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Gesund bleiben leicht gemacht: Die besten Tipps zur Infektionsprävention

 
 
 
 
 
 

 

 

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Bild: © iStock.com/Martinan

Infektionsprävention Mikroimmuntherapie

Der Herbst ist für viele Menschen eine der schönsten Jahreszeiten: goldenes Sonnenlicht auf buntem Laub, eine Tasse heißer Tee, eingekuschelt in einer weichen Decke. Oft ist der Herbst aber auch die Zeit von Halskratzen, Schnupfen und Erkältungsbädern. Die Infektionsprävention ist daher ein wichtiges Thema, um Dich selbst und Deine Mitmenschen zu schützen und die Ausbreitung von Krankheiten möglichst zu verhindern.

Neben den bekannten Grundregeln wie Händehygiene, Impfungen und Abstandhalten (z. B. in öffentlichen Verkehrsmitteln) gibt es weitere Strategien zur Infektionsprävention. Vor allem das Immunsystem spielt dabei eine wichtige Rolle, denn es ist der Grundpfeiler unserer Gesundheit. Wie kann man das Immunsystem unterstützen? Was gehört zu einem ganzheitlichen Ansatz und wie funktioniert Immunbalance eigentlich? Mehr dazu – und zur Mikroimmuntherapie – erfährst Du in unserem Artikel!

Inhalt

Deine persönliche Ausgangslage – jedes Immunsystem ist individuell

Das Grundprinzip des Immunsystems ist zwar bei allen Menschen gleich, dennoch gibt es minimale Unterschiede. Deshalb ist es wichtig, jede Infektionsprävention auf diese individuellen Faktoren abzustimmen. Mit anderen Worten: Du solltest wissen, wie Dein Immunsystem funktioniert und welche Besonderheiten Deine Immunabwehr möglicherweise aufweist, damit die Maßnahmen genau auf Dich und Deine Gesundheit ausgerichtet werden können.

Angeborenes und erlerntes Immunsystem

Angeborenes und erlerntes Immunsystem

Unser Immunsystem besteht aus zwei Hauptmechanismen. Zum einen gibt es die angeborene Immunantwort. Sie reagiert als erstes auf unerwünschte Eindringlinge. Sie tritt sehr schnell in Aktion, reagiert aber auch auf alle Krankheitserreger gleich, weshalb sie als unspezifische Immunantwort bezeichnet wird. Zum angeborenen Immunsystem gehören die Schutzbarrieren Haut und Schleimhäute sowie Abwehrzellen und Eiweiße.

Das erlernte Immunsystem kommt dann zum Einsatz, wenn das angeborene Immunsystem nicht in der Lage ist, Krankheitserreger unschädlich zu machen. Der Körper ruft dann über Zytokine Hilfe herbei. Diese Abwehrreaktion dauert daher etwas länger als die angeborene Immunantwort. Dafür richtet sie sich gezielt gegen einen bestimmten Erreger, der sich im Körper befindet. Die Immunzellen des erlernten Immunsystems sind in der Lage, Krankheitserreger (wieder) zu erkennen und Informationen über sie zu speichern und abzurufen. Dies wird als immunologisches Gedächtnis bezeichnet. Die erlernte Immunabwehr besteht aus Immunzellen (z. B. B- und T-Zellen), erworbenen Abwehrproteinen (Antikörpern) und spezifischen Zytokinen.

Immunologisches Gedächtnis

Aus diesen Informationen wird deutlich, dass jedes Immunsystem prinzipiell gleich funktioniert, aber Unterschiede aufweist, z. B. mit welchen Erregern es bereits Kontakt hatte und wie schnell es deshalb eine spezifische Abwehrreaktion durchführen kann. Außerdem kann das Immunsystem durch bestimmte Faktoren eingeschränkt sein. Diese Faktoren können ebenfalls sehr individuell sein.

Faktoren, die Dein Immunsystem beeinträchtigen können

Dein Lebensstil und Deine Umgebung haben einen Einfluss auf Deine Immunabwehr. Einige Faktoren lassen sich nur schwer kontrollieren, andere kannst Du relativ leicht ändern, um Dein Immunsystem zu unterstützen und damit auch die Infektionsprävention zu verbessern. Hier ein Überblick über einige Dinge, die Dein Immunsystem belasten können:

Faktoren die Immunsystem schwächen

Reminder Infektionsprävention: Das sollte selbstverständlich sein

In diesem Abschnitt wollen wir der Vollständigkeit halber auf die Hygieneregeln eingehen, die für eine gute Infektionsprävention unerlässlich sind. Sicherlich kennst Du die meisten dieser Maßnahmen bereits und wendest sie auch regelmäßig an, aber man kann sie nicht oft genug erwähnen, denn manchmal vergisst man die einfachsten Tipps am schnellsten. Außerdem werden wir uns die Immunhomöostase genauer ansehen!

1. Grundlegende Hygieneregeln – die Basics in Kürze

    • Händewaschen: Regelmäßiges und gründliches Händewaschen verringert das Risiko für Erreger auf der Hautoberfläche, mit der wir am meisten arbeiten und im Kontakt mit der Außenwelt stehen – mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife reinigen.
    • Abstand halten/Händeschütteln vermeiden: Halte vor allem in der Öffentlichkeit Abstand zu anderen Personen und Menschenmengen. Vermeide auch Körperkontakt und Händeschütteln, um Keimübertragungen so gering wie möglich zu halten.
    • Hust- und Niesetikette: Huste und niese am besten in Deine Ellenbeuge. So gelangen Erreger nicht auf Deine Handflächen oder weit in die Umgebung.
    • Desinfektion: Habe am besten immer ein kleines Fläschchen Desinfektionsmittel bei Dir, um Deine Hände sowie Oberflächen bei Bedarf desinfizieren zu können (vor allem, wenn Du vorübergehend keinen Zugang zu Wasser und Seife hast).

2. Unterstützung des Immunsystems – integriere diese Tipps in Deinen Alltag für den Schutz von innen

    • Gesunde Ernährung: Um fehlerfrei arbeiten zu können, benötigt das Immunsystem bestimmte Nährstoffe und Vitamine. Durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung trägst Du dazu bei, dass es Deinem Immunsystem und Deinem Körper gut geht. Achte auf frische und nährstoffreiche Lebensmittel und trinke viel Wasser.
    • Regelmäßige Bewegung: Bewegung und Sport regen den Kreislauf an, unterstützen das Herz-Kreislauf-System, stärken die Muskulatur und helfen dabei, das eigene Normgewicht konstant zu halten. Außerdem hilft Bewegung, Stress zu reduzieren und die psychische Gesundheit zu fördern. Achte daher darauf, Dich regelmäßig zu bewegen – schon regelmäßige Spaziergänge helfen der Gesundheit.
    • Frische Luft schnuppern: Zeit in der Natur hat viele positive Auswirkungen. So hebt frische Luft die Stimmung, unterstützt die Konzentrationsfähigkeit und wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus. Unser Immunsystem braucht den Kontakt mit der Außenwelt und Erregern, um uns davor schützen zu können (erlernte Immunantwort). Mit Bewegung an der frischen Luft trainierst Du Dein Immunsystem also.
    • Ausreichend Schlaf und Pausen: Neben körperlicher Aktivität brauchst Du auch Ruhe und Entspannung. Reduziere Stress, indem Du auf regelmäßige Pausen und Auszeiten achtest und Dir Zeit für Dich selbst nimmst. Unterstütze außerdem eine gesunde Schlafroutine, damit sich Deine Abwehrkräfte regenerieren können.

Hast Du weitere Tipps für Hygienemaßnahmen in der Herbst- und Winterzeit oder Ratschläge, um das Immunsystem zu unterstützen? Dann teile sie gern mit uns und der Community! Schreib uns auf Social Media oder per Mail. Folge uns außerdem, um keine Neuigkeiten mehr zu verpassen.

3. Immunhomöostase – das A und O für eine gute Infektionsprävention

Die Immunhomöostase beschreibt das gesunde Gleichgewicht zwischen entzündungsfördernden (proinflammatorischen) und entzündungshemmenden (antiinflammatorischen) Prozessen im Körper. Wenn eine Seite überwiegt, ist das Gleichgewicht gestört, was zu Einschränkungen des Immunsystems führt. Kommt es beispielsweise zu einer Vielzahl von Entzündungsprozessen im Körper, kann es passieren, dass das Immunsystem Krankheitserreger nicht mehr rechtzeitig erkennt oder so beeinträchtigt ist, dass die Abwehrreaktionen nicht den gewünschten Erfolg haben. Zudem können anhaltende Entzündungsreaktionen Zellen und Gewebe nachhaltig schädigen.

Wie bringt man das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht?

Die Immunhomöostase ist also für die Gesundheit und die Infektionsprävention von großer Bedeutung. Sie kann aktiv gefördert werden. Dazu gehören Maßnahmen, die wir bereits unter Punkt 2 beschrieben haben: gesunde Ernährung, Bewegung an der frischen Luft, gesunder Schlaf, Stressbewältigung und der Verzicht auf schädliche Gewohnheiten wie Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum. Darüber hinaus kann die Immunhomöostase mithilfe der Mikroimmuntherapie wiederhergestellt oder aufrechterhalten werden.

Checkliste Immunschutz

Mikroimmuntherapie: Eine gezielte Unterstützung zur Infektionsprävention

1. Was ist die Mikroimmuntherapie?

Die Mikroimmuntherapie ist eine Low-Dose-Immuntherapie. Sie arbeiten mit körpereigenen Botenstoffen (z. B. Zytokine) und natürlichen Substanzen, die in geringen Dosierungen vorliegen. Diese immunmodulierenden Moleküle haben das Ziel, die Immunhomöostase aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen, indem entzündungsfördernde und entzündungshemmende Mechanismen möglichst ausgeglichen werden. Je nach Konzentration der enthaltenen Wirkstoffe soll die Mikroimmuntherapie auf das Immunsystem hemmend, modulierend oder stimulierend einwirken, ohne es aggressiv zu beeinflussen.

2. Was sind die Vorteile der Mikroimmuntherapie bei der Infektionsprävention?

Die natürlichen Substanzen und geringen Dosierungen der Mikroimmuntherapie tragen dazu bei, dass diese Therapieform in der Regel sehr gut verträglich ist und keine Nebenwirkungen hervorruft. Durch ihren sanften Ansatz kann sie daher im Normalfall auch mit anderen Behandlungen kombiniert werden, ohne diese zu hemmen. Stattdessen kann die Mikroimmuntherapie sogar positiven Einfluss auf die Wirkung anderer Ansätze nehmen, da sie das Immunsystem direkt ansprechen möchte. Ein gesundes und intaktes Immunsystem ist häufig in der Lage, weitere Therapien besser aufzunehmen. Des Weiteren ist die Mikroimmuntherapie sehr leicht anzuwenden. Sie ist sowohl für Erwachsene als auch für Senioren und Kinder geeignet. Unterschiedliche Formeln der Mikroimmuntherapie ermöglichen außerdem ein gezieltes Anpassen an unterschiedliche Indikationen.

3. Wie funktioniert die Mikroimmuntherapie?

Die natürlichen Substanzen und Zytokine gelangen über das Lymphsystem in den Kreislauf des Körpers. Ziel ist es, die Kommunikation zwischen den Immunteilnehmern zu optimieren, sodass entzündliche und antientzündliche Prozesse wieder in ein Gleichgewicht gebracht werden. Zur Prävention von Infekten und Infektanfälligkeit in der Herbst- und Winterzeit bietet es sich somit an, die Mikroimmuntherapie vorsorglich vor der Infektionszeit einzunehmen, um den Körper entsprechend vorzubereiten.
Die speziellen Formeln, die in der Erkältungszeit, bei erhöhter Ansteckungsgefahr, einer bekannten Infektanfälligkeit oder einer akuten Infektion eingesetzt werden, zielen vor allem darauf ab, die Auseinandersetzung des Immunsystems mit den Viren und Erregern zu verbessern. Es sollen sowohl Prozesse des angeborenen als auch des erlernten Immunsystems gefördert werden. Zudem soll die Vermehrung der Erreger eingedämmt werden, um einen Krankheitsausbruch möglichst zu vermeiden oder den Krankheitsverlauf abzumildern. Eine Aufgabe der Mikroimmuntherapie ist es beispielsweise, die Funktion der Makrophagen (Fresszellen) zu unterstützen, um die Erreger zu beseitigen.

Finde einen Therapeuten: Mikroimmuntherapie-Experten

Eine frühzeitige und gezielte Vorbeugung zu Beginn der Herbstsaison kann helfen, Infektionen zu vermeiden und gesund durch die nasskalte Jahreszeit zu kommen. Wie Dich die Mikroimmuntherapie dabei unterstützen kann, erfährst Du bei einem erfahrenen Mikroimmuntherapeuten. Mit der Therapeutenliste findest Du online Mikroimmuntherapeuten in Deiner Nähe. Und mit der Spezialisten-Suche kannst Du nach bestimmten Themenfeldern (z. B. Infektanfälligkeit) filtern.

Fazit: Infektionsprävention im Herbst und Winter

Infektionsprävention ist ein vielseitiger Prozess, der sowohl grundlegende Hygienemaßnahmen als auch fortschrittliche Therapien umfasst. Durch die Stärkung der Immunhomöostase und die Anwendung der Mikroimmuntherapie kann das Immunsystem gezielt unterstützt und das Infektionsrisiko minimiert werden. Denk daran: Gesunde Lebensgewohnheiten sind der Schlüssel zu einem widerstandsfähigen Immunsystem und einer möglichst infektionsfreien Zukunft.

Hast Du noch Fragen zu Infektionskrankheiten oder zur Mikroimmuntherapie? Wir helfen Dir gerne weiter. Schreib uns einfach eine Nachricht.

 
 
 
 
 
 

 

 

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Bild: © iStock.com/Martinan

Alzheimer Forschung Prävention & Behandlung

Alzheimer Forschung: Aktuelles zu Prävention und Behandlung

Alzheimer Forschung Prävention & Behandlung

Jedes Jahr am 21. September findet der Welt-Alzheimertag (WAT) statt. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Weltweit sind rund 55 Millionen Menschen von Demenz betroffen.

Grund genug für uns, einen Blick unter die Lupe zu wagen und zu recherchieren, welche neuen Erkenntnisse es im Bereich Alzheimer Forschung & Wissenschaft gibt. Ein Spoiler vorweg: Die Immunhomöostase spielt sowohl bei der Prävention von Alzheimer als auch bei verschiedenen Behandlungsstrategien eine sehr wichtige Rolle.

Mehr Infos zum Welt-Alzheimertag.

Inhalt

 

Kurzer Überblick: Was ist Alzheimer?

Die Alzheimer-Krankheit wird auch als Alzheimer-Demenz oder Morbus Alzheimer bezeichnet. Es handelt sich um eine bisher unheilbare Erkrankung des Gehirns, die mit einem fortschreitenden Verlust der kognitiven Fähigkeiten, der Sprache und verschiedener Fertigkeiten einhergeht.

Ursachen von Alzheimer – Ablagerungen im Gehirn

Die genauen Ursachen und Risikofaktoren der Alzheimer-Krankheit sind noch nicht abschließend geklärt. Die Alzheimer Forschung ist nach wie vor sehr daran interessiert, die Krankheit besser zu verstehen und darauf aufbauend Präventions- und Behandlungsrichtlinien zu entwickeln. Fest steht: Alzheimer führt zu Veränderungen im Gehirn und zum Absterben von Nervenzellen. Mediziner und Forschende gehen davon aus, dass dabei zwei Eiweißablagerungen maßgeblich beteiligt sind.

Symptome und Beschwerden bei Alzheimer

Durch die zytotoxische Wirkung kommt es bei Menschen mit Alzheimer zu folgenden typischen Symptomen, die sich mit der Zeit verstärken können:

  • Gedächtnisprobleme und Vergesslichkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Schwierigkeiten beim Aufnehmen und Verarbeiten neuer Informationen
  • Orientierungsprobleme
  • Wortfindungsstörungen und Schwierigkeiten bei der Kommunikation
  • Veränderungen im Verhalten und der Persönlichkeit
  • Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben

Weitere Informationen und erste Anzeichen zu Demenzerkrankungen wie Alzheimer findest Du hier in unserem Beitrag: Erste Anzeichen und Hilfe: Lässt sich Demenz aufhalten?

Aktuelle Zahlen in der Alzheimer Forschung: Damit haben wir es 2024 zu tun – und das sind die Prognosen

In regelmäßigen Abständen veröffentlicht die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) Zahlen und Entwicklungen zu Demenzerkrankungen. So lebten Ende 2023 in Deutschland etwa 1,8 Millionen Menschen mit Demenz, wobei Alzheimer die häufigste Form ist. Schätzungen zufolge sind im vergangenen Jahr rund 445.000 Neuerkrankungen von Menschen, die 65 Jahre und älter waren, hinzugekommen. Die weltweiten Zahlen lagen 2019 nach Angaben der WHO bei ca. 55,2 Millionen Menschen, wobei Europa mit 14,1 Millionen Betroffenen an zweiter Stelle stand.

Alzheimer Forschung: Frauen und Männer

 

Alzheimer Frauen und Männer

 

Länger ging man davon aus, dass vor allem die höhere Lebenserwartung von Frauen dazu führt, dass die Zahlen der weiblichen Betroffenen höher sind. Denn während die Prävalenz bei Menschen zwischen 65 und 69 Jahren noch bei 1,85 Prozent liegt, steigt sie bei der Gruppe der über 90-Jährigen auf mehr als 36 Prozent an. 

Neue Studien zeigen jedoch, dass nicht nur das Alter für die höheren Fallzahlen bei Frauen eine Rolle zu spielen scheint. Mögliche weitere Faktoren seien laut Untersuchungen der Universität Chicago auch in komplexen Interaktionen zwischen weiblichen Hormonen und in Veränderungen der Darmflora zu sehen. Das weibliche Sexualhormon Östrogen reguliert die Mitochondrien und trägt zum Schutz sowie zur besseren Durchblutung der Nervenzellen bei. Es scheint aber auch durch eine Wechselwirkung und Veränderung des Darmmikrobioms das Risiko für die Bildung von Amyloid-Beta-Protein-Klumpen im Gehirn erhöhen zu können.

Wie wichtig der Darm für das Immunsystem und damit für Deine Gesundheit ist, kannst Du hier in unserem Beitrag nachlesen: Wie heile ich meinen Darm?

