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Kategorie: Altersbedingte Erkrankungen Seite 2 von 3

Neurodegenerative und altersbedingte Erkrankungen (u.a. Demenz, Alzheimer, Parkinson, Makuladegeneration)

Mitochondriale Erkrankungen

Mitochondriale Erkrankungen – Was passiert, wenn unsere Kraftwerke schwächeln?

Mitochondriale ErkrankungenUnser Körper benötigt täglich viel Energie für die unterschiedlichsten Aufgaben und Tätigkeiten wie Laufen, Denken oder die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur. Doch wie und von wem wird diese Energie erzeugt? An dieser Stelle kommen ganz kleine Zellbestandteile ins Spiel, die aber eine gewaltige Aufgabe erfüllen: die Mitochondrien. Sie werden auch „Kraftwerke der Zelle“ genannt und sind die lebenswichtigen Energiezentren aller unserer Zellen. 

Doch was passiert, wenn diese lebenswichtigen Kraftwerke schlappmachen? Mitochondriale Erkrankungen können sich auf alle Organe und Körperstrukturen auswirken, was natürlich die Lebensqualität stark einschränkt. Darüber hinaus stehen Fehlfunktionen der Mitochondrien auch in Wechselwirkung mit dem Immunsystem, was weitere Erkrankungen beeinflussen kann. Wie können Mitochondrien reguliert werden? Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Mitochondrien und der Immunabwehr? Und wie kann die Mikroimmuntherapie die Funktion der Mitochondrien unterstützen? Lass uns einen Blick ins Innere unserer Zellen werfen!

Inhaltsverzeichnis


Exkurs: Überblick zu den Mitochondrien

Mitochondrien sind Zellorganellen (abgegrenzte Strukturen unserer Körperzellen mit einer bestimmten Funktion) und kommen in fast allen Zellen des menschlichen Körpers vor. Eine Ausnahme bilden die roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Die Hauptaufgabe der Mitochondrien besteht darin, die Energie zu produzieren, die jede Zelle für ihre spezifischen Funktionen benötigt. Organe, die für ihre Aufgaben besonders viel Energie benötigen, sind daher auch reich an Mitochondrien. Dazu gehören zum Beispiel das Gehirn, die Herzmuskulatur, die Netzhaut und die Leber. 

Die benötigte Energie wird durch die Spaltung einer chemischen Verbindung gewonnen. Diese chemische Verbindung heißt Adenosintriphosphat (ATP). ATP wird wiederum von den Mitochondrien in der „Atmungskette“ gebildet.

Mitochondrien regulieren außerdem den programmierten Zelltod (Apoptose), bauen Fettsäuren ab und kommunizieren mit anderen Zellbestandteilen. Sie haben eine kleine Überwachungsfunktion und können Zellen über ihren Zustand informieren. Außerdem übermitteln Mitochondrien wichtige Signale an das angeborene Immunsystem, damit Krankheitserreger möglichst schnell erkannt und unschädlich gemacht werden können. Wissenschaftler und Mediziner vermuten, dass Mitochondrien so auch an Entzündungsprozessen und verschiedenen Vorgängen im zentralen Nervensystem beteiligt sind.

Mitochondrien – Immunsystem – Mikroimmuntherapie

Mitochondriale Erkrankungen können das Immunsystem negativ beeinflussen, indem sie beispielsweise überschießende Entzündungsprozesse auslösen oder Krankheitserreger nicht erkennen. Umgekehrt kann aber auch ein fehlerhaftes Immunsystem die Mitochondrien und damit den Energiehaushalt der Zellen stören.

Der NF-κB-Signalweg
Mitochondrien regulieren den sogenannten NF-κB-Signalweg, der an der Genexpression beteiligt ist und eine wichtige Rolle bei der angeborenen Immunantwort spielt. NF-κB schützt bestimmte Zellen vor dem Zelltod und stimuliert die Ausschüttung von Proteinen, die gezielt schädliche Bakterien und Viren vernichten. Kommt es jedoch zu Störungen, kann dieser Signalweg dauerhaft aktiviert werden und zu chronischen Entzündungen führen. Die effiziente Regulation dieses Signalprozesses ist daher von medizinischer Relevanz, um den Körper gesund zu erhalten.

Mikroimmuntherapie zur Mitochondrienregulierung
An dieser Regulation oder Modulation setzt die Mikroimmuntherapie an. Sie möchte mit körpereigenen Bestandteilen (Zytokinen, spezifischen Nukleinsäuren) helfen, das Immunsystem wieder in sein natürliches Gleichgewicht zu bringen. Je nach Ausgangssituation können so überschießende Entzündungsprozesse reduziert oder fehlgeleitete Immunreaktionen korrigiert werden. Auch langwierige oder chronische Beschwerden, die durch die mitochondriale Erkrankung verursacht werden, sollen so nachhaltig gelindert werden.

Die Mikroimmuntherapie verfügt über eine spezifische Formel, die gezielt in die mitochondriale Regulation bei chronischen und Autoimmunerkrankungen eingreifen soll. Auch beim Long-COVID-Syndrom, das häufig mit mitochondrialen Veränderungen einhergeht, kann das Präparat eine sehr gute und wirksame Unterstützung darstellen.

➤ Mehr zu den Themen Auswirkungen von COVID auf die Mitochondrien sowie auf die Gesundheit und die Hilfe durch die Mikroimmuntherapie liest Du in unserem Blogbeitrag „Genesen, aber nicht gesund – die Auswirkungen von Long COVID“.   

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Was sind mitochondriale Erkrankungen?

Wir haben bis hierher schon viel über sie gesprochen, aber was sind denn mitochondriale Erkrankungen nun genau? Sind sie gefährlich? Wie äußern sie sich? Und vor allem: Sind sie behandelbar? Diesen Fragen wollen wir in den folgenden Abschnitten nachgehen.

Stimmt etwas mit den Mitochondrien nicht, fehlt den Zellen das nötige ATP und damit die Energie. Das wiederum kann sich vor allem auf Organe mit hohem Energiebedarf wie Gehirn, Herz oder Auge negativ auswirken. Auch die Muskeln im Allgemeinen benötigen viel Energie. Alle Krankheitsbilder und Beschwerden, die auf eine Störung des Stoffwechsels der Mitochondrien zurückzuführen sind, werden als mitochondriale Erkrankungen (Mitochondriopathien) zusammengefasst.

Da Mitochondrien in fast allen Körperzellen vorkommen, wirken sich Defekte der Mitochondrien meist auf mehrere Körperfunktionen und Organe gleichzeitig oder nacheinander aus. Es handelt sich also um eine sogenannte Multisystemerkrankung.

Welche Ursachen führen zu mitochondrialen Erkrankungen?

Mitochondriale Erkrankungen sind in den meisten Fällen Störungen, die durch einen Gendefekt ausgelöst werden. Dieser Gendefekt kann vererbt werden, sodass die mitochondriale Erkrankung meist schon im Kindes- oder Jugendalter auftritt. Es kann aber auch sein, dass nur die erbliche Veranlagung weitergegeben wird oder sich die Erbsubstanz der Mitochondrien im Laufe der Zeit verändert. In diesen Fällen treten Beschwerden, Symptome und Erkrankungen erst im Erwachsenenalter auf.

Verschiedene Einflüsse wirken sich ebenfalls auf die Mitochondrien aus und können die Entstehung einer mitochondrialen Erkrankung begünstigen oder beschleunigen. Dazu gehören eine ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung, Umweltgifte, bestimmte Medikamente oder auch anhaltender Stress. Diese Faktoren können zu einer Fehlfunktion der Mitochondrien führen und die Energieproduktion der Zellen beeinträchtigen.

Metochondrien: Ursachen und Einflussfaktoren

Mitochondrien und ihre Funktionalität werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst – positiv sowie negativ.

Welche Symptome gibt es bei Störungen der Mitochondrien?

Bei mitochondrialen Erkrankungen gibt es kein typisches Symptombild, da sie sich auf verschiedene Systeme auswirken können. Es können einzelne oder mehrere Organe betroffen sein. Dabei können die Beschwerden an den betroffenen Organen gleichzeitig oder auch nacheinander auftreten.

Hier einige Beispiele:

Muskeln
Mitochondriale Störungen zeigen sich häufig in der Muskulatur, da diese einen hohen Energiebedarf hat. Menschen mit mitochondrialen Erkrankungen können unter Muskelschwäche bis hin zu Erschöpfung und Lähmungen leiden. Auch Krampfanfälle können auftreten.

Gehirn
Werden die Zellen des Gehirns nicht ausreichend mit Energie versorgt, äußert sich dies in Konzentrations- und Funktionsstörungen. Diese können sehr vielfältig sein. Vor allem in der kindlichen Entwicklung kommt es häufig zu Defiziten und Rückschritten. Auch das Wachstum kann beeinträchtigt sein, sodass die Kinder klein bleiben. Mitochondriale Erkrankungen des Gehirns können auch zu epileptischen Anfällen führen. Da das Gehirn eng mit vielen anderen Systemen verbunden ist, lassen sich viele Symptome und Beschwerden nicht eindeutig abgrenzen.

Augen
Im Auge können mitochondriale Erkrankungen vor allem den Sehnerv und die Netzhaut betreffen. Das Ausmaß und die Geschwindigkeit, mit der die Beeinträchtigungen fortschreiten, sind sehr individuell. Es kann zu leichten Sehstörungen bis hin zur völligen Erblindung kommen.

Herz
Aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs sind auch die Herzmuskelzellen anfällig für mitochondriale Erkrankungen. Betroffene leiden meist unter Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschwäche.

Welche mitochondrialen Erkrankungen gibt es?

Aufgrund der Vielfalt der möglichen Symptome und Folgen einer mitochondrialen Erkrankung ist es nicht immer einfach, die Erkrankungen strikt voneinander zu unterscheiden oder abzugrenzen. Laut Gesundheitsforschung sind derzeit mehr als 435 verschiedene mitochondriale Erkrankungen bekannt, wobei davon ausgegangen wird, dass noch mehrere hundert unentdeckte Erkrankungen hinzukommen. Dennoch gelten mitochondriale Erkrankungen als seltene Erkrankungen, da weltweit nur wenige Menschen von den oft genetisch bedingten Veränderungen betroffen sind.

Einige namentliche Beispiele sind:

  • Alpers-Syndrom
  • Leigh-Syndrom
  • Kearns-Sayre-Syndrom
  • Chronisch progressive externe Ophthalomoplegie (CPEO)
  • MELAS-Syndrom
  • Myoklonusepilepsie mit Ragged-red-Fasern (MERRF-Syndrom)
  • Mitochondriale Myopathie
Arten und Symptome von mitochondrialen Erkrankungen

Häufige Symptome und Beschwerden bei mitochondrialen Erkrankungen

Wie werden mitochondriale Erkrankungen diagnostiziert?

Die Vielfalt an Symptomen und Wechselwirkungen bei mitochondrialen Erkrankungen kann die Diagnose erschweren. Daher ist es sehr wichtig, das Bewusstsein für mitochondriale Erkrankungen zu stärken und Betroffenen schnellstmöglich eine spezialisierte Diagnostik durch ausgebildete Experten zukommen zu lassen.

Zunächst erfolgt eine ausführliche Befragung zu den Beschwerden und Symptomen. Da mitochondriale Erkrankungen oftmals eine genetische Ursache haben, wird zusätzlich zur persönlichen Anamnese auch eine Familienanamnese durchgeführt. Anschließend werden je nach Beschwerdebild die jeweiligen Symptome mit entsprechenden Methoden untersucht. Dazu können beispielsweise EKG, Hirnstrommessung/EEG, Seh- und Hörtests, Laboruntersuchungen und Belastungstests gehören. 

Erhärtet sich der Verdacht auf eine mitochondriale Erkrankung und haben Differenzialdiagnosen andere Erkrankungen ausgeschlossen, können weiterführende Diagnosemaßnahmen und Untersuchungen ergriffen werden. Neben weiteren Laboruntersuchungen können das je nach Befund und Beschwerden MRT, genetische Diagnostik/Exom-Sequenzierung und Gewebeentnahmen (Biopsien) sein. Mit Haut- und Muskelbiopsien lassen sich genetische Abweichungen in den Mitochondrien (mitochondriale DNA) ermitteln oder andere genetisch bedingte Einflussfaktoren herausstellen.   

Mitochondriale Erkrankungen – eine Belastung für die Lebensqualität

Da sich mitochondriale Erkrankungen sehr unterschiedlich auswirken können und in der Regel chronisch verlaufen, schränken sie die Lebensqualität der Betroffenen zum Teil stark ein. Neben den körperlichen Beschwerden müssen immer auch psychische und soziale Faktoren berücksichtigt werden, die auf die Betroffenen einwirken. Insbesondere chronische und Autoimmunerkrankungen stellen dabei eine Herausforderung dar, da sie die Patienten über einen langen Zeitraum oder sogar ein Leben lang begleiten.

Bei mitochondrialen Erkrankungen besteht zudem die Gefahr, dass sie ohne gezielte Behandlung weitere Körpersysteme befallen und damit das Krankheitsbild ausweiten.

Wichtig ist: Du bist nicht machtlos! Lass Dich nicht von der Funktionsstörung beherrschen, denn es gibt viele Möglichkeiten und Ansätze, die Mitochondrien zu regulieren und die Symptome zu lindern. Du kannst aktiv dazu beitragen, die Gesundheit Ihres Körpers zu unterstützen. Ein gesunder Lebensstil, Achtsamkeit, erholsamer Schlaf und Bewegung im Rahmen Ihrer Möglichkeiten sind dafür eine gute Basis.  

Sind mitochondriale Erkrankungen behandelbar?

Nach heutigem Kenntnisstand sind mitochondriale Erkrankungen nicht heilbar. Die Symptome und Beschwerden können jedoch sehr gut behandelt und gelindert werden, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Die Therapien richten sich immer nach den jeweiligen Befunden und Beschwerden und sind daher sehr individuell. Zu den gängigen Maßnahmen gehören unter anderem Bewegungs- und Ausdauertraining, logopädische Angebote, Sehhilfen, Hörgeräte, physiotherapeutische Maßnahmen, Gedächtnistraining, Entspannungsübungen und medikamentöse Ansätze.

Neben den rein symptomatischen Verfahren richtet sich das Forschungsinteresse auch auf kausal orientierte Prinzipien. Obwohl die genauen Ursachen mitochondrialer Erkrankungen noch nicht abschließend geklärt sind, wird nach weiteren Therapien gesucht, die direkt an den Mitochondrien und deren Störungen ansetzen.

Die Mikroimmuntherapie kann hier einen schonenden und kausalen Ansatz bieten, da die Regulation der Mitochondrien im Fokus steht. Durch die Reduktion entzündungsfördernder Zytokine, die Verminderung von oxidativem Stress und freien Radikalen, die Bekämpfung unkontrollierter Immunreaktionen und die Korrektur spezifischer mitochondrialer Prozesse, soll die Funktionalität der Mitochondrien wieder ins Gleichgewicht gebracht und eine adäquate Homöostase wiederhergestellt werden.

