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Kategorie: Autoimmunerkrankungen Seite 1 von 4

Autoimmunerkrankungen (u.a. Hashimoto, Lupus, Multiple Sklerose, Rheuma/Arthritis)

Zytokine einfach erklärt: Die unsichtbaren Regisseure unseres Immunsystems

Stell Dir Deinen Körper als hochmoderne Kommunikationszentrale vor: In dieser Zentrale arbeiten unermüdliche Botenstoffe, die als Zytokine bekannt sind. Diese winzigen, aber mächtigen Proteine bilden das Kommunikationsnetzwerk unseres Immunsystems und gewährleisten, dass unsere Abwehrkräfte rasch auf Eindringlinge wie Viren und Bakterien reagieren können. Ohne sie würde unser Immunsystem im Dunkeln tappen.

Dieser Artikel ist als Lernkurs konzipiert, der Dich durch verschiedene Stufen des Wissens über Zytokine führt. Von den grundlegenden Konzepten bis zu komplexeren Anwendungen und ihren faszinierenden Wirkweisen – Du hast die Möglichkeit, alles über diese entscheidenden Moleküle zu erfahren. Bist Du neugierig geworden? Wissbegierig, mehr zu erfahren?

Am Ende des Kurses laden wir Dich ein, Dein Wissen mit einigen Quizfragen zu testen und zu vertiefen. Entdecke, wie Zytokine Dein Immunsystem steuern und beeinflussen, während Du Dein Verständnis auf eine neue Ebene bringst.

Inhalt

Basiswissen Zytokine: Das solltest Du mindestens wissen

Was sind Zytokine und wo kommen sie vor?

Zytokine sind kleine Proteine, die die Zellen in unserem Körper produzieren und freisetzen, insbesondere Zellen des Immunsystems. Wie unsichtbare Nachrichtenüberbringer ermöglichen sie die Kommunikation in Deinem Körper. Sie kommen in nahezu jedem Winkel unseres Körpers vor und stellen sicher, dass alle Zellen zur richtigen Zeit die richtige Nachricht erhalten.

Wie kommunizieren Zytokine im Immunsystem?

Man könnte Zytokine als die Sprache des Immunsystems bezeichnen. Wenn jemand im Körper Alarm schlägt – zum Beispiel wenn Viren oder Bakterien eindringen – sind es die Zytokine, die die schnelle Mobilisierung und Koordination der Immunantwort ermöglichen. Ohne diese Botenstoffe würden die Zellen stumm bleiben und unser Abwehrsystem wäre nicht in der Lage, effizient zu reagieren.

Welche Arten von Zytokinen gibt es?

Im orchestrierten Zusammenspiel unseres Immunsystems gibt es unterschiedliche Gruppen von Zytokinen, die jeweils spezifische Rollen übernehmen. Diese lassen sich grob in zwei Hauptkategorien einteilen: proinflammatorische und antiinflammatorische Zytokine:

Zusatzinfos Zytokine: Lerne die Aufgaben und Funktionen von Zytokinen kennen

Wie alarmieren Zytokine die Immunzellen?

In dem Moment, in dem Dein Körper einen Eindringling entdeckt, schlägt er Alarm. Dies geschieht durch Zytokine, die wie ein Wachruf wirken. Proinflammatorische Zytokine, wie IL-1 und TNF-a, sind die ersten, die zur Stelle sind, um Immunzellen über das Problem zu informieren und zur Stelle zu rufen. Sie helfen dabei, die Abwehrkräfte so zu organisieren, dass Eindringlinge schnell bekämpft werden können.

Wie aktivieren Zytokine die Immunzellen?

Sobald die Alarmglocken läuten, müssen die Immunzellen aktiviert werden, um spezifische Aufgaben zu erfüllen. Zytokine wirken hierbei als Katalysatoren. Sie geben den Immunzellen das Signal, ihre Aktivität zu verstärken und Akutmaßnahmen einzuleiten. Ein solches Zytokin ist IFN-γ, das speziell bei der Bekämpfung viraler Infektionen hilft.

Wie steuern und balancieren Zytokine die Immunantwort?

Die Balance zwischen Angriff und Rückzug ist entscheidend, um eine gesunde Reaktion zu gewährleisten. Antiinflammatorische Zytokine, wie IL-10 und TGF-β, arbeiten unermüdlich daran, das Immunsystem wieder zu beruhigen und den Entzündungsprozess zu stoppen, bevor er zu weit voranschreitet und Schäden anrichtet.

Wie unterstützen Zytokine Reparaturprozesse?

Nach einem Angriff oder einer Verletzung tritt die nächste wichtige Phase ein: die Heilung. Zytokine spielen auch hier eine zentrale Rolle. Sie sind an der Regeneration von Geweben beteiligt, indem sie sowohl die Immunantwort drosseln als auch Heilprozesse fördern. Diese doppelte Wirkung ist entscheidend für die Wiederherstellung der Gesundheit.

Infografik erstellt mit der KI von Google NotebookLM

Aufbauwissen Zytokine: Ihre Wirkweise

Zytokine agieren meisterhaft in unserem Körper, doch wie genau beeinflussen sie die Zellen? Ihre beeindruckende Wirkung beruht auf einem fein abgestimmten Mechanismus, der auf Rezeptorbindungen basiert. Lassen wir uns tiefer in ihre Wirkweise eintauchen und ihre lokalen sowie systemischen Effekte betrachten.

Wie wirken Zytokine durch Rezeptorbindung?

Zytokine sind Schlüsselfiguren, die bestimmte Türen in den Zellnetzen öffnen. Diese „Türen“ sind spezielle Rezeptoren auf der Oberfläche der Zellen. Wenn ein Zytokin an einen passenden Rezeptor bindet, beginnt eine Kaskade von Signalen innerhalb der Zelle. Diese Signalübermittlung sorgt dafür, dass die Zellen entsprechend der empfangenen Nachricht reagieren. Dies könnte die Aktivierung einer Immunzelle, die Ausschüttung weiterer Botenstoffe oder die Kontrolle von Zellwachstum und -differenzierung sein.

Welche Unterschiede gibt es zwischen lokalen und systemischen Effekten von Zytokinen?

Zytokine können sowohl lokal als auch systemisch wirken, was entscheidend für ihre Vielseitigkeit ist:

Was versteht man unter parakrinen Effekten?
Bei parakrinen Effekten wirken die Zytokine auf benachbarte Zellen, ohne weit im Körper verstreut zu werden. Das ist vergleichbar mit einem Flüstern unter eng stehenden Häusern, bei dem nur die unmittelbare Nachbarschaft die Nachricht erhält.

Was sind autokrine Effekte?
Bei autokrinen Effekten wirken die Zytokine auf die Zelle, die sie selbst produziert hat. Es ist, als würden sie sich selbst eine Nachricht schicken, um ihr Verhalten zu steuern. Diese Selbstregulation ist wichtig, um das eigenständige Handeln der Zellen zu beeinflussen.

Wie zeigen sich systemische Effekte?
Systemische Effekte treten ein, wenn Zytokine in den Blutkreislauf gelangen und weit entfernte Organe und Gewebe beeinflussen. Dies entspricht einem landesweiten Rundruf, bei dem der gesamte Körper mobilisiert oder beruhigt wird, je nach Nachricht, die übermittelt wird.

Exkurs: Zytokinsturm und seine Folgen

Zytokine sind essenzielle Akteure im Orchester der Immunantwort, doch was passiert, wenn die Harmonie gestört wird? Der sogenannte Zytokinsturm ist ein solcher Ausnahmezustand, der mit erheblichen Risiken einhergeht.

Was ist ein Zytokinsturm?

Ein Zytokinsturm ist eine explosive und überwältigende Immunreaktion des Körpers, bei der Zytokine in großer Menge und Geschwindigkeit ausgeschüttet werden. Dies kann mit einem Orchester verglichen werden, bei dem alle Instrumente plötzlich und unkoordiniert laut und schneller spielen, was in ein klangliches Chaos mündet. Statt der Körperverteidigung zu nutzen, überschüttet der Zytokinsturm das Immunsystem und führt zu unkontrollierten Entzündungsprozessen.

Warum und wie entsteht ein Zytokinsturm?

Ein solch potenziell gefährlicher Zustand kann durch verschiedene Trigger ausgelöst werden, darunter schwere Infektionen, wie eine bakterielle oder virale Invasion – COVID-19 ist ein bekanntes Beispiel –, Autoimmunerkrankungen oder andere immunologische Störungen. Der Zytokinsturm entsteht, wenn das Immunsystem eine intensivere Reaktion startet, als erforderlich wäre, ausgelöst durch ein Ungleichgewicht zwischen pro- und antiinflammatorischen Zytokinen.

Infografik erstellt mit der KI von Google NotebookLM

Welche gesundheitlichen Auswirkungen hat ein Zytokinsturm?

Die Folgen eines Zytokinsturms sind weitreichend und können schwerwiegende gesundheitliche Auswirkungen haben. Dieser übersteigerte Entzündungsprozess kann Gewebeschäden verursachen, Organe schwer belasten oder in Extremfällen sogar zu Organversagen führen. Zudem führen Erkrankungen, die durch einen Zytokinsturm verschärft werden, wie akute Atemnotsyndrome oder septische Schocks, oft zu lebensbedrohlichen Situationen. Ein Zytokinsturm ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch zu viel von einem „guten“ – in diesem Fall einer kräftigen Immunantwort – schädlich sein kann.

Kurzvideo: Das passiert bei einem Zytokinsturm in Deinem Körper

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Mehr Informationen

Zytokine in der Praxis: Einführung in die Mikroimmuntherapie

Das große Potenzial von Zytokinen wird in der Medizin und Wissenschaft zunehmend mehr ausgeschöpft. Ein besonderes Beispiel dafür ist die Mikroimmuntherapie, die es sich zum Ziel gesetzt hat, durch den gezielten Einsatz dieser Immunbotenstoffe das Immunsystem zu unterstützen. In der Mikroimmuntherapie werden niedrig dosierte Substanzen verwendet, die auch natürlicherweise im Körper vorkommen. Diese „low-dose“-Formeln reduzieren das Risiko von Nebenwirkungen. Zudem erfolgt die Gabe sequenziell, also im natürlichen Rhythmus des Immunsystems, mit dem Ziel, die Selbstregulation des Körpers zu fördern und wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Wie nutzt die Mikroimmuntherapie Zytokine?

In der Mikroimmuntherapie stehen Zytokine im Fokus, da sie gezielte Signale in der komplexen Kommunikationslandschaft des Immunsystems setzen können. Durch die richtige Dosierung und Bereitstellung dieser spezifischen Zytokine wird angestrebt, die Immunantwort gezielt zu modulieren. Besonders bei chronischen Entzündungen und Autoimmunerkrankungen bieten sie die Möglichkeit, das Gleichgewicht zwischen pro- und antiinflammatorischen Prozessen wiederherzustellen. Dieses gezielte Eingreifen ermöglicht eine harmonische und effektive Immunantwort, welche die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützt, ohne ihn zu belasten.

Hier findest Du Studien zu diesem Thema

Einsatzgebiete von Zytokinen: Anwendungen der Mikroimmuntherapie

Die Mikroimmuntherapie findet dank dem Einsatz von Zytokinen bei einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen Anwendung, insbesondere dort, wo das Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist.

  • Chronische Entzündungen: Durch ihre Fähigkeit, entzündliche Prozesse zu regulieren, kann die Mikroimmuntherapie bei entzündlichen Erkrankungen, wie Rheuma oder entzündlichen Darmerkrankungen, hilfreich sein.
  • Autoimmunerkrankungen: Bei Krankheiten wie Multiple Sklerose, Morbus Crohn, Rheuma oder Psoriasis möchte die Mikroimmuntherapie helfen, die überschießende Immunreaktion zu dämpfen und die natürliche Balance wiederherzustellen.
  • Infektionen: Die Unterstützung der Immunabwehr bei wiederkehrenden oder chronischen Infektionen, wie zum Beispiel Herpes oder Epstein-Barr-Virus, ist ein weiteres Einsatzgebiet der Mikroimmuntherapie.
  • Allergien: Durch die Modulation der Immunantwort kann die Mikroimmuntherapie helfen, allergische Reaktionen zu reduzieren.
Welche Vorteile bietet die Mikroimmuntherapie?
  • Sanfte Regulierung: Aufgrund der niedrigen Dosierung der Immunbotenstoffe ist die Behandlung nebenwirkungsarm und gut verträglich.
  • Individualisierbarkeit: Die Therapie kann auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmt werden, was eine zielgerichtete Behandlung ermöglicht.
  • Ganzheitlicher Ansatz: Durch die Unterstützung der Selbstregulation des Immunsystems wird nicht nur symptomatisch, sondern auch ursächlich behandelt.
  • Nachhaltigkeit: Dem Immunsystem soll beigebracht werden, sich auf lange Sicht selbst regulieren zu können, was eine Investition in die Zukunft ist.

Aufgrund der Komplexität der Mikroimmuntherapie sollte sie immer in Begleitung mit einem ausgebildeten Mikroimmuntherapie erfolgen. Auf unserer Website gibt es die Möglichkeit, entweder auf lokaler Ebene oder nach Beschwerdebild entsprechende Therapeuten zu filtern: 

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Zytokine unter Beweis: Fallstudien und Beispiele

Um die Wirksamkeit der Mikroimmuntherapie und den verwendeten Zytokinen zu verdeutlichen, schauen wir uns einige Erfolgsbeispiele und wissenschaftliche Beweise an, die den Nutzen dieser Therapieform untermauern.

Gibt es Erfolgsbeispiele aus der Praxis zur Verdeutlichung der Therapieerfolge?

Zahlreiche Berichte aus der Praxis zeigen, dass Mikroimmuntherapie bei einer Reihe von gesundheitlichen Problemen erfolgreich angewendet werden kann. Ein Beispiel ist die Behandlung von Patienten mit chronischer Müdigkeit, die nach einer mehrmonatigen Mikroimmuntherapie von einer deutlichen Verbesserung ihrer Symptome berichten. Auch bei Patienten mit Rezidiven von Herpesinfektionen hat sich die Therapie als erfolgreich erwiesen, indem sie die Häufigkeit und Schwere der Ausbrüche reduzieren konnte. Dasselbe gilt für andere virale Erkrankungen wie z.B. Gürtelrose oder Post-Zoster-Neuralgie.

Weitere Erfolgsbeispiele stammen von Patienten mit Autoimmunerkrankungen, wie Rheumatoider Arthritis, die nach der Therapie eine Verminderung der krankheitsbedingten Beschwerden und weniger Bedarf an konventionellen Medikamenten zeigten. Ebenso erweist sich die Mikroimmuntherapie bei der Prävention und Behandlung von Allergien immer wieder als ausgesprochen hilfreich.

Dies sind nur einige wenige Beispiele. Weitere Erfahrungsberichte findest Du hier!

Welche wissenschaftlichen Studien unterstützen die Wirksamkeit der Mikroimmuntherapie?

Es gibt eine wachsende Anzahl an wissenschaftlichen Studien und Veröffentlichungen, die die Wirksamkeit der Mikroimmuntherapie belegen.

– Fallberichte: Zahlreiche Fallberichte dokumentieren positive Resultate bei der Behandlung von chronischen und rezidivierenden Erkrankungen, was auf das Potenzial der Mikroimmuntherapie hinweist.

– In-vitro-Studien: Forschungsergebnisse zeigen, dass die gezielte Bereitstellung von Zytokinen in geringer Dosierung die Funktion von Immunzellen auf zellulärer Ebene beeinflussen kann.

– Klinische Studien: Erste klinische Erhebungen deuten darauf hin, dass Patienten von einer mikroimmuntherapeutischen Behandlung bei chronischen viralen Infektionen und immunvermittelten Erkrankungen profitieren können. 

8. Zytokin-Wissen zusammengefasst: Fazit

Zytokine spielen als Botenstoffe eine zentrale Rolle im Immunsystem, die komplexe Kommunikationswege koordinieren, um eine effektive Immunantwort zu gewährleisten. Diese Moleküle sind entscheidend für die Balance zwischen Pro- und Antientzündungsprozessen, mit der Fähigkeit, sowohl lokale als auch systemische Effekte auszulösen. Die Mikroimmuntherapie nutzt das Potenzial von Zytokinen, um das Immunsystem zu regulieren und zu unterstützen. Dieser Ansatz verwendet niedrig dosierte, körpereigene Immunbotenstoffe in einer sequenziellen Darreichung, um eine gezielte Regulation der Immunantwort mit minimalen Nebenwirkungen zu ermöglichen. Diese Therapie kann bei einer Vielzahl von gesundheitlichen Herausforderungen, einschließlich Autoimmunerkrankungen, chronischen Entzündungen und Infektionen, eingesetzt werden. Die Zukunft der Forschung und Therapie mit Zytokinen birgt vielversprechende Möglichkeiten.

Quiz: Was hast Du gelernt?

Frage 1 über Zytokine

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Quellen ::::::

Coliquio

MeGeMIT – Medizinische Gesellschaft für Mikroimmuntherapie

Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 16.01.2026

 

Immunbalance – Teste Dein Wissen!

Wie lange folgst Du uns schon und wie viel hast Du letztendlich über Deine Immunbalance gelernt? Teste Dich selbst und beantworte im Folgenden die spezifischen Fragen zur Immunbalance. Ob Du Dein Wissen vertiefen oder auffrischen möchtest – sicher findest Du hier wichtige Informationen, die Deiner Gesundheit langfristig zugutekommen.

Spoiler: Heute gibt es neue, überraschende Fakten, über die wir bisher noch nicht berichtet haben.

Inhalt

Fangen wir ganz von vorn an: Was ist Immunbalance?

Die Immunbalance, auch als Immunhomöostase bekannt, ist ein Zustand, in dem das Immunsystem in perfekter Harmonie arbeitet: Es ist in der Lage, schädliche Eindringlinge wie Viren und Bakterien abzuwehren, ohne dabei den eigenen Körper zu schädigen. Diese fein abgestimmte Balance ist entscheidend für die Gesundheit, da sie verhindert, dass das Immunsystem überreagiert – was zu Allergien und Autoimmunerkrankungen führen kann – oder unterreagiert, was eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen zur Folge hätte.

Die Rolle der Immunantworten

Ein wesentlicher Aspekt der Immunbalance sind die Immunantworten. Das Immunsystem verfügt über verschiedene Arten von Antworten, die darauf ausgelegt sind, spezifische Bedrohungen zu erkennen und zu bekämpfen. Die erste Abwehrlinie gegen Erreger sind die strukturellen und mechanischen Barrieren von Haut und Schleimhaut. Wenn Erreger diese Barrieren überwinden können, setzt die angeborene Immunantwort ein. Diese zweite Verteidigungslinie reagiert schnell auf Eindringlinge. Die dritte Abwehrlinie ist die adaptive Immunantwort, die einige Tage benötigt, um Bedrohungen spezifisch und zielgerichtet zu neutralisieren. Ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Reaktionen ist essentiell, um eine effektiv koordinierte Immunabwehr zu gewährleisten.

Immunbotenstoffe: Die Welt der Zytokine

Immunbotenstoffe, auch Zytokine genannt, sind die Kommunikationsmittel des Immunsystems. Sie fungieren als Botschafter, die Zellen und deren Reaktionen regulieren. Es gibt proinflammatorische und antiinflammatorische Zytokine, die darauf abzielen, Entzündungen entweder zu fördern oder zu reduzieren. Bei einem gesunden Individuum ist die Produktion dieser Botenstoffe wohldosiert, um eine angemessene Immunantwort zu gewährleisten. Ein Ungleichgewicht, das zu viele proinflammatorische Zytokine produziert, kann jedoch übermäßige Entzündungen verursachen, was mit einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen verbunden ist.

Übergreifende Gesundheitsauswirkungen

Während die meisten Menschen die Auswirkungen eines gestörten Immunsystems in Form von häufigen Infektionen wahrnehmen, sind die übergreifenden Gesundheitsauswirkungen weitreichender. Ein unausgeglichenes Immunsystem kann Entzündungen im ganzen Körper verursachen, die mit chronischen Krankheiten wie Herzkrankheiten, Diabetes und bestimmten Krebsarten verbunden sind. Ebenso wichtig ist die Erkenntnis, dass dieser Zustand auch die mentale Gesundheit beeinflusst, was zu Depressionen und Angstzuständen führen kann.

Teste Dein Wissen!

Überall verankert: Faktoren, die das Immunsystem beeinflussen

Unsere Immunbalance wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, die sowohl von unseren Lebensgewohnheiten als auch von externen Umwelteinflüssen abhängen. Zu den bedeutendsten gehören Ernährung, Stress und die Umwelt. Ein Verständnis dieser Faktoren kann uns helfen, das Gleichgewicht in unserem Immunsystem besser zu pflegen und so zu einem aktiveren und gesünderen Leben beizutragen.

Ernährung: Der Kraftstoff für unser Immunsystem

Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle in der Aufrechterhaltung der Immunbalance. Eine ausgewogene und nährstoffreiche Kost liefert die Bausteine, die das Immunsystem benötigt, um effizient zu arbeiten. Besonders wichtig sind Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Vitamin D, Zink und Selen, die entscheidende Rollen bei der Unterstützung und Regulierung der Immunantwort spielen.

Interessanterweise gibt es auch weniger bekannte Ernährungsfaktoren, die einen Einfluss auf die Immunbalance haben. So können fermentierte Lebensmittel, die reich an Probiotika sind, die Gesundheit der Darmflora fördern. Da der Darm ein wesentlicher Bestandteil des Immunsystems ist, kann eine gesunde Darmflora die Immunbalance maßgeblich unterstützen.

Stress: Der unsichtbare Feind 

Stress, insbesondere in seiner chronischen Form, stellt einen erheblichen Störfaktor für das Immunsystem dar. Er führt zur Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol, die die Immunantwort unterdrücken können. Dies moduliert nicht nur die Anzahl und Funktion der Immunzellen, sondern beeinflusst auch die Produktion von Zytokinen. Langfristig kann dies zu einem Zustand der chronischen Entzündung führen, einer unterschwelligen Feuerstelle, die das Risiko für viele chronische Krankheiten erhöht.

Ein oft übersehener Aspekt ist der Einfluss von akutem Stress, der im Gegensatz zu chronischem Stress das Immunsystem kurzfristig stimulieren kann. Dies wird als „Flucht- oder Kampf-Reaktion“ bezeichnet und zeigt, wie dynamisch das Verhältnis zwischen Stress und Immunfunktion ist.