Der Blick in die Zukunft

Zwar sind Demenz und Alzheimer bislang noch nicht heilbar, sie können aber behandelt werden. Bisherige Ansätze ermöglichen es, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und so die Lebensqualität für die Betroffenen zu erhöhen. Dadurch steigt auch die Lebenserwartung der Patientinnen und Patienten. In Hinblick auf die demografische Entwicklung bedeutet das auch, dass es eine steigende Zahl von Demenz- und Alzheimer-Betroffenen geben wird, die die Bedeutung der Alzheimer Forschung noch einmal verstärkt. Bis zum Jahr 2050 könnte es Prognosen der DAlzG zufolge bis zu 2,7 Millionen Menschen im Alter 65+ mit Demenz und Alzheimer in Deutschland geben.   

Neues aus dem Labor – welche neuen Behandlungsmethoden gibt es?

Die Prävention und Behandlung von Alzheimer stehen vor einer speziellen Herausforderung, denn Demenz und Alzheimer verlaufen schrittweise. Das bedeutet auch, dass die typischen Symptome erst dann auf eine Erkrankung hindeuten, wenn bereits Schäden an den Nervenzellen im Gehirn vorliegen. Man geht davon aus, dass Veränderungen schon etwa 20 Jahre oder länger vor den ersten bemerkbaren Symptomen einsetzen können. Da die genauen Ursachen zudem noch nicht vollständig bekannt sind, ist eine gezielte Behandlung oder gar Heilung der Erkrankung noch nicht möglich. Vielfach konzentriert sich die Therapie darauf, die Symptome zu lindern und ein weiteres Voranschreiten der Erkrankung möglichst auszubremsen.

Dennoch macht die Alzheimer Forschung stetig Fortschritte und stellt weiterhin ein großes Feld dar, in dem aktiv Untersuchungen, neue Ansätze und bedeutsame Erkenntnisse vorangetrieben werden. Im Folgenden möchten wir Dir einen Ausschnitt aus den aktuellen Präventions- und Behandlungsmaßnahmen bei Demenz und Alzheimer geben:

1. Gesunder Lebensstil
Immer mehr Annahmen gehen davon aus, dass der eigene Lebensstil einen bedeutenden Einfluss auf das Risiko für Demenz und Alzheimer hat. Zur Prävention der Erkrankung tragen demnach bereits eine gesunde Ernährung, viel Bewegung, soziale Interaktionen, gesunder Schlaf und kognitive sowie motorische Übungen bei.

2. Frühdiagnose mit Biomarkern
Mithilfe von Biomarkern im Blut und Rückenmark könnte eine frühere Diagnose von Demenz und Alzheimer ermöglicht werden. Forschende haben bereits Biomarker identifizieren können. Es ist aber noch unklar, ob es trotz bestehender Marker wirklich zu kognitiven Veränderungen kommen würde. Ob und wann es zu einem Ausbruch von Demenz und Alzheimer kommt, lässt sich nämlich nicht vorhersagen. Daher ist es für die Alzheimer Forschung weiterhin von Bedeutung, herauszufinden und abzuwägen, wann und welche Schritte sinnvoll sind, um Alzheimer vorzubeugen, ohne andere Risiken (z. B. medikamentöse Nebenwirkungen) unnötig zu verstärken.

3. Gentherapie
Auch wird in der Alzheimer Forschung untersucht, ob bestimmte Gene oder Gendefekte Einfluss auf die Entwicklung von Alzheimer nehmen. Unter diesem Betrachtungspunkt wird auch eine mögliche Gentherapie diskutiert, um das Voranschreiten der Krankheit verlangsamen zu können. Erste Studien hierzu wurden bereits unternommen, es sind aber – wie in vielen Bereichen der Alzheimer Forschung – noch weitere Erkenntnisse notwendig, um mögliche sinnvolle Handlungsschritte formulieren zu können.

4. Entzündungsherde (Neuroinflammation)
Ein großer Punkt in der Alzheimer Forschung sind Entzündungen im Gehirn. Solche Prozesse stehen im Verdacht, Zellen und Gewebe nachhaltig zu schädigen und somit zu irreversiblen Veränderungen beizutragen. Bei der Prävention und Behandlung von Alzheimer liegt ein Fokus deshalb auf Ansätzen, die auf die Reduktion von neuroinflammatorischen Mechanismen und Entzündungen im Körper ausgelegt sind – wie die Mikroimmuntherapie.

5. Alzheimer-Medikamente
In einigen Ländern wie den USA sind bereits Antikörper-Wirkstoffe zugelassen. In Europa werden solche Medikamente ebenfalls untersucht, bisherige Medikamente haben aber hierzulande noch keine Zulassung erhalten. Zwar konnten bei einigen Wirkstoffen wünschenswerte Effekte nachgewiesen werden, jedoch sind die potenziellen Risiken (z. B. Nebenwirkungen der Medikamente) für die Europäische Arzneimittelagentur EMA (European Medicines Agency) zu hoch, um die Therapie in dieser Form zuzulassen.

COVID-19 und Alzheimer – gibt es einen Zusammenhang?

Für die Prävention und Behandlung von Demenz und Alzheimer spielen auch Infektionen eine bedeutsame Rolle. Schwere Infektionen können das Risiko für eine Alzheimer-Erkrankung erhöhen – das ist bereits seit Längerem bekannt. Auch bei COVID-Erkrankungen konnten bei einigen Patientinnen und Patienten Veränderungen und Störungen im Bereich des Gehirns festgestellt werden. Zu den typischen Symptomen bei Long COVID zählen unter anderem Gedächtnisstörungen, Vergesslichkeit und Konzentrationsschwierigkeiten – also kognitive Beschwerden. Dies ließ vermuten, dass COVID auch das Risiko für Alzheimer erhöhen kann. Erste Zusammenhänge wurden dabei bereits betrachtet, für verlässliche Aussagen sind jedoch weitere Informationen notwendig.

Fest steht: Infektionen wie auch COVID können das Risiko für Demenz und Alzheimer erhöhen, eine Infektion bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass Demenz oder Alzheimer eintreten muss.

Mehr zum Thema Long COVID findest Du hier: Genesen, aber nicht gesund – die Auswirkungen von Long COVID.

Alzheimer Forschung: Die Immunhomöostase als wichtige Basis

Was hat nun das Immunsystem mit Alzheimer zu tun? Eine ganze Menge. Denn Immunzellen, die den Körper eigentlich effektiv schützen sollen, können bei einer Störung der Immunbalance zu Schäden beitragen – auch im Gehirn. Dadurch können auch Erkrankungen wie Alzheimer begünstigt oder beschleunigt werden.

Das hochkomplexe Gehirn wird unter anderem durch die Blut-Hirn-Schranke geschützt. So wird sichergestellt, dass nur bestimmte Stoffe ins Gehirn gelangen können. Dieser Mechanismus ist jedoch nicht unfehlbar, vor allem dann nicht, wenn bereits an anderen Stellen Schwächen oder Störungen vorliegen. So kann eine immunitäre Dysbalance die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke erhöhen. Insbesondere das Epstein-Barr-Virus scheint dieses Risiko verstärken zu können. 

Das immunitäre Gleichgewicht (Immunhomöostase) ist somit ein wichtiger Faktor, um neuroinflammatorische Prozesse zu reduzieren und die natürlichen Schutzfunktionen des Körpers aufrechtzuhalten. Daher sollte es bei der Prävention und Behandlung von neurodegenerativen und altersbedingten Erkrankungen unbedingt berücksichtigt werden.

Mikroimmuntherapie – zurück zur gesunden Immunbalance

Genau an diesem Punkt setzt die Mikroimmuntherapie (auch Low-Dose-Immuntherapie) an, denn sie zielt darauf ab, die immunitäre Balance im Körper zu unterstützen oder wiederherzustellen. Sie arbeitet mit Zytokinen, also natürlichen Botenstoffen, die die Kommunikation zwischen den Immunteilnehmer koordinieren. Die Substanzen liegen in niedrigen Dosierungen vor, sodass sie den physiologischen Konzentrationen entsprechen oder sogar darunter liegen. Außerdem wird die Mikroimmuntherapie sequenziell verabreicht, wodurch sie sich an den natürlichen Abläufen orientiert. Das Ziel ist es, diese natürlichen Vorgänge zu unterstützen und wieder in ihre vorgesehene Ausgangslage zu versetzen, ohne aggressiv einzugreifen. Es handelt sich so gesehen um ein nachhaltiges Training des Immunsystems.

Anwendung & Vorteile der Mikroimmuntherapie

Im Falle von Alzheimer ist die Mikroimmuntherapie also darauf ausgerichtet, mögliche entgleiste Entzündungsreaktionen zu verringern und der Ablagerung von Proteinen im Gehirn entgegenzuwirken. Unter anderem soll sie die Funktion der „Fresszellen“ unterstützen, was wiederum die Ansammlung bestimmter Stoffe und die daraus folgenden zytotoxischen Prozesse verringern soll. Des Weiteren sollen jene Prozesse gefördert werden, die beispielsweise die Synapsenbildung positiv beeinflussen.

Es gibt unterschiedliche Formeln bei der Mikroimmuntherapie, die je nach Patientenbefund individuell zusammengestellt werden können. Durch die Feinmodulation sollen nicht nur Entzündungen gemindert werden – die Behandlung soll sich zusätzlich auch auf Bereiche wie depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie Müdigkeit/Erschöpfung fokussieren. 

Da die Mikroimmuntherapie sehr gut verträglich ist, kann sie mit anderen Alzheimer-Therapien kombiniert werden.

Finde einen Therapeuten: Mikroimmuntherapie-Experten

Um mehr über die Mikroimmuntherapie zu erfahren und individuell beraten zu werden, ist ein Expertengespräch unerlässlich. Mit unserer Online-Suchfunktion findest Du Mikroimmuntherapeuten in Deiner Nähe. Außerdem kannst Du die Spezialsuche verwenden, um direkt nach Experten für bestimmte Themenfelder oder Krankheitsbilder (z. B. Demenz und Alzheimer) zu filtern.  

Finde Mikroimmuntherapeuten
in Deiner Nähe


Demenz & Alzheimer: Weitere Anlaufstellen für Hilfesuchende

Wenn Du auf der Suche nach weiteren Hilfsangeboten beim Thema Alzheimer bist, schau doch mal auf der Website der DAlzG vorbei. Hier findest Du nützliche Adressen und Ansprechpartner für Menschen mit Demenz-Erkrankungen sowie für deren Angehörige.

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Bild: © iStock.com/Paperkites

Mental Health Awareness Immunsystem

Mental Health Awareness: Starker Neustart in Schule und Beruf

Mental Health Awareness Immunsystem

Wenn sich die Ferien- und Urlaubszeit dem Ende zuneigt und langsam der Alltag wieder einkehrt, ist genau die richtige Zeit, sich mit Mental Health Awareness zu beschäftigen. Ob Berufsalltag oder Schulstart für die Kinder – die psychische Gesundheit trägt sowohl zum Wohlbefinden als auch zur Leistungsfähigkeit bei. 

Eine gesunde und starke Psyche kann den Wiedereinstieg in Pflichten und Aufgaben erleichtern. Doch was genau verbirgt sich hinter mentaler Gesundheit? Und wie kann man sie aktiv fördern? Eine wichtige Rolle spielt dabei das Immunsystem. Schauen wir uns diesen Zusammenhang etwas genauer an.

Inhalt

Was ist Mental Health Awareness – und warum ist sie so wichtig?

Ziel von Mental Health Awareness ist es, ein Bewusstsein für psychische Gesundheit zu schaffen und Ansätze zu formulieren, wie diese positiv beeinflusst und erhalten werden kann. Jeder Mensch ist individuell und so ist es auch mit der psychischen Gesundheit. Wie wir mit bestimmten Herausforderungen, Schwierigkeiten und auch Rückschlägen umgehen, ist ganz verschieden. Auch unsere moderne und oft schnelllebige Zeit stellt eine gewisse Herausforderung für die seelische Gesundheit dar, die sich unterschiedlich auf uns Menschen auswirken kann.

Eine Untersuchung des Robert Koch-Instituts aus dem Jahr 2023 zeigt, dass die Selbsteinschätzung der psychischen Stabilität und Gesundheit im Vergleich zu 2021 größtenteils gesunken ist. Gleichzeitig haben die Symptome und Fälle von Depressionen zugenommen. Wenn Du also das Gefühl hast, dass es Dir manchmal oder sogar öfter schwerfällt, Dich zu entspannen, positiv in die Zukunft zu blicken oder Deinen Alltag zu bewältigen, bist Du damit nicht allein.

Mental Health Awareness unterstützt Dich dabei, solche Mechanismen und Entwicklungen zu erkennen – sowohl in der Gesellschaft als auch bei Dir selbst. Mit diesem Wissen kannst Du daran arbeiten, widerstandsfähiger gegen Einflüsse zu werden und Deine eigene psychische Gesundheit durch bestimmte Maßnahmen zu fördern.

Ein wichtiger Punkt dabei ist die Resilienz – eine individuelle Stärke und Fähigkeit, mit Belastungen und Widrigkeiten umzugehen, ohne sich dadurch aus der Bahn werfen zu lassen. Mehr zu diesem Thema kannst Du in unserem Beitrag „Belastbarkeit und Resilienz – Wie viel können und sollten wir uns zumuten?“ nachlesen.

Einflussfaktoren: Was machen Veränderungen, Ungewissheit und ein Neustart mit unserer mentalen Gesundheit?

Warum kann Mental Health Awareness gerade jetzt eine wichtige Rolle für Dich spielen? Vielleicht bist Du gerade aus dem Urlaub zurück und es geht für Dich wieder los mit der Arbeit oder der Schule. Oder für Deine Kinder heißt es nach den Ferien „back to school“. Vielleicht ist es sogar ihr erstes Schuljahr.

Der Wiedereinstieg oder Neustart in Beruf und Schule kann eine besondere Herausforderung sein. Aufgaben, Prüfungen, Verantwortung, Verpflichtungen und soziale Interaktionen können Stress bedeuten. Vorübergehend ist Stress oft etwas Positives, da er uns anspornen kann, eine Aufgabe rechtzeitig zu erledigen oder uns auf eine Sache zu konzentrieren, bis sie erledigt ist. Hält der Stress jedoch an, wirkt er sich in der Regel negativ auf die Gesundheit aus.

Schau Dir hierzu auch gern unseren Beitrag „Kann Stress uns krankmachen?“ an!

Manche Menschen sind anfälliger für solchen Stress, andere können besser damit umgehen. Wichtig ist, dass Du lernen kannst, Stress zu reduzieren oder von vornherein möglichst gering zu halten. Schauen wir uns zunächst an, was in Beruf und Schule zu Stress beitragen kann und wie Du damit am besten umgehst.

Kategorien psychischer Belastungen in Schule und Beruf

Um die psychische Gesundheit fördern zu können, ist es zunächst wichtig zu wissen, welche Faktoren sich negativ auf die Psyche auswirken können. Wir haben hier einige Einflüsse für psychische Belastungen in der Schule und im Arbeitsumfeld zusammengestellt. Vielleicht erkennst Du einzelne Punkte wieder, die Dich ebenfalls belasten oder dazu führen, dass Du Dich auf der Arbeit/in der Schule nicht richtig wohlfühlst.

  • Arbeitsumgebung: Gestaltung der Arbeitsplätze, veraltete Arbeitsmittel, Lärmbelästigung, schlechte Lichtverhältnisse, schlechtes Raumklima, wenig Platz
  • Organisation und Abläufe: wenig Handlungsspielraum/kein Einbringen eigener Vorschläge, geringe Zeitvorgaben/enge Deadlines, volle Dienst-/Stundenpläne, unzureichende Pausen, unpassende/disharmonische Teamzusammenstellung
  • Inhalte und Aufgaben: eintönige Aufgabe (Monotonie), Unterforderung oder Überforderung, zu große Verantwortung, Aufgaben außerhalb der eigenen Kompetenzen
  • Soziale Faktoren: unklare Kommunikation, Konflikte, Mobbing, Machtgefälle, Leistungsdruck

Psychische Balance: Gleichgewicht zwischen Stressoren und Ressourcen

Die oben genannten Punkte sind die Faktoren, die Deinen Arbeits-, Studiums- oder Schulalltag negativ beeinflussen und für Dich zu Stress werden können. Es handelt sich um „Stressoren“. Überwiegen Stressoren über einen längeren Zeitraum, schlägt sich das häufig auch langfristig auf die mentale Gesundheit nieder. Es kann unter anderem zu Leistungsabfall, Konzentrationsschwierigkeiten, psychische Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen und zu körperlichen Reaktionen wie Magen-Darm-Problemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.

Ein Weg zurück zur psychischen Balance stellen Ressourcen dar, die die Stressoren abbauen oder abfedern. Ressourcen können sowohl mit Dir als Person verbunden sein (z. B. Deine Widerstandsfähigkeit/Resilienz, Deine Lernbereitschaft, Deine Fähigkeit, Aufgaben zu delegieren usw.) als auch die Umgebung und Struktur beinhalten (z. B. klar definierte Ziele, genügend Personen werden für ein Projekt eingeplant, Zeit für Pausen und Erholung, soziale Unterstützung, Wertschätzung u. v. m.).

Mental Health Awareness Stressoren Ressourcen

Mental Health Awareness: Wie wirkt sich psychische Belastung auf das Immunsystem aus?

Psyche und Immunsystem sind eng miteinander verknüpft. Unsere Gefühle und Gedanken beeinflussen unser Wohlbefinden, unseren Körper und unsere Gesundheit. 

Bei Leistungsdruck, anhaltendem Stress oder Schicksalsschlägen schüttet unser Körper bestimmte Hormone aus, darunter zum Beispiel das Stresshormon Cortisol. Dieses hemmt die Funktion des Immunsystems. Dieser Prozess dient dazu, dass unser Körper in eigentlichen Gefahrensituationen genug Energie für die Stresssituation zur Verfügung hat (z. B. für die Flucht). Handelt es sich aber um einen langen Zeitraum, so wird das Immunsystem fortwährend blockiert, was unsere Immunabwehr und damit unsere Gesundheit schädigt.

Außerdem führt ein erhöhter Cortisolwert dazu, dass das Immunsystem Entzündungsprozesse nicht mehr regulieren kann. An sich ist Cortisol zwar zunächst entzündungshemmend, ein dauerhaft hoher Cortisolspiegel schlägt jedoch genau ins Gegenteil um. Das Risiko für Entzündungsherde steigt. Diese inflammatorischen Prozesse können dann Gewebe und Zellen nachhaltig schädigen und weitere Beschwerden hervorrufen. Es kommt zu einer Art entzündlichem Grundzustand im gesamten Körper, der eine Vielzahl von Symptomen mit sich bringen kann.