Ziele und Abläufe der Mikroimmuntherapie zur Mitochondrienregulierung

1. Mitochondrien und oxidativer Stress
Die angeborene Immunantwort ist die erste Schutzinstanz gegen Krankheitserreger, die im Körper erkannt werden. Durch Inflammation (Entzündung) werden diese Erreger unschädlich gemacht und eliminiert. Aber auch geschädigte Mitochondrien oder von ihnen ausgehende Gefahrensignale lösen Entzündungsreaktionen aus. Anhaltende Entzündungen führen zu oxidativem Stress im Körper, der wiederum Zellen dauerhaft schädigen kann. Mithilfe der Mikroimmuntherapie kann die Ausschüttung entzündungsfördernder Zytokine reduziert werden, während entzündungshemmende Prozesse gefördert werden sollen. Durch dieses Gleichgewicht sollen Entzündungsherde, die durch defekte Mitochondrien entstehen, reduziert werden.

2. Mitochondrialer Stoffwechsel
Das Enzym Lipoproteinlipase (LPL) ist für Stoffwechselvorgänge von großer Bedeutung. Darüber hinaus reguliert es die mitochondriale Biogenese: Es fördert die Regeneration und die Anzahl der DNA-Kopien der Mitochondrien. Fehlfunktionen der Makrophagen können jedoch zur Anhäufung von Lipiden in den Blutgefäßen führen, den Cholesterinspiegel erhöhen und Entzündungsprozesse fördern. Dies wiederum wirkt sich negativ auf die mitochondriale Biogenese aus. Die Mikroimmuntherapie zielt daher auch darauf ab, die Expression von LPL in Makrophagen zu hemmen, um diese Fehlregulation möglichst zu reduzieren.

3. Mitochondrien und Immunzellen
Immunreaktionen führen zu einer Ansammlung von Leukozyten, die die notwendigen Entzündungsreaktionen hervorrufen. Die Mitochondrien helfen bei einer erfolgreichen Immunantwort, diese Ansammlungen wieder aufzulösen. Sind die Mitochondrien jedoch gestört, klingen die Entzündungsreaktionen nicht ab. Die Mikroimmuntherapie möchte die mitochondriale Apoptose sowie die Anzahl der proinflammatorischen Zytokine optimieren und somit den Prozess wieder in sein natürliches Gleichgewicht bringen.

4. Spezifische Mitochondrienregulierung 
Es konnte gezeigt werden, dass verschiedene Gene die Funktion der Mitochondrien beeinflussen. Die Modulation dieser Gene und ihrer Interaktionen spielt eine wichtige Rolle für eine fehlerfreie Mitochondrienfunktion. Mithilfe der Mikroimmuntherapie können diese spezifischen Prozesse schonend reguliert und ins Gleichgewicht gebracht werden.

Nächstes Thema: Die Rolle der Mitochondrien bei Krebs

Im nächsten Blogbeitrag werden wir uns mit der Rolle der Mitochondrien bei Krebserkrankungen beziehungsweise bei der Vorbeugung und Behandlung von Krebs beschäftigen. Wenn Dich das Thema interessiert oder Du mehr über die Mikroimmuntherapie und Neuigkeiten erfahren möchten, folge uns auf Social Media und bleibe immer auf dem Laufenden!

Mallorca 2024: Symposium der Mikroimmuntherapie – Mitochondrien im Mittelpunkt

Um die erstaunlichen “Kraftwerke der Zellen” ging es auch beim Symposium zur Mikroimmuntherapie vom 7. bis 10. März 2024 auf Mallorca. Die Fachveranstaltung mit renommierten Referent:innen beleuchtete die Chancen, die ein regulativer Therapieansatz für die Stabilität der Gesundheit bietet. Im Mittelpunkt der Vorträge stand die Bedeutung der Mitochondrien und die Regulation der Mitochondrien mithilfe der Mikroimmuntherapie.

Weitere Infos findest Du hier: Mallorca Symposium 2024

Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie.
Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Haut in den Wechseljahren

Hautprobleme: Was braucht meine Haut in den Wechseljahren?

Haut in den WechseljahrenGesunde, schöne, straffe und strahlende Haut – das ist der Traum vieler Frauen und wird mit Jugendlichkeit, Schönheit und Attraktivität gleichgesetzt. Kein Wunder, schließlich ist viel von ihr zu sehen und gerade im Gesicht macht sie einen großen Teil der eigenen Person und Persönlichkeit aus. Doch was tun, wenn die Haut in den Wechseljahren plötzlich trocken wird, spannt, unrein ist und an Glanz verliert? Was passiert mit der Haut während der Menopause? Und wie kannst Du die Gesundheit der Haut unterstützen?

Wenn Du in den Wechseljahren vermehrt Hautprobleme hast und Dich fragst, warum Deine Haut plötzlich so anders aussieht, bist Du nicht allein mit diesen Problemen. Hautveränderungen sind im Allgemeinen eine ganz normale Reaktion auf verschiedene Einflüsse. Diese können aus dem Körper selbst kommen oder durch äußere Ursachen hervorgerufen werden. Manche Hautveränderungen sind Begleiterscheinungen des natürlichen Alterungsprozesses (z. B. Fältchen), andere können ein Hinweis auf den Gesundheitszustand sein (z. B. Nährstoffmangel).

Unser Artikel verrät, warum Hautprobleme gerade in den Wechseljahren zunehmen, welche Hautveränderungen typisch sind und welche Pflegetipps helfen. Und was hat eigentlich das Immunsystem mit schöner Haut in den Wechseljahren zu tun?

Inhaltsverzeichnis

Natürliche Hautalterung – Was passiert im Körper?

Der Körper verändert sich mit den Jahren – so auch die Haut. Das hat bestimmte Folgen. Zu den häufigsten Veränderungen im Alter gehören Falten und Konturverlust. Doch was genau passiert in der Haut?

Epidermis (oberste Hautschicht): Bei jungen Menschen erneuert sich die oberste Hautschicht etwa alle 28 Tage. Mit der Zeit verlangsamt sich der Zellstoffwechsel und die Fettproduktion nimmt ab. Die schützende Fettschicht (Lipidschicht) der Haut wird schwächer. Dadurch wird die Haut trockener, spröder und auch anfälliger für äußere Einflüsse wie UV-Strahlung oder Krankheitserreger.

Dermis (Lederhaut): Das Bindegewebe der Lederhaut ist bei jungen Menschen reich an Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure. Kollagen und Elastin bilden eine Art Stützgerüst, das der Haut Halt gibt, sie strafft und elastisch macht. Hyaluronsäure sorgt für ausreichend Feuchtigkeit und Volumen im Gewebe. Mit der Zeit nimmt die Menge der Substanzen ab, die Feuchtigkeit geht verloren und die Haut büßt an Elastizität, Spannkraft und Volumen ein. 

Hypodermis (Unterhaut): Die untere Hautschicht besteht hauptsächlich aus Fett- und Muskelgewebe. Durch den veränderten Stoffwechsel im Alter werden vermehrt Muskelzellen abgebaut und in Fett umgewandelt. Dies führt häufig zu Erschlaffung, Faltenbildung und Konturverlust.

Wie wirken sich die Wechseljahre auf die Haut aus?

Keine Frage – die Wechseljahre bedeuten für den gesamten Körper eine Umstellung und ungewohnte Herausforderungen. Schuld daran sind vor allem die Hormonschwankungen. Der Progesteron- und Östrogenspiegel steigt und fällt und nimmt schließlich immer mehr ab.

Für die Haut in den Wechseljahren bedeutet der Östrogenmangel einen verstärkten Abbau von Kollagen und Elastin. Dieser Abbau führt dazu, dass das Gewebe erschlafft und absackt. Außerdem wird durch den sinkenden Östrogenspiegel weniger Hyaluronsäure gebildet. Dadurch wird die Haut in den Wechseljahren schlechter mit Feuchtigkeit versorgt und verliert ihr jugendliches Volumen. Nicht zuletzt wird die Haut durch die hormonelle Umstellung auch dünner und damit anfälliger für verschiedene Einflüsse.

Gleichzeitig gehen die Begleiterscheinungen nicht spurlos an Körper und Haut vorüber. Viele Frauen fühlen sich durch die Wechseljahre und Wechseljahresbeschwerden (z. B. Hitzewallungen, Schlafstörungen) gestresst und unwohl. Dies kann sich durch erhöhte Stresshormone und fehlende Regeneration im Schlaf auch auf das Hautbild auswirken und beispielsweise zu Hautirritationen oder trockener Haut beitragen.

Spannende Fakten über die Haut

Hautfakten


Welche Rolle spielt das Immunsystem für schöne Haut in der Menopause?

In den Wechseljahren ist das Immunsystem zusätzlichen Belastungen ausgesetzt. Die Hormonschwankungen bringen viele Bereiche vorübergehend durcheinander, der Körper muss sich umstellen und ein neues Gleichgewicht finden. Das braucht Zeit. Außerdem sind Hormone und Immunsystem eng miteinander verknüpft. Hormone sind auch Botenstoffe, die Informationen im Körper transportieren und bestimmte Reaktionen auslösen.

Östrogen und Immunsystem
Der Östrogenspiegel beeinflusst und reguliert bis zu einem gewissen Grad die Immunreaktion des Körpers. Steigt der Östrogenspiegel im Laufe des Zyklus an, wird die Ausschüttung von Immunzellen angeregt, damit der Körper sich und das potenzielle neue Leben in ihm in Gefahrensituationen besser schützen kann. Sinkt der Östrogenspiegel wieder, wird auch das Immunsystem „heruntergefahren“. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel weiter, was das Immunsystem ebenfalls schwächen kann. Hinzu kommen Faktoren wie Schlafstörungen, die es negativ beeinflussen.

Fehlgeleitetes Immunsystem korrigieren
Ein aus dem Gleichgewicht geratenes Immunsystem kann sich auch in Hautproblemen äußern. Für eine schöne und gesunde Haut ist es daher wichtig, auch an den Grundpfeiler unserer Gesundheit zu denken: das Immunsystem. Wird das Immunsystem wieder in die richtigen Bahnen gelenkt, kann es mit den hormonellen Schwankungen und Herausforderungen der Wechseljahre besser umgehen. Das wirkt sich auch positiv auf das Hautbild in dieser besonderen Lebensphase aus.

Die Mikroimmuntherapie setzt direkt am Immunsystem an und nutzt dessen eigene Kommunikationskanäle: Mithilfe von Zytokinen gleicht sie gezielt Ungleichgewichte aus, die durch verschiedene innere oder äußere Einflüsse entstanden sind. Ziel ist es, die entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Mechanismen der Immunantwort wieder ins Gleichgewicht zu bringen, damit das Immunsystem fehlerfrei agieren kann.  

➤ Lies mehr zum Thema Immunsystem in den Wechseljahren und wie die Mikroimmuntherapie die Immunprozesse unterstützen kann in unserem Blogbeitrag: Was passiert mit dem Immunsystem in den Wechseljahren? 


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Wechseljahre und Immunsystem sind kein einfaches Thema. Dennoch kannst Du mit einfachen Mitteln etwas für Dein Wohlbefinden und Deine Gesundheit in den Wechseljahren tun. Die Mikroimmuntherapie ist ein wertvoller Ansatz, um das Immunsystem mit ganz natürlichen Schritten wieder auf Kurs zu bringen. Unsere Mikroimmuntherapeutinnen und -therapeuten beraten Dich gerne und finden gemeinsam mit Dir heraus, wie die Mikroimmuntherapie Ihnen helfen kann. Nutze einfach unsere Online-Suche, um einen Experten für Mikroimmuntherapie in Deiner Nähe zu finden!

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Typische Hautveränderungen in den Wechseljahren

Wie die Wechseljahre selbst, so sind auch die körperlichen Veränderungen in dieser besonderen Lebensphase sehr unterschiedlich und individuell. Manche Frauen bemerken kaum Hautprobleme, andere haben mit starken Veränderungen zu kämpfen. Wichtig ist: Hautveränderungen in den Wechseljahren sind nichts Schlimmes oder Ungewöhnliches. Wenn sich Deine Haut anders anfühlt oder anders aussieht, mach Dir keine Sorgen – Du bist nicht allein und kannst Deiner Haut bereits mit einfachen und sanften Maßnahmen helfen. Lies dazu unsere Tipps.

Natürliche Hautveränderungen in den Wechseljahren

1. Trockene Haut in den Wechseljahren

Östrogene stimulieren die Bildung von Kollagen und Ölen, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgen. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, wird die Haut in den Wechseljahren daher oft trocken. Sie kann auch jucken und spannen. Deshalb ist es wichtig, die Haut während der Menopause mit feuchtigkeitsspendenden Produkten zu pflegen. Auch rückfettende Produkte können helfen, da sie den natürlichen Lipidfilm der Haut stärken und so dem Austrocknen der Haut entgegenwirken. Bewährt haben sich beispielsweise Cremes mit Sheabutter, Kollagen oder Hyaluronsäure. Viel Wasser trinken ist ebenfalls wichtig!

2. Tabuthema: Scheidentrockenheit & intime Veränderungen

Vom Feuchtigkeitsverlust in den Wechseljahren sind auch die Schleimhäute betroffen. Ein häufiges Problem von Frauen in den Wechseljahren ist daher die Scheidentrockenheit, die mit Unwohlsein und Schmerzen einhergehen kann. Vielen Betroffenen fällt es schwer, offen darüber zu sprechen, denn intime Themen haben einen gewissen Tabu-Charakter. Sei versichert: Intime Veränderungen in den Wechseljahren sind völlig normal und können mit einfachen und sanften Methoden (z. B. Östrogenpräparaten, Cremes, Gels, gesunde Ernährung/Lebensweise) gelindert werden.

3. Unreine Haut und Akne in den Wechseljahren

Der Zusammenhang zwischen Hormonschwankungen, unreiner Haut und Akne ist vor allem aus der Pubertät bekannt, aber auch in den Wechseljahren nicht ungewöhnlich. Viele Frauen leiden in den Wechseljahren unter Schweißausbrüchen, die die Poren zusätzlich verstopfen und Entzündungen begünstigen können. Um unreiner Haut und Akne in der Menopause vorzubeugen, ist es vor allem wichtig, die Haut gründlich und schonend zu reinigen. Sanfte Gesichtsreiniger mit natürlichen Ölen und einem hautfreundlichen pH-Wert können hier eine gute Lösung sein. Auf parfümierte oder aggressive Produkte sollte dagegen verzichtet werden.

4. Pigmentstörungen: Was sind Altersflecken?

Die Haut besitzt Melanin. Mit diesem Farbstoff schützt sie sich vor starker UV-Strahlung, indem sie sich bräunt. Im Laufe der Jahre kommt die Haut immer wieder mit Sonnenstrahlen in Kontakt. Zwar wird das Melanin in der Regel wieder abgebaut, doch mit der Zeit funktioniert dieser Prozess nicht mehr optimal und es kann zu einer Ansammlung von Melanin kommen. Auch hormonelle Einflüsse oder Verletzungen der Haut können zu diesen Pigmentveränderungen beitragen.

