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Schlagwort: Immunbalance

Osteoporose und Wechseljahre

Gesunde Knochen: Strategien gegen Osteoporose und Wechseljahre

Osteoporose und Wechseljahre

Die Wechseljahre sind eine Zeit des Wandels im Leben jeder Frau, die nicht nur hormonelle Veränderungen mit sich bringt, sondern auch Auswirkungen auf die Knochengesundheit haben kann. Eine der häufigsten Herausforderungen, denen Frauen in dieser Lebensphase begegnen, ist das erhöhte Risiko für Osteoporose. Doch das muss nicht sein! Mit den richtigen Strategien und Änderungen im Lebensstil kannst Du aktiv dazu beitragen, Deine Knochen gesund und stark zu halten. In diesem Artikel erfährst Du, welche Maßnahmen Du ergreifen kannst, um das Zusammenspiel von Osteoporose und Wechseljahren zu unterbinden und die Kontrolle über Deine Knochengesundheit zu behalten.

Inhalt

Osteoporose erkennen – erste Anzeichen

Osteoporose ist eine Erkrankung, die durch eine Verminderung der Knochendichte und -qualität charakterisiert ist, was zu einer erhöhten Brüchigkeit der Knochen führt. Diese “Knochenschwund” genannte Krankheit entwickelt sich oft unbemerkt, bis ein Knochen bricht. Die Knochenstruktur wird poröser und das Risiko für Frakturen, insbesondere im Bereich der Hüfte, der Wirbelsäule und des Handgelenks, steigt.

Symptome von Osteoporose

Osteoporose wird oft als “stiller Dieb” bezeichnet, weil sie in den frühen Stadien keine offensichtlichen Symptome verursacht. Viele Menschen erkennen die Erkrankung erst, wenn sie aufgrund minimaler Belastung oder Verletzung einen Knochenbruch erleiden. Dennoch gibt es einige Anzeichen, auf die man achten sollte:

  • Knochenbrüche: Eines der häufigsten Zeichen ist ein Knochenbruch, der bei minimalem Trauma auftritt, wie z. B. ein Bruch des Handgelenks oder der Hüfte bei einem leichten Sturz.
  • Rückenschmerzen: Plötzliche oder starke Schmerzen im Rücken könnten durch einen Wirbelbruch verursacht werden. Diese Brüche treten auf, wenn die Wirbel unter dem Gewicht des Körpers zusammenfallen.
  • Verlust an Elastizität: Mit zunehmendem Alter verlieren die Bandscheiben an Elastizität und Wassergehalt, wodurch sie flacher werden. Dies kann zu einem leichten Verlust an Körpergröße führen. Allerdings ist ein deutlicherer Verlust der Körperhöhe häufig eine Folge von Osteoporose-bedingten Wirbelbrüchen, bei denen die Wirbelkörper zusammensinken oder komprimiert werden.
  • Veränderung der Körperhaltung: Personen mit Osteoporose können eine zunehmend gebückte Haltung entwickeln, die als Rundrücken oder “Witwenbuckel” bekannt ist. Diese Veränderung ist häufig auf Wirbelfrakturen zurückzuführen, die die Wirbelsäule krümmen. Zusätzlich kann der altersbedingte Verlust von Muskelmasse und -kraft im Rücken- und Rumpfbereich dazu beitragen, dass die Wirbelsäule weniger gut stabilisiert wird, was die Entwicklung einer gebückten Haltung begünstigen kann.
  • Verminderte Knochendichte: Bei ärztlichen Untersuchungen oder Routine-Knochen-Mineral-Dichtemessungen kann eine verringerte Knochendichte festgestellt werden.

Da die Symptome oft subtil sind und sich schleichend entwickeln, ist es wichtig, regelmäßige Untersuchungen wahrzunehmen, insbesondere wenn Risikofaktoren vorliegen. 

Auf Spurensuche: Erkennungsmethoden für Osteoporose

Die Früherkennung von Osteoporose ist entscheidend, um rechtzeitig Maßnahmen ergreifen und Frakturen verhindern zu können. Es gibt mehrere Methoden, die dabei helfen, das Risiko dieser Krankheit zu evaluieren. Die Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA) ist der Goldstandard unter den Diagnoseverfahren. Sie ist eine schmerzfreie und schnelle Möglichkeit, die Knochendichte zu messen und liefert präzise Daten über den Zustand der Knochen. Zusätzlich können Osteoporoserisiken durch die Untersuchung der Krankheitsgeschichte und familiären Vorbelastungen eingeschätzt werden.

Im Laufe der Jahre nimmt die Knochendichte immer weiter ab. Ein besonderer Abfall ist während der Menopause der Frau zu beobachten.

Osteoporose und Wechseljahre – Wie hängt das jetzt zusammen?

Die Wechseljahre sind eine entscheidende Phase im Leben einer Frau, die mit erheblichen hormonellen Veränderungen einhergeht. Diese Veränderungen haben tiefgreifende Auswirkungen auf die Knochengesundheit und tragen wesentlich zum erhöhten Osteoporoserisiko bei.

Hormonelle Veränderungen und ihr Einfluss auf die Knochen

Während der Wechseljahre kommt es zu einem natürlichen Rückgang der Produktion weiblicher Hormone, insbesondere von Östrogen und Progesteron. Östrogen spielt eine entscheidende Rolle beim Erhalt der Knochendichte. Es unterstützt den Knochenaufbau und verhindert den übermäßigen Abbau von Knochensubstanz. Mit dem Absinken des Östrogenspiegels in den Wechseljahren wird der Knochenabbau beschleunigt, während gleichzeitig der Knochenaufbau reduziert wird. Diese Veränderungen führen zu einer Abnahme der Knochendichte und erhöhen das Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche.

Weitere physiologische Veränderungen

Neben hormonellen Schwankungen gibt es auch andere physiologische Veränderungen, die zu Knochenschwund führen können. Dazu gehören:

  • Veränderter Kalziumstoffwechsel: Während der Wechseljahre kann die Fähigkeit des Körpers, Kalzium aufzunehmen beeinträchtigt werden, was für die Knochengesundheit entscheidend ist.
  • Verringerte körperliche Aktivität: Viele Frauen erleben eine verringerte körperliche Aktivität in dieser Lebensphase, was die Knochendichte weiter negativ beeinflussen kann.

Risikofaktoren auf einen Blick

Die Rolle der Immunhomöostase: Ein tieferer Einblick in die Immunprozesse

Die unsichtbare Balance: Warum Immunhomöostase zählt

Immunhomöostase beschreibt den ausgeglichenen Zustand innerhalb des Immunsystems, in dem es effektiv Bedrohungen abwehrt, ohne sich selbst oder den Körper unnötig zu belasten. Diese Balance ist kritisch, weil sie bestimmt, wie unser Körper auf externe und interne Reize reagiert. In einem optimalen Zustand unterstützt die Immunhomöostase die Kontrolle von Entzündungen, die, wenn sie chronisch werden, schädlich für die Knochengesundheit sein können. Chronische Entzündungen können die Freisetzung von knochenabbauenden Mediatoren fördern, was zu einer Schwächung der Knochenstruktur führt.

Knochengesundheit unter Beschuss: Immunprozesse in den Wechseljahren

Während der Wechseljahre wird das fein abgestimmte Gleichgewicht der Immunhomöostase häufig gestört. Der Rückgang des Östrogenspiegels hat nicht nur Auswirkungen auf Hormonschwankungen, sondern auch auf das Immunsystem. Östrogen hat eine modulierende Wirkung auf die Produktion von Zytokinen – Signalproteinen, die die Kommunikation zwischen Zellen fördern. In den Wechseljahren, wenn der Östrogenspiegel sinkt, können pro-inflammatorische Zytokine dominant werden. Diese Zytokine, wie Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-α) und Interleukin-6 (IL-6), fördern die Aktivität der Osteoklasten, Zellen, die den Knochenabbau vorantreiben. Das Ungleichgewicht zugunsten entzündungsfördernder Zytokine kann somit den Knochenabbau beschleunigen und das Risiko für Osteoporose erhöhen.

Immunbalance: Der Schlüssel zur starken Knochensubstanz in den Wechseljahren

Um den Knochenschwund effektiv zu kontrollieren, ist es wesentlich, die Immunhomöostase aufrechtzuerhalten. Eine gesunde Lebensweise kann dabei helfen, das Gleichgewicht zu bewahren. Durch eine abwechslungsreiche Ernährung, die reich an Antioxidantien und entzündungshemmenden Nährstoffen ist, kann man die Zytokinproduktion positiv beeinflussen. Regelmäßige körperliche Aktivität fördert nicht nur die muskuläre Stabilität, sondern wirkt sich auch positiv auf das Immunsystem aus, indem sie die Immunregulation unterstützt und entzündliche Marker reduziert.

Zusätzlich können Maßnahmen wie die Verringerung von Stress und ausreichend Schlaf die Hormonregulation und damit das Immunsystem unterstützen. Diese ganzheitliche Herangehensweise trägt maßgeblich dazu bei, die gesundheitlichen Herausforderungen der Wechseljahre zu meistern und die Knochengesundheit über lange Zeit hinweg zu bewahren. Durch die Fokussierung auf Immunhomöostase und ihre Feinabstimmung kann die Lebensqualität in dieser Phase entscheidend verbessert werden.

Mikroimmuntherapie: Ein innovativer Ansatz für starke Knochen

Die Mikroimmuntherapie ist ein moderner therapeutischer Ansatz, der darauf abzielt, das Immunsystem durch die Anwendung von immunologisch aktiven Substanzen in sehr niedrigen Dosen sanft zu modulieren. Sie nutzt die spezifische Kommunikation zwischen Immunzellen, um das Immunsystem in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen, ohne es zu überwältigen. Eine ihrer Hauptstärken liegt in der Förderung der Immunhomöostase. 

Im Kontext der Knochengesundheit spielt diese Therapieform eine entscheidende Rolle, indem sie das Immunsystem stabilisiert und entzündliche Prozesse reguliert, die den Knochenstoffwechsel negativ beeinflussen könnten. Durch diese subtile Modulation kann sie das Risiko übermäßiger Knochenabbauprozesse verringern, was besonders während der hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren von Bedeutung ist.

Unterstützung in jeder Phase der Knochengesundheit

Die Mikroimmuntherapie ermöglicht es, individuell auf jede Phase der Knochengesundheit einzugehen, und bietet Frauen in den Wechseljahren eine wirksame Unterstützung im Kampf gegen Osteoporose und deren Folgen:

PRE (Präventiv): Vorbeugen mit Weitblick

In der präventiven Phase spielt die Mikroimmuntherapie eine zentrale Rolle, um das Immunsystem gezielt zu justieren. Durch ihre regulierende Wirkung kann sie das Gleichgewicht der Immunprozesse fördern und somit das Risiko für die Entwicklung von Osteoporose mindern. Diese vorbeugende Maßnahme trägt dazu bei, die Knochendichte zu erhalten und die allgemeine Gesundheit der Knochen in den Wechseljahren zu schützen.

JETZT (Akute Phasen): Stärkung in der Krise

In akuten Phasen von Knochenschwäche bietet die Mikroimmuntherapie wertvolle Unterstützung, indem sie die Immunantwort stabilisieren und den Knochenerhalt fördern möchte. Während dieser kritischen Zeiten kann sie maßgeblich dazu beitragen, das Fortschreiten von Osteoporose zu verlangsamen und die Anfälligkeit für Knochenbrüche zu reduzieren. Diese gezielte Intervention hilft, die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegen Belastungen zu erhöhen.

POST (Genesung): Unterstützung auf dem Weg zur Erholung

Nach einem Knochenbruch oder während der Genesung spielt die Mikroimmuntherapie eine unterstützende Rolle, um die Heilungsprozesse zu beschleunigen. Ihre modulierenden Eigenschaften können bei der Regeneration von Knochengewebe helfen und eine stabile Immunfunktion fördern, die für eine effektive Erholung entscheidend ist. Damit leistet sie einen wertvollen Beitrag zur langfristigen Knochengesundheit und zur Beschleunigung der Genesungszeit.

Mehr als Knochen: Zusätzliche Benefits in den Wechseljahren

Die Mikroimmuntherapie zeigt übrigens auch Potenzial bei der Linderung weiterer Wechseljahresbeschwerden: Sie kann helfen, hormonbedingte Störungen wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen zu mildern, indem sie das Immunsystem in seiner Regulationsfunktion unterstützt. So bietet die Mikroimmuntherapie nicht nur einen Ansatz zur Verbesserung der Knochengesundheit, sondern auch zum ganzheitlichen Wohlbefinden während der Wechseljahre.

Mit einem tiefgreifenden Verständnis der Immunprozesse und ihrer Modulation ermöglicht die Mikroimmuntherapie eine innovative Ergänzung zu traditionellen Behandlungsansätzen, die auf die spezifischen Bedürfnisse in den Wechseljahren abgestimmt ist.

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Strategien zur Prävention von Osteoporose: Praktische Tipps für den Alltag

Selbst mit der Unterstützung durch innovative Ansätze wie Mikroimmuntherapie gibt es viele praktische Möglichkeiten, die Du im Alltag nutzen kannst, um Deine Knochengesundheit nachhaltig zu fördern. Diese Kombination aus therapeutischen und alltäglichen Maßnahmen kann wesentlich dazu beitragen, das Risiko von Osteoporose zu minimieren und die Lebensqualität zu verbessern. Hier sind einige effektive Strategien, die Du zusätzlich zur Mikroimmuntherapie aktiv umsetzen kannst, um Deine Knochen zu stärken und langfristig gesund zu erhalten:

Ernährungstipps: Kalzium- und vitaminreiche Lebensmittel

Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Kalzium und Vitaminen ist, bildet das Fundament gesunder Knochen. Lebensmittel wie Milchprodukte, grünes Blattgemüse, Mandeln und Tofu sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen, um den Körper mit ausreichend Kalzium zu versorgen. Magnesiumreiche Lebensmittel sind ein guter Weg, um einen Mangel auszugleichen. Viel Magnesium steckt in Nüssen, Samen, Haferflocken, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Ergänzend dazu sind Früchte und Gemüse ideale Quellen für diverse Vitamine und Mineralstoffe, die die Knochengesundheit unterstützen.

Die Bedeutung von Vitamin D und geeigneten Nahrungsergänzungsmitteln

Vitamin D spielt eine zentrale Rolle beim Kalziumstoffwechsel und bei der Knochendichte. Es hilft dem Körper, Kalzium effizient aufzunehmen und zu nutzen. Da die Sonneneinstrahlung für die körpereigene Produktion von Vitamin D entscheidend ist, können Nahrungsergänzungsmittel besonders in sonnenarmen Monaten von Vorteil sein, um mögliche Defizite auszugleichen.

Körperliche Aktivität: Übungen für starke Knochen

Regelmäßige körperliche Aktivität ist unerlässlich für die Knochengesundheit. Übungen, die das Körpergewicht beanspruchen, wie z.B. Walking, Yoga oder Tanzen, helfen, die Knochenstärke zu erhöhen und die Muskelkraft zu verbessern. Auch Krafttraining kann die Knochenmasse erhalten und das Risiko von Stürzen und Brüchen reduzieren.

Rauchen vermeiden und Alkohol in Maßen genießen

Rauchen wirkt sich negativ auf die Knochendichte aus und begünstigt den Knochenabbau. Es ist daher ratsam, das Rauchen zu reduzieren oder aber ganz zu meiden. Ähnliches gilt für Alkohol: ein mäßiger Konsum oder besser noch konsequenter Verzicht kann helfen, negative Auswirkungen auf die Knochen zu vermeiden.

Stressbewältigung: Positive Wirkungen auf den Körper

Chronischer Stress kann das Gleichgewicht der Hormone stören und den Knochenstoffwechsel beeinträchtigen. Entspannungstechniken wie Meditation, Atemübungen oder Spaziergänge in der Natur fördern nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern auch die Knochengesundheit, indem sie helfen, den Hormonhaushalt zu regulieren.

Durch die Integration dieser Strategien in den Alltag kann das Risiko von Osteoporose effektiv reduziert werden, was zu einer besseren Knochengesundheit und einem insgesamt erfüllteren Leben führt.

In Deiner Kraft liegen Wandel und Gesundheit

Liebe Frauen, der Prozess der Wechseljahre ist eine natürliche Phase des Wandels, die jede von uns durchlebt – Du bist damit nicht allein. Du hast die Möglichkeit, Deine Knochengesundheit aktiv zu gestalten und den Herausforderungen mit Zuversicht zu begegnen. Indem Du auf eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und Stressbewältigung achtest, kannst Du viel für Deine Gesundheit tun und auch andere Beschwerden der Wechseljahre ausbalancieren. Die Achtsamkeit gegenüber Deiner Immunbalance ist entscheidend, und die Mikroimmuntherapie kann dabei als individuell anpassbares Werkzeug eine wertvolle Unterstützung bieten.

Du hast es in der Hand, diesen Lebensabschnitt bewusst und gestärkt zu durchschreiten. Mit Wissenszuwachs, dem Ergreifen von Maßnahmen und der Einsicht, dass Du diesen Wandel, #womaninchange, selbst gestalten kannst, liegt die Kraft bei Dir. Bleib mutig, sei achtsam mit Dir selbst und erinnere Dich daran, dass jede Veränderung auch eine Chance zur Erneuerung und zu mehr Kraft birgt.

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Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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letzte Aktualisierung: 22.10.25

 

Diagnose Hashimoto – und was nun?

Es war ein sonniger Morgen im Frühling, als Anna F. aus Recklinghausen beschloss, zum Arzt zu gehen, weil sie sich seit Monaten so erschöpft fühlte. Die heutige Geschichte beginnt mit ihr, aber sie könnte von jedem von uns sein. Als sie die Diagnose Hashimoto erhielt, wusste sie nicht, dass dies der Beginn einer Reise voller Herausforderungen, aber auch Entdeckungen sein würde.

Na, erkennst Du Dich wieder in Anna? Wir möchten uns herzlich bei den vielen Mitgliedern der Hashimoto-Community bedanken, die bereit waren, ihre Geschichten und Erfahrungen mit uns zu teilen. Dieser Artikel ist von der Community – für die Community – entstanden, um anderen dabei zu helfen, sich weniger allein zu fühlen und wertvolle Unterstützung auf ihrem Hashimoto-Weg zu finden.

Inhalt

Die Reise der Selbstentdeckung 

Stell Dir vor, Du bist im Supermarkt und greifst nach einem Produkt im obersten Regal. Plötzlich bemerkst Du, dass Deine Hände leicht zittern und Dein Herz schneller schlägt als sonst. Diese kleinen, aber bedeutsamen Momente könnten sich in Deinem Alltag häufen. Zunächst ist es vielleicht nur eine gelegentliche Erschöpfung, aber dann kommen zusätzliche Pfunde, trotz gesunder Ernährung und Bewegung, sowie eine anhaltende Kälteempfindlichkeit hinzu.

Die meisten von uns erleben die ersten Anzeichen von Hashimoto in solch alltäglichen Situationen. Es sind Symptome wie unerklärliche Müdigkeit, Gewichtszunahme trotz Diät oder der ständige Griff zu einer weiteren Decke, weil die Kälte bis ins Mark dringt. Einige berichten auch von Haarausfall oder Konzentrationsschwierigkeiten. Diese oft unscheinbaren Symptome können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Vielleicht entscheidest Du Dich, Deine Symptome nicht länger zu ignorieren und suchst einen ärztlichen Rat – eine Entscheidung, die nicht nur Klarheit, sondern auch einen Weg zur Besserung einleiten kann. Hoffentlich findest Du in diesen Zeilen einen Funken, der Dich ermutigt, den nächsten Schritt zu machen.

Das Mysterium lüften – Der Weg zur Diagnose

Anna erinnert sich noch gut an ihren langen Weg zur Diagnose Hashimoto:

“Am schlimmsten waren die Monate voller Frustration, bevor ich endlich Antworten bekam. Alles begann mit diesen unspezifischen Symptomen, die ich einfach nicht ignorieren konnte – die Müdigkeit, das ständige Frieren, das zusätzliche Gewicht, das ich trotz meiner Bemühungen nicht loswerden konnte. Alles fühlte sich irgendwie … falsch an, aber ich konnte nicht genau sagen, was.

Der Weg zur Diagnose war alles andere als geradlinig. Zuerst dachte ich, es könnte an der Arbeit liegen oder vielleicht am Stress des Alltags. Doch als die Symptome nicht verschwanden, suchte ich medizinischen Rat. Leider stieß ich anfangs auf Ärzte, die meine Beschwerden nicht ernst nahmen oder sie als Stresssymptome abtaten.