Umwelt: Die stille Kulisse unserer Gesundheit 

In der modernen Welt sind Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung, chemische Belastungen und sogar das Fehlen natürlicher Umgebungen maßgebliche Einflüsse auf die Immunbalance. Schadstoffe aus der Luft können beispielsweise oxidative Stressreaktionen in unseren Zellen hervorrufen, die das Immunsystem übermäßig belasten und Entzündungsreaktionen verstärken.

Darüber hinaus beeinflusst die „Natur-Defizit-Störung“ – das Fehlen regelmäßiger Naturkontakte – die psychische und physische Gesundheit. Der Aufenthalt in der Natur kann laut Studien die Anzahl der natürlichen Killerzellen erhöhen, die eine Schlüsselrolle in der Abwehr von Tumorzellen und viralen Infektionen spielen.

All diese Faktoren zeigen, wie eng vernetzt die verschiedenen Einflüsse auf unsere Immunbalance sind. Eine proaktive Herangehensweise, die auf einer gesunden Ernährung, Stressmanagement und einem bewussten Umgang mit Umweltfaktoren basiert, ist entscheidend, um eine robuste Immunhomöostase zu erreichen.

Teste Dein Wissen!

Aufgepasst! Das könnten Anzeichen einer gestörten Immunbalance sein

Die Immunbalance ist essentiell für ein reibungslos funktionierendes Körpersystem, und schon kleine Ungleichgewichte können erhebliche Auswirkungen haben. Es ist wichtig, die Anzeichen einer gestörten Immunbalance zu erkennen, um frühzeitig Maßnahmen zur Wiederherstellung zu ergreifen. Doch wie äußert sich ein Immunsystem, das aus der Balance geraten ist – und welche Folgen kann es haben?

Häufige Anzeichen einer gestörten Immunbalance

  1. Wiederkehrende Infektionen: Eines der klarsten Anzeichen für ein Ungleichgewicht im Immunsystem ist eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen. Das können häufige Erkältungen, Grippe oder andere virale und bakterielle Infekte sein.
  2. Chronische Müdigkeit: Ein geschwächtes Immunsystem kann zu anhaltender Erschöpfung führen, selbst nach ausreichendem Schlaf. Diese Art von Müdigkeit ist oft schwer greifbar und beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich.
  3. Entzündungen und Hautprobleme: Hautausschläge, Ekzeme oder langsam heilende Wunden können ein Zeichen dafür sein, dass das Immunsystem überreagiert oder nicht angemessen funktioniert.
  4. Magen-Darm-Probleme: Störungen im Immunsystem können die Darmgesundheit beeinflussen, was zu Blähungen, Durchfall oder Verstopfung führen kann. Dies ist besonders wichtig zu wissen, da der Darm einer der Hauptakteure des Immunsystems ist.
  5. Allergische Reaktionen: Eine gestörte Immunbalance kann auch zu erhöhten allergischen Reaktionen führen, da das Immunsystem auf harmlose Substanzen überempfindlich reagiert.
  6. Langsamere Heilung: Verletzungen oder Wunden, die ungewöhnlich lange zur Heilung benötigen, können auf ein geschwächtes Immunsystem hindeuten.

Diese Symptome und Folgen verdeutlichen, wie wichtig es ist, ein wachsames Auge auf die Zeichen einer gestörten Immunbalance zu haben. Frühzeitig erkannt und behandelt, kannst Du gegensteuern und Deine Immunhomöostase wiederherstellen.

Teste Dein Wissen!

Ein Ungleichgewicht mit Langzeitfolgen 

Ein anhaltendes Ungleichgewicht im Immunsystem kann weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Gesundheit haben, einschließlich der Entwicklung diverser Krankheiten und psychischer Probleme. Ein gestörtes Immunsystem ist nicht nur anfällig für physische Erkrankungen, sondern kann auch die geistige Gesundheit erheblich beeinflussen.

Autoimmunerkrankungen

Diese entstehen, wenn das Immunsystem fälschlicherweise körpereigene Zellen als Bedrohung wahrnimmt. Zum Beispiel:

  • Rheumatoide Arthritis: Führt zu Entzündungen und Schmerzen in den Gelenken.
  • Lupus erythematodes: Eine Krankheit, die das Immunsystem gegen mehrere Organe richtet.
  • Multiple Sklerose: Greift die Schutzschicht um die Nervenfasern im Zentralnervensystem an.
  • Allergische Reaktionen: Überreaktionen des Immunsystems führen zu Allergien und tragen zu Erkrankungen wie Asthma bei.

Chronische Infektionen

Ein geschwächtes Immunsystem kann Infektionen nicht effektiv abwehren, was zu chronischen Fällen führt, wie:

  • Chronische Bronchitis: Anhaltende Entzündung der Bronchien.
  • Chronische Hepatitis: Dauerhafte Leberentzündungen aufgrund unzureichender Immunantworten.

Entzündliche Erkrankungen

Längerfristige Immunstörungen können chronische Entzündungszustände hervorrufen, die vielfache Auswirkungen haben. Diese sogenannten „Silent Inflammations“ sind oft unbemerkt im Hintergrund aktiv, können jedoch zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen:

  • Arteriosklerose: Entzündungen, die zu Verhärtungen der Arterien führen, erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich.
  • Morbus Crohn: Eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, gekennzeichnet durch Symptome wie Bauchschmerzen und Durchfälle, resultiert aus dauerhaften Entzündungen im Verdauungstrakt.

Die Beherrschung von Silent Inflammation ist daher entscheidend für die Prävention schwerwiegender Gesundheitskomplikationen.

Psychologische Folgen

Die Verbindung zwischen dem Immunsystem und der psychischen Gesundheit wird immer deutlicher. Forschungsstudien zeigen, dass eine Dysregulation des Immunsystems auch psychologische Folgen haben kann:

  • Depression und Angstzustände: Chronische Entzündungen werden zunehmend mit Depressionen und Angststörungen in Verbindung gebracht. Zytokine, die bei entzündlichen Prozessen vermehrt produziert werden, können Signalwege im Gehirn beeinflussen, die mit der Stimmung und Emotionen assoziiert sind.
  • Kognitive Beeinträchtigungen: Eine anhaltende Immunimbalance kann zu kognitiven Störungen führen, einschließlich Gedächtnisschwierigkeiten und Konzentrationsproblemen. Diese können das Ergebnis von entzündlichen Prozessen im Gehirn sein, die die neuronale Kommunikation beeinträchtigen.
  • Stresssensitivität: Menschen mit einer gestörten Immunbalance können auf Stressfaktoren mit übermäßiger psychischer Belastung reagieren, was wiederum die körperliche Gesundheit weiter schwächt.


Diese Verbindungen zwischen dem Immunsystem und der psychischen Gesundheit verdeutlichen die Notwendigkeit für einen ganzheitlichen Ansatz in der Gesundheitsvorsorge. Nicht nur die physischen Symptome eines immunologischen Ungleichgewichts sollten adressiert werden, sondern auch die psychologischen Implikationen.

Teste Dein Wissen!

Zurück in die Balance: die Mikroimmuntherapie 

Die Mikroimmuntherapie ist eine innovative Form der immunologischen Behandlung, die das Ziel hat, die Immunhomöostase wiederherzustellen und das Immunsystem auf natürliche Weise zu unterstützen. Dabei basiert sie auf der genauen Abstimmung und Regulierung der körpereigenen Immunantworten.

Wie funktioniert die Mikroimmuntherapie?

Die Mikroimmuntherapie nutzt niedrig dosierte Immunbotenstoffe – wie Zytokine, Hormone und spezifische Nukleinsäuren – um die natürlichen Kommunikationswege des Immunsystems zu modulieren. Im Gegensatz zu konventionellen Ansätzen, die oft stark und zielgerichtet auf bestimmte Symptome abzielen, verfolgt die Mikroimmuntherapie einen ausgleichenden und ganzheitlichen Ansatz. Sie zielt darauf ab, in der „Sprache“ des Immunsystems zu kommunizieren, um Fehlregulationen zu korrigieren.

Wie möchte die Mikroimmuntherapie helfen?

Feinabstimmung der Immunantworten: Durch die gezielte Gabe von spezifischen Immunbotenstoffen kann die Mikroimmuntherapie die Balance zwischen der angeborenen und der adaptiven Immunantwort verbessern. So sollen übermäßige Entzündungsreaktionen reduziert und gleichzeitig die Immunabwehr gegen Infektionen gestärkt werden.

Unterstützung der Immunregulierung: Bei Autoimmunerkrankungen oder allergischen Reaktionen arbeitet das Immunsystem oft gegen den eigenen Körper. Die Mikroimmuntherapie kann die übermäßige Aktivität der Immunzellen regulieren und so das körpereigene Gewebe vor Angriffen schützen.

Chronische Erkrankungen: Bei chronischen Krankheiten spielen anhaltende Entzündungen eine zentrale Rolle. Die Therapie kann helfen, diese Entzündungsprozesse zu modulieren und somit das Fortschreiten dieser Krankheiten zu verlangsamen oder sogar zu stoppen.

Präventive Anwendung: Menschen mit erhöhtem Risiko für Immunstörungen können von der präventiven Anwendung der Mikroimmuntherapie profitieren, um das Immunsystem stabil zu halten und potenziellen Störungen vorzubeugen.

Individuelle Anpassbarkeit: Die Mikroimmuntherapie ist hoch individualisierbar, da sie auf die spezifischen Bedürfnisse und Zustände des Einzelnen abgestimmt werden kann. Dies ermöglicht eine maßgeschneiderte Behandlung, die den individuellen Immunprofilen und Gesundheitszuständen gerecht wird.

Die Rolle in der modernen Medizin

Die Mikroimmuntherapie bietet eine spannende Ergänzung zu konventionellen Behandlungen, insbesondere für Personen, die auf der Suche nach Möglichkeiten sind, den Körper auf natürliche Weise zu unterstützen und dabei die Gefahren von Nebenwirkungen minimieren möchten. Dabei ahmen die Mikroimmuntherapeutika die chronobiologische Ereignisabfolge im Rahmen der Immunantwort nach. Das ist der Grund, weshalb sie in einer festgelegten Reihenfolge, der sogenannten Sequenz, eingenommen werden sollen. So werden dem Körper aufeinander folgende Informationen übermittelt, die sich den natürlichen Abläufen der Immunantwort anpassen. 

Die Mikroimmuntherapie vereint die Erkenntnisse der modernen Immunologie mit der guten Verträglich von komplementären Heilmethoden und bietet so einen vielversprechenden Weg zur Förderung der Gesundheit. Durch die Unterstützung der natürlichen Immunbalance kann die Mikroimmuntherapie helfen, das Risiko von vielen Erkrankungen zu verringern und die allgemeine Gesundheit sowie das Wohlbefinden zu verbessern. 

Wichtig ist jedoch, sie von einem erfahrenen Mikroimmuntherapeuten begleiten zu lassen. Unser Therapeutenfinder bietet Dir die Möglichkeit, Therapeuten nach PLZ oder Ort zu selektieren oder auch nach Beschwerdebild zu filtern:

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Teste Dein Wissen!

Sicher hast Du nun erkannt, wie wichtig Deine Immunbalance in vielfacher Hinsicht ist. Die Mikroimmuntherapie kann Dir helfen, Deine Immunbalance zurückzugewinnen – sollte sie ins Wanken kommen: Sie kann Deinem Immunsystem beibringen, sich selbst zu regulieren. Weitere praktische Tipps für Deine Immunbalance findest Du auf unseren Social-Media-Kanälen.

Folge uns – und bleibe in Balance!   


Kontaktiere die MeGeMIT – Medizinische Gesellschaft für Mikroimmuntherapie – bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 15.12.25

 

Krank durch den Alltag? Die Top 8 Lifestyle-Erkrankungen 

In unserer modernen Gesellschaft verzeichnen wir einen besorgniserregenden Anstieg sogenannter Lifestyle-Erkrankungen. Diese Krankheiten sind nicht einfach das Ergebnis genetischer Veranlagung oder unglücklicher Umstände, sondern oft auch das Produkt unseres Lebensstils – unserer Ernährung, Bewegungsgewohnheiten und Alltagsbelastungen. Meist ist eine Kombination verschiedener möglicher Ursachen erkennbar. Doch was viele nicht wissen, ist, dass unser Immunsystem eine Schlüsselrolle in der Entstehung und dem Verlauf dieser Erkrankungen spielt.

Das Immunsystem, unser körpereigener Abwehrmechanismus, interagiert auf komplexe Weise mit Umwelteinflüssen und entscheidet oft darüber, ob eine Krankheit Einzug hält oder nicht. Chronische Entzündungen, oft ein gemeinsamer Nenner dieser Krankheiten, sind ein direktes Resultat von Immunreaktionen, die durch ungesunde Lebensweise ausgelöst werden.

In diesem Artikel betrachten wir die acht häufigsten Lifestyle-Erkrankungen: Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleibigkeit, chronische Atemwegserkrankungen, das metabolische Syndrom, Autoimmunerkrankungen, Depressionen und Krebserkrankungen. Wir werden aufzeigen, wie sich diese Krankheiten in alarmierenden Zahlen präsentieren und welche bedeutende Rolle das Immunsystem in diesem Zusammenhang spielt. Tauche mit uns ein in die Zusammenhänge zwischen Deinem Lebensstil, Deiner Immunfunktion und deren Auswirkungen auf Deine Gesundheit.

Inhalt

1. Typ-2-Diabetes

Das 422 Millionen-Risiko: Die globale Bedrohung und ihre Ursachen

Typ-2-Diabetes etabliert sich zunehmend als eine der bedeutendsten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Mit weltweit etwa 422 Millionen Betroffenen unterstreicht diese Zahl, wie weit verbreitet und bedrohlich diese Krankheit geworden ist. 

Doch was macht Typ-2-Diabetes zu einem solch universellen Problem? Im Kern steht die Insulinresistenz, die sich oft als Folge chronischer entzündlicher Prozesse im Körper entwickelt. Diese Prozesse werden maßgeblich durch einen ungesunden Lebensstil gefördert – konkret durch eine unausgewogene, kalorienreiche Ernährung und Bewegungsmangel. Ein solcher Lebensstil trägt zu einer langfristigen, unterschwelligen Entzündung im Körper bei, die Insulinresistenz und damit verbundene Blutzuckerregulations-Probleme begünstigt. Diese Entzündungen steigern das Risiko nicht nur für Diabetes, sondern auch für zahlreiche Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Rolle des Immunsystems: Ansatzpunkte für neue Therapien

Bei der Entwicklung von Typ-2-Diabetes spielt das Immunsystem eine zentrale Rolle. Chronische Entzündungen, ausgelöst durch immunologische Prozesse, beeinflussen die Insulinempfindlichkeit und tragen zur Krankheitsprogression bei. Diese Entzündungen entstehen häufig als Reaktion auf Stressfaktoren wie ungesunde Ernährungsgewohnheiten und bewegungsarmen Lebensstil. Das Immunsystem, normalerweise unser Schutz vor Infektionen, gerät aus dem Gleichgewicht und führt zu einer dauerhaften, schädlichen Entzündungsreaktion, die die Insulinwirkung beeinträchtigt.

Von dieser Erkenntnis ausgehend, ergibt sich ein interessanter therapeutischer Ansatz: die gezielte Modulation des Immunsystems soll die Entzündungsprozesse regulieren und so die Insulinsensitivität verbessern. Hier kommt die Mikroimmuntherapie ins Spiel. Diese innovative Therapieform hat das Potenzial, übermäßige Entzündungsreaktionen zu dämpfen und die Immunhomöostase wiederherzustellen. Durch eine verbesserte Immunfunktion kann der Blutzuckerspiegel effektiver kontrolliert werden, was das Risiko von Diabetes-Komplikationen reduziert. Diese integrative Behandlung, kombiniert mit einer gesunden Lebensweise, bietet vielversprechende Möglichkeiten, die Ausbreitung von Typ-2-Diabetes einzudämmen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

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2. Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Ein bedrohlicher Spitzenreiter: Warum Herzkrankheiten an der Spitze der Statistik stehen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) stehen unangefochten an der Spitze der weltweiten Todesursachen, mit erschreckenden 17,9 Millionen Todesfällen jährlich. Diese ernüchternde Zahl unterstreicht die Notwendigkeit, diese Krankheiten stärker in den Fokus der Präventions- und Behandlungsstrategien zu rücken. Ein Hauptfaktor vieler Herz-Kreislauf-Probleme ist die Arteriosklerose, die durch die Verhärtung und Verengung der Arterien gekennzeichnet ist. Ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und Rauchen sind die zentralen Lebensstilfaktoren, die diesen Prozess beschleunigen, indem sie zu einer Ansammlung von Plaques in den Arterien führen. Dies behindert den Blutfluss und erhöht signifikant das Risiko für schwerwiegende Ereignisse wie Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Entzündungen als heimliche Saboteure: Wie das Immunsystem eingreift

Ein oft unterschätzter Aspekt bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die entzündlichen Prozesse, die das Immunsystem auslöst. Insbesondere bei der Arteriosklerose tragen Entzündungen maßgeblich zur Krankheitsprogression bei. Die Ansammlung von Lipiden in den Arterienwänden ruft Immunzellen auf den Plan, die in den betroffenen Regionen aktiv werden und instabile Plaques fördern. Diese instabilen Plaques sind besonders gefährlich, da sie zum Riss neigen und lebensbedrohliche Blutgerinnsel verursachen können.

Eine erfolgversprechende Strategie zur Bekämpfung dieser Erkrankungen könnte in der gezielten Modulation der Immunantwort liegen. Die Mikroimmuntherapie zielt darauf ab, diese überschießenden Entzündungsprozesse zu dämpfen und die allgemeine Gefäßgesundheit zu unterstützen. Durch die Reduktion von Entzündungen könnte das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle deutlich gesenkt werden. Wenn diese Therapie mit einer gesünderen Lebensweise kombiniert wird, bietet sie vielversprechende Chancen, die Verbreitung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirksam einzudämmen und das Wohl der Betroffenen entscheidend zu verbessern.

3. Fettleibigkeit (Adipositas)

650 Millionen und wachsend: Warum Adipositas ein kritisches Thema ist

Fettleibigkeit oder Adipositas ist zu einem globalen Gesundheitsproblem geworden, das mittlerweile über 650 Millionen Erwachsene betrifft. Diese beeindruckende Zahl verdeutlicht die Dringlichkeit, mit der Prävention und Behandlung angegangen werden müssen. Adipositas resultiert häufig aus einem Ungleichgewicht zwischen Kalorienaufnahme und -verbrauch, begünstigt durch eine Kombination aus ungesunder Ernährung, Bewegungsmangel und genetischen Faktoren. 

Dieses Übermaß an Körperfett ist nicht nur kosmetisch beunruhigend, sondern erhöht wiederum auch das Risiko für zahlreiche Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten.

Das Immunsystem in Alarmbereitschaft: Die unsichtbare Last der Entzündung

Ein wesentlicher Aspekt von Fettleibigkeit ist der Einfluss auf das Immunsystem. Übergewichtige Menschen zeigen häufig chronisch erhöhte Entzündungsmarker – ein Zeichen für eine dauerhafte Aktivierung des Immunsystems. Diese Entzündungen wirken wie eine stille Belastung für den Körper und schwächen die Immunabwehr. Fettzellen, insbesondere aus dem viszeralen Fettgewebe, produzieren proinflammatorische Zytokine, die Entzündungsprozesse fördern und somit zur weiteren Verschlechterung der Gesundheitslage beitragen.

Angesichts dieser immunologischen Herausforderungen wird die Modulation der Immunantwort zu einem vielversprechenden Ansatz. Die Mikroimmuntherapie bietet hierbei eine Zielrichtung, die darauf abzielt, chronische Entzündungen zu reduzieren und die Immunregulation zu verbessern. Durch eine gezielte Eingrenzung der entzündlichen Prozesse kann das Risiko assoziierter Erkrankungen reduziert werden, was langfristig den Gesundheitszustand und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert. In Kombination mit Änderungen des Lebensstils, wie einer gesünderen Ernährung und mehr körperlicher Aktivität, kann die Mikroimmuntherapie ein hilfreicher Baustein sein, um der Adipositas-Epidemie entgegenzuwirken.

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4. Chronische Atemwegserkrankungen (COPD, Asthma)

Millionen von Leben im Atem gehalten: Die globale Belastung durch COPD und Asthma

In der heutigen, schnelllebigen Welt sind chronische Atemwegserkrankungen wie COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und Asthma zu bedeutenden Gesundheitsproblemen geworden. COPD verursacht jährlich etwa 3,23 Millionen Todesfälle, während Asthma etwa 235 Millionen Menschen weltweit betrifft. Diese Krankheiten reflektieren oft die negativen Auswirkungen unserer modernen Lebensumstände. 

Luftverschmutzung durch Industrieabgase, städtischer Smog und der Anstieg von Allergenen in der Luft tragen entscheidend zur Verschlechterung von Atemwegserkrankungen bei. Hinzu kommt der fortwährende Konsum von Tabakprodukten, der in vielen Teilen der Welt trotz gesundheitlicher Aufklärung nach wie vor hoch ist. Diese Faktoren, zusammen mit einer genetischen Anfälligkeit und dem Klima der heutigen Umwelt, machen chronische Atemwegserkrankungen zu einer der größten Herausforderungen im Gesundheitswesen des 21. Jahrhunderts.

Immunsystem auf dem Prüfstand: Die stille Macht der Entzündung

Im Zentrum dieser Erkrankungen steht das Immunsystem, das maßgeblich zur Entstehung und zum Fortschritt chronischer Atemwegserkrankungen beiträgt. Die Atemwege von Betroffenen sind häufig chronisch entzündet, was zu wiederkehrenden Symptomen wie Atemnot, Husten und vermehrter Schleimbildung führt. Diese Entzündungen werden oft durch eine fehlgeleitete Immunantwort ausgelöst, die die Schleimhäute der Atemwege angreift und eine dauerhafte Entzündungslage erzeugt. Dieses anhaltende immunologische Ungleichgewicht kann die Lungenfunktion schrittweise verschlechtern.

