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Post-Zoster-Neuralgie

Post-Zoster-Neuralgie – die Endlosschleife durchtrennen

Stell Dir vor, Du hattest gerade einen harmlos wirkenden Ausschlag, der sich als Gürtelrose entpuppte. Die Haut heilt ab, aber die Schmerzen bleiben und scheinen sich festzubeißen. Das ist die Realität der Post-Zoster-Neuralgie (PZN) – ein ständiger Begleiter, der sich nicht so leicht abschütteln lässt. Doch was, wenn wir die Endlosschleife dieser Schmerzen durchbrechen könnten? Hier kommt unser faszinierendes Immunsystem ins Spiel, Dein unsichtbarer Verteidiger, immer bereit, seinen Job zu machen. Gemeinsam mit innovativen Ansätzen wie der Mikroimmuntherapie öffnen sich neue Wege, der PZN den Kampf anzusagen. Begib Dich mit uns auf eine spannende Reise, um zu entdecken, wie Du Deine Gesundheit zurückerobern und den Schmerzen entgegentreten kannst.

Inhalt

Pathophysiologie der Post-Zoster-Neuralgie

Ursachen und Entstehung 

Post-Zoster-Neuralgie (PZN) ist eine chronische Schmerzerkrankung, die als Komplikation der Gürtelrose (Herpes Zoster) auftritt. Gürtelrose entsteht durch die Reaktivierung des Varicella-Zoster-Virus (VZV), das auch Windpocken verursacht. Nach überstandener Windpockenerkrankung verbleibt das Virus inaktiv in den sensorischen Nervenganglien. Jahre später, oft unter dem Einfluss eines geschwächten Immunsystems oder erhöhten Stresslevels, kann das Virus reaktiviert werden und einen schmerzhaften, blasenartigen Hautausschlag verursachen, der als Gürtelrose bekannt ist.

Nach Abheilen der Hautläsionen können bei schätzungsweise 10-20 % der Betroffenen anhaltende Schmerzen entlang der Nervenbahn bestehen bleiben. Diese Schmerzen sind die Kennzeichen der Post-Zoster-Neuralgie. Die Schmerzentwicklung wird durch Nervenschäden und entzündliche Prozesse in den betroffenen Nervenganglien und Nervenendigungen verursacht, was zu einer chronischen Übererregung der Nervenzellen führt.

Die Tücken des Varicella-Zoster-Virus

Das Varicella-Zoster-Virus ist ein DNA-Virus der Herpesvirus-Gruppe. Es ist besonders heimtückisch, weil es nach der Primärinfektion als Windpocken lebenslang im Körper persistieren kann. Während die meisten Menschen nach der Kinderkrankheit Windpocken eine natürliche Immunität entwickeln, verliert diese über die Jahre an Stärke. 

Bei reaktiviertem VZV wandert das Virus entlang der sensorischen Nervenfasern an die Hautoberfläche, wo es den typischen schmerzhaften Ausschlag der Gürtelrose verursacht. Manchmal greifen die Entzündungsreaktionen und die virale Aktivität die Nerven so stark an, dass die Schädigung auch nach dem Abklingen des aktiven Infektionsgeschehens bestehen bleibt. 

Diese durch das VZV hervorgerufenen Schädigungen des Nervengewebes sind maßgeblich am Fortbestehen der Schmerzen bei PZN beteiligt. Daraus ergibt sich das Ziel, nicht nur die akute Infektion zu behandeln, sondern auch präventiv oder therapeutisch auf die zugrunde liegenden Nervenschädigungen und entzündlichen Prozesse einzuwirken, um die Schmerzen der PZN dauerhaft zu lindern.

Das Immunsystem und seine Rolle bei Post-Zoster-Neuralgie

Funktionsweise des Immunsystems in Bezug auf Viruserkrankungen

Das Immunsystem ist unser körpereigenes Abwehrsystem gegen Krankheitserreger wie Viren, Bakterien und Pilze. Es besteht aus verschiedenen Arten von Zellen und Molekülen, die zusammenarbeiten, um Infektionen zu erkennen und zu beseitigen. Zu den wichtigsten Komponenten des Immunsystems gehören Leukozyten (weiße Blutkörperchen), Antikörper und Zytokine, welche die Kommunikation zwischen Immunzellen ermöglichen.

Bei einer Virusinfektion erkennt das Immunsystem fremde Proteine des Virus und aktiviert eine spezifische Immunantwort. Diese beinhaltet die Produktion von Antikörpern durch B-Zellen und die Zerstörung infizierter Zellen durch T-Zellen. Das Ziel dieses koordinierten Angriffs ist es, das Virus zu eliminieren und die Infektion zu kontrollieren.

Wie das Immunsystem auf das Varicella-Zoster-Virus reagiert

Bei der Erstinfektion mit dem Varicella-Zoster-Virus, die sich in Form von Windpocken manifestiert, reagiert das Immunsystem mit der Produktion von spezifischen Antikörpern und der Aktivierung von T-Zellen. Diese Immunantwort führt normalerweise dazu, dass das Virus unter Kontrolle gebracht wird.

Nachdem die akute Phase der Infektion vorbei ist, verbleibt das Virus jedoch in einer latenten Form in den Nervenganglien des Rückenmarks. Das Immunsystem hält es in Schach, indem es diese latente Form überwacht und eine erneute Aktivierung unterdrückt. 

Im Falle einer Reaktivierung – oft im Kontext einer geschwächten Immunfunktion, sei es durch Alter, Stress oder immunsuppressive Erkrankungen – reagiert das Immunsystem erneut, doch nicht immer ausreichend effizient, um die Ausbreitung des Virus und die damit verbundenen nervenschädigenden Entzündungen zu verhindern.

Schwächen des Immunsystems, die zur PZN führen können

Viele Ursachen kommnen dafür infrage, dass ein Immunsystem sich nicht in seiner gesunden Balance befindet: Alter, chronische Erkrankungen, bestimmte Medikamente, Stress oder eine unzureichende Ernährung. Mit zunehmendem Alter werden die Immunantworten langsamer und weniger effizient, ein Phänomen, das als Immunoseneszenz bekannt ist. Diese Abnahme der Immunfunktion erleichtert es dem Varicella-Zoster-Virus, sich aus der Latenz zu befreien und eine Reaktivierung zu bewirken.

Zusätzlich können genetische Faktoren, die die Immunantwort beeinflussen, sowie ein individueller Mangel an spezifischen T-Zellen oder Antikörpern zur Bildung einer Post-Zoster-Neuralgie beitragen. Die Fähigkeiten des Immunsystems, die Nervenentzündung und den anhaltenden Schmerz bei einer Reaktivierung effektiv zu kontrollieren, sind entscheidend dafür, ob sich eine PZN entwickelt oder nicht.

Das Wissen um diese Zusammenhänge erhellt, warum ein gesundes Immunsystem nicht nur für die Prävention, sondern auch für die effektive Behandlung der PZN von essenzieller Bedeutung ist. Dies eröffnet auch den Weg für innovative präventive und therapeutische Ansätze, die die Immunfunktion modulieren können.

Mikroimmuntherapie als Ansatz zur Behandlung von PZN

Die Mikroimmuntherapie ist ein innovativer Behandlungsansatz, der darauf abzielt, das Immunsystem auf schonende Weise zu modulieren, um ihm zu helfen, wieder in seine gesunde Balance zurückzufinden. Sie basiert auf der Verwendung von Immunbotenstoffen wie Zytokinen, die in sehr niedrigen Dosen verabreicht werden, um die natürliche Funktion des Immunsystems wiederherzustellen. Diese Therapieform nutzt das Wissen über die Funktionsweise der Immunantwort und deren Rolle bei der Kontrolle von Infektionen und Entzündungen.

Wirkungsweise der Mikroimmuntherapie bei viralen Infektionen

Bei viralen Infektionen, wie sie durch das Varicella-Zoster-Virus verursacht werden, zielt die Mikroimmuntherapie darauf ab, die Immunantwort so zu modulieren, dass das Virus effektiver kontrolliert wird: Durch die gezielte Stimulation oder Dämpfung bestimmter Immunzellen und Botenstoffe kann die Therapie dazu beitragen, die latente Form des Virus in den Nervenganglien zu überwachen und auf sanfte Art und Weise eine Reaktivierung zu verhindern.

Zusätzlich kann die Mikroimmuntherapie entzündungsfördernde Prozesse, die zur chronischen Schmerzentwicklung bei PZN beitragen, reduzieren, indem sie die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine mindert und die Produktion antiinflammatorischer Moleküle unterstützt.

Vorteile der Mikroimmuntherapie bei der Behandlung von PZN

Die Mikroimmuntherapie bietet mehrere potenzielle Vorteile bei der Behandlung von Post-Zoster-Neuralgie:

  • Gezielte Immunmodulation: Sie unterstützt die natürliche Funktionsweise des Immunsystems mit dem Ziel, es harmonisch zu regulieren, anstatt es zu unterdrücken oder zu überstimulieren, wie es bei einigen gewöhnlichen Therapiemethoden der Fall ist.
  • Geringe Nebenwirkungen: Da die verabreichten Botenstoffe in sehr niedrigen Dosierungen eingesetzt werden, sind praktisch keine Nebenwirkungen bekannt. 
  • Langfristige Effektivität: Durch die Verbesserung der natürlichen Immunfunktion kann die Mikroimmuntherapie dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Reaktivierung des Virus zu verringern und die chronischen Schmerzen der PZN zu mildern.
  • Integrierbarkeit in bestehende Behandlungskonzepte: Diese Therapie kann effektiv mit traditionellen Behandlungsformen kombiniert werden, um die ganzheitliche Versorgung der Patienten zu optimieren.

Indem die Mikroimmuntherapie das Immunsystem gezielt reguliert, kann sie einen signifikanten Beitrag zur Linderung der Symptome der Post-Zoster-Neuralgie leisten und neue Hoffnungsschimmer für betroffene Patienten darstellen.

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Traditionelle Behandlungsmöglichkeiten

Traditionell werden zur Behandlung der Post-Zoster-Neuralgie oft Schmerzmittel wie Analgetika, Antidepressiva oder Antikonvulsiva eingesetzt, um kurzfristig die Symptome zu lindern. Sie sorgen aber nicht dafür, die Ursachen langfristig zu behandeln. Antivirale Medikamente werden oft in der akuten Phase verschrieben, um die Ausbreitung des Varicella-Zoster-Virus zu reduzieren, während physikalische Therapieansätze wie Physiotherapie und die Anwendung von Wärmepackungen zusätzliche Linderung bieten.

Diese traditionellen Therapien können je nach Bedarf und in Absprache mit dem behandelnden Therapeuten auch in Kombination mit der Mikroimmuntherapie angewendet werden. Eine der Stärken der Mikroimmuntherapie liegt darin, dass sie als komplementärmedizinischer Ansatz problemlos mit diesen konventionellen Methoden kombiniert werden kann. Auf diese Weise wird eine ganzheitliche Therapie ermöglicht, die sowohl auf die unmittelbare Schmerzreduktion als auch auf die langfristige Kontrolle der Erkrankung abzielt.

Vorbeugende Maßnahmen und Lifestyle-Änderungen

Neben therapeutischen Ansätzen zur Behandlung der Post-Zoster-Neuralgie spielen präventive Maßnahmen und Anpassungen im Lebensstil eine entscheidende Rolle, um die Gesundheit des Immunsystems zu fördern und das Risiko einer Reaktivierung des Varicella-Zoster-Virus zu reduzieren.

Unterstützung des Immunsystems durch Ernährung 

Eine ausgewogene Ernährung, reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien, ist entscheidend für die Unterstützung eines gesunden Immunsystems. Der Verzehr von frischem Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Protein und gesunden Fetten kann dazu beitragen, die Immunabwehr zu stärken. Insbesondere Vitamine wie Vitamin C und D sowie Zink sind bekannt dafür, eine wichtige Rolle in der Immunfunktion zu spielen.

Darüber hinaus ist es wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten und den Konsum von Alkohol, Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln zu minimieren, um Entzündungen im Körper zu reduzieren.

Stressmanagement und seine Bedeutung für das Immunsystem 

Stress hat einen erheblichen Einfluss auf das Immunsystem und kann das Risiko einer Virusreaktivierung und die Entwicklung von PZN erhöhen. Effektive Stressmanagement-Strategien wie Meditation, Yoga, Atemübungen und Achtsamkeitspraxis helfen, das Stressniveau zu senken und die Immunfunktion zu stärken. Der Aufbau eines gesunden Gleichgewichts zwischen Arbeit und Freizeit sowie die Pflege sozialer Kontakte sind ebenfalls wichtige Elemente zur Stressreduktion.

Regelmäßige Bewegung und ihre positiven Effekte

Regelmäßige körperliche Aktivität ist nicht nur vorteilhaft für die allgemeine Gesundheit, sondern auch für die Unterstützung gesunder Immunfunktionen. Bewegung fördert die Durchblutung, unterstützt den Stoffwechsel und senkt den Stresshormonspiegel im Körper. Ob Spaziergänge, Radfahren, Schwimmen oder ein regelmäßiges Fitnessprogramm – jede Form von Bewegung kann dabei helfen, die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers zu stärken und die allgemeine Lebensqualität zu verbessern.

Kraft auftanken im Schlaf

Eine gute Schlafqualität ist essenziell für die Erhaltung einer starken Immunbalance, die uns vor Zoster-Reaktivierungen schützen kann. Während des Schlafes durchläuft unser Körper wichtige regenerative Prozesse, die das Immunsystem stärken und die Abwehrkräfte gegen Viren und Infektionen, einschließlich des Varizella-Zoster-Virus, verbessern. Ausreichender und erholsamer Schlaf fördert die Produktion von Immunzellen und Zytokinen, die eine entscheidende Rolle bei der Verteidigung gegen Pathogene spielen. Chronischer Schlafmangel hingegen kann das Immunsystem schwächen und die Wahrscheinlichkeit einer Herpes-Zoster-Reaktivierung erhöhen. Daher ist es wichtig, regelmäßige Schlafgewohnheiten zu pflegen und auf eine gute Schlafumgebung zu achten, um die Immunfunktion zu unterstützen und die körpereigenen Abwehrkräfte optimal zu nutzen.

Durch die Integration dieser vorbeugenden Maßnahmen und Lifestyle-Änderungen in den Alltag kann nicht nur der Verlauf der Post-Zoster-Neuralgie positiv beeinflusst werden, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten langfristig gesteigert werden.

Auf den Punkt gebracht

Die Post-Zoster-Neuralgie ist eine komplexe und oft schmerzvolle Erkrankung, die nach einer Gürtelrose auftreten kann und für viele Betroffene eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität bedeutet. Die Behandlung von PZN erfordert eine multidisziplinäre Strategie, die sowohl traditionelle als auch moderne Therapien umfasst.

Die Mikroimmuntherapie stellt einen vielversprechenden komplementärmedizinischen Ansatz dar, indem sie gezielt das Immunsystem moduliert und die natürlichen Abwehrmechanismen des Körpers stärkt. Diese Therapieform kann effektiv mit traditionellen Methoden wie Schmerztherapie, antiviralen Medikamenten und physikalischen Therapieansätzen kombiniert werden, um einen umfassenden Behandlungsplan zu bieten.

Darüber hinaus spielt die Prävention eine entscheidende Rolle. Durch eine bewusste Lebensführung, die auf der aktiven Unterstützung des Immunsystems, effektivem Stressmanagement und regelmäßiger Bewegung beruht, können die Risiken einer Virusreaktivierung und die Entwicklung einer PZN nachhaltig gesenkt werden.

Insgesamt eröffnet die Kombination aus innovativen medizinischen Ansätzen und präventiven Maßnahmen einen neuen Weg, die Endlosschleife der Schmerzen zu durchbrechen, die mit der Post-Zoster-Neuralgie einhergeht. Sie gibt Betroffenen die Möglichkeit, ihre Gesundheit zurückzuerobern und zu einem aktiven, schmerzfreien Leben zurückzukehren.


Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 18.08.25

 

Psychoneuroimmunologie

Psychoneuroimmunologie – die Verbindung zwischen Geist und Immunsystem

In der modernen Medizin wird zunehmend erkannt, dass Körper und Geist eng miteinander verbunden sind. Ein faszinierendes Forschungsfeld, das diese Verbindung untersucht, ist die Psychoneuroimmunologie (PNI). PNI erforscht, wie psychische Prozesse – einschließlich Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen – das Nervensystem und das Immunsystem beeinflussen. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Perspektiven auf unser Wohlbefinden und die Fähigkeit unseres Körpers, Krankheiten zu bewältigen.

Ein besonders einflussreicher psychischer Faktor ist Stress, der tiefgreifende Auswirkungen auf das Immunsystem haben kann. In den letzten Jahren hat die Mikroimmuntherapie als spezifischer Ansatz an Bedeutung gewonnen. Diese Therapieform nutzt die Prinzipien der PNI, um das Immunsystem gezielt zu modulieren und damit die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers zu stärken und schlägt somit eine Brücke zwischen schulmedizinischen und ganzheitlichen Ansätzen.

Dieser Artikel beleuchtet die komplexe Interaktion zwischen Geist und Körper, mit einem besonderen Blick auf die Rolle von Stress, und zeigt auf, wie die Mikroimmuntherapie potenziell zur Unterstützung der Gesundheit beitragen kann. Tauche mit uns ein in die Welt der Psychoneuroimmunologie und entdecke, wie das Bewusstsein über diese Verbindungen unser Verständnis von Gesundheit und Krankheit revolutionieren könnte.

Inhalt

Grundlagen der Psychoneuroimmunologie

Stell Dir vor, Du entdeckst ein geheimes Netzwerk in Deinem Körper, in dem Dein Geist, Dein Nervensystem und Dein Immunsystem ununterbrochen kommunizieren. Genau dieser faszinierende Austausch bildet das Herzstück der Psychoneuroimmunologie (PNI).

Aber wie kam es zur Entdeckung dieser komplexen Verbindung?

Die Geschichte der PNI beginnt nicht von heute auf morgen. In den frühen Tagen der Medizin betrachteten die Wissenschaftler Körper und Geist als voneinander getrennt. Doch mit der Zeit, als Forscher begannen, die feinen Nuancen des menschlichen Körpers zu erkunden, wurde klar, dass alles miteinander verbunden ist. Ein entscheidender Wendepunkt kam in den 1970er Jahren, als die Forscher Robert Ader und Nicholas Cohen an der University of Rochester einen bemerkenswerten Durchbruch erzielten. Durch ihre Experimente zeigten sie, dass das Immunsystem durch klassische Konditionierung beeinflusst werden kann, eine Erkenntnis, die die Tür zur PNI weit öffnete.

Diese bahnbrechende Entdeckung revolutionierte die Vorstellung in der modernen Medizin, weil sie bewies, dass psychische Prozesse einen direkten Einfluss auf das Immunsystem haben können. Ihre Forschung legte den Grundstein für eine neue Denkweise, die in den folgenden Jahrzehnten weiterentwickelt wurde. Auch die Arbeit von Candace Pert in den 1980er Jahren trug wesentlich zum Verständnis dieser Verbindung bei, indem sie zeigte, wie Neurotransmitter wie Endorphine als Kommunikationsmittel zwischen Nervensystem und Immunsystem fungieren.