Es war frustrierend, von Praxis zu Praxis zu gehen, immer wieder die gleichen Fragen zu beantworten und ständig das Gefühl zu haben, als würde man mich missverstehen. Doch ich weigerte mich, aufzugeben. Schließlich fand ich einen Therapeuten, der aufmerksam zuhörte und die richtigen Tests durchführte – Blutuntersuchungen, um meine Schilddrüsenfunktion zu überprüfen.

Als die Diagnose Hashimoto fiel, war ich gleichzeitig erleichtert und überwältigt. Erleichtert, weil ich endlich eine Erklärung für meine Beschwerden hatte, aber auch überwältigt von der Ungewissheit, was das nun bedeutete. Doch es fühlte sich an, als hätte ich endlich ein Mysterium gelüftet, und von da an begann meine eigentliche Reise zur Gesundheit.

Die Diagnose war erst der Anfang, aber sie war ein entscheidender Wendepunkt. Und obwohl der Weg alles andere als einfach war, war es doch der erste Schritt zur Verbesserung meiner Lebensqualität.”

Um Dir zu helfen, den Weg zur Diagnose zu verkürzen und möglicherweise die Hürden zu vermeiden, die Anna auf sich nehmen musste, haben wir einen Selbsttest für Dich vorbereitet. Dieser Test kann erste Hinweise darauf geben, ob Du Deine Symptome ärztlich abklären lassen solltest.

Dieser Test bietet nur einen ersten Eindruck Deiner gesundheitlichen Situation und ersetzt keine professionelle Diagnose. Bitte besprich die Ergebnisse bei Bedarf mit einem Therapeuten. 

Dr. Marcus Stanton* berichtet in seinem Podcast über Hashimoto: “Viele Betroffene haben eine regelrechte Ärzte-Odyssee hinter sich. Bei Frauen, die oft im Alter zwischen 30 und 50 Jahren an Hashimoto erkranken, werden die Symptome häufig als Wechseljahresbeschwerden abgetan.” Umso wichtiger ist es, eine klare Diagnose beim Arzt oder Therapeuten einzufordern.

Die Wissenschaft hinter Hashimoto

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem, das normalerweise den Körper vor schädlichen Eindringlingen schützt, fälschlicherweise die Schilddrüse angreift. Doch was passiert genau im Körper, wenn Du Hashimoto hast, und welche Rolle spielt dabei das Immunsystem?

Angriff auf die Schilddrüse

Bei Hashimoto greift das Immunsystem die Schilddrüse an und verursacht eine chronische Entzündung. Mit der Zeit kann dies zu einer verminderten Funktion der Schilddrüse führen, einer Hypothyreose. Diese Fehlfunktion beeinträchtigt die Fähigkeit der Schilddrüse, ausreichende Mengen an lebenswichtigen Hormonen zu produzieren, die den Stoffwechsel, die Körpertemperatur und viele andere lebenswichtige Funktionen regulieren. Prof. Dr. Onno Janßen**, Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie, erläutert: „Bei Hashimoto-Thyreoiditis findet das Immunsystem irrtümlich, dass die Schilddrüse nicht in den Körper gehört. Die Schilddrüsenzellen werden fälschlicherweise als fremd erkannt und von den T-Lymphozyten, den weißen Blutkörperchen, angegriffen.“

Die Rolle des Immunsystems

Das Problem bei dieser Autoimmunreaktion liegt in der gestörten Immunhomöostase. Prof. Dr. Janßen erklärt: „Die Ursache für diese Reaktion ist nicht bekannt. In Deutschland sind ungefähr zehn bis zwölf Prozent der Bevölkerung an Hashimoto erkrankt. Frauen sind acht bis zehnmal häufiger betroffen als Männer.“ Das Immunsystem setzt einen Mechanismus in Gang, um das als fremd erkannte Organ zu zerstören, was wiederum zur erheblichen Beeinträchtigung der körpereigenen Hormonproduktion führt.

Die medizinische Perspektive  

Die Diagnose von Hashimoto basiert meist auf einer Kombination von Symptombeobachtung und spezialisierten Bluttests. Endokrinologoe Prof. Dr. Wüster*** erklärt: „Dabei wird die Konzentration der Schilddrüsenhormone T3 und T4 sowie der TSH-Wert bestimmt. Auch Antikörper gegen bestimmte Eiweiße der Schilddrüse können Aufschluss über eine Hashimoto-Erkrankung geben.“ Obwohl Hashimoto nicht heilbar ist, stehen Fachkräften effektive Therapien  zur Verfügung, um die Krankheit einzudämmen. 

Frau Dr. Petra Blum****, Ärztin für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin, weist bezüglich der Therapie-Strategie darauf hin, dass das Immunsystem bei der Behandlung im Mittelpunkt stehen sollte: “Die Immunhomöostase muss langfristig wieder hergestellt und aufrechterhalten werden, um eine langfristige Verbesserung bei den Betroffenen zu erreichen. Die Mikroimmuntherapie kann hierbei einen entscheidenden Anteil haben”

Die Aufklärung über Hashimoto ist wichtig für Betroffene, um zu verstehen, was genau in ihrem Körper passiert und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um Symptome langfristig zu lindern. Viele Ärzte setzen auf Medikamente, die zwar kurzfristig Linderung verschaffen, aber die zugrunde liegenden Ursachen nicht nachhaltig adressieren. Umso wichtiger ist es, zu wissen, an welchen Stellschrauben man drehen kann, um die Kontrolle über die eigene Gesundheit zu erlangen.

Eine gezielte Behandlungsform: Die Mikroimmuntherapie

Die Mikroimmuntherapie ist eine vielversprechende Strategie, die bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie der Hashimoto-Thyreoiditis eingesetzt wird. Ziel dieser Therapie ist es, das Immunsystem mithilfe körpereigener Botenstoffe in niedrigen Dosierungen zu regulieren. Diese Behandlungsform gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sie einen integrativen Ansatz verfolgt, der sowohl schulmedizinische als auch komplementäre Ansätze vereint.

Wie wirkt die Mikroimmuntherapie bei Hashimoto?

Die Mikroimmuntherapie basiert auf der Anwendung von Zytokinen – Proteinen, die im Körper eine zentrale Rolle bei der Kommunikation zwischen Immunzellen einnehmen. Diese Botenstoffe werden in ultra-niedrigen Dosierungen eingesetzt, um das gestörte Gleichgewicht im Immunsystem von Hashimoto-Patienten wiederherzustellen. So sollen Autoimmunreaktionen und Entzündungen reduziert und die Schilddrüsenfunktion stabilisiert werden.

Ein wesentlicher Vorteil der Mikroimmuntherapie besteht darin, dass sie spezifische Zytokine wie IL-10, IFN-gamma und TGF-beta gezielt nutzt, um die Entzündungsprozesse in der Schilddrüse zu regulieren. Neueste Forschungen haben gezeigt, dass IL-10 entzündungshemmend wirkt, indem es entzündungsfördernde Zytokine wie IL-6 und TNF-alpha unterdrückt.

Erfahrungsberichte von Experten und Anwendern der Mikroimmuntherapie bei Hashimoto

Dr. Petra Blum, Expertin auf diesem Gebiet, hat in ihrer Praxis positive Erfahrungen mit der Mikroimmuntherapie gemacht. Viele ihrer Patienten berichten von einer spürbaren Verbesserung der Symptome und einer erhöhten Lebensqualität. Zudem  unterstreicht sie die Nachhaltigkeit der Therapie, indem sie auf die Vorteile hinweist, dass sie sanft und nebenwirkungsarm ist und sich individuell an den Krankheitsverlauf und die Bedürfnisse des Patienten anpasst. Darüber hinaus begrüßt sie die vielfältigen Anwendungsbereiche der Mikroimmuntherapie, die neben Hashimoto-Thyreoiditis auch bei anderen Autoimmunerkrankungen Potenzial zeigen.  

Ein weiterer starker Befürworter dieser Therapieform ist Michael Ayed*****, Gesundheitsberater und selbst Betroffener. Er beschreibt die Mikroimmuntherapie als ganzheitliche Betrachtung und Behandlung der Hashimoto-Thyreoiditis, da sie sowohl psychosoziale als auch immunologische Aspekte berücksichtigt. Für ihn war diese Therapie ein Wendepunkt in seiner Gesundheitsreise. Ayed erklärt, dass die Mikroimmuntherapie eine natürliche und sanfte Methode darstellt, die Patienten eine aktive Rolle in ihrer Genesung ermöglicht und das Potenzial hat, den Krankheitsverlauf nachhaltig günstig zu beeinflussen.

Dr. Marcus Stanton, Experte der Mikroimmuntherapie, gibt Betroffenen folgenden Tipp: “Medikamente können zwar den Hormonmangel beheben, aber nicht die Autoimmunerkrankung an sich. Manche Patienten fühlen sich trotz reguliertem Hormonspiegel nicht wohl. Daher ist es wichtig, dass für jeden einzelnen Patienten individuelle ganzheitliche Behandlungskonzepte erstellt werden. Die Mikroimmuntherapie korrigiert die Immunreaktion durch körpereigene Botenstoffe und hilft dem Immunsystem, sich selbst zu regulieren.” 

Heilpraktiker Kai Stefan Haschke****** verfolgt in seiner Praxis in Hamburg ebenfalls einen ganzheitlichen Behandlungsansatz für Hashimoto, der über die reine Versorgung der Schilddrüse hinausgeht: Um die gestörte Immunreaktion zu korrigieren, setzt er auch auf die Mikroimmuntherapie, kombiniert mit einer Zufuhr notwendiger Mikronährstoffe, Schwermetallausleitung mittels Chelat-Therapie, einer gezielten Darmbehandlung sowie bei Bedarf einer Eigenbluttherapie. 

Finja K. ist eine Betroffene, die durch einen chronischen EBV Hashimoto entwickelte. Nach 1,5 Jahren Therapie sagte sie begeistert: “Ich habe durch meinen chronischen EBV leider Hashimoto entwickelt – dann 1,5 Jahre Mikroimmuntherapeutika genommen und bin ein völlig neuer Mensch. Die Therapie hat mir so gut geholfen.”

Wichtig: Die Mikroimmuntherapie sollte immer in Begleitung mit einem Mikroimmuntherapeuten erfolgen. Nur so ist sichergestellt, dass der Therapieplan genau auf die Bedürfnisse des jeweiligen Betroffenen abgestimmt ist. Hier findest Du eine Auswahl an Mikroimmuntherapeuten, die auf die Behandlung von Hashimoto spezialisiert sind: 

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Nachhaltigkeit und Vorteile der Mikroimmuntherapie

Einige der wesentlichen Vorteile der Mikroimmuntherapie liegen in ihrer sanften und nebenwirkungsarmen Anwendung. Im Gegensatz zu hochdosierten Medikamenten sind die Dosen in der Mikroimmuntherapie schonend und gut verträglich. Zudem ist die Therapie individuell anpassbar und wird exakt auf den Krankheitsverlauf und die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt. Neben der Behandlung von Hashimoto-Thyreoiditis zeigt die Mikroimmuntherapie auch Potenzial bei anderen Autoimmunerkrankungen. Diese Aspekte machen die Mikroimmuntherapie zu einer interessanten Option für viele Betroffene, die nach komplementären Therapieansätzen suchen.

Den Alltag meistern – Leben mit Hashimoto

Eine fundierte und vielfältige Perspektive auf das Leben mit Hashimoto bieten uns drei Betroffenen sowie die Expertise eines Professors: Die persönlichen Geschichten und die fachkundigen Einblicke können anderen, die mit der Diagnose “Hashimoto” konfrontiert werden, als Orientierung und Inspiration dienen, um ihren eigenen Weg im Umgang mit dieser Autoimmunerkrankung zu finden.

  • Yavi Hameister*******: Als kreative Autorin und zweifache Mutter erhielt Yavi ihre Hashimoto-Diagnose nach einem stressintensiven Lebensjahr. Ihre Erzählung umfasst den Weg durch Diäten und den Kampf, eine Balance zwischen medizinischen Empfehlungen und persönlichen Bedürfnissen zu finden.
  • Beke Enderstein********: In ihrer Rolle als Ernährungsexpertin bei FITBOOK gibt Beke Einblicke in ihren Weg zur Diagnose und zeigt, wie sie durch einen ganzheitlichen Ansatz und eine gesunde Lebensweise ihre Symptome in den Griff bekam.
  • Franziska Merzbach*********: Franziska, eine zukünftige Therapeutin, teilt ihre Erfahrung mit der Optimierung ihrer Schilddrüsenmedikation und dem Einsatz von Stressbewältigungstechniken, um ihre Gesundheit zu fördern.
  • Prof. Zieren von Deutschen Schilddrüsenzentrum**********: Als anerkannter Experte auf dem Gebiet der Schilddrüsenforschung bietet Prof. Zieren wissenschaftliche Einsichten, insbesondere wie die richtige Ernährung den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann.

Eine ganz persönliche Reise

Eins haben die Erfahrungsberichte gemein: Es gibt keinen universellen Ansatz für die Behandlung von Hashimoto. Jede Geschichte ist anders, jeder Fall ist individuell, jede Therapiestrategie fordert Flexibilität und personalisierte Ansätze. Neben der medikamentösen Behandlung, die möglichst individuell auf die Bedürfnisse des Betroffenen abgestimmt werden sollte, spielen auch die Ernährung sowie der Lebensstil eine sehr wichtige Rolle beim Genesungsprozess: 

Ernährung anpassen:

  • Vielseitige und ausgewogene Ernährung: Wie Prof. Zieren betont, ist es wichtig, eine Ernährung reich an Obst, Gemüse und Vitaminen in Deinen Alltag zu integrieren. Versuche, den Fleischkonsum zu reduzieren und gesunde Fette wie Olivenöl und Omega-3-reiche Lebensmittel einzubauen.
  • Flexibilität bewahren: Yavis Erfahrung zeigt, dass es entscheidend ist, starre Diätvorschriften zu vermeiden, um Heißhungerattacken zu reduzieren. Suche nach Alternativen, die zu Deinem Lebensstil passen, wie glutenfreies Brot oder pflanzliche Proteinquellen.
  • Langfristige Anpassungen: Franziska, sowohl Betroffene als auch angehende Therapeutin, hat festgestellt, dass die Aufnahme von gefährlichen Stoffen wie Quecksilber die Gesundheit beeinträchtigen kann. Ein Bewusstsein für Umwelteinflüsse und die schrittweise Entgiftung können positive Auswirkungen haben.

Lebensstil optimieren:

  • Bewegung integrieren: Beke Enderstein hebt hervor, dass ein gesunder Lebensstil nicht nur die Ernährung umfasst, sondern auch regelmäßige Bewegung. Finde eine körperliche Aktivität, die Dir Spaß macht, sei es Yoga, Spazierengehen oder Schwimmen.
  • Stressbewältigung praktizieren: Nutze Techniken wie Meditation und Achtsamkeitsübungen, um Stress abzubauen und das Wohlbefinden zu fördern.

Gezielte Supplementierung:

  • Individuelle Beratung: Sprich mit einem Arzt oder Ernährungsberater über eine individuell abgestimmte Supplementierung. 
  • Regelmäßige Kontrolle: Fachexperten in der Endokrinologie und Ernährungswissenschaft raten dazu, regelmäßig Deine Blutwerte überprüfen zu lassen, um mögliche Defizite wie Vitamin D3 oder Eisenmangel zu erkennen. Nahrungsergänzungsmittel können dabei helfen, diese auszugleichen.

Medikamentöse Anpassung:

  • Individuelle Medikation: Passe Deine Medikamente an Deine Bedürfnisse an. Franziska teilt ihre Erfahrung, dass ihre individuelle Dosierung von L-Thyroxin und Thybon bei ihr erfolgreich ist. Wichtig ist, mit einem Therapeuten zusammenzuarbeiten, um das Gleichgewicht zu finden, das für Dich funktioniert.

Den eigenen Weg finden:

  • Auf Deinen Körper hören: Jeder Mensch ist einzigartig, daher ist es wichtig, auf die individuellen Reaktionen Deines Körpers zu achten. Franziska’s Erfahrung zeigt, dass die Entgiftung von Quecksilber ihre gesundheitliche Situation verbessert hat. Finde durch Ausprobieren und Anpassen heraus, was Dir persönlich gut tut.

Diese praxisnahen Tipps helfen Dir, den Herausforderungen von Hashimoto proaktiv zu begegnen. Durch eine bewusste Lebensführung und Anpassungen an Deine persönlichen Bedürfnisse kannst Du Deine Lebensqualität erheblich steigern.

Buch-Tipps

Von Yavi Hameister und Dr. Simone Koch

Von Kyra Kaufmann, Sascha Kaufmann, Anno Hoffmann

Dein Hashimoto-Weg: So persönlich wie Dein Fingerabdruck

Die in diesem Artikel präsentierten Geschichten und Einsichten verdeutlichen eindrucksvoll, dass der Umgang mit Hashimoto oft eine individuelle und persönliche Reise ist, die flexible und speziell angepasste Strategien erfordert. Die Beiträge der Betroffenen bieten zusammen mit den fachkundigen Ratschlägen mehrerer Experten wertvolle Orientierungshilfen. Diese Kombination ermöglicht es, individuelle Ansätze zu entwickeln, um die Herausforderungen der Erkrankung zu bewältigen und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Ein besonderer Dank gilt den betroffenen Personen, die offen ihre Erfahrungen geteilt haben, sowie den Experten, die durch ihr fundiertes Wissen zur Aufklärung beigetragen haben. Ihre Beiträge bilden ein umfassendes Bild dieser komplexen Erkrankung und helfen anderen Betroffenen, ihren eigenen Weg zu finden.

Weitere praktische Tipps findest Du auch auf unseren Social-Media-Kanälen:


Quellen & weitere Infos:

*https://megemit.org/podcast
**https://www.edit-magazin.de/index.php/wenn-dein-koerper-gegen-dich-arbeitet.html
***https://www.prof-wuester.de/
****https://megemit.org/petra-blum/
*****https://www.hashimoto-info.de/mikroimmuntherapie-bei-hashimoto-thyreoiditis.html
******https://derheilpraktiker.de/hashimoto-behandlung-in-hamburg/
*******https://mama-moves.de/2018/12/04/mein-leben-mit-hashimoto-teil-1/
********https://www.fitbook.de/ernaehrung/die-richtige-ernaehrung-bei-hashimoto-thyreoiditis
*********https://www.instagram.com/gesundheit_neu_gedacht/
**********https://www.deutsches-schilddruesenzentrum.de/presseartikel-interview-mit-prof-zieren-schilddruese-kleines-organ-grosse-wirkung/

Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 23.09.25

 

ADHS Erwachsene

10 wichtige Tipps für ADHS bei Erwachsenen

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung) wird häufig als eine Störung angesehen, die vor allem Kinder betrifft. Doch auch viele Erwachsene kämpfen unbewusst mit den Herausforderungen von ADHS, da die Diagnose oft unerkannt bleibt. Die Symptome können im Erwachsenenalter subtiler sein und sich anders äußern, was die Diagnose erschwert.

In diesem Artikel möchten wir Betroffene ermutigen und mit 10 praktischen Tipps dabei helfen, den Alltag mit ADHS besser zu bewältigen. Durch ein tieferes Verständnis und den gezielten Einsatz von Strategien lassen sich Symptome erfolgreich managen, um ein erfülltes und erfolgreiches Leben führen zu können.

Inhalt

1. Nimm Deinen Körper bewusst wahr

ADHS bei Erwachsenen geht weit über das stereotype Bild von Hyperaktivität und Konzentrationsproblemen hinaus: Es präsentiert sich oft in subtilen Formen, sowohl körperlicher als auch emotionaler Natur, die leicht übersehen werden können. Das bewusste Wahrnehmen Deines Körpers eröffnet Dir die Möglichkeit, diese Signale klarer zu identifizieren und sinnvoll zu interpretieren.

Darauf solltest Du achten

Als Erwachsener mit ADHS kannst Du Schwierigkeiten haben, Deinen Alltag zu organisieren, Dich auf Aufgaben zu konzentrieren oder sie zu Ende zu bringen. Oder Du bemerkst emotionale Hochsensibilität und impulsive Reaktionen. Körperlich kann sich ADHS durch innere Unruhe oder Anspannung äußern, die Du möglicherweise als stressbedingte Schmerzen empfindest.