Die Möglichkeit, diese pathologischen Entzündungen zu regulieren, bietet Hoffnung und zeichnet neue Wege in der Behandlung. Die Mikroimmuntherapie konzentriert sich darauf, die überschießende Entzündungsreaktion in den Atemwegen zu modulieren und so das Immunsystem ins Gleichgewicht zu bringen. Durch die Reduzierung der Entzündungen können Symptome besser kontrolliert, Exazerbationen verhindert und die allgemeine Lebensqualität der Patienten verbessert werden. In Kombination mit konventionellen Therapien und einem angepassten Lebensstil kann die Mikroimmuntherapie einen wertvollen Beitrag zur langfristigen Kontrolle und Verbesserung der Krankheitsverläufe leisten.

Quelle: DAK
Erhebung durch: IGES
Name der Erhebung: DAK – Gesundheitsreport 2025
Veröffentlicht durch: DAK
Herkunftsverweis: DAK – Gesundheitsreport 2025, Seite 26
Veröffentlichungsdatum: Juli 2025

5. Metabolisches Syndrom

Eine tickende Zeitbombe: Warum das metabolische Syndrom zunimmt

Das metabolische Syndrom ist ein zunehmend verbreitetes Gesundheitsproblem, das 20-30 % der Erwachsenen in Deutschland betrifft. In den USA liegt die Prävalenz bei etwa 34%. Es stellt eine Komplexität von Risikofaktoren dar, die das Risiko für ernsthafte gesundheitliche Komplikationen erhöhen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes. Diese Faktoren umfassen abdominale Adipositas, erhöhte Blutzuckerwerte, dyslipidämische Blutwerte und Bluthochdruck. In der modernen Lebenswelt, geprägt von einer Überflussgesellschaft, ist das metabolische Syndrom oft die Folge von ungesunden Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsmangel und Stress, die sich ungünstig auf das Körpergewicht und den Stoffwechsel auswirken. Die allgegenwärtige Verfügbarkeit hochkalorischer Nahrungsmittel, kombiniert mit einem sitzenden Lebensstil, hat dazu geführt, dass immer mehr Menschen in die Kategorie des metabolischen Syndroms fallen.

Das Immunsystem im Gleichgewicht halten: Den entzündlichen Kreislauf durchbrechen

Eine zentrale Rolle beim metabolischen Syndrom spielt das Immunsystem, das über systemische Entzündungsprozesse zur Krankheitsprogression beiträgt. Diese niedriggradigen, chronischen Entzündungen verstärken die Insulinresistenz und fördern die Atherosklerose, was das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiter erhöht. Die ständige Aktivierung des Immunsystems durch entzündliche Abwehrmechanismen kann daher als Schlüsselfaktor im Fortschreiten des metabolischen Syndroms angesehen werden.

Hier setzt die Mikroimmuntherapie an, die darauf abzielt, die Immunhomöostase zu fördern und systemische Entzündungen zu reduzieren. Durch die Unterstützung des körpereigenen Gleichgewichts der Immunantwort können die negativen Auswirkungen chronischer Entzündungen eingedämmt werden. Die Reduktion systemischer Entzündungen bietet die Möglichkeit, die Risikofaktoren des metabolischen Syndroms besser zu kontrollieren und so die Wahrscheinlichkeit schwerwiegender Folgeerkrankungen zu verringern. In Verbindung mit Lebensstiländerungen wie gesunder Ernährung und regelmäßiger körperlicher Aktivität kann die Mikroimmuntherapie ein entscheidender Faktor sein, um das metabolische Syndrom in den Griff zu bekommen und die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen.

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6. Autoimmunerkrankungen

Autoimmunerkrankungen: Ein wachsendes Gesundheitsproblem

Autoimmunerkrankungen betreffen eine erhebliche Anzahl der Bevölkerung in Deutschland, wobei schätzungsweise rund 5 bis 8 % der Menschen an einer Form von Autoimmunerkrankung leiden. Diese komplexe Gruppe von Erkrankungen entsteht, wenn das Immunsystem irrtümlich körpereigenes Gewebe angreift und dabei chronische Entzündungen verursacht, die vielfältige Organe und Systeme betreffen können.

Häufige Beispiele für Autoimmunerkrankungen:

  • Schuppenflechte (Psoriasis): Eine dermatologische Erkrankung, die sich durch schuppige Hautausschläge äußert.
  • Rheumatoide Arthritis: Eine Erkrankung, die vorwiegend die Gelenke angreift und zu Schmerz und Schwellungen führt.
  • Hashimoto-Thyreoiditis: Eine Schilddrüsenerkrankung, die vor allem bei Frauen auftritt.
  • Typ-1-Diabetes: Eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse beeinträchtigt ist.
  • Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.
  • Zöliakie: Eine chronische Entzündung der Dünndarmschleimhaut als Reaktion auf den Verzehr von Gluten.
  • Lupus erythematodes: Eine systemische Erkrankung mit potenzieller Beteiligung von Haut, Gelenken und inneren Organen.
  • Multiple Sklerose (MS): Eine neurologische Erkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft.
  • Allergische Erkrankungen: Allergien sind das Ergebnis von Überreaktionen des Immunsystems auf normalerweise harmlose Substanzen. 

Ein immunologisches Missverständnis: Wenn der Körper die Kontrolle verliert

Autoimmunerkrankungen stellen eine eigentümliche Herausforderung dar, bei der das Immunsystem, unser primärer Verteidigungsmechanismus gegen äußere Bedrohungen, aus dem Gleichgewicht geraten ist. Statt Eindringlinge wie Viren oder Bakterien zu bekämpfen, richtet sich das Immunsystem in einem fatalen Missverständnis gegen den eigenen Körper. Diese verirrte Abwehrreaktion führt zu anhaltenden Entzündungen, die Schmerzen, Schwellungen und Gewebeschäden verursachen, und beeinträchtigt langfristig das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Betroffenen. Dieser ständige innere Kampf schwächt nicht nur den Körper physisch, sondern hinterlässt auch psychische und soziale Spuren.

Die Mikroimmuntherapie zielt darauf ab, diese immunologischen Fehlsteuerungen gezielt zu korrigieren. Anders als aggressive Therapieansätze, die das Immunsystem unterdrücken, verfolgt die Mikroimmuntherapie einen sanften Weg: Sie hat das Ziel, die überaktive Immunantwort zu modulieren und die Toleranz gegenüber dem eigenen Gewebe zu fördern. Durch die schrittweise und spezifische Modulation der Immunreaktionen möchte die Mikroimmuntherapie die Entzündungsaktivität wirksam reduzieren. Dies führt nicht nur zur Linderung der Symptome, sondern verlangsamt auch den Fortschritt der Erkrankung, indem es den Autoaggressionsprozess reguliert.

Die Mikroimmuntherapie bietet den Vorteil, in Kombination mit konventionellen Behandlungsansätzen eingesetzt werden zu können. Diese synergistische Wirkung steigert die Wirksamkeit vorhandener Therapien und reduziert gleichzeitig das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen. Das übergeordnete Ziel dieser Therapie ist es, eine harmonische Balance im Immunsystem zu schaffen, in der es seine schützende Funktion wahrnehmen kann, ohne den Körper als Feind zu betrachten. Die Kunst besteht darin, das Immunsystem „umzuerziehen“, sodass es in einen Zustand zurückkehren kann, in dem es zwischen Selbst und Fremd klar unterscheiden kann.

Diese innovative Herangehensweise eröffnet neue Perspektiven für Betroffene, ihre Lebensqualität deutlich zu verbessern und die Kontrolle über ihre Gesundheit zurückzuerlangen. Indem sie die zugrunde liegende Immunstörung adressiert, bietet die Mikroimmuntherapie nicht nur symptomatische Linderung, sondern eine nachhaltige Lösung, um das Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen. 

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7. Depression und psychische Erkrankungen

Depressionen im Kontext moderner Lebensumstände: Eine Antwort auf steigenden Druck

Die weltweite Zunahme von Depressionen korreliert stark mit den Herausforderungen und dem Druck, die mit modernen Lebensumständen verbunden sind. Neueste Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sprechen von rund 332 Millionen Betroffenen im Jahr 2025. In Deutschland sind schätzungsweise über 5,3 Millionen Erwachsene betroffen, was die immense Tragweite dieser Problematik verdeutlicht. In der heutigen Gesellschaft stehen viele Menschen unter einem ständigen Leistungsdruck, sei es am Arbeitsplatz, in der Schule oder im sozialen Umfeld. Diese Erwartungen tragen erheblich zur Entstehung und Verschärfung von Stress und Burnout bei, die beide als Katalysatoren für depressive Zustände fungieren.

Einflussfaktoren der modernen Welt:

  1. Leistungsdruck und Konkurrenz: Die Anforderungen in der Arbeitswelt werden immer intensiver. Der Druck, ständig Leistung zu erbringen und sich in einer konkurrenzbetonten Umgebung zu behaupten, führt zu Stress und kann die psychische Gesundheit beeinträchtigen.
  2. Digitalisierung und ständige Erreichbarkeit: Mit der fortschreitenden Digitalisierung hat sich die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben zunehmend verwischt. Die ständige Erreichbarkeit durch Smartphones und E-Mails erhöht das Stresslevel und führt häufig zu einer Überlastung.
  3. Soziale Medien: Obwohl soziale Medien eine Möglichkeit zur Vernetzung bieten, tragen sie auch zum sozialen Vergleich und zur verstärkten Selbstkritik bei, was das Risiko für Depressionen erhöhen kann. Die Präsenz in sozialen Medien kann unrealistische Vorstellungen von Erfolg und Glück vermitteln, die schwer zu erreichen sind.
  4. Urbanisierung und Entfremdung: Das Leben in städtischen Umgebungen, oft isoliert von familiären Netzwerken, kann das Gefühl der Entfremdung verstärken. Fehlende soziale Unterstützung und Einsamkeit sind bedeutende Risikofaktoren für die Entwicklung von Depressionen.
  5. Wirtschaftliche Unsicherheit: In vielen Teilen der Welt führt die wirtschaftliche Unsicherheit zu einem anhaltenden Gefühl von Instabilität, das Sorgen und Ängste hervorruft. Arbeitslosigkeit und finanzielle Probleme sind direkte Stressoren, die Depressionen begünstigen können.

Zu mehr Wohlbefinden – über eine gesunde Immunbalance

Ein oft übersehener Faktor in der Pathophysiologie von Depressionen ist die Rolle des Immunsystems. Forschungen haben gezeigt, dass chronisch erhöhter Stress und damit verbundene Entzündungsreaktionen das Risiko für die Entwicklung von Depressionen erheblich erhöhen können. Der Zusammenhang zwischen dem Gehirn und dem Immunsystem verläuft bidirektional: Stress kann die Immunantwort beeinflussen, während entzündliche Prozesse die chemische Balance im Gehirn verändern können, was zu Symptomen von Depressionen führen kann.

In diesem Kontext tritt die Mikroimmuntherapie als vielversprechender Ansatz hervor. Sie zielt darauf ab, den Immun- und Entzündungsstatus positiv zu modulieren, was zur Minderung von Stressreaktionen und zur Unterstützung der psychischen Gesundheit beitragen kann. Die Mikroimmuntherapie wirkt durch die Verwendung von niedrig dosierten Immunbotenstoffen, die darauf abzielen, entzündungsfördernde Prozesse zu regulieren und das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Eine solche Modulation kann nicht nur die körperlichen Symptome von Depressionen lindern, sondern auch einen positiven Einfluss auf das emotionale Wohlbefinden und die Resilienz gegen Stressfaktoren haben.

Das Ziel dieses therapeutischen Ansatzes ist es, die natürliche Kommunikation zwischen Immunsystem und Gehirn zu unterstützen, um eine stabile und gesunde psychische Verfassung zu fördern. Diese innovative Therapie könnte somit eine wichtige Rolle in der ganzheitlichen Behandlung von Depressionen spielen, indem sie auf die biologischen Ursachen abzielt, die über die bloße Symptomlinderung hinausgehen.

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8. Krebserkrankungen

Krebserkrankungen: Eine globale Herausforderung im Zusammenspiel mit dem Immunsystem

Krebserkrankungen stellen eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen der heutigen Zeit dar. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass sich die Zahl der Krebsfälle in Deutschland vor allem wegen des demografischen Wandels bis 2030 um rund 23 Prozent erhöhen wird. Steigende Fallzahlen gibt es dem Deutschen Krebsforschungszentrum zufolge unter anderem bei Leberkrebs. Gründe für diese Entwicklung seien starkes Übergewicht (Adipositas) und die dadurch entstehenden Stoffwechselerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes. Diese beeindruckende Zahl verdeutlicht, wie weit verbreitet und kritisch diese Erkrankung ist. Selbstverständlich ist Krebs nicht einfach nur eine Lifestyle-Erkrankung. Doch das Risiko, an einer Krebserkrankung zu leiden, ist größer, wenn wir einen ungesunden Lebensstil pflegen. Laut dem Länderprofil Krebs 2025 (European Cancer Inequalities Registry) sind Tabak und Alkohol bedeutende Krebsrisikofaktoren in Deutschland. Dabei ist Krebs nicht nur eine Gruppe von Krankheiten, die unkontrolliertes Zellwachstum umfassen, sondern auch eine Erkrankung, bei der das Immunsystem eine entscheidende Rolle spielt.

Das Immunsystem: Eine doppelte Rolle in der Tumorbiologie

Das Immunsystem hat eine zweifache Funktion, wenn es um Krebs geht. Einerseits ist es maßgeblich an der Erkennung und Beseitigung von Tumorzellen beteiligt. Die Fähigkeit des Immunsystems, veränderte Zellen zu erkennen und zu zerstören, bildet eine natürliche Barriere gegen Krebs. Andererseits können Tumore Mechanismen entwickeln, um das Immunsystem zu überlisten oder zu unterdrücken, wodurch sie ungestört wachsen können. Diese Fähigkeit, sich dem Immunsystem zu entziehen, stellt eine erhebliche Herausforderung in der Behandlung dar.

Mikroimmuntherapie als ergänzender Therapieansatz bei Krebs

In diesem komplexen Umfeld kommt die Mikroimmuntherapie ins Spiel, die darauf abzielt, die körpereigenen Abwehrmechanismen gegen Tumorzellen zu unterstützen und eine modulierte Immunantwort zu fördern.

  • Unterstützung der Tumorerkennung: Die Mikroimmuntherapie kann die Fähigkeit des Immunsystems verbessern, Tumorzellen zu erkennen und anzugreifen, indem spezifische Immunbotenstoffe eingesetzt werden, die die natürliche Antitumoraktivität stimulieren.
  • Modulation der Immunantwort: Bei Krebserkrankungen ist es essentiell, die Immunantwort zu modulieren, um ein Gleichgewicht zwischen Angriff und Schutz zu erreichen. Die Mikroimmuntherapie zielt darauf ab, die immunologische Kontrolle über Tumorwachstum wiederherzustellen, indem sie entzündungsfördernde und unterdrückende Immunwege ausgleicht.
  • Ergänzung bestehender Therapien: Durch die Zusammenarbeit mit etablierten Therapieformen, wie Chemotherapie oder Strahlentherapie, kann die Mikroimmuntherapie helfen, deren Effektivität zu steigern und gleichzeitig das Nebenwirkungsprofil zu verbessern.

Die Rolle des Immunsystems in der Bekämpfung von Krebs ist komplex und entscheidend. Die Mikroimmuntherapie bietet einen innovativen Ansatz, indem sie die natürlichen Abwehrmechanismen des Körpers stärkt und das Immunsystem zur effizienten Tumorabwehr anregen soll. Durch die gezielte Modulation der Immunantwort kann diese Therapieform eine wertvolle Ergänzung zu bestehenden Krebstherapien sein, mit dem Ziel, die Therapieergebnisse zu verbessern und die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen.

Infografik: Vor welchen Krankheiten haben die Deutschen Angst? | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Fazit: Die Bedeutung der Immunbalance und das Potenzial der Mikroimmuntherapie

In den acht Kapiteln, die wir behandelt haben, zeigt sich die zentrale Rolle des Immunsystems bei einer Vielzahl von Erkrankungen, von Autoimmunerkrankungen wie Allergien bis hin zu psychischen Störungen und Krebserkrankungen. Bei jeder dieser Erkrankungen spielt das Immunsystem eine duale Rolle: Es kann sowohl der Verteidiger als auch, im Falle einer Dysregulation, der Verursacher von Gesundheitsproblemen sein.

Die Aufrechterhaltung der Immunbalance ist entscheidend, um Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern. Ein ausgewogenes Immunsystem kann nicht nur effizient gegen Infektionen und Krankheiten schützen, sondern auch überreaktive Prozesse eindämmen, die zu chronischen Erkrankungen führen. Eine unzureichende oder übermäßige Immunantwort kann hingegen zu einer Vielzahl von pathologischen Zuständen beitragen.

Die Mikroimmuntherapie bietet die Möglichkeit, das Immunsystem gezielt zu modulieren. Durch den Einsatz niedrig dosierter Immunbotenstoffe wird angestrebt, die natürlichen Abwehrmechanismen zu unterstützen und die immunologischen Reaktionen so zu regulieren, dass ein gesundes Gleichgewicht gefördert wird.

Die Mikroimmuntherapie vereinigt das Wissen um die biochemischen Prozesse des Immunsystems mit einer sanften, aber effektiven Modulationsstrategie. Als ergänzende Maßnahme zu traditionellen Behandlungsansätzen hat sie das Potenzial, die Therapieergebnisse zu verbessern und die Lebensqualität der Betroffenen signifikant zu steigern. 

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Quellen ::::::

1. Typ-2-Diabetes:
Quelle: Weltgesundheitsorganisation (WHO). Bericht über globale Diabetes-Statistiken.

2. Herz-Kreislauf-Erkrankungen:
Quelle: Weltgesundheitsorganisation (WHO). Global Health Estimates und Berichte der American Heart Association (AHA).

3. Fettleibigkeit (Adipositas):
Quelle: Weltgesundheitsorganisation (WHO). Global Health Observatory-Datenbank, sowie Berichte vom National Institute of Health (NIH).

4. Chronische Atemwegserkrankungen (COPD, Asthma):
Quelle: Global Burden of Disease Study und Berichte der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

5. Metabolisches Syndrom:
Quelle: Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) Daten in den USA.

6. Autoimmunerkrankungen:
Quelle: National Institutes of Health (NIH) und Berichte spezialisierter Gesundheitsorganisationen je nach spezifischer Krankheit.

7. Depression und psychische Erkrankungen:
Quelle: Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Berichte der World Mental Health Survey Initiative.

8. Krebserkrankungen:
Quelle: Globocan 2020: Globale Krebsstatistiken veröffentlicht von der International Agency for Research on Cancer (IARC), einer WHO-Spezialagentur.

Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 18.11.25

 

Diagnose Hashimoto – und was nun?

Es war ein sonniger Morgen im Frühling, als Anna F. aus Recklinghausen beschloss, zum Arzt zu gehen, weil sie sich seit Monaten so erschöpft fühlte. Die heutige Geschichte beginnt mit ihr, aber sie könnte von jedem von uns sein. Als sie die Diagnose Hashimoto erhielt, wusste sie nicht, dass dies der Beginn einer Reise voller Herausforderungen, aber auch Entdeckungen sein würde.

Na, erkennst Du Dich wieder in Anna? Wir möchten uns herzlich bei den vielen Mitgliedern der Hashimoto-Community bedanken, die bereit waren, ihre Geschichten und Erfahrungen mit uns zu teilen. Dieser Artikel ist von der Community – für die Community – entstanden, um anderen dabei zu helfen, sich weniger allein zu fühlen und wertvolle Unterstützung auf ihrem Hashimoto-Weg zu finden.

Inhalt

Die Reise der Selbstentdeckung 

Stell Dir vor, Du bist im Supermarkt und greifst nach einem Produkt im obersten Regal. Plötzlich bemerkst Du, dass Deine Hände leicht zittern und Dein Herz schneller schlägt als sonst. Diese kleinen, aber bedeutsamen Momente könnten sich in Deinem Alltag häufen. Zunächst ist es vielleicht nur eine gelegentliche Erschöpfung, aber dann kommen zusätzliche Pfunde, trotz gesunder Ernährung und Bewegung, sowie eine anhaltende Kälteempfindlichkeit hinzu.

Die meisten von uns erleben die ersten Anzeichen von Hashimoto in solch alltäglichen Situationen. Es sind Symptome wie unerklärliche Müdigkeit, Gewichtszunahme trotz Diät oder der ständige Griff zu einer weiteren Decke, weil die Kälte bis ins Mark dringt. Einige berichten auch von Haarausfall oder Konzentrationsschwierigkeiten. Diese oft unscheinbaren Symptome können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Vielleicht entscheidest Du Dich, Deine Symptome nicht länger zu ignorieren und suchst einen ärztlichen Rat – eine Entscheidung, die nicht nur Klarheit, sondern auch einen Weg zur Besserung einleiten kann. Hoffentlich findest Du in diesen Zeilen einen Funken, der Dich ermutigt, den nächsten Schritt zu machen.

Das Mysterium lüften – Der Weg zur Diagnose

Anna erinnert sich noch gut an ihren langen Weg zur Diagnose Hashimoto:

“Am schlimmsten waren die Monate voller Frustration, bevor ich endlich Antworten bekam. Alles begann mit diesen unspezifischen Symptomen, die ich einfach nicht ignorieren konnte – die Müdigkeit, das ständige Frieren, das zusätzliche Gewicht, das ich trotz meiner Bemühungen nicht loswerden konnte. Alles fühlte sich irgendwie … falsch an, aber ich konnte nicht genau sagen, was.

Der Weg zur Diagnose war alles andere als geradlinig. Zuerst dachte ich, es könnte an der Arbeit liegen oder vielleicht am Stress des Alltags. Doch als die Symptome nicht verschwanden, suchte ich medizinischen Rat. Leider stieß ich anfangs auf Ärzte, die meine Beschwerden nicht ernst nahmen oder sie als Stresssymptome abtaten.

Es war frustrierend, von Praxis zu Praxis zu gehen, immer wieder die gleichen Fragen zu beantworten und ständig das Gefühl zu haben, als würde man mich missverstehen. Doch ich weigerte mich, aufzugeben. Schließlich fand ich einen Therapeuten, der aufmerksam zuhörte und die richtigen Tests durchführte – Blutuntersuchungen, um meine Schilddrüsenfunktion zu überprüfen.

Als die Diagnose Hashimoto fiel, war ich gleichzeitig erleichtert und überwältigt. Erleichtert, weil ich endlich eine Erklärung für meine Beschwerden hatte, aber auch überwältigt von der Ungewissheit, was das nun bedeutete. Doch es fühlte sich an, als hätte ich endlich ein Mysterium gelüftet, und von da an begann meine eigentliche Reise zur Gesundheit.