Mikroimmuntherapie: Mentale Gesundheit über das Immunsystem fördern

Genau hier setzt die Mikroimmuntherapie an, denn ihr Ziel ist es, mithilfe natürlicher Bestandteile (u. a. Zytokine) die Immunbalance wiederherzustellen. Sie arbeitet mit Wirkstoffen in niedrigen Dosierungen (low dose und ultra-low dose) und unterschiedlichen Verdünnungsstufen. Je nach Befund werden die einzelnen Mechanismen gefördert, gehemmt oder moduliert. 

Im Falle von psychischer Belastung und Stress heißt das unter anderem, dass entzündungsfördernde Prozesse möglichst reduziert werden sollen und entzündungshemmende Abläufe zur Hilfe gefördert werden, bis das natürliche Gleichgewicht wieder erreicht ist. Dadurch soll das Immunsystem reguliert werden, sodass es wieder wie vorgesehen agiert und seine Schutzfunktionen richtig und gezielt einsetzen kann. Ein gesundes und intaktes Immunsystem wirkt sich wiederum sehr positiv auf die mentale Gesundheit aus, da es störende Prozesse reduzieren kann, bevor sie Einfluss auf die mentale Gesundheit nehmen (z. B. Entzündungen). Überdies unterstützt die Immunbalance den Körper beim Umgang mit Stress.

Das Immunsystem stellt auch für die mentale Gesundheit einen wichtigen Grundpfeiler dar. Es ist zwar nicht allein dafür verantwortlich, dass unsere Psyche gesund und stark ist, aber die Immunbalance hat einen entscheidenden Einfluss, weshalb es umso wichtiger ist, sie in das Thema Mental Health Awareness aufzunehmen. Die Mikroimmuntherapie kann sowohl in stressigen Zeiten als akute Behandlung erfolgen als auch präventiv eingesetzt werden – Wenn es um das Bewusstsein für die psychische Gesundheit geht, kann die sanfte Unterstützung also auch dann schon erfolgen, bevor es zu Symptomen und Beschwerden kommt.

Ein weiterer Punkt: Arbeitet unser Immunsystem optimal, schützt es uns bestmöglich vor Krankheiten. Auch Krankheiten können sich negativ auf unsere Psyche auswirken, denn sie schränken uns möglicherweise ein oder können uns fortwährend Sorgen bereiten. Ein intaktes Immunsystem nimmt diese mögliche Belastung, sodass unsere mentale Gesundheit geschützt bzw. nicht zusätzlich angegriffen wird.

Finde einen Therapeuten: Mikroimmuntherapie-Experten

Die Mikroimmuntherapie ist einfach anzuwenden und verfolgt ein klares Ziel: Dein Immunsystem nachhaltig zu unterstützen. Die Anwendungsbereiche sind dabei sehr vielseitig und die Hintergründe oft sehr komplex. Es gibt unterschiedliche Mikroimmuntherapie- Formeln, die speziell auf bestimmte Beschwerdebilder und Fachbereiche ausgerichtet sind. 

Um zu erfahren, wie die Mikroimmuntherapie Dir helfen kann, ist daher eine persönliche Beratung durch einen Mikroimmuntherapie-Experten empfehlenswert. Mit der Online-Suche in unserer Therapeutenliste findest Du Mikroimmuntherapeuten in Deiner Nähe! Zudem kannst Du die Spezialisten-Suche verwenden, um gezielt nach bestimmten Kategorien zu filtern, beispielsweise Stress und Ängstlichkeit. Hier kommst Du direkt zur Übersicht.

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Post-Vac Mikroimmuntherapie

Immunsystem im Fokus: Neue Hoffnung bei Post-Vac

Post-Vac Mikroimmuntherapie

Impfungen haben der Medizin viele Fortschritte und Entwicklungen gebracht, indem sie den Verlauf bestimmter Krankheiten mildern oder den Körper sogar ganz vor bestimmten Einflüssen schützen. Manche Impfungen bergen jedoch das Risiko schwerwiegender Reaktionen, die das Leben der Betroffenen auf vielfältige Weise beeinträchtigen. Diese sogenannten postvakzinalen Störungen (auch: Post-Vac-Syndrom) treten vergleichsweise selten auf, stellen aber eine ernst zu nehmende Belastung für die Patientinnen und Patienten dar.

Zu den jüngsten Ereignissen, bei denen Impfungen und damit verbundene mögliche Beschwerden eine große Rolle spielten, gehört die Coronapandemie. Bei einigen Menschen wurden nach der Booster-Impfung negative Veränderungen festgestellt – das Post-Vac-Syndrom. Wir zeigen, was sich dahinter verbirgt, wie man es erkennt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. In diesem Zusammenhang möchten wir auch darauf eingehen, welche Rolle das Immunsystem bei Impfungen und anhaltenden Impfschäden spielt und welche Hilfe die Mikroimmuntherapie bei diesem komplexen Thema bieten kann.

Inhalt

 

Einführung: Was genau ist Post-Vac?

Die Abkürzung Post-Vac bedeutet „nach einer Impfung“ (engl. vaccination = Impfung). Unter diesem Begriff werden verschiedene anhaltende Beschwerden zusammengefasst, die aller Wahrscheinlichkeit nach durch eine Impfung verursacht wurden. Häufig handelt es sich dabei um Symptome, die auch oft mit Post- oder Long COVID in Verbindung gebracht werden. Eine spezifische medizinische Definition (MedDRA-Term/Medical Dictionary for Regulatory Activities) zur einheitlichen Klassifizierung und Erfassung von unerwünschten Nebenwirkungen existiert bisher leider nicht.

Die Abgrenzung zu normalen und akuten Impfreaktionen sowie zu Long COVID findest Du an späterer Stelle hier in unserem Artikel.

Typische Symptome des Post-Vac-Syndroms

Die Symptome des Post-Vac-Syndroms sind individuell verschieden und hängen von verschiedenen Faktoren ab (z. B. Lebensweise, andere Erkrankungen, Immundefekte usw.). In vielen Fällen handelt es sich um ein Bündel von Symptomen, die keinem anderen Auslöser zugeordnet werden können. 

Symptome Post-Vac

Problematisch: Was sind die Herausforderungen bei Post-Vac?

Das Post-Vac-Syndrom hat eine große Schwierigkeit, die für die Betroffenen eine zusätzliche Belastung darstellt. Denn während die Akzeptanz und die Hilfsangebote für Post- und Long-COVID-Patienten allmählich zunehmen, fühlen sich viele Post-Vac-Betroffene weiterhin hilflos und allein gelassen. Post-Vac hat keinen ICD-10-Code und wird daher nicht als eigenständige Krankheit geführt. Zudem erschweren die vielfältigen Symptome und Beschwerden nicht nur die Diagnose, sondern auch die Behandlung. Die genauen Ursachen von postvakzinalen Reaktionen sind noch nicht abschließend geklärt. 

All dies sind Herausforderungen, vor denen Patientinnen und Patienten, aber auch Ärztinnen und Ärzte stehen. Da Post-Vac noch weitgehend unerforscht ist, fehlen Leitlinien, um den Betroffenen schnell und gezielt helfen zu können.

Positiv bleiben
Das heißt aber nicht, dass gegen postvakzinale Reaktionen nichts getan werden kann. Die Forschung beschäftigt sich bereits mit dem Thema. Vor allem das Immunsystem scheint dabei eine wichtige Rolle zu spielen und sollte bei der Suche nach einer geeigneten Behandlung berücksichtigt werden. Wie unter anderem die Mikroimmuntherapie Deine Gesundheit unterstützen kann, zeigen wir Dir weiter unten im Text.

Unterschied zwischen Post-Vac-Syndrom und normalen Impfreaktionen

Direkte Impfreaktionen kurz nach einer Impfung sind nicht ungewöhnlich. In der Regel sind die akuten Beschwerden harmlos und vorübergehend. Es kann zu leichten Schmerzen an der Einstichstelle, Juckreiz, Brennen, Schwellung, Rötung oder Hautausschlag kommen. Manche Menschen verspüren auch ein leichtes „Krankheitsgefühl“ oder fühlen sich schlapp. Diese Reaktionen klingen in der Regel nach einigen Tagen vollständig ab.

Anders sieht es leider beim Post-Vac-Syndrom aus: Hier setzen die Beschwerden zumeist später ein, sind aber auch deutlich stärker. Wann genau die Symptome auftreten, ist individuell verschieden. Bei manchen Menschen beginnen sie schon wenige Tage nach der Impfung, bei anderen erst zwei bis drei Wochen danach. Mögliche Symptome sind Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen/Migräne, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schwindel, Übelkeit, Bewegungsstörungen und andere. Vielen Betroffenen fällt es schwer, ihren Alltag normal zu bewältigen, da sie schnell erschöpft und kraftlos sind. Beim Post-Vac-Syndrom halten diese Beschwerden über einen längeren Zeitraum an und gehen oft selbst mit Therapie nicht vollständig zurück.

Unterschied zwischen Post-Vac-Syndrom und Long COVID 

Die Symptome von Long COVID und Post-Vac sind sehr ähnlich oder sogar identisch. Der Körper erfährt eine anhaltende Belastung, die ihn nachhaltig schwächt und vor allem zu Leistungsabfall und chronischer Erschöpfung führt. Der Unterschied besteht darin, dass die Beschwerden beim Post-Vac-Syndrom nicht durch eine SARS-CoV-2-Infektion, sondern durch die Schutzimpfung ausgelöst werden. Wie bei Long COVID können nicht nur ältere, vorerkrankte oder geschwächte Menschen betroffen sein, sondern auch gesunde, fitte und junge Menschen.

Diagnose: Wie wird Post-Vac festgestellt?

Während der Coronapandemie wurde innerhalb von etwa zwei Jahren mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung geimpft. Es handelte sich um die größte internationale Impfkampagne aller Zeiten, die nach und nach auch einige Beschwerden und unerwünschte Reaktionen zeigte. Die Fallzahlen für schwerwiegende Impfnebenwirkungen sind zwar gering, aber es gibt sie, und vermutlich gibt es noch eine Dunkelziffer. 

Die Seltenheit von Post-Vac ist auch ein Grund dafür, dass die Ursachen noch nicht umfassend erforscht sind. Das erschwert natürlich auch die Diagnose: Kommt ein Patient mit Symptomen wie chronischer Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, starken Kopfschmerzen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden in die Praxis, kann dies auf viele verschiedene Erkrankungen hindeuten. Bislang gibt es keine Richtlinien oder eindeutige Nachweise, die spezifisch auf Post-Vac deuten. Manche Betroffene haben erhöhte Entzündungswerte, bei anderen lassen sich außer den anhaltenden Symptomen keine Auffälligkeiten feststellen.

Gibt es bestimmte Marker bei Post-Vac?

Wie bereits erwähnt, können die Befunde bei postvakzinierten Patienten unterschiedlich ausfallen. In Untersuchungen konnten jedoch einige Hinweise und Marker gefunden werden, die mit Impfreaktionen in Zusammenhang stehen könnten. So fand das Team um Prof. Harald Prüß von der Berliner Charité bei ihren Patient:innen Folgendes vor: 

Der Liquor (Nervenwasser des Gehirns und Rückenmarks) ist normalerweise nahezu frei von Zellen. Bei Patient:innen mit Post-Vac-Beschwerden entdeckten die Mediziner Entzündungszellen und auch Antikörper in hoher Anzahl im Liquor. Die gebildeten Autoantikörper konnten sich an Hirngewebe binden und Störungen verursachen. Darüber hinaus fanden sich nicht nur Antikörper gegen das COVID-Virus, sondern auch gegen Angiotensin II, ein wichtiges Enzym für die Blutdruckregulation.

Solche Marker können auf Fehlfunktionen nach der Impfung hinweisen und sind ein wichtiger Ansatzpunkt für die weitere Forschung.

Welche Rolle spielt das Immunsystem bei Post-Vac?

Das Immunsystem ist der Wächter unserer Gesundheit, der unter anderem schädliche Erreger wie Bakterien, Viren und entartete Zellen aufspürt und unschädlich macht. Daher spielt das Immunsystem sowohl bei Virusinfektionen wie COVID als auch bei Impfungen und der Bildung von Antikörpern eine wichtige Rolle.

Nach einer Infektion, aber auch nach einer Impfung, kann es zu einem „Postinfektionssyndrom“ kommen, bei dem das T-Zell-Immunsystem gestört ist. Dies ist nicht Corona-spezifisch, sondern kann auch bei anderen Infektionen wie z. B. EBV und nach klassischen Impfungen auftreten. Typisch für solche Störungen des Immunsystems sind eine eingeschränkte Funktionalität der T-Lymphozyten, eine TH2-Dominanz (entzündungsfördernde Mechanismen) beziehungsweise ein gestörtes TH1-TH2-Gleichgewicht und eine Hemmung der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sowie der regulatorischen T-Zellen. Letzterer Faktor gilt als möglicher Auslöser von Autoimmunerkrankungen

Zusammenfassend bedeutet dies, dass sowohl nach einer Infektion als auch durch eine Impfung Prozesse im Körper in Gang gesetzt werden können, die die natürliche Abwehrreaktion negativ beeinflussen und Mechanismen begünstigen können, die den Organismus nachhaltig schädigen, darunter auch Autoimmunreaktionen. Die genauen Ursachen sind noch nicht abschließend geklärt.

Hypothesen Post-Vac

 

 

 

 

Überblick zur Mikroimmuntherapie

Wie Du siehst, ist das Immunsystem an vielen Funktionen und Abläufen im Körper beteiligt. Ist das Immunsystem gestört, kann sich das wiederum in einer Vielzahl von Beschwerden oder Krankheiten äußern. Doch wie kann man das Immunsystem unterstützen?

Neben dem individuellen Lebensstil und bestimmten Risikofaktoren, die einen großen Einfluss auf das Immunsystem haben können, gibt es die Möglichkeit, immunologische Fehlfunktionen zu korrigieren. Ziel der Mikroimmuntherapie beispielsweise ist die Wiederherstellung der TH1-TH2-Balance. Auf diese Weise sollen sowohl überschießende Entzündungsreaktionen als auch unzureichende Immunreaktionen reduziert werden. Kurz: Die Mikroimmuntherapie will mit natürlichen Substanzen und Mechanismen dafür sorgen, dass das Immunsystem wieder richtig funktioniert.

Dazu stehen verschiedene Mikroimmuntherapie-Formeln zur Verfügung, die auf unterschiedliche Anwendungsgebiete spezialisiert sind.  

Wo findet die Mikroimmuntherapie Verwendung?

Beim Post-Vac-Syndrom kann die Mikroimmuntherapie als ergänzende Behandlung in Betracht gezogen werden, um den Körper auf immunologischer Ebene zu unterstützen. Da vor allem Störungen im Gleichgewicht der TH1- und TH2-Zellen sowie chronische Entzündungen im Zusammenhang mit dem Post-Vac-Syndrom vermutet werden, kann die Feinregulation des Immunsystems ein wichtiger Schritt zur Besserung der Beschwerden sein. 

Bei der Mikroimmuntherapie werden Zytokine eingesetzt. Mithilfe von Zytokinen koordiniert auch der Körper seine eigene Immunreaktion. Eine Behandlung mit der Mikroimmuntherapie zielt daher darauf ab, überaktive entzündungsfördernde Prozesse zu dämpfen und chronische Entzündungen im Körper zu reduzieren. Ein funktionierendes Immunsystem ist zudem die Basis, um das Risiko von Infektionen oder anderen negativen Einflüssen auf den Körper zu senken. 

Da eine gezielte Behandlung von postvakzinalen Beschwerden aufgrund fehlender Erfahrungen und Studien noch nicht möglich ist, konzentriert sich die Therapie auf die Linderung der Symptome und auf die Verbesserung der Lebensqualität. Neben der Mikroimmuntherapie können auch Bewegungstherapien, Entspannungstherapien, Naturpräparate, bestimmte Medikamente und psychologische Ansätze integriert werden. Die Behandlung ist daher immer individuell ausgerichtet und angepasst.

Beratung durch erfahrene Mikroimmuntherapeuten

Mehr über die Mikroimmuntherapie, ihre Anwendungsgebiete und ihren Beitrag zur Therapie von postvakzinalen Reaktionen erfährst Du in einem persönlichen Gespräch mit einem erfahrenen Mikroimmuntherapeuten. Mit unserer Suchfunktion kannst Du online Experten direkt in Deiner Nähe finden.

Außerdem kannst Du über die Spezialisten-Suche gezielt nach Mikroimmuntherapeuten filtern, die sich auf den Bereich Long COVID und Post-Vac spezialisiert haben. Hier gelangst Du zur Übersicht der Schwerpunkte.

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Fazit: Forschungsstand und Ausblick zu Post-Vac

Die Forschungsergebnisse zu Post-Vac sind leider noch sehr begrenzt und erlauben es noch nicht, eine effektive Präventions- oder Behandlungsstrategie zu entwerfen. Zunächst ist es wichtig, den Informations- und Forschungsstand zu Post-Vac zu verbessern und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Denn auch wenn das Post-Vac-Syndrom sehr selten ist, stellt es für die Betroffenen eine gravierende Veränderung dar, für die es bisher nur wenige Hilfsangebote gibt. 

Ebenso wichtig ist es, mögliche Ängste und Zweifel der Menschen abzubauen. Impfungen sind nach wie vor eine bedeutende und wirksame medizinische Maßnahme. Wenn wir verstehen, warum und wie es zu postvakzinaler Reaktionen kommen kann und vor allem, wie man sie möglichst verhindern kann, ist das ein entscheidender Ausgangspunkt für weitere Impfvorgänge.

Du hast noch Fragen zum Post-Vac-Syndrom, Long COVID oder der Mikroimmuntherapie? Oder möchtest Du Deine eigenen Erfahrungen mit dem Thema teilen? Dann schreib uns gern! Wir freuen uns auf Deine Nachricht direkt unter diesem Artikel, auf Instagram, Facebook oder per E-Mail!

 
 

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chronische Erschöpfung Mikroimmuntherapie

Chronische Erschöpfung – woher sie kommt und wie Du neue Energie schöpfen kannst

chronische Erschöpfung Mikroimmuntherapie

Jeder hat es sicher schon einmal erlebt: An manchen Tagen fühlt man sich wie gerädert, wird nicht richtig wach, kann sich schlecht konzentrieren und muss immer wieder gähnen. Besonders beim Übergang von der Winterzeit zum Frühling, kann bei manchen Menschen die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit auftreten. Man vermutet, dass sich die Blutgefäße nach der kalten Jahreszeit bei steigenden Temperaturen leicht erweitern und dies bei manchen Personen zu niedrigem Blutdruck führen kann, der wiederum Müdigkeit begünstigt. Was aber, wenn die Müdigkeit so stark und anhaltend ist, dass man den normalen Alltag nicht mehr bewältigen kann?