Darum ist eine klare Diagnose so wichtig

Viele Erwachsene kennen den Grund für ihre Herausforderungen nicht, da sie keine offizielle ADHS-Diagnose haben. Der Prozess der Diagnose verschafft Klarheit über die eigenen Verhaltensmuster und ermöglicht den Zugang zu gezielter Unterstützung. Fachkräfte wie Therapeuten oder Psychologen können mithilfe von Gesprächen und Tests feststellen, ob ADHS vorliegt, und dann vorschlagen, was der erste Schritt zur effektiven Bewältigung des Alltags sein kann.

Quellenangabe Daten:

www.adhs.info

2. Akzeptiere die Diagnose

Die Akzeptanz der ADHS-Diagnose kann ein entscheidender Wendepunkt im Leben von Betroffenen sein. Es ist wichtig, den inneren Widerstand gegenüber diesem Begriff zu überwinden, da es kein persönliches Versagen bedeutet. Stattdessen eröffnet das Verstehen und Annehmen dieser Diagnose die Tür zu einer effektiven Bewältigung der täglichen Herausforderungen. Anstatt die Diagnose abzulehnen, sollte man sie als Einladung betrachten, sich selbst besser kennenzulernen. Dies schafft die Basis für individuelle Lösungen und Strategien, die nicht nur helfen, tägliche Herausforderungen zu meistern, sondern auch Stärken besonders hervorheben. Die Akzeptanz öffnet die Tür zu einem proaktiven und erfüllten Leben: Indem Betroffene die Diagnose annehmen, können sie die Schuldzuweisungen an sich selbst loslassen und den Weg für gezielte Unterstützung und Fortschritt ebnen.

Teil der Akzeptanz: die neurologische Störung verstehen

Um die Krankheit akzeptieren zu können, ist es im ersten Schritt wichtig, sie auch zu verstehen. ADHS ist eine weit verbreitete Erkrankung, deren Entstehung auf eine komplexe Wechselwirkung verschiedener Faktoren zurückzuführen ist. 

Genetische Faktoren spielen hierbei eine erhebliche Rolle, was sich in der Tatsache widerspiegelt, dass ADHS erfahrungsgemäß familiär gehäuft auftritt. Studien* belegen, dass Verwandte ersten Grades von Menschen mit ADHS ein höheres Risiko haben, selbst Störungen zu entwickeln. Mehrere Gene, insbesondere jene, die mit dem Dopamin-Stoffwechsel im Gehirn zu tun haben, werden mit ADHS in Verbindung gebracht, was darauf hindeutet, dass genetische Veranlagungen maßgeblich zur Entstehung der Störung beitragen können.

Neurologisch ist ADHS durch strukturelle und funktionale Unterschiede im Gehirn gekennzeichnet. Forschungsergebnisse** zeigen, dass Menschen mit ADHS oft Abweichungen in der Größe und Aktivität bestimmter Hirnregionen aufweisen, insbesondere in den Frontal- und Schläfenlappen, die für exekutive Funktionen verantwortlich sind. Diese Gehirnareale steuern Prozesse wie Planung, Problemlösung und Impulskontrolle. Ungleichgewichte in Neurotransmittern, insbesondere Dopamin und Noradrenalin, die für die Signalübertragung in diesen Bereichen entscheidend sind, tragen ebenfalls zur Entwicklung von ADHS-Symptomen bei.

Umweltfaktoren können zusätzlich das Risiko für ADHS beeinflussen. Negative pränatale und frühkindliche Bedingungen, wie zum Beispiel der Konsum von Tabak oder Alkohol während der Schwangerschaft, Untergewicht bei der Geburt, Frühgeburtlichkeit und eine erhöhte Blei-Exposition, können das Risiko weiterhin erhöhen. Diese Umweltfaktoren interagieren häufig mit den genetischen und neurologischen Aspekten, was zu einer vielfältigen Ausprägung der Störung führt. 

Insgesamt zeigt sich, dass ADHS nicht durch eine einzelne Ursache erklärt werden kann, sondern das Zusammenspiel mehrerer biologischer und umweltbedingter Faktoren erfordert, um die komplexe Symptomatik zu verstehen.

3. Mach Dich schlau

Wissen ist eine mächtige Waffe, speziell wenn es darum geht, ADHS im Alltagsleben zu integrieren. Sich umfassend über ADHS zu informieren, bedeutet, besser zu verstehen, was mit Körper und Geist geschieht, und gleichzeitig die geeigneten Werkzeuge zur Verfügung zu haben, um das Leben effizienter zu gestalten. Schauen wir uns deshalb nun genau die Stellschraube “Immunsystem” an: 

Die Rolle der Immunbalance bei ADHS

Obwohl ADHS primär als neurologische Störung klassifiziert wird, gibt es wachsende Hinweise darauf, dass das Immunsystem ebenfalls eine bedeutende Rolle in seiner Pathophysiologie spielt. Die Immunhomöostase bezieht sich auf das Gleichgewicht zwischen verschiedenen Immunreaktionen, das notwendig ist, um einen gesunden Zustand aufrechtzuerhalten. Ein Ungleichgewicht in diesem System kann entzündliche Prozesse fördern, die die Symptome von ADHS verschlimmern können.

Warum das Immunsystem aus dem Gleichgewicht gerät

Bei ADHS scheint es Hinweise darauf zu geben, dass bestimmte Immunprozesse gestört sind. Eine Theorie besagt, dass chronische Entzündungen im Gehirn eine Rolle bei der Entstehung und Verschlimmerung von ADHS-Symptomen spielen können. Eine gestörte Immunhomöostase könnte durch genetische Veranlagungen, Umweltfaktoren oder frühkindliche Erlebnisse hervorgerufen werden. Beispielsweise können Infektionen oder ungesunde Lebensgewohnheiten zu einer Erhöhung von proinflammatorischen Zytokinen führen, was den Entzündungsstatus im Körper beeinflusst.

Immunhomöostase und ihre Bedeutung

Die Immunhomöostase ist entscheidend für die Fähigkeit des Körpers, angemessen auf Stress und äußere Einflüsse wie Umweltgifte zu reagieren. Bei Menschen mit ADHS kann ein Ungleichgewicht dieser Immunreaktionen dazu führen, dass der Körper überempfindlich auf normale Reize reagiert, was zu einer zusätzlichen Belastung der neurologischen und kognitiven Funktionen führt. Dies kann sich beispielsweise in einer verstärkten Reaktionsbereitschaft auf Stress oder einer Verschlechterung der Konzentrationsfähigkeit äußern.

Was genau passiert im Immunsystem bei ADHS?

Im Immunsystem wird die Balance durch eine fein abgestimmte Wechselwirkung von verschiedenen Immunzellen und Signalmolekülen wie Zytokinen und Chemokinen aufrechterhalten. Bei einer Dysbalance, wie man sie mit ADHS in Verbindung bringt, kann es zu einer verstärkten Aktivität von Mikrogliazellen im Gehirn kommen, die entzündliche Zytokine freisetzen. Diese Zytokine können die neuronale Aktivität beeinflussen und zur Dysfunktion von Neurotransmittern beitragen, die mit den regulativen Funktionen des Gehirns verbunden sind.

Ein weiterer Aspekt ist die “Gut-Brain-Axis”, die zeigt, wie das Darmmikrobiom Einfluss auf das Immunsystem und damit auf neurologische Entwicklungsstörungen wie ADHS nimmt. Dysbiose im Darmmikrobiom kann systemische Entzündungen fördern und so die Symptome von ADHS verschärfen.

4. Bring Dich in die Balance zurück

ADHS kann leicht zu einem Ungleichgewicht führen, sowohl geistig als auch körperlich. Dies macht es umso wichtiger, Methoden zu finden, die Dir helfen, Deine innere Balance wiederherzustellen. Eine zunehmend beachtete Methode in diesem Zusammenhang ist die Mikroimmuntherapie.

Mikroimmuntherapie: Ein nachhaltiges Konzept

Die Mikroimmuntherapie ist ein innovativer Behandlungsansatz in der komplementären Medizin. Sie zielt darauf ab, das Immunsystem sanft zu unterstützen und auszugleichen. Diese Therapie arbeitet mit immunologischen Informationen in niedrigen Dosen, um die Kommunikation zwischen den Zellen des Immunsystems zu fördern. Die Therapieform basiert auf der Idee, dass das Immunsystem eine Schlüsselrolle für die allgemeine Gesundheit spielt und durch gezielte Unterstützung bei der Selbstregulation helfen kann.

Vorteile der Mikroimmuntherapie

Während ADHS hauptsächlich als neurologische Störung gilt, können komplementäre Behandlungsmethoden wie die Mikroimmuntherapie eine wertvolle Rolle dabei spielen, das allgemeine Wohlgefühl zu fördern und Symptome zu mildern. Indem sie das Immunsystem optimiert, verbessert die Mikroimmuntherapie möglicherweise die Reaktionsfähigkeit des Körpers auf Stress und andere Umweltfaktoren. Dies kann nicht nur das emotionale und mentale Gleichgewicht verbessern, sondern auch die Wirksamkeit anderer therapeutischer Ansätze erhöhen. Ein Gespräch mit einem qualifizierten Arzt ist jedoch wichtig, um sicherzustellen, dass diese Therapieform den individuellen Bedürfnissen entspricht.

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5. Entwickele Routinen und Strukturen

Eine der größten Herausforderungen bei ADHS besteht darin, den Alltag strukturiert und organisiert zu halten. Ohne klare Strukturen kann der Alltag schnell chaotisch werden. Routinen sind dabei ein mächtiges Werkzeug, um den täglichen Anforderungen gerecht zu werden und den Fokus beizubehalten.

Den Alltag clever organisieren

Eine der effektivsten Methoden ist das Erstellen eines flexiblen Tagesplans: Beginne Deinen Tag mit einem groben Plan und nutze Kalender-Apps oder eine physische Agenda, um Aufgaben und Termine zu notieren. Halte den Plan flexibel genug, um bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen. Teile große Aufgaben in kleine, machbare Schritte auf. Die Nutzung visueller Hilfsmittel wie Tafeln und Notizzettel kann Dir helfen, den Überblick zu behalten und Prioritäten zu setzen. Plane darüber hinaus feste Zeiten für regelmäßige Tätigkeiten ein, um eine Routine zu schaffen und Entscheidungszeit zu reduzieren.

Fokus auf das Wesentliche

Setze klare Prioritäten, indem Du täglich 1-3 Hauptziele identifizierst, die Du erreichen möchtest. Dieses Fokussieren hilft, Deine Energie gezielt zu nutzen. 

6. Trainiere Deine Aufmerksamkeit

ADHS erschwert es oft, die Aufmerksamkeit über längere Zeiträume hinweg aufrechtzuerhalten. Daher ist es hilfreich, gezielt an Techniken zu arbeiten, die die Konzentration fördern.

Konzentrationstechniken wie die Pomodoro-Technik

Die Pomodoro-Technik ist eine bewährte Methode, um die Aufmerksamkeitsspanne zu erhöhen. Sie umfasst konzentrierte Arbeitsphasen von 25 Minuten, gefolgt von kurzen Pausen. Dieser Rhythmus fördert die geistige Frische und hilft dabei, Überlastung zu vermeiden.

Experimentieren mit verschiedenen Methoden

Während die Pomodoro-Technik für viele effektiv ist, reagieren nicht alle Menschen gleich auf eine Technik. Unterschiede im individuellen Lern- und Arbeitsstil machen es lohnenswert, verschiedene Ansätze zu testen, wie etwa Achtsamkeitsmeditation, gezieltes Atemtraining oder Fokussierungs-Apps, um herauszufinden, was am besten zu Dir passt.

7. Hole Dir Kraft über soziale Kontakte

Soziale Unterstützung ist ein entscheidender Faktor, um mit ADHS umzugehen. Beziehungen zu pflegen, die Verständnis und Ermutigung bieten, kann immens hilfreich sein.

Stärke durch Beziehungen

Offene Gespräche über Deine Herausforderungen mit Familie und Freunden können Dich entlasten und Dir helfen, den Überblick zu behalten. Dein nahes Umfeld kennt bereits Deine Stärken und Schwächen und kann Dich in stressigen Zeiten unterstützen oder einfach nur zuhören.

Austausch in Gruppen

Selbsthilfegruppen und Online-Communities bieten den Raum, sich mit anderen auszutauschen, die ähnliche Erfahrungen machen. Hier kannst Du wertvolle Tipps sammeln und erfährst, dass Du mit Deinen Herausforderungen nicht allein bist. Der Austausch von Erfahrungen kann bereichern und helfen, neue Perspektiven zu gewinnen.

Folge uns!

Auch auf unseren Social-Media-Kanälen findest Du Hilfe! Bist Du an weiteren Themen rund um Deine Immungesundheit interessiert? Folge uns und erhalte regelmäßig Tipps, um Deine Immunbalance auch in außergewöhnlichen Lebensphasen aufrechtzuerhalten.

8. Arbeite an Deiner Impulsivität

Impulsivität ist ein häufiges Symptom von ADHS, das jedoch mit der Zeit und der richtigen Strategie besser kontrolliert werden kann.

Bewusstsein und Reflexion

Aufmerksamkeits- und Achtsamkeitstechniken können helfen, das Bewusstsein für den gegenwärtigen Moment zu schärfen und impulsives Verhalten abzubauen. Regelmäßige Selbstreflexion ermöglicht es Dir zudem, Deine Reaktionsmuster besser zu verstehen und bewusste Entscheidungen zu treffen.

Strategien zur Impulskontrolle

Eine effektive Methode zur Bewältigung hektischer Handlungsimpulse ist das “Pause-Machen”. Wenn Du den Drang verspürst, impulsiv zu handeln, halte kurz inne und überlege Dir die möglichen Konsequenzen. Oft genügt ein tiefer Atemzug, um die nötige Klarheit zu bekommen und überlegter zu handeln.

9. Achte bewusst auf Deine körperliche Gesundheit

Das psychische Wohlbefinden ist stark mit der körperlichen Gesundheit verknüpft. Ein gesunder Lebensstil kann erheblich dazu beitragen, ADHS-Symptome besser zu bewältigen.

Körper und Geist vital halten

Regelmäßige körperliche Aktivität fördert die Produktion von Endorphinen, welche positiv auf Stimmung und Konzentration wirken. Eine ausgewogene Ernährung versorgt Deinen Körper mit der benötigten Energie, und ein ausgewogener Schlafrhythmus ist entscheidend für Regeneration und Dein inneres Gleichgewicht, um fokussiert zu bleiben. 

Gesundheit als Grundlage

Integriere gesundheitsfördernde Gewohnheiten in Deinen Alltag, wie tägliche Spaziergänge, bewusste Mahlzeiten und feste Schlafenszeiten. Diese Praktiken schaffen eine stabile Basis, die Dir helfen kann, die Herausforderungen von ADHS besser zu meistern.

10. Sei geduldig mit Dir

Der Umgang mit ADHS ist eine lebenslange Reise, die Geduld und Mitgefühl erfordert. Es gibt Tage, an denen alle Strategien reibungslos funktionieren, und andere, an denen Herausforderungen überwiegen. Diese Variabilität ist normal und Teil des Prozesses. Akzeptiere, dass langfristige Veränderungen Schritt für Schritt geschehen.

Chancen in Rückschlägen

Rückschläge bieten Dir wertvolle Chancen, um zu lernen. Sie ermöglichen es, Deine Strategien zu überdenken und anzupassen. Sei nachsichtig mit Dir selbst und erkenne, dass jeder Tag eine neue Gelegenheit bietet, weiterzumachen und zu wachsen.

In Summe ist der Weg mit ADHS herausfordernd, aber bei richtiger Herangehensweise voller Möglichkeiten für ein erfülltes und strukturiertes Leben. Mit Geduld, Verständnis und einer gesunden Immunbalance kannst Du diesen Weg erfolgreich beschreiten.


* Faraone, S. V., & Larsson, H. (2019). Genetics of attention deficit hyperactivity disorder. Molecular Psychiatry, 24(4), 562-575. Diese Studie untersucht die genetischen Faktoren, die zur Anfälligkeit für ADHS beitragen.

** Rubia, K., et al. (2014). Neuroscience of Attention Deficit Hyperactivity Disorder. The Neuroscience of ADHD. Springer, Berlin, Heidelberg.

Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 22.08.25

 

Selbstverantwortung

Die Rolle der Selbstverantwortung in der modernen Gesundheitsvorsorge

Selbstverantwortung

Stelle Dir vor, Du könntest Herr Deiner Gesundheit sein – wäre das nicht fantastisch? Ein Stück weit hast Du es tatsächlich selbst in der Hand. In einer dynamischen Welt, die von technologischem Fortschritt und ständigem Wandel bestimmt wird, eröffnen sich nämlich auch im Bereich der Gesundheitsvorsorge neue Horizonte. Fakt ist: Die wahre Essenz einer nachhaltigen Gesundheit liegt oft bei uns selbst. 

Ein zentrales Element dieser Reise ist die Immunbalance. Ein ausgewogenes Immunsystem fungiert als unser Schutzschild, der uns vor Krankheiten bewahrt und unsere Gesundheit erhält. Um eine ganzheitliche Gesundheitsfürsorge zu erreichen, müssen wir außerdem umdenken: Weg von passiver Reaktion, hin zu einer aktiven und präventiven Herangehensweise.

In diesem spannenden Artikel entdeckst Du, wie Selbstverantwortung, zusammen mit innovativen Ansätzen wie der Mikroimmuntherapie, die Gesundheitsvorsorge revolutioniert. Erfahre, welche praktischen Maßnahmen Du ergreifen kannst, um Deine Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Tauche ein in eine neue Ära des Wohlbefindens, in der Du die Zügel Deiner Gesundheit selbst hältst.

Inhalt

Selbstverantwortung für ein gesundes Leben im 21. Jahrhundert

Im modernen, schnelllebigen Alltag ist es wichtiger denn je, selbst die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Der ständige Druck und die Vielzahl an äußeren Anforderungen können die Gesundheit belasten, dennoch gibt es zahlreiche Bereiche, in denen wir aktiv Einfluss nehmen können. 

Eigenverantwortung bedeutet, bewusst Entscheidungen zu treffen, die das Wohlbefinden fördern und Gesundheitsrisiken minimieren – von regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen bis zu gesunden Ernährungsgewohnheiten und rechtzeitigem Aufsuchen professioneller Hilfe.

Mit den Fortschritten in Medizin und Wissenschaft ist klar geworden, dass Prävention ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheitserhaltung ist. Wir verfügen heute über eine Vielzahl an Technologien, wie Wearables, Fitness-Apps und Online-Gesundheitsdienste, die es uns ermöglichen, Gesundheitsdaten zu überwachen und bewusste Entscheidungen zu treffen. Diese Tools sind wertvolle Unterstützer in der Gesundheitsvorsorge, ersetzen jedoch nicht die Notwendigkeit, kritisch über den eigenen Lebensstil nachzudenken und erforderliche Änderungen vorzunehmen.

Generell geht der Trend zunehmend hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung der Gesundheit, bei der die Verbindung von körperlicher und geistiger Gesundheit, etwa durch Mind-Body-Ansätze, im Vordergrund steht. Die Integration von Ernährung, Bewegung und Stressmanagement in den Alltag wird als essentiell angesehen, um langfristige Gesundheitsrisiken zu minimieren.

Selbstverantwortung stärkt nicht nur das Verständnis für den eigenen Körper und seine Bedürfnisse, sondern erhöht auch das Selbstbewusstsein und die Lebenszufriedenheit. Der aktive Ansatz zur Gestaltung der eigenen Gesundheit befähigt uns, schneller auf Veränderungen oder Symptome zu reagieren und gesundheitliche Herausforderungen souverän zu meistern. In einer Welt, die sich ständig verändert, ist die Fähigkeit zur Selbstverantwortung ein grundlegender Aspekt, der letztlich zu einer verbesserten Lebensqualität führt.

Strategien zur Förderung der Selbstverantwortung

Die Fähigkeit, die eigene Gesundheitsvorsorge in die Hand zu nehmen, erfordert gezielte Unterstützung durch verschiedene Instrumente. Bildung, technologische Hilfsmittel und soziale Netzwerke sind hierbei wesentliche Eckpfeiler, die Dir helfen können, künftig selbstverantwortlich für Dein Wohlbefinden zu sorgen. Diese Strategien bieten vielfältige Ansätze, um fundierte Entscheidungen zu treffen und Dein Gesundheitsverhalten aktiv zu gestalten. Lass uns einen Blick darauf werfen, wie diese Werkzeuge Deinen Weg zu größerer Selbstverantwortung ebnen können.