Die Diagnose war erst der Anfang, aber sie war ein entscheidender Wendepunkt. Und obwohl der Weg alles andere als einfach war, war es doch der erste Schritt zur Verbesserung meiner Lebensqualität.”

Um Dir zu helfen, den Weg zur Diagnose zu verkürzen und möglicherweise die Hürden zu vermeiden, die Anna auf sich nehmen musste, haben wir einen Selbsttest für Dich vorbereitet. Dieser Test kann erste Hinweise darauf geben, ob Du Deine Symptome ärztlich abklären lassen solltest.

Dieser Test bietet nur einen ersten Eindruck Deiner gesundheitlichen Situation und ersetzt keine professionelle Diagnose. Bitte besprich die Ergebnisse bei Bedarf mit einem Therapeuten. 

Dr. Marcus Stanton* berichtet in seinem Podcast über Hashimoto: “Viele Betroffene haben eine regelrechte Ärzte-Odyssee hinter sich. Bei Frauen, die oft im Alter zwischen 30 und 50 Jahren an Hashimoto erkranken, werden die Symptome häufig als Wechseljahresbeschwerden abgetan.” Umso wichtiger ist es, eine klare Diagnose beim Arzt oder Therapeuten einzufordern.

Die Wissenschaft hinter Hashimoto

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem, das normalerweise den Körper vor schädlichen Eindringlingen schützt, fälschlicherweise die Schilddrüse angreift. Doch was passiert genau im Körper, wenn Du Hashimoto hast, und welche Rolle spielt dabei das Immunsystem?

Angriff auf die Schilddrüse

Bei Hashimoto greift das Immunsystem die Schilddrüse an und verursacht eine chronische Entzündung. Mit der Zeit kann dies zu einer verminderten Funktion der Schilddrüse führen, einer Hypothyreose. Diese Fehlfunktion beeinträchtigt die Fähigkeit der Schilddrüse, ausreichende Mengen an lebenswichtigen Hormonen zu produzieren, die den Stoffwechsel, die Körpertemperatur und viele andere lebenswichtige Funktionen regulieren. Prof. Dr. Onno Janßen**, Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie, erläutert: „Bei Hashimoto-Thyreoiditis findet das Immunsystem irrtümlich, dass die Schilddrüse nicht in den Körper gehört. Die Schilddrüsenzellen werden fälschlicherweise als fremd erkannt und von den T-Lymphozyten, den weißen Blutkörperchen, angegriffen.“

Die Rolle des Immunsystems

Das Problem bei dieser Autoimmunreaktion liegt in der gestörten Immunhomöostase. Prof. Dr. Janßen erklärt: „Die Ursache für diese Reaktion ist nicht bekannt. In Deutschland sind ungefähr zehn bis zwölf Prozent der Bevölkerung an Hashimoto erkrankt. Frauen sind acht bis zehnmal häufiger betroffen als Männer.“ Das Immunsystem setzt einen Mechanismus in Gang, um das als fremd erkannte Organ zu zerstören, was wiederum zur erheblichen Beeinträchtigung der körpereigenen Hormonproduktion führt.

Die medizinische Perspektive  

Die Diagnose von Hashimoto basiert meist auf einer Kombination von Symptombeobachtung und spezialisierten Bluttests. Endokrinologoe Prof. Dr. Wüster*** erklärt: „Dabei wird die Konzentration der Schilddrüsenhormone T3 und T4 sowie der TSH-Wert bestimmt. Auch Antikörper gegen bestimmte Eiweiße der Schilddrüse können Aufschluss über eine Hashimoto-Erkrankung geben.“ Obwohl Hashimoto nicht heilbar ist, stehen Fachkräften effektive Therapien  zur Verfügung, um die Krankheit einzudämmen. 

Frau Dr. Petra Blum****, Ärztin für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin, weist bezüglich der Therapie-Strategie darauf hin, dass das Immunsystem bei der Behandlung im Mittelpunkt stehen sollte: “Die Immunhomöostase muss langfristig wieder hergestellt und aufrechterhalten werden, um eine langfristige Verbesserung bei den Betroffenen zu erreichen. Die Mikroimmuntherapie kann hierbei einen entscheidenden Anteil haben”

Die Aufklärung über Hashimoto ist wichtig für Betroffene, um zu verstehen, was genau in ihrem Körper passiert und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um Symptome langfristig zu lindern. Viele Ärzte setzen auf Medikamente, die zwar kurzfristig Linderung verschaffen, aber die zugrunde liegenden Ursachen nicht nachhaltig adressieren. Umso wichtiger ist es, zu wissen, an welchen Stellschrauben man drehen kann, um die Kontrolle über die eigene Gesundheit zu erlangen.

Eine gezielte Behandlungsform: Die Mikroimmuntherapie

Die Mikroimmuntherapie ist eine vielversprechende Strategie, die bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie der Hashimoto-Thyreoiditis eingesetzt wird. Ziel dieser Therapie ist es, das Immunsystem mithilfe körpereigener Botenstoffe in niedrigen Dosierungen zu regulieren. Diese Behandlungsform gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sie einen integrativen Ansatz verfolgt, der sowohl schulmedizinische als auch komplementäre Ansätze vereint.

Wie wirkt die Mikroimmuntherapie bei Hashimoto?

Die Mikroimmuntherapie basiert auf der Anwendung von Zytokinen – Proteinen, die im Körper eine zentrale Rolle bei der Kommunikation zwischen Immunzellen einnehmen. Diese Botenstoffe werden in ultra-niedrigen Dosierungen eingesetzt, um das gestörte Gleichgewicht im Immunsystem von Hashimoto-Patienten wiederherzustellen. So sollen Autoimmunreaktionen und Entzündungen reduziert und die Schilddrüsenfunktion stabilisiert werden.

Ein wesentlicher Vorteil der Mikroimmuntherapie besteht darin, dass sie spezifische Zytokine wie IL-10, IFN-gamma und TGF-beta gezielt nutzt, um die Entzündungsprozesse in der Schilddrüse zu regulieren. Neueste Forschungen haben gezeigt, dass IL-10 entzündungshemmend wirkt, indem es entzündungsfördernde Zytokine wie IL-6 und TNF-alpha unterdrückt.

Erfahrungsberichte von Experten und Anwendern der Mikroimmuntherapie bei Hashimoto

Dr. Petra Blum, Expertin auf diesem Gebiet, hat in ihrer Praxis positive Erfahrungen mit der Mikroimmuntherapie gemacht. Viele ihrer Patienten berichten von einer spürbaren Verbesserung der Symptome und einer erhöhten Lebensqualität. Zudem  unterstreicht sie die Nachhaltigkeit der Therapie, indem sie auf die Vorteile hinweist, dass sie sanft und nebenwirkungsarm ist und sich individuell an den Krankheitsverlauf und die Bedürfnisse des Patienten anpasst. Darüber hinaus begrüßt sie die vielfältigen Anwendungsbereiche der Mikroimmuntherapie, die neben Hashimoto-Thyreoiditis auch bei anderen Autoimmunerkrankungen Potenzial zeigen.  

Ein weiterer starker Befürworter dieser Therapieform ist Michael Ayed*****, Gesundheitsberater und selbst Betroffener. Er beschreibt die Mikroimmuntherapie als ganzheitliche Betrachtung und Behandlung der Hashimoto-Thyreoiditis, da sie sowohl psychosoziale als auch immunologische Aspekte berücksichtigt. Für ihn war diese Therapie ein Wendepunkt in seiner Gesundheitsreise. Ayed erklärt, dass die Mikroimmuntherapie eine natürliche und sanfte Methode darstellt, die Patienten eine aktive Rolle in ihrer Genesung ermöglicht und das Potenzial hat, den Krankheitsverlauf nachhaltig günstig zu beeinflussen.

Dr. Marcus Stanton, Experte der Mikroimmuntherapie, gibt Betroffenen folgenden Tipp: “Medikamente können zwar den Hormonmangel beheben, aber nicht die Autoimmunerkrankung an sich. Manche Patienten fühlen sich trotz reguliertem Hormonspiegel nicht wohl. Daher ist es wichtig, dass für jeden einzelnen Patienten individuelle ganzheitliche Behandlungskonzepte erstellt werden. Die Mikroimmuntherapie korrigiert die Immunreaktion durch körpereigene Botenstoffe und hilft dem Immunsystem, sich selbst zu regulieren.” 

Heilpraktiker Kai Stefan Haschke****** verfolgt in seiner Praxis in Hamburg ebenfalls einen ganzheitlichen Behandlungsansatz für Hashimoto, der über die reine Versorgung der Schilddrüse hinausgeht: Um die gestörte Immunreaktion zu korrigieren, setzt er auch auf die Mikroimmuntherapie, kombiniert mit einer Zufuhr notwendiger Mikronährstoffe, Schwermetallausleitung mittels Chelat-Therapie, einer gezielten Darmbehandlung sowie bei Bedarf einer Eigenbluttherapie. 

Finja K. ist eine Betroffene, die durch einen chronischen EBV Hashimoto entwickelte. Nach 1,5 Jahren Therapie sagte sie begeistert: „Ich habe durch meinen chronischen EBV leider Hashimoto entwickelt – dann 1,5 Jahre Mikroimmuntherapeutika genommen und bin ein völlig neuer Mensch. Die Therapie hat mir so gut geholfen.“

Wichtig: Die Mikroimmuntherapie sollte immer in Begleitung mit einem Mikroimmuntherapeuten erfolgen. Nur so ist sichergestellt, dass der Therapieplan genau auf die Bedürfnisse des jeweiligen Betroffenen abgestimmt ist. Hier findest Du eine Auswahl an Mikroimmuntherapeuten, die auf die Behandlung von Hashimoto spezialisiert sind: 

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Nachhaltigkeit und Vorteile der Mikroimmuntherapie

Einige der wesentlichen Vorteile der Mikroimmuntherapie liegen in ihrer sanften und nebenwirkungsarmen Anwendung. Im Gegensatz zu hochdosierten Medikamenten sind die Dosen in der Mikroimmuntherapie schonend und gut verträglich. Zudem ist die Therapie individuell anpassbar und wird exakt auf den Krankheitsverlauf und die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt. Neben der Behandlung von Hashimoto-Thyreoiditis zeigt die Mikroimmuntherapie auch Potenzial bei anderen Autoimmunerkrankungen. Diese Aspekte machen die Mikroimmuntherapie zu einer interessanten Option für viele Betroffene, die nach komplementären Therapieansätzen suchen.

Den Alltag meistern – Leben mit Hashimoto

Eine fundierte und vielfältige Perspektive auf das Leben mit Hashimoto bieten uns drei Betroffenen sowie die Expertise eines Professors: Die persönlichen Geschichten und die fachkundigen Einblicke können anderen, die mit der Diagnose “Hashimoto” konfrontiert werden, als Orientierung und Inspiration dienen, um ihren eigenen Weg im Umgang mit dieser Autoimmunerkrankung zu finden.

  • Yavi Hameister*******: Als kreative Autorin und zweifache Mutter erhielt Yavi ihre Hashimoto-Diagnose nach einem stressintensiven Lebensjahr. Ihre Erzählung umfasst den Weg durch Diäten und den Kampf, eine Balance zwischen medizinischen Empfehlungen und persönlichen Bedürfnissen zu finden.
  • Beke Enderstein********: In ihrer Rolle als Ernährungsexpertin bei FITBOOK gibt Beke Einblicke in ihren Weg zur Diagnose und zeigt, wie sie durch einen ganzheitlichen Ansatz und eine gesunde Lebensweise ihre Symptome in den Griff bekam.
  • Franziska Merzbach*********: Franziska, eine zukünftige Therapeutin, teilt ihre Erfahrung mit der Optimierung ihrer Schilddrüsenmedikation und dem Einsatz von Stressbewältigungstechniken, um ihre Gesundheit zu fördern.
  • Prof. Zieren von Deutschen Schilddrüsenzentrum**********: Als anerkannter Experte auf dem Gebiet der Schilddrüsenforschung bietet Prof. Zieren wissenschaftliche Einsichten, insbesondere wie die richtige Ernährung den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann.

Eine ganz persönliche Reise

Eins haben die Erfahrungsberichte gemein: Es gibt keinen universellen Ansatz für die Behandlung von Hashimoto. Jede Geschichte ist anders, jeder Fall ist individuell, jede Therapiestrategie fordert Flexibilität und personalisierte Ansätze. Neben der medikamentösen Behandlung, die möglichst individuell auf die Bedürfnisse des Betroffenen abgestimmt werden sollte, spielen auch die Ernährung sowie der Lebensstil eine sehr wichtige Rolle beim Genesungsprozess: 

Ernährung anpassen:

  • Vielseitige und ausgewogene Ernährung: Wie Prof. Zieren betont, ist es wichtig, eine Ernährung reich an Obst, Gemüse und Vitaminen in Deinen Alltag zu integrieren. Versuche, den Fleischkonsum zu reduzieren und gesunde Fette wie Olivenöl und Omega-3-reiche Lebensmittel einzubauen.
  • Flexibilität bewahren: Yavis Erfahrung zeigt, dass es entscheidend ist, starre Diätvorschriften zu vermeiden, um Heißhungerattacken zu reduzieren. Suche nach Alternativen, die zu Deinem Lebensstil passen, wie glutenfreies Brot oder pflanzliche Proteinquellen.
  • Langfristige Anpassungen: Franziska, sowohl Betroffene als auch angehende Therapeutin, hat festgestellt, dass die Aufnahme von gefährlichen Stoffen wie Quecksilber die Gesundheit beeinträchtigen kann. Ein Bewusstsein für Umwelteinflüsse und die schrittweise Entgiftung können positive Auswirkungen haben.

Lebensstil optimieren:

  • Bewegung integrieren: Beke Enderstein hebt hervor, dass ein gesunder Lebensstil nicht nur die Ernährung umfasst, sondern auch regelmäßige Bewegung. Finde eine körperliche Aktivität, die Dir Spaß macht, sei es Yoga, Spazierengehen oder Schwimmen.
  • Stressbewältigung praktizieren: Nutze Techniken wie Meditation und Achtsamkeitsübungen, um Stress abzubauen und das Wohlbefinden zu fördern.

Gezielte Supplementierung:

  • Individuelle Beratung: Sprich mit einem Arzt oder Ernährungsberater über eine individuell abgestimmte Supplementierung. 
  • Regelmäßige Kontrolle: Fachexperten in der Endokrinologie und Ernährungswissenschaft raten dazu, regelmäßig Deine Blutwerte überprüfen zu lassen, um mögliche Defizite wie Vitamin D3 oder Eisenmangel zu erkennen. Nahrungsergänzungsmittel können dabei helfen, diese auszugleichen.

Medikamentöse Anpassung:

  • Individuelle Medikation: Passe Deine Medikamente an Deine Bedürfnisse an. Franziska teilt ihre Erfahrung, dass ihre individuelle Dosierung von L-Thyroxin und Thybon bei ihr erfolgreich ist. Wichtig ist, mit einem Therapeuten zusammenzuarbeiten, um das Gleichgewicht zu finden, das für Dich funktioniert.

Den eigenen Weg finden:

  • Auf Deinen Körper hören: Jeder Mensch ist einzigartig, daher ist es wichtig, auf die individuellen Reaktionen Deines Körpers zu achten. Franziska’s Erfahrung zeigt, dass die Entgiftung von Quecksilber ihre gesundheitliche Situation verbessert hat. Finde durch Ausprobieren und Anpassen heraus, was Dir persönlich gut tut.

Diese praxisnahen Tipps helfen Dir, den Herausforderungen von Hashimoto proaktiv zu begegnen. Durch eine bewusste Lebensführung und Anpassungen an Deine persönlichen Bedürfnisse kannst Du Deine Lebensqualität erheblich steigern.

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Dein Hashimoto-Weg: So persönlich wie Dein Fingerabdruck

Die in diesem Artikel präsentierten Geschichten und Einsichten verdeutlichen eindrucksvoll, dass der Umgang mit Hashimoto oft eine individuelle und persönliche Reise ist, die flexible und speziell angepasste Strategien erfordert. Die Beiträge der Betroffenen bieten zusammen mit den fachkundigen Ratschlägen mehrerer Experten wertvolle Orientierungshilfen. Diese Kombination ermöglicht es, individuelle Ansätze zu entwickeln, um die Herausforderungen der Erkrankung zu bewältigen und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Ein besonderer Dank gilt den betroffenen Personen, die offen ihre Erfahrungen geteilt haben, sowie den Experten, die durch ihr fundiertes Wissen zur Aufklärung beigetragen haben. Ihre Beiträge bilden ein umfassendes Bild dieser komplexen Erkrankung und helfen anderen Betroffenen, ihren eigenen Weg zu finden.

Weitere praktische Tipps findest Du auch auf unseren Social-Media-Kanälen:


Quellen & weitere Infos:

*https://megemit.org/podcast
**https://www.edit-magazin.de/index.php/wenn-dein-koerper-gegen-dich-arbeitet.html
***https://www.prof-wuester.de/
****https://megemit.org/petra-blum/
*****https://www.hashimoto-info.de/mikroimmuntherapie-bei-hashimoto-thyreoiditis.html
******https://derheilpraktiker.de/hashimoto-behandlung-in-hamburg/
*******https://mama-moves.de/2018/12/04/mein-leben-mit-hashimoto-teil-1/
********https://www.fitbook.de/ernaehrung/die-richtige-ernaehrung-bei-hashimoto-thyreoiditis
*********https://www.instagram.com/gesundheit_neu_gedacht/
**********https://www.deutsches-schilddruesenzentrum.de/presseartikel-interview-mit-prof-zieren-schilddruese-kleines-organ-grosse-wirkung/

Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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letzte Aktualisierung: 23.09.25

 

Dominoeffekt

Dominoeffekt: Ein Virus jagt das nächste

Dominoeffekt

Eine Erkältung folgt auf die andere, nach einer initialen Infektion treten plötzlich auch andere Beschwerden und Symptome auf, der Körper wird in mehreren Instanzen geschwächt – solche Kaskaden können durch ein negativ beeinflusstes Immunsystem ausgelöst werden. Die komplexen Wechselwirkungen zwischen Viren und dem Immunsystem zu berücksichtigen und zu verstehen, ist entscheidend, um eine effektive Behandlung dagegen einleiten und den virusbedingten Dominoeffekt bremsen zu können. Warum sind manche Menschen besonders anfällig für eine Reihe von Infekten – und was bedeutet das für die Prävention und Behandlung?

Besonders deutlich lassen sich diese Prozesse am Beispiel Epstein-Barr-Virus (EBV) erkennen. Das Virus kann das Risiko für weitere Erkrankungen erhöhen und steht im Zusammenhang mit Phänomenen wie Long COVID.1 Zentraler Schwerpunkt des sogenannten Dominoeffekts ist das Immunsystem, das aus der natürlichen Balance geraten und somit anfälliger für weitere Erkrankungen und Dysfunktionen ist.

Dieser Artikel soll den virusbedingten Dominoeffekt genauer beleuchten und zeigen, welche Bedeutung der Mikroimmuntherapie bei diesem Thema zukommt – denn diese zielt auf eine sanfte Unterstützung des Immunsystems mit natürlichen Prozessen ab und kann so potenziell unmittelbar in den Krankheitsprozess eingreifen.

Inhalt

Was ist ein Dominoeffekt?

Den Begriff Dominoeffekt hast Du sicherlich schon einmal in irgendeinem Zusammenhang gehört: Ein bestimmter Auslöser setzt eine Reihe von Folgen in Gang – wie bei einer Dominokette, bei der ein Stein den nächsten zum Fall bringt.

Im medizinischen Bereich kann sich der Dominoeffekt beispielsweise auf Virusinfektionen beziehen. Hierbei gibt es eine initiale Infektion, die letztendlich dazu führt, dass der Körper anfälliger für weitere Erkrankungen und Beschwerden ist. Sie sorgt dafür, dass das fein austarierte Immunsystem gestört wird und nicht mehr optimal arbeiten kann. Dadurch kann es zu wiederkehrenden Infektionen und Chronifizierungen durch Inflammation und Autoimmunreaktionen kommen. Auch schlummernde Erreger können auf diese Weise reaktiviert werden und Beschwerden verursachen.

Warum ist der virale Dominoeffekt heute relevanter denn je?

Eine Kettenreaktion, bei der ein Virus weitere Erkrankungen nach sich ziehen kann, ist in der Regel eng mit dem Immunsystem verbunden. Infektionen – sowohl schwere als auch leichte Verläufe – wirken auf das Immunsystem ein und führen zu Veränderungen. Ein strapaziertes Immunsystem kann den Körper meist nicht so schützen, wie es sollte. Das kann den genannten Dominoeffekt begünstigen.

Dass in der heutigen Gesundheitsdiskussion der Dominoeffekt eine wesentliche Rolle spielt und auch zukünftig spielen wird, lässt sich an den unterschiedlichen Herausforderungen erkennen, mit denen wir konfrontiert sind. Hier einige Beispiele moderner Risikofaktoren:

Allgemeine Belastungen der modernen Gesellschaft

Der moderne Lebensstil kann das Immunsystem vor bestimmte Belastungen stellen. Hektik, Stress, ständige Erreichbarkeit, Nachrichtenflut oder Schlafprobleme und fehlende Erholung können die Funktion des Immunsystems senken und die Anfälligkeit für Erkrankungen steigern.

Weitere moderne Einflussfaktoren sind:

  • Zunahme viraler Belastungen durch Globalisierung
  • Ungesunde Ernährung und Mangel an Mikronährstoffen
  • Neue Virusarten und Mutationen
  • Umwelttoxine
  • Wachsende Zahl chronischer Erschöpfung und ME/CFS

Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

Auch die COVID-19-Pandemie hat vielfach Spuren hinterlassen. Häufig berichten Menschen, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben, davon, dass sie weniger leistungsfähig sind, mit anhaltenden Beschwerden zu kämpfen haben und vermehrt krank werden. Das lässt darauf schließen, dass das Virus einen großen Einfluss auf die immunitäre Abwehr genommen und diese nachhaltig beeinflusst hat.