In diesem Fall spricht man von chronischer Fatigue oder Erschöpfung. Hast Du selbst solche Erfahrungen gemacht? Fühlst Du Dich seit einiger Zeit oft schlapp und weißt nicht, was los ist? Wir zeigen Dir, was sich hinter chronischer Erschöpfung verbirgt und was Du tun kannst, um Deine Energieressourcen zu unterstützen. In diesem Zusammenhang erklären wir auch, was die Mikroimmuntherapie bei der Behandlung von Erschöpfungszuständen leisten kann – denn wie so oft spielt auch hier Dein Immunsystem eine sehr wichtige Rolle.

Inhalt

Überblick: Was ist eine chronische Erschöpfung?

Unter chronischer Fatigue oder Erschöpfung versteht man einen länger andauernden (mehr als 6 Monate) bzw. chronischen Zustand von Energielosigkeit bzw. Energieverlust, der durch Erholung nicht aufgehoben werden kann. Dabei sind alltägliche bzw. soziale Aktivitäten eingeschränkt bzw. in Extremfällen nicht mehr möglich.

Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein und von Mangelzuständen (z.B. Eisenmangel, Vitamin-B12-Mangel), hormonellen Störungen (z.B. Schilddrüsenunterfunktion), Störungen des Energiestoffwechsels, Schlafstörungen, Depressivität bis hin zu schweren Erkrankungen wie Autoimmunkrankheiten oder onkologischen Erkrankungen reichen. Wenn neben der Fatigue/Erschöpfung auch andere komplexe Beschwerden auftreten, sollte auch an ME/CFS gedacht werden. Eine entsprechende durch den Arzt/Therapeuten durchgeführte Differentialdiagnose ist entscheidend.

ME/CFS: Eine unterschätzte, komplexe Erkrankung

ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) ist eine schwerwiegende, chronische Erkrankung. Wichtig zu wissen: ME/CFS ist nicht mit Erschöpfung/Fatigue gleichzusetzen. Es handelt sich vielmehr um eines der vielschichtigen Symptome, unter denen ME/CFS-Patienten leiden und die ihre Aktivität und somit ihren Alltag erheblich einschränken. In einigen Fällen kann es dazu kommen, dass die Betroffenen das Haus nicht mehr verlassen können, pflegebedürftig oder bettlägerig werden. Über die Hälfte der Betroffenen wird dauerhaft arbeitsunfähig. Die Krankheit tritt häufig nach Virusinfektionen und damit einhergehenden neuroimmunologischen Fehlsteuerungen auf. Da es sich um eine komplexe Erkrankung mit sehr unterschiedlichen Beschwerdebildern handelt, sind die Diagnose und Therapie besonders herausfordernd.

Eine der großen Herausforderungen dieser Krankheit ist es, sie zu diagnostizieren. Betroffene haben oft eine Odyssee an Arztbesuchen hinter sich, wobei sie leider auch oft die Erfahrung machen müssen, dass ihre Beschwerden nicht ausreichend ernst genommen oder falsch interpretiert werden. Dies beruht u.  a. darauf, dass dieses Krankheitsbild vielen Ärzten noch unbekannt ist und viele der Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten können. Deshalb wäre es zunächst wichtig, dass andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Daraufhin können Ärzte die Diagnose ME/CFS anhand verschiedener in der Praxis etablierter Fragebögen zur Erfassung der Beschwerden der Patienten stellen. Zu den bekanntesten Fragebögen für ME/CFS gehören die Kanadischen Konsenskriterien, die zahlreiche Symptome umfassen, die für mindestens 6 Monate bei Erwachsenen bzw. 3 Monate bei Kindern anhalten müssen.

Neben der Erschöpfung/Fatigue ist insbesondere eine Belastungsintoleranz – d.h. eine ausgeprägte und anhaltende Verschlimmerung aller Symptome nach geringfügiger körperlicher oder geistiger Anstrengung (sogenannte Post-Exertionelle Malaise – kurz: PEM) – charakteristisch für ME/CFS.

Weitere Beschwerden, unter denen Patienten häufig leiden, sind folgende:

• Schmerzen (z. B. Muskel- oder Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen)

• Schlafstörungen (z. B. Einschlaf- oder Durchschlafstörungen)

• Neurologische bzw. kognitive Symptome (z. B. Konzentrations-, Merk- oder Wortfindungsstörungen – oft als „Brainfog“ bezeichnet)

• Symptome des autonomen Nervensystems – d.h. des unbewusst gesteuerten Teils des Nervensystems (z. B. Schwindel, Benommenheit, Herzrasen nach Lagewechsel)

• Neurohormonelle Symptome (z. B. gestörte Körpertemperatur, Gewichtszunahme/-abnahme)

• Immunologische Symptome (z. B. grippeähnliche Symptome, schmerzhafte und geschwollene Lymphknoten, Halsschmerzen)

ME/CFS: Mögliche Auslöser & Mechanismen

Trotz der Tatsache, dass ME/CFS bereits 1969 als neurologische Erkrankung klassifiziert wurde, sind ihre genauen Ursachen bis heute nicht vollständig geklärt. Generell geht man von einem Bündel verschiedener Auslöser aus, die sowohl umweltbedingt als auch veranlagungsbedingt sein können. Zu den Triggerfaktoren zählen u.a. Infektionen, einschneidende psychische Stresssituationen oder Halswirbelsäulen- bzw. Schädel-Hirn-Traumata.

All diese Faktoren können den Organismus auf mehreren Ebenen belasten. So geht man davon aus, dass ME/CFS mit Störungen im Gefäßsystem, dem Energiestoffwechsel, dem Nervensystem sowie dem Immunsystem einhergeht.

All diese Faktoren kommen daher auch als mögliche (Mit-)Auslöser einer chronischen Erschöpfung in Betracht. Teilweise berichten Betroffene, dass sie die Erschöpfungsphasen erstmals nach einer viralen oder bakteriellen Infektion bemerkt haben. Auch Operationen, Traumata oder hormonelle Veränderungen werden als Ursachen genannt, die der Erschöpfung vorausgegangen sind. Bei anderen Patient:innen ist es hingegen nicht möglich, eine klare Ursache zu bestimmen.

Generell geht man meist von einem Bündel verschiedener Auslöser aus, die sowohl umweltbedingt als auch veranlagungsbedingt sein können.

EBV und ME/CFS – besteht ein Zusammenhang?

Das Epstein-Barr-Virus scheint bei ME/CFS eine besondere Rolle zu spielen. Wie bereits erwähnt, geht oftmals eine Infektion mit Viren oder Bakterien dieser Erkrankung voraus. Das Epstein-Barr-Virus trägt fast jeder Mensch in sich. Es wird vom Immunsystem kontrolliert, sodass oft keine Symptome oder Beschwerden auftreten. Dies kann sich ändern, wenn das Immunsystem negativ beeinflusst und das EBV reaktiviert wird. Das Immunsystem wird weiter belastet und es kann zu Störungen kommen, die sich auf weitere Organe und Systeme auswirken können. Auf diese Weise kann auch die chronische Erschöpfung ausgelöst werden.

Neben EBV wurde auch SARS-CoV-2, der zu COVID-19 oder Long COVID führen kann, ebenfalls mit ME/CFS in Verbindung gebracht. Auch hier werden das Immunsystem und der Körper nachhaltig belastet und können durch anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung gekennzeichnet sein.

Mehr zu diesem Thema erfährst Du hier: ME/CFS – was heißt das genau? Und wieso wird es oft mit COVID in Verbindung gebracht?

Mikroimmuntherapie – sanfte Kraftquelle für Dein Immunsystem

Doch wie lässt sich chronische Erschöpfung behandeln, wenn selbst Ruhe und ausreichend Schlaf in der Regel keine Besserung versprechen? Leider gibt es auch für die Therapie von ME/CFS noch keine einheitlichen Richtlinien. Die Vielfalt der möglichen Symptome und Ursachen erschwert die Festlegung eines Behandlungsstandards.

Bislang ist die Therapie vor allem symptomorientiert und wird individuell an die Patient:innen angepasst. Ein wesentlicher Bestandteil der Therapie ist vor allem der richtige Umgang mit den eigenen Energieressourcen: Welche Energie steht zur Verfügung? Welche Faktoren können sie negativ beeinflussen? Wie kann ich meine Energie gut einteilen und Überlastung vermeiden?

Da chronische Erschöpfung häufig auf eine Immunstörung zurückgeführt wird, liegt der Gedanke nahe, direkt am Immunsystem anzusetzen. Ein intaktes und gesundes Immunsystem ist die Basis, auf der die weitere Therapie aufbauen und stützen kann. Hier setzt die Mikroimmuntherapie an: Als Low-Dose-Immuntherapie zielt sie darauf ab, das Ungleichgewicht auf immunologischer Ebene sanft auszugleichen und die natürliche Homöostase wiederherzustellen. Erschöpfende Faktoren wie anhaltende Entzündungen, hormonelle Veränderungen oder Infektionen können so sanft ausgeglichen werden. Dies kann sich wiederum positiv auf die körpereigenen Energieressourcen auswirken.

 

Ziele der Mikroimmuntherapie

Die Mikroimmuntherapie hat verschiedene Formeln, die je nach Befund ausgewählt werden. Einige Formeln konzentrieren sich auf eine grundlegende Unterstützung des Immunsystems, andere sind speziell auf Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder neurologische Störungen und Stress ausgerichtet. Alle Formeln enthalten vorwiegend Zytokine und andere Botenstoffe, mit denen der Körper vertraut ist und die er selbst produziert. Diese werden in niedrigen Dosierungen eingesetzt. Dadurch gilt die Mikroimmuntherapie als äußerst schonend und gut verträglich.

Mehr zur Mikroimmuntherapie erfahren – Mikroimmuntherapeuten in Deiner Nähe

Die Funktionsweise des Immunsystems ist sehr komplex. Um mehr darüber zu erfahren, wie das Immunsystem an verschiedenen Prozessen im Körper beteiligt ist und wie die Mikroimmuntherapie zu einem gesunden Immunsystem beitragen kann, stehen Dir unsere erfahrenen Expertinnen und Experten für Mikroimmuntherapie gerne zur Seite.

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Tipps für den Alltag mit chronischer Erschöpfung

Der erste Schritt bei chronischer Erschöpfung ist die Suche nach Informationen. Aufgrund der Komplexität der einzelnen Symptome und Auslöser wird die Diagnose oft erst spät gestellt und die Betroffenen fühlen sich meist überfordert und hilflos. Wenn es Dir so geht, ist das verständlich und nicht schlimm.

Wichtig ist, dass Du Dich damit auseinandersetzt. Hilfe bekommst Du nicht nur bei einem Arzt oder einem Mikroimmuntherapeuten, sondern auch, indem Du Dich mit anderen Betroffenen austauschst. So erhältst Du oft hilfreiche Tipps aus erster Hand.

Was Du sonst noch tun kannst:

  • Sanfte Bewegung– Spaziergänge an der frischen Luft kurbeln den Kreislauf an und verringern Stress. Achte dabei darauf, dass Du Dich nicht überanstrengst, sondern die Bewegung genießen kannst.
  • Ruhe und Entspannung – Bei chronischer Erschöpfung sind Dein Körper und Deine Psyche stark beansprucht. Gönne ihnen Auszeit und versuche es zum Beispiel mit bewussten Entspannungsübungen.
  • Gesund essen – Die Ernährung hat großen Einfluss auf Wohlbefinden, Immunsystem und Gesundheit. Achte auf eine ausgewogene Ernährung mit natürlichen und frischen Zutaten.
  • Viel trinken – Auch Hydration ist für den Körper sehr wichtig. Trinke genügend, damit Dein Körper alle wichtigen Aufgaben erfüllen kann; am besten Wasser oder Tees.
  • Erholsam schlafen – Bei chronischer Erschöpfung scheint Schlaf zunächst keine wirkliche Besserung zu bringen. Dennoch ist es sehr wichtig, dass Du ausreichend schläfst, da Dein Körper und Dein Immunsystem diesen zur Regeneration brauchen. Halte Dich an einen festen Schlafrhythmus und sorge für eine gute Schlafatmosphäre.
  • Nette Leute treffen – Der Mensch ist ein soziales Wesen. Aus diesem Grund spielt auch sozialer Kontakt für viele eine wichtige Rolle, um gesund und ausgeglichen zu sein. Treff Dich mit Freunden und Familie, achte aber darauf, Dich nicht zu stressen oder zu überlasten, denn auch soziale Interaktionen können erschöpfen.

Positiver Ausblick: Forschung und Behandlungsstandards

Wir haben in diesem Artikel mehrfach darauf hingewiesen, dass ME/CFS mit Schwierigkeiten und Unwissenheit verbunden ist. Abschließend möchten wir daher noch einmal explizit auf die positiven Entwicklungen in Medizin, Forschung und Gesellschaft eingehen, die die Hoffnung stärken, dass die Erkrankung in Zukunft noch besser verstanden und behandelt werden kann. Denn je mehr wir über diese Erkrankung herausfinden, desto besser können wir sie künftig behandeln oder sogar präventiv vorbeugen.

Hier einige Beispiele:

  • Kongresse, Aktionstage und Symposien zu ME/CFS stärken die allgemeine Wahrnehmung für die Erkrankung (z. B. Internationaler ME/CFS-Tag, Veranstaltungen der Charité Berlin)
  • Forschungsförderung für Studien zu ME/CFS (bislang erhielt das Feld kaum Förderungen)
  • Berichte zu ME/CFS in der Tagespresse und den allgemeinen Nachrichtensendungen
  • Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags und Fachgespräche mit Parteien
  • Unrest auf YouTube – preisgekrönte Dokumentation zu ME/CFS auch in den modernen Medien 
  • Fortbildungsmöglichkeiten für medizinische Fachkräfte (z. B. Webinar „Chronischer Erschöpfung multimodal begegnen“ der MeGeMIT) 
  • Social Media: In den sozialen Medien findet das Thema ME/CFS immer mehr Raum – besonders Betroffene berichten hier über ihre Erfahrungen. Übrigens: Auch bei uns ist in diesem Monat die chronische Müdigkeit das Hauptthema auf Instagram – schau doch mal vorbei
 

(Quelle Punkt 1–5: https://www.mecfs.de/mecfs-update-2-2023/)

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Gesundheitslexikon Mikroimmuntherapie

Gesundheitslexikon: Von A wie autoimmun bis Z wie Zytokine

Gesundheitslexikon Mikroimmuntherapie

Gesundheit ist ein sehr komplexes und vor allem individuelles Thema. In diesem Beitrag möchten wir Dir einen Überblick über wichtige Begriffe und Faktoren geben, die im Zusammenhang mit dem Immunsystem, einem gesunden Leben und insbesondere auch mit der Mikroimmuntherapie stehen. Natürlich können die Punkte in unserem Gesundheitslexikon nicht alle Facetten und Details dieser umfangreichen Themen abdecken. Wenn Du weitere Fragen hast oder über Begriffe und Vorgänge stolperst, über die Du mehr erfahren möchtest, dann schreibe uns gern auf Instagram oder Facebook!

 
 

A – Autoimmunreaktionen

Ein großer Bereich verschiedener Erkrankungen sind die sogenannten Autoimmunreaktionen des Körpers. Im gesunden, intakten Zustand unterscheidet das Immunsystem zwischen fremden, schädlichen Faktoren und körpereigenen, unschädlichen Bestandteilen. Bei einer Autoimmunerkrankung ist diese Unterscheidung fehlerhaft, sodass sich die Abwehrreaktionen gegen gesundes Gewebe richten. Dadurch werden Zellen und Gewebe geschädigt, was zu unterschiedlichen Symptomen und Beschwerden führen kann. Autoimmunerkrankungen sind eines der großen Anwendungsgebiete der Mikroimmuntherapie.

B – B-Zellen

B-Zellen sind ein sehr wichtiger Bestandteil der Immunantwort. Sie gehören zu den weißen Blutkörperchen und sind anpassungsfähig. Das bedeutet, dass sie sich verändern können, um spezielle Funktionen bei der Immunantwort zu übernehmen. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, den das angeborene Immunsystem nicht unschädlich machen kann, wird das spezifische Immunsystem aktiviert. Im Kontakt mit Krankheitserregern reifen B-Zellen oder B-Lymphozyten zu Plasmazellen heran, die passende Antikörper gegen die Erreger produzieren. Außerdem können B-Zellen als Gedächtniszellen Informationen über die Erreger speichern und bei erneutem Kontakt wieder abrufen.

C – Chronische Erkrankungen

Ein weiteres Einsatzgebiet der Mikroimmuntherapie sind chronische Erkrankungen. Eine Chronifizierung stellt für die Betroffenen meist eine große Belastung dar, da sie den Alltag begleitet und in der Regel nicht heilbar ist. Aus diesem Grund suchen Patienten oft nach möglichst schonenden Therapien, die die jeweiligen Beschwerden und Symptome ohne starke Nebenwirkungen oder Risiken behandeln können. In vielen Fällen ist das Immunsystem an Störungen und Erkrankungen beteiligt, sodass die Mikroimmuntherapie mit ihrer sanften Modulation der Immunabwehr eine effektive und sinnvolle Unterstützung bieten kann.

D – Dysbalancen

Dysbalancen sind ein sehr präsentes Thema in unserem Gesundheitslexikon. Kleine Abweichungen in irgendwelchen Abläufen und Prozessen sind nichts Ungewöhnliches und können auch bei gesunden Menschen ohne weitere Folgen auftreten. Bei anhaltenden oder starken Belastungen, negativen Einflüssen und Störungen können diese Dysbalancen jedoch spürbare Folgen haben. 

Betrachtet man beispielsweise das Immunsystem, so handelt es sich um ein fein abgestimmtes und komplexes Gefüge aus zahlreichen Zellen und Organen. Wird dieses natürliche Gleichgewicht gestört, können einzelne Prozesse überhandnehmen – zum Beispiel überschießende Entzündungen oder eine große Menge an Stresshormonen. In der Folge kann das Immunsystem seine Aufgaben nicht mehr optimal erfüllen und Krankheiten können entstehen. Ziel ist es, diese Dysbalancen wieder auszugleichen und in ein natürliches Gleichgewicht zu bringen, damit die körpereigenen Funktionen fehlerfrei ablaufen können. Genau hier setzt die Mikroimmuntherapie an, die mit körpereigenen Substanzen versucht, das Gleichgewicht zurückzuerlangen.

E – EBV

EBV ist die Abkürzung für das Epstein-Barr-Virus. Mehr als 90 Prozent aller Menschen tragen dieses Virus in sich. Die Infektion erfolgt meist in der Kindheit und verläuft oft ohne Symptome oder Beschwerden. Das Virus wird vom Immunsystem kontrolliert und inaktiv gehalten.