Bildung und Informationsvermittlung

Bildung ist ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Sie befähigt Dich, informierte Entscheidungen zu treffen und die Kontrolle über das eigene Gesundheitsverhalten zu erlangen. Ob Seminare, Vorträge oder Online-Kurse – nutze die Vielfalt der Möglichkeiten, um Dein Gesundheitswissen zu erweitern.

Technologische Hilfsmittel und Apps zur Selbstüberwachung

Moderne Technologien haben die Art und Weise revolutioniert, wie wir unsere Gesundheit überwachen. Wearables wie Smartwatches oder spezielle Apps ermöglichen es, Fitness- und Gesundheitsdaten in Echtzeit zu tracken. Sie dienen nicht nur als Motivationshilfe, sondern bieten auch wertvolle Einblicke in die eigene Gesundheit und können medizinisches Fachpersonal bei der Anpassung von Therapieplänen unterstützen.

Die Rolle von Gemeinschaften und sozialen Netzwerken

Gemeinschaften und soziale Netzwerke spielen eine wesentliche Rolle bei der Förderung der Selbstverantwortung. Der Austausch mit anderen, sei es in Online-Foren, Selbsthilfegruppen oder Gesundheitsworkshops, bietet nicht nur Unterstützung und Motivation, sondern auch eine Plattform, um Wissen und Erfahrungen zu teilen. So wird das Gefühl gestärkt, nicht allein zu sein und gemeinsam Fortschritte machen zu können.

Und nun der praktische Teil:
So kommst Du Stufe für Stufe in die Selbstverantwortung

Der Weg zur Selbstverantwortung kann als Leiter betrachtet werden, die Du Stufe für Stufe erklimmen kannst. Jede Stufe repräsentiert einen Entwicklungsschritt, der Dich näher an die Kontrolle über Deine eigene Gesundheit heranführt. Der erste Schritt besteht darin, sich seiner derzeitigen Gewohnheiten und deren Auswirkungen auf das Wohlbefinden bewusst zu werden. Ohne diese Einsicht ist es schwer, Veränderungen vorzunehmen. Auf der nächsten Stufe beginnst Du, kleine, aber bedeutende Änderungen in Deinem Lebensstil zu integrieren, wie beispielsweise die Erhöhung Deiner täglichen Wasserzufuhr oder die Einführung kurzer Bewegungseinheiten zwischendurch.

Im weiteren Verlauf entwickelst Du die Fähigkeit, langfristige Gesundheitsziele zu setzen und einen Plan zu deren Erreichung zu erarbeiten. Diese Ziele könnten eine verbesserte Fitness, eine ausgewogene Ernährung oder das Reduzieren von Stress sein. Die oberen Sprossen der Leiter beziehen sich darauf, dass Du eigenständig beginnst, Wissen über Gesundheitsthemen zu recherchieren und anzuwenden, sowie regelmäßig Feedback über Dein Wohlbefinden und Deine Fortschritte einzuholen.

Letztlich erreichst Du die höchste Stufe, wenn Du in der Lage bist, auf Veränderungen proaktiv zu reagieren und Deine Gesundheitsstrategien flexibel anzupassen. Der bewusste Aufstieg dieser Leiter ermöglicht es Dir, ein selbstbestimmtes und gesundes Leben zu führen, indem Du Schritt für Schritt die volle Verantwortung für Deine Gesundheit übernimmst.

Selbstverantwortung heißt auch, dass ich meine Immunbalance im Blick behalten sollte?

Ja, unbedingt! Vergiss bitte nicht: Dein Immunsystem ist die schützende Grenzmauer Deines Körpers. Es besteht aus einem Netzwerk von Zellen, Geweben und Organen, die zusammenarbeiten, um uns vor Eindringlingen wie Viren und Bakterien zu schützen. Hierbei spielt die Immunbalance eine entscheidende Rolle, da sie die richtige Balance zwischen Abwehr und Toleranz sicherstellt. Ein überaktives Immunsystem kann genauso problematisch sein wie ein zu schwaches, und beide Zustände bergen das Risiko von Krankheiten. Um eine langfristige Gesundheit anzustreben, ist es deshalb von großer Bedeutung, Deine Immunbalance stets im Blick zu behalten und ggf. darauf hinzuarbeiten, diese wiederherzustellen. 

Faktoren, die die Immunbalance beeinflussen

Verschiedene Faktoren können die Immunbalance beeinflussen. Dazu gehören genetische Veranlagungen, aber auch Umweltfaktoren wie Ernährung, Stress und Schlaf. Ein Mangel an essentiellen Nährstoffen kann das Immunsystem schwächen, während chronischer Stress oder unzureichender Schlaf seine Funktionsfähigkeit beeinträchtigen können. Auch toxische Umweltbelastungen und ein ungesunder Lebensstil können die Immunbalance durcheinanderbringen.

Wechselwirkung zwischen Lebensstil und Immunbalance

Ein gesunder Lebensstil spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Immunbalance. Ernähre Dich bewusst, reduziere Stress und achte auf regelmäßige Bewegung – dies sind Grundpfeiler, um Dein Immunsystem langfristig in einer gesunden Balance zu halten. Ebenfalls wichtig ist ein regelmäßiger Schlafrhythmus, denn während des Schlafs regenerieren sich Körperzellen, und das Immunsystem wird gestärkt. Diese bewussten Entscheidungen fördern nicht nur die Immunbalance, sondern haben auch weitreichende positive Effekte auf das gesamte Wohlbefinden. (Weitere Tipps findest Du unten, im Abschnitt Praktische Tipps zur Erhaltung der Immunbalance)

Moderne Gesundheitsvorsorge könnte auch heißen: Die Immunbalance mit der Mikroimmuntherapie unterstützen

Die Mikroimmuntherapie stellt eine innovative Methode dar, mit der das Immunsystem sanft moduliert werden kann, um Gesundheit und Immunbalance zu fördern. Sie basiert auf der Verabreichung von immunologischen Signalstoffen in sehr niedrigen Dosen, die das Ziel haben, das natürliche Gleichgewicht des Immunsystems wiederherzustellen.

Prinzipien und Funktionsweise der Mikroimmuntherapie

Der Grundgedanke der Mikroimmuntherapie liegt in der sanften Unterstützung und Regulierung der Immunantwort. Durch die maßgeschneiderte Information auf zellulärer Ebene kann die Therapie helfen, Immunreaktionen gezielt zu optimieren, ohne den Körper dabei zu überfordern oder Nebenwirkungen zu provozieren.

Anwendung und Vorteile der Mikroimmuntherapie zur Förderung der Immunbalance

Die Mikroimmuntherapie kann in vielen Bereichen angewendet werden, sei es bei viralen, bakteriellen oder chronisch entzündlichen Erkrankungen. Ihre Vorteile liegen in ihrer Präzision und Anpassungsfähigkeit – sie kann individuell abgestimmt werden, um spezifische immunologische Bedürfnisse zu adressieren. Durch die Förderung der Immunbalance trägt sie zur besseren Prävention und Behandlung von Krankheiten bei.

Für tiefere Einblicke und Informationen kannst Du die interaktive Therapeuten-Suche nutzen, um Experten in Deiner Nähe zu finden:

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Praktische Tipps für Deinen Alltag

Geheimtipps Ernährung

  1. Fermentierte Lebensmittel: Ergänze Deine Ernährung mit probiotikareichen Lebensmitteln wie Sauerkraut, Kimchi oder Kefir. Diese fördern eine gesunde Darmflora, die eng mit der Immungesundheit verbunden ist.
  2. Mikronährstoffe gezielt einsetzen: Neben den üblichen Verdächtigen wie Vitamin C, sind auch Zink, Vitamin D und Selen entscheidend für die Immunabwehr. Experimentiere mit Lebensmitteln wie Paranüssen (reich an Selen) oder fettem Fisch (reich an Vitamin D).
  3. Polyphenole aus Tee, Kaffee und Kakao: Diese lassen sich nicht nur in grünem Tee finden, sondern auch in dunkler Schokolade. Sie haben starke antioxidative Eigenschaften und können das Immunsystem unterstützen.

So bekommst Du Stress in den Griff

  1. Adaptogene Kräuter: Adaptogene wie Ashwagandha, Rhodiola oder Ginseng können helfen, den Körper bei Stress zu unterstützen und die Nebennierenhormone zu regulieren.
  2. Waldbaden (Shinrin-Yoku): Dieser aus Japan stammende Ansatz zur Stressminderung umfasst das bewusste Eintauchen in die Natur. Studien zeigen, dass bereits kurze Aufenthalte im Wald Stresslevel und Blutdruck senken können.
  3. Atemtechniken: Speziell die 4-7-8-Atemtechnik kann neben stressabbauenden auch schlafverbessernde Effekte haben, indem sie das parasympathische Nervensystem aktiviert.

Sport & Bewegung mit Intelligenz

  1. Bewegung in Intervallen: Hoch-intensive Intervalltrainings (HIIT) können nicht nur die Kondition verbessern, sondern auch die Immunabwehr steigern, wenn sie in moderatem Maße durchgeführt werden.
  2. Outdoor-Workouts: Frische Luft und Sonnenlicht (natürliche Quelle für Vitamin D) beim Sport an der frischen Luft bieten einen doppelten gesundheitlichen Nutzen und verbessern zusätzlich die Laune.
  3. Planen von aktiven Pausen: Integriere kurze Bewegungseinheiten während des Arbeitstages. Bereits 5-minütige aktive Pausen können Stress abbauen und die Produktivität steigern.

Besser schlafen – gesünder leben

  1. Lichtmanagement: Nutze Sonnenlicht am Morgen und reduziere künstliches Licht am Abend, um den zirkadianen Rhythmus zu unterstützen. Blaulichtfilter am Abend können dabei helfen, die Schlafqualität zu verbessern.
  2. Glymphatische Systemaktivierung: Dieses System ist für die Entgiftung des Gehirns während des Schlafs wichtig. Um es optimal zu unterstützen, schlafen wir im Idealfall in seitlicher Lage und achten auf eine ausreichende Hydratation über den Tag.
  3. Entspannungsrituale vor dem Schlafengehen: Ein festes Abendritual wie Lesen, sanftes Stretching oder ein warmes Bad kann helfen, den Körper auf die Nachtruhe vorzubereiten und die Schlafqualität zu erhöhen.

Diese vertiefenden Ansätze können Dir dabei helfen, Dein Immunsystem nachhaltig zu unterstützen und Deine allgemeine Gesundheit zu verbessern.

Fazit: Für Dich zusammengefasst

Die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, erfordert Engagement, bietet jedoch die großartige Chance, Dein Leben positiv zu verändern. Mit der richtigen Balance aus Wissen, Technologie und Unterstützung kannst Du das Steuer Deiner Gesundheitsvorsorge in die eigene Hand nehmen und gezielt vorbeugen. Die Mikroimmuntherapie steht dabei als starker Partner an Deiner Seite, um Dir zu helfen, Deine Immunbalance zu unterstützen und so zu einem gesunden Leben beizutragen. Nutze dieses Potenzial, um Dein Leben positiv zu verändern und mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken.

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Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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letzte Aktualisierung: 25.04.25

 

Mikroimmuntherapie ME/CFS

Die Mikroimmuntherapie bei ME/CFS – FAQ-Liste Teil 2

Mikroimmuntherapie ME/CFS

Am 26.03.2025 fand der Online-Vortrag ME/CFS mit unserer Referentin Dr. Eleni Kavelara Lodge statt. Während wir im 1. Teil der FAQ-Liste Fragen rund um Hilfestellung bei der Diagnose und im Alltag sowie zu ganzheitlichen Behandlungsansätzen aufgegriffen haben, geht es im 2. Teil unserer FAQ-Reihe vorwiegend um die Basisfragen über die Mikroimmuntherapie bei ME/CFS.

Inhalt

Noch einmal vorweg – zur Erinnerung

Die Mikroimmuntherapie ist ein sanfter komplementärer Therapieansatz, der darauf abzielt, das Immunsystem durch niedrig dosierte Immunbotenstoffe (hauptsächlich Zytokine) zu modulieren. Bei ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom), das oft mit einem dysregulierten Immunsystem in Verbindung gebracht wird, könnte die Mikroimmuntherapie als Teil einer ganzheitlichen Therapiestrategie helfen. Die Ziele sind: 

  1. Wiederherstellung der Immunbalance: Die Mikroimmuntherapie hat das Ziel, ein bei ME/CFS und anderen Erkrankungen aus dem Gleichgewicht geratenes Immunsystem wieder in Balance zu bringen.
  2. Unterstützung der Viruskontrolle: Virusinfektionen gelten als Triggerfaktoren von ME/CFS. Die Mikroimmuntherapie ist darauf ausgerichtet, die Immunantwort in der Auseinandersetzung mit viralen Erregern zu unterstützen.
  3. Modulation von Entzündungen: Durch die Modulation von Entzündungsmediatoren und anderen Zytokinen kann die Mikroimmuntherapie dazu beitragen, Symptome wie Erschöpfung und Schmerzen zu lindern.
  4. Regulation von neuroendokrino-immunologischen Vorgängen: Die Mikroimmuntherapie verfolgt das Ziel, eine harmonische Zusammenarbeit zwischen dem Nerven-, Hormon- und Immunsystem zu fördern und die innere Resilienz in herausfordernden Zeiten zu stärken.

Frage 1: Welche Erfolge konnten bisher bei der Mikroimmuntherapie zur Behandlung von ME/CFS verzeichnet werden?

Erfolge der Mikroimmuntherapie bei der Behandlung von diversen Erkrankungen (u.a. ME/CFS) – oft als Teil eines ganzheitlichen Therapieansatzes – werden zunehmend durch Feedback von Therapeuten und Patienten unterstützt. Es wird zumeist berichtet, dass eine Verbesserung der Symptome (u.a. verbesserte Leistungsfähigkeit, reduzierte Schmerzen, verringerte Infektanfälligkeit) sowie eine Steigerung der Lebensqualität durch Immunmodulation erreicht werden kann, wobei die Reaktion selbstverständlich sehr individuell ist.

Wie bei anderen Behandlungen bei ME/CFS-Patienten gilt es auch bei der Mikroimmuntherapie, Pacing zu betreiben (nicht zu viele Reize auf einmal setzen) und die therapeutischen Schritte in der richtigen Reihenfolge durchzuführen. So muss in einigen Fällen eine gewisse “Vorarbeit” (u.a. Ausgleich von Mikronährstoffmängeln, Mikrobiomunterstützung, Vorarbeit Mukosa/Darm und Mundschleimhaut) geleistet werden, damit die Mikroimmuntherapie besser wirken kann. Außerdem ist zu beachten, dass es sich – insbesondere bei chronischen Erkrankungen – nicht um eine schnelle Lösung handelt, da die Immunregulation etwas Zeit in Anspruch nimmt, wobei Geduld und eine gute Compliance seitens des Patienten erforderlich ist. Dabei ist die Mikroimmuntherapie schonend, nachhaltig und gut verträglich. 

Frage 2: Gibt es placebo-kontrollierte Studien, die die Wirksamkeit der Mikroimmuntherapie bei ME/CFS beweisen?

Es liegen derzeit leider keine placebo-kontrollierten Studien vor, die die Wirksamkeit der Mikroimmuntherapie bei ME/CFS beweisen. Die Anwendung der Mikroimmuntherapie bei ME/CFS und anderen Erkrankungen basiert auf praktischen Erfahrungen und Erkenntnissen der Anwender dieser Therapieform und ist somit im Bereich der Erfahrungsmedizin anzusetzen. Die Mikroimmuntherapie wird bereits seit mehr als 50 Jahren erfolgreich von Ärzten und Therapeuten auf internationaler Ebene angewendet. 

Zu erwähnen ist auch, dass in den letzten Jahren mehrere Studien in Zell- und Tiermodellen veröffentlicht wurden, die Hinweise auf die positiven Effekte und das Potenzial der Mikroimmuntherapie als immunmodulierende Behandlung bei unterschiedlichen Krankheitsbildern (u.a. entzündungsbedingte Erkrankungen, Allergien, Immunschwäche, Parkinson) geben. Dennoch ist mehr Forschung in diesem Bereich erforderlich, um die Wirkmechanismen besser verstehen zu können. 

Hier findest Du eine Übersicht über Studien im Bereich der Mikroimmuntherapie.

Frage 3: Werden Globuli bei den Medikamenten der Mikroimmuntherapie eingesetzt?

Ja, bei den Medikamenten der Mikroimmuntherapie werden Globuli eingesetzt. Diese sind mit potenzierten immunregulierenden Substanzen in sehr niedrigen Dosierungen imprägniert. Globuli sind eine häufig gewählte Darreichungsform, da sie einfach einzunehmen sind und eine schonende Behandlung sowie eine gute Aufnahme der Wirkstoffe über die Mundschleimhaut ermöglichen. Die in den Globuli enthaltenen Substanzen zielen darauf ab, das Immunsystem zu modulieren und seine Balance zu unterstützen, was besonders bei chronischen Erkrankungen wie ME/CFS von Bedeutung sein kann.

Frage 4: Wie werden die Medikamente der Mikroimmuntherapie eingenommen?

Die Einnahmeform der Mikroimmuntherapeutika ahmt die natürlichen Mechanismen des Immunsystems nach: Die Medikamente sind darauf ausgelegt, die chronobiologische Reihenfolge der natürlichen Immunantworten zu imitieren. Daher werden sie in einer festgelegten Reihenfolge eingenommen, die als Sequenz bezeichnet wird. Diese Methode dient dazu, dem Körper aufeinanderfolgende Informationen zu übermitteln, um die natürlichen Prozesse des Immunsystems zu unterstützen.

Darüber hinaus werden die Medikamente sublingual, also unter der Zunge, verabreicht. Die sublinguale Schleimhaut eignet sich besonders gut für die Aufnahme pharmazeutischer Wirkstoffe, da sie aufgrund ihrer feinen, nicht-keratinisierten Epithelschicht eine erhöhte Durchlässigkeit aufweist. Zudem besitzt diese Region eine Reihe von immunologischen Merkmalen, wie das Vorhandensein von immunkompetenten Zellen und eine relativ geringe Anzahl an Entzündungszellen. Diese Eigenschaften verleihen ihr eine erhöhte Immunkompetenz und reduzieren das Risiko für systemische Nebenwirkungen.

Frage 5: Was kostet die Mikroimmuntherapie?

Die Kosten für die Mikroimmuntherapie bei ME/CFS können variieren. Dies hängt von mehreren Faktoren ab, einschließlich der Anzahl der verschriebenen Präparate und Häufigkeit der Einnahmen. Jeder Behandlungsplan wird individuell angepasst, sodass die Gesamtkosten je nach persönlichem Therapiebedarf unterschiedlich ausfallen können. Es ist empfehlenswert, sich von einem erfahrenen Therapeuten beraten zu lassen, um einen genauen Kostenvoranschlag zu erhalten, der auf den individuellen Therapieanforderungen basiert. 

Frage 6: Übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Laboruntersuchungen, um festzustellen, welche Mikroimmuntherapeutika einzusetzen sind?

Die Übernahme der Kosten für spezielle Laboruntersuchungen durch die gesetzlichen Krankenkassen hängt in der Regel von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere davon, ob die Untersuchungen als notwendig und medizinisch vertretbar anerkannt sind. Im Falle von Laboruntersuchungen, die speziell dazu dienen, den Immunstatus zu bestimmen (u.a. Lymphozytentypisierung, Inflammationsprofil) und festzustellen, welche Mikroimmuntherapeutika einzusetzen sind, können die Ansätze und die Kostenerstattung variieren.

  1. Diagnostische Notwendigkeit: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für Laboruntersuchungen, wenn diese im Rahmen einer anerkannten diagnostischen oder therapeutischen Maßnahme notwendig sind. Dies schließt Untersuchungen ein, die dazu dienen, eine Diagnose zu stellen oder eine bestehende Erkrankung zu überwachen.
  2. Evidenzlage und Leitlinien: Die Erstattung hängt auch von der Evidenzlage und der Aufnahme der Untersuchungen in medizinische Leitlinien ab. Da die Mikroimmuntherapie ein sehr individueller Ansatz der Komplementärmedizin ist, ist es möglich, dass die Untersuchungen nicht in allen Fällen von den Kassen anerkannt werden.
  3. Individuelle Vereinbarungen: Manchmal ist es möglich, dass bestimmte Untersuchungen nach individueller Prüfung durch die Krankenkasse übernommen werden, insbesondere wenn der behandelnde Arzt alle erforderlichen medizinischen Begründungen liefert.