Zudem besteht mit Corona nun ein weiterer Virustyp, der vor allem in den typischen „Erkältungsmonaten“ zu Infektionen führen kann. Abwandlungen des Virus erhöhen diese Zahl weiterhin, sodass man allgemein mehr Krankheitsfälle als vor der Pandemie erkennen kann.2

Grundlagen des Immunsystems – Wechselwirkung mit Viren

Das Immunsystem ist das körpereigene Abwehrsystem gegen entartete Zellen und unterschiedliche Erreger – darunter auch Viren. Es setzt sich aus der angeborenen (unspezifischen) und erlernten/erworbenen (spezifischen) Immunabwehr zusammen.

1. Angeborene Immunabwehr
Gelangen schädliche Erreger in den Körper, werden sie von einem gesunden Immunsystem identifiziert und schnellstmöglich beseitigt. Zunächst wird dafür die angeborene Immunabwehr eingeleitet. Fresszellen, Interferone und Entzündungsbotenstoffe greifen den Eindringling direkt an. Ist dieser Prozess erfolgreich, wird die Abwehrreaktion beendet. Reicht die angeborene Immunabwehr hingegen nicht aus, wird mithilfe von Botenstoffen die zweite Instanz in Gang gesetzt: Die erworbene Immunabwehr.

2. Erworbene Immunabwehr
Mithilfe von T-Zellen und Antikörpern geht das Immunsystem gezielt gegen bestimmte Angreifer vor. Dabei werden passgenaue Gegenstoffe gebildet, die die Erreger wie Viren unschädlich machen sollen. Die Informationen werden in sogenannten Gedächtniszellen gespeichert, um bei einer erneuten Infektion (Sekundärinfektion) noch besser gegen die Erreger vorgehen zu können. 

angeborenes und erlerntes Immunsystem

Manche Viren entwickeln dabei Strategien, um schlechter vom Immunsystem erkannt zu werden. Sie tarnen sich, manipulieren andere Zellen und Prozesse oder nisten sich in bestimmten Zelltypen ein, um der Abwehrreaktion entgehen zu können. Dadurch kann das Immunsystem ebenfalls belastet und ein Dominoeffekt begünstigt werden.

Beispiel: Der Dominoeffekt anhand von EBV und Long COVID

Ein besonders eindrückliches Beispiel für den viralen Dominoeffekt ist die Wechselwirkung zwischen dem Epstein-Barr-Virus (EBV) und Long COVID. Fast jeder Mensch kommt in seinem Leben mit EBV in Kontakt und trägt das Virus anschließend im Körper. Durch das Immunsystem wird das EBV kontrolliert und in einer Art Schlafzustand gehalten – es ist inaktiv und ruft keine Beschwerden hervor. Wird EBV jedoch reaktiviert, weil das Immunsystem nicht länger in der Lage ist, es im Ruhezustand zu halten, kann das verschiedene gesundheitliche Beschwerden mit sich bringen.

Eine EBV-Reaktivierung kann beispielsweise die Folge einer Infektion sein. So kann das Virus durch eine COVID-19-geschwächte Immunantwort wieder aktiv werden und mitochondriale Dysfunktionen sowie systemische Entzündungen verstärken. Dies belastet wiederum Immunsystem und Körper, was unter anderem Long COVID begünstigen kann. Für die Entstehung von Long COVID scheint EBV somit einen entscheidenden Beitrag zu leisten.1

Das bedeutet: Nicht nur das Coronavirus selbst kann Beschwerden auslösen, sondern auch das „Wiedererwachen“ eines schlafenden Virus im Körper. In der Folge entsteht ein komplexes Krankheitsbild, das durch chronische Entzündung, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Immunerschöpfung geprägt ist. Darüber hinaus wird der Körper anfälliger für weitere Erkrankungen wie u. a. wiederkehrende Infekte, ME/CFS und Multiple Sklerose.

Neue Wege der Immunregulation: Die Mikroimmuntherapie bei Viruslast

Das vorherige Beispiel zeigt etwas ganz deutlich: Es ist entscheidend, den wahren Übeltäter zu kennen, um eine gezielte Therapie einleiten zu können. Symptombezogene Behandlungen können Beschwerden zwar lindern, aber um eine langfristige Verbesserung zu erreichen, ist es wichtig, an der Ursache anzusetzen.

Hier kommt die Mikroimmuntherapie ins Spiel. Sie zielt auf die Unterstützung des Immunsystems als Säule der Gesundheit ab. Aber statt das Immunsystem pauschal zu stimulieren, wie es oft suggeriert wird („Immunsystem stärken“), soll sie dabei helfen, die Immunantwort zu regulieren. Denn ein starkes Immunsystem ist nicht zwangsläufig gut – eine übermäßige Immunantwort kann sogar Schäden hervorrufen. 

Wirkung und Ziele

Mithilfe der Mikroimmuntherapie sollen die körpereigenen Abwehrreaktionen wieder in das natürliche Gleichgewicht gebracht werden. Diese Modulation erfolgt mit Substanzen, die der Körper selbst zur Koordination der Immunantwort nutzt, darunter Zytokine und Interleukine, spezifische Nukleinsäuren und Wachstumsfaktoren.

Vorrangig sollen entzündungsfördernde und entzündungshemmende Mechanismen so ausgeglichen werden, dass eine adäquate Immunantwort möglich ist. Somit wird das Immunsystem langfristig trainiert – eine Hilfe zur Selbsthilfe statt einer aggressiven Einmischung in Form von Suppression oder Überstimulation.

EBV Virenabfolge
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Im Falle einer EBV-Infektion zielt die Mikroimmuntherapie, die eine spezielle Formel für EBV besitzt, darauf ab, die Viruslast mithilfe einer bestimmten Nukleinsäure in hemmender Verdünnung zu reduzieren, indem der Virusvermehrung entgegengewirkt wird. Gleichzeitig sollen mit dem Zytokin Interleukin-2 bestimmte T-Zellen aktiviert werden, die eine zytotoxische Wirkung gegenüber infizierten Zellen haben. Dadurch sollen die EBV-infizierten Zellen abgetötet werden. Auch die natürlichen Killerzellen (NK) und Monozyten werden stimuliert, um die durch das EBV umgewandelten B-Zellen wieder unter Kontrolle zu bringen. Sie haben unter anderem die Aufgabe, virusbefallene Zellen zu erkennen und zu zerstören.

Es soll also dafür gesorgt werden, dass:

  • bereits infizierte Zellen unschädlich gemacht werden,
  • eine Verbreitung von Zelle zu Zelle unterbrochen wird,
  • virusbedingte Tarnmechanismen erkannt und die Viren unschädlich gemacht werden,
  • einer überschießenden Inflammation entgegengewirkt wird,
  • eine adäquate Immunantwort gegen EBV unterstützt wird,
  • ein gesunder Immunstatus wiederhergestellt und langfristig unterstützt wird. 

Wie hilft das beim Dominoeffekt?

Da die Mikroimmuntherapie die Homöostase des Immunsystems unterstützt, setzt sie genau an der Ursache für den viralen Dominoeffekt an. Ist das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht versetzt, ist das Risiko für weitere Erkrankungen gesenkt, da es den Körper wieder selbstständig verteidigen kann. Gerade bei chronisch persistierenden oder reaktivierten Viren wie EBV kann diese Form der Immunmodulation unterstützend wirken.

Ziel ist es, dem Immunsystem die „richtige Information“ zu geben, um Viren besser zu kontrollieren, Entzündungsprozesse zu begrenzen und die körpereigene Abwehr langfristig zu stabilisieren. Auch bei komplexen Verläufen wie Long COVID, bei denen mehrere virale Faktoren ineinandergreifen, kann die Mikroimmuntherapie ein ergänzender Baustein für die Therapiestrategie sein.

Mikroimmuntherapeuten finden – Therapeutenliste und Schwerpunkt-Übersicht

Du möchtest noch mehr zur Mikroimmuntherapie erfahren und Dich individuell beraten lassen? Dann finde mit unserer Therapeutensuche einen Spezialisten für Mikroimmuntherapie in Deiner Nähe. Dein Therapeut wird Dich über alle Details informieren und auf Grundlage einer gründlichen Anamnese und Ursachenforschung die geeignete Therapie für Dich zusammenstellen.

Mit der Suche hast Du außerdem die Möglichkeit, nach speziellen Beschwerdebildern und Schwerpunkten zu suchen, z. B. EBV, Long COVID oder Infektanfälligkeit.

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Fazit: erkennen, handeln, langfristig unterstützen

Der Dominoeffekt bei Virusinfektionen ist mehr als ein medizinisches Konzept – er beschreibt reale Krankheitsverläufe, wie sie viele Betroffene nach EBV-Infektionen oder im Zusammenhang mit Long COVID erleben. Eine erste virale Belastung kann das Immunsystem so aus dem Gleichgewicht bringen, dass Reaktivierungen, Folgeinfektionen oder chronische Entzündungsprozesse entstehen.

Entscheidend ist daher, diese Zusammenhänge frühzeitig zu erkennen und nicht nur die vorliegenden Symptome zu behandeln, sondern die zugrundeliegende Immunregulation in den Blick zu nehmen. Die Mikroimmuntherapie bietet hier einen innovativen Ansatz, um das Immunsystem gezielt durch individuelle Information und Regulation zu unterstützen. In Kombination mit einer ganzheitlichen Betrachtung von Lebensstil, Mikronährstoffen und Stressfaktoren entsteht so eine Strategie, die nicht nur kurzfristig hilft, sondern das Immunsystem auch langfristig trainieren kann.

Wenn Du noch mehr zum Thema lesen möchtest, findest Du unter folgenden Links weiterführende Informationen und Tipps:

Literatur & Quellen

1Deutsches Ärzteblatt. Long COVID: Forscher finden Veränderungen im Immunsystem (17.8.2022). Online. https://www.aerzteblatt.de/news/long-covid-forscher-finden-veraenderungen-im-immunsystem-5c93c946-3933-466f-bc55-80d2af01a0dc  [abgerufen am 21.5.2025]

2Focus Online. Jeder 10. Deutsche ist erkältet – Immunologe erklärt, warum in diesem Jahr „ungewöhnlich“ viele Menschen krank sind (30.10.2024). Online. https://www.focus.de/gesundheit/news/jeder-10-deutsche-ist-erkaeltet-immunologe-erklaert-warum-in-diesem-jahr-ungewoehnlich-viele-menschen-krank-sind_id_260420686.html [abgerufen am 21.5.2025]

ntv WISSEN. Erst Covid, dann Erkältung – Warum man nach Corona anfällig für andere Infektionen ist (24.10.2024). https://www.n-tv.de/wissen/Warum-man-nach-Corona-anfaellig-fuer-andere-Infektionen-ist-article25312041.html [abgerufen am 21.5.2025]

Website der Charité Universitätsmedizin Berlin. Ursache für Entzündungsschock bei Kindern nach Corona aufgeklärt – Nature-Studie: PIMS ist auf Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus zurückzuführen (12.3.2025). https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/ursache_fuer_entzuendungsschock_bei_kindern_nach_corona_aufgeklaert [abgerufen am 21.5.2025]


Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

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letzte Aktualisierung: 28.5.25

 

Immuntherapie: Der Vergleich

Mikroimmuntherapie versus schulmedizinischer Immuntherapie: die wichtigen Unterschiede

Immuntherapie: Der Vergleich

Jeder Körper verfügt über einen eigenen, komplexen Schutzmechanismus: unser Immunsystem. Im gesunden und optimalen Zustand sorgt es dafür, dass Krankheitserreger oder entartete Zellen möglichst schnell erkannt und unschädlich gemacht werden. In der modernen Medizin gibt es verschiedene Ansätze, das Immunsystem gezielt anzusprechen und in seiner Funktion zu unterstützen, zum Beispiel eine Immuntherapie.

In diesem Artikel möchten wir Dir einen kurzen Überblick über die verschiedenen Verfahren geben und Dir aufzeigen, wo die wesentlichen Unterschiede zwischen der Mikroimmuntherapie und den schulmedizinischen Methoden der Immuntherapie liegen. Was macht die Mikroimmuntherapie so besonders? Worauf zielt sie genau ab und wie tritt sie mit dem Immunsystem in Kontakt? In diesem Zusammenhang wollen wir auch darauf eingehen, warum eine informierte, individuelle Therapieentscheidung im engen Austausch mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten unerlässlich ist.

Inhalt

Welche schulmedizinischen Immuntherapien gibt es?

Die Immuntherapie hat sich vor allem in der Onkologie etabliert. Ziel der Immuntherapie ist es, das körpereigene Immunsystem so zu beeinflussen, dass es eigenständig gegen Krebszellen vorgeht. Ob eine Immuntherapie bei einer Krebserkrankung sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Krebsart und dem Stadium der Erkrankung ab – es gibt Tumorarten, die nach bisherigen Erfahrungen gut auf die Therapie ansprechen, und andere, bei denen eher selten oder gar keine Erfolge zu verzeichnen sind.1 Auch bei der Behandlung von bestimmten Autoimmunerkrankungen, Allergien oder Immundefekten kann die schulmedizinische Immuntherapie eingesetzt werden. Dabei ist es wichtig, dass es nicht die eine Immuntherapie gibt, sondern unterschiedliche Verfahren und Methoden, die unter diesem Begriff zusammengefasst werden.

Ausgewählte Immuntherapien im Überblick

1.  Immun-Checkpoint-Inhibitoren
Zu den bekanntesten Immuntherapien gehören die Immun-Checkpoint-Inhibitoren. Dabei handelt es sich um Medikamente, die eingesetzt werden, um „Bremsen“ des Immunsystems auszuschalten. Diese „Bremsen“ oder Kontrollstellen (engl.: Checkpoints) sind natürliche Mechanismen, die dafür sorgen, dass das Immunsystem möglichst nicht überreagiert oder unkontrollierte Abwehrreaktionen auslöst. Tumorzellen nutzen diese Checkpoints, indem sie sie beeinflussen und aktivieren, um die Immunantwort zu hemmen. Mithilfe der Immuntherapie sollen diese „Bremsen“ gelöst werden, um eine starke Immunantwort gegen die Krebszellen zu fördern und diese möglichst abzutöten.

2. CAR-T-Zelltherapie
Eine zweite Möglichkeit ist die sogenannte CAR-T-Zelltherapie. Dabei werden körpereigene T-Zellen gentechnisch so umprogrammiert, dass sie Krebszellen erkennen und abtöten. Sie kommen hauptsächlich bei der Behandlung bestimmter Blutkrebserkrankungen zum Einsatz.

3. Monoklonale Antikörper
Monoklonale Antikörper sind gentechnisch hergestellte Antikörper. Sie binden an Moleküle und blockieren so gezielt Botenstoffe und Rezeptoren. Es gibt verschiedene monoklonale Antikörper mit unterschiedlicher Zielrichtung.  In der Krebstherapie können monoklonale Antikörper das Krebswachstum hemmen oder das Immunsystem aktivieren, um die Krebszellen zu bekämpfen. Andere monoklonale Antikörper können bestimmte Signalwege hemmen (Immunsuppression).2

4. Therapeutische Impfstoffe
Im Gegensatz zu herkömmlichen Schutzimpfungen werden therapeutische Impfstoffe nicht vorbeugend eingesetzt, sondern dienen der Behandlung bestehender Erkrankungen. Sie sollen das Immunsystem gezielt anregen, um bestimmte Strukturen und Mechanismen zu erkennen und zu beseitigen (z. B. Tumorzellen).

5. Zytokintherapie
Zytokine sind körpereigene Botenstoffe, die Immunreaktionen steuern. Somit kann das Immunsystem zu einer bestimmten Antwort bewegt werden (Stimulation oder Suppression). In der schulmedizinischen Zytokintherapie liegen die Immunbotenstoffe in einer höheren Dosierung vor und können entsprechend starke Veränderungen hervorrufen.

6. Hyposensibilisierung
Hierbei handelt es sich um eine Behandlungsmethode aus der Allergietherapie, bei der eine steigende Dosis des entsprechenden Allergens verabreicht wird, um eine Toleranz des Immunsystems zu erreichen.

Dies sind nur einige Beispiele aus dem Bereich der schulmedizinischen Immuntherapie. Weitere Informationen kannst Du unter anderem hier auf der Website vom Deutschen Zentrum Immuntherapie (DZI) am Uniklinikum Erlangen oder auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finden.

Herausforderungen und Grenzen der klassischen Immuntherapie

Obwohl die einzelnen Verfahren der schulmedizinischen Immuntherapie einen vielversprechenden Ansatz darstellen, bergen sie oft auch nicht zu vernachlässigende Risiken und Grenzen. Die herkömmliche Immuntherapie ist in der Regel nicht auf die feinen Regulationsmechanismen des natürlichen Immunsystems abgestimmt. Stattdessen werden relativ hochdosierte Substanzen und gentechnische Programmierungen eingesetzt, die intensiv in die Abläufe des Immunsystems eingreifen. Dadurch wird eine bestimmte Reaktion „erzwungen“ – das Immunsystem wird entweder zu einer starken Abwehrreaktion veranlasst oder Reaktionen werden vehement unterdrückt.

Nebenwirkungen und Risiken
Diese Ansätze können starke Nebenwirkungen haben. So können überschießende Immunreaktionen zu Fieber, Hautausschlag, Erschöpfung, Infektanfälligkeit und Gewebeschäden führen. Denn die hervorgerufenen Entzündungen können auch gesundes Gewebe angreifen und dauerhaft schädigen. So kann es zum Teil auch zu Autoimmunreaktionen kommen. Werden beispielsweise Leber, Darm, Nieren oder Schilddrüse durch die Entzündung stark geschädigt, kann dies schwerwiegende Folgen haben.

Begrenzte Anwendung & weitere Forschung notwendig
Zudem zeigen einige Immuntherapien offenbar nur bei bestimmten Tumorarten Wirkung. Checkpoint-Inhibitoren scheinen nur dann zu wirken, wenn die Tumorantwort bereits gebremst ist.3 In diesen und anderen Bereichen ist noch viel Forschung nötig, um die notwendigen Erkenntnisse zu gewinnen und die Therapie entsprechend anpassen zu können.

Die Mikroimmuntherapie: sanfte Modulation und Optimierung

Anstatt eine bestimmte Immunantwort zu forcieren oder zu unterdrücken, verfolgt die Mikroimmuntherapie einen regulatorischen Ansatz. Mithilfe von körpereigenen Molekülen versucht die Mikroimmuntherapie, das Immunsystem wieder in sein natürliches Gleichgewicht zu bringen. Zu den eingesetzten Wirkstoffen gehören unter anderem Zytokine wie Interleukine und Wachstumsfaktoren, Nukleinsäuren und spezifische Nukleinsäuren. Das Besondere: Die Wirkstoffe werden in sehr niedrigen Konzentrationen (Low-Dose und Ultra-Low-Dose) verabreicht, sodass nur eine sehr sanfte Feinmodulation angestrebt wird. Das Immunsystem soll weder übermäßig stimuliert noch aggressiv blockiert werden. Stattdessen ist das Ziel, das Immunsystem langfristig zu trainieren, damit es angemessen reagieren kann. Es handelt sich somit nicht um eine schnelle, vorübergehende Lösung, sondern um einen nachhaltigen Ansatz.

In der Onkologie wird die Mikroimmuntherapie als begleitende Behandlung eingesetzt.. Sie soll die individuelle Krebstherapie (z. B. Chemotherapie, Strahlentherapie) sanft ergänzen und unterstützen, um beispielsweise Nebenwirkungen derselben zu lindern oder ihren Erfolg eventuell zu stärken. Zu den Anwendungsmöglichkeiten der Mikroimmuntherapie zählen auch die Nachbehandlung, um Rezidive unwahrscheinlicher zu machen, oder die Unterstützung der Immunregulation bei Infektionen mit den humanen Papillomaviren (HPV-Infektionen).

Mehr zur Mikroimmuntherapie
In diesem Video wird Dir die Mikroimmuntherapie in Kürze vorgestellt:

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Mehr Informationen

Im folgenden Abschnitt sollen die wesentlichen Bereiche noch einmal übersichtlich aufgeschlüsselt und zwischen Mikroimmuntherapie und Immuntherapie direkt verglichen werden.

1. Zielsetzung

Ziel der Mikroimmuntherapie ist es, mithilfe von Botenstoffen die Kommunikation zwischen den Immunzellen und  Molekülen im Körper zu verbessern und die natürlichen Abwehrreaktionen wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. Dabei sollen Prozesse der Immunantwort je nach Bedarf entweder gefördert oder auch gebremst werden. So soll das Immunsystem durch eine sanfte Feinmodulation wieder in die Lage versetzt werden, den Körper selbst zu schützen (Selbstregulation) – davon profitieren wir langfristig.

Bei der konventionellen Immuntherapie geht es in der Regel darum, durch eine intensive Stimulation des Immunsystems mit bestimmten Medikamenten eine starke Immunantwort hervorzurufen oder das Immunsystem so weit wie möglich zu unterdrücken, um keine Immunantwort zuzulassen. In beiden Fällen greift die Behandlung also direkt und entscheidend in die Funktion des Immunsystems ein.

2. Dosierung

Die Mikroimmuntherapie arbeitet mit sehr niedrigen, potenzierten Dosierungen. Die verwendeten immunologischen Substanzen liegen in niedrigen bis ultra-niedrigen Dosierungen (low-doses bis ultra-low doses) vor, wie sie auch im Körper natürlicherweise vorkommen. Sie sollen eine subtile und fein abgestimmte Wirkung entfalten, ohne starke Nebenwirkungen zu riskieren. Je nach gewünschter Wirkung unterscheiden sich die Substanzen und ihre Verdünnungsstufen.

Verdünnungsstufen Mikroimmuntherapie

Die konventionelle Immuntherapie verwendet meist relativ hochdosierte Substanzen, um die gewünschte Wirkung direkt zu erzielen. Da sie auf diese Weise intensiv in das Immungeschehen eingreift, kann sie häufig auch zu starken Nebenwirkungen führen.

3. Verwendete Substanzen

Bei der Mikroimmuntherapie werden immunmodulierende Substanzen eingesetzt wie Zytokine (Interferone, Interleukine, Wachstumsfaktoren), Nukleinsäuren und spezifische Nukleinsäuren. Sie werden stark verdünnt und sollen die Kommunikation der Immunzellen und Moleküle im Körper unterstützen – sie sind Helfer bei der Koordination der Immunantwort.

