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Kategorie: Altersbedingte Erkrankungen

Neurodegenerative und altersbedingte Erkrankungen (u.a. Demenz, Alzheimer, Parkinson, Makuladegeneration)

Mikroimmuntherapie bei Alzheimer und Demenz

Mikroimmuntherapie: Wirksame Hilfe bei Alzheimer und Demenz

Mikroimmuntherapie bei Alzheimer und Demenz

Gibt es eine empfehlenswerte Hilfe bei Alzheimer?

Sie ist die Furcht vieler Menschen im Alter: die Demenzerkrankung. Schleichend setzt die Störung beziehungsweise der Verlust der intellektuellen und geistigen Leistungsfähigkeit ein. Für die Betroffenen und Angehörigen kann die Demenz auch relativ plötzlich wirken, wenn die anzeigenden Symptome vorher nicht wahrgenommen wurden. Zudem gibt es Demenzformen, die sehr plötzlich und sprunghaft einsetzen. Die Demenz verändert viel: Sowohl die Betroffenen als auch deren Angehörige sehen sich in einer neuen Lebenssituation. Während die Demenzerkrankten mit den Symptomen und Beschwerden zu kämpfen haben, stellt die Erkrankung häufig auch für die Partner, Partnerinnen, Kinder und anderen Familienmitglieder eine Herausforderung dar. Oftmals sind es die Lebensgefährt:innen oder Kinder, die sich der Pflege annehmen. Das kann an den Kräften zehren.

Die Demenz ist nach aktuellem Wissensstand nicht heilbar. Sie kann aber mit verschiedenen Behandlungen therapiert werden. Vor allem in frühen Stadien kann eine adäquate medizinische Unterstützung dabei helfen, die Symptome zu mindern und das Voranschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Eine der sanften Methoden ist die Mikroimmuntherapie bei Demenz.

Worin unterscheiden sich Alzheimer und Demenz?

Demenz ist der Oberbegriff verschiedener Erkrankungsformen, die sich auf die Gedächtnisfähigkeiten beziehen. Aus dem Lateinischen übersetzt, bedeutet Demenz so viel wie „weg vom Geist“ oder „ohne Geist“. Zu Beginn leiden die Betroffenen meist unter Vergesslichkeit. Im Laufe der Erkrankung verlieren die Patienten und Patientinnen zunehmen ihre geistigen Fähigkeiten, bis selbst alltägliche Handgriffe verlernt und nahestehende Personen nicht mehr erkannt werden.

Die Alzheimer-Krankheit ist eine Form der Demenzerkrankungen. Schätzungen zufolge stellt sie mit etwa 60 bis 65 Prozent die häufigste Demenzart dar. Das zweithäufigste Auftreten verzeichnet die vaskuläre (gefäßbedingte) Demenz. Die beiden Arten unterscheiden sich vor allem in ihrem Beginn und Verlauf: Während Alzheimer schleichend und schrittweise erfolgt, setzt die vaskuläre Demenz meist schlagartig ein. Letztere steht zudem häufig im Zusammenhang mit Schlaganfällen, Lähmungen und Taubheitsgefühlen.

In der Theorie lassen sich die beiden Formen in verschiedenen Punkten voneinander unterscheiden. In der Realität sieht das meist anders aus: Dort treten gehäuft auch Mischformen der verschiedenen Demenzerkrankungen auf, die sich gegenseitig beeinflussen. Da sich die einzelnen Erkrankungsformen überschneiden können, erschwert das oftmals die Diagnosestellung und die Festlegung der geeigneten Therapie.

Primäre und sekundäre Demenz

Die Demenzerkrankungen können auch in primäre und sekundäre Demenz unterschieden werden. Hierbei stellen die primären Demenzen den Hauptteil der Erkrankungen dar. Sie haben ihren Ursprung im Gehirn. Der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit ist auf neurodegenerative Prozesse zurückzuführen. Vor allem Eiweißablagerungen (sogenannte Plaques) und Entzündungsprozesse im Gehirn führen zu neurotoxischen Reaktionen. Zu der primären Demenz gehören die Alzheimer-Krankheit, die vaskuläre Demenz, die frontotemporale Demenz (Veränderung der Persönlichkeit, des Sozialverhaltens und der Sprache) und die Lewy-Körper-Demenz (optische und akustische Halluzinationen, Ähnlichkeit zur Parkinson-Krankheit).