Patienten, die erwägen, die Mikroimmuntherapie in ihre Behandlung einzubeziehen, sollten daher direkt mit ihrer Krankenkasse sprechen und möglicherweise auch die Beratung ihres Arztes einholen, um Klarheit über die mögliche Kostenübernahme zu erhalten.

Frage 7: Welche Risiken bringt die Mikroimmuntherapie bei ME/CFS mit sich?

Die Mikroimmuntherapie wird als schonende Therapieform angesehen, da sie mit sehr niedrigen Dosierungen von immunologischen Botenstoffen wie Zytokinen arbeitet (low dose und ultra-low dose). Diese geringe Dosierung reduziert das Risiko von Nebenwirkungen erheblich, wodurch die Therapie in der Regel gut verträglich ist.

Das Ziel der Mikroimmuntherapie ist es, das Immunsystem nachhaltig zu regulieren und eine Balance bzw. Homöostase wiederherzustellen, was gerade bei komplizierten Erkrankungen wie ME/CFS von Bedeutung sein kann. Während sie generell als nebenwirkungsarm gilt, ist es dennoch wichtig, dass die Therapie individuell angepasst und unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt wird, um die Sicherheit und Wirksamkeit für den jeweiligen Patienten zu gewährleisten. Es gilt allgemein, nicht zu viele Reize auf einmal zu setzen und die therapeutischen Schritte in der richtigen Reihenfolge durchzuführen. Jeder Patient ist einzigartig und reagiert unterschiedlich.

Frage 8: Wie kann ich meinen Arzt auf die Möglichkeiten der Mikroimmuntherapie aufmerksam machen? Wo kann man Fachartikel einsehen und sich womöglich auch ausbilden lassen?

Um Deinen Arzt auf die Möglichkeiten der Mikroimmuntherapie aufmerksam zu machen, kannst Du ihn ermutigen, die Ressourcen der MeGeMIT (Medizinische Gesellschaft für Mikroimmuntherapie) zu nutzen. Medizinische Fachkräfte können sich auf der Website der MeGeMIT kostenlos im medizinischen Fachkreisbereich registrieren. Dadurch erhalten sie Zugriff auf eine Vielzahl von Ressourcen, wie Case-Reports, Fachartikel und Aufzeichnungen, die wertvolle Informationen zur Mikroimmuntherapie bieten.

Zudem bietet die MeGeMIT sowohl Präsenz- als auch Online-Angebote zur Aus- und Fortbildung in der Mikroimmuntherapie an. So kann Dein Arzt seine Kenntnisse vertiefen und sich umfassend über die Anwendung und die theoretischen Hintergründe der Mikroimmuntherapie informieren. Indem Du auf diese Möglichkeiten hinweist, kannst Du dazu beitragen, dass Dein Arzt gut informierte Entscheidungen zur Behandlung treffen kann.

Frage 9: ME/CFS-Patienten können ja leider oft nicht das Haus verlassen. Gibt es die Möglichkeit von Online-Sprechstunden?

Um den Ursachen von ME/CFS effektiv auf die Spur zu kommen, ist eine umfassende und ausführliche Anamnese sowie Diagnose unerlässlich. Eine reine Online-Betreuung ist in diesem Fall oft nicht ausreichend und auch nicht anzuraten, da sie die tiefgehende Untersuchung und das persönliche Gespräch, die für eine genaue Diagnosestellung notwendig sind, nicht ersetzen kann.

Viele unserer Ärzte und Therapeuten bieten jedoch die Möglichkeit an, die Nachbetreuung telefonisch durchzuführen. Diese Option zeigt das Verständnis der Fachkräfte für die besonderen Bedürfnisse und Einschränkungen der Patienten mit ME/CFS. Der persönliche Kontakt während der initialen Diagnosestellung ermöglicht eine präzise Beurteilung des individuellen Krankheitsbildes, auf deren Basis eine gezielte Therapie, auch in Form von Mikroimmuntherapie, aufgebaut werden kann. Die anschließende telefonische Nachbetreuung stellt sicher, dass Patienten kontinuierlich begleitet und ihre Behandlung optimal angepasst wird.

Wo finde ich einen Mikroimmuntherapeuten, der Erfahrung mit der Behandlung von ME/CFS hat?

Du hast die Möglichkeit, hier direkt nach Ländern zu selektieren und eine Liste aller Mikroimmuntherapeuten mit Spezialgebiet ME/CFS bzw. EBV aufzurufen.

ME/CFS:

[cncl_specialist spec=”me/cfs”]

EBV:

[cncl_specialist spec=”epstei”]

Zudem kannst Du in unserem allgemeinen Therapeuten-Finder nach PLZ oder Ort filtern und Dir die einzelne Expertise jedes Therapeuten individuell anschauen:

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Über unsere Social-Media-Kanäle informieren wir regelmäßig über aktuelle Beschwerde- und Krankheitsbilder, die Immunbalance sowie die Möglichkeiten einer sanften Modulierung, um wieder zur Immunhomöostase zu gelangen. Folge uns:


Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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letzte Aktualisierung: 15.04.25

 

ME/CFS Behandlung

ME/CFS – FAQ-Liste Teil 1

ME/CFS Behandlung

Am 26.03.2025 fand der Online-Vortrag ME/CFS mit unserer Referentin Dr. Eleni Kavelara Lodge statt. Neben möglichen Ursachen und der Problematik einer Diagnosestellung ging es hier auch um die Möglichkeiten der ME/CFS-Behandlung. Wir haben uns sehr über die zahlreichen Anmeldungen gefreut und möchten nun einen Teil der häufigen Fragen aufgreifen, die uns während des Vortrags zugetragen wurden. In Teil 1 unserer FAQ-Reihe geht es vorwiegend um Hilfestellung bei der Diagnose und im Alltag sowie um ganzheitliche Behandlungsansätze.

Inhalt

Frage 1: Oft werden ME/CFS-Symptome auf die Psyche geschoben. Brauche ich psychologische Unterstützung? Muss ich einen Psychologen aufsuchen?

Es ist ein verbreitetes Missverständnis, dass ME/CFS-Patient*innen automatisch als psychisch krank abgestempelt werden. Diese Annahme ist nicht korrekt. Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass es sich bei ME/CFS nicht um eine psychische, sondern um eine körperliche Erkrankung mit Störungen auf der Ebene des Gefäßsystems, autonomen Nervensystems, Immunsystems sowie des Energiestoffwechsels handelt. 

Obwohl ME/CFS bestimmte Symptome (u.a. Fatigue oder Schlafstörungen) mit Erkrankungen wie Depression bzw. Burnout teilt, sind diese Krankheitsbilder klar voneinander abzugrenzen, um Fehldiagnosen zu vermeiden. Im Vergleich zu Patienten mit Depression oder Burnout, die psychisch unmotiviert, aber physisch belastbar sind, sind ME/CFS-Patienten zwar motiviert, aber körperlich eingeschränkt. Dabei gilt es, insbesondere auf die Kernsymptomatik von ME/CFS – die post-exertionelle Malaise (PEM) – zu achten. Bei Patient*innen mit Depression bzw. Burnout kann Sport förderlich wirken, während sich der Zustand von ME/CFS-Patienten nach körperlicher bzw. geistiger Anstrengung verschlechtert. Ein wichtiges Konzept in diesem Sinne ist das Pacing. Pacing bezieht sich auf das Management von Aktivitäten in einer Weise, die hilft, die Symptome zu minimieren und Energie zu schonen. Es beinhaltet das Erkennen und Einhalten von persönlichen Grenzen, das langsame Ansteigen der Aktivitäten und das Vermeiden von Überanstrengung. 

Nichtsdestotrotz ist zu berücksichtigen, dass ME/CFS eine große psychische Belastung für die Patient*innen darstellen kann, was das Risiko für die Entwicklung von sekundären psychischen Erkrankungen wie der Depression erhöhen kann. 

Auch wenn die Konsultation eines Psychologen nicht zwingend erforderlich ist, kann sie helfen, die Lebenssituation besser anzunehmen, mit den Herausforderungen der Erkrankung besser umgehen zu können, das Pacing anzuleiten und den Patienten zu begleiten. Auch andere Ansätze wie die Phytotherapie oder Mikroimmuntherapie stellen eine wertvolle Ergänzung dar, um physische und psychisch-emotionale Stresssituationen besser bewältigen zu können und für mehr Resilienz zu sorgen. Jede*r Patient*in kann basierend auf seinen individuellen Bedürfnissen und Vorlieben die geeigneten Hilfestellungen auswählen.

Frage 2: Welche Laboruntersuchungen werden empfohlen und sind anerkannt, um CFS als Erkrankung anzuerkennen?

Bei Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) gibt es derzeit keine spezifischen Laboruntersuchungen bzw. Biomarker, die allgemein anerkannt sind, um die Erkrankung direkt zu diagnostizieren oder offiziell anzuerkennen. Die Diagnose erfolgt nach international vereinbarten klinischen Kriterien, wie z.B. den Kanadischen Konsensuskriterien, wobei vorher das Vorliegen anderer Erkrankungen ausgeschlossen werden muss. Somit basiert die Diagnose von ME/CFS in erster Linie auf der sorgfältigen Beurteilung der Symptome, ihrer Intensität, Dauer und der Auswirkungen auf das tägliche Leben. Dem für ME/CFS spezifischen Merkmal der post-exertionelle Malaise (PEM) kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu. 

Obwohl es keine spezifischen Tests für die Diagnose von ME/CFS gibt, können einige Untersuchungen hilfreich sein, um das klinische Bild zu untermauern. Diagnostische Tests wie die Kipptischuntersuchung oder Pulsmessungen können dabei hilfreich sein. Bei dem Post-COVID- bzw. Post-VAC-Syndrom sind in einigen Fällen auch Autoantikörper (u.a. gegen adrenerge oder muskarinische Rezeptoren) nachzuweisen, die auf immunologische Dysfunktionen hinweisen.

Die Diagnose von ME/CFS erfordert letztendlich ein umfassendes Verständnis der klinischen Präsentation und den Ausschluss anderer Erkrankungen. Dies geschieht in der Regel durch eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung, ergänzt durch die Berücksichtigung der erwähnten Testergebnisse.

Frage 3: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Infektionen und ME/CFS?

Der Zusammenhang zwischen Infektionen und Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) ist ein bedeutendes Forschungsgebiet, da viele Patient*innen berichten, dass ihre Symptome nach einer Infektionskrankheit begannen. 

Infektionen – insbesondere wenn sie chronisch werden – können das Immunsystem stören und die Körperfunktionen auf mehreren Ebenen beeinträchtigen, was mit Beschwerden wie Müdigkeit, Schmerzen und neurologischen Symptomen einhergehen sowie zur Auslösung von komplexen Erkrankungen wie ME/CFS beitragen kann. 

Folgende Erreger können als potenzielle Auslöser von ME/CFS in Betracht gezogen werden:

  1. Viren: In den meisten Fällen tritt ME/CFS nach viralen Infektionen auf. Das Epstein-Barr-Virus (EBV), das für die Auslösung von Pfeifferschem Drüsenfieber (Mononukleose) bekannt ist, gehört zu den am häufigsten diskutierten viralen Auslösern von ME/CFS. Das Cytomegalievirus (CMV) gehört wie das EBV zur gleichen Familie der Herpesviren und wurde ebenfalls mit ME/CFS in Verbindung gebracht. Weitere potenzielle Auslöser können u.a. das humane Herpesvirus 6 (HHV-6), Parvovirus B19, Influenzaviren, Enteroviren sowie SARS-Coronaviren sein. 
  2. Bakterien: Es gibt auch Fälle von ME/CFS, die nach bakteriellen Infektionen wie u.a. Borrelien, Bartonellen, Brucellen oder Chlamydien beschrieben wurden. 
  3. Weitere Erreger: Diverse Parasiten und Pilze wurden ebenfalls mit ME/CFS in Verbindung gebracht. 

Insgesamt lässt sich sagen, dass während keine spezifische Infektion als alleiniger Auslöser von ME/CFS identifiziert wurde, viele Patient*innen nach viralen Erkrankungen symptomatisch werden. Die Forschung untersucht weiter die Mechanismen, durch die solche Infektionen das Immunsystem und den Körper beeinträchtigen können, um hoffentlich klare Antworten zu finden. 

Immunmodulierende Behandlungen wie die Mikroimmuntherapie (mehr dazu in Teil 2 unserer FAQ-Liste) könnten hilfreich sein, das Immunsystem in der Auseinandersetzung mit diversen Erregern (insbesondere mit Herpesviren) zu unterstützen. 

Neben einer Belastung mit unterschiedlichen Erregern stehen weitere Einflüsse unter Verdacht, ME/CFS auslösen zu können.

ME/CFS Mögliche Auslöser

Frage 4: Gibt es einen Zusammenhang zwischen MCAS und ME/CFS?

Das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) und ME/CFS sind zwei unterschiedliche, komplexe Erkrankungen, die zusammen auftreten können und eine Vielzahl von Symptomen und Pathomechanismen teilen.

  • MCAS und ME/CFS teilen mehrere gemeinsame Symptome, darunter Müdigkeit, kognitive Beeinträchtigungen, gastrointestinale Störungen und autonome Dysfunktion. 
  • Sowohl MCAS als auch ME/CFS gehen mit einer Dysregulation des Immunsystems einher. Bei ME/CFS können Immunstörungen vorhanden sein, während MCAS sich durch eine spezifische Fehlregulation der Mastzellen auszeichnet. Die Mastzellen können möglicherweise über die Freisetzung ihrer proinflammatorischen Mediatoren zum Krankheitsbild bei ME/CFS beitragen.
  • Beide Erkrankungen können entzündliche und neurologische Prozesse beinhalten, die potenziell miteinander in Verbindung stehen könnten.

Obwohl es in bestimmten Fällen Hinweise auf eine Überlappung der beiden Erkrankungen gibt, ist weitere Forschung notwendig, um die genauen Zusammenhänge und die gemeinsamen Mechanismen vollständig zu verstehen.

Frage 5: Was kann man bei ME/CFS tun? 

Der Umgang mit Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der verschiedene Aspekte von Energiemanagement, Lebensstil und Therapie umfasst. Hier sind einige Strategien, die Betroffenen helfen können, ihre Symptome besser zu managen und die Lebensqualität zu verbessern:

  1. Pacing: Eine Methode, um die Energie über den Tag zu verteilen und Überanstrengung zu vermeiden. Hierbei passt man Aktivitäten so an und plant Pausen, sodass die Belastung für den Körper möglichst gering bleibt.
  2. Ernährung und Darmgesundheit: Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Nährstoffen und Antioxidantien ist, kann die allgemeine Gesundheit fördern. Die Pflege der Darmgesundheit durch Probiotika oder eine darmfreundliche Ernährung kann ebenfalls von Nutzen sein.
  3. Supplementierung: Die Gabe u.a. von Antioxidantien, Multivitaminen und Mineralien, je nach individuellem Bedarf und nach ärztlicher Beratung, könnte die Symptomatik von ME/CFS verbessern.
  4. Immunregulation: Durch spezifische Ansätze kann einer unter- bzw. überaktiven Immunantwort entgegengewirkt und das immunologische Gleichgewicht wiederhergestellt werden, um Beschwerden wie (Fatigue, Schmerzen, Infektanfälligkeit) zu lindern. Die Mikroimmuntherapie als ein schonender, immunmodulierender Ansatz kann dabei hilfreich sein. 
  5. Sanfte Bewegung: Aktivität im Rahmen der individuellen Belastungsgrenzen kann dazu beitragen, die Muskulatur zu stärken und die Durchblutung zu fördern. Aktivitäten wie Yoga oder kurze Spaziergänge sind oft geeignet, solange sie an das jeweilige Energielevel angepasst sind, um post-exertionelle Malaise (PEM) zu vermeiden.
  6. Atemübungen: Diese können helfen, das autonome Nervensystem zu beruhigen, Stress abzubauen und die Sauerstoffaufnahme zu verbessern. Regelmäßige Atemübungen fördern Entspannung und können dabei helfen, Erschöpfungszustände zu lindern.
  7. Kognitiver und emotionaler Ausgleich: Aktivitäten, die Freude bereiten und entspannen, wie Gartenarbeit oder Zeit in der Natur, können helfen, den emotionalen Stress zu reduzieren und das Wohlbefinden zu steigern. Phytotherapie oder Mikroimmuntherapie können ebenfalls die Resilienz des Organismus unterstützen. 
  8. Austausch mit anderen Betroffenen: Der Kontakt zu Selbsthilfegruppen oder Online-Communities kann wertvolle Unterstützung bieten, da der Austausch von Erfahrungen und Informationen oft als entlastend empfunden wird. Hier findest Du eine Übersicht: https://medotcfs.wpcomstaging.com/uebersicht-selbsthilfegruppen/

Jede*r Patient*in ist individuell, und daher ist es wichtig, einen personalisierten Ansatz zu wählen und diesen in Absprache mit dem behandelnden Arzt umzusetzen. Das Ziel sollte sein, schrittweise Verbesserungen zu erzielen, ohne eine Überlastung zu riskieren.

Frage 6: Gibt es eine Chance, wieder gesund zu werden?

Die Frage nach der Genesung von ME/CFS kann viele Facetten haben und lässt sich nicht einfach beantworten. Lasst uns das Thema ein wenig philosophischer betrachten.

Gesundheit ist kein statischer Zustand, sondern muss von jedem Menschen in jedem Moment neu hergestellt werden. Was bedeutet es wirklich, “gesund” zu sein? Gibt es eine absolute Gesundheit, oder ist es vielmehr der Zustand einer optimalen Balance, einer Homöostase, den wir anstreben? Es geht vielmehr darum, den Organismus von Störfaktoren (u.a. chronisch-persistierenden Infektionen, toxischen Belastungen, chronischem Stress) so weit wie möglich zu entlasten und gleichzeitig die eigene Regulationsfähigkeit zu fördern, damit unser Organismus auch in herausfordernden Zeiten seine interne Balance aufrechterhalten bzw. wiederherstellen kann (sogenannte Resilienz). 

Eines der wichtigsten Ziele dabei ist es, das Immunsystem sowie seine Interaktion mit anderen Systemen in ein optimales Gleichgewicht zu bringen. Durch ein multimodales, individuell abgestimmtes Therapiekonzept, einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Arzt/Therapeuten und den Betroffenen sowie viel Akzeptanz und Fürsorge können in kleinen, aber fortlaufenden Schritten die Symptome gelindert, die Lebensqualität verbessert sowie der Weg zurück in die Gesundheit, verstanden als ein Zustand einer dynamischen Balance, geebnet werden. Nicht das Tempo zählt, sondern die Richtung, wobei jeder Schritt zählt.

Frage 7: Was hält die Zukunft für Betroffene & Angehörige bereit?

Die Forschung rund um Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) hat in den letzten Jahren zunehmend das Immunsystem als möglichen Schlüssel zur Behandlung in den Fokus gerückt. Es werden immer mehr Studien durchgeführt, die darauf abzielen, die Rolle des Immunsystems bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von ME/CFS besser zu verstehen.

Ein wachsender Bereich der Forschung beschäftigt sich mit der Immunbalance, die als entscheidender Faktor bei ME/CFS betrachtet wird. Hierbei wird untersucht, wie verschiedene Immunzellen und -marker bei Betroffenen im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen abweichen und wie diese Unterschiede zur Krankheit beitragen könnten. Einige Studien legen nahe, dass es bei ME/CFS-Patient*innen zu einer Fehlregulation des Immunsystems – im Sinne einer Über- oder Unterreaktion – kommt.

Zu den aktuellen Forschungsschwerpunkten gehören:

  1. Zytokin-Profile: Viele Studien untersuchen die Rolle von Zytokinen, d.h. Immunbotenstoffen, die die Vermehrung und Aktivität von Immunzellen regulieren. Veränderungen in den Zytokin-Spiegeln könnten Anhaltspunkte dafür liefern, wie das Immunsystem bei ME/CFS aus dem Gleichgewicht geraten ist.
  2. Autoimmunprozesse: Einige Forschungen richten sich darauf, herauszufinden, ob autoimmune Mechanismen eine Rolle spielen, bei denen der Körper fälschlicherweise eigene Körperteile angreift.

Durch die kontinuierliche Erforschung der Immunparameter und der biologischen Mechanismen, die die Krankheit antreiben, hoffen Wissenschaftler, in Zukunft effektivere Therapien zu entwickeln, die das Immunsystem stabilisieren und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern.

Die Mikroimmuntherapie (mehr dazu in Teil 2 unserer FAQ-Liste) und ähnliche Ansätze betrachten das Immunsystem als zentralen Dreh- und Angelpunkt der Behandlung von ME/CFS und anderen Erkrankungen. 