In der Psychoneuroimmunologie lernst Du, wie Dein Nervensystem und Dein Immunsystem über unsichtbare Pfade mit Deiner Psyche interagieren. Stell Dir das Nervensystem als das Informations-Highway-Netzwerk Deines Körpers vor. Jedes Mal, wenn Du eine Emotion fühlst oder einen Gedanken denkst, sendet dieses Highway-Netzwerk Signale aus, die Einfluss auf Dein Immunsystem nehmen können – Deinem persönlichen Abwehrmechanismus gegen die Welt.

Die PNI hat gezeigt, dass Stress, Freude oder auch Trauer tiefgreifende Auswirkungen haben können. Deine Immunzellen lauschen aufmerksam auf die Signale Deines Nervensystems, und je nachdem, welches Signal ausgesendet wird, passen sie ihre Reaktion an. Diese Verbindung ist nicht nur ein wissenschaftliches Konzept, sondern sie hat Auswirkungen auf Deinen Alltag und auf die Art und Weise, wie Du Dein Wohlbefinden wahrnimmst.

Die Rolle von Stress im Immunsystem

Stress – ein ständiger Begleiter, der tiefe Spuren in Deinem Leben hinterlassen kann. Doch welche unsichtbaren Mechanismen setzt er in Deinem Körper in Gang, besonders im Hinblick auf Dein Immunsystem?

Betrachte zunächst die Stressreaktion, die in Deinem Körper abläuft. In dem Moment, in dem Du mit einer Herausforderung konfrontiert wirst, aktiviert Dein Körper das „Kampf-oder-Flucht“-Syndrom. Diese akute Stressreaktion ist eine evolutionäre Anpassung, die es Dir ermöglicht, schnell auf Bedrohungen zu reagieren. Ein erhöhter Herzschlag, schnellere Atmung und eine Mobilisierung Deiner Energiereserven sind Teil dieses natürlichen Abwehrmechanismus. In moderatem Maße stärkt dieser akute Stress Deine Fähigkeit, mit schwierigen Situationen umzugehen, indem er Dir kurzfristig zusätzliche Kräfte verleiht.

Doch der wahre Übeltäter lauert woanders. Wenn Stress nicht mehr nur ein kurzes Aufflammen, sondern ein permanenter Zustand ist, sprechen wir von chronischem Stress. Dieser stellt eine ernsthafte Bedrohung für Dein körperliches und geistiges Wohlbefinden dar. Chronischer Stress schwächt Deine Immunfunktion, indem er Deine Abwehrzellen unter Dauerstress setzt und deren Leistungsfähigkeit mindert. Über die Zeit führt dies dazu, dass Dein Immunsystem regelrecht ausgelaugt wird und Schwierigkeiten hat, eindringende Krankheitserreger effektiv abzuwehren.

Der Schlüssel liegt im Verständnis der Unterschiede zwischen akutem und chronischem Stress. Während akuter Stress temporär Deine Widerstandskraft stärken kann, bringt chronischer Stress Dein Immunsystem aus dem Gleichgewicht. Die dauerhafte Belastung kann Deine Gesundheit nachhaltig beeinträchtigen und macht Dich anfälliger für Infektionen und Krankheiten.

Die Psychoneuroimmunologie bietet Ansätze, um die gesunde Balance Deines Immunsystems wiederherzustellen und ein gesundes Leben zu fördern. 

Wechselwirkungen zwischen dem Nerven-, Hormon- und Immunsystem

Mechanismen der Interaktion

Die unsichtbare Kommunikation in unserem Körper ist faszinierend. Hier stehen Neurotransmitter, Hormone und Immunzellen in ständiger Verbindung und reagieren auf die Herausforderungen, die Stress mit sich bringen. Diese Akteure spielen eine zentrale Rolle in der komplexen Choreografie, die Dein Immunsystem täglich aufführt, um Dich zu schützen.

Beginnen wir mit den Neurotransmittern – den chemischen Botenstoffen, die über Deine Nervenzellen Signale übertragen. Wenn Du Stress empfindest, werden bestimmte Neurotransmitter, wie Adrenalin und Noradrenalin, ausgeschüttet. Diese versetzen Deinen Körper in Alarmbereitschaft, steigern die Herzfrequenz und beeinflussen direkt Dein Nervensystem. Doch ihre Wirkung reicht darüber hinaus: Sie kommunizieren mit Immunzellen und modulieren deren Verhalten, indem sie beispielsweise in einer akuten Stresssituation kurzfristig eine aktivierende Wirkung auf das Immunsystem haben und die Immunantwort verstärken. 

Gleichzeitig entfalten Hormone wie Cortisol ihre Wirkung. Als zentrales Stresshormon ist Cortisol dafür verantwortlich, die Energiereserven Deines Körpers zu mobilisieren. Bei chronischem Stress jedoch ist Dein Körper konstant hohen Cortisolspiegeln ausgesetzt, was langfristig die Immunfunktion unterdrücken kann. Die Barrierefunktionen des Körpers und die Fähigkeit der Immunzellen, effektiv zu reagieren, werden geschwächt. Dies führt zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Infektionen und kann chronische Entzündungsprozesse fördern.

In diesem Netzwerk spielt auch die direkte Reaktion der Immunzellen eine wichtige Rolle. Immunzellen wie Lymphozyten und Makrophagen sind aufmerksam gegenüber den Signalen der Neurotransmitter und Hormone. Bei chronischem Stress sind diese Abwehrzellen nachhaltig beeinträchtigt, was zu einer fehlerhaften Immunantwort führen kann.

Hier kommt die Mikroimmuntherapie ins Spiel. Als ein innovativer Ansatz nutzt sie das Wissen um die Kommunikation zwischen Nervensystem und Immunsystem und zielt darauf ab, das Gleichgewicht wiederherzustellen. 

Die Mikroimmuntherapie: Grundlagen und Konzepte

Willkommen in der Welt der Mikroimmuntherapie, einem vielversprechenden Ansatz in der medizinischen Landschaft, der sich darauf konzentriert, die natürliche Kommunikationsweise Deines Immunsystems nachzubilden. Doch was verbirgt sich hinter diesem Konzept, und wie kann es Dir helfen, insbesondere wenn Stress Deine Gesundheit belastet?

Die Mikroimmuntherapie basiert auf der Idee, dass das Immunsystem eine eigene Sprache spricht, die in bestimmten Mustern und Dosen kommuniziert. Ihre Hauptziele liegen darin, gestörte Kommunikationswege im Immunsystem zu korrigieren und das Gleichgewicht wiederherzustellen. Hierzu werden sehr niedrige Dosen von Substanzen eingesetzt, die natürlichen Immunbotenstoffen nachempfunden sind, wie Zytokinen, Nukleinsäuren und Hormonen. Diese Substanzen werden in potenzierter Form verabreicht, um die Immunmodulation sanft und spezifisch zu steuern.

Ein faszinierendes Element der Mikroimmuntherapie ist eine spezielle Formel, die direkt an der Wurzel des Problems wirkt, um Dein Immunsystem in Stress-Situationen gezielt zu unterstützen. Die Therapie zielt darauf ab, die Erschöpfung des Immunsystems zu verhindern, die mit stressbedingten Lebensphasen einhergeht. Wie? Indem sie dem Immunsystem hilft, sich selbst wieder in seine gesunde Balance zu bringen.

Ein weiteres Ziel der Therapie ist es, überschießende Entzündungsreaktionen zu begrenzen. Dies ist besonders wichtig, da langfristige Entzündungen mit einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen und auch dem Alterungsprozess verbunden sind. Gleichzeitig fördert die Therapie die Regeneration und Verjüngung der Zellen, indem sie der Verminderung bestimmter zellulärer Aktivitäten entgegenwirkt, die mit Stress in Verbindung stehen.

Darüber hinaus unterstützt die Mikroimmuntherapie die antitumoralen und antiproliferativen Funktionen des Körpers. Zusammengefasst kann diese Herangehensweise dazu beitragen, eine bessere Immunantwort zu gewährleisten und das Gleichgewicht zwischen der natürlichen Alterung der Zellen und deren Erneuerung zu erhalten.

Diese Maßnahmen machen die Mikroimmuntherapie zu einem effektiven Werkzeug, um die negativen Auswirkungen von Stress gezielt zu adressieren und das Immunsystem zu unterstützen. Zahlreiche Fallstudien veranschaulichen den Nutzen dieser Therapie. Beispielsweise berichten Patient*innen mit chronischem Erschöpfungssyndrom, dass sie durch die Mikroimmuntherapie wieder mehr Energie haben und weniger anfällig für Infektionen sind. Auch bei stressinduzierten Hauterkrankungen, wie Psoriasis, zeigt die Therapie positive Ergebnisse, indem sie die Symptome lindert und das Wohlbefinden verbessert.

Hier findest Du Erfahrungsberichte von Personen, die die Mikroimmuntherapie angewandt haben 

Der richtige Begleiter an Deine Seite

Die Mikroimmuntherapie ist ein spezialisierter Ansatz, der tief in die Feinheiten Deines Immunsystems eingreift. Daher ist es entscheidend, diese Therapieform unter fachkundiger Anleitung durchzuführen. Durch die enge Zusammenarbeit mit einem ausgebildeten Mikroimmuntherapeuten kannst Du sicherstellen, dass die Behandlung optimal auf Deine individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist und Du die bestmöglichen Ergebnisse erzielst.

Ein Experte wird Dich nicht nur durch die verschiedenen Phasen der Therapie begleiten, sondern auch Deine Reaktionen überwachen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen, um den größtmöglichen Nutzen aus der Behandlung zu ziehen. Diese individuelle Betreuung ist ein wesentlicher Bestandteil der Mikroimmuntherapie, um ein nachhaltiges Gleichgewicht in Deinem Immunsystem wiederherzustellen und Dein Wohlbefinden zu fördern.

Um den richtigen Experten für Deine Bedürfnisse zu finden, steht Dir unser Therapeuten-Finder zur Verfügung, der Dir hilft, ausgebildete Mikroimmuntherapeuten in Deiner Nähe ausfindig zu machen. Dieser Service stellt sicher, dass Du Zugang zu qualifizierten Fachleuten hast, die über das notwendige Wissen und die Erfahrung verfügen, um Dich auf Deinem Weg zu einer besseren Gesundheit zu begleiten. 

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Praktische Tipps zur Verbesserung der Geist-Körper-Verbindung

Um die Mikroimmuntherapie effektiv zu ergänzen, ist es hilfreich, aktiv im Alltag mitzuwirken. Durch regelmäßige Übungen und Techniken kannst Du eine harmonische Verbindung zwischen Geist, Seele und Immunsystem kultivieren, die zu tieferem Wohlbefinden und verbesserter Gesundheit führt.

Indem Du achtsam mit Deinem Körper und Geist umgehst, schaffst Du ein unterstützendes Umfeld für Heilung und Regeneration. Diese aktive Mitarbeit trägt dazu bei, Deine geistige Klarheit zu verbessern, Stress abzubauen und Deine körperliche Widerstandskraft zu stärken. Lass uns nun gemeinsam die praktischen Tipps erkunden, die Dir helfen können, die Synergie von Körper und Geist zu stärken.

1. Achtsamkeit im Alltag

Übung: Integriere Achtsamkeit in Deine täglichen Routinen, z.B. beim Essen oder Gehen.

Praktische Tipps:

  • Konzentriere Dich darauf, jede Handlung bewusst wahrzunehmen, ohne zu urteilen.
  • Nutze Gelegenheiten wie das Zähneputzen oder Duschen, um bewusst im Moment zu sein.
  • Versuche, täglich mindestens eine Aktivität mit vollständiger Aufmerksamkeit auszuführen.

2. Entspannungstechniken wie Meditation praktizieren

Übung: Verbinde Meditation mit Entspannungstechniken, um Stress zu reduzieren und innere Ruhe zu finden.

Praktische Tipps:

  • Starte mit täglichen Meditationssitzungen von 5 bis 10 Minuten. Setze Dich ruhig hin, schließe die Augen und konzentriere Dich auf Deinen Atem.
  • Probiere geführte Meditationen oder Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung aus.
  • Integriere Atemtechniken, wie tiefes Ein- und Ausatmen, in Deine Meditationspraxis.

3. Gefühle ausdrücken

Übung: Führe ein Tagebuch, in dem Du täglich Deine Gedanken und Gefühle notierst.

Praktische Tipps:

  • Schreibe morgens oder abends, wenn Du etwas Ruhe hast.
  • Verfasse Einträge ohne Selbstzensur, um Deinen wahren Emotionen Ausdruck zu verleihen.
  • Verwende das Tagebuch auch, um Ziele zu setzen und reflektiere über Erfolge und Herausforderungen.

4. Gezielte Atemübungen

Übung: Praktiziere täglich Atemübungen, wie die tiefe Bauchatmung.

Praktische Tipps:

  • Nimm Dir jeden Morgen oder Abend ein paar Minuten Zeit, um langsam und tief ein- und auszuatmen.
  • Konzentriere Dich auf jede Atembewegung und erlaube Dir, dabei zu entspannen.
  • Probiere Atemtechniken wie die 4-7-8-Methode (4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden halten, 8 Sekunden ausatmen).

5. Gesunde Ernährung

Übung: Ernähre Deinen Körper mit ausgewogenen Mahlzeiten, die reich an Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sind. Achte ebenfalls auf eine gute Eiweißversorgung.

Praktische Tipps:

  • Plane Deine Mahlzeiten im Voraus, um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten.
  • Vermeide verarbeitete Lebensmittel und achte auf ausreichend Wasserzufuhr.
  • Iss bewusst und mache Pausen zwischen den Mahlzeiten, um das Überessen zu vermeiden.
  • Integriere auch vegetarisches Eiweiß in Deiner Ernährung wie z.B. Hülsenfrüchte, Sprossen, Samen und Nüsse.

6. Regelmäßige Bewegung

Übung: Wähle körperliche Aktivitäten, die sowohl Deinen Körper stärken als auch Deinen Geist beruhigen, wie Yoga oder Tai Chi.

Praktische Tipps:

  • Plane mindestens drei Einheiten pro Woche von je 30 Minuten.
  • Variiere zwischen unterschiedlichen Aktivitäten, um Motivation und Spaß zu haben.
  • Achte auf die Signale Deines Körpers und passe die Intensität entsprechend an.

7. Soziale Verbindungen pflegen

Übung: Verbringe regelmäßig Qualitätszeit mit Freunden und Familie.

Praktische Tipps:

  • Versuche, in Beziehungen präsent zu sein und auf die Bedürfnisse der anderen zu hören.
  • Plane wöchentliche Treffen oder gemeinsame Aktivitäten ein.
  • Nutze digitale Kommunikationsmittel, um in Kontakt zu bleiben, wenn persönliche Treffen schwierig sind.

Fazit: Gesundheitsvorsorge liegt in Deinen Händen

Die Erforschung der tiefgehenden Verbindungen zwischen Geist, Immunsystem und der Rolle der Mikroimmuntherapie offenbart beeindruckende Möglichkeiten für die Gesundheitsvorsorge. Die Wechselwirkungen zwischen mentalem Zustand und körperlicher Abwehr spielen eine zentrale Rolle dabei, wie unser Körper auf Herausforderungen reagiert und in der Lage ist, sich zu regenerieren.

Durch das Verständnis der Mechanismen, die unseren Körper und Geist miteinander verknüpfen, können wir gezielte Strategien entwickeln, um unser Wohlbefinden signifikant zu verbessern. Die Mikroimmuntherapie bietet einen innovativen Ansatz, der darauf abzielt, das Gleichgewicht in unserem Immunsystem wiederherzustellen und die negativen Auswirkungen von Stress zu minimieren.

Indem wir die Mikroimmuntherapie in umfassende Gesundheitsstrategien integrieren und aktiv an der Stärkung der Geist-Körper-Verbindung arbeiten, können wir eine fundierte Basis für ein gesundes, ausgewogenes Leben schaffen. Dies erfordert ein Zusammenspiel von medizinischen Behandlungen und alltäglichen Praktiken, die sowohl dem Körper als auch dem Geist guttun. Letztendlich ist es diese Synergie, die es uns ermöglicht, nicht nur auf kurzfristige Symptome zu reagieren, sondern langfristig in Harmonie mit uns selbst zu leben.

Für weitere wertvolle Tipps, wie Du die Prinzipien der Psychoneuroimmunologie in Dein tägliches Leben integrieren kannst, besuche unsere Social Media Kanäle. Dort findest Du zahlreiche Anregungen und Ressourcen, um Deine Gesundheit aktiv zu fördern und Dein Wohlbefinden zu steigern.


Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 23.07.25

 

Safer Sex

Safer Sex – Genuss ohne Reue

Dein Sexualleben soll Spaß machen und nicht mit unnötigen Sorgen belastet sein. Dabei spielt die Aufklärung über sexuell übertragbare Infektionen (STIs) eine zentrale Rolle. „Safer Sex“ geht weit über ein bloßes Schlagwort hinaus – es ist der Schlüssel zu einem sicheren Sexleben, das Dir die Ruhe gibt, Dich vollends fallen zu lassen. Von HPV über Chlamydien bis hin zu HIV: Wenn Du Deine Feinde kennst und weißt, wie Dein Immunsystem Dir beim Schutz helfen kann, steht dem Spaß ohne Reue nichts mehr im Weg. Lass uns herausfinden, wie Du informiert bleibst und Deine intimen Stunden in vollen Zügen genießen kannst!

Inhalt

Aufklärung muss sein – Was sind STIs?

Sexuell übertragbare Infektionen sind Infektionen, die hauptsächlich durch sexuellen Kontakt verbreitet werden. Sie können durch Bakterien, Viren oder Parasiten verursacht werden und führen zu gesundheitlichen Problemen, wenn sie unbehandelt bleiben. Die weitreichenden Folgen solcher Infektionen unterstreichen die Notwendigkeit umfassender Aufklärung und Vorbeugung.

Die meistverbreiteten STIs – Kenne den Feind (*)

  • Chlamydien: Diese Infektion verläuft oft symptomlos, kann jedoch bei fehlender Behandlung ernste Folgen haben. Dein Immunsystem ist maßgeblich daran beteiligt, die Infektion zu bekämpfen und zu beseitigen. In vielen Industrieländern, wie den USA, ist Chlamydien die häufigste gemeldete STI, mit etwa 1,8 Millionen Fällen jährlich.
  • Gonorrhö (Tripper): Eine bakterielle Erkrankung, die zunehmend Resistenzen gegen traditionelle Behandlungen entwickelt. Ein gesundes Immunsystem kann dazu beitragen, die Ausbreitung einzudämmen und die Heilung zu unterstützen. Weltweit gibt es schätzungsweise 87 Millionen Fälle pro Jahr.
  • Syphilis: Diese bakterielle Infektion durchläuft verschiedene Stadien. Auch hier ist das Immunsystem entscheidend für die Kontrolle der Infektion und Vermeidung schwerwiegender gesundheitlicher Folgen. Weltweit werden jährlich etwa 6 Millionen neue Fälle verzeichnet.
  • Herpes genitalis: Verursacht durch das Herpes-simplex-Virus, zeigt sich durch schmerzhafte Bläschen oder Geschwüre. Das Immunsystem spielt eine Schlüsselrolle bei der Unterdrückung des Virus. Etwa 500 Millionen Menschen sind weltweit mit HSV-2 infiziert.
  • HIV: Diese Infektion beeinträchtigt Dein Immunsystem direkt und schwächt dessen Fähigkeit, Infektionen abzuwehren. Therapien konzentrieren sich darauf, die Immunfunktion zu unterstützen und zu stimulieren. Ende 2020 lebten rund 37,7 Millionen Menschen weltweit mit HIV.
  • Mononukleose (Pfeiffersches Drüsenfieber oder Kusskrankheit): Verursacht durch das EBV, das lebenslang im Körper verbleibt. Da es auch nach der Erstinfektion für viele Gesundheitsprobleme verantwortlich ist (z.B. einige Krebsarten und Autoimmunkrankheiten), ist hier das Immunsystem besonders wichtig: Es muss dafür Sorgen, dass das Virus sich nicht reaktiviert.
  • HPV: Eine weit verbreitete virale Infektion, die im Zusammenhang mit bestimmten Krebsarten steht. Ein gesundes Immunsystem hilft bei der Kontrolle des Virus. Die Übertragungsrate ist hoch, wobei der Großteil der sexuell aktiven Bevölkerung im Laufe des Lebens infiziert wird.
  • Pilzinfektionen: Diese verlangen nach einem ausgewogenen Immunsystem zur Abwehr und Heilung, sind jedoch nicht ausschließlich sexuell übertragbar. Viele Frauen erleben mindestens einmal im Leben eine vaginale Pilzinfektion.
  • Trichomoniasis: Eine parasitäre Infektion, die häufig asymptomatisch verläuft. Ein gut funktionierendes Immunsystem kann dazu beitragen, die Infektion in Schach zu halten. Jährlich sind etwa 156 Millionen Menschen weltweit betroffen.
  • Hepatitis B: Diese Virusinfektion betrifft die Leber und wird durch Blut und Körperflüssigkeiten übertragen. Die Immunantwort ist entscheidend für die Kontrolle der Infektion. Etwa 296 Millionen Menschen sind chronisch infiziert.
  • Mycoplasma genitalium: Eine bakterielle Infektion, die zunehmend Beachtung findet. Die Unterstützung des Immunsystems kann dazu beitragen, die Symptome zu minimieren und die Heilung zu unterstützen, obwohl genaue Prävalenzraten unklar sind.