Seltener sind es Ursachen wie Alkoholmissbrauch, Schilddrüsenerkrankungen oder sehr starke Vitamin-Mangelerscheinungen, die zu einer Demenzerkrankung führen. In diesen Fällen handelt es sich um eine sogenannte sekundäre Demenz.

Die Therapie bei Alzheimer und Demenz

Die Vielfalt der Symptome und Formen der Demenz führen dazu, dass es nicht die eine bestimmte Behandlung bei Demenz gibt, sondern ein Repertoire an verschiedenen Therapiemöglichkeiten. Diese Optionen werden an die Bedürfnisse des Patienten beziehungsweise der Patientin angepasst. Auch Aspekte wie die soziale sowie finanzielle Situation fließen in die Erstellung des Behandlungsplans mit ein. Eine Besonderheit bei der Demenztherapie besteht darin, dass auch das Umfeld maßgeblich Teil daran hat, wie sich die Patienten und Patientinnen fühlen. Es handelt sich um eine sogenannte Milieutherapie, bei der die äußeren Umstände und die Reaktionen der Mitmenschen ebenfalls auf die Erkrankung fokussiert und dahingehend ausgerichtet werden. Sympathie und Geduld haben bei der Therapie einen hohen Stellenwert. Ebenfalls eine wichtige Basis stellen die richtige Ernährung und genügend Bewegung dar.

Zusätzlich zu diesem Grundrahmen der Therapie kommen häufig Trainingsübungen zum Einsatz, um die Gedächtnisleistung zu fördern. Des Weiteren stehen Musik-, Kunst-, Ergo-, Physio- sowie Verhaltenstherapien zur Auswahl, die je nach Patient:in in den Behandlungsplan eingeflochten werden können.

Einen großen Anteil hat auch die medikamentöse Therapie. Hierbei können verschiedene Wirkstoffe Anwendung finden. Häufig begrenzt sich die medikamentöse Therapie nicht nur auf ein bestimmtes Medikament, sondern es werden verschiedene Präparate gegen die einzelnen Symptome und Beschwerden eingesetzt. Dies birgt – vor allem bei einer fortgeschrittenen Demenz – das Risiko für unerwünschte Wechselwirkungen oder starke Nebenwirkungen.

Das Immunsystem und die Mikroimmuntherapie bei Alzheimer-Demenz

Wissenschaftliche Erkenntnisse haben gezeigt, dass das menschliche Immunsystem maßgeblich an der Gesundheit beteiligt ist. Im Umkehrschluss können sich Störungen in der immunitären Balance auf die unterschiedlichen Bereiche des Körpers negativ auswirken und Erkrankungen begünstigen. Auch die Alzheimer-Erkrankung und andere Demenzformen sind mit Störungen im Immunsystem verbunden. Normalerweise besteht im gesunden Zustand ein Gleichgewicht zwischen Eiweißablagerungen und deren Beseitigung durch Immunzellen im Gehirn. Neben der Verhinderung einer übermäßigen Proteinablagerung sorgen diese „Fresszellen“ (Mikrogliazellen) im Gehirn auch für eine Stimulation der Synapsenbildung und unterstützen somit die Gedächtnisleistung. Kommt es durch Störungen zu einer übermäßigen Produktion von Immunzellen, tritt in diesem Zusammenhang eine erhöhte Menge entzündlicher Zytokine auf. Ist es dem Körper nicht mehr möglich, die Balance zu halten, wirken diese Zytokine neurotoxisch und tragen zum Verfall der kognitiven Leistungsfähigkeit bei. Bei der Alzheimer-Erkrankung geht man davon aus, dass es zu einer altersbedingten Fehlfunktion der Mikrogliazellen kommt, die in einer erhöhten Entzündungsbereitschaft (Neuroinflammation) resultiert.