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Pigmentflecken, denn die Sonne hat schon länger auf die Haut eingewirkt und hinterlässt bei jedem Kontakt ihre Spuren. Außerdem wird die Haut mit zunehmendem Alter dünner und damit auch anfälliger für UV-Strahlung. Diese Pigmentveränderungen werden daher auch als Altersflecken bezeichnet. Sie zählen zu den gutartigen Hautveränderungen und sind nicht gefährlich.

Altersflecken lassen sich in der Regel nicht ohne dermatologische oder ästhetische Behandlung entfernen. Daher ist es am besten, die Haut schon im Vorfeld ausreichend zu schützen, sie nicht übermäßig der Sonne auszusetzen und sie mit einer Creme mit hohem Lichtschutzfaktor zu versorgen.

➤ Sonnenschutz für die Haut ist ein wichtiges Thema – nicht nur im Sommer. Wenn Du mehr über Sonne, Haut und Immunsystem sowie die Früherkennung von Hautkrebs erfahren möchtest, klicke hier: Immunsystem und Hautgesundheit – Wie erkennt man Hautkrebs?

Tipps zur Pflege: So hilfst Du Deiner Haut in den Wechseljahren 

Jede Haut ist individuell und braucht daher auch eine individuelle Pflege. Gerade in den Wechseljahren kann die Haut sehr unterschiedlich reagieren und besondere Bedürfnisse an die Pflegeroutine stellen. Einige allgemeine Tipps können jedoch helfen, die Haut zusätzlich zu unterstützen und zu beruhigen – für ein schönes und gesundes Hautbild in der Menopause.

  • Reinige Deine Haut regelmäßig und schonend
  • Gehe behutsam vor: milde Reinigungsmittel, beim Abtrocknen abtupfen statt rubbeln, zusätzliche Reize (z. B. Make-up) vermeiden
  • Hydriere Deine Haut mit pflegenden Cremes (z. B. Hyaluronsäure)
  • Unterstütze die Lipide der Haut mit rückfettender Pflege
  • Schütze Deine Haut vor UV-Strahlung (Sonnencreme mit hohem LSF)
  • Weniger ist mehr – belaste Deine Haut nicht mit vielen Pflegeprodukten, sondern konzentriere Dich auf wenige, unterstützende Cremes oder Lotionen
  • Lass Dich zu Deinem Hauttyp beraten
  • Dusche und bade nicht zu heiß – das trocknet die Haut aus
  • Ernähre Dich gesund mit vielen Vitaminen, Nährstoffen und Antioxidantien
  • Trink viel Wasser
  • Vermeide Alkohol und Nikotin
  • Achte auf Bewegung an der frischen Luft – das fördert die Durchblutung sowie gute Laune, was beides der Haut guttut
  • Schlafe ausreichend und erholsam
  • Verringere Stress und Belastungen
  • Versuch es mal mit Face-Yoga für ein natürliches Lifting

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Depressionen in den Wechseljahren l Mikroimmuntherapie

Depressionen in den Wechseljahren: Warum genau jetzt?

Depressionen in den Wechseljahren l MikroimmuntherapieKennst Du das: Eigentlich warst Du immer ein fröhlicher, motivierter und ausgeglichener Mensch, doch seit den Wechseljahren leidest Du unter Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit oder gar depressiven Verstimmungen? Damit bist Du nicht allein. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 60 bis 70 Prozent der Frauen in den Wechseljahren unter bestimmten Beschwerden leiden. Dazu gehören neben Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit auch schwerwiegende Formen wie Depressionen in den Wechseljahren.

Eine Studie des RKI aus dem Jahr 2010 zeigte bereits, dass Frauen häufiger von Depressionen betroffen sind als Männer. So gaben neun Prozent der Frauen an, in den vergangenen zwölf Monaten unter Depressionen oder depressiven Verstimmungen gelitten zu haben. Bei den Männern waren es fünf Prozent. Die größte Altersgruppe der Frauen mit Depressionen lag zwischen 45 und 64 Jahren – also genau im durchschnittlichen Zeitraum der Wechseljahre. Woran liegt das? Sind nur die Hormone schuld? Und was kann man selbst tun, um die Wechseljahre gesund und positiv zu erleben? Wir verraten es Dir und zeigen auch, welche Unterstützung die Mikroimmuntherapie für die Behandlung und Vorbeugung von Depressionen bietet.

Inhaltsverzeichnis

Typische Wechseljahresbeschwerden – ganz normal

Zu Beginn möchten wir etwas ganz Wichtiges betonen: Die Wechseljahre sind keine Krankheit und deshalb ganz normal. Jede Frau erlebt sie – die eine früher, die andere etwas später. Das Durchschnittsalter für die Menopause liegt bei etwa 52 Jahren.

So normal wie die Wechseljahre sind auch die kleineren und größeren Beschwerden in dieser Zeit. Kein Wunder, denn wie wir später noch genauer sehen werden, herrscht im Körper ein regelrechtes Hormonchaos, das sich auf verschiedene Bereiche auswirkt. 

Zu den typischen Wechseljahresbeschwerden gehören unter anderem:

  • Schlafstörungen
  • Hitzewallungen/Schweißausbrüche
  • Konzentrationsstörungen
  • Erschöpfung und Antriebslosigkeit
  • dünner werdendes Haar/Haarausfall
  • Hautprobleme
  • Appetitlosigkeit
  • unklare Zukunftsängste, Panikattacken
  • Selbstzweifel
  • Gelenkbeschwerden
  • Herzklopfen/Herzrasen
  • Blasenschwäche
  • Scheidentrockenheit
  • Libidoverlust
  • Stimmungsschwankungen bis hin zur Depression

Symptome und Ausprägung der Wechseljahresbeschwerden sind sehr individuell und daher von Frau zu Frau verschieden. Es müssen nicht alle Beschwerden (gleichzeitig) auftreten. Es handelt sich jedoch meist um ein Bündel unterschiedlicher Schmerzen und Veränderungen.

Beschwerden außer Rand und Band – wenn Stimmungsschwankungen die Oberhand gewinnen

Manche Beschwerden machen sich kaum bemerkbar, lassen sich ignorieren oder mit wenigen Maßnahmen lindern. Andere können zu einer enormen Belastung werden. Viele Frauen leiden vor allem unter Gefühls- und Stimmungsschwankungen. In manchen Fällen entwickeln sich in den Wechseljahren Depressionen, die den normalen Alltag regelrecht lahmlegen können.

Während vorübergehende “schlechte Tage” oder Traurigkeit jeden von Zeit zu Zeit treffen können, hält das Stimmungstief bei einer Depression über einen längeren Zeitraum (mindestens zwei Wochen) an. Hinzu kommen weitere Symptome wie Hoffnungslosigkeit, Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit, vermindertes Selbstwertgefühl oder auch Schlafstörungen.

Vor allem nach der Menopause (dem Zeitpunkt der letzten Regelblutung) scheint das Risiko für Depressionen in den Wechseljahren sehr hoch zu sein. Diese Phase wird als Postmenopause bezeichnet. Die Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron sind auf dem niedrigsten Stand, aber der Körper hat seine neue Stabilität noch nicht gefunden. Dies könnte eine Erklärung dafür sein, warum gerade in dieser Zeit viele Frauen unter Depressionen in den Wechseljahren leiden. Schauen wir uns nun die möglichen Auslöser in den Wechseljahren genauer an.  

Wie kommt es zu Depressionen in den Wechseljahren? Was kann Körper & Psyche belasten?

1. Hormone

An erster Stelle stehen die Hormone, denn in den Wechseljahren kommt es zu großen Veränderungen im Hormonhaushalt. Die Menge an Progesteron und Östrogen sinkt kontinuierlich. Allerdings können die einzelnen Hormonspiegel auf dem Weg dorthin stark schwanken und unterschiedliche Reaktionen im Körper hervorrufen.

Der Progesteronspiegel hat einen direkten Einfluss auf unsere Stimmung, den Schlaf, die Sexualität, das Schmerzempfinden, aber auch auf Ängste und mögliche Unruhezustände. Ein konstanter, „hoher“ Progesteronspiegel hilft also zum Beispiel, psychisch stabil zu bleiben und Stress zu bewältigen. Sinkt er, können wir anfälliger für Ängste und Verstimmungen werden.

Östrogen hingegen ist am Haarwachstum, der Hautgesundheit, der Durchblutung und dem Knochenaufbau beteiligt. Das Hormon beeinflusst auch die Libido und die Stimmungslage. Es ist eng mit der Ausschüttung von Serotonin verbunden. Sinkt der Östrogenspiegel, sinkt in der Regel auch die Produktion dieses sogenannten Glückshormons, was zu Stimmungsschwankungen, depressiven Verstimmungen und in schweren Fällen zu Depressionen führen kann.

Östrogen Aufgaben im Körper l Mikroimmuntherapie

Östrogen erfüllt verschiedene Aufgaben im weiblichen Körper. Dementsprechend kann es zu unterschiedlichen Reaktionen und Beschwerden kommen, wenn der Östrogenspiegel sinkt.

2. Körperliche Veränderungen

Durch die genannten hormonellen Veränderungen können Symptome und Beschwerden auftreten. Diese stellen eine zusätzliche Belastung in der neuen Lebensphase dar, denn sie führen dazu, dass sich die betroffenen Frauen unwohl, müde und oft einfach „krank“ fühlen, auch wenn die Wechseljahre an sich keine Krankheit sind. Zudem verändert sich der Energiehaushalt des Körpers und der Stoffwechsel verlangsamt sich. Viele Frauen bemerken daher in den Wechseljahren eine Gewichtszunahme, obwohl sie ihr Essverhalten nicht geändert haben. Auch dies kann frustrierend sein und zu psychischen Belastungen und gesundheitlichen Problemen führen.

3. Mentale Umstellung

Manche Frauen finden es auch schwierig, mit den Wechseljahren umzugehen. Das Ende der Fruchtbarkeit ist für viele ein schwer zu akzeptierender, wenn auch natürlicher Prozess. Die eigene Wahrnehmung und die Einstellung zu den Wechseljahren spielen daher auch eine Rolle und können Auslöser für Stress und Depressionen sein.

Die Rolle des Immunsystems bei Depressionen in den Wechseljahren

Neuere Erkenntnisse zeigen auch, dass Entzündungen im Körper häufig eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen spielen: Nerven- und Immunsystem sind eng miteinander verknüpft. Im gesunden Zustand nutzt das Immunsystem entzündungsfördernde Zytokine, um schädliche Krankheitserreger oder Zellmutationen im Körper zu bekämpfen. Unter bestimmten Einflüssen, wie zum Beispiel anhaltendem Stress, wird die Funktion des Immunsystems gestört. Dies kann zu überschießenden und andauernden Entzündungsreaktionen im Körper führen. Diese wiederum können auch die Psyche belasten und das Risiko für Depressionen erhöhen.

Durch die verstärkten entzündungsfördernden Prozesse im Gehirn werden vermehrt Stresshormone ausgeschüttet, während die Ausschüttung von Glückshormonen wie Serotonin gehemmt wird. Dieser Prozess kann nicht nur die Entstehung von Depressionen begünstigen, sondern die erhöhte Konzentration von Stresshormonen im Körper kann wiederum auch das Immunsystem stören. Diese enge Wechselbeziehung zwischen Immunsystem und Psyche kann so zu einer Abwärtsspirale führen.

Ein gesundes und ausgeglichenes Immunsystem ist daher wichtig für die Vorbeugung oder Behandlung von Depressionen. Es hilft, Risikofaktoren im Körper zu minimieren und die allgemeine Gesundheit zu unterstützen.  

So wirkt die Mikroimmuntherapie – Depressionen direkt am Ursprung behandeln

Genau an diesem Punkt der Immunbalance setzt die Mikroimmuntherapie an. Als Low-Dose-Immuntherapie nutzt sie exakt die Botenstoffe, die auch bei der natürlichen Immunantwort zum Einsatz kommen. Ziel ist es, Dysbalancen auf immunologischer Ebene sanft zu modulieren und damit auszugleichen. Das bedeutet, dass überschießende Reaktionen gehemmt und unzureichende Reaktionen angeregt werden.

Gerade bei Depressionen in den Wechseljahren ist die Mikroimmuntherapie eine sehr sanfte und effektive Unterstützung. Ihr großer Vorteil ist, dass sie den Körper nicht zusätzlich belastet, sondern ihm mit seinen eigenen Mitteln hilft. Durch die Mikroimmuntherapie werden entzündungsfördernde Prozesse reguliert und reduziert. Die Modulation des Immunsystems führt dazu, dass es wieder in seine natürliche Funktion zurückfindet und zwischen körperfremden und körpereigenen Strukturen unterscheiden kann. Die überschießenden Entzündungsreaktionen werden reduziert und damit auch die Ausschüttung von Stresshormonen. Das Immunsystem wird wieder trainiert, gezielt gegen schädliche Erreger vorzugehen.

Neben Depressionen in den Wechseljahren können auch andere typische Beschwerden wie Haut- und Haarprobleme, Magen-Darm-Störungen, Schlafstörungen und wiederkehrende Infekte gelindert werden.

Für jedes Krankheitsbild werden bei der Mikroimmuntherapie spezielle, dem Körper vertraute Sequenzen eingesetzt, die ihn sanft in eine gesunde Stabilität führen. Im Bereich der Frauengesundheit gibt es ein breites Anwendungsspektrum, das von Allergien über Autoimmunerkrankungen bis hin zu Infektionen (z. B. HPV) und Krebserkrankungen (z. B. Brustkrebs) reicht. Weitere Informationen findest Du in der Patientenbroschüre Mikroimmuntherapie für Frauen.

Erste Hilfe bei Depressionen in den Wechseljahren

Psychische Belastungen und Depressionen in den Wechseljahren sind keine Seltenheit. Wichtig ist, sie nicht einfach hinzunehmen und zu „ertragen“. Es gibt eine Vielzahl von Therapieansätzen, die bei Depressionen in den Wechseljahren helfen können. Die Maßnahmen werden individuell auf Ihre Situation abgestimmt und reichen von Hormontherapien über Gesprächstherapien bis hin zu pflanzlichen Mitteln, Bewegung, Sport, Musik, Kunst und vielem mehr. Erste Schritte und Anlaufstellen, wenn Du bei Dir anhaltende depressive Phasen und seelische Belastungen feststellst, sind:

  • offenes Gespräch mit Freunden/Familie/nahen Bekannten suchen
  • Hausarzt
  • zertifizierte Beratungsstellen
  • Zentren für psychische Gesundheit von Frauen
  • telefonische Beratungsstellen
  • lokale Selbsthilfegruppen

Mikroimmuntherapeuten in der Nähe finden

Eine ausführliche Beratung zur Mikroimmuntherapie ist der Schlüssel zu einem gesunden und intakten Immunsystem – für die ganze Familie. Für weitere Informationen steht Dir die MeGeMIT sowie die Experten für Mikroimmuntherapie vor Ort zur Verfügung. Mithilfe unserer Therapeutensuche wirrst Du mit nur wenigen Klicks fündig!