Im Zeitraum der Jahre 2013 bis 2023 hat die Zahl der Syphilis-Fälle in Europa um knapp 106 Prozent zugenommen. Die Zahl der registrierten Gonorrhö-Infektionen hat im gleichen Zeitraum um rund 287 Prozent zugenommen.

² Das Lymphogranuloma venereum ist eine Sonderform einer genitalen Chlamydieninfektion und zählt zu den „klassischen“ Geschlechtskrankheiten.

Quelle: ECDC
Erhebung durch: ECDSC

Die wichtige Rolle des Immunsystems – Am Beispiel HPV

Dein Immunsystem spielt eine zentrale Rolle im Schutz vor Infektionskrankheiten und im Umgang mit sexuell übertragbaren Infektionen (STIs). Eine der häufigsten und bekanntesten STIs ist die Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV). Um die Wichtigkeit des Immunsystems hervorzuheben, wollen wir uns genauer ansehen, wie es Deinen Körper beim Umgang mit HPV-Infektionen unterstützt.

Die Bedeutung des Immunsystems bei der Abwehr von HPV-Infektionen

HPV-Infektionen gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten weltweit und betreffen nahezu alle sexuell aktiven Menschen mindestens einmal in ihrem Leben. Das Immunsystem spielt eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung dieser Infektionen. Sowohl das angeborene als auch das erworbene Immunsystem sind maßgeblich daran beteiligt, das Virus zu bekämpfen .

Die angeborene Immunität, welche unter anderem aus dendritischen Zellen und natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) besteht, ist die erste Verteidigungslinie des Körpers. Sie erkennt und reagiert schnell auf fremde Eindringlinge. Die erworbene Immunität, insbesondere zytotoxische T-Zellen, wird spezifisch aktiv gegen die infizierten Zellen und spielt eine zentrale Rolle bei der vollständigen Beseitigung der Infektion.

In den meisten Fällen verläuft eine HPV-Infektion asymptomatisch und heilt innerhalb weniger Monate bis zu zwei Jahren spontan aus, vorausgesetzt, das Immunsystem arbeitet effizient. Allerdings können Faktoren wie zunehmendes Alter, Stress, Umweltbelastungen und ungesunde Ernährung das Immunsystem schwächen, wodurch das Virus länger im Körper verbleiben und mögliche Risiken erhöhen kann. Zudem hat HPV die Fähigkeit, der Immunantwort zu entkommen, indem es Mechanismen zur Immunevasion entwickelt.

Ein gesundes Immunsystem kann jedoch nicht nur die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Abheilung erhöhen, sondern auch das Risiko schwerwiegenderer Krankheitsbilder, wie durch HPV verursachte Krebserkrankungen, minimieren. Deshalb ist es wichtig, das Immunsystem durch gesunde Lebensgewohnheiten und gegebenenfalls mittels moderner Immuntherapien zu unterstützen: Während es keine allopathischen Behandlungen zur direkten Elimination von HPV gibt, eröffnen immuntherapeutische Ansätze vielversprechende Möglichkeiten zur Behandlung und Prävention von HPV-assoziierten Erkrankungen (siehe nächster Absatz).

Was hat die Mikroimmuntherapie mit Safer Sex zu tun?

Bleiben wir bei dem Beispiel einer Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV): Die Mikroimmuntherapie, die sich an der natürlichen Funktionsweise des Immunsystems orientiert, bietet eine innovative Möglichkeit im Umgang mit HPV-Infektionen, insbesondere im anogenitalen Bereich. Diese Therapieform nutzt niedrig dosierte immunmodulierende Substanzen, wie beispielsweise Zytokine, um das Gleichgewicht des Immunsystems wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten. 

Die Mikroimmuntherapie-Formel zur Immununterstützung bei HPV-Infektionen verfolgt mehrere wichtige Ziele: die Unterbindung der HPV-Vermehrung, die Regulierung der Immunfunktion und die Reduktion chronischer Entzündungen, die das Risiko für Krebs erhöhen können. Zudem soll sie assoziierten Folgeerkrankungen vorbeugen.

Für Frauen, die mit der Strategie des „Watchful Waiting“ bei unklaren gynäkologischen Befunden konfrontiert sind, bietet die Mikroimmuntherapie eine aktive Möglichkeit, die Wartezeit bis zur nächsten Kontrolle sinnvoll zu nutzen. Indem sie das Immunsystem sanft unterstützt, kann sie dazu beitragen, Zellveränderungen positiv zu beeinflussen und das Fortschreiten der Dysplasien zu verhindern. Dadurch wird nicht nur potenziellen operativen Eingriffen entgegengewirkt, sondern auch das Risiko für Langzeitfolgen wie Unfruchtbarkeit und Frühgeburten bei Frauen mit Kinderwunsch reduziert.

Klinische Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit der Mikroimmuntherapie bei HPV-Infektionen. In verschiedenen Untersuchungen konnte eine signifikante virale Clearance beobachtet werden, insbesondere bei Frauen über 25 Jahren, deren Risiko für Gebärmutterhalskrebs erhöht ist. Diese Wirkung könnte die zytologische Normalisierung fördern und somit eine wertvolle Alternative oder Ergänzung zu herkömmlichen Behandlungsstrategien darstellen.

Die Mikroimmuntherapie sollte niemals in Eigenregie – sondern immer mit der Unterstützung eines erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden. In unserem Therapeuten-Finder kannst Du entweder nach Ort, Postleitzahl oder auch konkret nach Beschwerdebild selektieren. 

Gut zu wissen: Alle Ärzte und Therapeuten auf unserer Therapeutenliste wurden in der Mikroimmuntherapie ausgebildet und verfügen über Erfahrungen in der Anwendung der Mikroimmuntherapie. Zertifizierte Therapeuten haben darüber hinaus ein Examen abgelegt, das ihr theoretisches Wissen zur Funktionsweise des Immunsystems, zur Wirkweise und den Einsatzgebieten der Mikroimmuntherapeutika sowie zur mikroimmuntherapeutischen Labordiagnostik belegt.

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Warum ist umfassende Aufklärung wichtig?

Eine umfassende Aufklärung über sexuell übertragbare Infektionen (STIs) ist aus mehreren Gründen von entscheidender Bedeutung für ein sicheres und positives Sexualleben:

  • Früherkennung und Behandlung: Ein informierter Umgang mit STIs ermöglicht es Dir, die Anzeichen und Symptome dieser Infektionen frühzeitig zu erkennen. Dies führt dazu, dass Du schnell Hilfe suchst und dadurch ernsthafte Komplikationen vermeiden kannst. Früherkennung und rechtzeitige Behandlung tragen wesentlich zur Gesundheit und zum Wohlbefinden bei und reduzieren das Risiko, die Infektion an andere weiterzugeben.
  • Abbau von Stigmata: Offene und ehrliche Kommunikation über sexuelle Gesundheit hilft, Ängste und Vorurteile abzubauen. Stigmatisierung kann dazu führen, dass Menschen weniger bereit sind, sich testen zu lassen oder über ihre sexuellen Gesundheitsbedenken zu sprechen. Durch Aufklärung wird eine Umgebung gefördert, in der sich Menschen sicher fühlen, Informationen und Unterstützung zu suchen, was letztendlich zu einer verbesserten öffentlichen Gesundheit führt.
  • Förderung von Prävention: Gut informierte Menschen können bewusste und verantwortungsvolle Entscheidungen treffen, wenn es um ihre Sexualgesundheit geht. Aufklärung über die Risiken von STIs und die verfügbaren Schutzmethoden befähigen Menschen dazu, geeignete Präventionsmaßnahmen zu ergreifen und damit das Risiko einer Infektion zu minimieren.
  • Für die Gesellschaft: Insgesamt ermöglicht eine umfassende Aufklärung nicht nur eine bessere individuelle Gesundheit, sondern hat auch das Potenzial, die gesamte Gesellschaft positiv zu beeinflussen. Je mehr Menschen informiert sind, desto weniger können STIs sich verbreiten, was langfristig zu einer gesünderen Gemeinschaft führt.

Safer Sex Praktiken

Um ein sicheres und unbeschwertes Sexualleben zu genießen, ist es wichtig, grundlegende Safer Sex Praktiken zu beherzigen:

  • Verwendung von Kondomen: Kondome sind eine der effektivsten Methoden, um sich und andere vor vielen sexuell übertragbaren Infektionen zu schützen. Sie wirken als physische Barriere, die den direkten Austausch von Körperflüssigkeiten verhindert, und reduzieren somit das Ansteckungsrisiko erheblich. Kondome sollten nicht nur bei vaginalem Geschlechtsverkehr, sondern auch bei oralem und analem Kontakt konsequent genutzt werden.
  • Regelmäßige Gesundheitschecks: Durch regelmäßige Untersuchungen beim Arzt oder in Gesundheitszentren können Infektionen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Diese Vorsorgeuntersuchungen sind ein wesentlicher Bestandteil des Safer Sex Konzepts, da viele STIs zunächst symptomlos verlaufen und ohne Frühdiagnose unbehandelt bleiben können.
  • Unterstützung des Immunsystems: Eine gesunde Lebensweise ist ein integraler Bestandteil der Prävention von STIs. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, Stressmanagement und regelmäßige körperliche Aktivität. Therapien wie die Mikroimmuntherapie können zusätzlich helfen, das Immunsystem gezielt zu unterstützen und die Widerstandskraft gegen Infektionen zu erhöhen. Ein gesundes Immunsystem ist besser in der Lage, eindringende Krankheitserreger abzuwehren und kann den Verlauf von Infektionen positiv beeinflussen.

Quelle: BZgA
Erhebung durch: BZgA; Norstat
Name der Erhebung: Liebesleben-Studie – Wissen, Einstellungen und Verhalten zu sexueller Gesundheit und sexuell übertragbaren Infektionen (STI)
Veröffentlicht durch: BZgA

Vereine sexuelle Freiheit und Gesundheit

Die Aufklärung über sexuell übertragbare Infektionen (STIs) und der Fokus auf Safer Sex sind essenzielle Bestandteile eines gesunden Sexuallebens. Wenn diese Aspekte mit der gezielten Unterstützung Deines Immunsystems kombiniert werden, kannst Du Deine sexuelle Gesundheit und Freiheit optimal vereinen. Jeder Einzelne kann eine bedeutende Rolle spielen, indem er Wissen teilt und sichere Praktiken fördert. Teile diesen Artikel mit Deinem Umfeld, um das Bewusstsein zu schärfen und einen wertvollen Beitrag zu einer gesünderen Gemeinschaft zu leisten!

Indem Du Safer Sex Praktiken in Deinen Alltag integrierst, schützt Du nicht nur Deine eigene Gesundheit, sondern auch die Deiner Mitmenschen. Ein achtsamer Umgang mit Sexualität stellt sicher, dass Genuss und Sicherheit stets miteinander harmonieren. So trägst Du dazu bei, dass sexuelle Gesundheit mehr als nur ein individuelles Thema ist, sondern einen kollektiven Vorteil bietet, der die gesamte Gemeinschaft stärkt.

Bleibe auf dem Laufenden, um Deine Gesundheit bestmöglich zu unterstützen und folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen:


Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

(*) Quellenangaben

  1. Centers for Disease Control and Prevention (CDC):
  • „Sexually Transmitted Disease Surveillance“ jährliche Berichte.
  • Verfügbar unter: cdc.gov/std
  1. World Health Organization (WHO):
    • „Global Health Sector Strategy on Sexually Transmitted Infections“ und weitere Berichte zu Global Health Estimates.
    • Verfügbar unter: who.int/sexual-health
  2. UNAIDS:
    • „Global HIV & AIDS Statistics Fact Sheet.“
    • Verfügbar unter: unaids.org
  3. Scientific Journals & Publications:
    • Artikel zur Prävalenz und Behandlung von Herpes, Mononukleose und anderen spezifische STIs.
    • Verfügbar in medizinischen Datenbanken wie PubMed oder anderen relevanten wissenschaftlichen Archiven.
  4. National Institutes of Health (NIH):
    • Berichte und Gesundheitsleitfäden zu Infektionskrankheiten.
    • Verfügbar unter: nih.gov
  5. European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC):
    • Berichte über sexuelle Gesundheitsüberwachung in Europa.
    • Verfügbar unter: ecdc.europa.eu

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 03.06.25

 

Gesund durch den Sommer

Gesund durch den Sommer: Das große Sommer ABC (Teil 2)

Gesund durch den Sommer

Hier beginnt nun Teil 2 unseres sommerlichen Gesundheitsabenteuers! In diesem Abschnitt führen wir Dich von N bis Z, um sicherzustellen, dass Du die sonnigen Monate gesund und unbeschwert genießen kannst. Erfahre, wie Du mit Hautproblemen wie Neurodermitis oder Infektionskrankheiten wie HPV und Warzen effektiv umgehen kannst. Entdecke Tipps, um das Schwitzen im Sommer zu managen und Deine Verdauung in Balance zu halten, damit Du ohne Beschwerden alle kulinarischen Genüsse der Saison auskosten kannst. Wir erklären auch die wichtige Rolle, die Zytokine in Deinem Immunsystem spielen, und verraten Dir, wie Du Deine körpereigene Abwehr optimal im Sommer unterstützt. Freue Dich auf wertvolle Einblicke und praktische Ratschläge für einen rundum gelungenen Sommer!

Sommer ABC Teil 1 verpasst? Hier geht’s lang!

N wie Neurodermitis

Antientzündlich entgegensteuern!

Neurodermitis kann im Sommer eine Herausforderung sein, da Hitze und Schwitzen die Symptome verschlimmern können. Ein konsequentes Hautpflegeprogramm mit leichten, duftstofffreien Feuchtigkeitscremes sowie das Tragen luftdurchlässiger Kleidung helfen, die Haut zu beruhigen. Ergänzend kann die Mikroimmuntherapie innerhalb eines individuellen Behandlungskonzepts eine wertvolle Rolle spielen: Sie nutzt Zytokine und spezifische Nukleinsäuren, um das Immunsystem ins Gleichgewicht zu bringen. Patienten mit atopischen Erkrankungen leiden häufig unter überschießenden Immunreaktionen, die durch die Mikroimmuntherapie sanft ausgeglichen werden können. Die Therapie soll helfen, entzündliche Hautreaktionen zu bewältigen, indem sie mit körpereigenen Botenstoffen das Immunsystem moduliert und zu einer antientzündlichen Reaktion anregt.

O wie Outdoor

Lass Endorphinen freien Lauf!

Outdoor-Übungen im Sommer bieten zahlreiche Vorteile für die körperliche und geistige Gesundheit: Aktivitäten an der frischen Luft, wie Radfahren, Wandern oder Wassersportarten wie Schwimmen und Kajaken, fördern die Fitness durch erhöhte Herz-Kreislauf-Belastung und stärken Muskeln und Knochen. Gleichzeitig verbessern sie die Stimmung und reduzieren Stress, da die natürliche Umgebung und das Sonnenlicht die Freisetzung von Endorphinen unterstützen.

Beim Training im Sommer ist es wichtig, die Mittagssonne zu vermeiden und stattdessen die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu nutzen. Ein angemessener Sonnenschutz durch Kleidung oder Sonnencreme sowie ausreichend Flüssigkeitszufuhr sind essentiell, um die Gesundheit zu schützen. Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen kannst Du die Vorteile von Outdoor-Aktivitäten voll ausschöpfen und den Sommer aktiv und gesund genießen.

P wie Papillomaviren

Deine antivirale Abwehrbase!

Papillomaviren (HPV) sind weit verbreitet und können im Sommer vermehrt Risiken darstellen, da Menschen in dieser Zeit häufiger Freizeitaktivitäten im Freien nachgehen und dabei engeren Hautkontakt pflegen, etwa beim Schwimmen oder bei sportlichen Aktivitäten. Diese Bedingungen können die Übertragung von HPV begünstigen.

Schutzmaßnahmen umfassen das Vermeiden von engem Hautkontakt mit fremden Personen in öffentlichen Bereichen wie Schwimmbädern, sowie die Anwendung von Schutzkleidung und das Einhalten guter Hygienepraktiken.

Die Mikroimmuntherapie bietet eine sanfte Unterstützung für das Immunsystem im Kampf gegen HPV. Diese Therapie nutzt Zytokine und spezifische Nukleinsäuren in niedriger Konzentration, um die Immunfunktionen zu modulieren und die antivirale Abwehr zu stärken. Sie zielt darauf ab, die Vermehrung und Ausbreitung von HPV zu verhindern und Rückfälle zu reduzieren. Studien und Fallbeobachtungen zeigen, dass die Mikroimmuntherapie das Risiko von HPV-bedingten Erkrankungen, einschließlich Warzen und Gebärmutterhalskrebs, signifikant senken kann. Diese Therapieform kann somit ein wertvoller Bestandteil im Umgang mit HPV-Infektionen sein.

Wichtig! Die Mikroimmuntherapie sollte immer in Begleitung eines erfahrenen Mikroimmuntherapeuten durchgeführt werden. Hier findest Du eine Auswahl an medizinischen Fachkräften, die Du ganz einfach nach Ort, PLZ-Gebiet oder auch nach dem Beschwerdebild “Humane Papillomaviren” filtern kannst:

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Q wie Quellwasser

Die gesunde Quelle!

Quellwasser ist eine ausgezeichnete Wahl zur Hydration und Erfrischung, besonders im Sommer. Es stammt aus unterirdischen Quellen und ist oft reich an Mineralien wie Kalzium und Magnesium, die wichtig für die Knochengesundheit und den Stoffwechsel sind. Durch seine natürliche Reinheit und den Mangel an chemischen Zusätzen bietet es eine gesunde Alternative zu vielen anderen Getränken. Quellwasser kann helfen, den Flüssigkeitshaushalt des Körpers optimal zu regulieren, was im Sommer besonders wichtig ist, um Dehydrierung zu vermeiden. Darüber hinaus trägt es zur Kühlung des Körpers bei, unterstützt ein klares Hautbild und fördert das allgemeine Wohlbefinden.