EBV hat jedoch nicht nur eine harmlose Seite, sondern wird auch mit zahlreichen Krankheiten in Verbindung gebracht. Ist das Immunsystem geschwächt, kann es zu einer Reaktivierung des EBV kommen. Neben dem Pfeifferschen Drüsenfieber kann eine EBV-Infektion auch im Zusammenhang mit Krebserkrankungen und Autoimmunerkrankungen wie ME/CFS oder Multipler Sklerose auftreten.

 

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F – Formeln

Die Mikroimmuntherapie bietet verschiedene Formeln/Präparate für unterschiedliche Anwendungsgebiete an. Jede Formel enthält natürliche Substanzen, genauer gesagt Zytokine (Immunbotenstoffe), spezielle Nukleinsäuren, Wachstumsfaktoren und andere spezielle immunregulatorische Faktoren. Diese werden in unterschiedlichen Zusammensetzungen angeboten, um gezielt auf die jeweilige Erkrankung eingehen zu können. So gibt es beispielsweise eine Formel für Alzheimer und Demenz, eine für Allergien, eine für die Behandlung chronischer Schmerzen und viele mehr.

G – Ganze Familie

Ein weiterer Vorteil, der in unserem Gesundheitslexikon nicht fehlen darf: Die Mikroimmuntherapie ist für die ganze Familie geeignet. Da sie ausschließlich mit natürlichen Substanzen in niedriger Dosierung arbeitet, ist sie in der Regel sehr gut verträglich. Nebenwirkungen sind kaum bekannt. Zudem ist die Mikroimmuntherapie einfach einzunehmen.

Einnahme der Mikroimmuntherapie
Die Einnahme der Mikroimmuntherapie erfolgt sublingual: Der Inhalt der Kapsel wird unter die Zunge gestreut und gelangt von dort aus direkt in das Lymphsystem.
Neben Erwachsenen können auch Kinder und ältere Menschen von der Mikroimmuntherapie profitieren. Auch für die Gesundheit von Haustieren kann die Mikroimmuntherapie eine sinnvolle und schonende Unterstützung sein. Sie kann sowohl zur aktiven Behandlung als auch zur Vorbeugung eingesetzt werden.

H – Homöostase

Der Begriff Homöostase stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Gleichstand/Gleichgewicht. Er bezeichnet die Aufrechterhaltung möglichst konstanter Verhältnisse in einem System. In Bezug auf das Immunsystem und die Gesundheit kann Homöostase als das natürliche Gleichgewicht im Körper verstanden werden, das dazu beiträgt, dass alle Prozesse fehlerfrei ablaufen können. Die Homöostase ist somit das Ziel der Mikroimmuntherapie, um die Gesundheit von Körper und Geist wiederherzustellen und langfristig zu erhalten.

3D-Video zur Immunbalance:

 

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I – Interleukine

Interleukine sind spezielle Botenstoffe (Zytokine) des Körpers, die den Ablauf von Immunreaktionen regulieren: Sie sind für die Kommunikation zwischen den Teilnehmern der Immunreaktion wie Leukozyten und Makrophagen verantwortlich. Es gibt eine Vielzahl von Interleukinen, die sehr unterschiedliche Wirkungen haben können. IL-3 fördert beispielsweise das Wachstum von T-Zellen, IL-10 hemmt die Wirkung aktiver T-Zellen und IL-12 aktiviert B-Zellen, Makrophagen und natürliche Killerzellen.

J – Dr. Jenaer

Der belgische Arzt Dr. Maurice Jenaer hat den Behandlungsansatz der Mikroimmuntherapie in den 1970er Jahren begründet und gemeinsam mit Dr. Bernhard Marichal weiterentwickelt. Für Dr. Jenaer stand der Wunsch, in der Medizin tätig zu sein, bereits in jungen Jahren fest. Mit 23 Jahren promovierte er zum „Doktor der Medizin, Chirurgie und Geburtshilfe“. Sein besonderes Interesse galt der Immunologie und den Zytokinen.

Dr. Maurice Jenaer

K – Komplementärmedizin

Als Komplementärmedizin werden Ansätze bezeichnet, die ergänzend zur schulmedizinischen Behandlung eingesetzt werden. Die Mikroimmuntherapie ist eine solche sanfte Ergänzung, die das Immunsystem wieder in sein natürliches Gleichgewicht bringt. Dadurch können andere Therapien in ihrer Wirkung und Verträglichkeit unterstützt und manche Nebenwirkungen sogar reduziert werden.

L – Lymphozytentypisierung

Lymphozytentypisierung

Die Lymphozytentypisierung (Immunstatus) ist eine Untersuchungsmethode zum Nachweis von Hypo- und Hyperaktivität des Immunsystems. Bei der Analyse werden einzelne Leukozytenpopulationen wie Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten genauer untersucht. Sind die Werte einzelner Zellbestandteile zu niedrig oder zu hoch, lassen sich Rückschlüsse auf bestimmte Krankheiten und Beschwerden ziehen. Anhand der Werte kann dann die entsprechende Behandlung und die passende Mikroimmuntherapie festgelegt werden.

M – Mitochondrien

Mitochondrien sind die „Kraftwerke unserer Zellen“. Sie versorgen die Zellen mit der nötigen Energie. Sind die Mitochondrien durch bestimmte Störungen geschwächt, kann sich das auf alle möglichen Organe und Zellen auswirken. Zudem stehen Mitochondrien und das Immunsystem in Wechselwirkung – das heißt, mitochondriale Störungen können das Immunsystem hemmen und umgekehrt, was wiederum zu weiteren Erkrankungen beitragen kann. Mitochondrien spielen also eine entscheidende Rolle für ein intaktes Immunsystem und unsere Gesundheit.

N – Niedrige Dosierung

Die Mikroimmuntherapie wird auch als Low-Dose-Immuntherapie bezeichnet. Die Inhaltsstoffe liegen in niedrigen Dosierungen (low dose und ultra-low dose) vor. Dadurch sind Mikroimmuntherapeutika in der Regel sehr gut verträglich und nebenwirkungsarm. Die verwendeten Potenzierungen stellen sicher, dass das Immunsystem schonend und nachhaltig trainiert wird – eine Hilfe zur Selbsthilfe für eine langfristige Besserung.

O – Onkologie

Ein weiteres großes Anwendungsgebiet der Mikroimmuntherapie ist die Onkologie. Sie war sogar der erste Bereich, in dem die Wirkung der Mikroimmuntherapie genutzt wurde. Ziel der Mikroimmuntherapie ist es, tumorfördernde Mechanismen zu hemmen und tumorbekämpfende Prozesse zu unterstützen. Darüber hinaus hilft die Modulation des Immunsystems vielen Patienten, die starken Medikamente und Therapien bei Krebs besser zu vertragen.
Hier in unserer Patientenbroschüre erfährst Du noch mehr zum Thema Mikroimmuntherapie bei Krebs!

P – Post-COVID-Syndrom

COVID ist eine Infektionskrankheit, die auch das Immunsystem stark belastet. Nach überstandener Infektion kann es vorkommen, dass bestimmte Beschwerden bestehen bleiben und die Patienten zwar genesen, aber nicht gesund sind. Das sogenannte Post-COVID-Syndrom äußert sich häufig in starker Erschöpfung und verminderter Leistungsfähigkeit. 

Aufgrund der Vielfalt und Individualität der Beschwerden sowie mangelnder Kenntnisse und Erfahrungen mit der relativ jungen Infektionskrankheit gibt es noch keine einheitliche Therapie. Die Mikroimmuntherapie mit ihren verschiedenen Darreichungsformen kann jedoch eine wertvolle Unterstützung für die allgemeine Gesundheit und die individuelle Leistungsfähigkeit bieten.

Q – Qualifikation

Wie bereits in unserem Gesundheitslexikon erwähnt, ist die Mikroimmuntherapie eine sehr schonende und einfach anzuwendende Behandlung. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie sehr komplex ist und individuell angepasst werden muss. Fachwissen und langjährige Erfahrung sowie eine ausführliche Anamnese sind die Grundpfeiler einer erfolgreichen Behandlung. Deshalb solltest Du Dich immer an einen Experten für Mikroimmuntherapie wenden. Mit unserer Online-Suche findest Du Mikroimmuntherapeutinnen und -therapeuten in Deiner Nähe!

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R – Resilienz

Resilienz ist die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen und Widrigkeiten zu meistern, ohne anhaltende Belastungen oder Beschwerden zu erfahren. Bis zu einem gewissen Grad ist Resilienz angeboren oder wird in der frühen Kindheit vermittelt. Auch im Erwachsenenalter können wir unsere Resilienz bewusst trainieren und stärken. Für die allgemeine Gesundheit ist Resilienz ein wichtiger Faktor, da sie hilft, sich von Schwierigkeiten nicht aus der Bahn werfen zu lassen.

S – Salutogenese

Dieser Begriff knüpft an den Begriff der Resilienz an. Im Gegensatz zur Pathogenese, die sich mit der Entstehung von Krankheiten beschäftigt, konzentriert sich die Salutogenese auf die Erhaltung der Gesundheit. Sie rückt das Wohlbefinden und die Unversehrtheit in den Mittelpunkt der Betrachtung: Welche Maßnahmen fördern ein gesundes Leben? Wie kann ich selbst aktiv zu meiner Gesundheit beitragen? Welche Anpassungsmöglichkeiten im Rahmen der Resilienz sind möglich, um lange gesund zu bleiben?

Auch die Mikroimmuntherapie beschäftigt sich vielfach mit dem Schwerpunkt, die eigene Gesundheit auf sanfte Weise zu fördern und damit die Basis zu schaffen, negativen Einflüssen wie Krankheitserregern oder auch Stress besser trotzen zu können.

T – T-Zellen

T-Zellen gehören wie die B-Zellen zu den weißen Blutkörperchen und sind ebenfalls an der adaptiven Immunantwort beteiligt. Sie können verschiedene Aufgaben übernehmen. So können T-Zellen selbst dafür verantwortlich sein, schädliche Krankheitserreger zu erkennen und abzutöten. Andere sorgen dafür, dass B-Zellen aktiviert werden, um die notwendigen Antikörper zu bilden. Darüber hinaus spielen regulatorische T-Zellen eine wichtige Rolle bei der Vermeidung von Autoimmunerkrankungen.

U – Ursachenbehandlung

Die Mikroimmuntherapie setzt mit ihrem Konzept genau an der Ursache für die Entstehung verschiedener Erkrankungen und Beschwerden an: einer Störung in der immunitären Abwehr. Dadurch beschränkt sich die Therapie nicht nur auf die kurzfristige Linderung vorhandener Symptome, sondern ermöglicht eine nachhaltige Hilfe, indem der Körper wieder in sein natürliches Gleichgewicht gebracht wird und sich fortan im besten Fall selbst schützen kann.

V – Verdünnungsstufen

Die Inhaltsstoffe der Mikroimmuntherapie stehen in verschiedenen Verdünnungsstufen zur Verfügung. Dadurch wird die jeweils gewünschte Reaktion erzielt: Niedrige Verdünnungen stimulieren die Wirkung der Zytokine im Körper, mittlere Verdünnungen wirken modulierend (das Immunsystem wird über den Nutzen der Substanz informiert) und hohe Verdünnungen werden zur Hemmung der Wirkung eingesetzt.

W – Well-Aging

In unserer heutigen Gesellschaft geht es oft um das perfekte Anti-Aging. Aber sollte es nicht vielmehr darum gehen, gesund zu altern anstatt gar nicht zu altern? In unserem Gesundheitslexikon haben wir uns deshalb für den Punkt Well-Aging entschieden. Durch einen gesunden Lebensstil wie z. B. eine ausgewogene Ernährung, ein gutes Stressmanagement, viel Bewegung an der frischen Luft, einen gesunden Schlaf, die Vermeidung vieler Umweltgifte, eine positive Grundeinstellung und weitere Faktoren können wir bewusst dazu beitragen, uns bis ins hohe Alter körperlich und geistig fit zu halten. Auch hier kann die Mikroimmuntherapie unterstützend eingesetzt werden.
Hier gibt es weitere interessante Informationen zum Thema Mikroimmuntherapie & Well-Aging in unserer Patientenbroschüre!

X – Xenotransplantation

Im Bereich der Immunologie ist die Xenotransplantation ein sehr relevantes Thema. Unter Xenotransplantation versteht man die Transplantation von Organen, Geweben oder Zellen zwischen verschiedenen Spezies. Aufgrund der Unterschiede zwischen den Arten kann es zu teilweise heftigen immunologischen Abstoßungsreaktionen kommen. Um diese Reaktionen auszuschließen, ist häufig eine genetische Veränderung der Gewebe oder Zellen vor der Transplantation notwendig.

Y – Y-Form

Ein wichtiger Bestandteil der erworbenen Immunantwort sind Antikörper. Sie haben eine typische Form: Die beiden schweren und die beiden leichten Polypeptidketten der Antikörper sind Y-förmig angeordnet. Stellt man sich dieses Y vor, so ist der untere Abschnitt der konstante Teil, der bei allen Antikörpern einer Klasse immer gleich ist. Der obere Bereich ist der variable Teil, den die Antikörper je nach Krankheitserreger oder Antigen anpassen. Die Antigene binden sich also an den variablen Teil des Antikörpers.

Antikörper Y-Form
Darstellung der typischen Y-Form von Antikörpern. ©iStock.com/Artur Plawgo

Z – Zytokine

Zytokine sind Peptide oder Proteine, die eine sehr wichtige Rolle bei der Immunantwort spielen: Als körpereigene Botenstoffe ermöglichen sie die Kommunikation zwischen den einzelnen Beteiligten. Sie werden zum Beispiel ausgeschüttet, wenn ein schädlicher Erreger erkannt wurde und der Körper Unterstützung bei der Bekämpfung dieses Erregers benötigt (adaptive Immunantwort).
Man unterscheidet grob zwischen entzündungsfördernden (proinflammatorischen) und entzündungshemmenden (antiinflammatorischen) Zytokinen. Ihr Gleichgewicht ist entscheidend für das reibungslose Funktionieren des Immunsystems. Die Mikroimmuntherapie versucht, mithilfe eben dieser Zytokine bestehende Dysbalancen im Immunsystem zu modulieren und das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen.

Fehlt ein wichtiger Begriff in unserem Gesundheitslexikon?

Wenn Du einen weiteren Begriff oder ein Thema hast, das Du in unserer Übersicht vermisst oder gern näher erklärt haben möchtest, dann schreib uns sehr gern! Du kannst uns auf Social Media eine Nachricht zukommen lassen oder Du kontaktierst uns per E-Mail. Wir freuen uns auf Deine Ideen!

 
 
 

Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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Sportverletzung Immunsystem Mikroimmuntherapie

Sportlich voran im neuen Jahr – lass Dich von einer Sportverletzung nicht entmutigen

Sportverletzung Immunsystem Mikroimmuntherapie

Eine Sportverletzung ist keine Seltenheit: Rund 20 Prozent aller Unfälle in Deutschland sind auf Sportverletzungen zurückzuführen. Art und Schwere der Verletzungen können dabei stark variieren. Außerdem wird zwischen akuten und chronischen sowie endogenen und exogenen Sportverletzungen unterschieden.

Wir möchten Dir zeigen, welche Sportverletzungen es gibt, wie sie möglichst vermieden werden können und wie die Behandlung durch die Mikroimmuntherapie sanft unterstützt werden kann. So steht dem guten Vorsatz, im neuen Jahr sportlicher zu sein, nichts mehr im Wege.

Inhalt

Sport – Medizin, Gesundheit und Lebensqualität

Unser Körper ist auf Bewegung ausgerichtet. Unsere frühesten Vorfahren legten täglich mehrere Kilometer zurück, um ihre Lebensgrundlage zu sichern. Mit der Sesshaftigkeit der Menschen und den modernen Entwicklungen wurde Bewegung immer weniger zum Überleben notwendig. Das heißt aber nicht, dass Sport für uns unwichtig ist – ganz im Gegenteil. Tägliche Bewegung ist eine wichtige Grundvoraussetzung, um gesund und fit zu bleiben. Das Risiko für viele Krankheiten kann allein durch regelmäßige Bewegung gesenkt werden.

Deshalb ist es sehr gut, wenn zu Deinen guten Vorsätzen für 2024 gehört, mehr Sport zu treiben oder sportlich aktiv zu bleiben. Sport ist ein wichtiger Bestandteil der Medizin unseres Jahrtausends. Viele sitzende und stehende Tätigkeiten, technologischer Fortschritt, andere Ernährungsweisen und viele weitere Entwicklungen erfordern, dass wir bewusst aktiv und in Bewegung bleiben. Auch für die eigene Lebensfreude und für eine bessere Lebensqualität ist Sport enorm wichtig.

Auswirkungen von Sport

 

Was ist eine Sportverletzung?

Jede sportliche Betätigung birgt ein gewisses Verletzungsrisiko. Meist sind es falsche Ausführung, unzureichendes Aufwärmen, falsche Belastung oder Überanstrengung, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, sich beim Sport zu verletzen. Sportverletzungen lassen sich in folgende Kategorien einteilen:

  • Endogene Sportverletzung: Verletzung ohne äußere Einwirkung, meist durch falsches Training
  • Exogene Sportverletzung: Verletzung durch äußere Einwirkung (z. B. durch Mitspieler)
  • Akute Sportverletzung: Verletzung durch plötzliche Fehlbelastung, Fehlbeanspruchung, Zusammenstöße oder Stürze (z. B. Zerrungen, Prellungen, Bänderrisse, Knochenbrüche)
  • Chronische Sportverletzung: entwickeln sich mit der Zeit durch u. a. nicht ausgeheilte Verletzungen, anhaltende Fehlbelastungen oder Überbelastung des Gewebes (z. B. Verschleiß/Arthrose, „Blumenkohlohr“ bei Boxern)

Einige typische Sportverletzungen können auch außerhalb des Sports entstehen. So gibt es zum Beispiel den sogenannten Tennisarm, bei dem die Muskeln im Bereich des Ellenbogens schmerzen. Die Bewegungen beim Tennis erhöhen das Risiko, dass Muskeln und Bänder so stark beansprucht werden, dass es zu den Beschwerden kommt. Aber auch Bürotätigkeiten oder Hobbys am PC können diese Fehlbelastung begünstigen und zu den gleichen Beschwerden führen, ohne dass eine sportliche Betätigung stattgefunden hat.

Welche typischen Sportverletzungen gibt es?