Die Mikroimmuntherapie (MIT) basiert auf der natürlichen Funktionsweise des Immunsystems und zielt darauf ab, immunitäre Dysbalancen sanft auszugleichen. Sie verwendet dabei dieselben Botenstoffe (Zytokine, Hormone, Wachstumsfaktoren), die auch der Körper zur internen Kommunikation bei einer Immunantwort freisetzt. Die Substanzen liegen in sehr geringen Dosierungen (low doses und ultra-low doses) vor. Damit entsprechen sie den physiologischen Konzentrationen oder sind sogar geringer als diese.

Wie genau wirkt die Mikroimmuntherapie?

Die Mikroimmuntherapie besitzt unterschiedliche Formeln für verschiedene Erkrankungen. So gibt es für Alzheimer und Demenz eine Formel, die sich ganz gezielt gegen das Fortschreiten dieser Krankheit richtet und Symptome wie Verwirrtheit, Unruhe und Aggression lindern kann. Darüber hinaus stehen Formeln gegen depressive Verstimmungen sowie gegen Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen zur Auswahl. Die Substanzen der MIT wirken sehr schonend auf den Körper ein und bewirken von innen heraus eine Rückführung zur natürlichen Balance der Immunreaktionen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Oft können die sonstigen medikamentösen Therapiebestandteile reduziert werden, wodurch auch das Risiko für Wechselwirkungen sinkt. Die Mikroimmuntherapie selbst ist sehr gut mit anderen Therapien kombinierbar und setzt deren Wirksamkeit nicht herab – sie kann die Wirksamkeit sogar positiv unterstützen.

Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie.
Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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Gehirn das nachdenkt

Vergesslichkeit vorbeugen und behandeln – gesund und fit im Alter

Wo habe ich die Brille abgelegt? War heute schon der Arzttermin? Was wollte ich noch einkaufen? Vergesslichkeit ist jedem Menschen bereits begegnet und man fragt sich oft, ob man Vergesslichkeit vorbeugen kann. Auch junge Leute vergessen Dinge, wenn sie zum Beispiel in Eile sind oder eine stressige Lebensphase durchlaufen. Wenn solche Momente, besonders bei älteren Patienten, immer häufiger vorkommen, kann durchaus eine Erkrankung wie beispielsweise Demenz oder ihre häufigste Krankheitsform Alzheimer dahinterstecken. Die Mikroimmuntherapie bei Vergesslichkeit möchte das Fortschreiten der Krankheit durch eine immunitäre Unterstützung aufhalten und so die Lebensqualität der Betroffenen langfristig verbessern.

Was ist Vergesslichkeit und wie äußert sie sich?

Vergesslichkeit kann sich unterschiedlich stark ausprägen. Erinnerungsschwierigkeiten wie das Behalten von Namen, Gesichtern oder Terminen sind dabei nichts Ungewöhnliches. Das komplette Vergessen von Erlebnissen oder Personen lässt hingegen schnell Sorgen aufkommen. Treten solche Ereignisse ein, bedeutet das jedoch nicht sofort, dass eine Erkrankung wie Demenz die Ursache ist. In einem gewissen Maß ist Vergesslichkeit etwas Normales, denn das Gehirn stellt ständig neue Verknüpfungen her oder überarbeitet Informationen. Auch Müdigkeit, Flüssigkeitsmangel, Stresssituationen oder bestimmte Erkrankungen können dafür sorgen, dass Menschen vergesslich werden. Stellen Patienten jedoch regelmäßig Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, der Orientierung oder der Konzentration fest, sollten sie einen Arzt aufsuchen.

Leider kann eine Demenzerkrankung noch nicht vollständig geheilt, ihr Fortschreiten jedoch verlangsamt werden. Die Mikroimmuntherapie zielt deshalb darauf ab, den Verlauf der Erkrankung aufzuhalten. Da die Demenz besonders im Alter auftritt, nutzen viele jüngere Menschen die Mikroimmuntherapie bei Vergesslichkeit auch bereits als präventive Maßnahme.