R wie Ruhepausen

Lass mal Fünfe gerade sein!

Der Sommer ist verführerisch und wir laufen oft Gefahr, viel zu viel zu unternehmen – da bleiben Erholungspausen oft auf der Strecke. Kennst Du das auch? Dabei bieten Ruhepausen die Möglichkeit, sich zu regenerieren, den Geist zu entspannen und die körperliche Erschöpfung zu mindern. Kurze Entspannungsphasen helfen Dir, die Konzentration zu verbessern, die Produktivität zu steigern und die Stimmung zu heben. Sie bieten dem Körper die Chance, den Kreislauf zu stabilisieren und die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Einfach mal die Füße hochzulegen, ein paar Minuten tief durchzuatmen oder eine kurze Meditation einzulegen, kann wesentlich dazu beitragen, die typischen Symptome von Sommerstress zu lindern und die warmen Monate in vollen Zügen zu genießen.

Vergiss nicht: Eine dauerhafte Stressbelastung führt zu einer erhöhten Cortisolausschüttung, die langfristig negative Folgen auf die Gesundheit haben kann. Daher ist es sehr wichtig, regelmäßige Ruhepausen bewusst einzuhalten.

S wie Schwitzen

Den inneren Ofen hochfahren!

Schwitzen ist ein natürlicher Prozess, der entscheidend für die Regulierung der Körpertemperatur und die Vermeidung von Überhitzung ist. Es kühlt den Körper durch Verdunstung von Schweiß und unterstützt die Entgiftung, indem es überschüssige Salze und Abfälle abführt.

Doch was passiert, wenn der Körper nicht schwitzt, beispielsweise durch Anhidrose? Dann besteht das Risiko von Überhitzung und möglicherweise Dehydration, da die Temperaturregulierung beeinträchtigt ist. In solchen Fällen ist es besonders wichtig, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen, um die Körperfunktionen zu unterstützen und ggf. einen Arzt aufzusuchen.

T wie Tomaten

Die rote Powerkugel!

Tomaten sind nicht nur lecker, sondern auch äußerst gesundheitsfördernd, insbesondere im Sommer. Sie sind reich an Vitamin C, Kalium, Folsäure und Antioxidantien wie Lycopin. Lycopin, das für die rote Farbe der Tomaten verantwortlich ist, hat starke antioxidative Eigenschaften, die freie Radikale neutralisieren und somit das Risiko für chronische Krankheiten, einschließlich Herzkrankheiten und bestimmte Krebsarten, reduzieren können.

Im Sommer lassen sich Tomaten vielfältig genießen. Ein frischer Tomatensalat mit Minze eignet sich perfekt für heiße Tage, bietet Erfrischung und liefert gleichzeitig Nährstoffe. Die klassische Kombination aus Tomate, Mozzarella und Basilikum ist nicht nur geschmacklich harmonisch, sondern auch ein echter Hingucker auf jedem Tisch. Gazpacho, eine kalte Suppe aus pürierten Tomaten und verschiedenen Gemüsen, ist ideal, um sich abzukühlen und gleichzeitig den Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Tomaten sind also nicht nur vielseitig und köstlich, sondern tragen auch wesentlich zur Gesundheit bei.

U wie Unterschiedliche Immunantworten

Situationsgerechte Reaktion!

Im Sommer ist das Immunsystem verschiedenen Herausforderungen ausgesetzt, die unterschiedliche Immunantworten hervorrufen können. Beispielsweise erhöht sich die Exposition gegenüber Pollen, was bei Allergikern zu überaktiven Immunreaktionen führen kann. Diese Reaktionen sind das Ergebnis einer Überempfindlichkeit des Immunsystems, das normalerweise harmlose Substanzen als Bedrohung wahrnimmt und entsprechend reagiert.

Darüber hinaus können Temperaturänderungen und höhere Luftfeuchtigkeit das Immunsystem beeinflussen. Hohe Temperaturen und häufiges Schwitzen können den Elektrolythaushalt verändern und somit die Immunfunktionen beeinträchtigen. Zudem sind in den Sommermonaten Menschen häufig verschiedenen Krankheitserregern ausgesetzt, vor allem in stark besuchten Bereichen wie Schwimmbädern und Freizeitparks.

In den Sommermonaten ist es daher wichtiger denn je, auf eine gesunde Balance unseres Immunsystems zu achten. Damit es situationsbedingt korrekt reagiert und die unterschiedlichen Immunantworten entsprechend in Gang setzt.

V wie Verdauungsprobleme

Das muss flutschen!

Im Sommer können Hitze und Reisestress zu Verdauungsproblemen führen. Eine darmfreundliche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Ballaststoffen kann helfen, die Verdauung zu unterstützen. Ergänzend ist ausreichend Bewegung wichtig, um die Darmbewegungen anzuregen und Verstopfung vorzubeugen. Flüssigkeitszufuhr ist ebenfalls essentiell: Viel Wasser trinken hilft, den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren und die Verdauung zu erleichtern. Insgesamt fördern diese Maßnahmen die Verdauungsgesundheit und das Wohlbefinden während der Sommermonate. Denn nichts ist störender, als mit einem Blähbauch der Hitze zu trotzen – oder?

W wie Warzen

Das Problem nachhaltig angehen!

Warzen sind gutartige Hautwucherungen durch das humane Papillomavirus (HPV) und treten häufig an Händen und Füßen auf. Im Sommer steigt die Infektionsgefahr durch Barfußlaufen in feuchten öffentlichen Bereichen wie Schwimmbädern, wo das Virus leicht übertragen wird. Traditionelle Behandlungen, wie Vereisungen oder Cremes, entfernen Warzen, aber nicht das Virus im Körper, wodurch bei Immunschwäche neue Warzen entstehen können.

Die Mikroimmuntherapie zielt auf nachhaltige Ergebnisse ab, indem sie die Virusvermehrung unterbinden möchte: Durch den Einsatz von Zytokinen und anderen Botenstoffen in verdünnter Form unterstützt sie das Immunsystem, mit dem Ziel, das Virus langfristig zu kontrollieren und neue Infektionen zu verhindern. Sie packt das Problem direkt an der Wurzel an.

X wie X-Millionen

Sei gewappnet!

Konkrete globale Zahlen für alle Sommerinfektionen können je nach Region, Art der Infektion und Berichterstattung variieren: Dennoch gibt es einige bekannte Trends:

In den USA beispielsweise kommt es jedes Jahr während der Sommermonate zu einer deutlichen Zunahme von Magen-Darm-Erkrankungen. Laut den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) verursachen allein Noroviren jährlich geschätzte 19 bis 21 Millionen Krankheitsfälle. Obwohl dieses Virus das ganze Jahr über aktiv ist, steigen die Fälle im Sommer an, vor allem durch vermehrte Reisen und sommerliche Veranstaltungen.

Reiseassoziierte Infektionen, wie sie durch kontaminierte Lebensmittel und Wasser entstehen, können ebenfalls zunehmen. Millionen Menschen erkranken weltweit an Durchfallerkrankungen, die häufig mit Reisen in wärmere Länder in Verbindung gebracht werden, wo Hygienestandards oft anders sind.

Diese Zahlen verdeutlichen die Bedeutung von Hygienemaßnahmen und Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere während des Sommers. Eine gesunde Immunbalance hilft Dir, Deine Abwehrbase gegen unerwünschte Infektionen aufrechtzuerhalten. 

Y wie Yin Yoga

Stresshormone runterfahren!

Yin Yoga ist eine ruhige, meditative Praxis, die durch langes Halten von Positionen die tieferen Bindegewebe dehnt. Diese Form des Yoga fördert Entspannung und aktiviert den Parasympathikus, was Stress und Angst reduziert und Achtsamkeit steigert. Durch die Senkung von Stresshormonen stärkt Yin Yoga indirekt auch das Immunsystem, da chronischer Stress die Immunfunktion beeinträchtigen kann. Zudem unterstützt die Praxis die Regeneration und Heilung im Körper, was dem Immunsystem hilft, effektiver zu arbeiten. Insgesamt bietet Yin Yoga eine wertvolle Möglichkeit, Stress abzubauen und das Immunsystem zu unterstützen, besonders während sehr aktiven bis hektischen Zeiten im Sommer.

Z wie Zytokine

Die Boten wichtiger Informationen!

Zytokine sind essentielle Proteine im Immunsystem, die als Botenstoffe zwischen den Zellen agieren. Sie steuern die Immunantwort, indem sie Entzündungen initiieren oder hemmen und das Wachstum sowie die Differenzierung von Immunzellen beeinflussen. Diese Funktionen sind entscheidend für den Schutz vor Infektionen. Ein Zytokin-Ungleichgewicht kann jedoch zu chronischen Entzündungen und Autoimmunerkrankungen führen.

In der Mikroimmuntherapie werden Zytokine gezielt eingesetzt, um das Immunsystem zu modulieren. Durch die stark verdünnte Gabe von Zytokinen wird versucht, das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen und eine effektive Immunantwort zu fördern. Dabei zielt die Therapie darauf ab, die körpereigenen Abwehrmechanismen zu unterstützen und langfristig stabil zu halten.

Gesund durch den Sommer – mit MeGeMIT

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letzte Aktualisierung: 10.07.25

 

Sommer ABC

Das große Sommer ABC – Für einen unbeschwerten Sommer (Teil 1)

Der Sommer ist da – und mit ihm kommen nicht nur Sonnenschein und Urlaubstage, sondern auch zahlreiche Möglichkeiten, die warme Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. Doch wie schafft man es, die sonnigen Monate nicht nur unbeschwert, sondern auch gesund zu erleben? Erfahre es in unserem Sommer ABC – Teil 1!

Unser Sommer ABC nimmt Dich mit auf eine Reise von A wie Allergien bis Z wie Zytokine und bietet Dir wertvolle Tipps und Einblicke, um Dein Wohlbefinden in der sommerlichen Hitze zu steigern. Egal, ob Du nach Ratschlägen für den perfekten Beachday suchst oder wissen möchtest, wie Du Dein Immunsystem auf Hochtouren hältst – hier findest Du alles, was Du für einen rundum gelungenen Sommer brauchst. Lass Dich im ersten Teil unseres Sommer ABC inspirieren und entdecke, wie Du jeden Sonnenstrahl mit einem Lächeln im Gesicht genießen kannst!

Sommer ABC Teil 2 erscheint am 15. Juli!

A wie Allergien

Bring Dein Immunsystem in Balance!

Saisonbedingte Allergien können lästig sein, aber mit ein paar einfachen Strategien lässt sich viel Linderung schaffen: Häufiges Lüften der Räume hilft, die Pollenkonzentration in Innenräumen zu reduzieren. Wer draußen unterwegs ist, sollte am Abend duschen und die Kleidung wechseln, um Pollen im Schlafbereich zu vermeiden. Die Mikroimmuntherapie kann sowohl präventiv als auch akut eingesetzt werden. Da bei einer Allergie das Immunsystem überaktiv ist, kann diese Therapie sanft dazu beitragen, es in eine gesunde Balance zu bringen und somit die unerwünschten Allergiesymptome zu lindern.

B wie Beeren

Die Beeren sind los!

Sommerbeeren wie Erdbeeren, Himbeeren und Blaubeeren sind nicht nur köstlich, sondern auch wahre Nährstoffbomben für das Immunsystem. Sie sind reich an Vitamin C, das als Antioxidans die Zellen vor freien Radikalen schützt und die Abwehrkräfte stärkt. Die enthaltenen Flavonoide haben entzündungshemmende Eigenschaften und unterstützen die Immunfunktionen. Zudem liefern Beeren Ballaststoffe, die die Darmgesundheit fördern, was sich positiv auf das gesamte Immunsystem auswirkt. Integriere sie idealerweise frisch in Deine Ernährung, um die volle Wirkung zu nutzen.

C wie Chlamydien

Versuchung meets Bakterien!

Chlamydien sind weit verbreitete bakterielle Infektionen, die besonders im Sommer – mit oft mehr Gelegenheiten für neue Bekanntschaften – eine erhöhte Verbreitung finden können. Präventive Maßnahmen wie die Verwendung von Kondomen und regelmäßige Gesundheitschecks sind entscheidend. Eine gesunde Immunbalance ist ebenfalls unerlässlich für die Präventionsstrategie. 

Da nach der körpereigenen Abwehr eine Reaktivierung der Bakterien möglich ist, ist eine wirksame und schonende Behandlung bei Chlamydien besonders wichtig. Die Mikroimmuntherapie nutzt Immunbotenstoffe wie Zytokine in modulierenden Verdünnungen, um das Immunsystem bei der Erkennung und Bekämpfung der Bakterien zu unterstützen, ohne eine übermäßige Immunantwort auszulösen. Indem sie auch spezifische Nukleinsäuren einsetzt, wird die Vermehrung der Bakterien gehemmt und gleichzeitig das geschwächte Immunsystem unterstützt, um eine angemessene Reaktion auf die Infektion zu gewährleisten.

D wie Detox

Einmal reinigen, bitte!

Detox-Kuren im Sommer sind ideal, um den Körper zu entgiften und die Immungesundheit zu fördern. Einfache Methoden wie Zitronenwasser am Morgen, grüne Smoothies voller Antioxidantien und leichte, pflanzenbasierte Mahlzeiten können den Stoffwechsel ankurbeln und die Entgiftungsorgane, wie Leber und Nieren, unterstützen. Der Verzicht auf Alkohol und verarbeitete Lebensmittel erleichtert ebenfalls die körpereigene Regeneration. Diese Maßnahmen unterstützen nicht nur Dein Immunsystem, sondern verleihen Dir ein neues Energielevel und ein besseres Wohlbefinden in der warmen Jahreszeit.

E wie Entzündungen

Das geht durch den Magen!

Entzündungshemmende Lebensmittel in die Sommerdiät zu integrieren, kann das Immunsystem nachhaltig unterstützen und chronischen Entzündungen vorbeugen. Beginne den Tag mit einer Schüssel Haferflocken, garniert mit frischen Beeren und Walnüssen – beide sind reich an Antioxidantien. Walnüsse enthalten zusätzlich noch wertvolle Omega-3-Fettsäuren. In Salaten und Grillgerichten kann fetter Fisch wie Lachs sowie Olivenöl als Dressing dienen, da sie entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Ergänze Deine Mahlzeiten mit viel grünem Blattgemüse, Tomaten und Gewürzen wie Kurkuma und Ingwer, um eine Vielzahl von Antioxidantien in Deiner Ernährung zu gewährleisten.

F wie Ferne Länder

Pass Dich Deinem Reiseziel an!

Beim Reisen in ferne Länder im Sommer ist es wichtig, sich gut vorzubereiten und sich vorab über die gesundheitlichen Anforderungen des Reiseziels zu informieren. Wichtig ist auch eine gute Reiseapotheke, die Mittel gegen Fieber, Schmerzen, Erkältung, Durchfall und Übelkeit enthält, sowie Desinfektionsmittel, Insektenschutz und Erste-Hilfe-Utensilien. Denk daran: Wenn Du aktuell Mikroimmuntherapeutika einnimmst, dürfen diese in Deiner Reiseapotheke natürlich auch nicht fehlen! So kannst Du die neue Umgebung sorglos erkunden und Dein Sommerabenteuer sicher genießen.

G wie Gürtelrose

Langfristiger Schutz!

Gürtelrose, verursacht durch die Reaktivierung der Varizella-Zoster-Viren, kann im Sommer durch spezifische Faktoren begünstigt werden: Zum einen können die erhöhte Sonneneinstrahlung und die Gefahr eines Sonnenbrands das Immunsystem schwächen und so die Reaktivierung der Viren fördern. Zum anderen kann stressbedingte Erschöpfung, sei es durch Reisen oder sommerliche Aktivitäten, das Immunsystem zusätzlich belasten. Eine starke Immunabwehr ist daher entscheidend für die Prävention. 

Sollte es dennoch zu einem Ausbruch kommen, bietet die Mikroimmuntherapie eine sanfte Behandlungsmöglichkeit: Diese Therapie nutzt Immunbotenstoffe wie Zytokine zur Regulierung der Immunreaktion und spezifische Nukleinsäuren, um die Virenreplikation zu unterbinden. Auf diese Weise möchte sie nicht nur die Heilung unterstützen, sondern auch der gefürchteten Post-Zoster-Neuralgie entgegenwirken. Gleichzeitig bietet die Mikroimmuntherapie einen langfristigen Schutz und kann eine wertvolle Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung sein.

H wie Homöostase

Bloß nicht aus dem Gleichgewicht kommen!

Homöostase bezeichnet das Gleichgewicht der physiologischen Prozesse im Körper, das für die Gesundheit und das Wohlbefinden entscheidend ist. Besonders im Sommer, wenn der Körper hohen Temperaturen und wechselnden Aktivitäten ausgesetzt ist, ist es wichtig, dieses Gleichgewicht zu bewahren. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist essentiell, um den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren. Eine ausgewogene Ernährung, reich an Vitaminen und Mineralstoffen, unterstützt die körpereigenen Funktionen. Regelmäßige Bewegung hilft, den Stoffwechsel stabil zu halten, während Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation Stress abbauen und das innere Gleichgewicht fördern. Die Kombination dieser Maßnahmen trägt dazu bei, die Homöostase im Sommer aufrechtzuerhalten und somit das Wohlbefinden und die Immungesundheit zu unterstützen.

I wie Infektionen

Prävention ist die halbe Miete!

Im Sommer kommen bestimmte Infektionen häufiger vor, dazu zählen Magen-Darm-Infektionen, Hautinfektionen, und Atemwegserkrankungen. Wieso? Die hohen Temperaturen begünstigen das Wachstum von Bakterien in Lebensmitteln, was zu Magen-Darm-Problemen führen kann. Ebenso können Chlor und vermehrtes Schwimmen das Risiko für Hautinfektionen erhöhen. Zur Vorbeugung hilft es, Lebensmittel kühl zu lagern und hygienisch zuzubereiten, um das Risiko einer Lebensmittelvergiftung zu minimieren. Sonnenschutz und gründliches Abtrocknen nach dem Schwimmen schützen die Haut. Zudem ist regelmäßiges Händewaschen unerlässlich, um die Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern. Achte zudem darauf, dass sich Dein Immunsystem in einer gesunden Balance befindet, um resistent gegen Infektionen zu bleiben.

J wie Joghurt

Vital in den Tag starten!

Joghurt ist besonders an warmen Sommertagen eine erfrischende und gesunde Wahl. Er ist reich an Probiotika, lebenden Mikroorganismen, die die Darmflora unterstützen und zur Immungesundheit beitragen: Ein gesunder Darm ist entscheidend für eine effektive Immunantwort und ein insgesamt gutes Wohlbefinden. Joghurt kann vielseitig genossen werden, ob pur, mit frischem Obst oder als Basis für Smoothies. Diese Ergänzung zur Sommerdiät hilft, die Immungesundheit zu fördern und einen vitalen Start in den Tag zu gewährleisten.

K wie Knochengesundheit

Natürlicher Booster für Deine Knochen!