In der klassischen Immuntherapie werden biotechnologisch hergestellte Substanzen verwendet, die jedoch in pharmakologisch konzentrierten Dosierungen vorliegen und weitgehend unverdünnt bleiben. Zu den eingesetzten Substanzen gehören Zytokine (in Normaldosierung), Immun-Checkpoint-Inhibitoren, monoklonale Antikörper, Immunmodulatoren und Impfstoffe. 

4. Einnahme/Verabreichung

Die Mikroimmuntherapie wird sublingual eingenommen, indem die Mikroimmuntherapeutika unter die Zunge gegeben werden. Dort gelangen sie in den Lymphkreislauf und werden durch den Körper transportiert. Die Mikroimmuntherapie erfolgt sequenziell und orientiert sich damit am natürlichen Ablauf des Immunsystems.

Anwendung Mikroimmuntherapie

Die konventionelle Immuntherapie wird in der Regel als Infusion oder Injektion verabreicht. Einige moderne Immuntherapien sind auch in Tablettenform erhältlich. Die Anwendung erfolgt in streng überwachten Zyklen.

5. Wissenschaftliche Grundlage

Die Mikroimmuntherapie basiert auf immunologischen Prozessen in Kombination mit niedrigen Dosierungen. Es gibt klinische Studien zu einzelnen Anwendungsgebieten und vorklinische Forschungsprojekte, mit denen die biologische Aktivität, Wirkungsweise, Wirksamkeit und Sicherheit  untersucht und dargelegt werden. Insbesondere die feinregulierende Wirkung der Mikroimmuntherapie spiegelt den ganzheitlichen Ansatz wider und trägt dazu bei, Nebenwirkungen zu minimieren. In herkömmlichen pharmakologischen Studien ergibt sich aber häufig auch die Schwierigkeit, solche sanften Wirkungswege darzustellen und nachzuweisen. Durch laufende und künftige Studien und Forschungsarbeiten soll das Wissen zur Funktionsweise, zur Wirksamkeit und zum Sicherheitsprofil der Mikroimmuntherapie weiterhin ergründet und ergänzt werden.

Hier findest Du eine Übersicht und weitere Informationen zur aktuellen Studienlage.

Die klassische Immuntherapie ist ein evidenzbasiertes Therapieverfahren, dessen Wirksamkeit durch mehrere klinische Studien belegt ist. Für einzelne Methoden besteht jedoch weiterer Forschungsbedarf, da zum Teil unklar ist, bei welchen Erkrankungen die Immuntherapie tatsächlich sinnvoll ist, warum sie bei anderen (z. B. bestimmten Tumorarten) keinen Erfolg zeigt und welche Voraussetzungen dafür entscheidend sind (siehe Punkt „Herausforderungen und Grenzen der klassischen Immuntherapie“).

6. Anwendungsgebiete

Die Mikroimmuntherapie zielt in der Regel auf eine langfristige Immunregulation ab. Sie wird daher bevorzugt bei chronischen Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Allergien, Virusinfektionen und -Reaktivierungen, Erschöpfungssyndromen, altersbedingten Veränderungen und funktionellen Störungen eingesetzt. Sie hat ein breites Anwendungsspektrum und eignet sich aufgrund ihres geringen Nebenwirkungsprofils und ihrer guten Verträglichkeit als ergänzende Therapie zu anderen Behandlungsansätzen. So wird die Mikroimmuntherapie beispielsweise ergänzend in der Krebstherapie eingesetzt, um das Immunsystem nachhaltig zu unterstützen und die Lebensqualität positiv zu beeinflussen.

Die klassische Immuntherapie wird vor allem bei sehr schweren Erkrankungen wie Krebs, Autoimmunerkrankungen und Immundefekten eingesetzt. Häufig handelt es sich um Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen, bei denen andere Therapien keine oder nur geringe Erfolgsaussichten haben.

Spezialisten für Mikroimmuntherapie

Wenn Du Dich für die Mikroimmuntherapie interessierst und mehr über diesen umfassenden Ansatz erfahren möchtest, solltest Du Dich an erfahrene Mikroimmuntherapeuten wenden. Dein Therapeut bespricht mit Dir alle Details auf der Grundlage einer sorgfältigen Anamnese und Untersuchung – denn Art und Dosierung richten sich immer nach dem jeweiligen Befund. Mithilfe der Online-Therapeutenliste kannst Du nach Experten in Deiner Nähe oder gezielt nach Beschwerdebildern suchen.

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Fazit: Jede Therapie ist immer individuell festzulegen

Sowohl die Mikroimmuntherapie als auch die konventionelle Immuntherapie zielen auf die Beeinflussung des Immunsystems ab – allerdings mit unterschiedlichen Herangehensweisen. Während die Mikroimmuntherapie einen sanften, regulierenden Ansatz verfolgt, greift die klassische Immuntherapie häufig intensiv in die Immunantwort ein. Überdies wird die herkömmliche Immuntherapie in der Regel in akuten Fällen eingesetzt, während die Mikroimmuntherapie sowohl in akuten Fällen angewendet werden kann als auch präventiv (z. B. Allergien, Infekte). 

Trotz dieser grundlegenden Unterschiede schließen sich die beiden Verfahren nicht kategorisch aus. Jede Therapieentscheidung ist individuell und richtet sich nach dem Krankheitsbild, dem Schweregrad und der individuellen Situation des Patienten. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass jede Behandlung individuell und in Absprache mit medizinischen Fachleuten festgelegt wird, die die individuellen Bedürfnisse und die spezifische gesundheitliche Situation des Patienten berücksichtigen. Insbesondere die Mikroimmuntherapie eignet sich aufgrund ihres sanften Ansatzes und der geringen Nebenwirkungen als ergänzende Therapiemethode für zahlreiche Behandlungen. Zudem ist sie für alle Altersgruppen gut geeignet – auch für Kinder und Senioren.

Für weitere Informationen zur Mikroimmuntherapie und ihren Anwendungsbereichen kannst Du außerdem einen Blick in die verschiedenen Patientenbroschüren werfen. Die Übersicht zu den Broschüren findest Du hier.

Literatur & Quellen

Website des Krebsinformationsdiensts. Immuntherapie gegen Krebs – Checkpoint-Inhibitoren, CAR-T-Zelltherapie und weitere Verfahren (aktualisiert am 4.6.2024). https://www.krebswissen.ch/mikroimmuntherapie.html [abgerufen am 31.3.2025]

Website des Paul-Ehrlich-Instituts. Monoklonale Antikörper (aktualisiert 14.3.2025). https://www.pei.de/DE/arzneimittel/antikoerper/monoklonale-antikoerper/monoklonale-antikoerper-node.html [abgerufen am 31.3.2025]

Focus Online. Forscher stellen Immunsystem scharf/Krebs-Meilenstein: Immuntherapie kann Tumore besiegen – und ist wirksamer als Chemo (27.06.2020). https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/krebs-immuntherapie-neue-behandlungswege-koennen-krebs-binnen-monaten-besiegen_id_11252149.html [abgerufen am 31.3.2025]

Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Immuntherapie – kann das Immunsystem Krebs bekämpfen? https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/immuntherapie-kann-das-immunsystem-krebs-bekampfen-7033.php [abgerufen am 28.3.2025]

Journal Onkologie. Immuntherapie (aktualisiert am 11.05.2022). https://www.journalonko.de/therapien/immuntherapie [abgerufen am 28.3.2025]


Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © CANVA
letzte Aktualisierung: 8.5.25

 

  1. Website des Krebsinformationsdiensts. Immuntherapie gegen Krebs – Checkpoint-Inhibitoren, CAR-T-Zelltherapie und weitere Verfahren (aktualisiert am 4.6.2024). https://www.krebswissen.ch/mikroimmuntherapie.html [abgerufen am 31.3.2025] ↩︎
  2. Website des Paul-Ehrlich-Instituts. Monoklonale Antikörper (aktualisiert 14.3.2025). https://www.pei.de/DE/arzneimittel/antikoerper/monoklonale-antikoerper/monoklonale-antikoerper-node.html [abgerufen am 31.3.2025] ↩︎
  3. Focus Online. Forscher stellen Immunsystem scharf/Krebs-Meilenstein: Immuntherapie kann Tumore besiegen – und ist wirksamer als Chemo (27.06.2020). https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/krebs-immuntherapie-neue-behandlungswege-koennen-krebs-binnen-monaten-besiegen_id_11252149.html [abgerufen am 31.3.2025] ↩︎

Mikroimmuntherapie Erfahrungen – Was sagen Patienten und Therapeuten zur MIT?

Warum nicht von den Erfahrungen anderer profitieren? Wir haben einige Mikroimmuntherapie Erfahrungen in einem Artikel zusammengefasst, damit Du Dir einfach ein Bild von der sanften Komplementärtherapie machen kannst.

Bei welchen Krankheiten wurde die sanfte Methode eingesetzt? Was hat sich verändert? Wie geht es den Menschen heute? Am Ende des Artikels haben wir Studien verlinkt, wenn Du noch mehr über Wirkungsweise und Wirksamkeit der Mikroimmuntherapie nachlesen möchtest. Außerdem sind wir sehr an Deinen Erfahrungen und Geschichten zur Mikroimmuntherapie interessiert!

Inhaltsverzeichnis

Kurz und bündig – ein Überblick zur Mikroimmuntherapie

Zunächst möchten wir uns in Erinnerung rufen, was die Mikroimmuntherapie genau ist und wie sie durchgeführt wird. Die Mikroimmuntherapie ist eine sanfte Form der Immuntherapie, die mit niedrigen Dosierungen (low dose und ultra-low dose) arbeitet. Mithilfe natürlicher Komponenten wie Zytokinen (körpereigene Botenstoffe) und spezieller Nukleinsäuren zielt das Verfahren darauf ab, die Abläufe im Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Insbesondere überschießende Entzündungsprozesse oder unzureichende Immunantworten, die jeweils durch ein fehlerhaftes Immunsystem ausgelöst werden können, sollen auf diese Weise reguliert und „korrigiert“ werden.

Doch wofür ist ein intaktes Immunsystem überhaupt wichtig?
Unglaublich viele Vorgänge im Körper sind eng mit der Immunabwehr verknüpft. Kommt es in diesem komplexen und fein aufeinander abgestimmten System zu Störungen, kann sich das auf vielfältige Weise bemerkbar machen. Neben klassischen Infektionen wie Erkältungen können sich auch Hauterkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Magen-Darm-Probleme, Zahnprobleme, neurologische Erkrankungen, psychische Erkrankungen und sogar Krebs entwickeln.

Die Mikroimmuntherapie verfügt über verschiedene, auf die einzelnen Anwendungsgebiete spezialisierte Formeln, um direkt an der Ursache – dem aus dem Gleichgewicht geratenen Immunsystem – gezielt helfen zu können.

Mikroimmuntherapie Einnahme & Vorteile

Mehr zur Mikroimmuntherapie erfahren – die Therapeutenliste

Du suchst weitere Informationen zur Mikroimmuntherapie und möchtest Dich persönlich beraten lassen? Dann nutze die MeGeMIT-Online-Suche, um Expertinnen und Experten in Deiner Nähe zu finden. In der Therapeutenliste findest Du schnell und übersichtlich alle Mikroimmuntherapeutinnen und -therapeuten mit ihren Kontaktdaten. Bei Fragen kannst Du Dich auch gern an die MeGeMIT wenden, die Dir weiterhelfen und Dich auf Wunsch an eine Expertin oder einen Experten vermittelt.

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Mikroimmuntherapie Erfahrungen: Was sagen Patient:innen zur MIT?

In dieser Rubrik berichten Patient:innen über ihre Erfahrungen mit der Mikroimmuntherapie. Wie hat die Mikroimmuntherapie geholfen? Was ist heute wieder möglich, was vor der Therapie undenkbar war?

Inge Fröller litt drei Jahre lang unter starken Schmerzen im Großzehengrundgelenk. Ursache waren ein Hallux rigidus und ein schmaler Gelenkspalt. „Mein Alltag war dadurch sehr eingeschränkt, da ich meine liebsten Hobbys wie Laufen und Wandern nur mit Schmerzen ausüben konnte. Längere Bergtouren waren nur mit Schmerzmitteln möglich“, berichtet sie. Mit der Mikroimmuntherapie änderte sich das: Die Behandlung dauerte etwa drei Monate. Danach waren die Schmerzen verschwunden. „Ich bin nun schon seit zwei Jahren schmerzfrei und genieße es, selbst nach langen Laufdistanzen, nur die Müdigkeit in den Beinen zu spüren.“ Aufgrund dieses Therapieerfolgs nutzt Frau Fröller die Mikroimmuntherapie heute auch zur Behandlung anderer kleinerer Beschwerden.


Patientin M. Bucher

Frau M. Bucher (65 Jahre) litt unter heftigen COVID-Symptomen: starker Husten, Atemnot, Gelenkschmerzen, Trancezustände, Verlust des Geruchssinns. Zur Unterstützung erhielt Frau Bucher die Mikroimmuntherapie, die sie selbst als eine Art „Stärkungsmittel“ für sich beschreibt. Sie sagt: „Ich habe das Gefühl, dass die Mikroimmuntherapie die Genesung beschleunigt hat! Und demnach bin ich dankbar, dass mir diese Präparate zum richtigen Zeitpunkt gegeben wurden! Heute fühle ich mich zuweilen müde und der Hustenreiz kommt manchmal zurück. Ansonsten geht es mir sehr gut. Alle Werte sind im grünen Bereich und ich kann wieder meinen Hobbys nachgehen.“


Patient W. Bucher

Auch Herr W. Bucher (77 Jahre) wurde nach seiner Frau positiv auf COVID getestet. Zuvor hatte er bereits vorbeugend die Mikroimmuntherapie eingenommen. Er berichtet: „Trotz eines positiven Testergebnisses entwickelte ich nicht nur keine COVID-Symptome, sondern fühlte mich energievoller, mit offeneren Sinnen. Jetzt bin ich nach wie vor gesund und sehr dankbar darüber!“


Klassisches Ballett belastet vor allem die Füße und Gelenke. Bei Leander Rebholz wurde ein Knochenmarködem im Knöchel festgestellt, das starke Schmerzen verursachte. Nachdem die üblichen homöopathischen Mittel keinen Erfolg brachten, informierten sich Leander und seine Mutter über die Mikroimmuntherapie. Bereits nach zehntägiger Therapie waren die Schmerzen verschwunden – heute nimmt Leander die Mikroimmuntherapie auch vorbeugend vor seinen Auftritten.


Petra K. freut sich, dass sie die Frühlingszeit nun unbeschwert genießen kann. Jahrelang litt sie unter starkem Heuschnupfen, der selbst mit einer Hyposensibilisierung nur minimal gelindert werden konnte. Mithilfe der Mikroimmuntherapie bekam Petra K. ihre Allergie schließlich in den Griff und fühlt sich erleichtert:„Nach einem Monat konnte ich die verschriebenen Antihistaminika, die stets eine starke Müdigkeit verursachten, absetzen.“ 


Catharina Hund PaulaAuch in der Tiermedizin kann die Mikroimmuntherapie eine sinnvolle und wirksame Unterstützung sein. Hündin Paula (13 Jahre) liebt das Wasser und springt in noch so kalte Fluten. Das führt in ihrem Alter häufiger zu Erkältungen.

Besitzerin Catharina nutzt selbst die Mikroimmuntherapie zur Unterstützung ihrer Gesundheit und hat sie auch bei ihrer Hündin erfolgreich angewendet: „Bereits nach wenigen Tagen war sie wieder komplett fit und hat sich seitdem auch nicht mehr erkältet. Ich bin begeistert.“ 

Mehr Erfahrungen und Kommentare von Patient:innen findest Du unter diesem Link. 

Expertenstimmen: Das sagen Therapeut:innen zur Mikroimmuntherapie

Lies hier, was Ärzte und Therapeuten an der Mikroimmuntherapie schätzen, wie sie selbst die Mikroimmuntherapie anwenden und welche positiven Erfahrungen sie in ihrem Praxisalltag gemacht haben. 

T. ThalerDr. Teresa Thaler ist Ärztin für Allgemeinmedizin in Wien mit den Therapieschwerpunkten Ganzheitsmedizin, klassische Homöopathie und Osteopathie. Bei all ihren Behandlungen legt sie besonderen Wert auf die Salutogenese, also die Förderung der körpereigenen Selbstheilungskräfte durch einen gesunden Lebensstil und minimale Heilungsimpulse. Die Mikroimmuntherapie ist für Dr. Thaler der optimale Ansatz, um diese Selbstheilungskräfte zu stärken.


Ulrike LinzUlrike Linz-Haeunke Ulrike Linz-Haeunke ist froh, dass sie dank der Mikroimmuntherapie ihren Beruf weiter ausüben kann. Nach einer missglückten Karpaltunnel-Operation und weiteren erfolglosen Therapien litt sie mehrere Monate unter starken Entzündungen im Operationsbereich. Auch die psychische Belastung schränkte sie stark ein und minderte ihre Leistungsfähigkeit.

Durch die Mikroimmuntherapie gingen die Entzündungen, Schmerzen und Einschränkungen zurück. Nach der erfolgreichen Therapie bei sich selbst nahm Ulrike Linz-Haeunke die Mikroimmuntherapie auch für ihre Patienten in ihr Repertoire auf: „Aktuell arbeite ich damit weiter, um die restlichen Nervenproblematiken zu reduzieren. Heute bin ich mit mehrjähriger Erfahrung begeisterte Mikroimmuntherapeutin und kann auf viele schöne Erfolge bei meinen Patienten zurückblicken.“


SpillerBereits seit 1981 integriert Dr. Wolfgang Spiller in seiner Praxis neue und schonende Diagnose- und Therapieverfahren. Seit mehr als 25 Jahren ist die Mikroimmuntherapie ein Kernstück seiner Behandlung: „Konnte ich bis dahin das Immunsystem nur auf unspezifische Weise beeinflussen, bin ich heute in der Lage, die Abwehrfunktionen des Körpers viel genauer und effizienter zu regulieren. Dabei helfen mir eine ausgefeilte Diagnostik und die speziell für die Mikroimmuntherapie entwickelten Präparate. In der Therapie bin ich dadurch heute viel zielgenauer. Dank der Erkenntnisse der Mikroimmuntherapie durfte ich inzwischen unzählige Patienten erfolgreich auf ihrem Weg der Gesundung begleiten.“


Dr. JoyceDr. Joyce El Hokayem freut sich mit einer ihrer Patientinnen, die nach jahrelangem Haarausfall endlich eine wirksame Therapie gefunden hat. Nach der Behandlung mit der Mikroimmuntherapie verbesserte sich der Haarwuchs innerhalb von sechs Monaten deutlich.„Neun Monate später wuchsen alle ihre Haare wieder nach. Nachdem ich die erste Mikroimmuntherapie-Formel abgesetzt hatte, empfahl ich ihr, zwei weitere Formeln weiterhin abwechselnd zu nehmen. Sie fühlt sich jetzt viel besser und hat sich sogar beim Friseur die Haare schneiden lassen“, berichtet Dr. Joyce El Hokayem.

Weitere Erfahrungsberichte von Therapeutinnen und Therapeuten kannst Du hier nachlesen.

Deine Mikroimmuntherapie-Erfahrung – erzähle uns Deine Geschichte!

Wir freuen uns immer darüber, zu hören, wie die Mikroimmuntherapie nicht nur Beschwerden lindern konnte, sondern auch zu neuer Lebensfreude beigetragen hat. Falls Du selbst mit der Mikroimmuntherapie Erfahrungen gemacht hast und diese weitergeben möchtest, dann schick uns doch bitte Deine Geschichte und Tipps! Du kannst Dich sowohl melden, wenn Du selbst Patient bist, als auch wenn Du als Therapeut oder Gesundheitskraft einen Fall vortragen möchtest. Denn für Interessierte sind Erfahrungsberichte wie Deiner äußerst hilfreich.

Du kannst Deine Erfahrungen ganz einfach über dieses Formular einsenden. 

Studien zur Mikroimmuntherapie

Seit mehr als 20 Jahren werden regelmäßig Untersuchungen und Studien durchgeführt, um die Wirkungsweise und Sicherheit der Mikroimmuntherapie zu klären. Wir haben die Studienlage vom Jahr 2000 bis heute in einer Übersicht zusammengestellt und verlinkt. Auf der Seite findest Du die Originalstudien und erhältst so einen tieferen Einblick in die Funktion und Bedeutung der Zytokine sowie in die Wirkungsweise der einzelnen Formeln der Mikroimmuntherapie.

Hier kommst Du zur Seite „Studienlage“.

Kontaktiere die MeGeMIT bei Fragen zur Mikroimmuntherapie. Bitte beachte: Die getroffenen Aussagen zu Indikationen und Wirksamkeit beruhen auf den Erfahrungen der praktizierenden Mikroimmuntherapeuten.

Bild: © Canva

Hashimoto Symptome

Hashimoto-Symptome: Ursachen & Warnsignale der Schilddrüsenerkrankung

Hashimoto Symptome

Die Schilddrüse ist in einem komplexen Regelkreis integriert und erfüllt wichtige Aufgaben für den Körper. Als Hormondrüse produziert sie Hormone, die als essenzielle Botenstoffe den Stoffwechsel und die Funktionstüchtigkeit von praktisch allen Organen steuern. Um nur einige Beispiele zu nennen: Sie beeinflusst Herzaktivität, Blutdruck, Gehirnaktivität, Psyche, Muskeltätigkeit, Energiestoffwechsel/Körpergewicht und Darmtätigkeit. Dementsprechend können an Fehlfunktionen des Organismus Hashimoto-Symptome ausgemacht werden.

Einer der häufigsten Gründe für eine Schilddrüsenunterfunktion ist die Hashimoto-Thyreoiditis. Hierbei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die das gesunde Schilddrüsengewebe schädigt. In diesem Beitrag wollen wir uns Autoimmunerkrankungen, speziell Hashimoto-Thyreoiditis, genauer ansehen – was sind die Ursachen und welchen Zusammenhang gibt es zum Immunsystem? Außerdem zeigen wir Dir, wie Du Hashimoto-Symptome erkennen kannst, warum die Balance Deines Immunsystems so wichtig ist und wie die innovative Mikroimmuntherapie dabei helfen kann, Dein Wohlbefinden zu verbessern.

Inhalt

Warum nehmen Autoimmunerkrankungen zu?