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Stimmungstief vorbeugen – das kannst Du aktiv tun

Was kannst Du selbst tun, um möglichst gelassen und beschwerdefrei durch die Wechseljahre zu kommen? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn jede Frau ist individuell – so auch die Wechseljahre. Einige Tipps können aber eine gute Unterstützung sein. Probiere aus, was Dir guttut!

Schaue gern auch in unserem Blogbeitrag „Unbeschwert durch die Wechseljahre: Symptome und Beschwerden sanft lindern“ vorbei!

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Lässt sich Demenz aufhalten

Erste Anzeichen und Hilfe: Lässt sich Demenz aufhalten?

Lässt sich Demenz aufhaltenKurz nach dem Betreten des Raums zu vergessen, was man eigentlich tun wollte oder beim Einkaufen eines der Lebensmittel nicht mitzunehmen, für das man ursprünglich losgegangen ist – solche Momente sind ganz natürlich und vermutlich jedem schon einmal passiert. Häufen sich die Situationen jedoch, kann auch etwas anderes dahinterstecken. Insbesondere bei älteren Menschen besteht die Sorge, dass hinter der Vergesslichkeit Anzeichen für eine beginnende ➤ Demenz stehen können. Wie lässt sich Demenz erkennen? Was genau passiert bei Demenz im Körper und speziell im Gehirn? Kann man Demenz aufhalten beziehungsweise vorbeugen? Wir zeigen Dir, wie sich die Krankheit äußert, wie sie verläuft und welche Behandlungsmöglichkeiten es bei Demenz gibt. Zudem erklären wir Dir, welche Hilfe die Mikroimmuntherapie bei ➤ neurologischen Erkrankungen wie Demenz bietet.

Was ist Demenz und wer ist betroffen?

Als Demenz wird eine Vielzahl von verschiedenen Erkrankungen zusammengefasst. Die Bezeichnung wird meist synonym für die Alzheimer-Demenz verwendet, die die häufigste Demenzform darstellt. Bei etwa 60 bis 65 Prozent der Demenzerkrankungen liegt eine Alzheimer-Demenz vor, gefolgt von der gefäßbedingten (vaskulären) Demenz mit etwa 20 bis 30 Prozent. Die übrigen Demenzformen treten somit vergleichsweise selten auf. Teilweise können auch Mischformen vorhanden sein.

Wenn man an Demenz denkt, assoziiert man damit vermutlich zuerst den graduellen Verlust von Gedächtnisfähigkeit und Erinnerungsvermögen. Doch Demenz ist mehr als eine reine Gedächtnisstörung. Die Erkrankung, ihre Beschwerden und ihre Symptome verstärken sich mit der Zeit. Daraus folgt für die Betroffenen eine enorme Einschränkung im alltäglichen Leben. Neben dem Gedächtnis sind auch erlernte Fertigkeiten, die Aufmerksamkeit, die Bewegung, die Sprache, das Auffassungsvermögen, die Kontrolle über Gefühle/Emotionen und die Orientierung gestört. Nach und nach verlieren Demenz-Erkrankte die Selbstständigkeit und sind immer stärker auf Hilfe angewiesen. Nicht zuletzt deswegen stellt sich häufig die Frage, ob man Demenz aufhalten kann.
Betroffen von Demenz sind vor allem ältere Personen. Mit dem Alter steigt das Risiko für die Erkrankung. Laut dem ➤ Bundesministerium für Gesundheit sind in der Altersgruppe der 65- bis 70-Jährigen rund drei Prozent an Alzheimer-Demenz erkrankt. Bei den 85-Jährigen ist es bereits statistisch jeder Fünfte, während es ab dem 90. Lebensjahr rund jeder Dritte ist.

Demenz aufhalten: Welche ersten Anzeichen können auf Demenz hindeuten?

Oftmals ist es nicht leicht, Demenz zu erkennen beziehungsweise sie von anderen Erkrankungen zu unterscheiden. Erste Alarmsignale stellen Gedächtnislücken dar, die regelmäßig zu Tage treten. Anfangs ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis eingeschränkt, sodass die Patientinnen und Patienten sich nicht mehr an Gespräche oder Handlungen erinnern können, die erst kürzlich stattfanden. Im Verlauf der Erkrankung zeigen sich dann zunehmend Aussetzer im Langzeitgedächtnis. Die Personen erinnern sich nicht mehr an Situationen von früher, über die sie eventuell sonst gern berichtet haben, können sich nicht an Bekannte oder Familienmitglieder erinnern und geraten beim Erzählen aus der Vergangenheit ins Stocken. Auch Informationen zur eigenen Person wie Name, Alter und Wohnort können darunterfallen.

Neben der beeinträchtigten Gedächtnisleistung können auch Unlust und Antriebslosigkeit Anzeichen für eine eintretende Demenz sein. Zudem sollte auf Störungen der Sprache, Wortfindungsstörungen, Orientierungsschwierigkeiten und abnehmende Selbstständigkeit geachtet werden. Sollten derartige Beschwerden auffallen, ist eine ärztliche Rücksprache empfehlenswert, um eine gesicherte Diagnose zu erhalten.

Wie kann ich feststellen, ob es Demenz ist?

Sich an einen Arzt zu wenden oder einen Demenz-Test zu absolvieren, ist nicht besonders angenehm. Für viele ältere Menschen stellt es eine Art Eingeständnis dar, nicht mehr vollständig zurechnungsfähig zu sein, und es besteht die Angst, man könne die Selbstständigkeit verlieren. Dennoch ist es sehr wichtig, bei bestimmten Anzeichen frühzeitig ärztliche Hilfe aufzusuchen. Insbesondere im Frühstadium von Demenz gibt es Möglichkeiten, der Erkrankung aktiv entgegenzusteuern und das Voranschreiten der Demenz aufhalten beziehungsweise verlangsamen zu können.

Im Folgenden haben wir eine kleine Checkliste erstellt, welche Anzeichen für eine beginnende Demenz stehen können und wann es sich demnach anbieten kann, einen Arzt aufzusuchen.

Checkliste Demenz

  1. Kurzzeitgedächtnis: Kommt es häufiger zu Lücken im Kurzzeitgedächtnis? Müssen Gespräche und Informationen wiederholt werden? Werden Dinge verlegt?
  2. Sprache: Fällt es sichtlich schwer, bestimmte Worte zu finden? Geraten Gespräche öfter ins Stocken oder werden sie nicht zu Ende geführt?
  3. Orientierung: Kommt es trotz des gewohnten Umfelds zu Orientierungslosigkeit und Verwirrtheit? Hat die Person große Schwierigkeiten in fremder Umgebung? Bestehen Probleme mit der räumlichen Wahrnehmung?
  4. Charakter: Zeigen sich plötzlich Charakterzüge, die nicht zu der Person passen und völlig neu im Verhalten sind? Treten spontane Stimmungsschwankungen oder Gefühlsausbrüche auf?
  5. Antriebslosigkeit: Kommt es zum Verlust von Motivation oder werden einstige Hobbys sowie Kontakte plötzlich vernachlässigt?
  6. Fähigkeiten: Fallen alltägliche Aufgaben plötzlich schwer und werden nicht mehr erledigt?
  7. Einschätzungsvermögen: Werden potenzielle Gefahrensituationen fehlerhaft eingeschätzt beziehungsweise nicht wahrgenommen?

Sollten sich diese Symptome häufen und über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben, ist eine medizinische Abklärung ratsam.

Was passiert bei Demenz im Körper?

Allgemein zusammengefasst kommt es bei einer Alzheimer-Demenz zu Veränderungen im Gehirn, die dazu führen, dass nach und nach Nervenzellen irreversibel geschädigt werden. Dadurch verlieren die Patientinnen und Patienten allmählich ihre Gedächtnisleistung, ihr Erinnerungsvermögen und verlernen auch Fertigkeiten.

Das Gehirn ist ein äußerst komplexes Geflecht aus über 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen), die über sogenannte Synapsen miteinander verbunden sind. Sie tauschen Reize und Informationen miteinander aus. Bei einer Alzheimer-Demenz sind zunächst diese Synapsen betroffen. Doch wie genau kommt es dazu? 

Der Körper bildet ein bestimmtes Eiweiß, das als Beta-Amyloid (Aß) bekannt ist und aus dem Amyloid-Vorläuferprotein entsteht. Im gesunden Gehirn wird dieses Eiweiß problemlos aufgespalten und wieder abgebaut. Bei einer Alzheimer-Demenz ist dieser Abbau jedoch gestört. Die Eiweiße werden nicht wie vorgesehen abgebaut, sondern lagern sich als sogenannte Plaques an und stören die Kommunikation zwischen den Nervenzellen. Ein weiteres wichtiges Protein, das sich bei der Erkrankung ebenfalls durch verschiedene Prozesse verändert und letztendlich an den Nervenzellen anlagert und zu Funktionseinschränkungen führt, ist das Tau-Protein. Im gesunden Zustand ist es für die Stabilität und Nährstoffversorgung von Zellen zuständig.

Die genauen Ursachen für Demenzerkrankungen sind noch nicht abschließend geklärt. ➤ Forschungen haben unter anderem gezeigt, dass hohe Ausschüttungen bestimmter Zytokine zu Entzündungsreaktionen (Inflammation) führen und an der chemischen Veränderung der Proteine beteiligt sein können. Der Auslöser solch einer fehlerhaften Reaktionskette ist vielfach ein gestörtes Immunsystem, das vermehrt Zytokine aussendet und somit zur Neuroinflammation führt. Die Feinmodulation des Immunsystems zurück zur natürlichen Balance ist somit ein wichtiger Teil der Demenz-Therapie.

Kann man Demenz aufhalten oder vorbeugen?

Demenz ist nach aktuellem Erkenntnisstand leider nicht heilbar oder vollständig umkehrbar. Die erfolgten Schädigungen an den Nervenstrukturen im Gehirn lassen sich für gewöhnlich nicht wieder reparieren. Da die genauen Ursachen für die Erkrankung noch nicht abschließend geklärt sind, ist auch die Prävention schwierig. Es gibt somit keine zuverlässigen Maßnahmen, um eine Demenz aufhalten zu können, aber es gibt unterschiedliche Ansätze, um die Erkrankung so gut wie möglich zu verlangsamen. Die Therapie bei Demenz besteht aus vielen Einzelmaßnahmen, die an die Person und ihre Lebensumstände individuell angepasst werden.

Hilfe bei Demenz – diese Möglichkeiten gibt es:

  • Gedächtnisleistung fördern: regelmäßige Reize und Training für das Gehirn wie Denkspiele, Knobelaufgaben, Memoryspiele, Geschichten erzählen, Gedichte rezitieren u. v. m.
  • Musik- und Kunsttherapie
  • Bewegungsübungen, Ergo- und Physiotherapie
  • Übungen für Sinnesorgane und Wahrnehmung (z. B. Tastspiele)
  • Medikamentöse Therapie

Das Ziel der Demenz-Therapie ist es, die Gedächtnisleistung zu unterstützen, Fertigkeiten und Fähigkeiten zu trainieren und somit bestmöglich zu erhalten. Nicht zu vernachlässigen ist dabei auch, dass sich die Personen wohlfühlen. Auch das Selbstwertgefühl, die Selbstständigkeit und das Vertrauen in die eigene Person sollen gezielt angesprochen und verbessert werden.

Mikroimmuntherapie: gezielte Immunregulierung bei Demenz

Auch wenn es nach aktuellem Kenntnisstand nicht vollständig möglich ist, Demenz aufhalten zu können, helfen moderne Ansätze dabei, die Lebensqualität von Demenz-Patienten zu steigern und ein möglichst selbstständiges Leben zu fördern. Eine weitere Ergänzung zur Demenz-Therapie ist die Mikroimmuntherapie. Ihr Ziel ist es, die inflammatorischen Prozesse im Körper zu senken und somit aktiv gegen Gewebe- und Zellschädigungen sowie gegen Plaque-Ablagerungen im Gehirn vorzugehen.

Verlauf von Demenz

Die Mikroimmuntherapie ist eine Low-Dose-Immuntherapie. Das bedeutet, dass die enthaltenen Substanzen in sehr geringen Konzentrationen (low dose und ultra-low dose) vorliegen. Es handelt sich um natürliche Substanzen, die der Körper kennt und selbst nutzt: Zytokine. Als Immunbotenstoffe kommen Zytokine wichtige Aufgaben zu, so beispielsweise die Informationsübertragungen bei einer Immunreaktion. Sie sorgen somit dafür, dass eine gezielte Abwehrreaktion erfolgt und potenzielle Krankheitserreger unschädlich gemacht werden können.

Bei einer Demenz-Erkrankung besteht das Ziel der Mikroimmuntherapie darin, die Aktivität der Zytokine zu hemmen, die für die Bildung der Plaques im Gehirn verantwortlich sind. Die sanfte Regulierung trägt damit auch zur Plaque-Beseitigung bei und verlangsamt das Fortschreiten der Demenz-Erkrankung. Die generelle Unterstützung des Immunsystems wirkt sich ebenfalls positiv auf die allgemeine Gesundheit aus und trägt dazu bei, dass die Anfälligkeit für unterschiedliche Erkrankungen möglichst gering gehalten wird.

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In unserem Blog findest Du neben diesem Artikel noch weitere interessante Beiträge zu den Themen Demenz und Gesundheit im Alter. Einige Newsartikel, die Du lesen kannst, haben wir Dir hier verlinkt. Zudem findest Du nachstehend einen medizinischen Beitrag von Dr. med. Petra Blum sowie den Link zur Patientenbroschüre „Mikroimmuntherapie & Well-Aging“:

Mikroimmuntherapie bei Demenz – Förderung des neuroimmunologischen Gleichgewichtes (Beitrag von Dr. med. Petra Blum)

Nebel im Kopf – wie erkennt man Demenz im Anfangsstadium?

Mikroimmuntherapie: Wirksame Hilfe bei Alzheimer und Demenz

Mikroimmuntherapie & Well-Aging (Patientenbroschüre online und als Download)

 

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Wechseljahre Symptome Mikroimmuntherapie

Unbeschwert durch die Wechseljahre: Symptome und Beschwerden sanft lindern

Wechseljahre Symptome MikroimmuntherapieSie sind fester Bestandteil im Leben einer jeden Frau, haben aber häufig einen negativen Ruf: die sogenannten Wechseljahre. Oftmals werden sie mit unangenehmen Veränderungen und Beschwerden in Verbindung gebracht, beispielsweise mit Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, die sogar zu depressiven Episoden werden können. Mit einem positiven Mindset und einfachen Verhaltensregeln können typische Wechseljahresbeschwerden für viele Frauen jedoch aktiv gelindert werden. Erfahre hier, wie Du möglichst unbeschwert durch die Wechseljahre kommst und Deine Gesundheit sowie Dein Immunsystem unterstützen kannst. Außerdem verraten wir Dir, wie die Mikroimmuntherapie bei Beschwerden und Depressionen während der Wechseljahre helfen kann.