Im Sommer können wir unsere Knochengesundheit besonders einfach unterstützen, da UV-Licht eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel spielt: Sonneneinstrahlung fördert die Produktion von Vitamin D, einen entscheidenden Faktor für die Kalziumaufnahme und die Knochendichte. Ideal ist die Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr, also wenn die Sonne hoch am Himmel steht. Nur in dieser Zeit sind UVB-Strahlen vorhanden, die wir für die Produktion von Vitamin D brauchen. Ein Sonnenbad von Armen und Beinen von 10-15 Minuten in dieser Zeit liefert eine ordentliche Portion Vitamin D. Wichtig dabei ist jedoch zu wissen, dass nach Auftragen einer Sonnencreme kein Vitamin D mehr gebildet werden kann. Je nach Hauttyp kann man sich eventuell nur 5 Minuten ungeschützt der Sonne aussetzen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Sonnenlicht unterstützt nicht nur die Knochengesundheit, sondern hilft auch dabei, das allgemeine Wohlbefinden zu bewahren.

L wie Lippenherpes

Die Ursachen an der Wurzel packen!

Lippenherpes wird durch Herpes-simplex-Viren verursacht und kann im Sommer durch bestimmte Auslöser wie intensives Sonnenlicht oder Stress reaktiviert werden. Eine effektive Prävention beginnt mit Sonnenschutz für die Lippen, um UV-Schäden zu vermeiden. Stressabbau durch Entspannungstechniken kann ebenfalls helfen, Ausbrüche zu verhindern.

Sollte es dennoch zu einer Reaktivierung kommen, kann die Mikroimmuntherapie als ergänzende Behandlung eingesetzt werden. Diese Therapieform zielt nicht nur darauf ab, die Symptome zu lindern, sondern bekämpft auch die Ursachen, indem sie spezielle Nukleinsäuren verwendet, um die Virenvermehrung zu unterbinden und die spezifische Immunreaktion zu unterstützen. Das Ziel: Entzündungen sollen minimiert und die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden, ohne den Organismus zu stören. Diese sanfte Methode ergänzt die schulmedizinische Behandlung und kann die Kontrolle über Lippenherpes im Sommer verbessern.

M wie Mikroimmuntherapie

Trainiere sanft Dein Immunsystem!

Die Mikroimmuntherapie bietet eine sanfte Unterstützung der Immungesundheit, die gerade im Sommer von großem Vorteil sein kann. Während dieser Jahreszeit steigt durch erhöhte Sonnenaktivität und sommerliche Aktivitäten das Risiko für bestimmte gesundheitliche Herausforderungen wie Allergien, Chlamydien, Gürtelrose, Lippenherpes und andere Infektionen. Die Mikroimmuntherapie möchte das Immunsystem auf natürliche Weise regulieren, indem sie die Fähigkeit des Körpers zur Abwehr von Pathogenen fördern und gleichzeitig Entzündungen reduzieren soll. Durch den gezielten Einsatz von Zytokinen und Nukleinsäuren möchte diese Therapieform nicht nur die Prävention, sondern auch den Heilungsprozess bei akuten und chronischen Erkrankungen unterstützen. So soll Dein Immunsystem auch im Sommer in Balance bleiben – und Du kannst die warme Jahreszeit in vollen Zügen genießen.

Bist Du auf der Suche nach einem ausgebildeten Mikroimmuntherapeuten? Hier findest Du eine Auswahl an medizinischen Fachkräften, die Du ganz einfach nach Ort, PLZ-Gebiet oder auch nach Beschwerdebild filtern kannst:

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Tag für Tag gesund durch den Sommer

Bleib am Ball!

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Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 03.06.25

 

Gesundheitserziehung

Gesundheitserziehung – Wie selbstverständlich von Anfang an 

Gesundheitserziehung

Gesundheitserziehung beginnt nicht erst im Klassenzimmer, sondern bereits von klein auf in den eigenen vier Wänden. Sie legt den Grundstein für ein Leben voller Wohlbefinden und Selbstverantwortung. In einer Welt, in der der Zugang zu Informationen so einfach ist wie nie zuvor, ist es entscheidend, unseren Kindern beizubringen, wie sie fundierte Entscheidungen über ihre Gesundheit treffen können. Erfahre, wie wir Kindern von Anfang an beibringen, gesunde Gewohnheiten intuitiv in ihren Alltag zu integrieren und die Bedeutung der Immunhomöostase zu verstehen. So wachsen sie zu selbstbewussten Individuen heran, die ihre Gesundheit in die eigene Hand nehmen und ihr Leben aktiv gestalten. Entdecke, wie Kinder zu kleinen Gesundheitshelden werden!

Inhalt

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm?

Beginnen wir mit der Frage: Wer sind die ersten Gesundheitslehrer in unserem Leben? Richtig, die Eltern und nahestehenden Bezugspersonen. Sie prägen unser Verständnis von Gesundheit mehr, als uns oft bewusst ist. Kinder lernen durch Nachahmung: Sie sehen, wie ihre Eltern mit Ernährung, Bewegung, Stress und auch körperlichen Beschwerden umgehen und übernehmen viele dieser Verhaltensweisen. Deshalb ist die Vorbildfunktion enorm wichtig. Indem Du als Elternteil oder Erzieher gesunde Entscheidungen triffst, legst Du den Grundstein für das zukünftige Gesundheitsverhalten der Kinder. Gesundheitserziehung ist ein wesentlicher Bestandteil der kindlichen Entwicklung. Ihr Ziel ist es, Kindern die notwendigen Kompetenzen zu vermitteln, um intelligente Entscheidungen über ihre Gesundheit zu treffen. 

Eltern spielen eine zentrale Rolle in der Gesundheitserziehung ihrer Kinder, indem sie nicht nur als Vorbilder dienen, sondern auch aktiv gesundheitsfördernde Gewohnheiten praktizieren. Angesichts zahlreicher äußerer Einflüsse, wie digitale Medien und soziale Netzwerke, ist es entscheidend, dass Erwachsene proaktiv handeln. Dazu gehört, offen über digitale Herausforderungen zu sprechen und Kindern beizubringen, zwischen nützlichen und schädlichen Informationen zu differenzieren. Indem sie eine gesundheitsbewusste Umgebung schaffen, legen Eltern den Grundstein für das zukünftige Verhalten ihrer Kinder und stärken ihre Resilienz gegenüber ungesunden Einflüssen. Eltern geben den Kindern das Rüstzeug an die Hand, langfristig selbstbewusste und gesunde Entscheidungen zu treffen.


Eine Statista-Studie zeigt, dass ein Großteil der Kinder in Deutschland ihre Eltern als Vorbilder ansieht. Dieses große Vertrauen unterstreicht die bedeutende Vorbildfunktion in Sachen Gesundheit.

Quelle: AGF
Herkunftsverweis:
AGF GenZ Videostudie, Seite 12-14

Nachhaltige Gesundheitserziehung – darauf kommt es wirklich an

Wie gestaltet sich nun eine nachhaltige Gesundheitserziehung im Detail? Es geht darum, dass Kinder die Grundlagen einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßiger Bewegung und effektiver Entspannungstechniken erlernen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass sie emotionale Intelligenz und Stressbewältigungskompetenzen entwickeln. Diese Fähigkeiten sind essentiell, um die Herausforderungen des Alltags gesund zu meistern. Dreh- und Angelpunkt ist unser Immunsystem – diese wichtige Bedeutung sollten wir auch unseren Kindern von Früh an vermitteln. 

Die Rolle der Immunhomöostase in der Gesundheitserziehung

Die Immunhomöostase ist ein zentraler Aspekt der Gesundheit, da sie das Gleichgewicht des Immunsystems beschreibt. Dieses Gleichgewicht ist notwendig, damit der Körper angemessen auf Krankheitserreger reagieren kann, ohne dabei übermäßig zu reagieren, was zu autoimmunen oder entzündlichen Erkrankungen führen kann. Kindern die Funktionsweise des Immunsystems einfach zu erklären, erleichtert es ihnen, die Wichtigkeit eines gesunden Lebensstils zu verstehen.

Vermittele Deinen Kindern diese 2 wichtigen Aspekte: 

  1. Es dreht sich alles um Dein Immunsystem

    Das Immunsystem besteht aus einem komplexen Netzwerk von Zellen, Geweben und Molekülen, die zusammenarbeiten, um den Körper vor schädlichen Eindringlingen wie Bakterien, Viren und Parasiten zu schützen. Die Immunhomöostase bedeutet, dass all diese Komponenten im Gleichgewicht sind und reibungslos funktionieren.

  2. Darum ist die Immunhomöostase so wichtig

    Ein ausgewogenes Immunsystem kann Infektionen effektiv abwehren, während es auch eigene Körperzellen schützt. Wenn sich das Immunsystem im Gleichgewicht befindet, ist es weniger anfällig für Überreaktionen, die beispielsweise Allergien oder Autoimmunerkrankungen auslösen können.


Indem Kindern die Bedeutung der Immunhomöostase vermittelt wird, verstehen sie, warum eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichend Ruhe für ihr Immunsystem wichtig sind. Diese Faktoren unterstützen die Immunhomöostase und tragen dazu bei, dass sie weniger krank werden und sich besser von Infektionen erholen.

Aus der Balance geraten? Die Mikroimmuntherapie als unterstützender Ansatz

Ist die Immunhomöostase gestört, sprich das Immunsystem befindet sich nicht in seiner gesunden Balance, gibt es effektive Möglichkeiten, diese Balance wieder sanft herzustellen. Die Mikroimmuntherapie ist eine schonende, aber effektive Therapieform, die darauf abzielt, das Immunsystem in seinem natürlichen Gleichgewicht zu unterstützen. Sie nutzt spezifische Botenstoffe in niedrigen Dosierungen, die es dem Immunsystem ermöglichen, effizienter zu arbeiten, ohne den Körper unnötig zu belasten. Diese komplementäre Therapieform kann eine vielseitige Unterstützung bieten, insbesondere wenn es darum geht, das Immunsystem sanft zu stabilisieren sowie auch bei der Behandlung von wiederkehrenden Infektionen, Allergien oder sogar chronischen Erkrankungen.

Für Kinder ist die Mikroimmuntherapie besonders vorteilhaft, da sie das noch im Aufbau befindliche Immunsystem sanft unterstützt, ohne die Anwendung invasiver Methoden zu erfordern. Sie bietet einen natürlichen Weg, um die Immunabwehr der Kleinen zu stärken und sie gegen alltägliche gesundheitliche Herausforderungen besser zu wappnen.

Insgesamt bietet eine nachhaltige Gesundheitserziehung ergänzende Vorteile und kann durch Ansätze wie die Mikroimmuntherapie wirksam unterstützt werden. Indem Du als Elternteil oder Erzieher diese Möglichkeiten integrierst, legst Du nicht nur den Grundstein für ein gesundes Aufwachsen Deiner Kinder, sondern ermöglichst ihnen auch einen bewussten Umgang mit ihrer Gesundheit.

Achtung: Die Mikroimmuntherapie sollte immer von einem erfahrenen Therapeuten begleitet werden. Hier kannst Du entweder nach PLZ- bzw. Ort filtern oder ausgebildete Mikroimmuntherapeuten für ein konkretes Beschwerdebild suchen:

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So geht’s: Praktische Tipps für eine erfolgreiche Gesundheitserziehung

Die Integration gesunder Routinen in den Familienalltag kann nicht nur nützlich, sondern auch richtig spaßig sein. Der Schlüssel liegt darin, gesunde Gewohnheiten mit Aktivitäten zu kombinieren, die die Neugier wecken und Freude bereiten. Dadurch lernen Kinder spielerisch und fast nebenbei wichtige Gesundheitsprinzipien kennen.

Hier sind einige praktische Ansätze, wie Du Gesundheitserziehung in den Alltag einfließen lassen kannst:

  • Kochen als Familienprojekt: Lass die Kinder bei der Planung und Zubereitung von Mahlzeiten mithelfen. Dies schafft nicht nur ein Bewusstsein für gesunde Ernährung, sondern fördert auch Teamwork und Kreativität. Kinder bekommen so einen Einblick in die Essenszubereitung und lernen, welche Zutaten und Mahlzeiten ihrem Körper guttun.

  • Aktive Wochenenden: Nutzt die Wochenenden, um als Familie gemeinsam aktiv zu werden. Ob Wandern, Radfahren oder Schwimmen – solche Unternehmungen verbinden nicht nur Bewegung mit Spaß, sondern stärken auch die Familienbande.

  • Entspannungsrituale: Abendrituale sind eine gute Möglichkeit, den Tag ausgeglichen zu beenden. Ob durch gemeinsames Lesen vor dem Schlafengehen oder kindgerechte Yoga-Übungen – solche Aktivitäten fördern Entspannung und helfen Kindern, zur Ruhe zu kommen.

  • Spielerisch vermitteln: Spiele sind eine hervorragende Möglichkeit, um Gesundheitsbewusstsein zu schulen. Interaktive Lernspielzeugsets oder Apps können komplexe Gesundheitsthemen verständlich machen. Bewegungsspiele, die Fitness fördern oder Wissensspiele, die Ernährungsthemen behandeln, schaffen positive Assoziationen zum Thema Gesundheit.

  • Selbstverantwortung fördern: Kinder sollten zur Selbstverantwortung ermutigt werden. Wenn sie früh lernen, eigene Entscheidungen zu treffen und ein sensibles Bewusstsein für ihre Gesundheit zu übernehmen, wird das ihre Entscheidungskraft stärken. Dies kann so einfach sein, wie ihnen die Wahl zwischen zwei gesunden Snacks zu lassen oder sie bei der Planung einer spannenden Wochenendaktivität mitentscheiden zu lassen.

Das Regenbogenmodell der Gesundheit

Das Regenbogenmodell der Gesundheit bietet eine visuelle Darstellung der Faktoren, die unsere Gesundheit beeinflussen. Es umfasst nicht nur persönliche Verhaltensweisen, sondern auch Umwelt- und soziale Faktoren. Dieses Modell verdeutlicht, dass Gesundheit ein Zusammenspiel mehrerer Einflüsse ist, von individueller Ernährung und Bewegung bis hin zu sozialen Netzwerken und Umweltressourcen. Kindern einfache Erklärungen zu geben, wie diese Elemente zusammenspielen, hilft ihnen, ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit zu entwickeln.

Indem Du diese Strategien und Informationen in den Alltag integrierst, verhinderst Du nicht nur die Bildung ungesunder Gewohnheiten, sondern förderst auch eine lebenslange, positive Einstellung Deines Kindes zur eigenen Gesundheit.

Quelle: „Fonds Gesundes Österreich nach Dahlgren, G., Whitehead, M. (1991)“

Über das Elternhaus hinaus: Die Rolle von Bildungseinrichtungen

Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten sind ebenfalls entscheidend für die Gesundheitserziehung der Kinder. Sie ergänzen die Bemühungen der Eltern und schaffen zusätzliche Möglichkeiten, Gesundheitskompetenzen zu fördern. Durch die Einbindung gesundheitsfördernder Programme in den Schulalltag können diese Einrichtungen einen großen Einfluss auf die Entwicklung gesunder Lebensgewohnheiten ausüben.

Einbindung in den Lehrplan

Schulen und Kindergärten haben die Möglichkeit, Gesundheitserziehung fest im Lehrplan zu verankern. Dies kann durch spezielle Unterrichtseinheiten, Projekttage oder Workshops geschehen, die nicht nur theoretisches Wissen vermitteln, sondern auch praktische Anwendungsmöglichkeiten bieten. Kinder können so in einer unterstützenden Umgebung lernen, wie wichtig Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit sind.

Kooperation mit anderen Eltern

Eine erfolgreiche Gesundheitserziehung in Bildungseinrichtungen erfordert eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern. Diese Partnerschaft kann durch regelmäßige Informationsveranstaltungen, gemeinsame Projekte oder durch die Einladung der Eltern zu Workshops und Gesundheitstagen gefördert werden. Eine koordinierte Herangehensweise zwischen Schule und Elternhaus gewährleistet, dass Kinder einen konsistenten und ganzheitlichen Zugang zu gesundheitlichem Wissen und praktischen Erfahrungen erhalten. 

Durch die aktive Teilnahme von Bildungseinrichtungen an der Gesundheitserziehung werden Kinder besser darauf vorbereitet, gesunde Entscheidungen zu treffen und ein Leben lang davon zu profitieren. Dies stärkt nicht nur ihre persönliche Entwicklung, sondern trägt auch zu einer gesünderen Gesellschaft insgesamt bei. Indem Schulen und Kindergärten auf diese Weise agieren, leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur gesundheitlichen Bildung und Förderung der nächsten Generation.

Jetzt bitte nicht das Handtuch werfen!

Gesundheitserziehung ist ein anspruchsvoller, aber lohnenswerter Weg zur Entwicklung eines gesunden Lebensstils. Es geht nicht darum, Perfektion zu erreichen, sondern kontinuierlich kleine Fortschritte zu machen, die echte Erfolge darstellen. Lass Dich nicht entmutigen, wenn nicht alles auf Anhieb perfekt klappt, denn der Weg zu einem bewussten und gesunden Leben erfordert Geduld und Beständigkeit. Jede positive Veränderung, die Du bei Dir und Deinen Kindern beobachtest, ist ein bedeutender Schritt vorwärts.

Bei der Umsetzung der Gesundheitserziehung können Hindernisse auftreten, wie Zeitmangel im hektischen Familienalltag oder fehlende Motivation bei den Kindern. Daraus ergeben sich jedoch Chancen, um durch bewusste Zeitplanung und interaktive Ansätze Interesse zu wecken und Gesundheit nahtlos in das tägliche Leben zu integrieren. Die Vernetzung mit anderen Eltern und Gemeinschaftsressourcen kann darüber hinaus den Austausch und Zugang zu wertvollen Ideen fördern.  

Hindernisse auf diesem Weg bieten Eltern die Gelegenheit, kreative Lösungen zu entwickeln und innovative Ansätze zu entdecken. Mit Beharrlichkeit und Offenheit kann man sie in Möglichkeiten verwandeln und den Wert jedes Fortschritts nutzen, um den Weg zur nachhaltigen Gesundheitserziehung fortzusetzen. Vergiss bitte nie, dass Deine Vorbildfunktion entscheidend ist; durch bewusste Entscheidungen legst Du den Grundstein für das Wohlbefinden und die Lebensqualität Deiner Kinder – sei aktiv und mach Gesundheitserziehung zum Teil Deines Alltags.

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letzte Aktualisierung: 03.06.25

 

Kinder mit ME/CFS: Erkennen, Verstehen, Unterstützen

Ein fröhlicher Tag eines Kindes sollte voller Lachen, Entdeckungen und unendlicher Energie sein – egal in welchem Alter. Doch für Kinder mit ME/CFS ist diese Vorstellung oft weit entfernt. Anstatt unbeschwert zu spielen oder Freunde zu treffen, kämpfen sie sich durch einen täglichen Nebel der Erschöpfung. Diese Krankheit, die oft im Verborgenen agiert, stellt betroffene Familien vor große Herausforderungen.

In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf die Herausforderungen und Erlebnisse betroffener Kinder und Jugendlicher. Wir geben Tipps, wie wir ihnen durch Verständnis und praktische Unterstützung zur Seite stehen können, und erkunden neue Ansätze wie die Mikroimmuntherapie, die Hoffnung auf sanfte Linderung gibt. Gemeinsam können wir diesen jungen Kämpfern helfen, ihre Welt wieder bunt und lebendig zu erleben.