  • Prellungen
  • Verstauchungen
  • Zerrungen
  • Knochenbrüche
  • Verrenkungen
  • Bänderrisse
  • Sehnenentzündungen
  • Muskelfaserrisse

Grundsätzlich kann es bei jeder Sportart zu Überlastungen oder Verletzungen kommen. In jeder Sportart gibt es jedoch auch bestimmte Verletzungen, die aufgrund der spezifischen Belastungen oder Bewegungsabläufe häufiger auftreten als bei anderen Sportarten. So sind Jogger vom Läuferknie betroffen, Fußballer ziehen sich häufiger einen Muskelfaserriss oder eine Sprunggelenkszerrung zu und Volleyballer erleiden Schulterverletzungen, Verstauchungen sowie Hand- und Fingerbrüche. 

Deshalb ist es wichtig, bei jeder Sportart, die man ausüben möchte, zu wissen, welches erhöhte Verletzungsrisiko besteht und wie man es am besten vermeidet. Prävention und die richtige Vorbereitung spielen eine entscheidende Rolle, damit Du Deinen Sport sicher und mit Freude ausüben kannst.

Richtig aufwärmen – so senkst Du das Verletzungsrisiko beim Sport

Der beste Schutz vor Sportverletzungen ist, den Körper auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten. Jedem Training sollte eine Aufwärmphase von etwa zehn bis 20 Minuten vorausgehen. So kommt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und kann die für den Sport notwendige Leistung erbringen. Außerdem sollten Sehnen, Muskeln und Bänder vorher gedehnt werden. Beim Dehnen ist darauf zu achten, dass nicht bis zur Schmerzgrenze gedehnt wird, sondern ein angenehmes Dehngefühl entsteht.

PECH – Sportverletzung behandeln

Was im ersten Moment so klingt, als wären Sportverletzungen ein Unglück, das einem einfach so passiert, ist in Wirklichkeit ein Modell zur Behandlung von Sportverletzungen: PECH. Natürlich ist bei jeder Sportverletzung ärztliche Hilfe unerlässlich. Nur so können Überlastungen und Verletzungen sicher geheilt werden. Die PECH-Regel hilft jedoch, Schmerzen bei Sportverletzungen zu lindern und die Heilung von zum Beispiel Prellungen und Zerrungen zu unterstützen.

P – Pause: Bei Sportverletzungen müssen die über- oder fehlbelasteten Systeme unbedingt geschont werden. Um chronische Schäden an Muskeln, Sehnen, Bändern oder Gelenken zu vermeiden, ist eine ausreichende Pause unerlässlich. Wird der Sport wieder aufgenommen, ohne dass der Schaden vollständig ausgeheilt ist, kann es zu erneuten Verletzungen und Beschwerden kommen.

E – Eis: Kühlen lindert Schmerzen und hilft beim Abschwellen. Vorsichtiges und regelmäßiges Kühlen gehört daher zu den Maßnahmen bei Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen. Wichtig ist jedoch, dass das Eis nicht direkt auf die Haut gelegt wird, da dies zu Hautschäden führen kann. Besser geeignet sind spezielle Kühlpads oder eingewickeltes Eis.

C – Compression: Durch Druckverbände wird die Flüssigkeitsansammlung an den verletzten Körperstellen reduziert. Dadurch wird auch die Schwellneigung vermindert und der Heilungsprozess gefördert. Außerdem lindert die Kompression Schmerzen. Das Anlegen eines geeigneten Druckverbandes erfordert jedoch Erfahrung, da sonst Nerven oder Gefäße eingeklemmt werden können.

H – Hochlagern: Die verletzte Körperstelle wird am besten hochgelagert. Dies fördert den Rückfluss des Blutes und vermindert Schwellungen. Auch Schmerzen können so minimiert werden.

Wie reagiert das Immunsystem auf eine Sportverletzung?

Das Immunsystem unterstützt die Regeneration der Skelettmuskulatur, indem es Schädigungen im Gewebe erkennt und daraufhin die notwendigen Regenerationsprozesse steuert. Grundsätzlich lassen sich dabei zwei Phasen unterscheiden: ein proinflammatorischer und ein antiinflammatorischer Prozess.

Zunächst werden entzündliche Prozesse im verletzten Gewebe durch Zytokine ausgelöst. Diese sorgen unter anderem dafür, dass geschädigte Zellstrukturen mithilfe von Fresszellen (Makrophagen) abgebaut werden. Dabei handelt es sich um den sogenannten M1-Phänotyp der Makrophagen. Nach einigen Tagen kommt es zu einem Shift in der Menge der Makrophagen. Der entzündungsfördernde M1-Typ wird reduziert und der entzündungshemmende M2-Typ gefördert. Dieser Typ unterstützt regenerative Prozesse und begünstigt die Zellneubildung. Er aktiviert fibro-adipogene Vorläuferzellen (FAP), die an der Matrixsynthese beteiligt sind. Ziel ist es, gesundes Gewebe wieder aufzubauen und Schäden zu reparieren.

Mikroimmuntherapie: immunitäre Unterstützung für Sportler

Damit der oben beschriebene Heilungs- und Regenerationsprozess von Sportverletzungen optimal ablaufen kann, ist ein intaktes Immunsystem eine wichtige Voraussetzung. Ist das Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten, kann es sein, dass Gewebeschäden nicht sofort erkannt oder vom Körper nur unzureichend verarbeitet werden. 

Doch wie kann das Immunsystem unterstützt werden? Geeignete Maßnahmen sind vor allem eine gesunde Lebensweise mit einer ausgewogenen, naturbelassenen und vitaminreichen Ernährung, viel Trinken, Sport und Bewegung an der frischen Luft, erholsamem Schlaf, ein gesunder Umgang mit Stress und der Verzicht auf möglichst viele belastende Stoffe wie Alkohol, Nikotin oder Umweltgifte. Zusätzlich kann das Immungleichgewicht durch die Mikroimmuntherapie gezielt unterstützt werden.

Die Mikroimmuntherapie zielt darauf ab, entzündungsfördernde und -hemmende Prozesse in einem natürlichen Gleichgewicht zu halten. Sie nutzt dazu körpereigene Botenstoffe (Zytokine) und wirkt so sehr sanft auf das Immunsystem ein, ohne es zu blockieren oder zu stark zu stimulieren. Wie beim Sport handelt es sich um ein langfristiges Training, das die Funktion des Immunsystems verbessern soll. Die Mikroimmuntherapie kann nicht nur bei verschiedenen Erkrankungen helfen, sondern auch vorbeugend oder unterstützend bei Sportlerinnen und Sportlern eingesetzt werden.

Mikroimmuntherapeuten in Deiner Nähe 

Du möchtest mehr über die Mikroimmuntherapie erfahren und wissen, wie sie Deine Gesundheit und Deine Sportpläne für das neue Jahr unterstützen kann? Dann wende Dich an einen unserer erfahrenen Mikroimmuntherapeuten. Einen Experten in Deiner Nähe findest Du über die Online-Suchfunktion. Schau doch einfach mal vorbei!

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Gesund, fit, immunbewusst – gute Vorsätze für die Immunbalance

Gute Vorsätze Immunbalance

Die letzten Tage des Jahres stehen für viele Menschen im Zeichen von Familie, Freunden, Gemeinschaft und Festlichkeiten. Neben dem Rückblick auf die vergangenen Monate richtet sich der Blick auch auf das Kommende: Wünsche, Pläne und gute Vorsätze. Zu den häufigsten guten Vorsätzen gehören: mehr Sport treiben, sich gesünder ernähren, ein altes Hobby wieder aufnehmen oder ein neues finden, abnehmen, mit dem Rauchen aufhören und keinen Alkohol trinken. Alles sehr gute Ansätze – aber wie wäre es, wenn Du auch Dein Immunsystem in den Fokus Deiner guten Vorsätze rückst?

Das Immunsystem ist der Grundstein unserer Gesundheit. Es ist mit allen anderen Systemen des Körpers vernetzt und hat somit auch Einfluss auf die Funktion verschiedener Zellen und Organe. Ist die Immunbalance gestört, kann sich dies in verschiedenen Krankheiten wie Allergien, Infektionen, Autoimmunerkrankungen und psychischen Erkrankungen äußern. Wenn Du hingegen aktiv dafür sorgst, dass Dein Immunsystem intakt ist und normal funktionieren kann, wirkt sich das direkt positiv auf Deine körperliche und geistige Gesundheit aus. Auch mithilfe der Mikroimmuntherapie kannst Du Deine Immunbalance unterstützen – reaktiv bei Beschwerden, aber auch präventiv, um Krankheiten möglichst zu vermeiden. Lass uns schauen, warum und wie wir die Immunbalance in deine guten Vorsätze integrieren!

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Gute Vorsätze: Die eigene Gesundheit wertschätzen

Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2016 (EU-SILC) schätzen die Europäerinnen und Europäer ihren allgemeinen Gesundheitszustand mehrheitlich als sehr gut bis gut ein. Rund 65 Prozent sind mit ihrer Gesundheit zufrieden, was aber nicht heißt, dass sie nicht auch aktiv etwas dafür tun. Gerade jetzt zum Jahreswechsel bietet es sich an, einen frischen Start zu wagen und sich intensiver mit der persönlichen Gesundheit auseinanderzusetzen. Schließlich ist sie unser höchstes Gut und sollte nicht einfach als gegeben hingenommen werden. 

Moderne Veränderungen wie eine hektische und sich schnell verändernde Welt, zahlreiche Zusatzstoffe in Lebensmitteln, psychische Belastungen, weniger Bewegung durch z. B. Büroarbeit und Hobbys am PC, Umwelttoxine und vieles mehr stellen immer neue Herausforderungen an den Körper und die seelische Gesundheit. Ein Bewusstsein dafür zu schaffen, spielt daher eine wichtige Rolle, um lange gesund und fit zu bleiben. Wie das geht? Das verraten wir Dir gern. 

Warum Achtsamkeit und Resilienz so wichtig sind

Neben den bereits erwähnten typischen guten Vorsätzen gehört auch „weniger Stress“ zu den Dingen, die sich die Menschen zu Jahresbeginn vornehmen. Stress ist nicht per se etwas Schlechtes, denn er sorgt unter anderem dafür, dass unser Körper leistungsfähiger wird und wir sportliche Aktivitäten oder Prüfungen meistern können. Zum positiven Stress (Eustress) gehören auch Glücksmomente wie Geburten oder Hochzeiten. Auf der anderen Seite gibt es aber auch negativen Stress (Distress), der den Körper auf Dauer stark belastet. 

Hält der Stress an, bleibt der Organismus in Alarmbereitschaft und schüttet vermehrt Hormone wie Cortisol aus. Ein hoher Cortisolspiegel, der nicht wie gewünscht wieder sinkt, führt zum Beispiel dazu, dass man schlechter schläft, sich kraftlos fühlt oder häufiger krank wird. Das Stresshormon hemmt Entzündungsprozesse des Immunsystems, wodurch es Krankheitserreger schlechter bekämpfen kann.  Deshalb sollten auch Achtsamkeit und Resilienz mehr Beachtung als gute Vorsätze finden. Fühlst Du Dich durch ständige schlechte Nachrichten und Krisen belastet? Wünschst Du Dir mehr Zeit für Dich selbst? Nimm Dir bewusste Auszeiten, um durchzuatmen. Das hilft Dir, Dich wieder auf das Positive und Wesentliche zu konzentrieren. Du kannst auch an Deiner Resilienz (Widerstandsfähigkeit) arbeiten. Was Resilienz genau ist und wie Du sie verbessern kannst, erfährst Du in unserem Artikel: Belastbarkeit und Resilienz – Wie viel können und sollten wir uns zumuten.

Wie arbeitet eigentlich das Immunsystem?

Das menschliche Immunsystem setzt sich aus zwei Instanzen zusammen. Der erste Schutzschild ist die angeborene (unspezifische) Immunabwehr. Sie besteht aus Haut, Schleimhäuten, Immunzellen und Botenstoffen. Haut und Schleimhäute verhindern, dass Krankheitserreger leicht in den Körper eindringen können. Gelangen dennoch Krankheitserreger oder entartete Zellen in den Körper, werden sie von einem gesunden Immunsystem erkannt und mit Immunzellen bekämpft. Dabei kommen unter anderem Makrophagen, Monozyten, Mastzellen und sogenannte Killerzellen zum Einsatz, die die Störenfriede schnellstmöglich beseitigen.

Angeborenes und erlerntes Immunsystem

 

Bei manchen Krankheitserregern reicht die angeborene Immunantwort nicht aus, sodass die erworbene (spezifische) Immunantwort mithilfe von Zytokinen aktiviert wird. Weiße Blutkörperchen (Lymphozyten wie B-Zellen und T-Zellen), Antikörper und spezifische Zytokine sind dabei die Hauptakteure. Nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip bildet der Körper spezifische Antikörper, die genau zu den Erregern passen und sie unschädlich machen. Gleichzeitig werden Gedächtniszellen aktiviert, die Informationen über die jeweils bekämpften Erreger speichern. Diese Informationen können bei einem erneuten Kontakt abgerufen werden, um die Erreger schneller zu bekämpfen.

Dies ist natürlich nur eine vereinfachte Darstellung, denn das Immunsystem ist ein hochkomplexer Apparat, der mit vielen anderen Systemen des Körpers in Verbindung und Wechselwirkung steht.

So unterstützt die Mikroimmuntherapie das Immunsystem

Die Mikroimmuntherapie ist eine niedrig dosierte Immuntherapie, die das Immunsystem in den Mittelpunkt der Behandlung stellt. Mithilfe natürlicher Komponenten (z. B. Zytokine, spezifische Nukleinsäuren) wird das Immunsystem schonend moduliert. Ziel der Mikroimmuntherapie ist es, Ungleichgewichte auf immunologischer Ebene wieder auszugleichen, damit die Immunabwehr ohne Störfaktoren funktionieren kann.

Wie macht die Mikroimmuntherapie das?
Es gibt verschiedene Formeln der Mikroimmuntherapie für unterschiedliche Anwendungsgebiete und Krankheitsbilder. Die Inhaltsstoffe sind sehr niedrig dosiert, sodass sie nicht aggressiv in die natürlichen Abläufe eingreifen, sondern sanfte Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Sie stoßen die Immunreaktionen sozusagen in die richtige Richtung an.

Im Fokus stehen vor allem entzündungsfördernde und entzündungshemmende Mechanismen, denn das Immunsystem nutzt Entzündungen, um sich gegen Krankheitserreger und entartete Zellen zu wehren. Gerät das Immunsystem jedoch aus dem Gleichgewicht, kann es vorkommen, dass einer der Mechanismen überwiegt. So kann es zu andauernden Entzündungsprozessen kommen, die wiederum andere Zellen, Gewebe und Systeme schädigen, oder das Immunsystem wird so stark gehemmt, dass eine sinnvolle Entzündungsreaktion gar nicht mehr stattfindet. 

Ziel der Mikroimmuntherapie ist es, diese beiden Prozesse wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Und genau dafür werden Botenstoffe (Zytokine) eingesetzt, die der Körper bereits kennt und selbst verwendet.

Du suchst einen Mikroimmuntherapeuten? Wir helfen Dir!

Die Mikroimmuntherapie kann in jedem Alter und bei jedem Gesundheitszustand eine sinnvolle Unterstützung für die Immunbalance sein. Um herauszufinden, wie die Mikroimmuntherapie Dir helfen kann und welche anderen Maßnahmen ebenfalls wichtig sind, um Dich gesund und fit zu halten, wende Dich bitte an einen erfahrenen Mikroimmuntherapeuten. Dort erfährst Du alle wichtigen Details und kannst Deine Fragen direkt an den Experten stellen. Nutze die Online-Suche der MeGeMIT, um einen Mikroimmuntherapeuten in Deiner Nähe zu finden! Ein perfekter Punkt Deiner guter Vorsätze für das neue Jahr.

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Mit der Mikroimmuntherapie vorbeugen, bevor erste Beschwerden auftreten

Die Mikroimmuntherapie kann nicht nur dann helfen, wenn bereits immunologische Dysbalancen bestehen und Symptome und Beschwerden auftreten. Sie kann auch vorbeugend eingesetzt werden, um bestimmte Krankheiten im besten Fall gar nicht erst entstehen zu lassen. Und deshalb sollte sie auch einer Deiner guten Vorsätze für das neue Jahr sein.

Ein sehr gutes Beispiel sind Allergien. Vor allem im Frühjahr haben Allergikerinnen und Allergiker eine schwere Zeit: Bäume, Blumen und Gräser beginnen zu blühen und verbreiten ihre Pollen. Für die Betroffenen macht sich das meist durch Atembeschwerden, tränende und juckende Augen, Husten und eine laufende Nase bemerkbar. Typische Behandlungsmethoden sind Medikamente wie Antihistaminika oder eine Hyposensibilisierung gegen die spezifischen Allergene.

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf einen Stoff, der für den Körper eigentlich harmlos ist. Es kommt zu überschießenden Immunreaktionen – die Abwehr ist im Dauereinsatz. Doch warum erst mit der Behandlung beginnen, wenn die unangenehmen Symptome bereits aufgetreten sind? Die Mikroimmuntherapie kann schon vor der Allergiesaison zu Beginn des Jahres eingenommen werden, um der Überreaktion des Immunsystems vorzubeugen. 

Das Immunsystem wird sozusagen trainiert, damit es nicht fälschlicherweise durch harmlose Pollen aktiviert wird. Durch die gezielte Vorbeugung mit der Mikroimmuntherapie soll erreicht werden, dass die Allergiesymptome schwächer ausfallen oder gar nicht erst auftreten. Dadurch kann im Idealfall oft auf weitere Medikamente wie Antihistaminika verzichtet werden.

Die Prävention mit der Mikroimmuntherapie ist nicht nur bei Allergien möglich und sinnvoll, sondern auch für den allgemeinen Gesundheitszustand und zur Vorbeugung von z. B. Infektionen, Erschöpfungszuständen, Magen-Darm-Problemen und vielem mehr. Hier findest Du eine Übersicht zu den vielfältigen Anwendungsgebieten der Mikroimmuntherapie.

MITgemacht

Gute Vorsätze: Checkliste für einen gesunden und aktiven Alltag

Jeder Mensch ist individuell und hat einen anderen Tagesverlauf. Deshalb ist die folgende Checkliste für einen gesunden Alltag kein Muster, das Du auf jeden Tag anwenden musst. Sie zeigt Dir aber, welche Faktoren unsere Gesundheit beeinflussen und wie wir aktiv darauf einwirken können. Wenn Du Dir das immer wieder bewusst machst und Dir als einen Deiner guten Vorsätze vornimmst, kannst Du Deinen Lebensstil leichter gesünder gestalten und Dich wohler fühlen.