Inwiefern unterscheiden sich Alzheimer und Demenz?

Wenn Patienten unter starker Vergesslichkeit leiden, wird schnell von Alzheimer und Demenz gesprochen, doch was genau charakterisiert diese Erkrankungen? Grundsätzlich wird bei der Demenz zwischen einer primären und sekundären Form unterschieden. Primäre Demenzen umfassen 90 Prozent der Demenzerkrankungen und haben ihren Ursprung im Gehirn. Beim Krankheitsverlauf werden die miteinander verbundenen Nervenzellen angegriffen und zerstört, wodurch der Informationsfluss gestört wird. In der Folge kann es zum Verlust geistiger, emotionaler und sozialer Fähigkeiten kommen. Vor allem das Gedächtnis, aber auch die Sprache und die Motorik können von den Veränderungen betroffen sein.

Da durch die immer bessere medizinische Versorgung und durch unterstützende Behandlungsmethoden der Altersdurchschnitt der Patienten steigt, hat auch die Zahl der Demenzpatienten in der Vergangenheit zugenommen. Formen der Demenz treten zum Beispiel bei der Lewy-Körperchen-Krankheit oder bei Morbus Parkinson auf.

Die sekundäre Demenz ist meist die Folge einer anderen Krankheit, wie einer Schilddrüsenerkrankung oder einer Depression. Doch auch externe Schäden am Kopf können die Entwicklung einer sekundären Demenz, beispielsweise durch ein Schädel-Hirn-Trauma, fördern.

Alzheimer bezeichnet eine besondere Art und zugleich die häufigste Erkrankungsform der Demenz. Der Krankheitsverlauf ist ähnlich: Die Nervenzellen in speziellen Arealen des Gehirns werden nach und nach abgetötet – das Vergessen setzt ein. Eine Ursache dafür ist ein Ungleichgewicht des Botenstoffs Glutamat sowie die vermehrten Ablagerungen von Eiweißzellen, den ,,Plaques“. Diese bestehen unter anderem aus Zytokinen, die ausgeschüttet werden, weil die sogenannten Fresszellen im Gehirn bei Alzheimer eine erhöhte Aktivität aufweisen. Die Mikroimmuntherapie setzt genau dort an.

Wie kann die Mikroimmuntherapie Vergesslichkeit vorbeugen und behandeln?

Die Mikroimmuntherapie bei Vergesslichkeit basiert auf den Erkenntnissen, die die Wissenschaft über Erkrankungen wie Alzheimer bereits gewinnen konnte. Bei der Behandlung werden Botenstoffe in unterschiedlich starker Verdünnung eingesetzt, die das Gehirn bei der Beseitigung der Plaques unterstützen sollen. Angeregt von diesen Botenstoffen kann auch die Entzündungsreaktion, die durch Zytokine ausgelöst wird, eingedämmt werden. Die Mikroimmuntherapie versucht auf diese Weise dazu beizutragen, das Ausbreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Alzheimer-Patienten sind aufgrund der Symptome, wie Orientierungslosigkeit und Vergesslichkeit, mit dem Fortschritt der Erkrankung immer stärker auf Hilfe, Pflege und Betreuung angewiesen. Die Mikroimmuntherapie verfolgt daher bei der Behandlung auch das Ziel, den Betroffenen so lange wie möglich ein selbstständiges Leben zu erfüllen.

Vergesslichkeit vorbeugen: der Lebensstil kann entscheidend sein

Bei Erkrankungen wie Alzheimer spielen unter anderem genetische Faktoren eine wichtige Rolle, die nicht veränderbar sind. Da die Erkrankung noch nicht heilbar ist, ist es umso wichtiger, das verfügbare Wissen über die Prävention einer solchen Krankheit anzuwenden. So zeigt die aktuelle Forschung, dass Patienten durch ihre Lebensweise auch selbst etwas dazu beitragen können, der Vergesslichkeit vorzubeugen. Um das Gedächtnis fit zu halten, ist ein ausgewogener Lebensstil enorm wichtig. Schon eine gesunde Ernährung kann dem Vergessen entgegenwirken. Vor allem viel Obst und Gemüse, Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren aber auch Grüner Tee sind besonders empfehlenswert. Während und nach stressigen Phasen sollte außerdem für ausreichend Entspannung gesorgt werden, doch auch die eigene körperliche Bewegung darf nicht zu kurz kommen. Regelmäßige soziale Kontakte oder geistig anspruchsvolle Hobbys wie Schach oder Tanzen können ebenfalls dabei helfen, das Gehirn fit zu halten.