Inhalt

Warum ME/CFS bei Kindern ein wichtiges Thema ist 

Als Elternteil möchtest Du sicherstellen, dass Deinem Kind eine unbeschwerte und glückliche Kindheit zuteil wird. Doch wenn ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) ins Spiel kommt, sieht die Realität oft anders aus. Gerade bei Kindern und Jugendlichen wird diese Erkrankung häufig übersehen oder missverstanden, was ihre Situation noch schwieriger macht. Deshalb ist es essentiell, über ME/CFS bei Kindern zu sprechen und das Bewusstsein dafür zu schärfen.

Laut der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS e.V. ist ME/CFS keine seltene Erkrankung. In Deutschland litten nach präpandemischen Schätzungen etwa 250.000 Menschen an ME/CFS, während weltweit circa 17 Millionen Menschen betroffen sind. Expert*innen schätzen, dass sich die Zahl der Erkrankten durch COVID-19 verdoppelt hat, was durch Daten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bestätigt wird, die einen Anstieg der Behandlungsfälle auf 620.000 im Jahr 2023 dokumentieren; davon sind ca. 80.000 ME/CFS-Patient*innen unter 18 Jahre alt. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung des Themas und machen deutlich, dass jede Altersgruppe, einschließlich Kinder und Jugendliche, betroffen sein kann.

Epidemiologische Daten aus Norwegen zeigen, dass ME/CFS zwei Altersgipfel des Erkrankungsbeginns hat: von 10–19 Jahren (Jugend) und von 30–39 Jahren. Dies verstärkt die Notwendigkeit, das Bewusstsein für ME/CFS in der Jugend zu erhöhen, da bei jungen Menschen eine frühzeitige Diagnose entscheidend für die angemessene Unterstützung ist. Die Daten veranschaulichen außerdem, dass Frauen dreimal so häufig betroffen sind wie Männer. Neuere Studien belegen bei einem Teil der Betroffenen eine Autoimmunerkrankung.

Zur Erinnerung: ME/CFS ist eine schwere, komplexe und chronische Erkrankung, deren Auswirkungen tiefgreifend sind und sowohl die körperliche als auch die kognitive Leistungsfähigkeit eines Kindes beeinflussen. Mehr Details zur Krankheit und wie Du sie erkennen kannst, findest Du in unseren vorherigen Artikeln, zum Beispiel hier und hier.

Ein tieferes Verständnis und Sensibilität gegenüber den Herausforderungen, denen betroffene Kinder begegnen, ist der erste Schritt, um ihnen den unterstützenden Raum zu geben, den sie benötigen.

ME/CFS bei Kindern – was ist anders?

Wenn Kinder von ME/CFS betroffen sind, stehen sie oft vor besonderen Herausforderungen, die sich von denen betroffener Erwachsener unterscheiden. Nicht nur die Symptome können anders ausfallen, auch bei der Diagnose gibt es besondere Hürden zu meistern. Zudem kann sich der Krankheitsverlauf anders abzeichnen.

Symptome bei Kindern

Kinder mit ME/CFS erleben eine Vielzahl von Symptomen, die ihren Alltag erheblich einschränken können. Zu den häufigsten gehören:

  • Fatigue: Eine krankhafte Erschöpfung, die die normalen täglichen Aktivitäten stark beeinträchtigt.
  • Post-exertionelle Malaise (PEM): Diese tritt nach körperlichen oder geistigen Aktivitäten auf, die vor der Erkrankung problemlos möglich waren, und kann Stunden bis Monate anhalten.
  • Schlafstörungen: Einschlaf- und Durchschlafprobleme sind weit verbreitet.
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen: Kinder haben oft Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder sich an Dinge zu erinnern.
  • Reizüberempfindlichkeit: Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und anderen Reizen tritt häufig auf.
  • Schmerzen: Dazu können Kopf-, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen zählen.
  • Kreislaufprobleme: Besonders in der jungen Altersgruppe können diese Probleme die Teilhabe an Schule und Ausbildung erschweren.
  • Grippeähnliche Beschwerden: Manche Kinder erleben Symptome, die an eine anhaltende Grippe erinnern.

Diagnosekriterien

Die Diagnose von ME/CFS ist komplex, da es keine spezifischen Biomarker gibt. Stattdessen erfolgt sie anhand international konsentierter klinischer Kriterien, die eine bestimmte Kombination der oben genannten Symptome erfordern. Diese müssen in mäßiger bis stärkerer Ausprägung und für mindestens die Hälfte der Zeit vorliegen. Besonders wichtig sind das Vorhandensein von PEM und beeinträchtigender Fatigue. Eine sorgfältige Differenzialdiagnostik ist notwendig, um andere mögliche Ursachen der Beschwerden auszuschließen. Dabei ist neben der körperlichen auch eine psychologische Abklärung unerlässlich. Die Diagnose kann bei jüngeren Kindern schwieriger sein, da sie ihre Beschwerden oft nicht so genau beschreiben können.

Spezifische Herausforderungen

Kinder und Jugendliche mit ME/CFS stehen vor besonderen Herausforderungen, die sich auf ihre Entwicklung und ihr soziales Leben auswirken können. Während Erwachsene häufig einen akuten Krankheitsbeginn erleben, zeigt sich ME/CFS bei Kindern manchmal schleichend oder in Episoden. Auch Kreislaufprobleme treten in der jungen Altersgruppe häufiger auf, was alltägliche Aktivitäten wie den Schulbesuch erschwert. Obwohl die Prognose bei Kindern und Jugendlichen grundsätzlich besser ist als bei Erwachsenen, kann der Verlauf langwierig über mehrere Jahre sein. Dennoch besteht Hoffnung, dass die meisten betroffenen Kinder bei einer engagierten, guten Versorgung genesen können.

Das frühzeitige Erkennen und Verstehen der spezifischen Symptome und Herausforderungen bei Kindern mit ME/CFS ist entscheidend, um ihnen die richtige Unterstützung zu bieten und ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Ursachen und Risikofaktoren: Eine ganz besondere Situation

Während Wissenschaftler noch immer versuchen, das komplexe Zusammenspiel der Faktoren Ursachen und Risiken zu entschlüsseln, gibt es einige Hypothesen und Erkenntnisse, die ein Licht auf diese besondere Situation werfen.

Mögliche Ursachen

Obwohl die genauen Ursachen von ME/CFS noch unklar sind, gibt es Anhaltspunkte, dass Infektionen eine wesentliche Rolle spielen können. Häufig wird ein akutes infektiöses Ereignis als Auslöser der Krankheit beobachtet, was darauf hindeutet, dass das Immunsystem eine zentrale Rolle bei der Krankheitsentwicklung spielt. Studien deuten darauf hin, dass Viren, wie das Epstein-Barr-Virus (EBV) und SARS-CoV-2 potenzielle Initiatoren von ME/CFS sein könnten. Diskutiert wird auch die Rolle der Impfung als möglicher Auslöser. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass ME/CFS mit Dysfunktionen im Energiestoffwechsel und in der Funktionsweise des Nervensystems verbunden ist.

Risikofaktoren

Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko erhöhen könnten, dass Kinder an ME/CFS erkranken. Eine genetische Prädisposition scheint eine Rolle zu spielen, da ME/CFS in einigen Familien gehäuft auftritt. Darüber hinaus könnten Umwelteinflüsse wie Stress, traumatische Erlebnisse oder Umweltgifte Einfluss auf die Anfälligkeit haben.

Die Rolle des kindlichen Immunsystems

Das Immunsystem von Kindern unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem von Erwachsenen. Es entwickelt sich noch, was bedeutet, dass sowohl angeborene als auch erlernte Immunantworten in einem ständigen Prozess des Lernens und der Anpassung sind. Bei ME/CFS könnte das kindliche Immunsystem auf eine übermäßige oder fehlgeleitete Art und Weise auf bestimmte Auslöser reagieren. Eine überaktive Immunantwort könnte nicht nur eine initiale Infektion erfolgreich bekämpfen, sondern auch langfristig zu einer chronischen Entzündungsreaktion führen, die charakteristisch für ME/CFS ist.

Umgang mit ME/CFS – das solltest Du als Elternteil wissen

Wenn Dein Kind von ME/CFS betroffen ist, ist es wichtig, über Behandlungsmöglichkeiten und Unterstützungsstrategien informiert zu sein, um dem Nachwuchs so gut wie möglich helfen zu können. Die Krankheit kann das Leben Deines Kindes erheblich beeinflussen, und praktische Ansätze sowie ein tieferes Verständnis sind entscheidend. 

Behandlungsmöglichkeiten

Es stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung, die die Symptome lindern und die Lebensqualität verbessern können. Ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung sind Ansätze, die das Immunsystem ins Gleichgewicht bringen sollen. Dazu gehört zum Beispiel die Mikroimmuntherapie, die darauf abzielt, das Immunsystem sanft zu modifizieren und zu stärken. Dies kann helfen, die Häufigkeit und Intensität der Krankheitsschübe zu reduzieren – mehr dazu erfährst Du im nächsten Absatz.

Ein weiterer sehr wichtiger Teil der Behandlung ist das Pacing. Pacing ist eine Technik, die dabei hilft, die verfügbare Energie Deines Kindes effektiv zu nutzen, indem es lernt, Aktivitäten so zu planen, dass Überanstrengung vermieden wird. Dies bedeutet, dass Dein Kind lernt, seine Tätigkeiten in passenden Intervallen durchzuführen und zwischen aktiven Phasen und Ruhephasen zu balancieren. Ziel ist es, Schübe von post-exertioneller Malaise (PEM) zu verhindern, indem Energieeinsätze bewusst eingeteilt werden. Das Pacing kann somit erheblich zur Stabilisierung des Gesundheitszustands beitragen und die Lebensqualität verbessern, indem es hilft, Energie besser zu managen und Rückschläge zu minimieren.

Auch symptomatische Behandlungen wie Schmerz- und Schlaftherapien sind wichtig. Du könntest in Erwägung ziehen, mit einem multidisziplinären Team aus Kinderärzten, Immunologen und Psychologen zusammenzuarbeiten, um einen auf Dein Kind zugeschnittenen Behandlungsplan zu entwickeln.

Unterstützungsstrategien

Als Elternteil spielst Du eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung Deines Kindes. Hier sind einige Strategien, die helfen können:

  • Flexibilität im Bildungsbereich: Arbeite mit der Schule Deines Kindes zusammen, um individuelle Bildungspläne zu entwickeln, die Dein Kind unterstützen, ohne es zu überfordern. Diese könnten flexible Stundenpläne oder die Möglichkeit von Online-Unterricht beinhalten.
  • Routinen und Pausen: Hilf Deinem Kind, einen täglichen Routineplan zu erstellen, der regelmäßige Pausen mit einbezieht, um Überforderung zu vermeiden.
  • Emotionale Unterstützung: Sei ein verständnisvoller Zuhörer für die Sorgen und Ängste Deines Kindes. Durch Verständnis und gezielte Unterstützung kannst Du dazu beitragen, den Alltag Deines Kindes positiv zu gestalten. Die Bereitstellung psychologischer Unterstützung kann zusätzlich helfen, mit emotionalen Herausforderungen umzugehen.
  • Förderung sozialer Kontakte: Unterstütze Dein Kind dabei, soziale Verbindungen zu erhalten und zu pflegen, sei es durch kleine Treffen mit Freunden oder durch virtuelle soziale Plattformen.
  • Lass den Immunstatus prüfen: Der Immunstatus Deines Kindes ist ein wichtiger Aufschlusspunkt darüber, wo die Symptome genau ihren Ursprung haben könnten. Ist der Ursprung benannt, so kann gezielt eine entsprechende Therapie ausgearbeitet werden. 

Die Mikroimmuntherapie als sanfter Behandlungsansatz

Die Mikroimmuntherapie bietet einen sanften und zielgerichteten Ansatz zur Unterstützung des Immunsystems bei ME/CFS – genau dort, wo der Ursprung für die Symptome liegt. Diese Therapieform kann insbesondere bei Kindern vielversprechend sein, da sie darauf abzielt, die körpereigenen Abwehrmechanismen behutsam zu regulieren. Sie verwendet dabei niedrig dosierte Immunbotenstoffe, auch Zytokine genannt, um das natürliche Gleichgewicht des Immunsystems wiederherzustellen. Diese Botenstoffe sind so formuliert, dass sie in einer Art und Weise wirken, die die körpereigenen natürlichen Prozesse respektiert und unterstützt. Im Gegensatz zu konventionellen Immuntherapien ist die Mikroimmuntherapie sanft und spezifisch auf das Ziel abgestimmt, ohne die normalen Funktionen des Immunsystems zu unterdrücken.

Einfluss auf Mitochondrien

ME/CFS wird oft mit einer Beeinträchtigung der Mitochondrien in Verbindung gebracht, was zu einem Energiemangel in den Zellen führen kann. Eine geschwächte mitochondriale Funktion kann die Symptome der Krankheit wie Müdigkeit und kognitive Beeinträchtigungen verschärfen. Die Mikroimmuntherapie möchte dazu beitragen, die Mitochondrienfunktion zu unterstützen.  

Behandlung des Epstein-Barr-Virus (EBV)

Das Epstein-Barr-Virus wird oft als möglicher Auslöser für ME/CFS diskutiert. Ist dies der Fall, kann die Mikroimmuntherapie direkt bei einer EBV-Reaktivierung ansetzen: Das Immunsystem wird gezielt moduliert, um die Kontrolle über das Virus zu stärken. Das bei EBV-Infektionen eingesetzte Präparat soll zum einen die Virusvermehrung verhindern und zum anderen die Infektion neuer Zellen vermeiden. Die Behandlungsdauer variiert je nach Fall zwischen 3 bis 6 Monaten oder auch länger, da die Regulation des Immunsystems aufgrund der Komplexität Zeit benötigt. Sobald das Immunsystem seine Stabilität zurückgewonnen hat, kann es das Virus wieder unter Kontrolle bringen, was zu einer nachhaltigen Verbesserung des gesundheitlichen Zustands führt.

Unabdingbar: Begleitung durch einen Experten

Ein geschulter und erfahrener Mikroimmuntherapeut wird je nach Immunstatus und möglicher Ursache der Erkrankung eine mikroimmuntherapeutische Formel wählen, um das betroffene Kind gezielt zu behandeln. Daher ist es sehr wichtig, die Therapie durch einen kompetenten Mikroimmuntherapeuten begleiten zu lassen. Hier findest Du eine Auswahl an geschulten Experten, die Du in unserem Therapeutenfinder sowohl nach Beschwerdebild als auch nach Ort oder PLZ-Gebiet selektieren kannst.

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Zusammengefasst: Vorteile der Mikroimmuntherapie auf einen Blick

Die Mikroimmuntherapie bietet einige potenzielle Vorteile, die sie als sanften und zielgerichteten Behandlungsansatz bekannt gemacht haben:

  • Sanfte Behandlung: Die niedrigen Dosen minimieren das Risiko von Nebenwirkungen und machen die Therapie somit für Kinder besonders gut geeignet.
  • Zielgerichtete Modulation: Durch die gezielte Ansprache und Regulierung spezifischer Immunprozesse kann die Therapie genau dort ansetzen, wo Dysregulationen bestehen.
  • Unterstützung des natürlichen Gleichgewichts: Anstatt das Immunsystem zu unterdrücken, unterstützt die Mikroimmuntherapie die Wiederherstellung des natürlichen Immungleichgewichts.
  • Komplementär einsetzbar: Sie kann in Verbindung mit anderen Behandlungsansätzen genutzt werden, um eine umfassendere Unterstützung zu bieten.

Insgesamt bietet die Mikroimmuntherapie eine vielversprechende Möglichkeit, Kindern mit ME/CFS eine sanfte und effektive Unterstützung zu bieten, sodass sie trotz ihrer gesundheitlichen Herausforderungen möglichst bald wieder ein Leben führen können, das ihrem Alter entspricht. Hast Du noch Fragen zur Mikroimmuntherapie bei ME/CFS?

Hier findest Du unsere FAQ-Liste!

Wir schicken einen Wunsch auf den Weg: Hoffnung und Zukunftsperspektiven für Kinder mit ME/CFS

Trotz der komplexen Herausforderungen, die ME/CFS für betroffene Kinder und ihre Familien mit sich bringt, gibt es Grund zur Hoffnung und einen klaren Blick in eine bessere Zukunft. Im Zusammenspiel von fortschrittlichen Behandlungsansätzen, wie der Mikroimmuntherapie, und einer umfassenden Unterstützung im täglichen Leben können wir die Lebensqualität dieser Kinder entscheidend verbessern. 

Für die Zukunft wünschen wir uns von Herzen, dass sich Politik und Krankenkassen verstärkt für die Bedürfnisse der Betroffenen und ihrer Angehörigen einsetzen. Es ist essentiell, dass eine flächendeckende Aufklärung und Fortbildung zu ME/CFS realisiert wird. Spezifische Beratungsangebote sollten für Betroffene bereitgestellt und die notwendige Versorgung kostendeckend angeboten werden. Ferner hoffen wir, dass durch die Bereitstellung angemessener Budgets Anreize für eine effiziente Erforschung des Krankheitsbildes gesetzt werden.

Unser Wunsch ist es, dass alle in Gesundheitsberufen und Schulen tätigen Menschen zeitnah mit dem Krankheitsbild ME/CFS vertraut sind, sodass Betroffene nicht mehr stigmatisiert werden. Sie sollen einfachen Zugang zu passenden Informationen erhalten und in einem Netzwerk von angemessenen Strukturen für die flächendeckende primärärztliche und spezialisierte Versorgung Unterstützung finden. Es ist unerlässlich, diagnostische Biomarker und wirksame Therapiekonzepte zu identifizieren, damit ME/CFS rasch eine gut behandelbare Erkrankung wird.

Durch gemeinschaftliche Anstrengungen und fortlaufende Forschung können wir die Lebenswelt von Kindern mit ME/CFS nachhaltig verbessern und ihnen die Möglichkeit geben, mit Zuversicht und Resilienz in eine positive Zukunft zu blicken.

Du bist nicht allein!

Wir sind stets um einen Dialog mit Betroffenen & Angehörigen bemüht. Wir möchten wissen, was Dich berührt. Was Du brauchst. Was Dir Sorgen bereitet. Was Dir helfen könnte. Besonders auf unseren Social-Media-Kanälen setzen wir auf diese Interaktion. Je näher wir uns sind, desto besser können wir alle uns gegenseitig unterstützen. Bist Du schon in Kontakt mit uns? Wenn nicht – lass uns schnellstens das Band knüpfen:


Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 03.06.25

 

Dominoeffekt

Dominoeffekt: Ein Virus jagt das nächste

Dominoeffekt

Eine Erkältung folgt auf die andere, nach einer initialen Infektion treten plötzlich auch andere Beschwerden und Symptome auf, der Körper wird in mehreren Instanzen geschwächt – solche Kaskaden können durch ein negativ beeinflusstes Immunsystem ausgelöst werden. Die komplexen Wechselwirkungen zwischen Viren und dem Immunsystem zu berücksichtigen und zu verstehen, ist entscheidend, um eine effektive Behandlung dagegen einleiten und den virusbedingten Dominoeffekt bremsen zu können. Warum sind manche Menschen besonders anfällig für eine Reihe von Infekten – und was bedeutet das für die Prävention und Behandlung?

Besonders deutlich lassen sich diese Prozesse am Beispiel Epstein-Barr-Virus (EBV) erkennen. Das Virus kann das Risiko für weitere Erkrankungen erhöhen und steht im Zusammenhang mit Phänomenen wie Long COVID.1 Zentraler Schwerpunkt des sogenannten Dominoeffekts ist das Immunsystem, das aus der natürlichen Balance geraten und somit anfälliger für weitere Erkrankungen und Dysfunktionen ist.