Was genau sind die Wechseljahre?

Die Wechseljahre sind eine Phase der hormonellen Umstellung bei Frauen, die zum Ende der Fruchtbarkeit führen. Im medizinischen Bereich tragen sie die Bezeichnung Klimakterium. Durchschnittlich erleben Frauen in Deutschland das Klimakterium mit Anfang 50. Es handelt sich jedoch um eine sehr individuelle Erfahrung, die sich auch später oder teilweise deutlich früher ereignen kann. Vorzeitige Wechseljahre treten bei etwa einem Prozent der Frauen auf.

Die Wechseljahre sind übrigens kein abrupter Umbruch, sondern ein Prozess, der sich schrittweise ereignet. Sie lassen sich somit in unterschiedliche Phasen einteilen.

  1. Prämenopause: Der Körper bereitet sich allmählich auf das Ende der Fruchtbarkeit vor und verringert nach und nach die Produktion weiblicher Sexualhormone. Dadurch kann es zu ersten Unregelmäßigkeiten bei der Monatsblutung kommen.
  2. Perimenopause: Es treten weitere Unregelmäßigkeiten bei der Monatsblutung auf, die auch teilweise aussetzen kann. Zudem wird sie für gewöhnlich immer schwächer. Im Allgemeinen ist damit die Phase ein bis zwei Jahre vor sowie etwa ein Jahr nach der letzten Monatsblutung gemeint.
  3. Menopause: Mit der Menopause ist der Zeitpunkt der letzten Monatsblutung und damit das Ende der Fruchtbarkeit gemeint. Sicher feststellen lässt sie sich meist, wenn es mindestens ein Jahr keine Monatsblutung mehr gab – damit kann sie oft erst rückblickend datiert werden.
  4. Postmenopause: Die Postmenopause beginnt etwa zwölf Monate nach der letzten Monatsblutung. Zu diesem Zeitpunkt kommt der Hormonhaushalt im Körper vieler Frauen allmählich wieder zur Ruhe, da er sich an die neuen Umstände gewöhnt hat und relativ stabil bleibt.

Was passiert während der Wechseljahre?

Die Wechseljahre sind der Lebensabschnitt, in dem die Eierstöcke ihre Aufgaben langsam und schrittweise einstellen. Bereits während der Geburt ist die Anzahl an Eizellen beziehungsweise Eibläschen (Follikel) der Frau genetisch festgelegt. Zu einem bestimmten individuellen Zeitpunkt sind keine Follikel mehr vorhanden. Der Körper bereitet sich dann nicht weiter auf eine mögliche Schwangerschaft vor, worauf auch die Produktion der weiblichen Sexualhormone wie Östrogen und Progesteron nachlässt. Infolgedessen kommt es letztendlich zum vollständigen Ausbleiben der Monatsblutung (Menopause). Diese hormonelle Umstellung bedeutet nicht nur das Ende der Fruchtbarkeit, sie kann auch verschiedene körperliche Veränderungen und individuelle Beschwerden für die betroffenen Frauen mit sich bringen.

Wechseljahre Symptome: Welche Beschwerden treten häufig auf?

Wechseljahre Symptome

Der Verlauf und die möglichen Symptome der Wechseljahre sind sehr individuell. Hier siehst Du einige mögliche Symptome, die auftreten können.

Wie kommt es zu Depressionen in den Wechseljahren?

Es ist nicht abschließend geklärt, ob das auftretende vorübergehende Chaos der Hormone auch direkt an der Entstehung von Depressionen beteiligt ist. Fest steht, dass sich die hormonellen Schwankungen nicht nur körperlich, sondern auch psychisch auswirken. Zudem ist es für viele Frauen schwer, das Ende der Fruchtbarkeit zu akzeptieren. Die zusätzlichen Begleitbeschwerden stellen ebenfalls eine Belastung für die Frauen dar. All das kann dazu führen, dass die Frauen unzufriedener, unglücklicher und auch depressiv werden können. Auch hier spielen die persönliche Wahrnehmung und die Individualität der Wechseljahre eine große Rolle, wodurch jede Frau diese Lebensphase anders empfindet und durchlebt.

Einflüsse der Wechseljahre auf das Immunsystem

Die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre geht auch am Immunsystem nicht spurlos vorbei. Durch Beschwerden wie Schlafstörungen oder trockene Schleimhäute kann auch die immunitäre Funktion geschwächt werden, was es Erregern und Infekten erleichtert, die Gesundheit negativ zu beeinflussen. Bei den betroffenen Frauen kann es somit häufiger zu Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden, Hautproblemen oder einem allgemeinen Leistungsabfall sowie einem Schwächegefühl kommen.

Die Stärkung der immunitären Abwehr stellt somit einen wichtigen Schritt dar, um gesund und möglichst unbeschwert durch die Wechseljahre zu kommen. Wie Du Dein Immunsystem unterstützen und häufige Beschwerden oder Symptome der Wechseljahre reduzieren kannst, erfährst Du im folgenden Abschnitt.

Das kannst Du bei typischen Beschwerden tun

Zu Beginn sei gesagt: So vielseitig die Wechseljahre sind, so individuell und zahlreich sind auch die Möglichkeiten, die bei unliebsamen Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden können. Probiere am besten aus, was Dir guttut, und spreche Dich regelmäßig mit Deinem Arzt oder Therapeuten ab.

  1. Ernährung: Unsere Ernährungsweise beeinflusst unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden direkt. Achte daher auf eine gesunde, ausgewogene und vitamin- sowie nährstoffreiche Ernährung, da sie all das liefert, was Dein Körper und das Immunsystem benötigen. Insbesondere frische Zutaten, Kräuter und Gewürze sollten auf dem täglichen Speiseplan stehen. Reduziere stattdessen Genussmittel, Zucker, Salz und Fertigprodukte.
  2. Bewegung und Sport: Sport hilft sehr vielen Frauen in den Wechseljahren, typische Beschwerden zu meistern. Die körperliche Ertüchtigung hilft dabei, das Risiko für Gewichtszunahmen zu verringern, den Muskelapparat und die Knochen zu unterstützen, den Blutdruck im Normalbereich zu halten und auch die Stimmung zu heben. Sport verschafft häufig ein Wohlgefühl. Somit kann auch Depressionen aktiv entgegengewirkt werden.
  3. Schlaf: Ausreichend und erholsamer Schlaf ist sehr wichtig, damit der Körper und das Immunsystem sich regenerieren können und fit bleiben. Während der Wechseljahre leiden viele Frauen unter Schlafstörungen. Mit einer festen Schlafroutine, gezielten Entspannungen sowie pflanzlichen Mitteln kann der Schlaf unterstützt werden. Solltest Du unter Schlafproblemen leiden, sprich auch mit Deinem Arzt oder Therapeuten darüber, welche weiteren Möglichkeiten es gibt.
  4. Positiv denken: Die Einstellung zu den Wechseljahren trägt ebenfalls viel dazu bei, wie wir diese durchleben. Gehe optimistisch und positiv an diese neue Lebensphase heran. Sie ist etwas ganz Natürliches und keinesfalls eine Erkrankung, die unbedingt einer Behandlung bedarf. Für eventuelle Beschwerden und unliebsame Symptome während der Wechseljahre gibt es heutzutage diverse sanfte Methoden, die dabei helfen, diese zu lindern. Ein positives Mindset ist ebenfalls wichtig, um Stimmungstiefs und das Risiko für Depressionen in den Wechseljahren zu senken.
  5. Neues ausprobieren: Indem Du die Wechseljahre als eine normale Lebensphase, die Dir neue Chancen und Sichtweisen ermöglichen kann, akzeptierst, kannst Du auch neue Vorlieben und Hobbys für Dich entdecken. Probiere doch einfach mal etwas Neues aus und gehe den Alltag ruhig und entspannt an. Du wirst feststellen, dass sich so sehr viele spannende neue Wege auftun können.

Mikroimmuntherapie und Frauengesundheit

Auch die Mikroimmuntherapie bietet einen hilfreichen Ansatz, um gesund, möglichst unbeschwert und vor allem mit einem gekräftigten Immunsystem die Wechseljahre zu erleben. Die natürlichen Bestandteile in der Mikroimmuntherapie sind Botenstoffe, die auch das körpereigene Immunsystem zur internen Kommunikation verwendet. Es handelt sich unter anderem um sogenannte Zytokine, die in geringer Dosierung (low dose und ultra-low dose) vorliegen. Dadurch sind sie sehr gut verträglich und unterstützen das Immunsystem auf eine sehr sanfte Weise, indem sie die natürlichen Abläufe berücksichtigen.

Während der Wechseljahre kann die Mikroimmuntherapie an mehreren Stellen ansetzen. Allem voran sorgt sie dafür, das mitunter geschwächte Immunsystem wieder in seine natürlichen Stärken zurückzubringen beziehungsweise eine Schwächung der immunitären Abwehr von vornherein zu vermeiden. Mit einem starken Immunsystem lässt sich das Risiko für Infekte, Magen-Darm-Erkrankungen, Hautreizungen oder Herz-Kreislauf-Problemen senken.

Zudem können typische Beschwerden und Symptome der Wechseljahre wie unter anderem Schlafstörungen verringert werden. Auch auf die Konzentrationsfähigkeit, das allgemeine Wohlbefinden sowie auf die psychische Gesundheit kann sich das sehr positiv auswirken. Nicht zuletzt lässt sich durch die gezielte Behandlung eine Depression in den Wechseljahren bestenfalls vermeiden oder sanft lindern (zusätzlich zu anderen Therapien) – denn auch zwischen der Psyche und dem Immunsystem besteht eine starke Verbindung.

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Wenn Du Dich für das Thema Wechseljahre und Mikroimmuntherapie interessierst, haben wir einen weiteren Artikel für Dich, den Du unter dem folgenden Link findest: ➤ https://mikroimmuntherapie.com/was-passiert-mit-dem-immunsystem-in-den-wechseljahren/. Möchtest Du hingegen mehr darüber erfahren, wie die Mikroimmuntherapie bei Depressionen helfen kann, schau gern hier vorbei: ➤ Depressionen sanft behandeln. Des Weiteren finden Du hier die Broschüre ➤ Mikroimmuntherapie für Frauen.


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wie erkennt man Demenz im Anfangsstadium Mikroimmuntherapie

Nebel im Kopf – wie erkennt man Demenz im Anfangsstadium?

wie erkennt man Demenz im Anfangsstadium Mikroimmuntherapie

Beim Einkaufen die Butter vergessen, erst durch die Terminerinnerung wieder an die Zahnarztuntersuchung gedacht oder mitten im Gespräch nicht mehr wissen, was man eigentlich soeben erzählen wollte – Vergesslichkeit ist nichts Unübliches und passiert jedem von uns. Stell Dir jetzt vor, Du erkennst Deine Familie nicht mehr, weißt plötzlich nicht mehr, wie Du Dir die Schuhe binden sollst oder wie Du überhaupt dahin gekommen bist, wo Du Dich gerade befindest. Eine schlimme Vorstellung, vor der sich insbesondere ältere Menschen fürchten. Diese Erkrankung wird häufig als Demenz bezeichnet und erschüttert das gesamte Sein eines Menschen, denn sie beeinträchtigt nicht nur die Merkfähigkeit und das Gedächtnis, sondern auch das allgemeine Denkvermögen, die Aufmerksamkeit, erworbene Fähigkeiten und Fertigkeiten, Sprache, Orientierung sowie Gefühlsempfindungen. Demenz ist eine voranschreitende Erkrankung. Wie erkennt man Demenz im Anfangsstadium? Kann man Demenz vorbeugen oder zumindest verlangsamen? Und wie kann die Mikroimmuntherapie bei Demenz helfen? Der folgende Beitrag verrät es Dir.

Was genau ist Demenz?

Der lateinische Begriff dementia lässt sich übersetzen mit „weg vom Geiste“ oder „ohne Geist“, was den Kern der Erkrankung bereits sehr gut zusammenfasst. Im Verlauf der Krankheit verschlechtert sich der geistige Zustand der Betroffenen immer mehr, wodurch sie sämtliche Fähigkeiten und Fertigkeiten nur noch schwer oder gar nicht mehr selbstständig ausführen können.

Die Bezeichnung Demenz ist dabei ein Oberbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen. Demenz ist somit keine spezifische Erkrankung, sondern meint eine Palette an Symptomen und Beschwerden, die vor allem mit dem Verlust der Gedächtnisleistung, der Denkfähigkeit und der alltäglichen Fertigkeiten einer Person einhergeht, sich aber auch auf die Persönlichkeit und das Verhalten beziehen kann. Sie lässt sich in verschiedene Erkrankungen unterteilen, darunter die Alzheimer-Demenz.

Wo liegen die Unterschiede zwischen Demenz und Alzheimer?

Im alltäglichen Sprachgebrauch werden Demenz und Alzheimer häufig synonym verwendet. In Wirklichkeit ist die Alzheimer-Erkrankung eine Form von Demenz, sogar die häufigste. Die Schätzungen weichen je nach Quelle leicht voneinander ab: In rund 60 bis 70 Prozent (teilweise ist von bis zu 80 Prozent die Rede) aller Demenzfälle handelt es sich um Alzheimer. Weitere Formen von Demenz sind unter anderem die vaskuläre (gefäßbedingte) Demenz, die frontotemporale Demenz und die Lewy-Body-Demenz/Lewy-Körperchen-Demenz.

Tabelle Demenzformen Mikroimmuntherapie

Die genannten Demenzformen können teilweise auch überlappen und Mischformen bilden. Die Symptome sind somit von Patient zu Patient individuell ausgeprägt. Insgesamt gibt es mehr als 50 verschiedene Demenzformen, die an dieser Stelle nicht alle genannt werden.

 

Ein Blick ins Innere – was passiert bei Alzheimer-Demenz im Gehirn?

Unser Gehirn ist ein wahrer Hochleistungsapparat. Es ermöglicht uns, unsere Umwelt wahrzunehmen, nachzudenken, selbst schwierige Probleme zu lösen, Neues zu lernen, Bewegungsabläufe zu steuern, Emotionen zu erfahren und uns an Vergangenes zurückzuerinnern. Das Netzwerk Gehirn besteht dabei aus über 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen), die über Kontaktstellen (Synapsen) verbunden sind und mithilfe von Botenstoffen (Zytokinen) kommunizieren. Bei der Alzheimer-Erkrankung kommt es zunächst zur Störung der Synapsen bis hin zum Absterben der Nervenzellen.

Schuld daran sind Eiweißablagerungen (Plaques). Beta-Amyloid ist ein körpereigenes Eiweiß, das aus dem Amyloid-Vorläuferprotein gebildet und im gesunden Gehirn problemlos aufgespalten und abgebaut wird. Bei der Alzheimer-Erkrankung schafft es der Körper nicht, die Proteine entsprechend aufzuspalten, sodass sie sich als giftige Oligomere (Makromoleküle) ansammeln, verklumpen und als unauflösliche Ablagerungen an den Nervenzellen festsetzen. Dadurch werden die Reiz- und Botenstoffübertragung gestört.