Frage 8: Wo finde ich einen Mikroimmuntherapeuten, der Erfahrung mit der Behandlung von ME/CFS hat?

Du hast die Möglichkeit, hier direkt nach Ländern zu selektieren und eine Liste aller Mikroimmuntherapeuten mit Spezialgebiet ME/CFS oder auch EBV aufzurufen.

ME/CFS:

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EBV:

[cncl_specialist spec=”epstei”]

Zudem kannst Du in unserem allgemeinen Therapeuten-Finder nach PLZ oder Ort filtern und Dir die einzelne Expertise jedes Therapeuten individuell anschauen:

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Patientenstimmen – vielen Dank für Euer tolles Feedback zu unserem Online-Vortrag ME/CFS


Danke schön 🙂 Ich als Betroffene und Fachperson fand es gut. 


Super strukturierter Vortrag und so angenehm vorgetragen! Herzlichen Dank!


Ich wurde durch einen befreundeten Arzt auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht. Zunächst möchte ich Ihnen sagen, dass ich den Vortrag als wertvoll und verständlich erlebt habe und dass die Referentin sehr angenehm gesprochen hat.


Ich habe keine Frage, aber ich möchte Danke für den tollen Vortrag sagen. Als ME/CFS-Patient ist es nicht selbstverständlich, dass sich ein Arzt so viel mit diesem Thema beschäftigt und uns ernst nimmt. Danke ❤️

FAQ-Liste Teil 2

Im 2. Teil unserer FAQ-Liste ME/CFS greifen wir konkrete Fragen über die Möglichkeiten der Mikroimmuntherapie bei ME/CFS auf: Hier geht es zur Liste Teil 2!

Auch möchten wir Dir empfehlen, uns auch auf unseren Social-Media-Kanälen zu folgen, damit Du immer auf dem Laufenden bleibst:


Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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letzte Aktualisierung: 15.4.25

 

Die Wissenschaft vom Schmerz: Verständnis von chronischen Schmerzen

Chronischer Schmerz stellt eine gesundheitliche Herausforderung dar, die Millionen von Menschen weltweit betrifft. Im Gegensatz zu akutem Schmerz, der eine spezifische Verletzung oder Erkrankung signalisiert, ist chronischer Schmerz ein vielschichtiges Phänomen, das oft ohne vorerst offensichtlichen, sichtbaren Grund fortbesteht. In diesem Artikel beleuchten wir mögliche Ursachen, betrachten genauer die “Stellschraube Immunsystem” und stellen Dir außerdem die Möglichkeiten der Mikroimmuntherapie in diesem Kontext vor.

Inhalt

Unsichtbar – und doch so präsent: Chronischer Schmerz

Chronische Schmerzen stellen eines der größten Rätsel dar – sowohl im medizinischen als auch im psychologischen Bereich. Sie sind das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren und reichen weit über das hinaus, was wir gewöhnlich als körperliche Symptomatik verstehen. Die Präsenz von chronischen Schmerzen im Alltag kann tiefgreifende Auswirkungen haben und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken.

Ein oft übersehener Akteur in diesem vielschichtigen Geschehen ist das Immunsystem, das eine entscheidende Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von chronischen Schmerzen spielt. Immunsystemzellen und entzündliche Mediatoren sind nicht nur an der Reparatur von Gewebe und der Abwehr von Infektionen beteiligt, sondern können auch die Schmerzverarbeitung im Nervensystem erheblich beeinflussen. Entzündungen, die durch das Immunsystem hervorgerufen werden, können nicht nur akuten Schmerz verstärken, sondern auch zu einer Sensibilisierung führen, die den Schmerz chronisch werden lässt.

Trotz intensiver Forschung bleibt die vollständige Entschlüsselung des Ursprungs und der Behandlung von chronischen Schmerzen eine Herausforderung, die uns dazu ermutigt, weiterhin interdisziplinäre Ansätze zu verfolgen, um das komplexe Zusammenspiel zwischen Nerven, Psyche und Immunsystem besser zu verstehen.

Den Schmerz-Typ erkennen

Chronische Schmerzen manifestieren sich in verschiedenen Formen, die sich durch ihre Ursachen und Lokalisierung unterscheiden. 

Die 4 Hauptkategorien chronischer Schmerzen

Viszerale Schmerzen: Diese gehen von den inneren Organen aus und können durch Erkrankungen oder Entzündungen innerhalb der Bauchhöhle ausgelöst werden. Typische Beispiele sind das Reizdarmsyndrom oder chronische Magenschmerzen. Entzündliche Prozesse innerhalb der Organe oder Bauchhöhle sind oft der Hauptverursacher und können zu anhaltenden Beschwerden führen.

Neuropathische Schmerzen: Diese entstehen durch Schädigungen oder Fehlfunktionen im Nervensystem. Zu den häufigsten Formen gehören Neuropathien oder postherpetische Neuralgie, die sich typischerweise durch brennende, stechende oder elektrisierende Empfindungen äußern. Bei dieser Art von Schmerz spielen oft Entzündungen des Nervengewebes eine Rolle, die zu anhaltenden oder sich verschlimmernden Symptomen führen können.

Muskuloskelettale Schmerzen: In diese Kategorie fallen Schmerzen in Muskeln, Knochen und Gelenken, wie sie bei Rückenschmerzen oder Arthritis auftreten. Diese Art von Schmerz wird oft durch Verletzungen, degenerative Erkrankungen oder Überbeanspruchung verursacht. Entzündungen sind bei muskuloskelettalen Schmerzen besonders relevant, da sie eine Schlüsselrolle bei Erkrankungen wie Arthritis spielen und die Schmerzsymptomatik verschlimmern können.

Psychogene Schmerzen: Hier spricht man von Schmerzen, bei denen psychologische Faktoren wie Stress oder Depression eine zentrale Rolle spielen. In den meisten Fällen liegt bei dieser Art von Schmerzen ein aus der Balance geratenes Immunsystem zugrunde, worauf wir weiter unten noch weiter eingehen werden. 

Und wie kommt es überhaupt zum Schmerz?

Die Ursachen von chronischen Schmerzen sind vielfältig: Sie sind das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels aus biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren. 

Biologische Aspekte

  • Nervensystem-Dysfunktion: Fehler in der Funktion des Nervensystems können zu einer übermäßigen Schmerzempfindung führen. Dysfunktionen auf zellulärer Ebene betreffen sowohl das zentrale als auch das periphere Nervensystem und führen zu einem verstärkten Schmerzempfinden.
  • Schmerzgedächtnis: Überaktive Nervenbahnen und zentrale Sensibilisierung spielen eine entscheidende Rolle. Diese Phänomene führen dazu, dass das Nervensystem Schmerzen kontinuierlich wahrnimmt und speichert, selbst ohne den ursprünglichen Auslöser.

Psychologische Aspekte

  • Stress und emotionale Belastungen: Psychische Faktoren wirken stark auf die Wahrnehmung und Intensität von Schmerzen. Stress und emotionale Herausforderungen können eine Abwärtsspirale initiieren, in der Schmerzen zu weiterem emotionalen Unwohlsein führen, wodurch die Schmerzerfahrung verstärkt wird.

Soziale Aspekte

  • Lebensgeschichtliche und soziale Einflüsse: Einflussfaktoren wie vergangene Traumata, das familiäre Unterstützungssystem und soziale Interaktionen spielen ebenfalls eine wesentliche Rolle. Diese Faktoren beeinflussen, wie Schmerzen erlebt und bewältigt werden und können maßgeblich zur Chronifizierung von Schmerzen beitragen.

Bei der Behandlung von chronischen Schmerzen sollte stets die komplexe Interaktion zwischen Körper, Psyche und sozialem Umfeld berücksichtigt werden. In allen 3 Bereichen wird das Immunsystem negativ beeinflusst – es kann außer Balance geraten. Dieser gemeinsame Nenner ermöglicht eine gezielte und individuelle Behandlung der Betroffenen.

Stellschraube Immunsystem: Gezielte Schmerzbehandlung

Wusstest Du, dass chronische Entzündungszustände oft im Zusammenhang mit einer gestörten Immunbalance stehen? In solchen Fällen kann das Immunsystem überaktiv werden und dabei nicht nur zum Fortschreiten von Schmerzen beitragen, sondern diese auch chronifizieren. 

Eine übermäßige Produktion von proinflammatorischen Zytokinen kann schädliche Entzündungsreaktionen auslösen, die das Schmerzempfinden verstärken. Umgekehrt sind antiinflammatorische Zytokine für die Dämpfung solcher Reaktionen verantwortlich. Die Balance zwischen diesen beiden Arten von Zytokinen ist entscheidend, um eine gesunde Immunreaktion zu gewährleisten. Wenn diese Balance gestört ist, besteht ein erhöhtes Risiko, dass Schmerzen länger anhalten und chronisch werden.

Besonders die Mikroglia, eine Form von Immunzellen im Zentralnervensystem, haben sich als zentrale Akteure bei der Modulation von Schmerzsignalen herausgestellt. Mikroglia sind in der Lage, sowohl pro- als auch antiinflammatorische Signale zu senden und so maßgeblich Einfluss auf den Verlauf und die Intensität von Schmerzen zu nehmen. Diese Erkenntnis eröffnet neue Ansatzpunkte für Therapien, um chronische Schmerzen wirksam zu behandeln.

Schmerz lass nach: Mikroimmuntherapie als innovativer Behandlungsansatz

Die Mikroimmuntherapie ist ein innovativer Ansatz, der sich darauf konzentriert, das Immunsystem gezielt zu modulieren, um Krankheiten besser in den Griff zu bekommen. Im Kontext von chronischen Schmerzen gibt es einige interessante Perspektiven, wie diese Therapieform potenziell wirken könnte.

Wo setzt die Mikroimmuntherapie genau an?

  1. Modulation des Immunsystems: Die Mikroimmuntherapie verwendet niedrig dosierte immunologische Moleküle, um die Immunantwort zu regulieren. Diese Moleküle können pro- und antiinflammatorische Zytokine, spezifische Antigene oder andere immunmodulierende Substanzen umfassen.
  2. Wiederherstellung der Immunbalance: Das Hauptziel besteht darin, das Gleichgewicht zwischen entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Prozessen im Körper wiederherzustellen. Bei chronischen Schmerzen, die mit einer anhaltenden Entzündungsreaktion verbunden sein können, versucht die Mikroimmuntherapie, diese übermäßige Aktivierung zu regulieren.

Wirkweise bei chronischen Schmerzen

  1. Reduktion von Entzündungen: Indem die Therapie das Gleichgewicht pro- und antiinflammatorischer Zytokine beeinflussen möchte, kann sie helfen, die chronische Entzündungsantwort, die häufig mit Schmerzen assoziiert ist, zu reduzieren.
  2. Beeinflussung neuroinflammatorischer Prozesse: Durch gezielte Eingriffe in die Interaktionen zwischen Immunzellen und Nervenzellen möchte die Mikroimmuntherapie die schmerzhafte Übererregung von Nervenzellen verringern.
  3. Neuroprotektion: Zusätzliche Eingriffe könnten darauf abzielen, die Umgebung der Nervenzellen zu stabilisieren, um funktionelle und strukturelle Schäden an Neuronen zu verhindern oder zu reparieren.

Bist Du betroffen und suchst Hilfe? Hier geht es zu unserem Therapeutenfinder – suche entweder in Deiner Nähe nach einem Therapeuten oder gezielt nach einem Beschwerdebild.

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Fazit und Ausblick

Die Behandlung chronischer Schmerzen ist zweifellos eine Herausforderung, die ein tiefgreifendes Verständnis der komplexen Wechselwirkungen zwischen Körper, Geist und Immunsystem erfordert. Ein multidisziplinäres Vorgehen, welches physische, psychologische und immunologische Aspekte integriert, könnte der Schlüssel zu einer effektiven Schmerzbewältigung sein. Die kontinuierlichen Fortschritte in der Forschung, insbesondere durch innovative Ansätze wie die Mikroimmuntherapie, eröffnen vielversprechende Wege, um Patienten mit chronischen Schmerzen neue Hoffnung zu geben.

Während wir in die Zukunft blicken, können wir optimistisch sein, dass diese integrativen Ansätze dazu beitragen, den Schmerz nicht nur zu lindern, sondern auch die Lebensqualität erheblich zu steigern und Betroffenen hoffentlich ein erfülltes Leben zu ermöglichen.


Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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letzte Aktualisierung: 20.3.25

 

ME/CFS Hilfe

ME/CFS – Neue Perspektiven und Ansätze zur Bewältigung einer unterschätzten Erkrankung

ME/CFS Hilfe

Müdigkeit – verstanden als ein Zustand von akut verbrauchter Energie – kann bei jedem auftreten und verschwindet zumeist nach entsprechender Erholung. Was aber, wenn dieser Zustand länger andauert und den Alltag einschränkt? Man spricht in diesem Fall von Fatigue/Erschöpfung.

Diese kann u.a. infolge von diversen Störungen auf körperlicher bzw. psychischer Ebene, Mangelzuständen sowie manifesten Erkrankungen auftreten. So zum Beispiel ist die lähmende Fatigue Teil des Beschwerdekomplexes bei ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) (auch Chronisches Erschöpfungssyndrom genannt).  ME/CFS ist eine komplexe Erkrankung, über die es noch viele Unklarheiten gibt und die den Alltag der Betroffenen in vielerlei Hinsicht lähmen kann. In der Forschung nimmt das Thema ME/CFS nun Fahrt auf! 

ME/CFS war früher eher als Fatigue-Syndrom bekannt. In diesem Artikel möchten wir nicht nur den aktuellen Wissensstand zu ME/CFS darstellen, sondern auch aufzeigen, welche neuen Forschungsschritte und Therapien derzeit diskutiert werden. Dabei rückt insbesondere das Immunsystem in den Fokus, da es eine entscheidende Rolle für das Verständnis und die Behandlung von ME/CFS spielen könnte. Aus diesem Grund möchten wir es genauer beleuchten und gleichzeitig erläutern, welche Unterstützung die Mikroimmuntherapie in diesem Zusammenhang bieten kann.

Inhalt

ME/CFS: Das Krankheitsbild in Kürze vorgestellt

Bei ME/CFS handelt es sich um eine Multisystemerkrankung, die sich durch ein vielschichtiges Beschwerdebild auszeichnet, wobei neben der Erschöpfung/Fatigue insbesondere die Belastungsintoleranz (sogenannte Post-Exertionelle Malaise – kurz: PEM) charakteristisch ist. Zusätzlich treten weitere Beschwerden auf kognitiver, neurologischer oder immunologischer Ebene auf. Die Erkrankung wurde erstmals in den 1930er Jahren in den USA akademisch beschrieben und 1969 von der WHO als neurologische Erkrankung klassifiziert. 

Die Prävalenz von ME/CFS wird in Deutschland auf etwa 0,1 bis 0,7 Prozent geschätzt; die Behandlungsfälle sind von 2018 bis 2021 deutschlandweit von etwa 350.000 auf 500.000 gestiegen.1 Da ME/CFS meist akut mit einer Infektion beginnt (in etwa 70 Prozent der Fälle), hatte die Corona-Pandemie einen entsprechend großen Einfluss auf die Erkrankung und die Zahl der Betroffenen. Im Jahr 2022 gab bereits etwa ein Drittel der über 16-Jährigen an, manchmal oder häufig unter „Ermüdungserscheinungen“ zu leiden.2 Nach Angaben der ME/CFS Research Foundation stieg die Zahl der ME/CFS-Betroffenen bis 2023 auf 620.000, darunter etwa 80.000 Kinder.3 Weltweit wird die Zahl der Betroffenen auf über 42 Millionen geschätzt.  

Wichtig: Auch wenn in diesem Artikel viel vom Fatigue-Syndrom und Erschöpfung die Rede ist, ist es wichtig, ME/CFS noch einmal davon abzugrenzen. Auch wenn Fatigue/Erschöpfung zentrale Symptome der Erkrankung sind, geht das ME/CFS weit darüber hinaus. Sie verläuft chronisch und kann den ganzen Körper betreffen – sie kann ihn so stark belasten, dass selbst kleine, alltägliche Aufgaben für die Betroffenen nicht mehr zu bewältigen sind. Etwa zwei Drittel der Betroffenen sind arbeitsunfähig und können das Haus oder sogar das Bett nicht mehr verlassen.

Mögliche Ursachen und häufige Symptome bei ME/CFS

Ursachen
Die genauen Ursachen von ME/CFS sind noch nicht endgültig geklärt. Bei einem Großteil der  Patientinnen und Patienten wird die Erkrankung nach einer Infektion ausgelöst. Dies kann zum Beispiel eine Infektion mit Herpesviren wie dem Epstein-Barr-Virus (EBV), eine Coronainfektion oder eine Grippe sein. Insbesondere Patientinnen und Patienten, die an Long COVID/Post-Vac-Syndrom leiden, zeigen ähnliche Symptome wie bei ME/CFS oder haben ein erhöhtes Risiko, diese Erkrankung zu entwickeln.

ME/CFS Mögliche Auslöser

Symptome
Das Beschwerdebild von ME/CFS ist komplex und individuell unterschiedlich: Jeder erlebt es anders. Zu den zentralen Symptomen gehören anhaltende oder wiederkehrende Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Erschöpfung. Häufig verschlimmern sich die Beschwerden nach körperlicher oder geistiger Anstrengung (sog. Post-Exertionelle Malaise, kurz: PEM). Weitere Beschwerden sind u.a. Schmerzen, Schlafstörungen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Störungen des Kreislaufs wie Tachykardie oder Infektanfälligkeit.

ME/CFS mögliche Symptome

Da die Symptome auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten können, haben Betroffene oft eine regelrechte Arzt-Odyssee hinter sich, bevor sie die Diagnose ME/CFS erhalten. Ein Grund mehr, dem Krankheitsbild mehr medizinische Aufmerksamkeit zu schenken.

Verschiedene Schweregrad 4

Leichtes ME/CFS

  • Aktivitätsniveau ist um etwa 50 % reduziert
  • Betroffene sind mobil und können sich i. d. R. weiterhin selbst versorgen (aber mit Einschränkungen)
  • Schule/Arbeit ist prinzipiell möglich, aber meist nur mit verringerter Stundenzahl und weniger Aktivität/mehr Pausen

Moderates ME/CFS

  • Eingeschränkte Mobilität
  • Alltag ist meist nur mit Unterstützung zu bewältigen
  • i. d. R. nicht schul-/arbeitsfähig
  • Benötigen häufig Ruhezeiten
  • Oft Schlafprobleme

Schweres ME/CFS

  • Betroffene können Wohnung kaum/nicht mehr verlassen
  • Häufig auf Rollstuhl angewiesen
  • Ausgeprägte Fatigue und Schwäche
  • Können Alltag nicht/nur sehr eingeschränkt bewältigen (z. B. Zähneputzen)
  • Oft schwere und anhaltende Schmerzen
  • Kognitive Fähigkeiten sind eingeschränkt (z. B. Schwierigkeiten, Gesprächen zu folgen)

Sehr schweres ME/CFS

  • Bereits leichte Handlungen wie Sprechen oder Sitzen können PEM auslösen, was Symptome schlagartig verschlimmern kann
  • Alltag kann i. d. R. nicht mehr allein bewältigt werden
  • Meist bettlägerig und auf Pflege angewiesen

Neue Perspektiven in der Forschung – aktuelle Studien und Wege

1. Neue Forschung

Obwohl ME/CFS die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränkt, bleibt die Versorgungssituation bis heute kritisch, da es nach wie vor an zugelassenen Therapien und Betreuungsangeboten mangelt. Zudem wurde ME/CFS lange Zeit unterschätzt und zu wenig beachtet, aber genau das soll sich nun endlich ändern.

Das Europäische Parlament hat 2020 eine Resolution zur Anerkennung und Erforschung von ME/CFS verabschiedet.5 Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gab im September 2023 bekannt, dass eine Fördersumme von bis zu 15 Millionen Euro an verschiedene Projekte vergeben wird, um ME/CFS näher zu erforschen.6 

Miracle
Zu den geförderten Projekten gehört beispielsweise „Miracle“7 des Universitätsklinikums Regensburg mit dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass das Immunsystem genauer untersucht wird, um Mechanismen zu identifizieren, die zu ME/CFS beitragen. 