Autoimmunerkrankungen werfen noch viele Rätsel auf. Warum und wie sie entstehen, ist noch nicht abschließend geklärt. Mögliche Gründe, warum immer mehr Menschen von ihnen betroffen sind, können unter anderem sein:

  • Zunahme von Stress in der heutigen Zeit (u. a. ständige Erreichbarkeit, viele Informationseinflüsse, Krisen)
  • Moderner, ungesunder Lebensstil (u. a. wenig Bewegung, schlechte Ernährung)
  • Umwelttoxine
  • Neue oder mutierte Erreger

Außerdem kann die höhere Zahl auch die Folge davon sein, dass das Bewusstsein und die Diagnosemöglichkeiten von Autoimmunerkrankungen gewachsen sind. Eventuell werden heute mögliche Autoimmunerkrankungen bei der Anamnese und Untersuchung eher berücksichtigt als vor einigen Jahrzehnten. Moderne Techniken erleichtern zudem, einen Verdacht genauer zu untersuchen.

Die zunehmende Zahl an Autoimmunerkrankungen verdeutlicht, wie stark die komplexen Mechanismen des Immunsystems durch äußere und innere Einflüsse (wie die oben genannten) aus dem Gleichgewicht geraten können. Doch wie genau läuft dieser Prozess im Körper ab? Was kann eine Dysbalance des Immunsystems verursachen?

Welche Mechanismen liegen bei Autoimmunerkrankungen vor?

Schauen wir uns nun einmal an, wie Autoimmunerkrankungen überhaupt entstehen beziehungsweise was bei Hashimoto Thyreoiditis im Speziellen passiert.

Ausgangspunkt unserer Betrachtung ist das Immunsystem. Eine wichtige Aufgabe des Immunsystem ist es, zwischen körpereigenen und körperfremden Stoffen und Substanzen zu unterscheiden, um so mögliche Gefahren zu erkennen. Hat es beispielsweise einen Erreger ausfindig gemacht, leitet es entsprechende Abwehrfunktionen ein, um diesen schnellstmöglich zu bekämpfen.

Bei einer Autoimmunreaktion kommt es zu einer Fehleinschätzung, bei der eigentlich intaktes und gesundes Gewebe als gefährlich eingestuft wird. Daraufhin greift der Körper sich selbst an: Entzündungsreaktionen, die im gesunden Zustand eine wichtige Abwehrreaktion darstellen, chronifizieren sich und schädigen so auf Dauer das gesunde Gewebe. Diese Fehleinschätzung beruht auf einer Dysbalance des Immunsystems, die dazu führt, dass es überaktiv ist.

Im Falle von Hashimoto-Thyreoiditis greift der Körper das Schilddrüsengewebe an. Die anhaltende Entzündung führt in der Regel dazu, dass das Schilddrüsengewebe abgebaut und durch Bindegewebe ersetzt wird. In frühen Stadien bleibt die Menge an Schilddrüsenhormonen im Blut zunächst gleich, obwohl Schilddrüsenzellen absterben. Das liegt daran, dass das restliche Schilddrüsengewebe seine Hormonproduktion steigern kann. Allerdings muss das Gewebe dafür wachsen, wodurch die Schilddrüse anschwellen kann. Bei fortschreitender Schädigung ist der Ausgleich irgendwann nicht mehr möglich, sodass nicht genügend Schilddrüsenhormone produziert werden können. Es kommt zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Seltener oder nur übergangsweise tritt im Zusammenhang mit Hashimoto-Thyreoiditis eine Schilddrüsenüberfunktion auf (durch eine vermehrte passive Freisetzung von Schilddrüsenhormonen).

Hashimoto-Thyreoiditis: Die häufigste Autoimmunerkrankung

Autoimmunerkrankungen sind sehr vielfältig und oftmals nicht so leicht zu erkennen. Deshalb ist nicht genau bekannt, wie viele Menschen an Autoimmunerkrankungen leiden und wie sich die Zahlen über die Zeit hinweg entwickeln. Es wird eine hohe Dunkelziffer nichtdiagnostizierter Autoimmunerkrankungen vermutet. 

In einer Studie des Versorgungsatlas1 aus 2024 wurden diagnostizierte Autoimmunerkrankungen näher beleuchtet. Es wurden Daten von Versicherten aus Deutschland von 2012 bis 2022 ausgewertet. Von den mehr als 73.200.000 Personen im Jahr 2022 wurden bei mehr als 6.300.000 Versicherten (~8,6 Prozent) mindestens eine der 30 in der Studie klassifizierten Autoimmunerkrankungen diagnostiziert. Die höchste Prävalenz besaß dabei Hashimoto-Thyreoiditis (~2,3 Prozent). Auf den folgenden Plätzen befanden sich Psoriasis/Schuppenflechte (~1,85 Prozent) und Rheumatoide Arthritis (~1,36 Prozent).

Die Studie zeigte auch, dass allgemein die Zahl der Autoimmunerkrankungsfälle anstieg – von 2012 bis 2022 um 22 Prozent. Betrachtet man die einzelnen Autoimmunerkrankungen, so besaß Zöliakie mit +130 Prozent den größten Zuwachs, aber auch Hashimoto-Thyreoiditis belegte mit +72 Prozent nach Autoimmunhepatitis (+80 Prozent) einen der drei vorderen Plätze.

Die gesamte Studie des Versorgungsatlas kannst Du hier einsehen: Entwicklung der Prävalenzdiagnostizierter Autoimmunerkrankungen im Zeitraum 2012–2022.

Hashimoto-Symptome erkennen: Auf welche Warnsignale sollte ich achten?

Hashimoto verläuft in den meisten Fällen zunächst recht unauffällig. Die Hashimoto-Symptome setzen oftmals schleichend ein und werden deshalb nicht richtig wahrgenommen oder als etwas anderes abgetan (z. B. Wechseljahresbeschwerden). Aus diesem Grund wird Hashimoto-Thyreoiditis häufig spät festgestellt und behandelt. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie sind aber durchaus wichtig, um starke Schäden am Gewebe möglichst zu vermeiden.

Da die Schädigung und Fehlfunktion der Schilddrüse auf so ziemlich alle Körperbereiche Einfluss haben kann, sind auch die möglichen Hashimoto-Symptome sehr breit gefächert und können von Person zu Person variieren. Wir haben eine Übersicht erstellt, die einige Hashimoto-Symptome unterschiedlicher Bereiche umfasst:

Hashimoto Symptome

Gibt es Warnsignale, die direkt auf Hashimoto hindeuten können?

Konkrete Hashimoto-Symptome, die eindeutig auf die Autoimmunerkrankung hindeuten, lassen sich nicht herausstellen. Meist ähneln sie anderen Schilddrüsenfehlfunktionen und müssen ärztlich differenziert werden.

Hinweise, auf die Du achten kannst, sind Beschwerden in der Halsregion – dort, wo sich Deine Schilddrüse befindet. Lokale Schmerzen am Hals, Schwellungen oder Stimmprobleme können im Zusammenhang mit Hashimoto vorliegen. Weitere Symptome betreffen wiederum eher den gesamten Körper. Dazu gehören Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen sowie Muskel- oder Gelenkbeschwerden. Ist bei Dir schon eine andere Autoimmunerkrankung bekannt oder gibt es Fälle von Hashimoto in Deiner Familie? Auch dann kann sich eine ärztliche Untersuchung zur Abklärung anbieten.

Hashimoto-Symptome: Die Rolle der Immunbalance bei Hashimoto-Thyreoiditis

Die Immunbalance spielt bei Hashimoto eine zentrale Rolle. Eine gesunde und intakte Immunbalance hält das Gleichgewicht von proinflammatorischen und antiinflammatorischen – also entzündungsfördernden und entzündungshemmenden – Prozessen im Gleichgewicht. So werden beispielsweise Entzündungsmechanismen angeregt, wenn eine Abwehrreaktion benötigt wird, und wieder eingestellt, sobald die Gefahr gebannt ist.

Bei einer gestörten Immunbalance funktioniert dieser Ablauf nicht mehr fehlerfrei. Dadurch kann es zu einer überschießenden Inflammation kommen. Im Falle von Hashimoto handelt es sich um die anhaltende Entzündung der Schilddrüse.

Die Fehlregulation betrifft auf Zellebene vor allem die TH1- und TH2-Zellen. Diese Zellen steuern die Immunantwort: TH1 wirkt entzündungsfördernd, TH2 entzündungshemmend. Bei Hashimoto-Thyreoiditis überwiegt meist der Anteil der TH1-Zellen. Die Ursachen für eine solche Dysbalance können vielfältig sein, darunter Ernährung, Stress, Umwelteinflüsse, Schlafmangel und auch Infektionen. Letztere wollen wir etwas näher betrachten.

EBV als Ursache von Hashimoto-Thyreoiditis

Infektionen können das Immunsystem negativ beeinflussen. Vor allem Viren, die nach der Erstinfektion im Körper verbleiben, stellen ein Risiko dar, da sie reaktiviert werden können. Im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen wird vor allem das Epstein-Barr-Virus (EBV) vermutet. Dieses weitverbreitete Herpesvirus steht in Verdacht, bestimmte Mechanismen bei Hashimoto hervorzurufen oder zu verstärken.

EBV kann die Expression von Autoantigenen in der Schilddrüse verändern, sodass das Immunsystem die Zellen der Schilddrüse angreift. Außerdem ist es möglich, dass Ähnlichkeiten zwischen EBV-Proteinen und Schilddrüsenproteinen dazu führen, dass die Abwehrreaktionen gegen das Schilddrüsengewebe anstatt gegen das Virus gerichtet werden. Ein Immunsystem, das sich nicht in seiner gesunden Balance befindet, kann die Anfälligkeit für solche EBV-bedingten Autoimmunreaktionen zusätzlich bestärken.

Zwar stellt EBV nicht den alleinigen Auslöser für Hashimoto-Thyreoiditis dar, aber es wird als bedeutsamer Trigger gesehen, der bei fast allen Hashimoto-Erkrankungen vorliegt oder eine Rolle spielt.

Das Prinzip der Mikroimmuntherapie bei Autoimmunerkrankungen

Allgemeine Einführung in die Mikroimmuntherapie

Im Gegensatz zu herkömmlichen Immuntherapien, hat die Mikroimmuntherapie den Vorteil, dass sie mit sehr geringen Dosierungen arbeitet. Sie beinhaltet natürliche Substanzen wie Zytokine (Botenstoffe), Wachstumsfaktoren und spezifische Nukleinsäuren, die darauf abzielen, das Immunsystem zu modulieren und es wieder in seine Immunbalance zu versetzen. 

Hier kannst Du noch mehr zur allgemeinen Funktionsweise erfahren: Die Wirkung der Mikroimmuntherapie.

Die Mikroimmuntherapie bei Hashimoto-Thyreoiditis

Die genauen Ursachen für Hashimoto sind noch nicht abschließend geklärt, aber das Immunsystem scheint einen großen Anteil an der Entstehung von Autoimmunerkrankungen zu haben. Deshalb liegt es nahe, dass eine Modulation des Immunsystems hin zur natürlichen Homöostase einen sinnvollen Ansatz bei der Behandlung autoimmuner Erkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis bieten kann.

Mithilfe ihrer natürlichen Substanzen in niedriger Dosierung will die Mikroimmuntherapie auf spezifische Immunwege sanft einwirken, um so Autoimmunreaktionen sowie entzündungsfördernde Mechanismen zu reduzieren. Ein zentraler Fokus liegt auf dem Ausgleich der T-Helferzellen: Die überaktiven TH1-Zellen sollen gehemmt werden, um die anhaltende Entzündung abzumildern. Außerdem kann die Mikroimmuntherapie dabei helfen, die Produktion von Schilddrüsenautoantikörpern wie Anti-TPO zu verringern.

Ein zweiter wichtiger Aspekt ist eine mögliche aktive oder reaktive EBV-Infektion als verstärkender Faktor von Hashimoto. Auch hier kann die Mikroimmuntherapie eine sinnvolle Ergänzung in der Behandlung sein, indem sie dabei helfen möchte, das Virus unter Kontrolle zu bringen. So werden spezifische Nukleinsäuren in hemmender Verdünnung mit dem Ziel eingesetzt, die Vermehrung des Virus zu verringern. Darüber hinaus sollen bestimmte Zytokine dafür sorgen, gezielt T-Zellen zu aktivieren, die infizierte Zellen beseitigen. Wird die Virusbelastung im Körper gesenkt und kontrolliert, kann sich das wiederum positiv auf die Hashimoto-Symptome auswirken.

Hashimoto-Symptome: Mikroimmuntherapeuten in der Nähe finden

Du möchtest Dich persönlich zur Mikroimmuntherapie beraten lassen? Dann nutz gern die Online-Suche über die Therapeutenliste der MeGeMIT. Dort hast Du auch die Möglichkeit, mit der Spezialisten-Suche direkt nach bestimmten Beschwerdebildern wie Autoimmunerkrankungen oder auch EBV zu differenzieren.

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Praktische Tipps für den Alltag – so unterstützt Du Deine Immunbalance bei Hashimoto

Abschließend möchten wir Dir noch ein paar Tipps mit an die Hand geben, wie Du mit einfachen Maßnahmen im Alltag Deine Immunbalance unterstützen und bestenfalls auch Hashimoto-Symptome lindern kannst.

Immunbalance Hashimoto
  • Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung Integriere zum Beispiel antientzündliche Kost in Deinen Speiseplan, bevorzuge Vollkornprodukte, verzichte auf Gluten und behalte Deine Jodzufuhr im Auge (weder zu wenig noch zu viel Jod)
  • Regelmäßige Bewegung – Körperliche Aktivität ist ein wichtiger Baustein für Gesundheit und Wohlbefinden. Finde den richtigen Sport für Dich, der Dir Spaß macht und Deine Lust auf Bewegung antreibt
  • Schlafgewohnheiten – Verbessere Deinen Schlaf, indem Du auf eine gesunde Schlafroutine achtest, elektronische Geräte vor dem Schlafengehen meidest und Deinen Körper z. B. mit autogenem Training beim Zur-Ruhe-Kommen unterstützt
  • Stressmanagement – Bei anhaltendem Stress hemmen Stresshormone wie Cortisol die Funktion des Immunsystems. Achte daher darauf, Deine Stressbelastung möglichst gesund zu halten und reduziere Stress z. B. durch Yoga, Meditation oder Atemübungen
  • Vitamine und Mineralstoffe – Lass Deine Werte professionell überprüfen und besprich mit Deinem Arzt oder Therapeuten, wie Du Deinen Haushalt in ein gesundes Maß bekommen kannst (z. B. Ernährung, Supplements)
  • Tagebuch führen – Symptome, Beschwerden, Verbesserungen und Tipps, die Du probiert hast, schriftlich festzuhalten, kann dabei helfen, einen Überblick zu behalten und bestimmte Maßnahmen an Dich anzupassen
  • Austausch – Rede sowohl in regelmäßigen Abständen mit Deinem Arzt oder Therapeuten darüber, wie sich Deine Symptome verändern, als auch mit anderen Betroffenen. Dieser Austausch kann sehr wertvoll für den Umgang mit Hashimoto sein

Hast Du noch mehr Tipps oder Fragen zu dem Thema? Lass es uns wissen und schreib uns auf Instagram, Facebook oder per Mail. Vergiss außerdem nicht, uns für weitere interessante Themen, Infos und Fakten zu folgen!

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Gesundheitstrends

Die Zukunft der Gesundheit: Gesundheitstrends 2025

Gesundheitstrends

In einer sich rasant verändernden Welt ist auch die Medizin einem ständigen Wandel unterworfen. Gesundheitstrends passen sich ebenfalls diesen Entwicklungen und Tendenzen an und zeigen, wie sich das Gesundheitssystem auf bestimmte Krankheitsbilder oder Veränderungen einstellt und was für die Gesundheit des Einzelnen wichtig ist. Ein Blick auf die Gesundheitstrends hilft auch Dir, Dich optimal vorzubereiten und Deine Gesundheit aktiv zu unterstützen.

Wachsende Herausforderungen wie eine alternde Bevölkerung, die Zunahme chronischer Erkrankungen und psychischer Belastungen sowie globale Pandemien rücken insbesondere die körpereigene Zentrale der Gesundheit in den Fokus: das Immunsystem. Wir wollen uns daher auch anschauen, warum dem Immunsystem in der medizinischen Forschung immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird und welche Unterstützung die Mikroimmuntherapie bei den genannten Herausforderungen bieten kann. Wirf mit uns einen Blick auf die Gesundheitstrends 2025!

Inhalt

 

Krankheitsbilder am Horizont: Welche Erkrankungen können 2025 an Bedeutung gewinnen?

Globale Entwicklungen wie der demographische Wandel, Umweltveränderungen, Klimawandel, Chemikalien und Toxine sowie der moderne Lebensstil können dazu führen, dass bestimmte Krankheiten häufiger auftreten oder an medizinischer Bedeutung gewinnen. Wir haben hier einige Beispiele herausgegriffen, die im Jahr 2025 verstärkt auftreten könnten.

Infektionskrankheiten
Infektionen sind vielfältig und begleiten die Menschheit seit Anbeginn. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, welche Ausmaße bisher unbekannte und „neue“ Infektionsarten annehmen können und wie sich dies auf die Gesundheit auswirkt. Trotz überstandener Infektion können Langzeitbeschwerden wie in diesem Fall Long COVID zurückbleiben und zu Konzentrationsstörungen, anhaltenden Erschöpfungszuständen (Fatigue), Schlafstörungen, Muskel- und Gliederschmerzen, Kurzatmigkeit und vielem mehr führen. Ebenso kann es in Einzelfällen nach einer entsprechenden Impfung zum sogenannten Post-Vac-Syndrom mit vergleichbaren Symptomen kommen. Diese Folge gilt als selten aber möglich.

Da sich die Erreger weiterentwickeln, kann es auch in Zukunft wieder zu großflächigen Infektionen kommen. Auch die Globalisierung trägt zur Verbreitung solcher Krankheiten bei. Dies stellt die medizinische Forschung vor die Aufgabe, Erkrankungen frühzeitig zu analysieren und entsprechende Therapien zu entwickeln oder bereits im Vorfeld gute Schutzmaßnahmen zu finden.

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Reaktivierung von Infektionen. Manche Erreger verbleiben nach dem Erstkontakt ein Leben lang im Körper und verursachen im besten Fall keine Beschwerden, da sie vom Immunsystem kontrolliert werden. Kommt es jedoch durch ein schwächelndes Immunsystem zu einer Reaktivierung, kann dies zu starken Symptomen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Typische Vertreter sind Herpes-simplex-Viren (HSV), das Epstein-Barr-Virus (EBV), das Varizella-Zoster-Virus (VZV) und das Cytomegalie-Virus (CMV). Wenn das Immunsystem in Zukunft durch veränderte Umwelteinflüsse und Lebensgewohnheiten stärker gestört wird, kann es leichter und häufiger zu solchen Reaktivierungen kommen. Daher macht es Sinn, sich Gedanken über eine Unterstützung des Immunsystems zu machen.

 

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Mehr Informationen

 

Antibiotikaresistente Keime
Jeder Einsatz von Antibiotika fördert die Bildung von Resistenzen. So können sich mit der Zeit antibiotikaresistente Keime entwickeln, die die Gesundheit stark gefährden können. Laut einer Studie könnte die Zahl der Todesfälle dadurch bis 2050 stark ansteigen. Medizin und Forschung stehen vor der Herausforderung, gute Alternativen zum Einsatz von Antibiotika zu finden. Auch Ärztinnen und Ärzte stehen in der Verantwortung, Antibiotika so wenig wie möglich einzusetzen und sich stattdessen auf andere wirksame Therapien zu konzentrieren und die Eigenregulation des Körpers zu fördern.

Hier gelangst Du zur Studie.

Psychische Erkrankungen und Mental Health Awareness
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die psychische Gesundheit. Ständige Erreichbarkeit, Krisen, Ängste, Stress und ungesunde Lebensweisen können sich negativ auf die Psyche auswirken und psychische Erkrankungen wie Burnout und Depressionen begünstigen. Auch die Funktion des Immunsystems und Entzündungsprozesse spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle. Die Prävention und Behandlung psychischer Erkrankungen hat bereits an Bedeutung gewonnen und wird in Zukunft noch wichtiger werden. Seit 2015 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung zum Beispiel das „Forschungsnetz psychische Erkrankungen“. Hier kannst Du dazu mehr nachlesen: Forschungsnetz psychische Erkrankungen.

Schau Dir außerdem auch gern unseren Beitrag zu Mental Health an: Mental Health Awareness.

Autoimmunerkrankungen
Ärzte und Therapeuten berichten über eine Zunahme von Autoimmunerkrankungen seit der Corona-Pandemie. In einer Studie mit mehr als 640.000 COVID-Erkrankten zeigte sich, dass das Auftreten von Autoimmunerkrankungen um 42,63 % erhöht war. Stressfaktoren, Ernährung und Umweltfaktoren können ebenfalls die Entstehung von Autoimmunerkrankungen begünstigen. Zudem verbessern sich die Erkennungs- und Diagnosemöglichkeiten, sodass Autoimmunerkrankungen in Medizin und Gesellschaft immer „sichtbarer“ werden. Zu den häufigen Autoimmunerkrankungen gehören die rheumatoide Arthritis, Lupus, Multiple Sklerose (MS) und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.

Metabolisches Syndrom
Das metabolische Syndrom ist ein komplexes Krankheitsbild, das sich aus mehreren Risikofaktoren zusammensetzt. Vor allem ein ungesunder Lebensstil, moderne Umwelteinflüsse, aber auch die Veranlagung können zum metabolischen Syndrom beitragen. Hauptmerkmale sind Bauchfett/Adipositas, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und erhöhte Blutzuckerwerte. Die Folgen können sein: Typ-2-Diabetes, Lebererkrankungen, chronische Entzündungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese „Zivilisationskrankheit“ greift immer mehr um sich: Die Häufigkeit des metabolischen Syndroms ist in Deutschland laut Daten der gesetzlichen Krankenkassen innerhalb von zehn Jahren (2009–2019) um etwa 20 % angestiegen.

Das sind natürlich nicht die einzigen Bereiche. So gibt es beispielsweise auch Entwicklungen und Fortschritte in der Krebstherapie, die auch ab 2025 von Bedeutung sein werden. Es würde jedoch den Rahmen dieses Artikels überspannen, auf alle Bereiche gesondert einzugehen. Wenn Du weitere interessante Themen und Entwicklungen kennst, teile sie uns mit! Schreib uns auf Instagram oder Facebook. Vergiss außerdem nicht, uns zu folgen, damit Du immer auf dem Laufenden bist.