 
 
  • Gesunder Schlaf: Schlafe ausreichend und erholsam, indem Du eine feste Schlafroutine anstrebst und Störfaktoren vermeidest. Im Schlaf regenerieren sich Dein Körper und Dein Immunsystem. Das gibt Dir Konzentration und Energie für den Tag.
  • Gesunde Ernährung: Iss regelmäßig und abwechslungsreich. Achte auf naturbelassene, vitamin- und nährstoffreiche Lebensmittel. Bereite am besten alles frisch zu und vermeide Fertigprodukte.
  • Viel trinken: Der Körper braucht Flüssigkeit – deshalb solltest Du nicht nur auf Deine Ernährung achten, sondern auch ausreichend trinken. Am besten eignen sich Wasser, Tee oder ungesüßte Fruchtsäfte.
  • Sport: Integriere Sport in Deinen Alltag. Das können kurze Spaziergänge in der Mittagspause oder gezielte Trainingseinheiten sein – Hauptsache, Du bewegst Dich regelmäßig und schaffst einen Ausgleich, wenn Du zum Beispiel beruflich viel sitzt oder stehst.
  • Entspannung: Genauso wie Bewegung braucht der Körper (und der Kopf) auch Pausen. Nimm Dir bewusst Auszeiten, um Dich zu erholen und Stress abzubauen. Du kannst dies auch mit Aktivitäten verbinden, die Dich beruhigen, z. B. Musik hören, lesen, kochen, tanzen, meditieren oder Yoga.
  • Licht und Luft: Verbringe Zeit an der frischen Luft und tanke Sonnenlicht. Das regt den Kreislauf an und fördert die Vitamin-D-Produktion im Körper.
  • Soziale Interaktionen: Triff Dich regelmäßig mit Deinen Freunden und Deiner Familie. Austausch und Interaktion sind ebenfalls wichtig, um Dich gesund und fit zu halten. Miteinander reden und lachen kann die Ausschüttung von Stresshormonen reduzieren und das Immunsystem verbessern. Übrigens ist es auch in Ordnung, wenn Du gerne Zeit alleine verbringst.
  • Positive Gedanken: Auch Deine Einstellung ist wichtig, wenn es um Deine Gesundheit geht. Jeder ist mal niedergeschlagen oder pessimistisch – lass das aber nicht Deinen Alltag bestimmen. Bleibe positiv, realistisch und gestalte Dein Leben aktiv.
  • Digitale Auszeit: Heutzutage laufen viele Interaktionen digital ab. Ein bewusster digitaler Detox kann sehr angenehm sein und Dir helfen, achtsam zu sein. Nimm Dir eine Auszeit von schlechten Nachrichten und digitaler Reizüberflutung.

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Krebsprävention Mitochondrien

Krebsprävention und Mitochondrien: Was kann man wirklich tun?

Krebsprävention MitochondrienKrebs hat viele Gesichter und ist eine ernstzunehmende Krankheit. Je nach Krebsart lassen sich Tumoren jedoch oft gut behandeln, vor allem in frühen Stadien. Krebsprävention und Früherkennung spielen daher eine sehr wichtige Rolle. Darüber hinaus ist die Krebsforschung breit aufgestellt und setzt alles daran, diese häufig heimtückische Erkrankung in den Griff zu bekommen.

In den letzten Jahren konnten dank der Erkenntnisse der Krebsforschung sehr gute Behandlungsfortschritte erzielt werden: Seit 2010 sind die Überlebensraten von Krebspatientinnen und -patienten angestiegen und auch der Fokus auf die Verbesserung der Lebensqualität sorgt dafür, dass Menschen mit Krebs trotz der einschneidenden Diagnose ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Doch was können wir selbst gegen Krebs tun? Wie lässt sich die Krebsprävention unterstützen? Können wir durch einen gesunden Lebensstil das Risiko senken? Neben diesen Fragen wollen wir in diesem Beitrag auch die Bedeutung der Mitochondrien, des Immunsystems und der Mikroimmuntherapie für die Vorbeugung und Behandlung von Krebs näher beleuchten.

Inhaltsverzeichnis

Krebsprävention – Welchen Einfluss hat der eigene Lebensstil?

Krebserkrankungen resultieren vor allem aus genetischen Veränderungen und Zellmutationen. Bei etwa fünf bis zehn Prozent der Krebspatienten liegt eine angeborene Mutation im Erbgut vor, die im Laufe des Lebens zu einem Tumor führen kann. Überdies sind sich Experten heute einig, dass auch weitere Faktoren an der Entstehung von Krebs beteiligt sind. Dabei spielen der Metabolismus/Stoffwechsel, UV-Strahlung, Ernährung, Umwelttoxine und Genussmittel eine wesentliche Rolle. Sie können zu Veränderungen in der Zell-DNA beitragen und dadurch entartete Zellen (Tumorzellen) hervorrufen.  

Mit anderen Worten: Der eigene Lebensstil ist für die Krebsprävention keinesfalls bedeutungslos. Durch einen angemessenen, gesunden und aktiven Lebensstil lässt sich das Risiko, an Krebs zu erkranken, deutlich senken. Das bedeutet leider nicht, dass eine Erkrankung völlig ausgeschlossen ist, aber nach Schätzungen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) ist etwa jede dritte Krebsneuerkrankung auf Risikofaktoren zurückzuführen, die durch einen gesunden Lebensstil vermieden oder zumindest beeinflusst werden können.

Schau am Ende dieses Beitrags vorbei, um unsere Tipps für eine gesunde Lebensweise nachzulesen!

Wie entsteht Krebs?

Tumoren sind bösartig veränderte Zellen, die sich schnell vermehren und dabei gesundes Gewebe schädigen. Zudem können sie über die Lymph- und Blutbahnen in andere Körperregionen gelangen und dort als Metastasen ebenfalls Schaden anrichten.

Normalerweise werden neben schädlichen Erregern wie Bakterien und Viren auch entartete Zellen vom Immunsystem erkannt und bekämpft. Dazu dient unter anderem der Zelltod (Apoptose). Krebszellen besitzen jedoch ganz spezifische Eigenschaften (die „Hallmarks of Cancer“), die es ihnen ermöglichen, sich vor dem Immunsystem zu verstecken und den Zelltod zu umgehen. Darüber hinaus können sie andere Systeme beeinflussen: Sie können zum Beispiel dafür sorgen, dass sich mehr Blutgefäße zum Tumor hin bilden, um ihn besser zu versorgen. Nicht zuletzt manipulieren Krebszellen Immunzellen, wodurch Botenstoffe freigesetzt werden, die tumorfördernd wirken, während tumorhemmende Mechanismen reduziert werden.

Diese und andere tumorspezifische Eigenschaften ermöglichen es den Krebszellen zu überleben, sich rasch zu vermehren und sich unbemerkt im Körper zu bewegen. Der Tumor schafft sich durch zelluläre Veränderungen eine für ihn günstige Umgebung.

Krebszellen Immunzellen

Ansatz der Mikroimmuntherapie bei Krebs

Überblick: Rolle der Mitochondrien bei der Krebsprävention

Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen. Im letzten Beitrag haben wir uns diese lebenswichtigen Organellen bereits genauer angesehen und geschaut, was passiert, wenn ihre Funktion gestört ist. Hier kannst Du den Artikel „Mitochondriale Erkrankungen – Was passiert, wenn unsere Kraftwerke schwächeln?“ nachlesen.

Auch beim Thema Krebs beziehungsweise Krebsprävention spielen die Mitochondrien eine wichtige Rolle. Sie stehen unter anderem in engem Zusammenhang mit dem Energiestoffwechsel und dem Zelltod, die beide von Tumorzellen negativ beeinflusst und manipuliert werden.

Im Folgenden werden einige wichtige Aspekte dargestellt, die die Rolle der Mitochondrien bei Krebserkrankungen verdeutlichen.

  • Energiestoffwechsel: Krebszellen haben einen speziellen Stoffwechsel. Dieser wird als „aerobe Glykolyse“ oder „Warburg-Effekt“ bezeichnet. Krebszellen decken ihren Energiebedarf vor allem durch die Verstoffwechselung von Glukose – auch in Abwesenheit von Sauerstoff. Sie nutzen also nicht die effizientere oxidative Phosphorylierung in den Mitochondrien, da diese in Krebszellen häufig geschädigt oder dysfunktional sind.
  • Mutationen der mitochondrialen DNA: Durch den Einfluss von Krebszellen kann die mitochondriale DNA verändert werden, was zu einer Fehlfunktion der Mitochondrien führt. Diese Mutationen beeinträchtigen die mitochondriale Atmungskette und stören die Energieproduktion. In der Folge werden lebenswichtige Zellen und Organe nicht mehr ausreichend versorgt.
  • Apoptose: Zu den Aufgaben der Mitochondrien gehört auch die Regulation des programmierten Zelltods (Apoptose). Werden normale Zellen geschädigt, infiziert oder ist ihre DNA stark mutiert, aktivieren sie die Apoptose. Krebszellen haben jedoch einen Weg gefunden, diesen Prozess zu umgehen, indem sie anti-apoptotische Proteine produzieren. Damit blockieren sie die Apoptosemechanismen der Mitochondrien und überleben trotz gefährlicher Mutationen.
  • ROS-Produktion: Als Nebenprodukt der Atmungskette in den Mitochondrien entstehen in den Zellen reaktive Sauerstoffspezies (ROS). Dabei handelt es sich um Radikale, die in überhöhter Konzentration zu oxidativem Stress führen, der die Zellstruktur und das Erbgut schädigt. ROS stehen auch im Verdacht, tumorfördernde Entzündungsprozesse zu begünstigen. Eine Fehlfunktion der Mitochondrien, die zur vermehrten Ausschüttung von ROS beiträgt, kann somit Gewebeschäden und Krebs begünstigen.
  • Tumorsuppressorgene: Das Protein p53 ist ein Tumorsuppressorgen und wird auch als „Wächter des Genoms“ bezeichnet. Es überwacht Zellen, leitet DNA-Reparaturprozesse ein und ist an der Apoptose beteiligt, wenn Schäden an den Mitochondrien erkannt werden. Bei Krebserkrankungen liegt dieses Protein häufig in mutierter Form und in großen Mengen vor. Dadurch schalten Krebszellen die Kontrollinstanz von Tumorsuppressorgenen wie p53 gezielt aus. Die Folge ist eine Fehlfunktion der Mitochondrien, die wiederum die Apoptose blockiert.

Was bedeuten diese Erkenntnisse für die Krebsprävention und -therapie?

Die genannten Aspekte zeigen, dass Mitochondrien eine entscheidende Rolle bei der Entstehung und Entwicklung von Krebs spielen. Die Bedeutung der Mitochondrien im Krebsstoffwechsel und bei der Apoptose weckt das Interesse an mitochondrialen Ansätzen in der Krebstherapie. Untersucht wird unter anderem, ob und wie sich Hemmstoffe des glykolytischen Stoffwechsels oder antioxidative Enzyme in den Mitochondrien auf Tumorzellen auswirken. Auch der Einsatz mitochondriengeregelter Chemotherapeutika wird erforscht. Ein besseres Verständnis der mitochondrialen Funktionen – insbesondere bei Krebs – könnte zu neuen diagnostischen und therapeutischen Ansätzen führen und helfen, Krebs effektiver zu bekämpfen.

Der Ansatz der Mikroimmuntherapie: Mitochondrienregulierung und Krebstherapie

Damit sich der Körper aktiv gegen mutierte Zellen wie Tumorzellen wehren kann, sind ein intaktes Immunsystem und eine fehlerfreie Funktion der Mitochondrien unabdingbar. Liegt in diesem komplexen System ein Fehler vor, können tumorfördernde Prozesse begünstigt und tumorbekämpfende Mechanismen wie die Apoptose manipuliert werden.

An diesem Punkt setzt die Mikroimmuntherapie an. Sie nutzt körpereigene Botenstoffe wie Zytokine, mit dem Ziel, fehlerhafte Immunreaktionen auszugleichen. Unter anderem soll das Gleichgewicht zwischen T-Helferzellen (entzündungsfördernde TH1-Zellen und entzündungshemmende TH2-Zellen) wiederhergestellt werden. Anhaltende Entzündungsreaktionen, oxidativer Stress oder auch unzureichende Immunreaktionen können so sanft und mit natürlichen Inhaltsstoffen korrigiert werden. Durch die Modulation soll eine adäquate Immunantwort wieder möglich und die Gesundheit von innen heraus unterstützt werden.

Die Mikroimmuntherapie kann auch auf die Mitochondrien einwirken. Für die verschiedenen Anwendungsgebiete stehen unterschiedliche, spezifische Formeln zur Verfügung, so auch für die Mitochondrienregulierung. Die Mikroimmuntherapie hat das Ziel, anhaltende Entzündungsreaktionen und oxidativen Stress, der durch eine Fehlfunktion der Mitochondrien hervorgerufen wird, zu reduzieren. Darüber hinaus soll die Expression des Enzyms Lipoproteinlipase (LPL) auf Makrophagen reduziert werden, da diese Expression ebenfalls die Entzündungsneigung erhöhen und die Mitochondrienfunktion einschränken kann. Ebenso kann die mitochondriale Apoptose durch die Mikroimmuntherapie reguliert werden, um das natürliche Gleichgewicht zwischen entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Prozessen wiederherzustellen.

Wie finde ich einen Spezialisten für Mikroimmuntherapie?

Die Mikroimmuntherapie ist ein sehr komplexer und natürlicher Ansatz zur Modulation des Immunsystems und zur Regulierung der Mitochondrien. Mit ihrer Hilfe können Therapien für verschiedene Erkrankungen ergänzt und in ihrer Wirksamkeit unterstützt werden. Die Mikroimmuntherapie eignet sich auch sehr gut zur präventiven Unterstützung der Gesundheit.

Unsere Mikroimmuntherapeutinnen und Mikroimmuntherapeuten informieren Dich gerne ausführlich über die individuellen Vorteile der Mikroimmuntherapie für Dich und Deine Familie. Eine Expertin oder einen Experten in Deiner Nähe findest Du ganz einfach über unsere Online-Therapeutensuche.

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Tipps für eine gesunde Lebensweise

Ernährung
Zu den Grundsätzen einer gesunden Ernährung gehören vor allem viel Gemüse und Obst, Vitamine und Vollkornprodukte. Gemüse sollte am besten roh, gekocht oder gedünstet verzehrt werden, da beim Braten und Backen Schadstoffe entstehen können. Bereite Deine Speisen mit frischen Zutaten selbst zu und verwende Gewürze und Kräuter. Spare dagegen mit Salz und Zucker. Vermeide auch industriell hergestellte Fertigprodukte, da diese gesundheitsschädliche Zusatzstoffe enthalten können.

Trinken
Zu einer gesunden Ernährung gehört auch, viel zu trinken. Geeignet sind vor allem Wasser und ungesüßte Tees. Man sollte Softdrinks nur in Ausnahmefällen trinken, da sie meist viel Zucker oder andere Süßstoffe enthalten.

Sport
Wer regelmäßig Sport treibt, steigert nicht nur sein Wohlbefinden, sondern auch seine körperliche, geistige und soziale Gesundheit. Bewegung bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und versorgt so die einzelnen Organe und Zellen mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff. Zudem wird die Muskulatur gestärkt. Am besten ist regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Bewegungsmangel ist häufig ein Risikofaktor für verschiedene Krankheiten, darunter auch Krebs.

Krebsprävention Lebensstil

Schlaf
Ein wichtiges Thema ist die Schlafgesundheit. Im Schlaf finden entscheidende Regenerationsprozesse statt. Außerdem tanken Körper und Geist Energie für den nächsten Tag. Achte daher auf einen regelmäßigen und erholsamen Schlaf. Forscher haben herausgefunden, dass sich schon wenige Stunden zu wenig Schlaf negativ auf die Funktion von Zellen generell und im Spezifischen von Immunzellen auswirken.

Achtsamkeit/Stress
Anhaltender Stress versetzt den Körper in eine chronische Alarmbereitschaft. Auf Dauer kann sich Stress negativ auf verschiedene Systeme auswirken und zu oxidativem Stress beitragen. Dies führt häufig zu Entzündungsreaktionen und Gewebeschäden. Deshalb ist es wichtig, Stress so weit wie möglich zu reduzieren und auf die körperliche und seelische Gesundheit zu achten. Nimm Dir gelegentlich eine Auszeit von stressigen Situationen sowie schlechten und belastenden Nachrichten und genieße bewusst Ruhe und Erholung.   

Vorsorge
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, um mögliche Gefahren und Veränderungen frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Befolge hier die ärztlichen Ratschläge und nimm die Termine wahr. Zusätzlich kannst Du durch einen gesunden und aktiven Lebensstil die Vorsorge aktiv unterstützen.

Alkohol/Rauchen
Alkohol und Nikotin gehören zu den Genussmitteln, die gesundheitliche Probleme begünstigen können. Sie können das Absterben gesunder Zellen beschleunigen und die Blutgefäße verengen, was wiederum die Versorgung des Körpers behindert. Verzichte am besten auf Rauchen und Alkohol.

Sonne/UV-Strahlung
Ein Aufenthalt an der frischen Luft fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden. Auch Sonnenlicht ist ein wichtiger Faktor, denn die UV-Strahlung sorgt dafür, dass der Körper Vitamin D produziert. Eine übermäßige Sonnenexposition kann jedoch das Risiko von DNA-Veränderungen in den Zellen erhöhen, was wiederum zur Bildung von Tumoren (z. B. Hautkrebs) beitragen kann. Schütze Deine Haut daher mit Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, trage geeignete Kleidung und halte Dich nicht zu lange in der prallen Sonne auf.

Übergewicht
Übergewicht erhöht das Risiko für verschiedene gesundheitliche Beschwerden und Krankheiten. Um Deine Gesundheit zu unterstützen, solltest Du daher auf Ihr Normalgewicht achten und dieses möglichst konstant halten. Weitere Tipps wie gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und erholsamer Schlaf helfen Dir dabei.

Mallorca-Symposium 2024

Vom 7. bis 10. März 2024 fand das Symposium der Mikroimmuntherapie auf Mallorca statt. Im Mittelpunkt der Fachveranstaltung der MeGeMIT stand unter anderem unsere Kraftwerke der Zellen: die Mitochondrien. In den Vorträgen ging es zum Beispiel um die Chancen einer regulatorischen Therapie für die Stabilität der Gesundheit und um Entwicklungen in Forschung und Wissenschaft. Die Präsentatoren erläuterten und diskutierten ausführlich die Rolle der Mitochondrien bei Krebs sowie die Rebalancierung der Tumormatrix mittels Mikroimmuntherapie.

Weitere Informationen findest Du hier: Mallorca Symposium 2024.