Dieser Artikel soll den virusbedingten Dominoeffekt genauer beleuchten und zeigen, welche Bedeutung der Mikroimmuntherapie bei diesem Thema zukommt – denn diese zielt auf eine sanfte Unterstützung des Immunsystems mit natürlichen Prozessen ab und kann so potenziell unmittelbar in den Krankheitsprozess eingreifen.

Inhalt

Was ist ein Dominoeffekt?

Den Begriff Dominoeffekt hast Du sicherlich schon einmal in irgendeinem Zusammenhang gehört: Ein bestimmter Auslöser setzt eine Reihe von Folgen in Gang – wie bei einer Dominokette, bei der ein Stein den nächsten zum Fall bringt.

Im medizinischen Bereich kann sich der Dominoeffekt beispielsweise auf Virusinfektionen beziehen. Hierbei gibt es eine initiale Infektion, die letztendlich dazu führt, dass der Körper anfälliger für weitere Erkrankungen und Beschwerden ist. Sie sorgt dafür, dass das fein austarierte Immunsystem gestört wird und nicht mehr optimal arbeiten kann. Dadurch kann es zu wiederkehrenden Infektionen und Chronifizierungen durch Inflammation und Autoimmunreaktionen kommen. Auch schlummernde Erreger können auf diese Weise reaktiviert werden und Beschwerden verursachen.

Warum ist der virale Dominoeffekt heute relevanter denn je?

Eine Kettenreaktion, bei der ein Virus weitere Erkrankungen nach sich ziehen kann, ist in der Regel eng mit dem Immunsystem verbunden. Infektionen – sowohl schwere als auch leichte Verläufe – wirken auf das Immunsystem ein und führen zu Veränderungen. Ein strapaziertes Immunsystem kann den Körper meist nicht so schützen, wie es sollte. Das kann den genannten Dominoeffekt begünstigen.

Dass in der heutigen Gesundheitsdiskussion der Dominoeffekt eine wesentliche Rolle spielt und auch zukünftig spielen wird, lässt sich an den unterschiedlichen Herausforderungen erkennen, mit denen wir konfrontiert sind. Hier einige Beispiele moderner Risikofaktoren:

Allgemeine Belastungen der modernen Gesellschaft

Der moderne Lebensstil kann das Immunsystem vor bestimmte Belastungen stellen. Hektik, Stress, ständige Erreichbarkeit, Nachrichtenflut oder Schlafprobleme und fehlende Erholung können die Funktion des Immunsystems senken und die Anfälligkeit für Erkrankungen steigern.

Weitere moderne Einflussfaktoren sind:

  • Zunahme viraler Belastungen durch Globalisierung
  • Ungesunde Ernährung und Mangel an Mikronährstoffen
  • Neue Virusarten und Mutationen
  • Umwelttoxine
  • Wachsende Zahl chronischer Erschöpfung und ME/CFS

Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

Auch die COVID-19-Pandemie hat vielfach Spuren hinterlassen. Häufig berichten Menschen, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben, davon, dass sie weniger leistungsfähig sind, mit anhaltenden Beschwerden zu kämpfen haben und vermehrt krank werden. Das lässt darauf schließen, dass das Virus einen großen Einfluss auf die immunitäre Abwehr genommen und diese nachhaltig beeinflusst hat.

Zudem besteht mit Corona nun ein weiterer Virustyp, der vor allem in den typischen „Erkältungsmonaten“ zu Infektionen führen kann. Abwandlungen des Virus erhöhen diese Zahl weiterhin, sodass man allgemein mehr Krankheitsfälle als vor der Pandemie erkennen kann.2

Grundlagen des Immunsystems – Wechselwirkung mit Viren

Das Immunsystem ist das körpereigene Abwehrsystem gegen entartete Zellen und unterschiedliche Erreger – darunter auch Viren. Es setzt sich aus der angeborenen (unspezifischen) und erlernten/erworbenen (spezifischen) Immunabwehr zusammen.

1. Angeborene Immunabwehr
Gelangen schädliche Erreger in den Körper, werden sie von einem gesunden Immunsystem identifiziert und schnellstmöglich beseitigt. Zunächst wird dafür die angeborene Immunabwehr eingeleitet. Fresszellen, Interferone und Entzündungsbotenstoffe greifen den Eindringling direkt an. Ist dieser Prozess erfolgreich, wird die Abwehrreaktion beendet. Reicht die angeborene Immunabwehr hingegen nicht aus, wird mithilfe von Botenstoffen die zweite Instanz in Gang gesetzt: Die erworbene Immunabwehr.

2. Erworbene Immunabwehr
Mithilfe von T-Zellen und Antikörpern geht das Immunsystem gezielt gegen bestimmte Angreifer vor. Dabei werden passgenaue Gegenstoffe gebildet, die die Erreger wie Viren unschädlich machen sollen. Die Informationen werden in sogenannten Gedächtniszellen gespeichert, um bei einer erneuten Infektion (Sekundärinfektion) noch besser gegen die Erreger vorgehen zu können. 

angeborenes und erlerntes Immunsystem

Manche Viren entwickeln dabei Strategien, um schlechter vom Immunsystem erkannt zu werden. Sie tarnen sich, manipulieren andere Zellen und Prozesse oder nisten sich in bestimmten Zelltypen ein, um der Abwehrreaktion entgehen zu können. Dadurch kann das Immunsystem ebenfalls belastet und ein Dominoeffekt begünstigt werden.

Beispiel: Der Dominoeffekt anhand von EBV und Long COVID

Ein besonders eindrückliches Beispiel für den viralen Dominoeffekt ist die Wechselwirkung zwischen dem Epstein-Barr-Virus (EBV) und Long COVID. Fast jeder Mensch kommt in seinem Leben mit EBV in Kontakt und trägt das Virus anschließend im Körper. Durch das Immunsystem wird das EBV kontrolliert und in einer Art Schlafzustand gehalten – es ist inaktiv und ruft keine Beschwerden hervor. Wird EBV jedoch reaktiviert, weil das Immunsystem nicht länger in der Lage ist, es im Ruhezustand zu halten, kann das verschiedene gesundheitliche Beschwerden mit sich bringen.

Eine EBV-Reaktivierung kann beispielsweise die Folge einer Infektion sein. So kann das Virus durch eine COVID-19-geschwächte Immunantwort wieder aktiv werden und mitochondriale Dysfunktionen sowie systemische Entzündungen verstärken. Dies belastet wiederum Immunsystem und Körper, was unter anderem Long COVID begünstigen kann. Für die Entstehung von Long COVID scheint EBV somit einen entscheidenden Beitrag zu leisten.1

Das bedeutet: Nicht nur das Coronavirus selbst kann Beschwerden auslösen, sondern auch das „Wiedererwachen“ eines schlafenden Virus im Körper. In der Folge entsteht ein komplexes Krankheitsbild, das durch chronische Entzündung, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Immunerschöpfung geprägt ist. Darüber hinaus wird der Körper anfälliger für weitere Erkrankungen wie u. a. wiederkehrende Infekte, ME/CFS und Multiple Sklerose.

Neue Wege der Immunregulation: Die Mikroimmuntherapie bei Viruslast

Das vorherige Beispiel zeigt etwas ganz deutlich: Es ist entscheidend, den wahren Übeltäter zu kennen, um eine gezielte Therapie einleiten zu können. Symptombezogene Behandlungen können Beschwerden zwar lindern, aber um eine langfristige Verbesserung zu erreichen, ist es wichtig, an der Ursache anzusetzen.

Hier kommt die Mikroimmuntherapie ins Spiel. Sie zielt auf die Unterstützung des Immunsystems als Säule der Gesundheit ab. Aber statt das Immunsystem pauschal zu stimulieren, wie es oft suggeriert wird („Immunsystem stärken“), soll sie dabei helfen, die Immunantwort zu regulieren. Denn ein starkes Immunsystem ist nicht zwangsläufig gut – eine übermäßige Immunantwort kann sogar Schäden hervorrufen. 

Wirkung und Ziele

Mithilfe der Mikroimmuntherapie sollen die körpereigenen Abwehrreaktionen wieder in das natürliche Gleichgewicht gebracht werden. Diese Modulation erfolgt mit Substanzen, die der Körper selbst zur Koordination der Immunantwort nutzt, darunter Zytokine und Interleukine, spezifische Nukleinsäuren und Wachstumsfaktoren.

Vorrangig sollen entzündungsfördernde und entzündungshemmende Mechanismen so ausgeglichen werden, dass eine adäquate Immunantwort möglich ist. Somit wird das Immunsystem langfristig trainiert – eine Hilfe zur Selbsthilfe statt einer aggressiven Einmischung in Form von Suppression oder Überstimulation.

EBV Virenabfolge
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Im Falle einer EBV-Infektion zielt die Mikroimmuntherapie, die eine spezielle Formel für EBV besitzt, darauf ab, die Viruslast mithilfe einer bestimmten Nukleinsäure in hemmender Verdünnung zu reduzieren, indem der Virusvermehrung entgegengewirkt wird. Gleichzeitig sollen mit dem Zytokin Interleukin-2 bestimmte T-Zellen aktiviert werden, die eine zytotoxische Wirkung gegenüber infizierten Zellen haben. Dadurch sollen die EBV-infizierten Zellen abgetötet werden. Auch die natürlichen Killerzellen (NK) und Monozyten werden stimuliert, um die durch das EBV umgewandelten B-Zellen wieder unter Kontrolle zu bringen. Sie haben unter anderem die Aufgabe, virusbefallene Zellen zu erkennen und zu zerstören.

Es soll also dafür gesorgt werden, dass:

  • bereits infizierte Zellen unschädlich gemacht werden,
  • eine Verbreitung von Zelle zu Zelle unterbrochen wird,
  • virusbedingte Tarnmechanismen erkannt und die Viren unschädlich gemacht werden,
  • einer überschießenden Inflammation entgegengewirkt wird,
  • eine adäquate Immunantwort gegen EBV unterstützt wird,
  • ein gesunder Immunstatus wiederhergestellt und langfristig unterstützt wird. 

Wie hilft das beim Dominoeffekt?

Da die Mikroimmuntherapie die Homöostase des Immunsystems unterstützt, setzt sie genau an der Ursache für den viralen Dominoeffekt an. Ist das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht versetzt, ist das Risiko für weitere Erkrankungen gesenkt, da es den Körper wieder selbstständig verteidigen kann. Gerade bei chronisch persistierenden oder reaktivierten Viren wie EBV kann diese Form der Immunmodulation unterstützend wirken.

Ziel ist es, dem Immunsystem die „richtige Information“ zu geben, um Viren besser zu kontrollieren, Entzündungsprozesse zu begrenzen und die körpereigene Abwehr langfristig zu stabilisieren. Auch bei komplexen Verläufen wie Long COVID, bei denen mehrere virale Faktoren ineinandergreifen, kann die Mikroimmuntherapie ein ergänzender Baustein für die Therapiestrategie sein.

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Fazit: erkennen, handeln, langfristig unterstützen

Der Dominoeffekt bei Virusinfektionen ist mehr als ein medizinisches Konzept – er beschreibt reale Krankheitsverläufe, wie sie viele Betroffene nach EBV-Infektionen oder im Zusammenhang mit Long COVID erleben. Eine erste virale Belastung kann das Immunsystem so aus dem Gleichgewicht bringen, dass Reaktivierungen, Folgeinfektionen oder chronische Entzündungsprozesse entstehen.

Entscheidend ist daher, diese Zusammenhänge frühzeitig zu erkennen und nicht nur die vorliegenden Symptome zu behandeln, sondern die zugrundeliegende Immunregulation in den Blick zu nehmen. Die Mikroimmuntherapie bietet hier einen innovativen Ansatz, um das Immunsystem gezielt durch individuelle Information und Regulation zu unterstützen. In Kombination mit einer ganzheitlichen Betrachtung von Lebensstil, Mikronährstoffen und Stressfaktoren entsteht so eine Strategie, die nicht nur kurzfristig hilft, sondern das Immunsystem auch langfristig trainieren kann.

Wenn Du noch mehr zum Thema lesen möchtest, findest Du unter folgenden Links weiterführende Informationen und Tipps:

Literatur & Quellen

1Deutsches Ärzteblatt. Long COVID: Forscher finden Veränderungen im Immunsystem (17.8.2022). Online. https://www.aerzteblatt.de/news/long-covid-forscher-finden-veraenderungen-im-immunsystem-5c93c946-3933-466f-bc55-80d2af01a0dc  [abgerufen am 21.5.2025]

2Focus Online. Jeder 10. Deutsche ist erkältet – Immunologe erklärt, warum in diesem Jahr „ungewöhnlich“ viele Menschen krank sind (30.10.2024). Online. https://www.focus.de/gesundheit/news/jeder-10-deutsche-ist-erkaeltet-immunologe-erklaert-warum-in-diesem-jahr-ungewoehnlich-viele-menschen-krank-sind_id_260420686.html [abgerufen am 21.5.2025]

ntv WISSEN. Erst Covid, dann Erkältung – Warum man nach Corona anfällig für andere Infektionen ist (24.10.2024). https://www.n-tv.de/wissen/Warum-man-nach-Corona-anfaellig-fuer-andere-Infektionen-ist-article25312041.html [abgerufen am 21.5.2025]

Website der Charité Universitätsmedizin Berlin. Ursache für Entzündungsschock bei Kindern nach Corona aufgeklärt – Nature-Studie: PIMS ist auf Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus zurückzuführen (12.3.2025). https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/ursache_fuer_entzuendungsschock_bei_kindern_nach_corona_aufgeklaert [abgerufen am 21.5.2025]


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letzte Aktualisierung: 28.5.25

 

Immuntherapie: Der Vergleich

Mikroimmuntherapie versus schulmedizinischer Immuntherapie: die wichtigen Unterschiede

Immuntherapie: Der Vergleich

Jeder Körper verfügt über einen eigenen, komplexen Schutzmechanismus: unser Immunsystem. Im gesunden und optimalen Zustand sorgt es dafür, dass Krankheitserreger oder entartete Zellen möglichst schnell erkannt und unschädlich gemacht werden. In der modernen Medizin gibt es verschiedene Ansätze, das Immunsystem gezielt anzusprechen und in seiner Funktion zu unterstützen, zum Beispiel eine Immuntherapie.

In diesem Artikel möchten wir Dir einen kurzen Überblick über die verschiedenen Verfahren geben und Dir aufzeigen, wo die wesentlichen Unterschiede zwischen der Mikroimmuntherapie und den schulmedizinischen Methoden der Immuntherapie liegen. Was macht die Mikroimmuntherapie so besonders? Worauf zielt sie genau ab und wie tritt sie mit dem Immunsystem in Kontakt? In diesem Zusammenhang wollen wir auch darauf eingehen, warum eine informierte, individuelle Therapieentscheidung im engen Austausch mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten unerlässlich ist.

Inhalt

Welche schulmedizinischen Immuntherapien gibt es?

Die Immuntherapie hat sich vor allem in der Onkologie etabliert. Ziel der Immuntherapie ist es, das körpereigene Immunsystem so zu beeinflussen, dass es eigenständig gegen Krebszellen vorgeht. Ob eine Immuntherapie bei einer Krebserkrankung sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Krebsart und dem Stadium der Erkrankung ab – es gibt Tumorarten, die nach bisherigen Erfahrungen gut auf die Therapie ansprechen, und andere, bei denen eher selten oder gar keine Erfolge zu verzeichnen sind.1 Auch bei der Behandlung von bestimmten Autoimmunerkrankungen, Allergien oder Immundefekten kann die schulmedizinische Immuntherapie eingesetzt werden. Dabei ist es wichtig, dass es nicht die eine Immuntherapie gibt, sondern unterschiedliche Verfahren und Methoden, die unter diesem Begriff zusammengefasst werden.

Ausgewählte Immuntherapien im Überblick

1.  Immun-Checkpoint-Inhibitoren
Zu den bekanntesten Immuntherapien gehören die Immun-Checkpoint-Inhibitoren. Dabei handelt es sich um Medikamente, die eingesetzt werden, um „Bremsen“ des Immunsystems auszuschalten. Diese „Bremsen“ oder Kontrollstellen (engl.: Checkpoints) sind natürliche Mechanismen, die dafür sorgen, dass das Immunsystem möglichst nicht überreagiert oder unkontrollierte Abwehrreaktionen auslöst. Tumorzellen nutzen diese Checkpoints, indem sie sie beeinflussen und aktivieren, um die Immunantwort zu hemmen. Mithilfe der Immuntherapie sollen diese „Bremsen“ gelöst werden, um eine starke Immunantwort gegen die Krebszellen zu fördern und diese möglichst abzutöten.

2. CAR-T-Zelltherapie
Eine zweite Möglichkeit ist die sogenannte CAR-T-Zelltherapie. Dabei werden körpereigene T-Zellen gentechnisch so umprogrammiert, dass sie Krebszellen erkennen und abtöten. Sie kommen hauptsächlich bei der Behandlung bestimmter Blutkrebserkrankungen zum Einsatz.

3. Monoklonale Antikörper
Monoklonale Antikörper sind gentechnisch hergestellte Antikörper. Sie binden an Moleküle und blockieren so gezielt Botenstoffe und Rezeptoren. Es gibt verschiedene monoklonale Antikörper mit unterschiedlicher Zielrichtung.  In der Krebstherapie können monoklonale Antikörper das Krebswachstum hemmen oder das Immunsystem aktivieren, um die Krebszellen zu bekämpfen. Andere monoklonale Antikörper können bestimmte Signalwege hemmen (Immunsuppression).2

4. Therapeutische Impfstoffe
Im Gegensatz zu herkömmlichen Schutzimpfungen werden therapeutische Impfstoffe nicht vorbeugend eingesetzt, sondern dienen der Behandlung bestehender Erkrankungen. Sie sollen das Immunsystem gezielt anregen, um bestimmte Strukturen und Mechanismen zu erkennen und zu beseitigen (z. B. Tumorzellen).

5. Zytokintherapie
Zytokine sind körpereigene Botenstoffe, die Immunreaktionen steuern. Somit kann das Immunsystem zu einer bestimmten Antwort bewegt werden (Stimulation oder Suppression). In der schulmedizinischen Zytokintherapie liegen die Immunbotenstoffe in einer höheren Dosierung vor und können entsprechend starke Veränderungen hervorrufen.

6. Hyposensibilisierung
Hierbei handelt es sich um eine Behandlungsmethode aus der Allergietherapie, bei der eine steigende Dosis des entsprechenden Allergens verabreicht wird, um eine Toleranz des Immunsystems zu erreichen.

Dies sind nur einige Beispiele aus dem Bereich der schulmedizinischen Immuntherapie. Weitere Informationen kannst Du unter anderem hier auf der Website vom Deutschen Zentrum Immuntherapie (DZI) am Uniklinikum Erlangen oder auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finden.

Herausforderungen und Grenzen der klassischen Immuntherapie

Obwohl die einzelnen Verfahren der schulmedizinischen Immuntherapie einen vielversprechenden Ansatz darstellen, bergen sie oft auch nicht zu vernachlässigende Risiken und Grenzen. Die herkömmliche Immuntherapie ist in der Regel nicht auf die feinen Regulationsmechanismen des natürlichen Immunsystems abgestimmt. Stattdessen werden relativ hochdosierte Substanzen und gentechnische Programmierungen eingesetzt, die intensiv in die Abläufe des Immunsystems eingreifen. Dadurch wird eine bestimmte Reaktion „erzwungen“ – das Immunsystem wird entweder zu einer starken Abwehrreaktion veranlasst oder Reaktionen werden vehement unterdrückt.