Ein zweiter Grund ist das sogenannte Tau-Protein. Es befindet sich im Inneren der Zellen (z. B. Nervenzellen) und sorgt dafür, dass sie mit Nährstoffen versorgt werden. Bei Alzheimer wird dieses Protein chemisch verändert, woraufhin es sich in den Nervenzellen in Form von Fasern (Tau-Fibrillen) ansammelt. Die Zellen verlieren ihre Form und Funktion. Schließlich kommt es zum Absterben der Nervenzellen.

Die hohe Aktivität der Zytokine, die die Eiweiße abbauen soll, aber nicht kann, führt dazu, dass es zu vermehrten Entzündungsreaktionen (Inflammation) im Gehirn kommt. Diese Reaktionen schädigen zusätzlich die Nervenzellen und können sich zudem im Körper ausbreiten.

Erste Anzeichen für Demenz – wie erkennt man Demenz im Anfangsstadium?

Demenz-Erkrankungen beginnen meist schleichend; nur in wenigen Ausnahmen, wie bei einigen Fällen der vaskulären Demenz, kann die Krankheit auch plötzlich in schwererer Form auftauchen. Sowohl potenziell Betroffene als auch Angehörige fragen sich oft, wie man Demenz im Anfangsstadium erkennt. Am Anfang der Erkrankung, vor allem bei Alzheimer, werden die Betroffenen zunehmend vergesslich, stellen häufiger dieselben Fragen und erinnern sich schlechter an Zurückliegendes. Zudem fällt es ihnen oftmals schwer, sich auszudrücken, da ihnen bestimmte Wörter partout nicht mehr einfallen. Außerdem können sie orientierungslos sein, vereinzelte Personen nicht wiedererkennen oder Tätigkeiten verlernen. Mit der Zeit intensivieren und häufen sich die einzelnen Symptome.

Demenz-Anzeichen auf einen Blick:

Anzeichen Demenz Mikroimmuntherapie

Häufige erste Anzeichen für Demenz und Alzheimer

Raus aus dem Nebel – Demenz behandeln

Leider kann Demenz beziehungsweise die Alzheimer-Erkrankung bislang noch nicht geheilt werden. Es gibt jedoch verschiedene Therapieansätze, die dabei helfen, das Voranschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Symptome zu reduzieren. Dadurch lässt sich die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten verbessern. Vor allem bei einer frühen Diagnosestellung sind die Behandlungsmöglichkeiten sehr gut. Deshalb ist es wichtig, zu wissen, wie man Demenz im Anfangsstadium erkennt.

Die Behandlung bei Alzheimer richtet sich nach den individuellen Anzeichen und Beschwerden. Sie umfasst in der Regel einen Mix aus verschiedenen Therapien, die an die Bedürfnisse der Betroffenen angepasst werden. Häufig zählen dazu Bewegungstherapie, Ergotherapie und Musiktherapie. Durch verschiedene Reize und Übungen werden Fertigkeiten und Gedächtnis trainiert und somit bestmöglich aufrechterhalten. Zusätzlich können medikamentöse Therapien mit beispielsweise Antidementiva und Antidepressiva erfolgen.

Von grundlegender Wichtigkeit ist zudem eine gesunde Lebensweise: Insbesondere eine gesunde und nährstoffreiche Ernährung, ausreichend Flüssigkeit, Bewegung an der frischen Luft sowie Erholung und Schlaf tragen zur körperlichen und geistigen Gesundheit bei und helfen zudem, Demenz vorzubeugen.

Sanfte Hilfe gegen Demenz – die Mikroimmuntherapie bei neurologischen Erkrankungen

Eine weitere Präventions- und Behandlungsmöglichkeit bietet die Mikroimmuntherapie, die ergänzend zur individuellen Demenz- beziehungsweise Alzheimerbehandlung eingesetzt werden kann. Die in den Mikroimmuntherapeutika enthaltenen natürlichen Inhaltsstoffe (u. a. Zytokine/Botenstoffe) sind sehr stark verdünnt. Dadurch ist die Mikroimmuntherapie gut verträglich und mit anderen Methoden kombinierbar.

Das Ziel der Mikroimmuntherapie ist es, die Ablagerung neuer Eiweiße im Gehirn zu reduzieren, indem die natürliche Balance und Abläufe im Körper wiederhergestellt werden. Vor allem sollen die Zellen, die sich um den Abtransport oder den Abbau der Eiweiße kümmern, unterstützt werden. Zudem konzentriert sich die Mikroimmuntherapie darauf, mögliche inflammatorische Reaktionen im Körper – bei Demenz speziell im Gehirn – zu verringern. Auch das soll über die Regulation der Zytokine im Körper erreicht werden: Die pro-inflammatorischen Zellen sollen gehemmt und die anti-inflammatorischen Zellen unterstützt werden.

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Mehr Informationen zu Demenzerkrankungen und wie die Mikroimmuntherapie die Behandlung unterstützen kann, kannst Du auf unserer Übersichtsseite zu Demenz nachlesen. Hier der Weg zu unserem Beitrag: ➤ Demenz.

 

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Müdigkeit behandeln mit Mikroimmuntherapie

Wenn Müdigkeit zur Dauerschleife wird – Ursachen und Behandlung von anhaltender Müdigkeit

Müdigkeit behandeln mit MikroimmuntherapieMüdigkeit ist im Grunde ein ganz normaler Körperzustand, der signalisiert, dass uns Ruhe und Erholung fehlen. Meist ist uns der Grund für einen Tag, an dem wir uns sehr müde und kraftlos fühlen, bekannt: zu wenig Schlaf. Nach einer kurzen oder unruhigen Nacht fühlen wir uns am darauffolgenden Tag meist erschöpft. Auch Konzentration fällt dann oft schwer. Mit genügend Pausen und erholsamem Schlaf lässt sich dieser Zustand in der Regel schnell wieder beheben.

In einigen Fällen kann hinter Müdigkeit – vor allem anhaltender Müdigkeit – auch eine Erkrankung stehen. Insbesondere ein geschwächtes Immunsystem kann sich darin äußern, dass wir uns ständig müde fühlen, abgespannt sind und uns nicht konzentrieren können. Wodurch wird chronische Müdigkeit hervorgerufen? Wie kann man dem entgegenwirken? Und welche Vorteile bietet die Mikroimmuntherapie bei extremer Müdigkeit?

Wie viel Müdigkeit ist „normal“?

Diese Frage ist nicht allgemeingültig zu beantworten, da Müdigkeit von vielen individuellen Faktoren abhängt. Prinzipiell ist es okay, sich an einigen Tagen etwas müde und erschöpft zu fühlen. Wenn die letzte Nacht mit wenig Schlaf verbunden war oder ein stressiger Tagesabschnitt hinter uns liegt, ist es nicht verwunderlich, wenn wir darauf müde reagieren. Wie bereits erwähnt, handelt es sich dabei um einen Zustand, der sich schnell wieder ausgleicht, sobald der Stress sich legt und der Schlaf wieder erholsamer und ausreichender ist. Auch sehr warme Tage, ein üppiges Essen oder Sport können müde machen.

Bist Du jedoch ständig müde, obwohl Du nachts durchschläfst, kann dies ein Hinweis für eine andere, tieferliegende Ursache sein. In diesem Fall solltest Du gemeinsam mit Deinem Arzt oder Therapeuten nach den Gründen forschen, um eine geeignete Behandlung zu finden. Häufig liegt eine Dysbalance im Immunsystem vor. Dann ist die Regulation und Stärkung der Immunabwehr ein sehr wichtiger Schritt, um wieder mehr Energie für den Tag zu haben.

Müdigkeit Ursachen – was kann dahinterstecken?

Müdigkeit kann verschiedenste Ursachen haben. Nachfolgend finden Sie einige Beispiele:

  • Schlafmangel (u. a. zu spätes Schlafengehen, sehr frühes Aufstehen, wenig Schlaf, kein erholsamer Schlaf, Schlaf gegen den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus, fehlende oder falsche Routinen wie beispielsweise Elektronik vor dem Zubettgehen)
  • Zu wenig Bewegung
  • Umweltschadstoffe
  • Ungesunde Ernährung (z. B. sehr fettig und ballaststoffreich, viele Fertigprodukte, Zucker, große Salzmengen)
  • Übergewicht
  • Mangelernährung/Nährstoffmangel oder Untergewicht
  • Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme
  • (Chronischer) Stress im Beruf oder Privatleben
  • Fehlende Beschäftigung/Anforderung (Langeweile, Desinteresse)

Überdies können diverse Erkrankungen in Verbindung mit Müdigkeit stehen, darunter zum Beispiel:

  • Infektionen (u. a. Erkältung, Grippe, EBV, COVID-19/Long COVID)
  • Schlafapnoe
  • Blutarmut
  • Schilddrüsenfehlfunktion
  • Herzerkrankungen
  • Migräne
  • Psychische Erkrankungen (u. a. Burnout, Depressionen, Angststörungen)

Was passiert im Körper, wenn ausreichend Schlaf fehlt?

Schlaf ist für die Gesundheit sehr wichtig, denn im Schlaf regeneriert der gesamte Organismus. Die Zellreparatur und die Zellneubildung sorgen dafür, dass Organe und Strukturen intakt bleiben. Zudem bildet der Körper im Schlaf eine Vielzahl von Immunzellen wie T-Killerzellen und T-Helferzellen, die sich unter anderem um die Bekämpfung von schädlichen Erregern kümmern. Nicht zuletzt ist erholsamer Schlaf auch für unsere Gehirnleistung, Konzentration und Gedächtnisfähigkeit entscheidend. Mehr dazu liest Du hier in unserem Blog: Erholung für das Gehirn? Die Bedeutung von Träumen und Schlaf.

Studien haben gezeigt, dass bereits ein Schlafdefizit von drei Stunden die Funktion der T-Zellen stark einschränkt. Dadurch wird das Immunsystem auf Dauer nachhaltig geschwächt. Ein aus der Balance geratenes Immunsystem, das nicht mehr wie vorgesehen arbeitet, ist ein Risikofaktor für viele weitere Erkrankungen.

Tipps gegen Müdigkeit – mehr Energie für den Tag

  • Gesunde Gerichte und Snacks (z. B. erfrischende und energiespendende Beeren, Obst, Nüsse)
  • Auf Zucker, Fertigprodukte und viele Kohlenhydrate verzichten
  • Regelmäßig lüften
  • Spaziergänge an der frischen Luft
  • Bewegung, Stretching und Sport (z. B. auch in kleinen Pausen bei der Arbeit, um neue Energie zu tanken)
  • Wasser trinken
  • Schlafgewohnheiten schaffen für erholsamen Schlaf (u. a. Handy und andere Elektronik abends weglegen, ruhige Atmosphäre schaffen, Räume abdunkeln, zur Ruhe kommen und beispielsweise etwas lesen, immer zur selben Zeit zu Bett gehen)
  • Gesicht erfrischen (kalte Gesichtswäsche oder kalt abbrausen/kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen)
  • Schwarzer Tee als Wachmacher
  • „Powernap“ (kurze Schlafpause von zehn bis 20 Minuten einlegen, Tiefschlafphase jedoch vermeiden, sonst droht mehr Müdigkeit – Schlaf kann übrigens nicht nachgeholt werden, sodass es vor allem wichtig ist, Schlafdefizite erst gar nicht entstehen zu lassen)

Mikroimmuntherapie: sanfte und effektive Hilfe bei Müdigkeit

Eine zusätzliche Hilfe bei anhaltender Müdigkeit ist die Mikroimmuntherapie. Sie zielt mit körpereigenen Botenstoffen darauf ab, immunitäre Dysbalancen sanft auszugleichen und das Immunsystem somit zu regulieren, ohne aggressiv in seine natürliche Funktion einzugreifen.

Mit der Mikroimmuntherapie fühlst Du Dich energiereicher und wacher. Auch die Konzentrationsfähigkeit wird dadurch gestärkt. Das bewirkt wiederum auch mehr Motivation für den Alltag und für Deine Freizeit. Zudem kann sich die Mikroimmuntherapie positiv auf Dein Schlafverhalten auswirken, denn ein reguliertes Immunsystem unterstützt einen erholsamen und tiefen Schlaf – und andersrum!

Ein weiterer schöner Nebeneffekt: Du bist weniger anfällig für Infekte und andere Erkrankungen.

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Auch eine Erkrankung mit COVID-19 kann zu Müdigkeit führen. Zum einen erschöpft die Infektion den Körper, der diese bekämpfen muss, zum anderen können auch nach überstandener Corona-Erkrankung Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Gelenkschmerzen oder Kopfschmerzen bleiben. In diesem Fall spricht man vom sogenannten Post-COVID- oder Long-COVID-Syndrom.

Zu diesem Thema haben wir einen weiteren Blogbeitrag, der Dich auch interessieren könnte: ➤ Was passiert im Immunsystem bei Post- und Long COVID?

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Belastbarkeit steigern

Belastbarkeit und Resilienz – Wie viel können und sollten wir uns zumuten?

Belastbarkeit steigern

Als Belastbarkeit wird die Fähigkeit bezeichnet, bestimmten Einflüssen und Druck standzuhalten. Oft wird es vor allem mit der Berufswelt in Verbindung gebracht: Wie gut kann die Person unter Stress und hohem Arbeitsaufwand noch ihre Aufgaben erledigen? Wie sehr wird sie durch Vorkommnisse sowie private Ereignisse beeinflusst? Die Belastbarkeit ist von Person zu Person sehr individuell. Durch bestimmte Übungen, Ansätze und Denkweisen können wir lernen, unsere Belastbarkeit zu stärken. Hierbei ist auch die Resilienz ein wichtiger Aspekt.

Doch auf längere Sicht sollten wir zudem lernen, auch bewusst Abstand und Auszeiten nehmen zu können sowie öfter Nein zu sagen. Andernfalls erhöht sich das Risiko für Erkrankungen wie beispielsweise Burnout. Was passiert im Körper, wenn wir lange Zeit einer starken Belastung ausgesetzt sind? Wie wirkt sich das auf unser Immunsystem aus? Und welchen positiven Einfluss kann die Mikroimmuntherapie auf die individuelle Belastbarkeit nehmen?

Belastbarkeit in der modernen Gesellschaft

Arbeit, Familie, Haushalt, Freizeit – der normale Alltag ist bereits oftmals eine kleine Herausforderung. Sich um jeden dieser Aspekte zu kümmern, kostet Zeit und Energie. Hinzu kommen tägliche Nachrichten aus aller Welt über Krisen und Kriege, die uns ebenfalls mehr oder weniger belasten. Nicht zuletzt führt die moderne Gesellschaft mit ihrer Schnelligkeit und auch Schnelllebigkeit dazu, dass alles bestenfalls sofort passieren muss: Wir sind ständig und überall erreichbar, können von so ziemlich jedem Punkt der Welt aus kommunizieren und Informationen abrufen. Das fördert ebenfalls Stress, innere Unruhe und individuelle Überlastung.