CURE-ME
Auch das Projekt CURE-ME8 konzentriert sich auf die immunologische Ebene und legt seinen Fokus auf Autoimmunprozesse. So soll untersucht werden, wie EBV solche Autoimmunprozesse herbeiführt und die gesunde Immunantwort verändern kann. Dadurch soll das Verständnis für postinfektiöse ME/CFS verbessert werden. 

2. Neue Biomarker

Die Suche nach potentiellen Biomarkern ist ein weiterer Schwerpunkt der modernen ME/CFS-Forschung. Die bereits erwähnten neutrophilen Granulozyten könnten solche Marker darstellen. Darüber hinaus wird die leichte Neurofilamentkette im Plasma als Biomarker für ME/CFS untersucht.9 Dieser Biomarker wurde bereits bei der Multiplen Sklerose eingesetzt und könnte nun auch bei ME/CFS von Bedeutung sein.

3. Neue Therapieansätze

Leider gibt es bis heute keine Heilung für ME/CFS. Die Therapie zielt in der Regel auf eine Linderung der Symptome ab. Neue Forschungsansätze gehen jedoch dahin, die Behandlung individueller auf die Erkrankung auszurichten. Untersucht werden vor allem immunmodulatorische Therapien, die das körpereigene Abwehrsystem unterstützen und eine sanfte Hilfe zur Selbsthilfe darstellen können. Auch antivirale Ansätze und Biofeedback werden näher betrachtet.

4. Neue Auslöser

Eine Corona-Infektion gilt als möglicher Auslöser des Fatigue-Syndroms. Laut Beobachtungen erfüllt nach einer Erkrankungsdauer von mehr als sechs Monaten etwa die Hälfte der Patienten mit Long COVID die Diagnosekriterien für ME/CFS.10 Um die Zusammenhänge, auslösenden Mechanismen und möglichen Therapien besser zu verstehen, wird weiterhin geforscht. Auch die Corona-Impfung wird als Auslöser aktuell diskutiert.

Die Mikroimmuntherapie – die Schlüsselrolle der immunitären Balance 

Wie wir bereits gezeigt haben, haben Infektionen und damit einhergehend immunologische Prozesse einen großen Einfluss auf ME/CFS. Daher spielt das Immunsystem in der aktuellen Forschung eine entscheidende Rolle. Immunologische Ansätze sollen nicht nur helfen, Krankheitsprozesse zu verstehen, sondern auch im Hinblick auf mögliche Therapien konzentriert sich die Forschung zu einem großen Teil auf das Immunsystem und seine Prozesse.

Hier kommt die Mikroimmuntherapie ins Spiel, denn sie setzt direkt am Immunsystem an. Sie verwendet niedrig dosierte Immunbotenstoffe wie Zytokine, die für den Körper in der Regel sehr gut verträglich sind – denn immerhin nutzt der Körper diese Botenstoffe selbst. Mit ihrer Hilfe sollen die immunitären Abläufe auf sanfte Weise reguliert und moduliert werden. Das bedeutet, dass unter anderem entzündungsfördernde und entzündungshemmende Prozesse ausgeglichen, also in eine natürliche Balance zurückgeführt werden sollen. Das hat zum Ziel, dass das Immunsystem wie vorgesehen agieren und den Organismus vor potentiellen Gefahren wie Infektionen schützen kann. Ein intaktes Immunsystem verringert außerdem das Risiko für Autoimmunprozesse.

ME/CFS Immunbalance

Als ergänzende Therapie beim Fatigue-Syndrom zielt die Mikroimmuntherapie darauf ab:

  • Anhaltende Entzündungen zu reduzieren
  • Vermehrung von Viren zu hemmen
  • Vorliegende Beschwerden zu lindern
  • Physische und kognitive Leistungsfähigkeit zu unterstützen
  • Das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität zu verbessern

Mehr zur Funktionsweise und zu den Vorteilen der Mikroimmuntherapie bei ME/CFS kannst Du hier in unserer Patientenbroschüre nachlesen!

Therapeutenliste: So findest Du Mikroimmuntherapeuten in Deiner Nähe

Wenn Du mehr über die Möglichkeiten der Mikroimmuntherapie erfahren möchtest, kann Dir das Gespräch mit einem Mikroimmuntherapeuten eine große Unterstützung bieten, da er Dich individuell beraten kann. Es gibt zudem verschiedene Formeln der Mikroimmuntherapie, die jeweils auf bestimmte Krankheitsbilder und Anwendungsfelder ausgerichtet sind. Aus diesem Grund ist eine persönliche Beratung daher essenziell. Mit unserem Therapeuten-Finder wirst Du garantiert fündig – hier kannst Du gezielt nach PLZ oder Ort filtern. 

Möchtest Du direkt Therapeuten selektieren, die auf die Behandlung von ME/CFS und das Fatigue-Syndrom spezialisiert sind? Dann findest Du hier die entsprechende Liste, unterteilt in verschiedene Länder.

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Selbsthilfe beim Fatigue-Syndrom – Was kann ich tun?

Verhaltenstipps, eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Schlafroutine – obwohl Selbsthilfemaßnahmen ME/CFS nicht heilen können, tragen sie dazu bei, besser mit der Erkrankung umzugehen. 

  • Selbstbeobachtung und Selbstmanagement: Du kannst ein Symptomtagebuch führen, um einen Überblick über mögliche Faktoren zu bekommen, die Deine Beschwerden verstärken oder lindern. Außerdem solltest Du Dir immer realistische Ziele setzen, die sich an Deiner Belastbarkeit orientieren – auch hier kann es hilfreich sein, diese aufzuschreiben.
  • Pacing: Unter Pacing versteht man den Umgang mit den eigenen Energieressourcen, um Überlastung und PEM zu vermeiden. Plane aktiv ausreichend Pausen und Erholung in Deinen Alltag ein. Höre auf Deinen Körper und setze Dich nicht unter Druck.
  • Schlafhygiene: Regelmäßiger und erholsamer Schlaf ist wichtig. Bei ME/CFS sind Schlafprobleme leider keine Seltenheit. Versuche, jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und sorge für eine ruhige, entspannte Umgebung. Vielleicht helfen Dir auch Methoden wie Meditation oder autogenes Training, um Dich zu entspannen und besser schlafen zu können.
  • Ernährung: Achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit möglichst frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln. Vollkornprodukte liefern langanhaltende Energie, Obst und Gemüse versorgen Dich mit wichtigen Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und stabilisieren den Energiehaushalt, Joghurt und fermentierte Lebensmittel unterstützen die Darmflora.
  • Leichte Bewegung: Auch Bewegung ist wichtig für die Gesundheit. Gerade beim Fatigue-Syndrom kann es aber schwer sein, die Kraft dazu aufzubringen – vor allem, wenn die Erkrankung sehr schwer ist. Achte in jedem Fall darauf, Dich nicht zu überanstrengen. Schon leichte Spaziergänge können helfen, Stress abzubauen und den Kreislauf in Schwung zu bringen, ohne Dich zu überlasten. 

Hast Du weitere Tipps oder Fragen zum Thema ME/CFS? Dann schreib uns gern auf Instagram, Facebook oder per E-Mail. Wir freuen uns auf Deine Nachricht!

Fazit: Was hält die Zukunft für Betroffene bereit?

Das Bewusstsein für ME/CFS ist in den letzten Jahren gestiegen und auch die Forschung auf diesem Gebiet wird verstärkt gefördert, um die Krankheit besser verstehen und behandeln zu können. Damit sind wir auf einem guten Weg, die bisher „unbekannte“ und oft unterschätzte Erkrankung gezielt behandeln zu können und den Betroffenen mehr Lebensqualität zu geben. 

Die Zukunft für ME/CFS-Betroffene bleibt herausfordernd, bietet aber auch Hoffnung auf Verbesserungen in Diagnostik, Therapie und individueller Betreuung. Fortschritte in der Forschung (z. B. Biomarker), innovative und individualisierte Therapieansätze (z. B. immunmodulierende Therapien wie die Mikroimmuntherapie) sowie Aufklärung und Sensibilisierung der Gesellschaft sind wichtige Schritte, auf denen weiterhin aufgebaut werden muss.

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Literatur & Quellen

  1. Stellungnahme der KBV zum Antrag der CDU/CSU-Bundestagsfraktion „ME/CFS-Betroffenen sowie deren Angehörigen helfen – für eine bessere Gesundheits- sowie Therapieversorgung, Aufklärung und Anerkennung“ (BT-DRS.: 20/4886 vom 14. Dezember 2022). https://www.bundestag.de/resource/blob/943000/60468062de2e557ef6436afb4e5c9173/20_14_0095-5-_Kassenaerztliche-Bundesvereinigung_ME-CFS_nicht-barrierefrei-data.pdf [abgerufen am 24.02.2025] ↩︎
  2. Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). (2022, Dezember). Langfassung der S3-Leitlinie Müdigkeit [PDF]. https://www.degam.de/files/Inhalte/Leitlinien-Inhalte/Dokumente/DEGAM-S3-Leitlinien/053-002_Leitlinie%20Muedigkeit/oeffentlich/Aktualisierung%20Dezember%202022%20-%20Dokumente%20Homepage/Langfassung%20Leitlinie%20Muedigkeit.pdf [abgerufen am 24.02.2025] ↩︎
  3. Website der ME/CFS Research Foundation. Was ist ME/CFS?. https://mecfs-research.org/was-ist-me-cfs/ [abgerufen am 24.02.2025] ↩︎
  4. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). (2023, 17. April). ME/CFS: aktueller Kenntnisstand – Abschlussbericht N21-01 Version 1.0 [PDF]. Bundesministerium für Gesundheit. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Gesundheit/Berichte/ME-CFS-aktueller-Kenntnisstand_Abschlussbericht_V1-0.pdf, S. 9–10. [abgerufen am 24.02.2025] ↩︎
  5. Portal des Europäischen Parlaments. Antrag auf Finanzmittel für die biomedizinische Forschung zu der Krankheit Myalgische Enzephalomyelitis. https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/TA-9-2020-0140_DE.html [abgerufen am 24.02.2025] ↩︎
  6. Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Fördermaßnahme – Pathomechanismen von ME/CFS. https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/pathomechanismen-von-me-cfs-18010.php [abgerufen am 24.02.2025] ↩︎
  7. Universitätsklinikum Regensburg (2025). UKR-Projekt „Miracle“ erforscht die unsichtbare Last ME/CFS. https://www.ukr.de/newsroom/detail/ukr-projekt-miracle-erforscht-die-unsichtbare-last-me-cfs [abgerufen am 24.02.2025] ↩︎
  8. Bundesministeriums für Bildung und Forschung. CURE-ME – Charakterisierung von Autoimmunantworten zur Identifizierung von Targets in ME/CFS. https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/cure-me-charakterisierung-von-autoimmunantworten-zur-identifizierung-von-targets-in-me-cfs-18118.php [abgerufen am 24.02.2025] ↩︎
  9. Azcue N, Tijero-Merino B, Acera M, Pérez-Garay R, Fernández-Valle T, Ayo-Mentxakatorre N, Ruiz-López M, Lafuente JV, Gómez Esteban JC, Del Pino R. Plasma Neurofilament Light Chain: A Potential Biomarker for Neurological Dysfunction in Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome. Biomedicines. 2024; 12(7):1539. https://doi.org/10.3390/biomedicines12071539 [abgerufen am 24.02.2025] ↩︎

Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © Kampus Production – Canva
letzte Aktualisierung: 26.2.25

 

Allergieratgeber

Allergieratgeber – Das solltest Du vor Beginn der Pollensaison erfahren

Allergieratgeber

Allergien betreffen Millionen von Menschen und beeinflussen ihren Alltag in vielfältiger Weise. Dieser Allergieratgeber von A bis Z soll Klarheit schaffen und dabei helfen, die komplizierten Zusammenhänge von Allergien, deren Auslöser und Behandlungsmöglichkeiten besser zu verstehen. 

Von häufigen Allergenen über innovative Therapieansätze wie der Mikroimmuntherapie bis hin zu Zytokinen – unser Allergieratgeber bietet fundierte Informationen und praktische Tipps, ganz egal, ob Du selbst betroffen bist, jemanden unterstützen möchtest oder Dich einfach nur weiterbilden willst. Um Allergien besser managen zu können, ist ein stabiles inneres Gleichgewicht, die sogenannte Immunhomöostase, vonnöten. Entdecke, wie Du Deine Homöostase mithilfe der Mikroimmuntherapie fördern und damit die Allergie in den Griff bekommen kannst.

 

A – Allergene

Allergene sind Substanzen, die bei einigen Personen allergische Reaktionen auslösen können. Sie sind in der Regel harmlose Proteine oder Moleküle, aber bei Menschen mit Allergien verursachen sie eine Überreaktion des Immunsystems. Häufige Allergene umfassen Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Insektengifte, Schimmelpilze und bestimmte Lebensmittel (wie Erdnüsse, Eier und Milch).

Wie beeinflussen Allergene das Immunsystem?

  1. Erstkontakt mit dem Allergen:
    • Beim ersten Kontakt mit einem Allergen identifiziert das Immunsystem fälschlicherweise die Substanz als Bedrohung.
    • Das Immunsystem produziert spezifische Antikörper vom Typ Immunoglobulin E (IgE), die sich an Mastzellen und Basophile binden, welche Immunzellen sind, die in Geweben und im Blut vorkommen.
  2. Wiederholter Kontakt:
    • Bei erneutem Kontakt mit dem gleichen Allergen erkennt IgE die Substanz und bindet sich daran. Diese Bindung führt zur Freisetzung von Histamin und anderen chemischen Mediatoren aus Mastzellen und Basophilen.
  3. Allergische Reaktion:
    • Histamin und andere Mediatoren führen zu den typischen allergischen Symptomen wie Juckreiz, Schwellungen, Schleimproduktion, Hautausschlägen, Atemnot und, in schweren Fällen, einem anaphylaktischen Schock.

B – Bronchialasthma

Schätzungen zufolge sind etwa 60-80% der Asthmaanfälle allergisch bedingt. Bei allergischem Asthma führt die Allergenexposition zu einer Entzündungsreaktion in den Atemwegen, bei der Mastzellen und eosinophile Granulozyten eine zentrale Rolle spielen und kann zu Bronchialasthma führen: Diese Entzündung kann eine Verengung und Überempfindlichkeit der Bronchien verursachen, was typische Asthmasymptome wie Atemnot, Druckgefühl in der Brust, Husten oder Wheezing (Pfeifende Geräusche beim Atmen) auslöst. Neben Allergenen können auch nicht-allergische Trigger wie Stress, Kälte, körperliche Anstrengung oder Infektionen eine Rolle spielen.

C – Cetirizin

Cetirizin ist ein Antihistaminikum, das zur Linderung von Allergiesymptomen eingesetzt wird. Es blockiert die Wirkung von Histamin, einem Botenstoff des Immunsystems, der Allergiesymptome auslöst, und reduziert dadurch diese Symptome. Es bekämpft jedoch nur die akuten Symptome und behebt nicht langfristig die Ursachen der Allergien.

D – Desensibilisierung

Die Desensibilisierung, auch als spezifische Immuntherapie (SIT) bekannt, ist eine langfristige Behandlung von Allergien. Sie umfasst die schrittweise Exposition gegenüber steigenden Dosen eines Allergens, um die Toleranz des Immunsystems zu erhöhen und die allergischen Reaktionen zu reduzieren. Der Prozess kann mehrere Jahre dauern und erfolgt durch Injektionen oder sublinguale Tabletten/Tropfen.

E – Ekzem

Ein Ekzem, auch atopische Dermatitis genannt, ist eine entzündliche Hauterkrankung, die durch allergische Reaktionen ausgelöst werden kann. Symptome sind Rötung, Juckreiz und Hautausschläge. Pflegestrategien umfassen die Verwendung von Feuchtigkeitscremes, das Vermeiden von Auslösern und eventuell die Anwendung topischer Kortikosteroide zur Linderung der Symptome.

F – Futtermittelallergie

Futtermittelallergien treten bei Haustieren auf, wenn das Immunsystem eines Tieres auf bestimmte Bestandteile in Lebensmitteln überreagiert. Häufige Symptome sind Juckreiz, Hautausschläge, Verdauungsprobleme oder Ohrenentzündungen. Die Behandlung umfasst die Fütterung mit hypoallergenem Futter und die Identifizierung und Vermeidung der auslösenden Allergene.

G – Genetik

Bei der Entstehung von Allergien spielen genetische Faktoren eine bedeutende Rolle. Personen mit einer familiären Vorgeschichte von Allergien haben ein höheres Risiko, selbst Allergien zu entwickeln. Bestimmte Gene können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass das Immunsystem auf harmlose Substanzen überreagiert.

H – Homöostase

Homöostase ist ein Prozess, durch den der Körper ein konstantes inneres Umfeld aufrechterhält, auch wenn sich die äußeren Bedingungen ändern. Diese Fähigkeit ist entscheidend für das Überleben und die optimale Funktion von Organismen. Verschiedene Körpersysteme arbeiten zusammen, um wichtige Variablen wie Körpertemperatur, pH-Wert, Blutzucker, Wasser- und Elektrolythaushalt sowie Blutdruck innerhalb enger Grenzen zu halten.

Ein funktionierendes Immunsystem spielt eine zentrale Rolle in der Homöostase, da es den Körper vor Krankheitserregern schützt und die Entzündungsprozesse reguliert. Es erkennt und neutralisiert Bedrohungen wie Bakterien und Viren, um die Stabilität des inneren Umfeldes zu sichern. Gleichzeitig hilft eine kontrollierte Entzündungsreaktion bei der Reparatur von Gewebeschäden und der Bekämpfung von Infektionen, wobei das Immunsystem auch ständig zwischen körpereigenen und fremden Substanzen unterscheidet, um die körperliche Integrität zu erhalten.

Im Zusammenhang mit Allergien kann die Homöostase jedoch aus dem Gleichgewicht geraten. Hierbei überreagiert das Immunsystem und betrachtet harmlose Substanzen als Bedrohung, was zu Entzündungen und Symptomen führt, die das innere Gleichgewicht beeinträchtigen. 

I – Immunantwort

Bei Allergien spielt die Immunantwort eine zentrale Rolle, wobei es zu einer Fehlregulation kommt. Normalerweise schützt die Immunantwort den Körper vor schädlichen Substanzen, aber bei Allergien reagiert das Immunsystem übermäßig auf harmlose Stoffe, sogenannte Allergene, wie Pollen, Tierhaare oder Lebensmittel.

Woran liegt das?

  • Fehlidentifikation: Das Immunsystem identifiziert harmlose Substanzen fälschlicherweise als Bedrohung.
  • Überproduktion von IgE: Eine unverhältnismäßig hohe Produktion von IgE-Antikörpern gegen nicht-bedrohliche Antigene.
  • Unkontrollierte Entzündung: Die Entzündungsreaktion wird nicht adäquat kontrolliert und führt zu den unangenehmen bis zu gefährlichen Allergiesymptomen.

Insgesamt ist bei Allergien das Gleichgewicht der Immunantwort gestört, was zu einer möglicherweise schädlichen Überaktivität gegen harmlose Substanzen führt.

J – Juckreiz

In Bezug auf Allergien entsteht Juckreiz, hauptsächlich durch die Freisetzung von Histamin und anderen Entzündungsmediatoren, die vom Immunsystem bei einer allergischen Reaktion freigesetzt werden. Wenn das Immunsystem ein Allergen als Bedrohung wahrnimmt, reagieren bestimmte Zellen, insbesondere Mastzellen und Basophile, indem sie Histamin in die umgebenden Gewebe freisetzen.

Histamin bindet an spezifische Rezeptoren in den Nervenfasern der Haut und Schleimhäute, was das Signal für Juckreiz an das Gehirn weiterleitet. Dieser Prozess kann bei Kontaktallergien, wie sie bei Pflanzen oder chemischen Substanzen auftreten, sowie bei systemischen Reaktionen, etwa auf Lebensmittelallergene, beobachtet werden. Bei allergischem Juckreiz treten oft auch andere Symptome auf, wie Rötung, Schwellung oder Nesselsucht (siehe unten), die durch die gleiche Überreaktion des Immunsystems verursacht werden.

K – Kreuzallergie

Eine Kreuzallergie tritt auf, wenn das Immunsystem ähnliche Proteine in verschiedenen Substanzen erkennt und reagiert, z. B. bei Pollen und bestimmten Lebensmitteln. Häufige Beispiele sind Birkenpollen-Allergiker, die auf Äpfel oder Karotten reagieren, oder Gräserpollen-Allergiker, die Probleme mit Weizen oder Tomaten haben. Die Symptome können von mildem Jucken bis hin zu schweren allergischen Reaktionen reichen.

