.3.2025] ↩︎
  3. Focus Online. Forscher stellen Immunsystem scharf/Krebs-Meilenstein: Immuntherapie kann Tumore besiegen – und ist wirksamer als Chemo (27.06.2020). https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/krebs-immuntherapie-neue-behandlungswege-koennen-krebs-binnen-monaten-besiegen_id_11252149.html [abgerufen am 31.3.2025] ↩︎

Zytokine – Botenstoffe des Immunsystems

Was sind Zytokine?

Zytokine sind vom menschlichen Körper produzierte Eiweiße, die als Botenstoffe zwischen den einzelnen Komponenten des Immunsystems fungieren. Es handelt sich um Moleküle, durch die sich Lymphozyten, Makrophagen und andere an der Immunantwort beteiligte Zellen verständigen. Mit deren Hilfe koordinieren sie ihren gemeinsamen Kampf gegen Angriffe des Organismus.

Wie ist das zu verstehen? Denken wir an ein einfaches Beispiel: Jedes Projekt, bei dem unterschiedliche Personen beteiligt sind, bedarf einer Person, die die Arbeit der anderen leitet und koordiniert. Sprich die über die Projekt-Fortschritte und über die folgenden Schritte informiert. Nur auf diese Weise kann das Projekt erfolgreich beendet werden. Alles andere würde im puren Chaos enden.

Die Immunreaktion läuft in ähnlicher Weise ab. Wenn alle Zellen und alle Organe des Immunsystems unabhängig voneinander agieren würden, wäre unser Leben in großer Gefahr. Zum Glück ist das nicht der Fall. Sobald ein Erreger erkannt wird, versuchen die hierdurch aktivierten Immunzellen diesen zu beseitigen. Sollten diese Zellen es nicht schaffen, den Erreger unter Kontrolle zu bringen, fordern sie die Unterstützung durch andere immunkompetente Zellen. Die Bekämpfung des Eindringlings erfolgt so gemeinsam, auf spezifischere Weise an. Die Zellen eines gesunden Immunsystems wissen ebenfalls, wann ihre “Mission” erfüllt ist.

Der interzelluläre Informationsaustausch über die Lage der Abwehrmaßnahme und über die Einleitung der nächsten Schritte findet mittels der Freisetzung von Zytokinen durch die an der Immunreaktion beteiligten Zellen statt. Die Freisetzung bestimmter Zytokine in einer bestimmten Menge durch eine bestimmte Zelle löst eine bestimmte Reaktion aus. Es ist erstaunlich, wie unglaublich gut unser Immunsystem organisiert ist.

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