Risikofaktoren für eine Belastungsstörung/Überlastung

  • Hoher Arbeitsaufwand über längeren Zeitraum
  • Diskrepanz zwischen Anforderungen und realen Möglichkeiten/Ressourcen
  • Hohe Aufopferung ohne entsprechende Entschädigung/Ausgleich
  • Zahlreiche Aufgaben von anderen zusätzlich übernehmen
  • Fehlende Pausen
  • Schlechter/zu wenig Schlaf
  • Zahlreiche Hobbies und Freizeitaktivitäten
  • Ständige Erreichbarkeit für jeden
  • Erkrankungen und Infekte (z. B. COVID/Long COVID)

So wirkt sich eine lange Belastung auf Körper, Seele und Immunsystem aus

Eine anhaltende Belastung – sei es körperlich oder psychisch, im Beruf oder im privaten Bereich – führt zu einem starken Stresslevel im Körper. Allerdings muss kurzzeitiger Stress nichts Negatives sein, er kann uns sogar pushen und dabei unterstützen, Herausforderungen zu meistern. Bleibt er jedoch längere Zeit bestehen, resultiert das in der Regel in einer Erschöpfung.

Der Körper setzt in Belastungssituationen Hormone wie Adrenalin und Kortisol frei. Sie dienen dazu, den Körper in Alarmbereitschaft zu setzen. Aus der Evolution heraus war diese Funktion wichtig, damit der Mensch auf einen Kampf beziehungsweise auf eine Flucht vorbereitet war. Der Herzschlag und der Blutdruck steigen, die Muskeln verspannen sich, es wird mehr Sauerstoff und Zucker ins Blut abgegeben und auch die Verdauung wird beeinflusst. Die Gefahren- oder Belastungssituation ist im Normalfall zügig wieder vorüber und der Körper kann sich erholen. Bei Dauerbelastung und Dauerstress ist das jedoch nicht so.

Chronischer Stress stört die natürlichen Funktionen des Körpers. Auch die Abwehrfunktionen des Immunsystems werden negativ beeinflusst, sodass wir bei anhaltender Belastung schneller krank werden können. Das betrifft sowohl Infekte und Erkältungen als auch Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme, chronische Verdauungsprobleme oder psychische Auswirkungen wie Depressionen und Burnout.

Geringere Belastungsfähigkeit durch Corona

In der aktuellen Situation wird unsere Belastungsfähigkeit noch durch einen weiteren Faktor auf die Probe gestellt. Die Pandemie verlangt viel ab – Sorgen, Zukunftsängste, Einschränkungen und auch die Erkrankung selbst können sich negativ auf den gesamten Körper auswirken. Nach einer COVID-19-Infektion klagen viele Betroffene über anhaltende Erschöpfung, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme. Long COVID kann somit die eigene Belastungsfähigkeit schwächen. Aauch andere anhaltende körperliche Beschwerden wie etwa Gelenkschmerzen können dazu beitragen, dass wir weniger belastbar sind.

Was ist Resilienz?

Resilienz wird vor allem in der Psychologie verwendet. Sie meint die Eigenschaft, eine hohe Belastbarkeit und psychische Widerstandsfähigkeit zu besitzen. Resiliente Menschen sind in der Lage, Herausforderungen, Druck und psychischen Belastungen besser standhalten zu können und optimistisch in die Zukunft zu blicken. Sie lassen sich weniger schnell aus der Ruhe bringen, überwinden Krisen und Verluste leichter und sie handeln lösungsorientiert.

Das sind die sieben Säulen der Resilienz:

  1. Optimismus
  2. Akzeptanz
  3. Lösungsorientierung
  4. Handlungskontrolle/Opferrolle verlassen
  5. Verantwortung übernehmen
  6. Beziehungen gestalten/Kontaktfreudigkeit
  7. Zukunftsplanung

Je nach Quelle können die einzelnen Punkte leicht variieren, im Kern sagen sie jedoch stets das gleiche aus. Oft wird in dem Zusammenhang auch das sogenannte Gelassenheitsgebet zitiert: „Gib mir die Gelassenheit, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

So machst Du Dich stark

  • Veränderungen akzeptieren und nicht als Krise, sondern als Herausforderung und Chance betrachten
  • Ein stabiles Netzwerk aus sozialen Kontakten und Partnern aufbauen
  • Stressfaktoren minimieren
  • Ausgeglichene Work-Life-Balance anstreben
  • Rückschläge akzeptieren und als normalen Teil des Lebens sehen
  • Aus Fehlern lernen und Chancen erkennen
  • Gutes Zeitmanagement schaffen/Selbstreflektion üben
  • Hilfsbereitschaft nicht ungebremst ausnutzen lassen – trau Dich, auch mal Nein zu sagen, um sich selbst nicht zu überlasten
  • Ausreichend Pausen einlegen
  • Genügend und gesunder Schlaf
  • Gesunde Lebensführung für ein starkes Immunsystem und eine allgemein gute Gesundheit

Die Mikroimmuntherapie für mehr Belastbarkeit

Eine zuverlässige, ergänzende Hilfe für mehr Belastbarkeit ist die Mikroimmuntherapie (Low-Dose-Immuntherapie). Sie beinhaltet körpereigene Botenstoffe in sehr geringen Dosierungen, die das Immunsystem kräftigen, Entzündungsherde reduzieren und allgemein das Wohlbefinden positiv beeinflussen. Die Mikroimmuntherapie wirkt somit ganz sanft auf Körper und Immunsystem ein – sie bietet eine Hilfe zur Selbsthilfe.

Durch die Wiederherstellung der natürlichen Balance im Inneren fühlst Du Dich weniger gestresst und den alltäglichen Herausforderungen besser gewachsen. Es werden weniger Stresshormone wie Kortisol oder Adrenalin freigesetzt. Das führt zu einem ausgeglichenen und entspannten Gemüt. Die Mikroimmuntherapie unterstützt Dich dabei, resilienter zu sein und Aufgaben mit der nötigen Ruhe sowie lösungsorientiert bewältigen zu können.

Zudem sorgt ein durch die Mikroimmuntherapie reguliertes Immunsystem dafür, dass Du weniger anfällig für Infekte und andere Erkrankungen bist. Der Körper ist somit in der Lage, sich vor äußeren und inneren Einflüssen wie Erregern, aber auch Stress besser abzuschirmen.

➤ Lies hier mehr dazu, wie die Mikroimmuntherapie funktioniert und was sie für Dich bewirken kann.

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Immunsystem und Wechseljahre Mikroimmuntherapie

Was passiert mit Deinem Immunsystem in den Wechseljahren?

Immunsystem und Wechseljahre Mikroimmuntherapie

Die Wechseljahre (das Klimakterium) sind eine natürliche Lebensphase, die jede Frau früher oder später durchläuft. Im Durchschnitt liegt das Alter für die Wechseljahre bei Anfang 50. Es ist jedoch auch möglich, dass der Prozess deutlich früher oder auch später einsetzt. Das Immunsystem in den Wechseljahren verändert sich und jede Frau erlebt sie ganz unterschiedlich. Während einige Frauen unter starken Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und depressiven Verstimmungen leiden, verspüren andere kaum Begleiterscheinungen oder haben sogar gar keine Beschwerden. Was passiert während des Klimakteriums im Körper? Wie wirkt sich das speziell auf das Immunsystem aus? Und was können Frauen selbst tun, um entspannter und beschwerdefreier durch die Wechseljahre zu kommen? Diesen Themen widmet sich unser Beitrag und zeigt außerdem, welche Hilfe die Mikroimmuntherapie bieten kann.

Der Hormonhaushalt steht Kopf: das Immunsystem in den Wechseljahren

In den Wechseljahren ereignen sich zahlreiche Veränderungen im Körper. Allen voran stellt sich der Hormonhaushalt der Frau komplett um. In den fruchtbaren Jahren der Frau sorgen vor allem die Hormone Östrogen und Progesteron dafür, dass der Körper auf eine eventuelle Schwangerschaft vorbereitet wird. Bleibt eine Befruchtung aus, verringert sich die Menge an Östrogen und Progesteron wieder und es kommt zur Monatsblutung. Im Anschluss steigen die Konzentrationen der Hormone wieder an. Dieser zyklische Ablauf begleitet die Frau bis zum Ende der Fruchtbarkeit – die Menopause.

Ab etwa dem 40. Lebensjahr geht die Funktion der Eierstöcke schrittweise zurück, wodurch auch weniger Östrogen und Progesteron gebildet werden. Der daraus resultierende Östrogenmangel regt im Gehirn bestimmte Prozesse an. Es werden verstärkt Hormone ausgeschüttet, die die Follikel (Eibläschen) stimulieren sollen, um die Eierstöcke doch noch weiterhin anzutreiben. Dadurch gerät der sensibel aufeinander abgestimmte Hormonhaushalt ins Ungleichgewicht, was sich in verschiedenster Weise bemerkbar machen kann.

Viele Frauen klagen beispielsweise über Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Zudem leiden viele Frauen in den Wechseljahren unter Schlafstörungen, wodurch ihnen tagsüber Energie fehlt, sie sich abgeschlagen fühlen oder auch gestresst sind. Auch am Immunsystem gehen die körperlichen Veränderungen sowie die eventuellen Begleitbeschwerden nicht spurlos vorbei.

Während der Wechseljahre kann das Immunsystem „schwächeln“

Durch die Hormonumstellung und die daraus resultierenden Nebeneffekte wie Schlafstörungen, trockene Schleimhäute und Stimmungsschwankungen ergeben sich auch für das körpereigene Immunsystem neue Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Die zusätzliche Belastung für das Immunsystem kann den Körper anfälliger für andere Erkrankungen wie Infekte, Hautreizungen oder Magen-Darm-Beschwerden machen. Oftmals stellen Frauen in den Wechseljahren beispielsweise fest, dass sie häufiger an Erkältungen erkranken und sich allgemein schlapper fühlen.

Daher ist es wichtig, auch während der Wechseljahre – oder insbesondere in dieser Zeit – auf ein gesundes und starkes Immunsystem zu achten. Einen großen Anteil nimmt hierbei die Ernährung ein. Eine ausgewogener, vitaminreicher Ernährungsplan mit vorrangig frischen Zutaten hilft dem Körper und dem Immunsystem dabei, mit der umfangreichen Umstellung im Inneren umzugehen und den Organismus bestmöglich vor schädlichen Angreifern wie Keimen und Viren zu schützen. Auch in vielen Kräutern und Gewürzen stecken zahlreiche Bestandteile, die die Immunabwehr stärken und entzündungshemmend wirken, darunter beispielsweise Ingwer, Kurkuma, Zimt und Knoblauch.

Gibt es eine Behandlung gegen Wechseljahresbeschwerden?

Bei der Therapie gegen Wechseljahresbeschwerden ist ein sehr individuelles Vorgehen gefragt, denn wie bereits erwähnt, sind Wechseljahre nicht gleich Wechseljahre. Da sie bei jeder Frau anders verlaufen, ist eine genaue Analyse im Vorfeld ratsam, um die geeigneten Schritte festlegen zu können.

Die Wechseljahre sind weder eine Krankheit noch können sie aufgehalten oder umgekehrt werden. Sie sind ein natürlicher Prozess des Älterwerdens. Lediglich unliebsame Begleitsymptome dieser Lebensphase können durch gezielte Maßnahmen und sanfte Behandlungen reduziert werden.

Bei sehr starken Beschwerden wird teilweise eine kurzzeitige Hormontherapie in Betracht gezogen, bei der die Frauen Präparate einnehmen, die den Östrogenmangel ausgleichen. Nach heutiger Sicht bergen Hormontherapien, vor allem wenn sie über einen längeren Zeitraum angewandt werden, ein nicht zu vernachlässigendes Risiko, da sie den Körper aus seiner natürlichen Bahn werfen. Die Therapie wird häufig von Nebenwirkungen und Beschwerden begleitet. Daher suchen viele Frauen nach schonenderen Maßnahmen, um ihre Wechseljahresbeschwerden zu minimieren und ihr Immunsystem in den Wechseljahren wieder in Balance zu bringen.

Gesund durch die Wechseljahre – das kannst Du tun

Bereits kleine Verhaltensänderungen und Anpassungen im Alltag können einen großen Beitrag dazu leisten, unangenehme Nebenwirkungen der Wechseljahre in den Griff zu bekommen. Die richtige Ernährung ist, wie zuvor schon angedeutet, eine wichtige Basis für die allgemeine Gesundheit und spielt auch für die Wechseljahre eine entscheidende Rolle. Zahlreiche Frauen bemerken während des Klimakteriums eine Gewichtszunahme. Diese resultiert meist daraus, da sie nicht wissen, dass sich der Energiebedarf und der Stoffwechsel stark verändern. Eine Analyse und Beratung hinsichtlich der individuellen Ernährung helfen dabei, das Normalgewicht zu halten, sich kraftvoll und energiereich zu fühlen sowie alle wichtigen Nährstoffe für den Körper aufzunehmen.

Da sich der Östrogenmangel auch auf die Knochen auswirkt, sollte zudem darauf geachtet werden, ausreichend Kalzium zu sich zu nehmen. Milchprodukte sind dafür bestens geeignet. Weitere Lieferanten sind helles Fleisch und Fisch. Auf diese Weise unterstützt Du den Knochenaufbau und wirkst der Osteoporose entgegen.

Ebenso entscheidend ist die Bewegung: Tägliche Spaziergänge an der frischen Luft, Joggen, Walken oder Radfahren regen die Muskeln und den Kreislauf an, beschleunigen die Fettverbrennung und senken den Stresslevel. Anhaltender oder chronischer Stress ist für das Immunsystem ein stark belastender Faktor. Daher sollten die aktive Stressminimierung und die körperliche sowie seelische Entspannung keinesfalls zu kurz kommen!

Achte außerdem auf Deinen Schlaf. Erholsamer Schlaf kommt Ihrem Immunsystem in den Wechseljahren positiv zugute. Der Körper benötigt Routinen und Gewohnheiten. Abends solltest Du eine für Dich passende Schlafroutine einrichten, damit sich Dein Körper erholen kann. Häufiges Aufwachen und Schlaflosigkeit führen auf Dauer zu Stress und Darmproblemen, da Enzyme freigesetzt werden, die den Appetit und das Hungergefühl triggern. Gehe abends immer zur selben Zeit zu Bett und vermeide Abweichungen von mehr als einer halben Stunde. Auch später Sport oder Kaffeekonsum am Nachmittag oder Abend können dem Schlaf entgegenwirken.