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Bitte beachten Sie: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Frau beim Schlafen

Gesunder Schlaf und seine Implikation in der Prävention vieler Krankheiten

Jeden Tag werden neue Studien über die Auswirkungen von Schlafstörungen auf unsere Gesundheit veröffentlicht. Wir präsentieren Dir in diesem Artikel einige Erkenntnisse zum Thema “gesunder Schlaf”.

Beziehung zwischen Schlaf und entzündlichen Erkrankungen

Eine verminderte Schlafenszeit und die Müdigkeit an sich begünstigen proinflammatorische Prozesse (1). In experimentellen Studien, die sowohl an Menschen als auch an Tieren durchgeführt wurden, war es möglich, die Zunahme von Entzündungsmediatoren wie z. B. Interleukin 1, Tumornekrosefaktor-alpha und Interleukin 6 infolge von Schlafentzug bzw. -Reduktion (2) aufzuzeigen. Diese Veränderungen in der Homöostase (Gleichgewicht) des Organismus stehen in enger Verbindung mit dem Auftreten sowie dem Fortschreiten vieler Autoimmunkrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen und neurodegenerativen Pathologien (1). Als klares Beispiel hierfür gilt die Untersuchung von Colitis (Entzündung des Dickdarms) in einem Tiermodell, bei dem der Schlafentzug eindeutig den Krankheitszustand verschlimmerte und den Erholungsprozess verlangsamte (3).

Eine derartige Beziehung kann jedoch auch in umgekehrter Richtung vonstattengehen, wobei entzündliche Prozesse zu deutlichen Verhaltensänderungen und zu Ermüdung führen können. Tatsächlich konnte bei Krankheiten, die mit einem erhöhten Müdigkeitszustand einhergehen (z. B. Krebs, Autoimmunkrankheiten, Virusinfektionen etc.), das Vorhandensein von pro-entzündlichen Markern wie Tumornekrosefaktor oder Interleukin 6 nachgewiesen werden (4). So zeigt zum Bespiel eine bei Krebspatienten durchgeführte Studie, dass bei 80% der mit dem pro-inflammatorischen Zytokin Interferon alfa behandelten Patienten verstärkt Erschöpfung aufgetreten ist (5).

Diese Daten zeigen u.a. die enge Kommunikation und Beziehung zwischen dem Immunsystem und dem zentralen Nervensystem, wobei sich Veränderungen in einem dieser Systeme auf das jeweils andere auswirken können.

Schlafentzug und Alterung

Die vorzeitige Zellalterung gehört zu den Mechanismen, die heutzutage untersucht werden, um die Beziehung zwischen Schlaf-Zyklen, Wachzustand und dem Eintreten von Krankheiten zu erklären. Eine Hypothese besagt, dass Schlafentzug mit der Verkürzung der Telomere in Immunzellen in Verbindung steht, was mit der Entstehung von Krankheiten (6) einhergehen kann. Telomere gehören zu den Bestandteilen des Chromosoms, die sich durch eine spezifische Schutzfunktion ausweisen und die Zellalterung verlangsamen.

Zusammenfassend zeigen diese Daten, dass die Steuerung und Einhaltung der Schlafzyklen eine enorme Bedeutung für unsere Gesundheit haben. Die Auswirkungen stehen direkt oder indirekt mit dem Immunsystem in Verbindung und üben durchaus Einfluss auf das Auftreten vieler Erkrankungen aus.