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Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie.
Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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Mitochondriale Erkrankungen

Mitochondriale Erkrankungen – Was passiert, wenn unsere Kraftwerke schwächeln?

Mitochondriale ErkrankungenUnser Körper benötigt täglich viel Energie für die unterschiedlichsten Aufgaben und Tätigkeiten wie Laufen, Denken oder die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur. Doch wie und von wem wird diese Energie erzeugt? An dieser Stelle kommen ganz kleine Zellbestandteile ins Spiel, die aber eine gewaltige Aufgabe erfüllen: die Mitochondrien. Sie werden auch „Kraftwerke der Zelle“ genannt und sind die lebenswichtigen Energiezentren aller unserer Zellen. 

Doch was passiert, wenn diese lebenswichtigen Kraftwerke schlappmachen? Mitochondriale Erkrankungen können sich auf alle Organe und Körperstrukturen auswirken, was natürlich die Lebensqualität stark einschränkt. Darüber hinaus stehen Fehlfunktionen der Mitochondrien auch in Wechselwirkung mit dem Immunsystem, was weitere Erkrankungen beeinflussen kann. Wie können Mitochondrien reguliert werden? Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Mitochondrien und der Immunabwehr? Und wie kann die Mikroimmuntherapie die Funktion der Mitochondrien unterstützen? Lass uns einen Blick ins Innere unserer Zellen werfen!

Inhaltsverzeichnis


Exkurs: Überblick zu den Mitochondrien

Mitochondrien sind Zellorganellen (abgegrenzte Strukturen unserer Körperzellen mit einer bestimmten Funktion) und kommen in fast allen Zellen des menschlichen Körpers vor. Eine Ausnahme bilden die roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Die Hauptaufgabe der Mitochondrien besteht darin, die Energie zu produzieren, die jede Zelle für ihre spezifischen Funktionen benötigt. Organe, die für ihre Aufgaben besonders viel Energie benötigen, sind daher auch reich an Mitochondrien. Dazu gehören zum Beispiel das Gehirn, die Herzmuskulatur, die Netzhaut und die Leber. 

Die benötigte Energie wird durch die Spaltung einer chemischen Verbindung gewonnen. Diese chemische Verbindung heißt Adenosintriphosphat (ATP). ATP wird wiederum von den Mitochondrien in der „Atmungskette“ gebildet.

Mitochondrien regulieren außerdem den programmierten Zelltod (Apoptose), bauen Fettsäuren ab und kommunizieren mit anderen Zellbestandteilen. Sie haben eine kleine Überwachungsfunktion und können Zellen über ihren Zustand informieren. Außerdem übermitteln Mitochondrien wichtige Signale an das angeborene Immunsystem, damit Krankheitserreger möglichst schnell erkannt und unschädlich gemacht werden können. Wissenschaftler und Mediziner vermuten, dass Mitochondrien so auch an Entzündungsprozessen und verschiedenen Vorgängen im zentralen Nervensystem beteiligt sind.

Mitochondrien – Immunsystem – Mikroimmuntherapie

Mitochondriale Erkrankungen können das Immunsystem negativ beeinflussen, indem sie beispielsweise überschießende Entzündungsprozesse auslösen oder Krankheitserreger nicht erkennen. Umgekehrt kann aber auch ein fehlerhaftes Immunsystem die Mitochondrien und damit den Energiehaushalt der Zellen stören.

Der NF-κB-Signalweg
Mitochondrien regulieren den sogenannten NF-κB-Signalweg, der an der Genexpression beteiligt ist und eine wichtige Rolle bei der angeborenen Immunantwort spielt. NF-κB schützt bestimmte Zellen vor dem Zelltod und stimuliert die Ausschüttung von Proteinen, die gezielt schädliche Bakterien und Viren vernichten. Kommt es jedoch zu Störungen, kann dieser Signalweg dauerhaft aktiviert werden und zu chronischen Entzündungen führen. Die effiziente Regulation dieses Signalprozesses ist daher von medizinischer Relevanz, um den Körper gesund zu erhalten.

Mikroimmuntherapie zur Mitochondrienregulierung
An dieser Regulation oder Modulation setzt die Mikroimmuntherapie an. Sie möchte mit körpereigenen Bestandteilen (Zytokinen, spezifischen Nukleinsäuren) helfen, das Immunsystem wieder in sein natürliches Gleichgewicht zu bringen. Je nach Ausgangssituation können so überschießende Entzündungsprozesse reduziert oder fehlgeleitete Immunreaktionen korrigiert werden. Auch langwierige oder chronische Beschwerden, die durch die mitochondriale Erkrankung verursacht werden, sollen so nachhaltig gelindert werden.

Die Mikroimmuntherapie verfügt über eine spezifische Formel, die gezielt in die mitochondriale Regulation bei chronischen und Autoimmunerkrankungen eingreifen soll. Auch beim Long-COVID-Syndrom, das häufig mit mitochondrialen Veränderungen einhergeht, kann das Präparat eine sehr gute und wirksame Unterstützung darstellen.

➤ Mehr zu den Themen Auswirkungen von COVID auf die Mitochondrien sowie auf die Gesundheit und die Hilfe durch die Mikroimmuntherapie liest Du in unserem Blogbeitrag „Genesen, aber nicht gesund – die Auswirkungen von Long COVID“.   

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Was sind mitochondriale Erkrankungen?

Wir haben bis hierher schon viel über sie gesprochen, aber was sind denn mitochondriale Erkrankungen nun genau? Sind sie gefährlich? Wie äußern sie sich? Und vor allem: Sind sie behandelbar? Diesen Fragen wollen wir in den folgenden Abschnitten nachgehen.

Stimmt etwas mit den Mitochondrien nicht, fehlt den Zellen das nötige ATP und damit die Energie. Das wiederum kann sich vor allem auf Organe mit hohem Energiebedarf wie Gehirn, Herz oder Auge negativ auswirken. Auch die Muskeln im Allgemeinen benötigen viel Energie. Alle Krankheitsbilder und Beschwerden, die auf eine Störung des Stoffwechsels der Mitochondrien zurückzuführen sind, werden als mitochondriale Erkrankungen (Mitochondriopathien) zusammengefasst.

Da Mitochondrien in fast allen Körperzellen vorkommen, wirken sich Defekte der Mitochondrien meist auf mehrere Körperfunktionen und Organe gleichzeitig oder nacheinander aus. Es handelt sich also um eine sogenannte Multisystemerkrankung.

Welche Ursachen führen zu mitochondrialen Erkrankungen?

Mitochondriale Erkrankungen sind in den meisten Fällen Störungen, die durch einen Gendefekt ausgelöst werden. Dieser Gendefekt kann vererbt werden, sodass die mitochondriale Erkrankung meist schon im Kindes- oder Jugendalter auftritt. Es kann aber auch sein, dass nur die erbliche Veranlagung weitergegeben wird oder sich die Erbsubstanz der Mitochondrien im Laufe der Zeit verändert. In diesen Fällen treten Beschwerden, Symptome und Erkrankungen erst im Erwachsenenalter auf.

Verschiedene Einflüsse wirken sich ebenfalls auf die Mitochondrien aus und können die Entstehung einer mitochondrialen Erkrankung begünstigen oder beschleunigen. Dazu gehören eine ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung, Umweltgifte, bestimmte Medikamente oder auch anhaltender Stress. Diese Faktoren können zu einer Fehlfunktion der Mitochondrien führen und die Energieproduktion der Zellen beeinträchtigen.

Metochondrien: Ursachen und Einflussfaktoren

Mitochondrien und ihre Funktionalität werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst – positiv sowie negativ.

Welche Symptome gibt es bei Störungen der Mitochondrien?

Bei mitochondrialen Erkrankungen gibt es kein typisches Symptombild, da sie sich auf verschiedene Systeme auswirken können. Es können einzelne oder mehrere Organe betroffen sein. Dabei können die Beschwerden an den betroffenen Organen gleichzeitig oder auch nacheinander auftreten.

Hier einige Beispiele:

Muskeln
Mitochondriale Störungen zeigen sich häufig in der Muskulatur, da diese einen hohen Energiebedarf hat. Menschen mit mitochondrialen Erkrankungen können unter Muskelschwäche bis hin zu Erschöpfung und Lähmungen leiden. Auch Krampfanfälle können auftreten.

Gehirn
Werden die Zellen des Gehirns nicht ausreichend mit Energie versorgt, äußert sich dies in Konzentrations- und Funktionsstörungen. Diese können sehr vielfältig sein. Vor allem in der kindlichen Entwicklung kommt es häufig zu Defiziten und Rückschritten. Auch das Wachstum kann beeinträchtigt sein, sodass die Kinder klein bleiben. Mitochondriale Erkrankungen des Gehirns können auch zu epileptischen Anfällen führen. Da das Gehirn eng mit vielen anderen Systemen verbunden ist, lassen sich viele Symptome und Beschwerden nicht eindeutig abgrenzen.

Augen
Im Auge können mitochondriale Erkrankungen vor allem den Sehnerv und die Netzhaut betreffen. Das Ausmaß und die Geschwindigkeit, mit der die Beeinträchtigungen fortschreiten, sind sehr individuell. Es kann zu leichten Sehstörungen bis hin zur völligen Erblindung kommen.

Herz
Aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs sind auch die Herzmuskelzellen anfällig für mitochondriale Erkrankungen. Betroffene leiden meist unter Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschwäche.

Welche mitochondrialen Erkrankungen gibt es?

Aufgrund der Vielfalt der möglichen Symptome und Folgen einer mitochondrialen Erkrankung ist es nicht immer einfach, die Erkrankungen strikt voneinander zu unterscheiden oder abzugrenzen. Laut Gesundheitsforschung sind derzeit mehr als 435 verschiedene mitochondriale Erkrankungen bekannt, wobei davon ausgegangen wird, dass noch mehrere hundert unentdeckte Erkrankungen hinzukommen. Dennoch gelten mitochondriale Erkrankungen als seltene Erkrankungen, da weltweit nur wenige Menschen von den oft genetisch bedingten Veränderungen betroffen sind.

Einige namentliche Beispiele sind:

  • Alpers-Syndrom
  • Leigh-Syndrom
  • Kearns-Sayre-Syndrom
  • Chronisch progressive externe Ophthalomoplegie (CPEO)
  • MELAS-Syndrom
  • Myoklonusepilepsie mit Ragged-red-Fasern (MERRF-Syndrom)
  • Mitochondriale Myopathie
Arten und Symptome von mitochondrialen Erkrankungen

Häufige Symptome und Beschwerden bei mitochondrialen Erkrankungen

Wie werden mitochondriale Erkrankungen diagnostiziert?

Die Vielfalt an Symptomen und Wechselwirkungen bei mitochondrialen Erkrankungen kann die Diagnose erschweren. Daher ist es sehr wichtig, das Bewusstsein für mitochondriale Erkrankungen zu stärken und Betroffenen schnellstmöglich eine spezialisierte Diagnostik durch ausgebildete Experten zukommen zu lassen.

Zunächst erfolgt eine ausführliche Befragung zu den Beschwerden und Symptomen. Da mitochondriale Erkrankungen oftmals eine genetische Ursache haben, wird zusätzlich zur persönlichen Anamnese auch eine Familienanamnese durchgeführt. Anschließend werden je nach Beschwerdebild die jeweiligen Symptome mit entsprechenden Methoden untersucht. Dazu können beispielsweise EKG, Hirnstrommessung/EEG, Seh- und Hörtests, Laboruntersuchungen und Belastungstests gehören. 

Erhärtet sich der Verdacht auf eine mitochondriale Erkrankung und haben Differenzialdiagnosen andere Erkrankungen ausgeschlossen, können weiterführende Diagnosemaßnahmen und Untersuchungen ergriffen werden. Neben weiteren Laboruntersuchungen können das je nach Befund und Beschwerden MRT, genetische Diagnostik/Exom-Sequenzierung und Gewebeentnahmen (Biopsien) sein. Mit Haut- und Muskelbiopsien lassen sich genetische Abweichungen in den Mitochondrien (mitochondriale DNA) ermitteln oder andere genetisch bedingte Einflussfaktoren herausstellen.   

Mitochondriale Erkrankungen – eine Belastung für die Lebensqualität

Da sich mitochondriale Erkrankungen sehr unterschiedlich auswirken können und in der Regel chronisch verlaufen, schränken sie die Lebensqualität der Betroffenen zum Teil stark ein. Neben den körperlichen Beschwerden müssen immer auch psychische und soziale Faktoren berücksichtigt werden, die auf die Betroffenen einwirken. Insbesondere chronische und Autoimmunerkrankungen stellen dabei eine Herausforderung dar, da sie die Patienten über einen langen Zeitraum oder sogar ein Leben lang begleiten.

Bei mitochondrialen Erkrankungen besteht zudem die Gefahr, dass sie ohne gezielte Behandlung weitere Körpersysteme befallen und damit das Krankheitsbild ausweiten.

Wichtig ist: Du bist nicht machtlos! Lass Dich nicht von der Funktionsstörung beherrschen, denn es gibt viele Möglichkeiten und Ansätze, die Mitochondrien zu regulieren und die Symptome zu lindern. Du kannst aktiv dazu beitragen, die Gesundheit Ihres Körpers zu unterstützen. Ein gesunder Lebensstil, Achtsamkeit, erholsamer Schlaf und Bewegung im Rahmen Ihrer Möglichkeiten sind dafür eine gute Basis.  

Sind mitochondriale Erkrankungen behandelbar?

Nach heutigem Kenntnisstand sind mitochondriale Erkrankungen nicht heilbar. Die Symptome und Beschwerden können jedoch sehr gut behandelt und gelindert werden, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Die Therapien richten sich immer nach den jeweiligen Befunden und Beschwerden und sind daher sehr individuell. Zu den gängigen Maßnahmen gehören unter anderem Bewegungs- und Ausdauertraining, logopädische Angebote, Sehhilfen, Hörgeräte, physiotherapeutische Maßnahmen, Gedächtnistraining, Entspannungsübungen und medikamentöse Ansätze.

Neben den rein symptomatischen Verfahren richtet sich das Forschungsinteresse auch auf kausal orientierte Prinzipien. Obwohl die genauen Ursachen mitochondrialer Erkrankungen noch nicht abschließend geklärt sind, wird nach weiteren Therapien gesucht, die direkt an den Mitochondrien und deren Störungen ansetzen.

Die Mikroimmuntherapie kann hier einen schonenden und kausalen Ansatz bieten, da die Regulation der Mitochondrien im Fokus steht. Durch die Reduktion entzündungsfördernder Zytokine, die Verminderung von oxidativem Stress und freien Radikalen, die Bekämpfung unkontrollierter Immunreaktionen und die Korrektur spezifischer mitochondrialer Prozesse, soll die Funktionalität der Mitochondrien wieder ins Gleichgewicht gebracht und eine adäquate Homöostase wiederhergestellt werden.

Ziele und Abläufe der Mikroimmuntherapie zur Mitochondrienregulierung

1. Mitochondrien und oxidativer Stress
Die angeborene Immunantwort ist die erste Schutzinstanz gegen Krankheitserreger, die im Körper erkannt werden. Durch Inflammation (Entzündung) werden diese Erreger unschädlich gemacht und eliminiert. Aber auch geschädigte Mitochondrien oder von ihnen ausgehende Gefahrensignale lösen Entzündungsreaktionen aus. Anhaltende Entzündungen führen zu oxidativem Stress im Körper, der wiederum Zellen dauerhaft schädigen kann. Mithilfe der Mikroimmuntherapie kann die Ausschüttung entzündungsfördernder Zytokine reduziert werden, während entzündungshemmende Prozesse gefördert werden sollen. Durch dieses Gleichgewicht sollen Entzündungsherde, die durch defekte Mitochondrien entstehen, reduziert werden.

2. Mitochondrialer Stoffwechsel
Das Enzym Lipoproteinlipase (LPL) ist für Stoffwechselvorgänge von großer Bedeutung. Darüber hinaus reguliert es die mitochondriale Biogenese: Es fördert die Regeneration und die Anzahl der DNA-Kopien der Mitochondrien. Fehlfunktionen der Makrophagen können jedoch zur Anhäufung von Lipiden in den Blutgefäßen führen, den Cholesterinspiegel erhöhen und Entzündungsprozesse fördern. Dies wiederum wirkt sich negativ auf die mitochondriale Biogenese aus. Die Mikroimmuntherapie zielt daher auch darauf ab, die Expression von LPL in Makrophagen zu hemmen, um diese Fehlregulation möglichst zu reduzieren.

3. Mitochondrien und Immunzellen
Immunreaktionen führen zu einer Ansammlung von Leukozyten, die die notwendigen Entzündungsreaktionen hervorrufen. Die Mitochondrien helfen bei einer erfolgreichen Immunantwort, diese Ansammlungen wieder aufzulösen. Sind die Mitochondrien jedoch gestört, klingen die Entzündungsreaktionen nicht ab. Die Mikroimmuntherapie möchte die mitochondriale Apoptose sowie die Anzahl der proinflammatorischen Zytokine optimieren und somit den Prozess wieder in sein natürliches Gleichgewicht bringen.

4. Spezifische Mitochondrienregulierung 
Es konnte gezeigt werden, dass verschiedene Gene die Funktion der Mitochondrien beeinflussen. Die Modulation dieser Gene und ihrer Interaktionen spielt eine wichtige Rolle für eine fehlerfreie Mitochondrienfunktion. Mithilfe der Mikroimmuntherapie können diese spezifischen Prozesse schonend reguliert und ins Gleichgewicht gebracht werden.

Nächstes Thema: Die Rolle der Mitochondrien bei Krebs

Im nächsten Blogbeitrag werden wir uns mit der Rolle der Mitochondrien bei Krebserkrankungen beziehungsweise bei der Vorbeugung und Behandlung von Krebs beschäftigen. Wenn Dich das Thema interessiert oder Du mehr über die Mikroimmuntherapie und Neuigkeiten erfahren möchten, folge uns auf Social Media und bleibe immer auf dem Laufenden!

Mallorca 2024: Symposium der Mikroimmuntherapie – Mitochondrien im Mittelpunkt

Um die erstaunlichen “Kraftwerke der Zellen” ging es auch beim Symposium zur Mikroimmuntherapie vom 7. bis 10. März 2024 auf Mallorca. Die Fachveranstaltung mit renommierten Referent:innen beleuchtete die Chancen, die ein regulativer Therapieansatz für die Stabilität der Gesundheit bietet. Im Mittelpunkt der Vorträge stand die Bedeutung der Mitochondrien und die Regulation der Mitochondrien mithilfe der Mikroimmuntherapie.

Weitere Infos findest Du hier: Mallorca Symposium 2024

Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie.
Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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