Die Mikroimmuntherapie in den Wechseljahren

Eine sanfte Unterstützung für das Immunsystem leistet zudem die Mikroimmuntherapie. Sie kann ergänzend zu anderen individuellen Maßnahmen angewandt werden. Sie zielt darauf ab, das Immunsystem wieder in seine natürlichen Bahnen zu lenken. Dabei hilft sie zudem, typische Beschwerden während der Wechseljahre zu lindern, darunter

  • Schlafprobleme
  • Infektanfälligkeit
  • Erschöpfung
  • psychische und physische Abgeschlagenheit
  • depressive Verstimmungen
  • Gelenkprobleme
  • Hautbeschwerden

Ganz wichtig: den Wechseljahren positiv entgegengehen

Es mag simpel klingen, doch eine der wichtigen Voraussetzungen für eine gute Zeit während der Wechseljahre ist ein positives Denken. Betrachte das Klimakterium weniger als Hürde oder Belastung, sondern viel mehr als einen neuen und interessanten Lebensabschnitt, der auch viel Gutes mit sich bringt. Probiere beispielsweise ein neues Hobby aus oder entdecke alte Beschäftigungen wieder von Neuem, da Du jetzt mitunter mehr Zeit dafür hast. Auch berichten viele Frauen davon, dass sie in den Wechseljahren viel gelassener geworden sind und ihre innere Balance gefunden haben. Nutze die Zeit, um mehr zu Dir selbst zu finden und die Dinge in den Fokus zu rücken, die für Dich persönlich wichtig sind. Das bringt häufig neue Lebensfreude mit sich. Und beeinflusst Dein Immunsystem in den Wechseljahren positiv.

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Mikroimmuntherapie und rheumatoide Arthritis

Die richtige Ernährung bei Rheuma

Mikroimmuntherapie und rheumatoide Arthritis

Ernährung bei Rheuma – was sollte man beachten? In Deutschland leiden laut Erhebungen rund 17 Millionen Menschen an Rheuma, davon rund 1,5 Millionen Menschen unter entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Dazu zählen auch etwa 20.000 Kinder und Jugendliche. Diese sogenannte rheumatoide Arthritis (RA) stellt die häufigste Form von Rheuma dar. Allgemein werden unter dem Begriff „Rheuma“ hunderte unterschiedliche Erkrankungen zusammengefasst. Das gemeinsame Beschwerdebild besteht vor allem in Schmerzen des Stütz- und Bewegungsapparates, die über einen längeren Zeitraum beziehungsweise dauerhaft bestehen bleiben. Es handelt sich somit um ein chronisches Krankheitsbild, das zu den Autoimmunerkrankungen gezählt wird.

Bei Rheuma – oder fachsprachlich „rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen“ – gibt es verschiedene Therapien, die je nach genauer Indikation und individueller Faktoren an die einzelnen Patienten angepasst werden. Auch die persönliche Lebensweise kann dabei helfen, die Beschwerden der rheumatoiden Arthritis zu lindern. Einer dieser Ansätze ist die Ernährung.

Rheumatische Erkrankungen: Immunsystem und Autoimmunität

Rheumatische Erkrankungen sind chronisch-entzündliche Veränderungen, die hauptsächlich zu Beschwerden an den Gelenken, aber auch an den inneren Organen (z. B. Herz, Darm), dem Nervensystem, den Blutgefäßen und der Haut führen. Die Ursache sind Störungen des körpereigenen Immunsystems. Wie es zu den Störungen kommt, ist bislang noch nicht eindeutig geklärt.

Die Aufgabe des Immunsystems ist es, den Körper vor schädlichen Erregern wie Bakterien und Viren zu schützen. Um dies bewerkstelligen zu können, werden die Erreger zunächst ausfindig gemacht und anschließend mit einer entsprechenden Immunantwort zerstört. Hierbei handelt es sich in der Regel um entzündliche Prozesse, mit denen die Erreger bekämpft werden. Die Zellüberreste werden abschließend von den Makrophagen beseitigt („Fresszellen“) und die Entzündungsreaktionen werden eingestellt.

Bei den rheumatischen Erkrankungen richtet sich das Immunsystem jedoch fälschlicherweise gegen das körpereigene Gewebe (Autoimmunerkrankung). Durch nicht eindeutig geklärte Ursachen kommt es zu einer Störung, die dazu führt, dass das Immunsystem fehlerhaft zwischen körpereigenen und körperfremden Eiweißen (z. B. Bakterien, Viren) unterscheidet. Es schätzt eigenes Gewebe als gefährlich ein und richtet seine Entzündungsprozesse gegen dieses Gewebe. Dies führt mit der Zeit zu irreversiblen Schädigungen am Gewebe und zu verschiedenen Beschwerden wie Schmerzen und Funktionseinschränkungen.

Wie kann die Ernährung gegen Rheuma helfen?

Beim Thema Rheuma und Ernährung gibt es zahlreiche Hinweise, was gegessen werden sollte und worauf unbedingt zu verzichten ist. Je nach Quelle können diese Ratschläge teilweise weit auseinandergehen. Wie mit allen Therapien gilt auch bei der Ernährung, dass sie individuell unterschiedlich sein kann. Die Ernährung ist nur ein Teil der Behandlung rheumatischer Erkrankungen. Selbst eine ideal zusammengestellte Ernährungsweise ist nicht allein ausreichend, um Rheuma zu therapieren oder beispielsweise medikamentöse oder chirurgische Behandlungen zu ersetzen. Sie kann jedoch ergänzend gute Dienste leisten und bei konsequenter Einhaltung durchaus die Dosis der Medikamente reduzieren. Für eine individuelle Ernährungsberatung sollten Patienten auf jeden Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Therapeuten halten.

Betroffene können sich an ihre „richtige Ernährung“ herantasten: Indem einige Nahrungsmittel und Bestandteile ausgelassen werden, können sie systematisch herausfinden, was ihnen guttut. Dieses Prinzip wird auch als „Ausschlussdiät“ (engl.: „elimination diet“) bezeichnet.

Einige allgemeine Hinweise für die Ernährung bei Rheuma haben wir für Sie nachfolgend zusammengestellt.

Die wichtige Basis für die Gesundheit: eine ausgewogene Ernährung bei Rheuma

Damit der Körper seine täglichen Aufgaben erfüllen kann, benötigt er Vitamine, Nährstoffe, Antioxidantien und Spurenelemente. Daher sollten sowohl gesunde Menschen als auch Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung auf eine vollwertige und ausgewogene Ernährung achten. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass Rheuma-Patienten und -Patientinnen einen anderen Nährstoffbedarf haben als gesunde Personen. Durch die andauernden Entzündungen im Körper ist der Nähstoffbedarf bei rheumatischen Erkrankungen meist höher. Die Kost sollte daher den vermehrt benötigten Spurenelementen und Vitaminen angepasst werden.

Das Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

Im Zentrum der Ernährung bei Rheuma steht die Entzündung. Auf dem täglichen Speiseplan sollten daher möglichst viele antientzündliche Nahrungsmittel stehen. Auf entzündungsfördernde Lebensmittel sollte hingegen nach Möglichkeit verzichtet werden.

Unser Körper benötigt sowohl Omega-3- als auch Omega-6-Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren (entzündungshemmend):

  • Alpha-Linolensäure (ALA)
  • Eicosapentaensäure (EPA)
  • Docosahexaensäure (DHA)

Omega-6-Fettsäuren (entzündungsfördernd):

  • Linolsäure (LA)
  • Arachidonsäure (AA)

Es handelt sich hierbei um mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die im Körper umgewandelt und verarbeitet werden. ALA muss zwingend über die Nahrung aufgenommen werden. Aus ihr können dann die beiden anderen wichtigen Omega-3-Fettsäuren hergestellt werden. Die dafür zuständigen Enzyme teilen sich die Omga-3- und Omega-6-Fettsäuren, sodass ein geringeres Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren dazu beiträgt, dass die wichtigen Fettsäuren im Körper gebildet werden können und einen entzündungshemmenden Beitrag leisten.

In der frühsten Vergangenheit des Menschen – der Steinzeit – lag das Verhältnis schätzungsweise bei 2:1 (Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren). In der heutigen westlichen Welt wird häufig ein Wert von 20:1 erreicht. Die Empfehlungen liegen dabei bei einem Verhältnis von etwa 5:1. Ernährungsanpassungen und Gewohnheitsumstellungen sind wichtig, um diesen Wert bewusst erreichen zu können.

Bewegung und Körpergewicht

Zudem sollte auf eine ausreichende, aber gelenksschonende Bewegung geachtet werden. Durch den höheren Nährstoff- und Energiebedarf nehmen Rheuma-Patienten mehr zu sich. Gleichzeitig ist die Bewegung durch die Schmerzen, die die Erkrankung mit sich bringt, meist eingeschränkt, sodass die Muskelmasse schwindet. Die geringe Muskelmasse führt wiederum dazu, dass der Grundumsatz gesenkt wird und die aufgenommene Energie in Körperfett umgewandelt wird. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, sollten kurze Aktivitäten, die die Gelenke nicht stark belasten, durchgeführt werden – am besten in mehrfachen Wiederholungen (sogenanntes Intervalltraining).

Durch eine gesunde und auf die Krankheit abgestimmte Ernährung sowie durch ausreichend Bewegung tragen die Patienten und Patientinnen dazu bei, ihr Normalgewicht zu erreichen beziehungsweise zu halten. Übergewicht belastet die Gelenke zusätzlich. Zudem ist bekannt, dass übergewichtige Menschen erhöhte Entzündungswerte haben. Laut Forschern befinden sich im Fettgewebe bestimmte Bakterien, die eine entzündungsfördernde Wirkung haben. Die erhöhten Entzündungswerte können wiederum dazu führen, dass sich die Beschwerden durch die rheumatische Erkrankung intensivieren.

Was ist gut?

Grob gesagt hilft alles, was antientzündlich wirkt. Hier kommen insbesondere bestimmte Öle und Gewürze ins Spiel. Laut Studien können Beschwerden wie geschwollene Gelenke durch den Verzehr der Fettsäure Eicosapentaensäure (EPA) reduziert werden. Ein hoher Anteil dieser Omega-3-Fettsäure befindet sich beispielsweise im Fischöl. Doch Fisch ist nicht der einzige EPA-Lieferant. Eicosapentaensäure entsteht auch aus Alpha-Linolensäure (ALA), die unter anderem in Leinöl, Weizenkeimöl, Rapsöl und Walnussöl vorkommt. Ebenso eignen sich antientzündlich wirkende Gewürze wie Ingwer, Kurkuma, Curry, Kümmel und Knoblauch. Durch ihre Antioxidantien helfen sie Rheuma-Patienten und -Patientinnen, ihre Beschwerden zu lindern. Ein guter Zusatz ist auch Minze als entzündungshemmendes Heilkraut. Auch Vanille und Zimt können der Gesundheit etwas Gutes tun: Sie wirken ebenfalls entzündungshemmend. Zudem gelten Vanille als muskelstärkend und Zimt als schmerzstillend.

Des Weiteren haben Beeren sehr positive Eigenschaften. Sie besitzen eine große Menge Vitamin C, welches das Immunsystem unterstützt. Zudem sind sie reich an wichtigen Mineralstoffen. Schwarze Johannisbeere regt beispielsweise die Produktion eines bestimmten Hormons an, welches entzündungshemmend wirkt, was den Gelenken zugutekommt. Das Vitamin C und das sogenannte Anthocyane der Beeren helfen zudem als Antioxidantien dabei, freie Radikale im Körper zu binden und somit die Zellen zu schützen. Anthocyane verlangsamt außerdem den Knochenabbau und unterstützt den Knochenaufbau. Sie befinden sich unter anderem in schwarzen Johannisbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, schwarzen Kirschen und blauen Weintrauben.

Auch Ballaststoffe sind wahre Entzündungshemmer: Mit viel buntem und saisonalem Gemüse, Obst, Nüssen und Vollkorn werden dem Körper nicht nur Vitamine, Mineralien, Eiweiße und wichtige Nährstoffe zugeführt, sie können auch die Entzündungsmarker senken.

Was ist weniger gut?

Ein Stoff, den es möglichst zu reduzieren oder zu vermeiden gilt, ist Arachidonsäure. Hierbei handelt es sich um eine Fettsäure, die im Körper entzündungsfördernde Botenstoffe freisetzt. Dadurch können sich die rheumatischen Entzündungsprozesse verschlimmern und die Beschwerden verstärken. Die Fettsäure befindet sich in tierischen Produkten. Aus diesem Grund sollten nur geringe Mengen an Fleisch- und Wurstwaren sowie Milchprodukten auf dem Speiseplan stehen. Zudem sollte in Betracht gezogen werden, auf fettärmere Varianten umzusteigen.

Ist es somit empfehlenswert, sich nur noch vegetarisch oder sogar vegan zu ernähren? Einige Menschen schwören darauf, dass eine fleischlose Ernährung oder eine Ernährung ohne jegliche tierischen Produkte sehr gut bei einer Rheuma-Erkrankung ist. Wissenschaftliche Belege gibt es dafür bislang noch nicht. Aber es sollte zumindest darauf geachtet werden, die genannten Produkte höchstens in kleinen Mengen zu konsumieren – eine vegetarische oder vegane Ernährungsumstellung scheint nicht zwangsläufig nötig, sofern die Patienten und Patientinnen es nicht möchten. Der Verzicht auf Fisch ist angesichts des hohen Anteils an Omega-3-Fettsäuren (z. B. im Lachs) nicht zu empfehlen.

Des Weiteren sollte der Konsum von Nikotin und Alkohol eingeschränkt oder gar gänzlich unterlassen werden, um die Gesundheit des Körpers zu unterstützen. Reduzieren Sie zudem die Aufnahme von Kohlenhydraten, verzichten Sie auf Zucker und Softdrinks sowie auf Weizen. Im Weizen sind entzündungsfördernde Lektine enthalten. Besser sind daher Dinkelprodukte.

Ein stetiges Umgewöhnen führt zum Erfolg

Ernährung hat viel mit Gewohnheit zu tun. Die Umstellung kann zu Beginn der neuen Diät schwerfallen. Daher ist es wichtig, in kleinen Schritten vorzugehen. Ändern Sie am besten zunächst einen kleinen Teil Ihrer Ernährung und beobachten Sie, wie sich Ihr Körper und Ihr Befinden in den nächsten Wochen verändert. Positive Erlebnisse helfen dabei, „am Ball zu bleiben“ und weitere Veränderungen anzugehen und damit zu experimentieren. Zudem können Sie Ihre Freude und den Spaß am gesunden Kochen neu entdecken oder verstärken.

Die Mikroimmuntherapie bei rheumatoider Arthritis

Eine weitere Ergänzung zur Therapie rheumatischer Erkrankungen bietet die Mikroimmuntherapie, da sie auf die Modulation und Regulation des Immunsystems abzielt. Sie setzt somit an der Ursache für die chronisch-entzündlichen Vorgänge an. Mithilfe von antientzündlichen Botenstoffen (Zytokinen), kann der Entzündung entgegengewirkt werden. Sie hilft somit sowohl gegen die chronische Entzündung als auch bei akuten Schüben.

Save the Date: Am 21. Oktober 2021 findet unser Webinar zum Thema „Mikroimmuntherapie bei Rheuma“ vor der Österreichischen und Deutschen Rheumaliga statt. Die Anmeldung ist kostenlos. Den genauen Link erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung unter anmeldung@hennrich-pr.at oder unter der Telefonnummer 0043 (0)664/4126996. Wir freuen uns, wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten!

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