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Bibliographie:

  1. Hurtado-Alvarado G. et al. Sleep loss as a factor to induce cellular and molecular inflammatory variations. Clin Dev Immunol. 2013:801341 (2013).
  2. Mullington J.M., Simpson N.S., Meier-Ewert H.K., Haack M. Sleep Loss and Inflammation. Best Pract Res Clin Endocrinol Metab 24(5), 775–784 (2010).
  3. Tang, Y., Preuss, F., Turek, F. W., Jakate, S. & Keshavarzian, A. Sleep deprivation worsens inflammation and delays recovery in a mouse model of colitis. Sleep Med. 10, 597–603 (2009).
  4. Dantzer, R., Heijnen, C. J., Kavelaars, A., Laye, S. & Capuron, L. The neuroimmune basis of fatigue. Trends Neurosci. 37, 39–46 (2014).
  5. Capuron, L. et al. Neurobehavioral effects of interferon-alpha in cancer patients: phenomenology and paroxetine responsiveness of symptom dimensions. Neuropsychopharmacology 26, 643–652 (2002).
  6. Prather A. A. et al. Tired telomeres: Poor global sleep quality, perceived stress, and telomere length in immune cell subsets in obese men and women. Brain. Behav. Immun. pii: S0889-1591(14)00574-1 (2014).
Immunabwehr

Die zelluläre und humorale Immunabwehr

Neben der angeborenen und der adaptiven Immunreaktion wird auch zwischen einer zellulären und einer humoralen Immunabwehr unterschieden. Wie differenzieren sie sich voneinander?

Der Hauptunterschied besteht in den Elementen, welche in den Prozess der Immunreaktion involviert sind. Die zelluläre Abwehr erfolgt durch Zellen (vor allem T-Lymphozyten), wobei bei der humoralen Immunabwehr Antikörper beteiligt sind. Es ist jedoch an dieser Stelle hervorzuheben, dass diese beiden Arten von Immunreaktionen nicht völlig unabhängig voneinander betrachtet werden können. Diese Zellen spielen eine wichtige Rolle in der Einleitung der Abwehrreaktion mit Antikörpern, und diese Antikörper können wiederum von Bedeutung bei bestimmten zellvermittelten Reaktionen sein.

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die zelluläre Immunität gegen intrazelluläre Mikroorganismen aktiviert wird. Bei diesem Prozess nehmen antigenpräsentierende Zellen Antigene (z. B. virale Proteine) auf, verarbeiten diese und präsentieren sie anschließend mittels MHC-Klasse-II-Molekülen auf ihrer Oberfläche. Über den MHC-Klasse-II-Weg können T-Helferzellen (CD4+) mobilisiert werden, die ihrerseits u.a. zytotoxische T-Zellen (CD8+) aktivieren. Die zuletzt genannten können daraufhin befallene Zellen, die Antigene mittels MHC-Klasse-I-Molekülen auf der Zellmembran präsentieren, gezielt identifizieren und anschließend eliminieren. Andere Immunzellen mit ähnlicher Funktion sind Makrophagen oder NK-Zellen.

Im Gegensatz hierzu wirkt die humorale Immunität gegen die extrazellulären Mikroorganismen. Sobald B-Zellen ein Antigen erkennen, werden sie aktiviert (in manchen Fällen hängt die Aktivierung von der Interaktion mit den T-Helferzellen ab) und verwandeln sich in Antikörper-produzierende Zellen. Diese setzen hauptsächlich Immunglobulin M (IgM) frei und, abhängig vom erhaltenen Stimulus, Immunglobulin G, A oder E. Die freigesetzten Antikörper binden sich an Bestandteile des Antigens, welche dadurch deaktiviert werden. Zudem locken sie Fresszellen zum Infektionsort, um ebenfalls die Beseitigung der extrazellulären Mikroorganismen zu unterstützen. An dieser Stelle ist zu vermerken, dass nach dem Auftreten einer derartigen Immunantwort die B-Gedächtniszellen zurückbleiben, welche in Zukunft den Ablauf und die Reaktionsschnelligkeit im Fall einer Sekundärantwort fördern.