L – Lebensmittelallergien

Lebensmittelallergien entstehen, wenn das Immunsystem fälschlicherweise bestimmte Proteine in Lebensmitteln als Bedrohung ansieht. Häufige Auslöser sind Erdnüsse, Baumnüsse (z. B. Walnüsse, Mandeln), Milch, Eier, Soja, Weizen, Fisch und Schalentiere. Die Symptome können Hautreaktionen, Verdauungsprobleme, Atembeschwerden und im schlimmsten Fall eine anaphylaktische Reaktion umfassen.

M – Mikroimmuntherapie

Die Mikroimmuntherapie hat bei Allergien das Ziel, das Immunsystem dabei zu unterstützen, auf eine harmonisierte Weise auf allergene Substanzen zu reagieren. Bei Allergien reagiert das Immunsystem übermäßig stark auf harmlose Umweltstoffe, was zu Symptomen wie Juckreiz, Schwellungen und Entzündungen führt.

Wie die Mikroimmuntherapie bei Allergien eingesetzt wird:

  • Modulation der Immunantwort: Die Therapie setzt auf niedrig dosierte Immunbotenstoffe, die helfen sollen, die Fehlregulation des Immunsystems bei Allergien zu korrigieren. Ziel ist es, die Balance zwischen pro-inflammatorischen und anti-inflammatorischen Reaktionen wiederherzustellen.
  • Spezifische Botenstoffe: Mit gezielt ausgewählten Zytokinen und anderen immunologisch aktiven Substanzen wird das Ziel verfolgt, die Überreaktion auf Allergene zu reduzieren und eine tolerantere Haltung des Immunsystems zu fördern.
  • Präventiv und in Akutphasen einsetzbar: Die Behandlung kann präventiv eingesetzt werden, um das Risiko, unter unliebsamen Allergie-Symptomen zu leiden, im Vorfeld zu mindern: Es wird empfohlen, in dem Fall zwei Monate vor der Pollensaison mit der Prävention zu beginnen. Die klinische Erfahrung zeigt, dass sich dadurch die Beschwerden verbessern und der Gebrauch antiallergischer Mittel reduziert werden kann. Genauso kann die Mikroimmuntherapie in akuten Phasen, wenn bereits Symptome auftreten, durchgeführt werden. 
  • Langfristige Ziele: Anders als bei reinen Symptombehandlungen zielt die Mikroimmuntherapie darauf ab, das Reaktionsmuster des Immunsystems langfristig zu verändern und die Frequenz und Intensität von allergischen Reaktionen auf Dauer zu verringern.

Insgesamt bietet die Mikroimmuntherapie einen sanften Ansatz bei der Behandlung von Allergien, indem sie die zugrunde liegenden immunologischen Mechanismen auf eine sanfte und natürliche Weise langfristig beeinflusst. 

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N – Nesselsucht (Urtikaria)

Nesselsucht, oder Urtikaria, ist eine Hauterkrankung, die durch plötzlich auftretende, juckende Quaddeln gekennzeichnet ist. Häufige Auslöser sind Allergene wie Nahrungsmittel, Medikamente, Insektenstiche, Stress oder physikalische Einflüsse (z.B. Wärme oder Kälte).

O – OAS (Orales Allergiesyndrom)

Das orale Allergiesyndrom tritt häufig bei Menschen mit Pollenallergien auf und verursacht Symptome wie Juckreiz, Kribbeln oder Schwellungen im Mund und Rachen nach dem Verzehr bestimmter roher Früchte oder Gemüse. Vorsichtsmaßnahmen bestehen darin, diese Nahrungsmittel zu vermeiden oder sie vor dem Verzehr zu kochen, um die allergieauslösenden Proteine zu denaturieren.

P – Pseudoallergie

Pseudoallergien sind Reaktionen, die allergieähnliche Symptome hervorrufen, jedoch ohne die Beteiligung von spezifischen IgE-Antikörpern, wie bei echten Allergien. Häufig ausgelöst durch Lebensmittelzusatzstoffe oder Histamin in Lebensmitteln, führen sie zu Symptomen wie Hautausschlägen oder Atembeschwerden. Die Diagnose erfordert die Beobachtung und Vermeidung der auslösenden Stoffe, während Antihistaminika zur Linderung der Symptome eingesetzt werden können.

Q – Quercetin

Quercetin ist ein natürlich vorkommendes Flavonoid in vielen Früchten und Gemüsen, das wegen seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften erforscht wurde. Es kann helfen, die Produktion von Histamin und anderen allergischen Mediatoren zu reduzieren, was es zu einem potenziellen natürlichen Ansatz zur Unterstützung bei Allergien macht.

R – Rast-Test

Der RAST (Radio-Allergo-Sorbent-Test) ist ein Bluttest, der die Menge an spezifischen IgE-Antikörpern misst, die gegen bestimmte Allergene gerichtet sind. Er hilft bei der Diagnose von Allergien durch die Identifizierung von Substanzen, auf die das Immunsystem überreagiert.

S – Saisonale Allergien

Saisonale Allergien treten in bestimmten Jahreszeiten auf, wenn bestimmte Pollen oder andere Umweltallergene in der Luft sind, während ganzjährige Allergien durch kontinuierlich präsente Allergene wie Hausstaubmilben oder Tierhaare ausgelöst werden.

Quelle: Wetteronline.de

T – Tierhaarallergie

Bei einer Tierhaarallergie reagieren Betroffene allergisch auf Proteine in Hautschuppen, Speichel oder Urin von Tieren. Die Allergenbelastung kann durch das Vermeiden von Kontakt oder auch mit Antihistaminika, Luftfiltern und regelmäßiger Reinigung verringert werden.

U – Umweltfaktoren

Umweltverschmutzung kann das Auftreten und die Schwere von Allergien verschlimmern, indem sie die Schleimhäute reizt und allergische Reaktionen verstärkt. Zudem können allergene Pollenpartikel über Feinstaub und andere Luftschadstoffe weiter verbreitet werden und die Entzündungsreaktionen des Immunsystems so verstärken.

V – Vermeidung

Allergieprävention umfasst das Identifizieren und u.a. auch das Meiden spezifischer Allergene. Praktische Tipps sind die Verwendung von Luftreinigern, regelmäßiges Saubermachen, das Schließen von Fenstern während der Pollensaison, das Waschen von Bettwäsche und Haaren vor dem Schlafengehen sowie das Meiden bekannter Nahrungsmittelallergene.

W – Windpollen

Windverbreitete Pollen von Bäumen, Gräsern und Unkräutern wie Birke, Roggen und Beifuß verursachen häufig Allergien, da sie weit verbreitet sind und in großen Mengen produziert werden. Diese Pollen können leicht in die Atemwege gelangen und allergische Reaktionen auslösen.

X – Xerosis

Xerosis, oder trockene Haut, kann durch Allergien verschlimmert werden, insbesondere wenn sie mit Ekzemen oder allergisch bedingten Hautirritationen verbunden ist. Die Pflege umfasst die Verwendung von lindernden Feuchtigkeitscremes sowie das Vermeiden von reizenden Substanzen.

Y – Yoga und Stressmanagement

Stress kann allergische Symptome verschlimmern, da er das Immunsystem negativ beeinflusst. Yoga und andere Stressmanagement-Techniken können helfen, das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern, die Stressantwort des Körpers zu verringern und damit indirekt die Intensität von Allergiesymptomen zu reduzieren.

Z – Zytokine

Zytokine sind kleine Proteine, die eine entscheidende Rolle bei der Zellkommunikation im Immunsystem spielen. Sie vermitteln und regulieren Immunantworten, Entzündungen und die Bildung von Blutzellen. Durch das Signalisieren an andere Immunzellen koordinieren sie Reaktionen auf Infektionen und Verletzungen. 

In der Mikroimmuntherapie werden Zytokine in niedrigen Dosen eingesetzt, um das Immunsystem gezielt zu modulieren und dessen Balance wiederherzustellen. Dies kann nicht nur bei Allergien hilfreich sein, sondern auch bei chronischen Entzündungen und Autoimmunerkrankungen, mit dem Ziel, eine übermäßige oder fehlgeleitete Immunreaktion zu korrigieren.

Die Mikroimmuntherapie kann sowohl präventiv als auch in Akutphasen der Allergie eingesetzt werden und ist sehr einfach in der Anwendung:

 

Weitere Informationen über den Einsatz der Mikroimmuntherapie bei Allergien erhältst Du in unserer kostenlosen Broschüre: Hier einfach downloaden. 

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Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © Canva


Stimmungsschwankungen

Achterbahn der Gefühle: Wenn Stimmungsschwankungen Deinen Alltag bestimmen

Stimmungsschwankungen

In einem Moment fröhlich und lachend, im nächsten niedergeschlagen, traurig und pessimistisch. Stimmungsschwankungen sind etwas ganz Normales und können plötzlich und ohne erkennbaren Grund auftreten. Die Häufigkeit und Intensität solcher Gefühlswechsel sind individuell verschieden. Wenn die Gefühle Achterbahn fahren, kann es auch vorkommen, dass wir uns selbst nicht mehr wiedererkennen und über uns selbst erstaunt oder verwirrt sind.

In manchen Fällen können Stimmungsschwankungen auch auf gesundheitliche Probleme oder bestimmte Ungleichgewichte im Körper zurückzuführen sein. Wie werden sie ausgelöst? Was kann man gegen Stimmungsschwankungen tun? Wir verraten es Dir und schauen uns vor allem an, was das Immunsystem damit zu tun hat.

Inhalt

Du bist nicht allein – Was sind Stimmungsschwankungen überhaupt?

Oftmals werden Stimmungsschwankungen mit etwas Negativem gleichgesetzt, beispielsweise mit launischen, unsympathischen Menschen, mit denen der Umgang schwierig ist. Dabei gehören wechselnde Gefühlslagen zum Menschsein dazu. Gefühle sind oft nicht rational nachvollziehbar und durch verschiedene Faktoren leicht beeinflussbar. Entscheidend ist auch die individuelle Persönlichkeit: Manche Menschen sind emotionaler und empathischer als andere, die ihre Gefühle nicht zeigen können oder wollen oder bestimmte Situationen anders wahrnehmen. Außerdem sind einige Personen anfälliger dafür, dass die Stimmung bei ihnen plötzlich „kippen“ kann.

Du musst Dich also nicht schämen oder sofort sorgen, wenn Du den Eindruck hast, dass Deine Gefühle manchmal Achterbahn fahren. Jeder hat wahrscheinlich schon einmal eine ähnliche Situation erlebt. Nehmen wir beispielsweise die Pubertät, in der sich der Körper stark verändert. Dieses vorübergehende Chaos führt bei vielen Jugendlichen zu starken Gefühlsausbrüchen und Reaktionen, die sie später vielleicht gar nicht mehr nachvollziehen können.

Gründe für Stimmungsschwankungen – Was kann hinter dem Wechselbad der Gefühle stecken?

Stimmungsschwankungen können auf eine Vielzahl möglicher Auslöser zurückgeführt werden. Der plötzliche Wechsel von fröhlich zu traurig oder von wütend zu ausgeglichen kann eine Reaktion auf bestimmte Situationen in der unmittelbaren Umgebung sein. In diesem Fall beeinflussen äußere Faktoren die eigene Stimmung.

Andererseits gibt es folgende weitere Faktoren:

Hormone
Oft sind es hormonelle Schwankungen, die unsere Gefühle aus dem Gleichgewicht bringen und dazu beitragen, dass wir uns an einem Kipppunkt befinden. Neben der bereits erwähnten Pubertät können auch Schwangerschaft, weiblicher Zyklus, PMS (prämenstruelles Syndrom) und Wechseljahre die Gefühle durcheinanderbringen. So leiden etwa 15 bis 20 Prozent aller Menstruierenden an PMS, wobei Stimmungsschwankungen eines der häufigsten Symptome sind.

Medikamente & Sucht
Bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung Stimmungsschwankungen hervorrufen. Dazu gehören auch hormonelle Verhütungsmittel (Pille). Ebenso können Suchterkrankungen zu Stimmungsschwankungen beitragen.

Stimmungsschwankungen Auslöser

Psychische Ursachen
Viele psychische Erkrankungen gehen mit Stimmungsschwankungen einher, unter anderem bipolare Persönlichkeitsstörungen, Depressionen und Angstzustände. Auch bei ADHS sind Stimmungsschwankungen nicht ungewöhnlich. Neben Krankheiten kann auch anhaltender Stress ein Auslöser sein.

Übrigens: Um das komplexe Feld der Stimmungsschwankungen bei psychischen Erkrankungen besser zu verstehen, fördert die EU seit Anfang 2023 ein internationales Forschungsprojekt mit diesem Schwerpunkt gefördert. Auch hier zeigt sich wieder, wie wichtig diese Themen sind und wie viele Fragezeichen sie gleichzeitig noch aufwerfen.

Neurologische Erkrankungen
Durch Störungen von Nervenzellen im Gehirn kann das Gefühlszentrum gestört werden, was sich in Stimmungsschwankungen äußern kann. Zu diesen Erkrankungen gehören z. B. Demenz, Parkinson, Multiple Sklerose (MS) und Chorea Huntington.

Sind Stimmungsschwankungen gefährlich? Wann sollte ich zum Arzt?

Wie eingangs erwähnt, sind Stimmungsschwankungen an sich kein Grund zur Besorgnis. Vor allem dann nicht, wenn Du ihnen einen bestimmten Grund zuordnen kannst (z. B. Wechseljahre) und sie nur vorübergehend auftreten. Wenn sie sich jedoch häufen oder andere Beschwerden/Symptome hinzukommen, kann es sinnvoll sein, einen Arzt aufzusuchen.
Zu unterscheiden sind physiologische und pathologische Stimmungsschwankungen – also normale und krankhafte.

Wechselwirkungen zwischen Psyche und Immunsystem

Immunsystem, Nervensystem und Psyche sind eng miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Gerät eines dieser komplexen Netzwerke aus dem Gleichgewicht, hat dies unweigerlich Auswirkungen auf die anderen Beteiligten. 

Der Informationsaustausch zwischen Gehirn und Immunsystem erfolgt unter anderem über Hormone (z. B. das Stresshormon Cortisol) und Interleukine. Eine andauernde belastende oder stressige Situation kann daher zu einer kontinuierlichen Ausschüttung von Stresshormonen führen, die die Aktivität des Immunsystems negativ beeinflussen. Die Folge kann eine unzureichende Immunabwehr sein, die beispielsweise in einer Infektion endet, weil Krankheitserreger nicht adäquat bekämpft werden können. Ist das Immunsystem hingegen durch bestimmte Faktoren (z. B. ungesunde Ernährung, Viruserkrankung, Schlafmangel) gestört, kann sich dies wiederum auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns und die individuelle Gefühlslage auswirken.

Glücklich sein und positives Denken schützen uns nicht automatisch davor, krank zu werden. Eine gute psychische Gesundheit wirkt sich jedoch oft positiv auf die körperliche Gesundheit aus und kann auch bei der Genesung helfen. Umgekehrt ist eine intakte Immunbalance mitentscheidend, um psychische Risiken zu reduzieren – denn Forschungen haben gezeigt, dass anhaltende Entzündungsprozesse durch ein gestörtes Immunsystem Auslöser oder Mitverantwortlicher zum Beispiel für Depressionen sein können.

Wie kann die Immunbalance wiederhergestellt werden?
Die Feinmodulation mithilfe der Mikroimmuntherapie

Um Stimmungsschwankungen verstehen und behandeln zu können, ist es daher wichtig, ihre Ursache zu kennen. Je nachdem, ob die plötzliche Veränderung hormonell, psychisch oder neurologisch bedingt ist, liegt ein anderer Immunstatus vor.
Ausgehend von diesem spezifischen Immunstatus ist es das Ziel der Mikroimmuntherapie, das Immunsystem so zu modulieren, dass es sich wieder in seiner natürlichen Balance befindet. Dazu werden natürliche Substanzen wie Zytokine (Botenstoffe) in niedriger Dosierung und verschiedenen Verdünnungsstufen eingesetzt.

Verdünnungsstufen

Auf diese Weise können bestimmte Prozesse geschwächt und andere gefördert werden, ohne aggressiv in die Abläufe des Immunsystems einzugreifen. Stattdessen berücksichtigt die Mikroimmuntherapie die sequentielle Abfolge des Immunsystems – wie ein Training für die eigene Immunabwehr.

Je nach Krankheitsbild oder Auslöser stehen verschiedene Formeln der Mikroimmuntherapie zur Verfügung, um beispielsweise Stress, Depressionen, Parkinson, Demenz oder andere Ursachen gezielt adressieren zu können. Da die Mikroimmuntherapie mit natürlichen Wirkstoffen arbeitet, ist sie sehr gut verträglich und kann ergänzend zu anderen Therapien eingesetzt werden.

Durch die Feinmodulation des Immunsystems wird auch die Stabilität von Gefühlen und Emotionen gefördert, wodurch Stimmungsschwankungen seltener und weniger intensiv auftreten können. Darüber hinaus wirkt sich ein intaktes Immunsystem positiv auf alle anderen körperlichen und seelischen Bereiche aus.

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Du möchtest noch mehr zur Mikroimmuntherapie erfahren und Dich persönlich beraten lassen? Mit der Online-Suche findest Du ganz einfach Expertinnen und Experten in Deiner Nähe, die Dir gern alle Deine Fragen zur Mikroimmuntherapie beantworten. Zusätzlich zur übersichtlichen Therapeutenliste steht Dir auch die Spezialisten-Suche zur Verfügung, mit der Du gezielt nach bestimmten Bereichen oder Krankheitsbildern filtern kannst, um Deinen Spezialisten zu finden. Probier‘ es doch gleich einmal aus!   

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Praktische Tipps für eine ausgeglichene Stimmung

Stimmungsschwankungen können sehr belastend sein. Mit der Modulation Deines Immunsystems gehst Du einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung, um Deine Gesundheit nachhaltig zu unterstützen. Doch was kannst Du außerdem tun, um aktiv gegen Stimmungsschwankungen vorzugehen und ausgeglichener zu sein? Wir haben Dir hier ein paar kleine Tipps für den Alltag zusammengestellt:

  • Ruhepausen & Entspannung: Stress und Anspannung können Stimmungsschwankungen begünstigen. Achte darauf, dass Du genügend Pausen einlegst und Dich bewusst entspannst. Das kann bei einer Tasse Tee, Musik, Yoga, Meditation oder einer sonstigen Aktivität sein, die Dir Ruhe gibt und den Stresslevel für Dich senkt.
  • Frische Luft: Hast Du manchmal das Gefühl, dass Dir die Decke auf den Kopf fällt? Oder dass Du Dich wie in einem Hamsterrad drehst? Auch das kann auf die Stimmung schlagen. Verlagere Deine Pause einfach mal nach draußen und genieß die frische Luft. Zeit in der Natur kann revitalisierend sein, neue Energie bringen und die Stimmung stabilisieren.
  • Bewegung: Auch Bewegung und Sport können helfen, den Kopf freizubekommen und Stimmungsschwankungen entgegenzuwirken. Dein Kreislauf wird angeregt und es werden Hormone ausgeschüttet, die sich positiv auf das Gemüt auswirken. Ein Spaziergang an der frischen Luft oder einfach ein kleines Workout zu Hause – Du entscheidest, was Dir guttut.
  • Spaß: Manchmal hilft es auch schon, das zu tun, was Dir Freude bereitet. Eine schöne Aktivität, eines Deiner liebsten Hobbys oder vielleicht sogar eine bestimmte Person können für Dich ein Ankerpunkt sein, um Stimmungsschwankungen zu lindern.
  • Stimmungstagebuch: Mit einem Stimmungstagebuch kannst Du für Dich festhalten, wann plötzliche Wechsel auftreten, wie lange sie anhalten, wodurch sie gekennzeichnet sind und vieles mehr. Daraus kannst Du eventuell ablesen, welche Trigger es gibt. Durch die Reflexion fällt es Dir unter Umständen leichter, Deine Stimmungsschwankungen zu verstehen und vielleicht gelingt es Dir auch so, sie zu reduzieren.

Weitere praktische Tipps haben wir auf Social Media für Dich. Folge uns gern bei Instagram und Facebook, um nichts mehr zu verpassen. Außerdem kannst Du uns gern schreiben, wenn Du Fragen zum Thema hast oder eigene Erfahrungen und Tipps mit Stimmungsschwankungen oder der Mikroimmuntherapie teilen möchtest. Wir freuen uns auf Deine Nachricht!

 
 

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Bild: © iStock.com/SonerCdem

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