 
 

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Bild: © iStock.com/Khanchit Khirisutchalual


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Prävention: Vorbeugen statt heilen

Der Trend zur präventiven Gesundheitsmedizin ist bereits seit einigen Jahren erkennbar. Forschung und Medizin werden sich in Zukunft verstärkt darauf konzentrieren, bestimmte Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen.1 Durch erfolgreiche Prävention kann der aktuelle Gesundheitszustand erhalten oder wieder verbessert werden. Dadurch verringert sich das Risiko für bestimmte Krankheiten und mögliche Nebenwirkungen von Behandlungen (z. B. Medikamente) entfallen oder werden zumindest reduziert. 
In der Präventivmedizin sind vor allem der persönliche Lebensstil, die Reduktion von Umweltgiften und schädlichen Chemikalien, alltägliche Gewohnheiten, Mental Health und Corporate Health von Bedeutung. Ebenso spielt das Immunsystem als Zentrum der Gesundheit eine entscheidende Rolle bei der Prävention von Krankheiten.

Personalisierte Medizin – Gesundheitsangebote auf den Einzelnen zugeschnitten

Gesundheitstrend personalisierte Medizin: Damit ist gemeint, dass Therapien immer besser auf den einzelnen Menschen zugeschnitten werden können. Insbesondere die Fortschritte in der Datenanalyse und der Genomik unterstützen diesen Trend. Personalisierte Gesundheitsmaßnahmen ermöglichen es, die Wirksamkeit von Behandlungen zu steigern und gleichzeitig im besten Fall auch die Risiken für die Patient:innen zu senken.
In diesem Zusammenhang wächst auch das Interesse an komplementären Behandlungsansätzen und ganzheitlicher Medizin. Auf diese Weise können passende Maßnahmen miteinander verknüpft werden, um den Patientinnen und Patienten ein maßgeschneidertes Hilfsangebot bereitzustellen.

Warum sind geschlechtsspezifische Gesundheitslösungen so wichtig?

Lange Zeit galten für viele Behandlungen und Medikamente allgemeine Standardangaben. Doch jeder Körper ist individuell und es gibt biologische, hormonelle und soziale Unterschiede in der Gesundheit von Männern und Frauen. Sowohl die Anfälligkeit für Krankheiten als auch deren Verlauf können sich zwischen den Geschlechtern unterscheiden. Auch die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Therapien kann variieren. So äußert sich ein Herzinfarkt bei Männern häufig mit anderen Symptomen als bei Frauen. Die Berücksichtigung solcher geschlechtsspezifischen Besonderheiten und Auswirkungen kann dazu beitragen, Diagnosen und Therapien präziser, wirksamer und nebenwirkungsärmer zu gestalten.
Selbstverständlich ist neben der geschlechtsspezifischen Betrachtung immer auch die individuelle Komponente von Bedeutung. Auch innerhalb der biologischen Geschlechter sollte nicht zu stark verallgemeinert werden, um eine optimale individuelle Gesundheitslösung zu finden.

Gibt es Unterschiede im Immunsystem von Männern und Frauen?

 

Bedeutung des Immunsystems und Boom der Immuntherapien

Wenn wir über Gesundheitstrends sprechen, kommen wir am Immunsystem und an Immuntherapien nicht vorbei. Das Verständnis des Immunsystems hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Die Vorteile von Behandlungsansätzen, die sich auf das Immunsystem konzentrieren, liegen unter anderem darin, dass sie eine personalisierte Therapie entscheidend unterstützen. Sie konzentrieren sich auf das körpereigene Immunsystem mit seinen Bedürfnissen und Besonderheiten und beziehen weitere individuelle Faktoren mit ein (Spezifität). Dadurch kann die Therapie sowohl auf das jeweilige Krankheitsbild als auch auf das Individuum abgestimmt werden. 

 

Insbesondere in der Krebstherapie hat die Bedeutung der Immuntherapien stark zugenommen.2 Ziele der Behandlung sind:

  • Das Immunsystem dahingehend zu unterstützen, bestimmte Krebszellen zu erkennen und möglichst unschädlich zu machen
  • Immunreaktionen zu aktivieren und zu fördern, die zur Beseitigung der Krebszellen dienen
  • Immunsuppressive Mechanismen zu bekämpfen, damit das Immunsystem wieder adäquat agieren kann

Immuntherapien nutzen die körpereigenen Abwehrkräfte, um Krankheitserreger effektiv und möglichst frühzeitig unschädlich zu machen. Dies korreliert auch mit dem Trend zur Präventivmedizin: Ein intaktes Immunsystem kann dazu beitragen, dass bestimmte Krankheiten gar nicht erst ausbrechen oder ihre Folgen so gering wie möglich gehalten werden. 

Beispiele für Immuntherapien:

  • Immun-Checkpoint-Inhibitoren: bestimmte Medikamente, die gezielt jene Proteine blockieren, die Immunreaktionen ausbremsen
  • Monoklonale Antikörper: bestimmte Proteine, die an Krebszellen oder Immun-Checkpoints andocken oder Krebszellen markieren sollen
  • CAR-T-Zell-Therapie: T-Zellen werden spezifisch modifiziert, um gezielt Krebszellen zu erkennen
  • Mikroimmuntherapie: eine besondere Form der Immuntherapie, die mit niedrig dosierten natürlichen Substanzen (z. B. Zytokine) eine sanfte Modulation des Immunsystems fördert

Insgesamt ist davon auszugehen, dass Immuntherapien ab dem Jahr 2025 eine noch zentralere Rolle bei der Behandlung von Krankheiten einnehmen und die therapeutischen Maßnahmen erweitern können. Neben der Krebstherapie spielen Immuntherapien auch bei Autoimmunerkrankungen, chronischen Erkrankungen, neurologischen und psychischen Erkrankungen sowie Störungen des Stoffwechsels eine Rolle – also genau die Punkte, die sich eingangs als Trends herausgestellt haben.
Leider gehen mit vielen Immuntherapien in der Regel starke Nebenwirkungen einher. Anders ist das bei der Mikroimmuntherapie, die wir im Folgenden genauer betrachten möchten.

Mikroimmuntherapie: Individuelle Gesundheitsherausforderungen meistern

Die Mikroimmuntherapie ist eine spezielle Form der Immuntherapie, bei der Immunbotenstoffe (z. B. Zytokine, Wachstumsfaktoren, spezifische Nukleinsäuren) in besonders niedriger Dosierung eingesetzt werden. Dadurch gilt die Mikroimmuntherapie im Gegensatz zu manchen anderen Immuntherapien als nebenwirkungsarm, sanft und gut verträglich. Ziel ist es, das Immunsystem so zu modulieren, dass es möglichst fehlerfrei agieren kann. Auf diese Weise sollen mögliche Fehlsteuerungen des Immunsystems reduziert und erwünschte Mechanismen (wie z.B. antivirale Mechanismen und die Erkennung von Krebszellen) unterstützt werden. Auch der Ausgleich von entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Prozessen spielt dabei eine wichtige Rolle, um die natürliche Homöostase der Immunabwehr wiederherzustellen und langfristig erhalten zu können.

Die Vorteile der Mikroimmuntherapie für die Gesundheitstrends:

  • Breites Anwendungsspektrum: Die Mikroimmuntherapie kann bei vielen Krankheitsbildern eingesetzt werden, da das Immunsystem an zahlreichen körperlichen Prozessen beteiligt ist – dazu gehören auch Erkrankungen, die wir in den Gesundheitstrends genannt haben: chronische Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Infektionen und Viren-Reaktivierung (z. B. EBV, CMV), psychische Belastungen (Stress, Burnout, Depression), Krebserkrankungen, metabolisches Syndrom u. v. m. 
  • Personenbezogen: Kann individuell auf Krankheitsbild und Individuum zugeschnitten werden
  • Verträglichkeit: Nutzt natürliche Substanzen in geringen Dosierungen, wodurch die Therapie als nebenwirkungsarm, gut verträglich und kompatibel gilt
  • Prävention: Kann sowohl kurativ als auch präventiv eingesetzt werden, um das Immunsystem zu modulieren – Hilfe zur Selbsthilfe des Körpers

Therapeutenliste: Expert:innen für Mikroimmuntherapie finden

Für eine wirksame und effiziente Therapie sind natürlich eine ausführliche Beratung und individuelle Anpassung unerlässlich. Wenn Du mehr über die Möglichkeiten der Mikroimmuntherapie erfahren möchtest, wende Dich an einen Mikroimmuntherapeuten oder eine Mikroimmuntherapeutin in Deiner Nähe. Mithilfe unserer Online-Therapeutensuche bekommst Du eine Übersicht über erfahrene Expert:innen für Mikroimmuntherapie. Außerdem kannst Du die Spezialisten-Suche nutzen, um nach bestimmten Krankheitsbildern oder Fachgebieten zu filtern.

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Fazit Gesundheitstrends 2025: Der Blick nach vorn

Gesundheit zu fördern, zu erhalten und wiederherzustellen wird aufgrund sich wandelnder Kriterien und Einflüsse immer wieder zu Veränderungen in der medizinischen Forschung und Behandlung führen. Das ist gut und wichtig, denn nur so können neue, effiziente und verbesserte Ansätze gefunden werden. Zu den Gesundheitstrends ab 2025 gehören personalisierte Gesundheitslösungen und der Fokus auf Prävention statt Kuration. Insbesondere Immuntherapien wie die sanfte Mikroimmuntherapie gewinnen dabei an Bedeutung, da sie körpereigene Ressourcen nutzen und individuell angepasst werden können. Zudem ist das Immunsystem als Grundpfeiler der Gesundheit von enormer Bedeutung. Auch Lebensstil, Bewegung, Ernährung, Umweltschadstoffe, Chemikalien und Stresseinflüsse sind Bereiche, die immer stärker in die Gesundheitsbetrachtung einfließen.
Weitere Themen, die wir in unserem Artikel nicht behandelt haben, die aber ebenfalls erwähnenswert sind, sind unter anderem der Einfluss des Klimawandels (z. B. hitzebedingte Erkrankungen, Allergien), künstliche Intelligenz in Diagnose, Behandlung und Medizinmanagement, Gesundheits-Apps, Wearables (z. B. Fitnesstracker), Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen und vieles mehr. 

Sag uns, was Dich in diesem Zusammenhang beschäftigt und interessiert. Wir freuen uns über Deine Nachricht!

 
 

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Haarausfall Immunsystem

Haarausfall: So überstehst Du haarige Zeiten

Haarausfall Immunsystem

Am Morgen auf dem Kissen, nach dem Duschen oder auch beim Bürsten ist es Dir bestimmt schon einmal vorgekommen: Du hast ein kleines Büschel Haare vorgefunden oder ein Knäuel Haare aus dem Abfluss gefischt. Doch wie viel Haarverlust ist eigentlich normal? Wann spricht man von Haarausfall (Alopezie)? Und vor allem: Was kann man gegen Haarausfall unternehmen?

Wir nehmen das Ganze einmal haargenau unter die Lupe und schauen uns vor allem auch die Verbindung zum Immunsystem an. Erfahre bei uns praktische Tipps, wie Du Deine Haarpracht auf immunitärer Ebene am besten unterstützen kannst.

Inhalt

Haarige Fakten: Wissenswertes zu Haaren und Haarausfall

Für viele Menschen sind die Haare ein wichtiger Teil des eigenen Erscheinungsbildes. Die Haarpracht ist dabei ganz individuell und kann den persönlichen Wünschen und Stimmungen angepasst werden. Egal ob lang, kurz, anrasiert, glatt, lockig, offen, hochgesteckt, geflochten, blond, brünett, schwarz, grau oder jede andere mögliche Farbe der Palette – Haare können so vielseitig sein wie der Charakter. Stellen wir plötzlich fest, dass wir (vermeintlich) viele Haare verlieren, kann das im ersten Moment ein kleiner Schock sein und die Frage aufwerfen: Habe ich Haarausfall?

Die gute Nachricht vorab: Nur weil sich einige Haare lösen, bedeutet das noch keinen beunruhigenden Haarausfall. Es ist sogar ganz normal, dass wir Haare verlieren. Die folgende Übersicht verdeutlicht, wie sich Haarverlust grob einteilen lässt:

Haarausfall Stadien

Weitere interessante Fakten

  • Schätzungsweise hat ein Mensch: etwa 420 Wimpern, ca. 600 Haare an den Augenbrauen, ca. 25.000 Haare am Körper und zwischen 90.000 und 150.000 Kopfhaare 
  • Evolutionär haben Haare eine Schutzfunktion (z. B. Temperatur, UV-Strahlung)
  • Die durchschnittlich meisten Kopfhaare haben blonde Personen, die wenigsten rothaarige
  • Ein Kopfhaar kann etwa zwei bis sieben Jahre lang wachsen
  • Man spricht von Haarausfall, wenn über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 100 Haare ausfallen
  • Die häufigste Form von Haarausfall ist der genetisch bedingte Haarausfall (Alopecia androgenetica)
  • Im Laufe des Lebens tritt bei etwa 7 von 10 Männern und 4 von 10 Frauen erblich bedingter Haarausfall auf

Die unterschiedlichen Formen von Haarausfall

Es gibt unterschiedliche Arten von Haarausfall, die von verschiedenen Auslösern hervorgerufen werden können. Die am häufigsten auftretende Form der Alopezie haben wir bereits benannt: der genetisch bedingte Haarausfall. Verantwortlich für diese Form ist das körpereigene Hormon DHT (Dihydrotestosteron), eine umgewandelte Form von Testosteron. Daher sind häufig Männer von genetisch bedingtem Haarausfall betroffen, da sie große Mengen Testosteron besitzen und die Haare sehr empfindlich auf DHT reagieren. Jedoch können auch Frauen an genetisch bedingtem Haarausfall leiden.

Andere Arten von Haarausfall 

  • Kreisrunder Haarausfall: Vor allem bei jungen Menschen (meist unter 30 Jahren) kommt es zu runden, kahlen Stellen am Kopf. Die Ursache sind Autoimmunreaktionen des Körpers, bei denen er Abwehrreaktionen gegen eigenes, gesundes Gewebe (in diesem Fall Haarwurzel und Haarfollikel) richtet. Wie es genau dazu kommt, ist noch nicht abschließend erforscht. 
  • Diffuser Haarausfall: Bei dieser Form wird das Haar allgemein lichter. Es handelt sich um einen verstärkten Verlust der Haare, der aber nicht zwangsläufig sichtbar sein muss. Das bedeutet, dass es meist nicht zu kahlen Stellen kommt, sondern die Haarpracht allgemein dünner wird. 
  • Andere Formen: z. B. durch entzündliche Erkrankungen oder ständigen Druck/Zug auf das Haar 

Mögliche Gründe für Haarausfall auf einen Blick

Haarausfall kann aus unterschiedlichen Gründen auftreten. Um die geeignete Therapie zu finden, dem Haarverlust aktiv entgegenwirken zu können, ist es daher wichtig, die jeweiligen Auslöser zu kennen. Dabei muss es sich nicht unbedingt um einen bestimmten Faktor handeln, sondern es können auch mehrere Einflüsse zusammen auftreten. Hier eine kleine Übersicht über mögliche Risikofaktoren und Auslöser von Haarausfall:

Ursachen Haarausfall

Immunsystem und Haargesundheit
Wie unser Immunsystem Haar für Haar zusammenhält

Wird der Haarverlust durch gesundheitliche Faktoren ausgelöst, ist häufig eine Verbindung zu unserem Immunsystem zu erkennen. Sowohl chronische Entzündungen als auch Autoimmunerkrankungen und Schilddrüsenfehlfunktionen werden häufig durch eine Dysbalance des Immunsystems hervorgerufen. 

Als Säule unserer Gesundheit ist das Immunsystem mit jeglichen Prozessen unseres Körpers verbunden. Ist es intakt, können die einzelnen Abläufe weitestgehend ohne Probleme erfolgen und schädliche Erreger oder Entwicklungen werden frühzeitig erkannt sowie eingedämmt. Sollte das Immunsystem jedoch gestört sein, können wiederum Fehler auftreten. Wir kennen das beispielsweise daher, dass wir dann anfälliger für Erkältungen werden oder uns allgemein schlapp fühlen – aber die möglichen Auswirkungen sind noch viel weitreichender. So können Hautirritationen auftreten, die Haare stumpf und brüchig werden, Konzentrationsstörungen und Fatigue einsetzen, sonst harmlose Viren in unserem Körper reaktiviert werden (z. B. EBV), anhaltende Entzündungsprozesse das Gewebe nachhaltig oder gar dauerhaft schädigen oder Autoimmunerkrankungen entstehen. Die Liste lässt sich noch viel weiter fortführen.


Beispiel Autoimmunerkrankung Hashimoto

Bei Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine Erkrankung der Schilddrüse. Das Immunsystem greift fehlerhafterweise das Gewebe der Schilddrüse an, wodurch die Produktion der Schilddrüsenhormone gestört wird. Infolgedessen kommt es zu einer Unterfunktion. Das Ungleichgewicht der Schilddrüsenhormone kann den Haarzyklus stören und Haarausfall begünstigen.

Da es sich bei Hashimoto um eine Autoimmunerkrankung handelt, können möglicherweise auch an anderen Stellen im Körper Autoimmunreaktionen auftreten, die ebenfalls Schäden anrichten. So können beispielsweise direkt die Haarfollikel angegriffen werden, wie es beim kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata) vorkommt.

Zudem treten bei vielen Menschen mit Hashimoto-Thyreoiditis Begleitsymptome auf, die ebenfalls das Haarwachstum stören und Haarausfall begünstigen können, beispielsweise Eisenmangel oder Vitamin-D-Mangel


An diesem kleinen Ausschnitt erkennst Du bereits, wie wichtig das Immunsystem für unseren Gesundheitszustand und eben auch für unsere Haargesundheit ist. Bemerkst Du einen vermehrten Haarverlust bei Dir, kann das darauf hindeuten, dass es Deinem Immunsystem nicht so gut geht. Die möglichen Einflussfaktoren auf das Immunsystem sind dabei ebenfalls vielseitig. So kann die immunitäre Balance unter anderem durch Stress, eine ungesunde Ernährung, Infektionen, Schlafmangel, Medikamente, Umwelttoxine und vieles mehr negativ beeinflusst werden.

Was kannst Du tun, um Dein Immunsystem zu unterstützen? 

Der Weg zurück zu einer optimalen Immunbalance
Wirkungsweise der Mikroimmuntherapie

Bei vielen Faktoren, die Haarausfall fördern, ist das Immunsystem direkt oder indirekt beteiligt. Eine wichtige Basis, um das Haarwachstum wieder zu stärken und die allgemeine Gesundheit zu unterstützen, liegt darin, das Gleichgewicht des Immunsystems wiederherzustellen

Die Mikroimmuntherapie ist eine sanfte Möglichkeit mit dem Ziel, die Immunbalance zu erreichen und langfristig zu erhalten. Sie arbeitet mit körpereigenen Botenstoffen (Zytokinen), die die Kommunikation zwischen den Immunteilnehmern übernehmen und die Abläufe koordinieren. Durch die Mikroimmuntherapie sollen diese natürlichen Abläufe sanft wieder in die vorgesehenen Bahnen gelenkt werden – wie ein Training für das Immunsystem. Diese feine Modulation des Immunsystems zielt darauf ab, proinflammatorische und antiinflammatorische Mechanismen wieder auszubalancieren, sodass Entzündungsprozesse im Körper reduziert werden können. Ein intaktes Immunsystem ist außerdem in der Lage, mögliche Fehlerquellen zu erkennen und zu entfernen, bevor daraus weitere Folgen entstehen. Hierbei handelt es sich sowohl um schädliche Erreger als auch interne Prozesse (z. B. Zellmutationen).

Im Falle der Haargesundheit kann die Mikroimmuntherapie eingesetzt werden, um das Haarwachstum mithilfe des Immunsystems wieder zu stärken. Auch Haarwurzeln sowie Haarfollikel profitieren von einem gesunden und ausbalancierten Immunsystem, indem sie beispielsweise optimal mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt und besser durchblutet werden. Des Weiteren werden Risiken wie Autoimmunreaktionen, die zu Schäden an den Haaren führen, gesenkt.

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Du möchtest gern mehr über die Mikroimmuntherapie und ihren Einsatz für gesundes Haar erfahren? Mit unserer Online-Suche findest Du mit wenigen Klicks Mikroimmuntherapeutinnen und Mikroimmuntherapeuten in Deiner Nähe, die Dich gern beraten und Deine Fragen beantworten.

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Praktische Tipps bei Haarausfall

Mit der Unterstützung der Immunbalance und einer gezielten Therapie bei Haarausfall sorgst Du aktiv dafür, dass Dein Haarwachstum gesünder und stärker wird. Auch im Alltag gibt es einige Tipps, die Du für kräftiges Haar und weniger Haarverlust berücksichtigen kannst:

  • Ernähre Dich gesund und ausgewogen: Eine vitamin- und nährstoffreiche Ernährung versorgt Dich, Deinen Körper und auch Deine Haare mit allen wichtigen Bausteinen. Achte dabei vor allem auf gesunde und frische Zutaten. Insbesondere zuckerhaltige Lebensmittel solltest Du reduzieren oder ganz meiden. Laut einer chinesischen Studie aus dem Jahr 2023 lässt sich ein Zusammenhang zwischen zuckerhaltigen Getränken und Haarausfall erkennen.
  • Individuelle Haarpflege-Routine: Nutze Haarpflegeprodukte, die auf die Bedürfnisse Deiner Haare und Kopfhaut abgestimmt sind und frei von aggressiven Zusätzen sind. Achte außerdem beim Styling darauf, Deine Haare zu schützen und nicht unnötig stark zu belasten (z. B. durch Glätten, stramme Zöpfe). Verwende weiche Bürsten/Kämme und trockne Deine Haare durch vorsichtiges Tupfen, anstatt sie trocken zu rubbeln.
  • Reduziere Stress: Anhaltender Stress kann Deine Gesundheit belasten und Dein Immunsystem stören – und letztendlich auch zu Haarausfall beitragen. Finde selbst für Dich heraus, was Dir hilft, Stress zu bewältigen. Dies beginnt meist bei einer organisierten Planung von Aufgaben bis hin zu Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder einfach einem Hörbuch zu lauschen.

Weitere Tipps und Erfahrungen

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