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diabetes messgerät

Fettleibigkeit und Entzündung in der Entwicklung von Typ-2-Diabetes

Fettleibigkeit (Adipositas) stellt einen Risikofaktor für Typ-2-Diabetes dar. Neue Studien zeigen, dass beide Erkrankungen mit unterschwelligen, chronischen Entzündungen und immunitären Dysbalancen in Verbindung stehen. So zum Beispiel wurde in prospektiven Untersuchungen gezeigt, dass erhöhte Konzentrationen bestimmter Entzündungsmediatoren wie Interleukin-1 oder C-reaktives Protein (CRP) eine zukünftige Entwicklung von Typ-2-Diabetes begünstigen. In diesem Artikel wird Dir genauer erklärt, wie Adipositas und Entzündung die Entstehung von Typ-2-Diabetes begünstigen.

Was ist Typ-2-Diabetes?

Es handelt sich um eine Erkrankung, die sich durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel (Glukose) kennzeichnet. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Betroffenen entweder zu wenig Insulin produzieren oder das Hormon nicht wirken kann. Letzteres wird als Insulinresistenz bezeichnet. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse von Beta-Zellen produziert. Es senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glukose aus dem Blut aufzunehmen. Diese wird anschließend als Energiereserve gespeichert.

Adipositas, Entzündung, Insulinresistenz: Beziehung zu Typ-2-Diabetes

In erster Linie ist zu erwähnen, dass Fettleibigkeit und damit assoziierte Krankheiten, wie Diabetes, unter anderem die Folge einer unausgewogenen Ernährung (Übermaß an gesättigten Fetten und raffiniertem Zucker) und von Bewegungsmangel sind. Adipositas ist eine Erkrankung, bei der sich überschüssiges Körperfett oder Fettgewebe ansammelt. Die Zellen des Fettgewebes heißen Adipozyten und ihre Funktion ist die Speicherung von Energie in Form von Fett (Lipide). Bei übergewichtigen Menschen führt die übermäßige Ansammlung von Lipiden in Adipozyten zu einer Größenzunahme jener Zellen und zu einer fehlgeleiteten Produktion unterschiedlicher entzündungsfördernder Substanzen.

An diesem Prozess nehmen verschiedene Zellen des Immunsystems teil, hauptsächlich aber Makrophagen, die in das Fettgewebe eindringen und große Mengen an Zytokinen, wie Interleukin-1 oder Tumornekrosefaktor-Alpha, freisetzen, die die Entzündungsreaktion begünstigen. Dadurch rekrutiert der Körper andere Immunzellen in das Fettgewebe und baut einen Teufelskreis auf, der eine übermäßige Produktion von proinflammatorischen Zytokinen zur Folge hat. Gleichzeitig ist bei übergewichtigen Personen die Freisetzung von antientzündlichen Zytokinen, die für die Kontrolle des Entzündungsprozesses verantwortlich sind, reduziert, was langfristig schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben kann.

Proinflammatorische Zytokine stören aktiv die Signalwege, die für die Produktion und Funktion von Insulin verantwortlich sind, und lösen dadurch eine Insulinresistenz aus. Das wiederum kann, wie oben erwähnt, zu Typ-2-Diabetes führen. Andere Mechanismen können ebenfalls Entzündungen bei Fettleibigkeit auslösen, werden hier jedoch nicht näher erläutert. Bei Interesse konsultiere bitte die unten genannte Literaturangabe.

Merke Dir: Wichtig zu wissen bei Fettleibigkeit!

Ein gesunder Lebensstil ist grundlegend für die Prävention von Typ-2-Diabetes. Darüber hinaus ist es wichtig, chronische Entzündungen zu bekämpfen. Dabei kann die Mikroimmuntherapie durch die Regulierung des Gleichgewichts zwischen den pro- und antientzündlichen Zytokinen eine wichtige Rolle spielen.

Bibliografie: Donath MY, Shoelson SE. (2011). Type 2 diabetes as an inflammatory disease. Nat Rev Immunol; 11(2):98-107


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