Nebenwirkungen und Risiken
Diese Ansätze können starke Nebenwirkungen haben. So können überschießende Immunreaktionen zu Fieber, Hautausschlag, Erschöpfung, Infektanfälligkeit und Gewebeschäden führen. Denn die hervorgerufenen Entzündungen können auch gesundes Gewebe angreifen und dauerhaft schädigen. So kann es zum Teil auch zu Autoimmunreaktionen kommen. Werden beispielsweise Leber, Darm, Nieren oder Schilddrüse durch die Entzündung stark geschädigt, kann dies schwerwiegende Folgen haben.

Begrenzte Anwendung & weitere Forschung notwendig
Zudem zeigen einige Immuntherapien offenbar nur bei bestimmten Tumorarten Wirkung. Checkpoint-Inhibitoren scheinen nur dann zu wirken, wenn die Tumorantwort bereits gebremst ist.3 In diesen und anderen Bereichen ist noch viel Forschung nötig, um die notwendigen Erkenntnisse zu gewinnen und die Therapie entsprechend anpassen zu können.

Die Mikroimmuntherapie: sanfte Modulation und Optimierung

Anstatt eine bestimmte Immunantwort zu forcieren oder zu unterdrücken, verfolgt die Mikroimmuntherapie einen regulatorischen Ansatz. Mithilfe von körpereigenen Molekülen versucht die Mikroimmuntherapie, das Immunsystem wieder in sein natürliches Gleichgewicht zu bringen. Zu den eingesetzten Wirkstoffen gehören unter anderem Zytokine wie Interleukine und Wachstumsfaktoren, Nukleinsäuren und spezifische Nukleinsäuren. Das Besondere: Die Wirkstoffe werden in sehr niedrigen Konzentrationen (Low-Dose und Ultra-Low-Dose) verabreicht, sodass nur eine sehr sanfte Feinmodulation angestrebt wird. Das Immunsystem soll weder übermäßig stimuliert noch aggressiv blockiert werden. Stattdessen ist das Ziel, das Immunsystem langfristig zu trainieren, damit es angemessen reagieren kann. Es handelt sich somit nicht um eine schnelle, vorübergehende Lösung, sondern um einen nachhaltigen Ansatz.

In der Onkologie wird die Mikroimmuntherapie als begleitende Behandlung eingesetzt.. Sie soll die individuelle Krebstherapie (z. B. Chemotherapie, Strahlentherapie) sanft ergänzen und unterstützen, um beispielsweise Nebenwirkungen derselben zu lindern oder ihren Erfolg eventuell zu stärken. Zu den Anwendungsmöglichkeiten der Mikroimmuntherapie zählen auch die Nachbehandlung, um Rezidive unwahrscheinlicher zu machen, oder die Unterstützung der Immunregulation bei Infektionen mit den humanen Papillomaviren (HPV-Infektionen).

Mehr zur Mikroimmuntherapie
In diesem Video wird Dir die Mikroimmuntherapie in Kürze vorgestellt:

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Mehr Informationen

Im folgenden Abschnitt sollen die wesentlichen Bereiche noch einmal übersichtlich aufgeschlüsselt und zwischen Mikroimmuntherapie und Immuntherapie direkt verglichen werden.

1. Zielsetzung

Ziel der Mikroimmuntherapie ist es, mithilfe von Botenstoffen die Kommunikation zwischen den Immunzellen und  Molekülen im Körper zu verbessern und die natürlichen Abwehrreaktionen wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. Dabei sollen Prozesse der Immunantwort je nach Bedarf entweder gefördert oder auch gebremst werden. So soll das Immunsystem durch eine sanfte Feinmodulation wieder in die Lage versetzt werden, den Körper selbst zu schützen (Selbstregulation) – davon profitieren wir langfristig.

Bei der konventionellen Immuntherapie geht es in der Regel darum, durch eine intensive Stimulation des Immunsystems mit bestimmten Medikamenten eine starke Immunantwort hervorzurufen oder das Immunsystem so weit wie möglich zu unterdrücken, um keine Immunantwort zuzulassen. In beiden Fällen greift die Behandlung also direkt und entscheidend in die Funktion des Immunsystems ein.

2. Dosierung

Die Mikroimmuntherapie arbeitet mit sehr niedrigen, potenzierten Dosierungen. Die verwendeten immunologischen Substanzen liegen in niedrigen bis ultra-niedrigen Dosierungen (low-doses bis ultra-low doses) vor, wie sie auch im Körper natürlicherweise vorkommen. Sie sollen eine subtile und fein abgestimmte Wirkung entfalten, ohne starke Nebenwirkungen zu riskieren. Je nach gewünschter Wirkung unterscheiden sich die Substanzen und ihre Verdünnungsstufen.

Verdünnungsstufen Mikroimmuntherapie

Die konventionelle Immuntherapie verwendet meist relativ hochdosierte Substanzen, um die gewünschte Wirkung direkt zu erzielen. Da sie auf diese Weise intensiv in das Immungeschehen eingreift, kann sie häufig auch zu starken Nebenwirkungen führen.

3. Verwendete Substanzen

Bei der Mikroimmuntherapie werden immunmodulierende Substanzen eingesetzt wie Zytokine (Interferone, Interleukine, Wachstumsfaktoren), Nukleinsäuren und spezifische Nukleinsäuren. Sie werden stark verdünnt und sollen die Kommunikation der Immunzellen und Moleküle im Körper unterstützen – sie sind Helfer bei der Koordination der Immunantwort.

In der klassischen Immuntherapie werden biotechnologisch hergestellte Substanzen verwendet, die jedoch in pharmakologisch konzentrierten Dosierungen vorliegen und weitgehend unverdünnt bleiben. Zu den eingesetzten Substanzen gehören Zytokine (in Normaldosierung), Immun-Checkpoint-Inhibitoren, monoklonale Antikörper, Immunmodulatoren und Impfstoffe. 

4. Einnahme/Verabreichung

Die Mikroimmuntherapie wird sublingual eingenommen, indem die Mikroimmuntherapeutika unter die Zunge gegeben werden. Dort gelangen sie in den Lymphkreislauf und werden durch den Körper transportiert. Die Mikroimmuntherapie erfolgt sequenziell und orientiert sich damit am natürlichen Ablauf des Immunsystems.

Anwendung Mikroimmuntherapie

Die konventionelle Immuntherapie wird in der Regel als Infusion oder Injektion verabreicht. Einige moderne Immuntherapien sind auch in Tablettenform erhältlich. Die Anwendung erfolgt in streng überwachten Zyklen.

5. Wissenschaftliche Grundlage

Die Mikroimmuntherapie basiert auf immunologischen Prozessen in Kombination mit niedrigen Dosierungen. Es gibt klinische Studien zu einzelnen Anwendungsgebieten und vorklinische Forschungsprojekte, mit denen die biologische Aktivität, Wirkungsweise, Wirksamkeit und Sicherheit  untersucht und dargelegt werden. Insbesondere die feinregulierende Wirkung der Mikroimmuntherapie spiegelt den ganzheitlichen Ansatz wider und trägt dazu bei, Nebenwirkungen zu minimieren. In herkömmlichen pharmakologischen Studien ergibt sich aber häufig auch die Schwierigkeit, solche sanften Wirkungswege darzustellen und nachzuweisen. Durch laufende und künftige Studien und Forschungsarbeiten soll das Wissen zur Funktionsweise, zur Wirksamkeit und zum Sicherheitsprofil der Mikroimmuntherapie weiterhin ergründet und ergänzt werden.

Hier findest Du eine Übersicht und weitere Informationen zur aktuellen Studienlage.

Die klassische Immuntherapie ist ein evidenzbasiertes Therapieverfahren, dessen Wirksamkeit durch mehrere klinische Studien belegt ist. Für einzelne Methoden besteht jedoch weiterer Forschungsbedarf, da zum Teil unklar ist, bei welchen Erkrankungen die Immuntherapie tatsächlich sinnvoll ist, warum sie bei anderen (z. B. bestimmten Tumorarten) keinen Erfolg zeigt und welche Voraussetzungen dafür entscheidend sind (siehe Punkt „Herausforderungen und Grenzen der klassischen Immuntherapie“).

6. Anwendungsgebiete

Die Mikroimmuntherapie zielt in der Regel auf eine langfristige Immunregulation ab. Sie wird daher bevorzugt bei chronischen Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Allergien, Virusinfektionen und -Reaktivierungen, Erschöpfungssyndromen, altersbedingten Veränderungen und funktionellen Störungen eingesetzt. Sie hat ein breites Anwendungsspektrum und eignet sich aufgrund ihres geringen Nebenwirkungsprofils und ihrer guten Verträglichkeit als ergänzende Therapie zu anderen Behandlungsansätzen. So wird die Mikroimmuntherapie beispielsweise ergänzend in der Krebstherapie eingesetzt, um das Immunsystem nachhaltig zu unterstützen und die Lebensqualität positiv zu beeinflussen.

Die klassische Immuntherapie wird vor allem bei sehr schweren Erkrankungen wie Krebs, Autoimmunerkrankungen und Immundefekten eingesetzt. Häufig handelt es sich um Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen, bei denen andere Therapien keine oder nur geringe Erfolgsaussichten haben.

Spezialisten für Mikroimmuntherapie

Wenn Du Dich für die Mikroimmuntherapie interessierst und mehr über diesen umfassenden Ansatz erfahren möchtest, solltest Du Dich an erfahrene Mikroimmuntherapeuten wenden. Dein Therapeut bespricht mit Dir alle Details auf der Grundlage einer sorgfältigen Anamnese und Untersuchung – denn Art und Dosierung richten sich immer nach dem jeweiligen Befund. Mithilfe der Online-Therapeutenliste kannst Du nach Experten in Deiner Nähe oder gezielt nach Beschwerdebildern suchen.

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Fazit: Jede Therapie ist immer individuell festzulegen

Sowohl die Mikroimmuntherapie als auch die konventionelle Immuntherapie zielen auf die Beeinflussung des Immunsystems ab – allerdings mit unterschiedlichen Herangehensweisen. Während die Mikroimmuntherapie einen sanften, regulierenden Ansatz verfolgt, greift die klassische Immuntherapie häufig intensiv in die Immunantwort ein. Überdies wird die herkömmliche Immuntherapie in der Regel in akuten Fällen eingesetzt, während die Mikroimmuntherapie sowohl in akuten Fällen angewendet werden kann als auch präventiv (z. B. Allergien, Infekte). 

Trotz dieser grundlegenden Unterschiede schließen sich die beiden Verfahren nicht kategorisch aus. Jede Therapieentscheidung ist individuell und richtet sich nach dem Krankheitsbild, dem Schweregrad und der individuellen Situation des Patienten. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass jede Behandlung individuell und in Absprache mit medizinischen Fachleuten festgelegt wird, die die individuellen Bedürfnisse und die spezifische gesundheitliche Situation des Patienten berücksichtigen. Insbesondere die Mikroimmuntherapie eignet sich aufgrund ihres sanften Ansatzes und der geringen Nebenwirkungen als ergänzende Therapiemethode für zahlreiche Behandlungen. Zudem ist sie für alle Altersgruppen gut geeignet – auch für Kinder und Senioren.

Für weitere Informationen zur Mikroimmuntherapie und ihren Anwendungsbereichen kannst Du außerdem einen Blick in die verschiedenen Patientenbroschüren werfen. Die Übersicht zu den Broschüren findest Du hier.

Literatur & Quellen

Website des Krebsinformationsdiensts. Immuntherapie gegen Krebs – Checkpoint-Inhibitoren, CAR-T-Zelltherapie und weitere Verfahren (aktualisiert am 4.6.2024). https://www.krebswissen.ch/mikroimmuntherapie.html [abgerufen am 31.3.2025]

Website des Paul-Ehrlich-Instituts. Monoklonale Antikörper (aktualisiert 14.3.2025). https://www.pei.de/DE/arzneimittel/antikoerper/monoklonale-antikoerper/monoklonale-antikoerper-node.html [abgerufen am 31.3.2025]

Focus Online. Forscher stellen Immunsystem scharf/Krebs-Meilenstein: Immuntherapie kann Tumore besiegen – und ist wirksamer als Chemo (27.06.2020). https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/krebs-immuntherapie-neue-behandlungswege-koennen-krebs-binnen-monaten-besiegen_id_11252149.html [abgerufen am 31.3.2025]

Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Immuntherapie – kann das Immunsystem Krebs bekämpfen? https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/immuntherapie-kann-das-immunsystem-krebs-bekampfen-7033.php [abgerufen am 28.3.2025]

Journal Onkologie. Immuntherapie (aktualisiert am 11.05.2022). https://www.journalonko.de/therapien/immuntherapie [abgerufen am 28.3.2025]


Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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letzte Aktualisierung: 8.5.25

 

  1. Website des Krebsinformationsdiensts. Immuntherapie gegen Krebs – Checkpoint-Inhibitoren, CAR-T-Zelltherapie und weitere Verfahren (aktualisiert am 4.6.2024). https://www.krebswissen.ch/mikroimmuntherapie.html [abgerufen am 31.3.2025] ↩︎
  2. Website des Paul-Ehrlich-Instituts. Monoklonale Antikörper (aktualisiert 14.3.2025). https://www.pei.de/DE/arzneimittel/antikoerper/monoklonale-antikoerper/monoklonale-antikoerper-node.html [abgerufen am 31.3.2025] ↩︎
  3. Focus Online. Forscher stellen Immunsystem scharf/Krebs-Meilenstein: Immuntherapie kann Tumore besiegen – und ist wirksamer als Chemo (27.06.2020). https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/krebs-immuntherapie-neue-behandlungswege-koennen-krebs-binnen-monaten-besiegen_id_11252149.html [abgerufen am 31.3.2025] ↩︎

Lichtblick für ME/CFS: Hoffnung und Perspektiven für Betroffene

In einem aufschlussreichen Vortrag skizzierte Frau Dr. Eleni Kavelara Lodge am 26.03.2025 vielversprechende Perspektiven im Umgang mit ME/CFS – darunter auch den Ansatz der Mikroimmuntherapie. Betroffenen wurden nicht nur tiefe Einblicke in aktuelle Forschungsstände geboten, sondern auch ein Lichtblick für ME/CFS geliefert – mit hoffnungsvollen und praktischen Ratschläge für den Alltag. Darunter auch ein Video zum Mitmachen: Greif nach den Sternen!

Inhalt

Wagen wir einen Blick in die Zukunft?

Die Zukunft für Menschen mit ME/CFS sieht vielversprechend aus, da die Wissenschaft immer mehr Licht in die komplexen Mechanismen dieser Krankheit bringt. Der Schwerpunkt der aktuellen Forschung liegt auf den immunologischen Dysfunktionen und den damit verbundenen biologischen Prozessen, was neue Perspektiven für effektive Therapien eröffnet. 

Durch den verstärkten Fokus auf die biologischen Aspekte der Erkrankung wird der Weg geebnet, ME/CFS nicht länger auf psychologische Erklärungen zu beschränken, sondern vielmehr greifbare medizinische Ansätze zu entwickeln. 

Zudem wird den Betroffenen durch praktische Alltagstipps und das Prinzip des Pacings ein Werkzeug an die Hand gegeben, um ihren Alltag besser zu bewältigen und ihre Lebensqualität zu steigern. Mit innovativen Ansätzen und der Unterstützung spezialisierter Therapeuten stehen Betroffene nicht mehr allein da: Es gibt Hoffnung, dass sich die Lebensumstände mit ME/CFS nachhaltig verbessern werden. Die inspirierende Botschaft des Vortrags ist klar: Auch kleine Schritte bringen uns dem Ziel näher, ein erfülltes Leben zu führen.

Immunologische Dysfunktionen im Fokus der Forschung

Die neuesten Erkenntnisse zeigen, dass immunologische Dysfunktionen und Infektionen zentrale Faktoren bei ME/CFS sind. Hier wird betont, wie wichtig es ist, das Immunsystem noch besser zu verstehen, um gezielte Therapiemöglichkeiten zu entwickeln. Weg von psychologischen Erklärungen richtet sich der Forschungsfokus auf die biologische Basis der Erkrankung, insbesondere auf die Prozesse der Energiebereitstellung im Körper und die damit zusammenhängenden Immunantworten.

Praktische Tipps für den Alltag

In ihrem Vortrag vermittelte Frau Dr. Eleni Kavelara Lodge nicht nur medizinisches Wissen, sondern auch praktische Tipps, die den Alltag mit ME/CFS erleichtern können (Lichtblick ME/CFS):

Open your mind: Den Horizont öffnen für außergewöhnliche Lösungen und Gedanken, um neue Wege zu entdecken und zu beschreiten.

Flüssigkeitszufuhr: Eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit ist essentiell, um den Körper zu unterstützen, auch wenn das Trinken manchmal schwerfällt.

Naturbelassene Nahrung: Der Verzehr von naturbelassenen Nahrungsmitteln ist wichtig, selbst wenn diese oft nur schwer verträglich sind, da sie den Körper mit essentiellen Nährstoffen versorgen.

Bewegung trotz Erschöpfung: Kleine, sanfte Bewegungen, z.B. mit einem Ball, sind wichtig, um die Muskeln zu stimulieren. Gut trainierte Muskeln können Entzündungen entgegenwirken.

Atemübungen: Das Atmen darf nicht vergessen werden. Einfaches Pusten, wie beim Seifenblasenmachen, kann helfen, die Lunge zu bewegen und das Wohlbefinden zu steigern.

Pacing in allen Bereichen

Pacing ist ein entscheidender Aspekt beim Umgang mit ME/CFS. Es bedeutet, in jedem Moment, sowohl im Leben als auch in der Therapie, mit dem Körper zu gehen. Dem Körper sollte nur so viel Therapie zugemutet werden, wie er aufnehmen kann. Dieses achtsame Vorgehen hilft, Überlastungen zu vermeiden und die eigene Energie besser einzuteilen. Höre stets auf Deinen Körper!

Ein Video für neue Kraft, Hoffnung, Vitalität

Im Rahmen des Vortrags wurde auch eine inspirierende Übung vorgestellt, um nach den Sternen zu greifen. Es gibt Tage, an denen man denkt: Es geht nicht mehr. Diese Tage, an denen man verzweifelt ist und nicht mehr weiter weiß. An solchen Tagen kann diese Übung helfen, wieder Kraft, Hoffnung und Vitalität zu schöpfen. Außerdem wird die Lungenkapazität durch diese Übung sanft gesteigert. 

Möchtest Du es gleich versuchen?

Schlussgedanken Lichtblick ME/CFS: Der Weg ist das Ziel

Abschließend wird betont, dass nicht das Tempo entscheidend ist, sondern die Richtung. Jeder noch so kleine Fortschritt zählt und ist ein Schritt in Richtung eines besseren Lebens mit ME/CFS. Auch unter schwierigen Bedingungen ist es wichtig, die Hoffnung nie zu verlieren. Glaube daran, dass Du Deine Lebensqualität wieder zurück gewinnen kannst.

Du bist nicht allein

Benötigst Du Unterstützung? Hier findest Du Therapeuten, die in der Mikroimmuntherapie ausgebildet wurden:

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Du möchtest mehr erfahren?

Hier kannst Du die kostenlose Broschüre “Mikroimmuntherapie bei ME/CFS” downloaden:

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letzte Aktualisierung: 02.05.25

 

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